Posts Tagged ‘Luftreinhalteverordnung’

Leserbrief zu Mottfeuer im Berner Jura

29. Mai 2022

Guten Morgen Heidi

Ich merke noch gar keinen Unterschied, überall sind oder waren Feuer………
sooooo traurig.

Liebe Grüsse

Anonymus

Heidi meint: „Ja, die Behörden müssten handeln, die Luftreinhalteverordnung vollziehen. Aber sie lassen sich bzw. den Tätern Zeit.“

Heidis weitere Artikel über Mottfeuer

29.5.22 HOME

Datenschutzerklärung

Berner Jura: Feuer im Wald und niemand weit und breit!

28. Mai 2022
Ein verlassener rauchender Haufen mitten im Wald.

Ein verlassener rauchender Haufen mitten im Wald.

Rauch steigt auf.

Rauch steigt auf.

Heute Samstag, 28.5.22, um 16 Uhr ein rauchender Haufen in einem Wald im Berner Jura. Eigentlich verboten! Frische Äste von gefällten Bäumen dürfen nicht einfach verbrannt werden wegen der Rauchentwicklung mit Schadstoffen drin. Aber das Zuwiderhandeln stört die zuständigen Behörden nicht. Nur dem Bundesamt für Umwelt missfällt das.

Ein Feuer mitten im Wald müsste sowieso überwacht werden. Zwar ist die Waldbrandgefahr aktuell nur auf Stufe „mässig“, aber – zum X-ten Mal – solche Feuer dürften nicht sein!

Gesetze, Klimaerwärmung und Umweltschäden kümmern die Täter und die Ämter nicht! Heidis letzter Brief vom 4.5.22 mit mehreren Mottfeuer-Meldungen beantwortete das kantonale Amt für Umwelt und Energie Bern bisher nicht.

Heidis weiteren Artikel über Mottfeuer

Mässige Waldbrandgefahr im Berner Jura

Mässige Waldbrandgefahr im Berner Jura

28.5.22 HOME

Datenschutzerklärung

Vollzug Luftreinhalteverordnung/Mottfeuer: Nebel, Rauch und es stinkt bis ins Haus

4. Mai 2022



Rauch eines Mottfeuers, das stundenlang brannte. Weiss sind die Wolken. Im Vordergrund ziehen Rauchschwaden zuerst nach rechts, dann in die Höhe.

Rauch eines Mottfeuers, das stundenlang brannte. Weiss sind die Wolken. Im Vordergrund ziehen Rauchschwaden zuerst nach rechts, dann in die Höhe. Grüne Fläche im Vordergrund rechts: Retuschiert von Heidi.

Seit dem 28.4.22 liegen Mottfeuer-Fotos aus dem Berner Jura in Heidis Postfach. Gerade als sie heute endlich begonnen hatte, einen Beitrag darüber zu schreiben, traf eine neue Meldung ein: „Alles im Nebel/Rauch und alles stinkt. Leider hat es gerade geregnet und darum sieht man nichts. Aber es stinkt bis ins Haus.“ Aufgrund der vielen Fotos aus dieser Gegend, die Heidi bereits unter dem Schwerpunkt Mottfeuer veröffentlicht hat, besteht kein Zweifel, dass das stimmt, auch wenn sie heute (3.5.22) keine neuen erhalten hat.

Das erste Mail mit den Fotos lautete: „bis jz 0 veränderung“.

Für die Betroffenen ist die Situation unzumutbar. Das zuständige Berner Amt für Umwelt und Energie (AUE) weiss, dass solche Mottfeuer gemäss Luftreinhalteverordnung verboten sind, hat selber ein Merkblatt in welchem steht, was Heidi schon einmal zitiert hat: „Bei der Verbrennung von nassen Grünabfällen entstehen das giftige Kohlenmonoxydgas und organische Verbindungen mit teils krebserregender Wirkung wie z.B. polyzyklische aromatische Kohlenwasserstoffe (PAK; Bestandteile von Teer). Zudem produziert ein grösseres Mottfeuer in sechs Stunden gleich viel Russ und Rauchpartikel, wie 250 Autobusse während eines Tages.“

Zudem hat das Bundesamt für Umwelt aufgrund einer Aufsichtsbeschwerde von Heidi dem AUE in drei Punkten eine Verbesserung des Vollzugs nahegelegt. Das war Mitte Februar! Und seither NULL Veränderung. Das darf doch nicht sein! Heidi wird den Ämtern wieder einmal ihre Artikel über die vielen Mottfeuer verlinken und ihnen sagen, was zu tun ist – und zwar subito! Zusammen mit diesem Beitrag sind es elf seit Mitte Februar! Aber Mottfeuer brannten viele mehr.

Dass diese Feuer Tradition haben ist keine Ausrede gegen SOFORTIGEN Stopp dieser klima- und gesundheitsschädigenden Sitte. Wir haben Gesetze. Und diese sind von den Kantonen zu vollziehen. Basta!

Alle Artikel von Heidi über Mottfeuer, fast alle im Berner Jura.

Stundenlang klima- und gesundheitsschädigender Rauch.

Stundenlang klima- und gesundheitsschädigender Rauch.

Traktor und traditioneller Feuerhaufen.

Traktor und traditioneller Feuerhaufen.

4.5.22 HOME

Datenschutzerklärung

 

 

Täglich Mottfeuer – schlecht für’s Klima, schlecht für die Gesundheit

23. April 2022

Stundenlang Rauch. Manchmal sind die Schwaden grösser, manchmal kleiner.

Stundenlang Rauch. Manchmal sind die Schwaden grösser, manchmal kleiner. Abendstimmung im Berner Jura!

Heidis weitere Artikel über illegale Mottfeuer, besonders im Berner Jura.

23.4.22 HOME

Datenschutzerklärung

Mottfeuer: überall Überreste, überall Mottfeuer

13. April 2022

Überall Mottfeuer ...

Überall Mottfeuer …

... überall Überreste von Mottfeuern!

… überall Überreste von Mottfeuern!

Neue Fotos sind eingetroffen von den gesundheits- und klimaschädlichen Mottfeuern im Berner Jura. Trotz Gesetz ist diese bäuerliche Tradition in den Wytweiden offensichtlich nicht leicht wegzubringen. Bauern werden mit Samthandschuhen angefasst, wärend Mensch und Umwelt unter dem Schadstoffrauch leiden. Wie lange noch? Wann greift endlich der Vollzug Luftreinhalteverordnung?

Die VOLLZUGS-SCHNECKE schleicht auf einer Schleimspur.

Heidis weitere Artikel über Mottfeuer – die Liste wird immer länger!

13.4.22 HOME

Datenschutzerklärung

Seit einem Monat Mottfeuer im Berner Jura

29. März 2022

Im Berner Jura wurden seit einem Monat täglich Mottfeuer gesichtet und Asthaufen liegen zum Verbrennen bereit. Das Interessante: Die für Sanktionen Luftreinhalteverordnung Verantwortlichen „sehen“ das nicht! Oder deutlicher gesagt: Sie wollen die gesundheits- und klimaschädlichen Mottfeuer nicht sehen.

29.3.22 HOME

Datenschutzerklärung

Das Klima-Duo Windräder und Mottfeuer

22. März 2022

Passt doch? Windräder für's Klima - Mottfeuer gegen's Klima!

Passt doch? Windräder für’s Klima – Mottfeuer gegen’s Klima!

Wir subventionieren mit den traditionellen Wytweiden auch die schädlichen traditionellen Mottfeuer. Zwar müssten diese aufgrund der Luftreinhalteverordnung längst verschwunden sein, aber offensichtlich sind die Zuständigen nicht in der Lage, das Gesetz endlich rasch zu vollziehen, nachdem dieser Missstand bekannt geworden ist. Wie mutlos! Immer wieder müssen Private für den Vollzug sorgen.

In unmittelbarer Nähe des heutigen Mottfeuers (22.3.22) im Berner Jura stehen auch Windräder. Die Politik tut so als ob sie heftig gegen die Klimaerwärmung antrete, aber wenn man genau hinschaut, dann sind viele Massnahmen nicht wirklich überzeugend. Windräder braucht’s jetzt halt – bäuerliche Mottfeuer auch!

Heidi ist gespannt wann endlich die Behörden bei den Feuerteufeln durchgreifen.

Heidis weitere Artikel über Mottfeuer, v.a. im Berner Jura!!!

22.3.22 HOME

Datenschutzerklärung

Berner Jura: Seit Wochen Mottfeuer!

16. März 2022

Tägliches Umweltdrama im Berner Jura

Tägliches Umweltdrama im Berner Jura

Das rauchnet seit Tagen oder schon fast Wochen ….. im Berner Jura.

Im Merkblatt der Umweltfachstellen des Kantons Bern zu den Mottfeuer heisst es u.a.:

Mottfeuer sind rechtswidrig und schaden der Umwelt: … Gemäss den Bestimmungen der eidgenössischen Luftreinhalteverordnung (LRV) sind Mottfeuer aber klar rechtswidrig …“ unter Mottfeuer und Schadstoffe: „… Zudem  produziert ein grösseres Mottfeuer in sechs Stunden gleich viel Russ und Rauchpartikel wie 250 Autobusse während eines Tages.“

Warten die Behörden auf Godot?

Merkblatt Kanton Bern Mottfeuer schaden der Umwelt

Heidis weitere Artikel über Mottfeuer, v.a. Berner Jura

16.3.22 HOME

Datenschutzerklärung

Aufsichtsbeschwerde der Umweltorganisationen gegen den Kanton Luzern

31. August 2020

Bis Ende 2014 kostete die „Sanierung“ oder eher Symptombekämpfung der drei Luzerner Seen fast 45 Millionen Franken allein an Bundessteuern, hinzu kommen kantonale Beiträge und lokale Kosten. Auf den ersten Blick sieht der Sempachersee lieblich aus.

Bis Ende 2014 kostete die „Sanierung“ oder eher Symptombekämpfung der drei Luzerner Seen fast 45 Millionen Franken allein an Bundessteuern, hinzu kommen kantonale Beiträge und lokale Kosten. Auf den ersten Blick sieht der Sempachersee lieblich aus.

Dass Heidis Jammern über den Zustand der Innerschweizer Seen nichts nützt, kann man noch einigermassen verstehen (z.B. Gewässerschutzprojekte: Sind sie nachhaltig? (3) Phosphorprojekte Sempachersee & Co.), aber auch die Umweltorganisationen haben bisher keine Besserung erreicht, denn das zuständige Amt handelt nicht. Jetzt haben sie wegen Unterlassungen eine Aufsichtsbeschwerde eingereicht und informieren mit folgender Medieninformation und einer langen Liste von Fakten.

Luzerner Seen, Wälder und Moore bedroht!
Kanton Luzern handelt nicht

In zahlreichen Kantonen verursacht die Landwirtschaft viel zu hohe Ammoniak- und Phosphor-Emissionen, die äusserst umweltschädlich sind. Ein extremes Beispiel ist seit Jahrzehnten der Kanton Luzern. Dennoch geht das Luzerner Bau-, Umwelt- und Wirtschaftsdepartement (BUWD) das Problem noch immer nicht entschlossen genug an. Deshalb reichen die kantonalen Verbände von WWF, Pro Natura und BirdLife sowie Ärztinnen und Ärzte für Umweltschutz (AefU) zusammen mit ihren nationalen Organisationen beim Gesamtregierungsrat eine Aufsichtsbeschwerde ein. Denn der Kanton Luzern verletzt damit Umweltgesetze, zerstört Lebensräume und setzt die Gesundheit der Bevölkerung aufs Spiel.

Lesen Sie weiter in der Medienmitteilung vom 31. August 2020 (PDF) oder bei WWF Zentralschweiz.

Die wichtigsten Fakten

Der mangelnde Gesetzesvollzug und das Nichthandeln sind gewaltig, daher kopiert Heidi hier die von den Umweltorganisationen angeführten Fakten im Detail.

  • Der Kanton Luzern erreichte in Bezug auf die dringend notwendige Ammoniak-Reduktion mit einem Massnahmenplan Ammoniak I (MaPla I, 2007–2014) und einem Ressourcenprogramm seine eigenen Ziele und die des Bundes nicht annähernd.
  • Mit den zwischen 2007 und 2014 ergriffenen Massnahmen gelang keine Ammoniak-Reduktion. Dennoch herrschte seit 2015 Stillstand: Es wurden bis zur Publikation eines zahnlosen Merkblatts Ammoniakreduktion bei Stallbauten im August 2018 keine zusätzlichen Massnahmen ergriffen. Mit grosser Verzögerung wurde im Juni 2020 der neue Massnahmenplan Ammoniak II (MaPla II) in Kraft gesetzt.
  • Das BUWD verzögerte den Prozess für den MaPla II massiv, anstatt der Dringlichkeit entsprechend bereits 2015/16 sofort zu handeln. Es ist schwer nachvollziehbar, dass der MaPla II erst Mitte 2020 in Kraft gesetzt wurde, nachdem 2015 in einer Erfolgskontrolle und Überprüfung der Massnahmen von 2007-2014 festgestellt wurde, dass der MaPla I scheiterte.
  • Mit dem neu in Kraft gesetzten MaPla II möchte das BUWD eine Ammoniak-Reduktion von «rund 20%» bis 2030 erreichen (Referenzjahr 2014). Damit bleibt das BUWD ganz bewusst unter der eigenen Zielsetzung von 30%, die im MaPla I festgelegt waren. Da bis 2014 keine Reduktion stattgefunden hatte und sich an den Massnahmen bis 2020 wenig veränderte, müssten ab 2020 innerhalb von 10 Jahren mindestens 30% der Emissionen reduziert werden, um die eigentliche Zielsetzung zu erreichen.
  • Das BUWD zeigt nicht auf, wie die langfristig notwendige Reduktion von Ammoniak im Kanton Luzern, wie im MaPla I beschrieben, von 67% (ab Referenzjahr 2000) erreicht werden soll.
  • Das BUWD setzt die wirksamste Massnahme, eine Reduktion des Tierbestandes im MaPla II nicht um und kann so nicht glaubhaft ausweisen, wie der Kanton bis 2030 selbst seine zu tief angesetzten Ziele erreichen will («rund 20%»).
  • Die gesundheitlichen Risiken der übermässigen Ammoniak-Emissionen wurden und werden vom BUWD ignoriert. Damit gefährdet er Menschen und Tiere direkt und indirekt. Ammoniak ist indirekt verantwortlich für die Produktion des klimawirksamen Lachgas und wirkt über seine Düngewirkung zerstörerisch auf Wald und andere Lebensräume, die für Menschen und Tiere lebensnotwendig sind. Zudem wirkt Ammoniak als Reizgas und ist für die Feinstaubproduktion mitverantwortlich. Ammoniak verursacht so unter anderem Asthma und andere Lungenkrankheiten.
  • Der Kanton handelte in der Vergangenheit im Widerspruch zum Umweltschutzgesetz (USG) und der Luftreinhalteverordnung (LRV) und kann nicht aufzeigen, dass er daran in Zukunft grundsätzlich etwas ändern möchte. Damit handelt er entgegen dem Vorsorgeprinzip (USG Art. 1 Abs. 2).
    Auch bei der Phosphor-Reduktion verfehlt das BUWD seine Ziele und es verschleppt den Vollzug systematisch. Mit seinem Verhalten verhindert das BUWD auch, dass die Sanierung der Mittellandseen irgendwann abgeschlossen werden kann (betroffen sind Sempacher-, Baldegger- und Hallwilersee). Die Seen werden wegen der massiven historischen Belastung in den Böden über die Ausschwemmung bei Regen immer noch
    mit Phosphor überversorgt und würden ohne die schon bald 40 Jahre andauernden Belüftungen kollabieren. Eine Sanierung der Böden könnte mit griffigeren Massnahmen jedoch erreicht werden. Mit seinem mangelhaften Vollzug gefährdet das BUWD auch die Gesundheit der Bevölkerung und das Überleben von Tieren.
  • Das BUWD erreicht das Ziel von intakten Seeökosystemen mit einer permanent genügenden Sauerstoffkonzentration am Seegrund nach 40 Jahren kostspieligen Sanierungs-Massnahmen immer noch nicht (Seebelüftungen, Zirkulationshilfen).
  • Das grösste Reduktionspotential von Phosphoreinträgen in die Mittellandseen besteht, gemäss Forschungsergebnissen, in der Reduktion von Phosphor in den landwirtschaftlich genutzten Böden, d.h. mittels einer drastischen Reduktion der Phosphor-Düngung in den Zuströmbereichen der Seen.
  • Besonders schlecht geht es dem Baldeggersee. Die Phosphorfracht aus der landwirtschaftlichen Nutzfläche in den See müsste halbiert werden, um einen natürlichen Seezustand erreichen zu können.
  • Diese Fakten liegen seit 15 Jahren auf dem Tisch. Das BUWD setzt dieses Wissen nicht in die Tat um und setzt wider besseres Wissen immer noch auf milde Massnahmen und Freiwilligkeit. Somit verschleppte der Kanton Luzern die notwendige Reduktion von Phosphoreinträgen in die Mittellandseen über mehr als zehn Jahren auf systematische Art und Weise und handelt dabei entgegen der gebotenen Dringlichkeit.
  • Das BUWD erreicht die Ziele von Bund und Kanton in Bezug auf den Phosphoreintrag in Mittellandseen selbst dank hoch subventionierter Massnahmen durch den Bund nicht. Damit verschleudert der Kanton Steuergelder, anstatt konsequent zu handeln und die Sanierung der Seen rasch zu erreichen.
  • Der Kanton handelte in der Vergangenheit im Widerspruch zum Umweltschutzgesetz (USG) und Gewässerschutzgesetz (GSchG) und zeigt nicht auf, dass er daran etwas ändern möchte. Damit handelt er entgegen dem Vorsorgeprinzip (USG Art. 1 Abs. 2) und verstösst gegen das Nachhaltigkeitsprinzip (Art. 2 Abs. 2 und 4 sowie …?? Heidi: Da fehlt wohl etwas, was auch nicht verwunderlich ist bei all den verletzten Gesetzesartikel).
  • Die Düngung mit Phosphor kann negative Folgen auf die Gesundheit von Menschen und Tieren haben, insbesondere über das Auswaschen von Schwermetallen aus mineralischen Düngern. Die Verwendung von mineralischem Dünger und deren Auswirkungen auf Böden und Mittellandseen werden im Kanton Luzern jedoch nicht einmal dokumentiert.

Medieninformation, detaillierte Aufsichtsbeschwerde und Belege sind auf der WWF-Seite zum Downloaden:

31.8.20 HOME

Datenschutzerklärung


%d Bloggern gefällt das: