Posts Tagged ‘Klimawandel’

Wir brauchen dringend strengere Klimaziele!

18. September 2021
Denker

Denker

George Monbiot, veröffentlicht in the Guardian 9.9.21

Am Scheitelpunkt

Die Erdsysteme könnten noch vor 2050 kippen. Wir brauchen dringend strengere Klimaziele

„… Selbst wenn man alle versprochenen technischen Lösungen und Kompensationsmassnahmen mit einbezieht, sind wir mit der derzeitigen Politik auf eine unheilvolle Erderwärmung von 2,9°C festgelegt. Das Risiko eines unumkehrbaren Wandels durch ein derart gemächliches Tempo, das Vertrauen auf nicht vorhandene Technologien und Kapazitäten ist eine Formel für eine Katastrophe.

Wenn die Erdsysteme kritische Schwellenwerte überschreiten, wird alles, was wir getan haben und alles, was wir waren, das Lernen, die Weisheit, die Geschichten, die Kunst, die Politik, die Liebe, der Hass, die Wut und die Hoffnung, auf die Stratigraphie reduziert werden. Wir brauchen keinen sanften und linearen Übergang. Es ist ein Intensivkurs.“

On The Cusp. George Monbiot

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Klima: Schauen Sie sich dieses Video von Renzo an!

16. September 2021

Renzo präsentiert in atemberaubendem Tempo Fakten zum Klimawandel und zur Untätigkeit der Politik.

Renzo präsentiert in atemberaubendem Tempo Fakten zum Klimawandel und zur Untätigkeit der Politik und ruft zum Handeln auf für die Kinder, Enkel, Urenkel … den Zeit bleibt wenig.

Renzo bezieht sich auf die Situation in Deutschland … für die Schweiz müssten einfach Namen und Orte ausgewechselt werden!

Zerstörung Teil 2: Klima-Katastrophe

Krise: Endgame, Renzo vom 4.9.21

Informationsquellen zum Video

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Lebensmittelproduktion: Fleisch verursacht 60% der Treibhausgase

15. September 2021

Mutterkühe = Fleischkühe auf einer AlpMutterkühe = Fleischkühe auf einer Alp

Mutterkühe = Fleischkühe auf einer Alp

Quelle: The Guardian vom 13.9.21

Laut einer Studie ist Fleisch für fast 60% aller Treibhausgase aus der Lebensmittelproduktion verantwortlich

Die weltweite Fleischproduktion verursacht 28-mal so viele Emissionen wie der Anbau von Pflanzen, und die meisten Pflanzen werden zur Fütterung von Schlachttieren angebaut.

Die weltweite Nahrungsmittelproduktion ist für ein Drittel aller vom Menschen emittierten Treibhausgase verantwortlich, wobei die Verwendung von Tieren für die Fleischproduktion doppelt so viel Umweltverschmutzung verursacht wie die Produktion pflanzlicher Nahrungsmittel, das zeigt eine neue Studie.

Das gesamte System der Lebensmittelproduktion, wie z.B. der Einsatz von Landmaschinen, Dünger und der Transport von Produkten, verursacht der Studie zufolge jährlich 17,3 Milliarden Tonnen Treibhausgase. Diese enorme Freisetzung von Gasen, die die Klimakrise anheizen, ist mehr als doppelt so hoch wie die gesamten Emissionen der USA und macht 35% aller globalen Emissionen aus, so die Forscher.

„Die Emissionen liegen am oberen Ende dessen, was wir erwartet hatten, das war eine kleine Überraschung“, sagte Atul Jain, Klimawissenschaftler an der Universität von Illinois und Mitverfasser der Studie, die in Nature Food veröffentlicht wurde. „Diese Studie zeigt den gesamten Zyklus des Lebensmittelproduktionssystems, und die politischen Entscheidungsträger sollten die Ergebnisse nutzen, um darüber nachzudenken, wie die Treibhausgasemissionen kontrolliert werden können.

Die Aufzucht und Tötung von Tieren zur Nahrungsmittelerzeugung ist weitaus klimaschädlicher als der Anbau und die Verarbeitung von Obst und Gemüse für den menschlichen Verzehr, so das Ergebnis der Studie, das frühere Erkenntnisse über die übermässigen Auswirkungen der Fleischproduktion, insbesondere von Rindfleisch, auf die Umwelt bestätigt.

Lesen Sie weiter unter Meat accounts for nearly 60% of all greenhouse gases from food production, study finds, Oliver Milman, The Guardian vom 13.9.21

Global greenhouse gas emissions from animal-based foods are twice those of plant-based foods. University of Illinois, Urbana, IL, USA. Laboratoire des Sciences du Climat et de l’Environnement, CEA-CNRS-UVSQ, Gif-sur-Yvette, France. Statistics Division, FAO, Rome, Italy. Institute of Biological and Environmental Sciences, School of Biological Sciences, University of Aberdeen, Aberdeen, UK. PlantPure Communities, Inc., Mebane, NC, USA. nature food

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Zum ersten Mal Regen auf Grönlands Eis!

14. September 2021

Im Frühling 2011 gewann Heidi einen Matterhorn-Rundflug in einem NZZ-Wettbewerb. Am 27.6.11 sah sie dann die prächtige Alpenwelt von oben. Der Pilot des Kleinflugzeuges nannte nicht nur die Namen der Berge, sondern er zeigte auch die schwindenden Gletscher.

Im Frühling 2011 gewann Heidi einen Matterhorn-Rundflug in einem NZZ-Wettbewerb. Am 27.6.11 sah sie dann die prächtige Alpenwelt von oben. Der Pilot des Kleinflugzeuges nannte nicht nur die Namen der Berge, sondern er zeigte auch die schwindenden Gletscher.

Quelle: The Guardian vom 13.9.21.

Zum ersten Mal in der Geschichte fiel Regen auf das grönländische Inlandeis. Die Alarmglocken sollten läuten.

Wenn Grönland weiterhin so schnell schmilzt, könnten nach Ansicht von Klimawissenschaftlern bis zum Jahr 2030 jährlich Dutzende Millionen Menschen auf der ganzen Welt von Überschwemmungen und Vertreibung betroffen sein.

Letzten Monat fiel zum ersten Mal in der Geschichte Regen auf dem höchsten Punkt des grönländischen Eisschilds. Das sorgte kaum für Schlagzeilen. Doch Regen an einem Ort, der historisch gesehen von bitterer Kälte geprägt ist, deutet auf eine Zukunft hin, die Küstenlinien auf der ganzen Welt verändern und ganze Städte überfluten wird.

… Zunächst müssen wir Vertreter wählen, die die Wissenschaft respektieren und das Ausmass dessen, womit wir es zu tun haben, akzeptieren. Wenn sie das nicht tun, müssen sie besiegt werden.

Es ist an der Zeit, unseren Planeten an die erste Stelle zu setzen.

Rain fell on Greenland’s ice sheet for the first time ever known. Alarms should ring. Kim Heacox, The Guardian vom 13.9.21

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Heidi verschenkt 20 Plakate „Schützt das Wasser!“

28. August 2021

© Fruzsina Korondi

© Fruzsina Korondi

Die Äusserung „Unser Wasser ist sauber!“ wird den Problemen, die wir mit dem Wasser haben, in keiner Art und Weise gerecht. Es ist daher wichtig, dass wir uns bewusst sind, dass das Wasser Schutz braucht. Der Schutz kommt aber nicht einfach von selbst – wir müssen handelnd dazu beitragen. Heidi verschenkt daher 20 Plakate „Schützt das Wasser!“ der Grafikdesignerin und Illustratorin Fruzsina Korondi, damit Sie, liebe Leserin, lieber Leser, regelmässig daran erinnert werden, dass wir aktiv zum Schutze des Wassers beitragen müssen.

Zum Beispiel setzt sich 4aqua, die Stimme des Wassers, für unser Wasser ein. Eine der grosse Herausforderungen ist der Klimawandel. Die Auswirkungen auf den Wasserhaushalt erfordern weit vorausschauende wasserpolitische Weichenstellungen. Durch die sozioökonomische Entwicklung könnten die Gewässer durch vermehrte Entnahmen, Qualitätsprobleme und Flächenkonflikte zusätzlich belastet werden.

Es ist eben nicht so, dass das „Wasserschloss“ eine nie versiegende Quelle  von „sauberem Wasser“ ist, wie das immer wieder gesagt wird.

Ihre Bestellung

Heidis Geschenk-Angebot ist auf die Schweiz beschränkt.

Ganz einfach: Schreiben Sie Heidi ein E-Mail. Geben Sie darin an, ob Sie ein A1 (594 x 840) oder A2 (420 x 594) Plakat wünschen.

heidismist at bluewin.ch

Heidi wird Ihre Bestellung an die Druckerei weiterleiten, welche dann das Plakat verschickt. Lieferfrist: 1 bis 2 Arbeitstage.

Die Anzahl der von Heidi gratis offerierten Exemplare ist auf 20 beschränkt. Sie können aber gegen Bezahlung bei der Druckerei Rohner Spiller weitere Exemplare bestellen, allenfalls mit Mengenrabatt; vielleicht möchten ja auch Sie das Plakat „Schützt das Wasser“ verschenken!

4aqua, Die Stimme des Wassers

Auswirkungen des Klimawandels auf die Wasserwirtschaft der Schweiz. Klaus Lanz et al (2021). Beiträge zur Hydrologie der Schweiz, Nr. 43, Bern. ISBN 978-3-9524235-5-4

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Die 3 grossen Krisen der Erde: Klimawandel, Biodiversitätsverlust und Umweltverschmutzung

29. Juli 2021

Aus dem Video zum UNEP synthesis report Making Peace With Nature.

Aus dem Video zum UNEP synthesis report Making Peace With Nature.

Quelle: Special Report Chemical Planet. The world’s forgotten environmental crisis, and how to tackel it. New Scientist 24.7.21.

In letzter Zeit haben der Klimawandel und der Verlust der biologischen Vielfalt die Umweltdiskussionen dominiert, aber Anfang dieses Jahres hat die UNO die Umweltverschmutzung wieder an die Spitze der Tagesordnung gesetzt. Sie veröffentlichte einen grossen Bericht mit dem Titel Making Peace with Nature, in dem sie die Umweltverschmutzung zur dritten grossen planetarischen Notlage erklärte.

Tausende von synthetischen Substanzen sind überall in die Ökosysteme eingedrungen, und wir beginnen gerade erst, die verheerenden Folgen zu erkennen. Wir finden giftige Metalle auf dem Himalaya und Plastikfasern in den tiefsten Tiefen der Ozeane. Die Luftverschmutzung tötet mehr Menschen als die derzeitige Pandemie. Das Ausmass dieses Problems ist riesig.

Auf dem Erdgipfel 2002 in Südafrika einigten sich die Staats- und Regierungschefs darauf, die Umwelt- und Gesundheitsauswirkungen der chemischen Verschmutzung zu minimieren. Sie setzten eine Frist bis 2020. Die Frist ist abgelaufen!

Wir kennen nicht einmal die Zahl der synthetischen Chemikalien, die auf dem Markt sind oder waren, obwohl es mindestens mehrere Zehntausend sind. Chemikalien, die vor langer Zeit aus dem Verkehr gezogen wurden, können noch jahrelang in der Umwelt verbleiben, was die Sache noch komplizierter macht. Sehr persistente Chemikalien bleiben Hunderte oder Tausende von Jahren in der Umwelt.

Sobald die Chemikalien in die Umwelt gelangen, können sie mit anderen Verbindungen reagieren und von lebenden Organismen umgewandelt werden, wobei Mischungen und Abbauprodukte entstehen, die unterschiedliche Auswirkungen haben können. Wenn man solche Faktoren berücksichtigt, gibt es „Grössenordnungen“ mehr Chemikalien, über die man sich Sorgen machen muss,. Über die meisten von ihnen wissen wir nichts. Wir kenne somit auch nicht das Risiko für die menschliche Gesundheit und die Umwelt.

Das derzeitige System zur Bewertung der Toxizität von Chemikalien ist dieser Aufgabe keineswegs gewachsen. In der Regel wird eine einzelne Chemikalie genommen und ihre Auswirkungen auf zwei oder drei Organismen untersucht. Es ist unmöglich, dies für jede einzelne bekannte synthetische Chemikalie zu tun, geschweige denn für Abbauprodukte und Mischungen von Chemikalien. „Die Sonne würde untergehen, bevor wir so weit sind“, sagt Guy Woodward vom Imperial College London. Ein weiteres Problem ist, dass toxikologische Labortests nicht sehr aussagekräftig darüber sind, wie sich eine Chemikalie in einer komplexen realen Umgebung verhält, sagt er.

Inger Andersen, die geschäftsführende Direktorin des UN-Umweltprogramms (UNEP) warnt: „Wenn wir diese Probleme nicht mit echter Ernsthaftigkeit und Entschlossenheit angehen, können wir nicht einmal an eine Zukunft denken.“

Das unmittelbare Ziel der Vereinten Nationen in Bezug auf die chemische Verschmutzung sind deutliche Fortschritte auf dem Weg zu einem verschmutzungsfreien Planeten bis 2030. Das ultimative Ziel mag unmöglich klingen, aber das hat

vom Imperial College London und ihre Kollegen nicht davon abgehalten, ein Projekt namens Transition to Zero Pollution ins Leben zu rufen.

Und Nullverschmutzung bedeutet absolut Null, sagt sie. Um dieses Ziel zu erreichen, müssen wir eine chemische Kreislaufwirtschaft schaffen, in der alles, was wir verwenden, entweder harmlos, recycelbar oder handhabbar ist. Sie macht sich keine Illusionen darüber, wie lange es dauern wird und wie schwierig das sein wird. „Wir brauchen einen radikalen Wandel in unseren Wirtschaftssystemen, unseren Industriesystemen und unseren Geschäftsmodellen.

KNOWN NASTY: Hochgefährliche Pestizide

Zu den bekannten Problemstoffen gehören Asbest, Schwermetalle, CFCs, endokrine Disruptoren, persistente Arzneimittel und hochgefährliche Pestizide.

1962 lenkte Rachel Carson in ihrem Buch Silent Spring die Aufmerksamkeit der Welt auf die Giftigkeit von Pestiziden. Damals schätzte die Weltgesundheitsorganisation, dass jährlich etwa eine Million Tonnen Pestizide verwendet wurden; heute ist diese Zahl sechsmal höher.

Verbindungen, die unerwünschte Organismen töten oder unschädlich machen sollen, haben sich oft als weitaus giftiger erwiesen als vermutet. Das globale Pestizid-Aktionsnetzwerk führt eine Liste von mehr als 300 „hochgefährlichen Pestiziden“. Anfang dieses Jahres forderte es den dringenden Ausstieg aus der Verwendung dieser Chemikalien bis 2030.

Why chemical pollution is turning into a third great planetary crisis. Graham Lawton, New Scientist 24.7.21

Making Peace With Nature

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Bevölkerungswachstum, Wirtschaftswachstum, Ernährung der Weltbevölkerung …

28. Juli 2021
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Viel wird geschrieben und spekuliert über die Ernährung der Weltbevölkerung. Wie? Wo? Was? Das sind Fragen, die je nach Interesse sehr unterschiedlich beantwortet werden. Die Vorschläge sind aber keine wirklich nachhaltigen Lösungen, wenn man weitere Entwicklungen berücksichtigt wie Bevölkerungswachstum, Wirtschaftswachstum, Klimaveränderung, Bodendegradierung usw.

Urs P. Gasche schrieb am 23.7.21 im INFOsperber unter dem Titel Treiber der Erwärmung: Wirtschafts- und Bevölkerungswachstum:

«Die Entwicklung der Treibhausgasemissionen muss vor dem Hintergrund der zwei hauptsächlichen Antriebskräfte, dem Bevölkerungswachstum und dem Wirtschaftswachstum betrachtet werden.» Das schreibt Stephan Buhofer in seinem neuen Buch «Treibhausgasemissionen verstehen». Das Buch ist eine Analyse des Klimawandels im Kontext von Wissenschaft und Politik und enthält in kompakter Form die heutigen Erkenntnisse über Ursachen und Auswirkungen.

Erschienen ist das Buch im oekom-Verlag, begleitet von folgender Medieninformation: „Der Bedrohung der Erderwärmung steht das immense Wissen gegenüber, welches die Menschheit darüber besitzt. Ein gutes Verständnis der Zusammenhänge sollte aber nicht nur bei den Experten in Wissenschaft und Politik vorhanden sein – sondern auch bei den einzelnen Menschen als den Verursachern. Denn diese haben einen grossen Spielraum, Treibhausgasemissionen im persönlichen Handlungsbereich zu reduzieren. Voraussetzung dafür ist eine eigene Überzeugung.

Stephan Buhofer erläutert die klimawissenschaftlichen Grundlagen, analysiert den Ausstoss von Treibhausgasen und untersucht die weltweiten Anstrengungen zu deren Reduktion. Im Sinne eines Leitfadens bietet das Buch einen umfassenden Einblick in die technischen Aspekte des Themas – für alle, die sich eingehend informieren möchten.

„Treibhausgasemissionen verstehen“ ist also ein wichtiges Buch, das wir lesen sollten; es eignet sich auch als Ferienlektüre.

Stephan Buhofer
Treibhausgasemissionen verstehen – Der Klimawandel im Kontext von Wissenschaft und Politik
184 Seiten, Hardcover, ISBN 978-3-96238-311-4, 26,00 € (D). Auch als E-Book erhältlich.

Ernährung der Weltbevölkerung

Umwandlung der Biosphäre über 8000 Jahre. Copyright: United Nations Convention to Combat Desertification (UNCCD)

Wirtschaft und Bevölkerung beanspruchen beide Platz. Mit deren Wachstum vergrössert sich in der Regel auch die beanspruchte Fläche. Dies geht auf Kosten von Natur- und/oder Landwirtschaftsflächen. Vernetztes Denken ist gefragt, um all die ebenfalls wachsenden und miteinander verflochtenen Probleme zu lösen. Noch sind Zauberwörter wie CO2-Zertifikate, globales Einkaufen, Kreislaufwirtschaft beliebt. Wer aber die Abfallberge von nahe betrachtet, sieht rasch, dass der angebliche Kreis nie geschlossen ist, z.T. weit davon entfernt ist. Und das Sammeln, Transportieren und Wiederverwerten braucht auch Energie.

Die Entropie schieben wir nicht einfach mit Worten in den Müll. Sie bleibt. Und wenn wir den Wikipedia-Eintrag zu Entropie anschauen, dann wird klar, dass dies ein komplexes Thema ist, aber berücksichtigt werden muss. Und etwa die zunehmenden Transporte zur Effizienzsteigerung der Produktion, zur global saisonalen Lebensmittelversorgung und zur „ökologischeren“ Produktion am anderen Ende der Welt werden wie viele weitere „Kleinigkeiten“ einfach weggesteckt, oft durch irgendwelche „Ökobilanzen“ gerechtfertigt, die von Interessenvertretern bezahlt wurden.

Wirtschaftswachstum 6%

Der Internationale Währungsfonds IWF prognostiziert auch für 2022 ein starkes Wachstum der Weltwirtschaft. Damit werde sich die Erholung von der Corona-Krise weiter fortsetzen. Laut der Prognose rechnet der IWF für dieses Jahr weiterhin mit einem Wachstum von sechs Prozent, für das kommende Jahr erwartet er ein Wachstum von 4,9 Prozent. Das sind 0,5 Prozent mehr, als noch im April erwartet worden waren.

Bevölkerungswachstum 1,2%

Die Weltbevölkerung hat dieses Jahr bis heute um 55 Millionen Personen auf 7,9 Milliarden zugenommen. Für 2021 wird mit einem Wachstum von 1,2 Prozent gerechnet. Das Bevölkerungswachstum der Schweiz ist Durchschnitt, d.h. wächst ebenso schnell wie die Weltbevölkerung. Jeden Tag leben 277 Personen mehr in unserem Land.

Abnahme landwirtschaftliche Nutzfläche

Etwa 37 Prozent der weltweiten Landfläche werden durch die Landwirtschaft genutzt. Mit dem Bevölkerungswachstum hat die Ackerfläche stark zugenommen, v.a. in den Tropen. Damit verbunden ist ein dramatischer Verlust an Biodiversität und Ökosystemleistungen wie etwa die Speicherung von Wasser oder CO2. Hinzu kommt der Flächenbedarf für Siedlungen, Freizeitanlagen und Infrastrukturen.

So werden auch in der Schweiz die besten Fruchtfolgeflächen zu Industrie- und Wohnzonen sowie Strassen. Jede Sekunde wird fast ein Quadratmeter neu verbaut. Und dies seit Jahrzehnten.

Gemäss dem Global Land Outlook Report 2017 des Übereinkommens der Vereinten Nationen zur Bekämpfung der Wüstenbildung (United Nations Convention to Combat Desertification UNCCD) zeigten von 1998 bis 2013 etwa 20 Prozent der bewachsenen Landfläche der Erde einen anhaltenden Trend zur Abnahme der Produktivität. Dieser manifestiert sich bei 20 Prozent der Ackerflächen, 16 Prozent der Waldflächen, 19 Prozent des Graslands und 27 Prozent des Weidelands. Diese Trends sind besonders besorgniserregend in Anbetracht der steigenden Nachfrage nach flächenintensiven Nutzpflanzen und Viehzucht.

Mit Vollgas in die nächste Krise? Oder Denk-Halt?

Treiber der Erwärmung: Wirtschafts- und Bevölkerungswachstum. Urs. P. Gasche, INFOsperber vom 23.7.21

Treibhausgasemissionen verstehen – Der Klimawandel im Kontext von Wissenschaft und Politik.  Stephan Buhofer, oekom-Verlag 2021

Reiche Länder erholen sich laut IWF schneller von der Krise. Zeit online vom 27.7.21

countrymeter Weltbevölkerung

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Zwei Schweine im Schweinehimmel kommentieren

25. Juli 2021

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Bauern verhindern Trinkwasserschutz: 20-Jahr-Jubiläum (2)

22. Juli 2021

Vor 22 Jahren hatte der Bundesrat ein allgemeines Pestizidverbot in der Grundwasserschutzzone S2 erlassen. Die Bauern hoben dieses postwendend auf. Die Bundesämter für Umwelt und Landwirtschaft wurden beauftragt, das Problem zu studieren. Vor 20 Jahren wurde das Verbot dann definitiv gekippt. Noch heute darf man Pestizide bis fast an die Trinkwasserfassung ausbringen, denn die Schutzzone S1, wo keine Pestizide und kein Dünger ausgebracht werden dürfen, beträgt nur 10 m.

Aktuell sind 27 Wirkstoffen in der S2 verboten, siehe Anwendungsverbote für Pflanzenschutzmittel in der Grundwasserschutzzonen S2 bzw. S2 und Sh, Stand 1.12.20. Der Schweizerische Verein des Gas- und Wasserfachs hatte ausführlich über diese Trauergeschichte berichtet: Keine Pflanzenschutzmittel im Trinkwasser, gwa 12/2001, Schweizerischer Verein des Gas- und Wasserfachs (SVGW).

Zwei Jahrzehnte sind seither vergangen. Der Klimawandel bringt immer mehr Extremniederschläge, so dass viel Wasser innert kurzer Zeit versickert und mit dem Wasser versickern auch Schadstoffe wie Pestizide und schädliche Keime. Einmal mehr waren kürzlich Trinkwasserfassungen wegen der heftigen Niederschläge verschmutzt worden. Das Wasser musste abgekocht werden. Gegen Pestizide nützt dies aber nichts!

Der SVGW forderte bereits 2014 ein Verbot von Pestiziden in der Grundwasserzone S2 und er will auch tiefere Pestizidgrenzwerte im Grundwasser, 40 Prozent der Bevölkerung wollen (Abstimmung vom 13.6.21) ein allgemeines Pestizidverbot in der Schweiz und mit den zunehmenden Starkniederschlägen ist die Gefahr der Trinkwasserverschmutzung mit Pestiziden und anderen Schadstoffen weiter gestiegen.

Der Bundesrat muss dringend handeln und das bereits 1999 verhängte Pestizidverbot in der Grundwasserschutzzone S2 aus der Bauern-Versenkung hervorholen und erneut erlassen. Dieses Mal darf er aber nicht mehr allein auf die Bauern hören und schwach werden!

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«Starkregen kann zur Verschmutzung des Trinkwassers führen». 20 minuten vom 9.7.21

Trinkwasser in Affoltern im Emmental verschmutzt. Blick vom 13.7.21

Trinkwasser im Raum Hettiswil (BE) verschmutzt. SRF vom 1.7.21

Trinkwasser verschmutzt: Gisikoner sollen trotz Notleitung das Wasser auch in den nächsten Tagen weiterhin abkochen. Luzerner Zeitung vom 27.6.21

Bundesrat gewichtet Freiheit der Bauern höher als Trinkwasserqualität. Heidis Mist vom 6.2.13

Bauern verhindern Trinkwasserschutz: 20-Jahr-Jubiläum. Heidis Mist vom 28.11.19

SVGW fordert Verbot von Pestiziden in der Grundwasserschutzzone S2, Heidis Mist 29.5.14

Keine Pestizide in der Grundwasserschutzzone S2, Heidis Mist 7.4.15

„Abkochgebot für Trinkwasser!“ Ein Rat- und Tatgeber für Verbraucher. Lebensraum Wasser – der Wasserblog vom 17.7.21

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Demokratische Republik Kongo vergibt illegal Abholzungskonzessionen und plant Aufhebung des Abholzungsmoratoriums

17. Juli 2021
Dieser Cartoon von NaNa passt gut zum Thema und zur Schweizer Klimapolitik, daher zeigt Heidi ihn hier zum zweiten Mal!

Dieser Cartoon von NaNa passt gut zum Thema und zur Schweizer Klimapolitik, daher zeigt Heidi ihn hier zum zweiten Mal! Diese Strategie kann uns jedoch langfristig teuer zu stehen kommen.

Letzte Woche kündigte Eve Bazaïba, die Vize-Premierministerin und Umweltministerin der Demokratischen Republik Kongo (DRC), Pläne an, ein seit 2002 bestehendes Verbot neuer industrieller Abholzungskonzessionen aufzuheben.

Ein „zynischer Plan“

In einer Presseerklärung sagte Irène Wabiwa Betoko, Leiterin der Waldkampagne von Greenpeace Afrika im Kongobecken:

„Der Versuch der Ministerin, die Aufhebung des Verbots als eine Massnahme der ‚guten Regierungsführung‘ zu verkleiden, täuscht niemanden. Es ist ein zynischer Plan, der einfach noch mehr Gebiete der DRC an ausländische Firmen übergibt, die den Regenwald abholzen wollen und damit eine neue lukrative Strasse für Holzfäller öffnen.

Angesichts des anhaltenden Chaos im Forstsektor und der fehlenden Landnutzungsplanung ist diese Massnahme eine Bedrohung für Mensch und Natur. Anstatt neue Wege der Zerstörung freizugeben, braucht die Demokratische Republik Kongo einen Plan für den dauerhaften Schutz des Waldes, einschliesslich der Bewirtschaftung durch die Gemeinden, die in ihm leben und von ihm abhängen.“

Joe Eisen, Exekutivdirektor der Rainforest Foundation UK, wies darauf hin:

„Angesichts des wachsenden Klimanotstands und der chronischen Probleme mit den bestehenden Abholzungstiteln in der DRC ist diese Ankündigung einfach unvereinbar mit den internationalen Verpflichtungen zum Schutz dieser lebenswichtigen Ressource für zukünftige Generationen. Der Fokus muss darauf liegen, die Industrie zurückzudrängen, nicht sie auszuweiten.“

Illegale Abholzungskonzessionen

In den letzten Jahren haben die Umweltminister des Landes trotz des Abholzungsmoratoriums mehrere Abholzungskonzessionen vergeben.

  • Im Jahr 2018 hat die damalige Umweltministerin Amy Ambatobe drei illegale Abholzungskonzessionen an zwei in chinesischem Besitz befindliche Abholzungsunternehmen neu vergeben. Die Konzessionen umfassten insgesamt 650’000 Hektaren.
  • Im Jahr 2020 vergab der damalige Umweltminister Claude Nyamugabo Abholzungskonzessionen über fast drei Millionen Hektaren an zwei chinesische Firmen und ein kongolesisches Unternehmen.
  • Im Juni 2020 vergab Nywamugabo vier Abholzungskonzessionen an ein kongolesisches Unternehmen namens Groupe Services. Drei der vier Konzessionen liegen in der Provinz Mai Ndombe.

Die Weltbank verhandelt seit Jahren über ein REDD-Abkommen für die gesamte Provinz Mai Ndombe im Rahmen der Forest Carbon Partnership Facility der Bank. World Bank: Purchase / Sale of Emission Reductions (ER) to be generated under the Mai Ndombe ER Program (P160320). Bank Approval Date: 13-Sep-2018.

Im Juni 2021 reichte eine Gruppe von NGOs in der DRC beim Kabinett von Vize-Premierministerin Bazaïba eine Verwaltungsklage ein, um sechs der an ein Unternehmen namens Tradelink SARL vergebenen Konzessionen zu annullieren.

Im Juli 2021 bestätigte das kongolesische Institut für Naturschutz (ICCN), dass die Konzessionen illegal waren. Doch das Kabinett von Bazaïba schweigt zu den Konzessionen, trotz wiederholter Versuche von Greenpeace Afrika, das Kabinett zu kontaktieren.

„Was das Umweltministerium angeht, so spielt es Vogel Strauss“, kommentierte Wabiwa von Greenpeace Afrika.

Quelle: Democratic Republic of Congo plans to lift logging moratorium. Chris Lang, REDD-Monitor, 15.7.21

World Bank: Purchase / Sale of Emission Reductions (ER) to be generated under the Mai Ndombe ER Program (P160320). Bank Approval Date: 13-Sep-2018

REDD-Minus: New report reveals the reality of REDD in Mai Ndombe, Democratic Republic of Congo. Chris Lang, REDD-Monitor, 3.3.21

Bilaterale Klimaschutzabkommen Sommaruga treibt Klimaprojekte in Afrika unbeirrt voran. SRF vom 11.7.21

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