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Antibiotikaeinsatz in der Landwirtschaft viel höher als berichtet wird

7. Februar 2023
ANTIBIOTIKAVERBRAUCH NACH LÄNDERN. Das Diagramm zeigt, dass China an der Spitze der Top 10 des Antibiotikaverbrauchs im Jahr 2020 nach Ländern steht. Copyright nature

ANTIBIOTIKAVERBRAUCH NACH LÄNDERN. Das Diagramm zeigt, dass China an der Spitze der Top 10 des Antibiotikaverbrauchs im Jahr 2020 nach Ländern steht. Copyright nature

Quelle: Antibiotic use in farming set to soar despite drug-resistance fears. Nature 6.2.23

Gemäss einer am 1.2.23 in PLOS Global Public Health veröffentlichten Studie von Wissenschaftlern der Eidgenössischen Technischen Hochschule Zürich (ETHZ) zusammen mit der Freien Universität Brüssel steigt der Antibiotikaeinsatz in der Landwirtschaft trotz der Befürchtung einer Resistenz gegen Medikamente weiter an. Eine Analyse zeigt, dass der Einsatz von antimikrobiellen Medikamenten in der Landwirtschaft viel höher ist als berichtet wird.

Sara Reardon hat die Studie für Nature zusammengefasst. Nachfolgend ein Auszug:

Laut der Studie wird der Einsatz von Antibiotika in der Tierhaltung, der massgeblich zur Antibiotikaresistenz beiträgt, zwischen 2020 und 2030 voraussichtlich um 8% zunehmen – trotz der laufenden Bemühungen um eine Eindämmung des Einsatzes.

Es wird angenommen, dass der übermässige Einsatz von Antibiotika in der Landwirtschaft eine der Hauptursachen für die Zunahme von bakteriellen Infektionen beim Menschen ist, die nicht mit Antibiotika behandelt werden können. Obwohl Antibiotika zur Behandlung von Infektionen in der Viehzucht notwendig sein können, werden sie häufig eingesetzt, um das Wachstum der Tiere zu beschleunigen und Krankheiten bei Tieren in überfüllten, unhygienischen Ställen zu verhindern.

Viele Regierungen haben sich schwer getan, Vorschriften zur Verringerung des Antibiotikaeinsatzes zu erlassen oder durchzusetzen. Obwohl eine Reihe von Ländern, darunter die Vereinigten Staaten und grosse Teile Europas, die Verwendung von Antibiotika zur Wachstumsförderung verbieten, können die Hersteller beispielsweise einfach behaupten, dass sie die Medikamente zur Vorbeugung von Krankheiten einsetzen.

Unbrauchbare Daten

Forscher hatten auch Schwierigkeiten, die Menge der in bestimmten Ländern verwendeten Antibiotika zu berechnen, weil die meisten Länder ihre Daten über den Einsatz von Antibiotika in der Landwirtschaft nicht veröffentlichen, sagt der Mitautor der Studie, Thomas Van Boeckel, ein Raumepidemiologe an der Eidgenössischen Technischen Hochschule (ETH Zürich). Stattdessen geben viele die Daten an die Weltorganisation für Tiergesundheit (WOAH) weiter, die die Antibiotikadaten der Länder nach Kontinenten gruppiert, so dass die Forscher nur diese Daten einsehen können. Und etwa 40% der Länder melden ihren Antibiotikaeinsatz überhaupt nicht an die WOAH. „Die meisten Daten über den Antibiotikaeinsatz in der Welt sind unbrauchbar“, sagt van Boeckel.

Erhebung der Daten

Um den Antibiotikaeinsatz in 229 Ländern zu schätzen, arbeitete Van Boeckel mit Ranya Mulchandani, einer Epidemiologin an der ETH Zürich, und anderen Kollegen zusammen, um Daten von einzelnen Regierungen, Erhebungen in landwirtschaftlichen Betrieben und wissenschaftlichen Artikeln zu sammeln, die über den Einsatz von Antibiotika in der Tierhaltung berichteten. Diese Daten glichen sie mit Daten über den weltweiten Bestand an Nutztieren sowie über den Verkauf von Antibiotika in den 42 Ländern ab, die diese Daten veröffentlicht haben. Daraus extrapolierten sie die Trends für die übrigen 187 Länder.

Zunahme in Afrika am schnellsten

Das Team berechnete, dass der Antibiotikaverbrauch in Afrika wahrscheinlich doppelt so hoch ist wie von WOAH gemeldet, und dass der Verbrauch in Asien 50 % höher ist als gemeldet. Die Autoren führen dies auf die Tatsache zurück, dass viele Länder in diesen Regionen nicht auf die WOAH-Erhebungen antworten.

Unter Berücksichtigung dieser Faktoren schätzen die Autoren, dass bis zum Jahr 2030 weltweit etwa 107’500 Tonnen Antibiotika pro Jahr in der Tierhaltung eingesetzt werden, verglichen mit knapp 100’000 Tonnen im Jahr 2020. Der Antibiotikaverbrauch ist in Asien und insbesondere in China am höchsten – ein Trend, der sich bis 2030 fortsetzen dürfte. Die Forscher schätzen auch, dass der Antibiotikaverbrauch in Afrika am schnellsten zunehmen wird, und zwar um 25% zwischen 2020 und 2030, was auf die gestiegene Nachfrage nach Fleischprodukten zurückzuführen ist.

Mulchandani gibt jedoch zu bedenken, dass es sich bei den meisten der 42 Länder, die Daten zur Verfügung gestellt haben, um Länder mit hohem Einkommen handelt, was bedeutet, dass die Art und der Zweck des Antibiotikaeinsatzes möglicherweise nicht für alle Länder repräsentativ sind.

Lesen Sie die vollständige Zusammenfassung hier: Antibiotic use in farming set to soar despite drug-resistance fears. Nature 6.2.23

Originalpublikation: Global trends in antimicrobial use in food-producing animals: 2020 to 2030. Mulchandani, R., Wang, Y., Gilbert, M., & Van Boeckel, T. P. PLOS Glob. Public Health 3, e0001305 (2023).

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Sind tropische Böden fruchtbar?

10. Januar 2022
Typisch für die Tropen ist die Laterit-Bildung. Laterit von lat. later = Ziegel, wegen der ziegelroten Farbe des entstehenden Bodens. Sie ist eine Folge der hohen Niederschläge und der beträchtlichen Temperaturen, die zur Anreicherung von Aluminium- bzw. Eisenoxiden und -hydroxiden im Boden geführt haben.

Typisch für die Tropen ist die Laterit-Bildung. Laterit von lat. later = Ziegel, wegen der ziegelroten Farbe des entstehenden Bodens. Sie ist eine Folge der hohen Niederschläge und der beträchtlichen Temperaturen, die zur Anreicherung von Aluminium- bzw. Eisenoxiden und -hydroxiden im Boden geführt haben. Quelle: Bodenwelten

Weil Urwälder so üppig wachsen und die Flora und Fauna so vielfältig ist, glauben viele Leute, dass die Böden fruchtbar seien.

Wenn aber der Urwald weg ist, was dann? Die Antwort auf die Frage „Sind tropische Böden fruchtbar?“ gibt die Plattform Bodenwelten:

„In den Tropen gibt es eine Vielzahl an unterschiedlichen Bodentypen. Bestimmend für die Bodenentwicklung ist das ganzjährig feuchte Klima und die hohen Durchschnittstemperaturen. Dadurch ist der Boden meist bis in mehrere Meter Tiefe entwickelt.

Karge Böden

Tropische Böden sind meist tiefgründig verwittert. Deshalb werden kaum Nährstoffe aus dem Gestein nachgeliefert. Die Böden beziehen somit ihren Nährstoffvorrat vor allem aus absterbenden Pflanzenresten des Regenwaldes. Wird der Regenwald gerodet, werden auch keine Nährstoffe nachgeliefert. Deshalb sind die Böden meist schnell ausgelaugt. Wesentlichen Einfluss auf das Nährstoffangebot hat die Art der Tonmineralbildung. Die in den Tropen häufigen Zweitonschichtminerale können aufgrund ihrer chemischen Struktur Nährstoffe weniger gut „speichern“ als die in den mittleren Breiten üblichen sog. Dreitonschichtminerale.“

Weitere Informationen zu tropischen Böden auf Bodenwelten, etwa zu den selteneren fruchtbaren Böden.

Üppiger Regenwald wächst auf einer Wüste

Mongabay: „Die üppigen grünen Regenwälder von Zentralkalimantan (indonesisches Borneo) wachsen auf einer Wüste. Die Illusion von organischem Reichtum und Fülle ist nirgendwo stärker als in diesen Küstendschungeln und Mangroven, Sümpfen und Heidewäldern. Die hoch aufragenden Bäume und die schwindelerregende Vielfalt von Flora und Fauna suggerieren, dass irgendwo im Land Energie- und Lebensreserven gespeichert sind und alle lebenden Organismen aus diesem unendlichen Vorrat schöpfen. Nichts könnte weiter von der Wahrheit entfernt sein.

Borneo, die drittgrösste Insel der Welt, hat beispielhafte Regenwaldböden: flach und nährstoffarm. Die vielen Regenfälle in diesen uralten Ökosystemen haben den Boden über Millionen von Jahren ausgelaugt. Weltweit reicht der Mutterboden in tropischen Regenwäldern nicht tiefer als 20 cm, oft nur 10 cm, und enthält fast den gesamten verfügbaren Vorrat an Stickstoff, Phosphor und Kalium“

Borneo’s lush forests are an illusion: trees grow on deserts. Mongabay 14.6.10

GEOHILFE:Die Immerfeuchten Tropen – Böden

Die Böden der Immerfeuchten Tropen sind gekennzeichnet von intensiver chemischer Verwitterung. Physikalische Verwitterung spielt keine grosse Rolle. Es dominieren saure, nährstoffarme Böden.“

Palmöl FAO: „Die Ölpalme braucht viele Mineralsalze, um ihre Blätter und Fruchtstände zu bilden. Wenn die Ölpalme jung ist, braucht sie vor allem Stickstoff. Wenn die Ölpalme zu produzieren begonnen hat, braucht sie viel Kali. Kali erhöht die Anzahl der Fruchtstände und macht sie grösser.“

Krankheiten und Schädlinge sind immer häufiger ein Problem in Palmölplantagen. Hinzu kommt der Mangel an Düngemitteln, der immer grösser wird. Die Preise steigen. Die theoretisch berechneten Erntemengen sind nur möglich, wenn die richtigen Dünger in genügender Menge zugeführt werden. Für Kleinbauern ist der Kauf von Düngern eine Herausforderung, das Ausbringen auch. Die Ernteresten aus der Fabrik verrotten mangels Transportmöglichkeiten meist ungebraucht und/oder werden bei Hochwasser weggespült. Besonders schwierig dürfte das Düngen von Bio-Palmölplantagen sein.

Trotzdem Abholzung

NZZ vom 4.3.20: „Während die schwer zugänglichen Wälder Zentralafrikas noch in relativ gutem Zustand sind, hat man in Westafrika zwischen Senegal und Nigeria bereits über 80 Prozent und in Ostafrika, etwa in Äthiopien, Kenya oder Uganda, über 90 Prozent der Wälder verloren. Ähnlich düster sieht es auf Madagaskar aus. Konservativ geschätzt, hat Afrika von den im Jahr 1900 vorhandenen 350 Millionen Hektaren Wald bis heute mindestens ein Drittel verloren, das meiste davon in den letzten fünfzig Jahren.“

Wieso Afrika seit 1900 ein Drittel seiner Waldfläche verloren hat. NZZ 4.3.20

Wir setzen immer häufiger auf Lebensmittel, die dort wachsen, wo einst Urwald war – das ist ein riskantes Spiel. So sind etwa die Phosphat-Reserven auf der Erde begrenzt, Biodiversität, Wasserkreislauf und Umwelt leiden.

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Synthetische Pestizide: Vortrag von Johann G. Zaller, Universtität für Bodenkultur Wien

25. Mai 2021
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Klicken Sie auf das Bild für Vergrösserung! Copyright: Johann G. Zaller, BOKU Wien

Dass synthetische Pestizide wirken, bezweifelt niemand. Was an der einen Stelle zum gewünschten Erfolg führt, bringt an der anderen Stelle jedoch unerwünschte Nebenwirkungen. «Es ist heutzutage praktisch unmöglich, nicht mit den Rückständen von Pestiziden in Berührung zu kommen», sagt Professor Zaller von der Wiener Universität für Bodenkultur. Darüber, dass synthetische Pestizide nicht so gut getestet sind, wie immer vorgegeben wird, und von deren Wirkung auf Boden, Wasser, Pflanzen, Tiere, Menschen, Umwelt und Klima spricht Prof. Dr. Johann Zaller in seinem Vortrag.

Synthetische Pestizide – Fluch oder Segen? Prof. Dr. Johann G. Zaller, Universtität für Bodenkultur. Video 1:12:29. Bio-Stiftung Schweiz

Heidi hat ein paar Vortrags-Folien kopiert. Die Reihenfolge entspricht nicht jener im Vortrag. Klicken Sie auf die Darstellungen für Vergrösserung.

Copyright: Augler et al. 2018, Universität Augsburg

Copyright: Augler et al. 2018, Universität Augsburg

Copyright: Johann G. Zaller, BOKU Wien

Klicken Sie auf das Bild für Vergrösserung

Rote Balken = normale Dosierung. Von Links nach rechts: Fungizid Headline (Pyraclostrobin), Fungizid BAS 500 18 F (Pyraclostrobin), Herbizid Curol B (Bromoxyniloctanoate), Fungizid Captan Omya (Captan), Herbizid Dicomil (Fenoxaprop-P-ethyl, Fungizid Prosper (Spiroxamine), Insektizid Roxion (Dimethoate). Brühl et al. 2013. Sci Rep. Terrestrial pesticide exposure of amphibians: An underestimated cause of global decline? https://www.nature.com/articles/srep01135

Copyright: Gaupp-Berghausen et al. 2015, https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/26243044/

Copyright: Gaupp-Berghausen et al. 2015, https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/26243044/

Copyright: Katzmann & Schrom 1986

Copyright: Katzmann & Schrom 1986

Copyright: Johann G. Zaller, BOKU Wien

Copyright: Johann G. Zaller, BOKU Wien

Arch. Toxicol.

Mostafalou & Abdullahi 2017. Arch Toxicol. https://link.springer.com/article/10.1007/s00204-016-1849-x

agrarheute

agrarheute

Copyright: Johann G. Zaller, BOKU Wien

Copyright: Johann G. Zaller, BOKU Wien

Copyright: Klaus Staeck 1983

Copyright: Klaus Staeck 1983

Synthetische Pestizide – Fluch oder Segen? Prof. Dr. Johann G. Zaller, Universtität für Bodenkultur. Video 1:12:29. Bio-Stiftung Schweiz

Unser täglich Gift. Johann G. Zaller

Daily Poison- Pesticides an Underestimated Danger, erweiterte Ausgabe von „Unser täglich Gift“. Johann G. Zaller

Johann G. Zaller auf Twitter: Laufend interessante Meldungen aus der Wissenschaft.

Weitere Webseiten der Bio-Stiftung Schweiz:

Bodenfruchtbarkeitsfonds 

Pestizidmythen 

Das Gift und wir

25.5.21 HOME

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Von Pflanzenschutz und Vektoren

14. März 2020

Hafen von Sydney Anfang 1970er Jahre.

Hafen von Sydney Anfang 1970er Jahre.

„Begünstigt durch den modernen Weltverkehr trägt auch der Mensch zur direkten Verbreitung der Krankheitserreger von Kontinent zu Kontinent bei.“

Quelle 1975: Pflanzenkrankheiten und Pflanzenschutz, Horst Börner, Seite 17. Uni-Taschenbücher 518, ISBN 3-8001-2400-9

Pflanzenkrankheiten und Pflanzenschutz, Horst Börner. 2009. Der Klassiker – liegt jetzt bereits in der 8. Auflage vor. Als e-book bei Springer.

14.3.20 HOME

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Heuimporte und ihre Folgen

8. März 2012

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Zur biologischen Bekämpfung von Schädlingen in Gewächshäusern wurde der Asiatische Marienkäfer in Europa eingeführt. Jetzt verdrängt er die einheimischen Marienkäfer und richtet auch sonst Schaden an. Dies ist hoffentlich ein einheimischer Marienkäfer.

In der Aargauerzeitung zu lesen: Import-Heu: Schweizer Kühe fressen Heu aus Eritrea. Heidi hat am 5.12.11 darüber berichtet, dass 150’000 Tonnen Heu im Jahre 2010 importiert wurden, siehe Bill Clinton ist Vegetarier. Was sie damals nicht wusste: 22 Tonnen stammen aus Eritrea*, 19 Tonnen aus Kirgistan*, 22 Tonnen aus Peru, auch aus Kamerun wurde Heu importiert. Über Kamerun berichtete Adi’s Agro-Blog in fünf Artikeln, so heisst es in KameRun(3): Dégustation au Buffet Centr’afrique: „… Die Lebensmittel- und Lebenshaltungskosten sind in Kamerun im Verhältnis zu den Löhnen enorm hoch. Falls man überhaupt Lohn bezieht. Die Journalistenkollegen schätzen, dass mindestens die Hälfte der arbeitsfähigen Bevölkerung arbeitslos ist. Über die offiziellen Zahlen zwischen 10 und 20 Prozent können sie nur lachen…“

Abgesehen von der ethischen Seite und dem Transportweg stellt sich die Frage nach möglichen Folgen solcher Importe. Heu ist kein homogenes Gut wie etwa Getreide. Es enthält Samen von Pflanzen, die in den weit entfernten Export-Ländern beheimatet sind. Es besteht also die Gefahr, dass Unkräuter eingeschleppt werden, die nicht mehr oder nur mit grossem Aufwand oder Herbiziden bekämpft werden können. Samen gelangen über Transport, Lagerung und Futterkrippen-Abfälle auf die Wiesen; sie überstehen zum Teil unbeschadet den Weg durch den Verdauungstrakt der Tiere. Auch importierte Samen aus den Nachbarländern können die einheimische Flora verfälschen, weil es andere Ökotypen sind. Die Schweizerische Kommission für die Erhaltung von Wildpflanzen (SKEW) setzt sich für die biologische Vielfalt ein, informiert über eingeschleppte Arten sowie Gesetzte und Übereinkommen. Nicht-einheimische Pflanzen, die aus fremden Gebieten absichtlich oder unabsichtlich eingeführt wurden, sind der zweitwichtigste Grund des Artenrückgangs, der wichtigste ist die Zerstörung von Biotopen durch den Menschen. Die Schweiz ist bisher ihren internationalen Verpflichtungen zur Erhaltung der Artenvielfalt nur mangelhaft nachgekommen.

Weitere offene Fragen sind: Das Einschleppen von Schädlingen sowie Pflanzen- und Tierkrankheiten. Allfällige Folgen dieses verantwortungslosen Tuns muss die ganze Bevölkerung tragen.

Nachtrag 9.3.12: Der Landwirtschaftliche Informationsdienst (LID) meldet heute, dass die Heu-Importe 2011 einen neuen Rekordstand erreicht haben: 166‘700 Tonnen.

* Nachtrag 28.3.12: Wie ein aufmerksamer Leser Heidi schrieb,  wurde offenbar kein Heu aus Eritrea und Kirgistan importiert. Diese Meldung beruht auf einem Fehler der Zollbehörden beim Erfassen des Ländercodes. Heidi wird die Importe aus Kamerun und Peru überprüfen und dann darüber berichten.

8.3.12  HOME


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