Posts Tagged ‘Luftverschmutzung’

Mottfeuer Berner Jura: Jetzt brennen die Äste!

21. März 2022
Im Abendlicht: Frisch gezündetes Mottfeuer im Berner Jura

Im Abendlicht: Frisch gezündetes Mottfeuer im Berner Jura

Gestern, 20.3.22 berichtete Heidi, dass die Äste für das nächste Mottfeuer im Berner Jura bereit liegen: Äste für das nächste Mottfeuer. Nun brennen sie! Ob in der Nacht oder am Tag, die grossen Schadstoffemissionen breiten sich in der Umgebung aus, sind schlecht für’s Klima und die Gesundheit. Täglich brennen sie, ausser sonntags, die Mottfeuer im Berner Jura!

Gibt es keine zumutbare Alternative für das Mottfeuer? Liegt die erforderliche Ausnahmebewilligung vor? Wird das Feuer gemäss Weisung des Bundesamts für Umwelt dauernd überwacht? Auch jetzt in der Nacht? Mehr Fragen als Antworten.

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Wie unsere Umwelt uns krank macht und was wir dagegen tun können

6. Februar 2022

Kaum ein Bach ohne Plastikabfall!

Quelle: Our word against us. New Scientist 29.1.22

Von Luftschadstoffen bis hin zu Pestiziden in Lebensmitteln und kosmetischen Zusätzen – das moderne Leben bedeutet eine ständige Belastung durch Umweltchemikalien. Der Genetikprofessor Michael Snyder von der Stanford Universität hat begonnen, ihre Auswirkungen zu analysieren. Seine Forschung soll helfen, die Gesundheit der Menschen und des Planeten zu verbessern.

Umweltverschmutzung tötet

Bei den meisten Krankheiten spielt das Ausgesetztsein gegenüber Umweltverschmutzung eine weitaus grössere Rolle für das Sterberisiko als die Genetik. Millionen von Menschen sterben an den Folgen der Verschutzung; es sind schätzungsweise 20% aller Todesfälle weltweit. Die meisten dieser Todesfälle sind auf die Exposition gegenüber Stoffen zurückzuführen, die wir selbst in die Umwelt entweichen lassen.

Vicente Franco von der Generaldirektion Umwelt der Europäischen Kommission, die für die Festlegung der Umweltpolitik der Europäischen Union zuständig ist: „Aus globaler Sicht ist die Umweltverschmutzung weltweit die Haupttodesursache. Sie tötet mehr Menschen als Infektionskrankheiten, mehr als Gewalt, mehr als Krieg, mehr als Tabak – also müssen wir etwas dagegen tun, dafür gibt es keine Entschuldigung.“

Seit 1950 riesige Flut von Chemikalien

Ein allgemeines Versprechen, das Problem an der Quelle zu bekämpfen, wie es die EU in ihrem im Mai 2021 veröffentlichten Aktionsplan zur Bekämpfung der Umweltverschmutzung abgegeben hat, ist ein Weg nach vorn. Aber wir brauchen weitaus bessere Informationen darüber, was bereits im Umlauf ist. Seit 1950 wurden zum Beispiel Hunderttausende neuer Chemikalien und Pestizide synthetisiert. Über ihre gesundheitlichen Auswirkungen der meisten wissen wir nichts. „Wir müssen mehr messen und mehr überwachen, denn was nicht gemessen wird, wird auch nicht behandelt“, sagt Franco.

Michelle Bennett vom US National Cancer Institute Center for Research Strategy: „Einer der wichtigsten Schlüssel für diesen Bereich ist es, nicht mehr zu versuchen, einzelne Elemente isoliert zu verstehen, sondern sie wirklich als lebenslange Exposition zu verstehen.“ Das bedeutet, dass wir viel mehr über die Auswirkungen der Chemikalien herausfinden müssen, die  in den von uns verwendeten Produkten und Baumaterialien sind, über die industriellen Schadstoffe in der Luft, die wir einatmen, über die Pestizide und anderer Chemikalien aus der Landwirtschaft, die in unser Wasser und unsere Lebensmittel gelangen können, sowie über die Kosmetika und Sonnenschutzmittel, die wir auf unsere Haut auftragen – und auch über den Einfluss von Lebensstilfaktoren wie Ernährung, Rauchen, Dampfen und Stress.

Exposomik

Snyder ist nicht der einzige Forscher, der auf diesem neuen Gebiet der „Exposomik“ arbeitet. Das Hauptaugenmerk der Exposomik liegt auf der Verbesserung der menschlichen Gesundheit, aber sie könnte sich auch allgemein positiv auf die Gesundheit des Planeten auswirken. Pflanzen und nicht-menschliche Tiere reagieren auf Umweltbelastungen in ähnlicher Weise wie der Mensch.

Martine Vrijheid vom Barcelona Institute for Global Health in Spanien weist darauf hin, dass viele der Massnahmen, die wir ergreifen können, um unsere Exposition gegenüber schädlichen Schadstoffen zu minimieren, sich mit Massnahmen überschneiden, die dem Klima helfen können – Verringerung der Luftverschmutzung, Umstellung auf gesündere Ernährung und aktive Fortbewegung wie Gehen und Radfahren.

Lesen Sie den vollständigen Bericht hier: Our word against us. New Scientist 29.1.22

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Im Westen nichts Neues: Mottfeuer

28. November 2021
Erneut Feuer in der Nähe von Tramelan

Erneut Mottfeuer in der Nähe von Tramelan am 25.11.21

Erst gerade hat Heidi mit Bekannten über die gesundheits- und umweltschädlichen Mottfeuer gesprochen. Auch sie haben vor nicht allzu langer Zeit welche gesehen. Wann wird das enden?

Bereits am 14.11.21 sind Fotos von der Region Saignelégier bei Heidi eingetroffen, am 25.11.21 brannte erneut ein Mottfeuer bei Tramelan. Und die Behörden unternehmen nichts!

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Überreste eines Mottfeuers in der Region Saignelégier

Überreste eines Mottfeuers in der Region Saignelégier, Foto 14.11.21

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COP26, Luftverschmutzung … Mottfeuer im Berner Jura

13. November 2021

Abendstimmung am 12.11.21: Mottfeuer brennt stundenlang.

Trotz Klimaerwärmung und Luftverschmuitzung brennen im Berner Jura stundenlang Mottfeuer. Wytweiden haben Tradition und werden daher mit Geldern der Öffentlichkeit unterstützt. Aber heute geht der Giftzwerg um, bekämpft die Brombeerstauden, und der Feuerteufel zündet regelmässig Mottfeuer an, die dann stundenlang brennen, so wieder am 10. und 12.11.21. Sensibilisierung der Bauern nützt nichts, Bussen werden keine verhängt.

Man darf gespannt sein, was die hängige Aufsichsbeschwerde ans Bundesamt für Umwelt (BAFU) gegen die Untätigkeit der Berner Behörden bewirken wird. Nichts?

Mottfeuer im Berner Jura vom 10.11.21 brennt stundenlang.

Mottfeuer im Berner Jura vom 10.11.21 brennt stundenlang.

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Luftverschmutzung: Es gibt keine sicheren Grenzwerte

9. Oktober 2021
Luftverschmutzung hat viele Quellen.

Luftverschmutzung hat viele Quellen.

„There are no safe levels of air pollution.“

Stephen Holgete, University of Southampton, UK

Millionen von Todesfällen könnten vermieden werden, wenn die Welt strenge neue Grenzwerte für die Luftverschmutzung annimmt, welche von der Weltgesundheitsorganisation soeben (WHO) festgelegt wurden.

In den Leitlinien werden deutlich niedrigere Tages- und Jahreswerte für die Belastung durch sechs Schadstoffe aus Autos, Kraftwerken und anderen Quellen gefordert. Dies ist die erste grössere Überarbeitung der Empfehlungen seit 16 Jahren. Die strengeren Grenzwerte sind auf die zunehmende Forschung über die gesundheitlichen Auswirkungen selbst geringer Schadstoffmengen zurückzuführen.

„Wir haben noch mehr Beweise als bisher für die Auswirkungen der Luftverschmutzung auf die Gesundheit. Früher war die Beweislage enorm, jetzt ist sie noch besser“, sagt Maria Neira von der WHO.

Luftqualität in der Schweiz

Hauptverursacher dieser Vorläuferschadstoffe sind vor allem der motorisierte Verkehr, aber auch Industrie und Gewerbe tragen zur Belastung bei.

Hauptverursacher dieser Vorläuferschadstoffe sind vor allem der motorisierte Verkehr, aber auch Industrie und Gewerbe tragen zur Belastung bei. Quelle: Bundesamt für Umwelt (BAFU)

Die Luftqualität der Schweiz wird seit Mitte der 1980er-Jahre stetig besser. Trotzdem überschreiten die Konzentrationen von Ozon (O3) die Immissionsgrenzwerte grossflächig, von Feinstaub PM10 und PM2.5 an mehreren Orten und von Stickstoffdioxid (NO2) an einzelnen verkehrsnahen Standorten. Auch Ammoniak (NH3) belastet die Umwelt in einem Ausmass, das deutlich über dem kritischen Belastungswert liegt.

Auch in der Schweiz besteht grosser Handlungsbedarf!

 

WHO calls for lower limits on air pollution to save millions of lives. Adam Vaughan, New Scientist 25.9.21

Verschärfte Empfehlungen Die WHO setzt ein Zeichen für saubere Luft. SRF 22.9.21

Luftqualität in der Schweiz. Bundesamt für Umwelt, 18.6.21

Wie schadet Stickstoff unserem Planeten?

27. Juni 2021
Stickstoffverschmutzung kann die Ozonschicht zerstören. NASA/SCIENCE PHOTO LIBRARY

Stickstoffverschmutzung kann die Ozonschicht zerstören. NASA/SCIENCE PHOTO LIBRARY

Aus dem Englischen übersetzt mit Hilfe von DeepL

„Wenn wir uns nicht um Stickstoff kümmern, wird der Umgang mit allen anderen Umweltproblemen sehr viel schwieriger“ sagt Mark Sutton, UK Centre for Ecology and Hydrology. Er untersucht Verschmutzungen durch Stickstoff seit Jahrzehnten.

Der Wissenschaftsjournalist Andrew Zaleski berichtete im New Scientist vom 15.5.21 über das Thema, Titel: Der Stickstoff-Notstand: Wie wir unsere vergessene Umweltkrise beheben. Die Stickstoffverschmutzung vergiftet unser Wasser und setzt unserer Luft zu – und sie verschlimmert andere Umweltprobleme. Aber wenn wir uns jetzt organisieren, können wir zurückschlagen, bevor es zu spät ist.

The godfather of pollution

Andrew Zalenski beginnt seinen Beitrag über Stickstoff „The godfather of pollution“ wie folgt: „Es gibt ein unsichtbares Gas in der Erdatmosphäre, das eine Umweltkrise nährt. Die Schäden werden jedes Jahr schlimmer. Wenn die Dinge unkontrolliert bleiben, steuern wir auf eine globale Katastrophe zu. Und hier ist das Beunruhigendste an diesem Gas: Es ist nicht Kohlendioxid.

Stickstoff gilt normalerweise als harmloses Zeug, schliesslich macht dieser farblose Stoff 78 Prozent der Erdatmosphäre aus. Wenn Sie eine erfrischende Brise auf Ihren Wangen spüren, sind es meist Stickstoffmoleküle, die vorbeirauschen. In unseren Ökosystemen findet ein natürlicher Kreislauf von Stickstoff aus der Luft in und aus unseren Böden statt, wo er einen wichtigen Nährstoff für Pflanzen bildet. Das Problem ist, dass dieser Kreislauf durch die Aktivitäten des Menschen gefährlich aus dem Gleichgewicht geraten ist. Das Ergebnis ist, dass Stickstoff in schädlichen Formen die weitere Umwelt überschwemmt.

Einige der Auswirkungen dieser Krise sind schon seit langem bekannt. Wir wissen zum Beispiel seit langem, dass die Verschmutzung durch stickstoffhaltige Verbindungen zu Algenblüten führt, welche die Wasserwege verstopfen. Aber auch andere Auswirkungen rücken jetzt ins Blickfeld, wie zum Beispiel die Art und Weise, wie die Stickstoffverschmutzung Torfmoore abtötet. Stickstoffhaltige Verbindungen schädigen auch das empfindliche Gleichgewicht der Atmosphäre.“

Schweiz: forschen, forschen …

In der Schweiz wurden viele Studien zu Problemen mit Stickstoff und parlamentarische Vorstösse gemacht. Etwa die Anfrage vom 13.9.12 im Nationalrat 12.1077 „Stickstoffüberschuss in der Landwirtschaft. Forschungslücken schliessen“ von Kathy Riklin: „Stickstoff ist der wichtigste Treiber in der landwirtschaftlichen Produktion und relevant in verschiedenen Umweltbereichen …“ Aus der Antwort des Bundesrates: „… Es sind bereits heute solide Grundlagen zur Thematik vorhanden, welche durch die verschiedenen landwirtschaftlichen Akteure umgesetzt werden können … Der Bundesrat wird eine Eingabe für ein NFP (Nationales Forschungsprojekt) zum Thema Stickstoff wie alle NFP-Eingaben im Rahmen einer Gesamtschau über den aktuellen schweizerischen Forschungsbedarf beurteilen.“

Das Problem Stickstoff ist seit Jahrzehnten in der Schweizer Politik und Forschung präsent, doch ist in dieser Zeit keine wesentliche Besserung eingetreten: zweithöchste Ammoniak-Emissionen in Europa, hohe Nitratgehalte im Grundwasser der Ackerbaugebiete, überdüngte Böden, Artenvielfalt im Sinkflug.

So schadet Stickstoff unserem Planeten

1. Tote Zonen im Meer

Regen kann Nitrate in Wasserläufe und Ozeane spülen. Diese Verschmutzung durch Stickstoff führt zu Algenblüten, die bei ihrer Zersetzung Sauerstoff verbrauchen und das Leben im Wasser ersticken. Das Ergebnis ist eine wässrige „tote Zone“, von denen es mehr als 400 in den Weltmeeren gibt, darunter eine riesige im Golf von Mexiko.

2. Luftverschmutzung

Autos und Kraftwerke stossen Stickoxide aus, die zu den wichtigsten Vorläufern der Luftverschmutzung gehören, die als Feinstaub bezeichnet wird. Diese winzigen Partikel können in unsere Lungen eingeatmet werden, wo sie Gewebeschäden verursachen, welche mit einer Reihe von Gesundheitsproblemen einhergehen.

3. Versauerung des Bodens

Das gleiche Nitrat, das sich in die Wasserwege einschleichen kann, kann auch wichtige Nährstoffe aus dem Boden ziehen, einschliesslich Magnesium und Kalzium. Dadurch kann der Boden zu sauer werden, so dass die Pflanzen die Nährstoffe nicht mehr richtig aufnehmen können.

4. Ozonabbau

Durch die steigende Ammoniakbelastung nimmt der Säuregehalt der Luft ab. Bestimmte Lebensräume, wie z. B. Torfmoore, sind darauf angewiesen, dass die Luft leicht sauer ist. In Nordirland führt dieses Problem zum Abbau von Sphagnum-Torfmoosen, einem wichtigen Speicher für Kohlendioxid.

5. Alkalische Luft

Überschüssiges Nitrat kann von Bakterien in Distickstoffoxidgas umgewandelt werden. In grossen Höhen reagiert dieses mit ultraviolettem Licht und zerfrisst die Ozonschicht, die uns vor UV-Strahlen schützt. Der Schaden ist schwer rückgängig zu machen, denn Lachgas hat eine Lebensdauer von 120 Jahren.

Probleme und Lösungen sind längst bekannt, aber die Politik will das Problem nicht angehen!

Lesen Sie den vollständigen Beitrag hier: The nitrogen emergency: How to fix our forgotten environmental crisis. Andrew Zaleski, New Scientist vom 15.5.21. Falls Sie keinen Zugang zum Artikel haben, schreiben Sie Heidi, sie kann Ihnen ein PDF schicken.

27.6.21 HOME

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Berner Jura: Gesundheitsschädlicher Rauch aus Wytweiden und Wald (3)

1. Mai 2021

Zwei Feuer brennen noch. Dazwischen Boden ohne Pflanzenbewuchs wo letztes Jahr ein riesiges Mottfeuer brannte, obwohl Waldbrandgefahr bestand, Stufe 3.

Dieses Feuer bei Tramelan im Berner Jura brannte am 25.4.21. Am gleichen Ort verbreitete ein riesiges Mottfeuer am 11.4.20 Schadstoffe weitherum. Wann endlich werden die Behörden handeln? Das Problem ist bekannt und Massnahmen wurden versprochen!

Letzter Rauch von zwei Feuern.

Letzter Rauch von zwei Feuern.

Mottfeuer am gleichen Ort 11.4.20.

Berner Jura: Gesundheitsschädlicher Rauch aus Wytweiden und Wald (2). Heidis Mist vom 20.4.21

Berner Jura: Gesundheitsschädlicher Rauch aus Wytweiden und Wald. Heidis Mist vom 25.11.20

Mottfeuer im Berner Jura – Schon wieder! Heidis Mist vom 1.9.20

Mottfeuer im Berner Jura. Heidis Mist vom 19.8.20

Kanton Jura: Feuer trotz Verbot! Heidis Mist vom 27.4.20

Waldbrandgefahr Stufe 4 im Kanton Bern … trotzdem „Frühlingsfeuer“, Heidis Mist vom 15.4.20

Waldbrandgefahr im Berner Jura … doch weitere „Frühlingsfeuer“ rauchen! Heidis Mist vom 11.4.20

Frühling im Jura: 1 Feuer, 2 Feuer, 3 Feuer … viele Feuer. Heidis Mist vom 8.4.20

2.5.21 HOME

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Berner Jura: Gesundheitsschädlicher Rauch aus Wytweiden und Wald (2)

20. April 2021

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Schon wieder: Mottfeuer im Berner Jura!

Ob Frühling, Sommer oder Winter, im Berner Jura brennen ein, zwei, drei … viele Mottfeuer. In der Schweiz gilt die hohe Luftverschmutzung durch Feinstäube als eines der vordringlichsten Umweltprobleme. Wissenschaftler schätzen, dass bei uns allein wegen der zu hohen Konzentration an lungengängigem Feinstaub jedes Jahr über 3’700 Menschen frühzeitig an den Folgen der Luftverschmutzung sterben.

Oft sind Leute, die in der Nähe solcher Feuer wohnen, oder Touristen vom gesundheitsschädigenden Rauch betroffen. Selbst bei Waldbrandgefahr oder sogar Feuerverbot wird hier gefeuert! Reklamiert wurde schon viel, auch von Heidi. Das letzte Mal am 2.12.20. Der Fachstellenleiter Umweltkriminalität/Arbeitssicherheit der Kantonspolizei Bern antwortete:

„Besten Dank für Ihr Schreiben. Die Kantonspolizei in Moutier und  St.Imier werden wir wiederum sensibilisieren und darauf verweisen, den genannten Offizialdelikten ein besonderes Augenmerk zu schenken. Weiterhin sollen sich Personen, welche die Delikte feststellen,  persönlich bei der nächsten Polizeiwache melden oder den Sachverhalt telefonisch mitteilen.

Für weitere Auskünfte stehe ich Ihnen gerne zur  Verfügung. Ich versichere Ihnen, dass die Kantonspolizei Bern, bezüglich dem Verfolgen von Umweltdelikten, eine hohe Priorität schenkt. Dies geht auch aus der Vielzahl der geschriebenen Rapporte an die Staatsanwaltschaft hervor.

Ich wünsche Ihnen frohe Festtage und ein gutes neues Jahr.“

Schöne Worte! Es scheint Heidi, dass die meist tagelang brennenden Feuer auch irgend einem Beamten auffallen müssten oder einem vorbeifahrenden Polizisten. Und wie steht es mit den Strafen? Wenn die regelmässig feuernden Personen einmal eine saftige Busse erhielten, dann geht Heidi davon aus, dass diese Luftverpestung ein abruptes Ende nehmen würde. Dem ist offensichtlich nicht so.

Ein Mottfeuer kommt selten allein!

Peaks of Fine Particulate Matter May Modulate the Spreading and Virulence of COVID-19. Earth Systems and Environement von 21.11.20

Feinstaub beim Verbrennen von Schlagabraum. Waldwissen.net. Eidg. Forschungsanstalt WSL

Berner Jura: Gesundheitsschädlicher Rauch aus Wytweiden und Wald. Heidis Mist vom 25.11.20

Mottfeuer im Berner Jura – Schon wieder! Heidis Mist vom 1.9.20

Mottfeuer im Berner Jura. Heidis Mist vom 19.8.20

Kanton Jura: Feuer trotz Verbot! Heidis Mist vom 27.4.20

Waldbrandgefahr Stufe 4 im Kanton Bern … trotzdem „Frühlingsfeuer“, Heidis Mist vom 15.4.20

Waldbrandgefahr im Berner Jura … doch weitere „Frühlingsfeuer“ rauchen! Heidis Mist vom 11.4.20

Frühling im Jura: 1 Feuer, 2 Feuer, 3 Feuer … viele Feuer. Heidis Mist vom 8.4.20

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Kanton Jura: Feuer trotz Verbot!

27. April 2020

Rauchendes Feuer trotz grosser Waldbrandgefahr am 25.4.20 in der Nähe von Tramelan im Kanton Jura.

Rauchendes Feuer trotz grosser Waldbrandgefahr am 25.4.20 in der Nähe von Tramelan im Kanton Jura.

Gefahrenkarte des Bundesamts für Umwelt vom 25. bzw. 27.4.20

Gefahrenkarte des Bundesamts für Umwelt vom 25. bzw. 27.4.20

Wer von Tramelan mit dem Bus 133 Richtung Saignelégier fährt, überquert nach der Station Les Reussilles, bif Montfaucon die Grenze zwischen dem Kanton Bern und dem Kanton Jura. Kurz nach der Grenze 250 Meter südlich brannte am 25.4.20 ein Feuer im Wald, dies trotz stricktem Verbot wegen grosser Waldbrandgefahr, Stufe 4 „Absolutes Feuerverbot im Wald und in Waldesnähe“. Der Fahrer des Autos mit BE-Nummernschild missachtete diese Massnahme, riskierte damit einen Schaden für die Öffentlichkeit und verpestete zudem die Luft.

Umweltgesetze werden oft missachtet. Der Vollzug ist mangelhaft.

Waldbrandgefahr Stufe 4 im Kanton Bern … trotzdem „Frühlingsfeuer“. Heidis Mist vom 15.4.20

Waldbrandgefahr im Berner Jura … doch weitere „Frühlingsfeuer“ rauchen! Heidis Mist vom 11.4.20

Frühling im Jura: 1 Feuer, 2 Feuer, 3 Feuer … viele Feuer. Heidis Mist vom 8.4.20

Neben der Feuerstelle stand ein Auto mit BE-Nummernschild und eine Säge lag am Boden.

Neben der Feuerstelle stand ein Auto mit BE-Nummernschild und eine Säge lag am Boden.

Keine Wald-Idylle!

Keine Wald-Idylle!

27.4.20 HOME

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A Tale of Two Chickens

16. März 2020

Mit einem Klick zum Video "A tale of two chickens" gelangen! Copyright: Sustainable Food Trust.

Mit einem Klick zum Video „A tale of two chickens“ gelangen! Copyright: Sustainable Food Trust.

Der Sustainable Food Trust erzählt im Video eine Geschichte von zwei Hühnern. Der Kurzfilm A Tale of Two Chickens wurde am 24.4.16 an der Konferenz „The True Cost of American Food“ in San Francisco uraufgeführt, ist aber immer noch so aktuell wie damals. Er veranschaulicht, dass ein Teil der Kosten nicht im Preis inbegriffen ist, sondern versteckt anfällt, und wir im Grunde genommen einen hohen Preis für Lebensmittel zahlen. Der Film zeigt auch warum wir eine echte Kostenrechnung in unseren Lebensmittel- und Landwirtschaftssystemen brauchen.

Der Preis pro Gewichtseinheit ist für intensiv produzierte Hühner in den USA billiger als jener für Brot. Bei uns ist das Verhältnis zwar weniger extrem, aber entspricht bei weitem nicht jenem einer Gesamtkostenrechnung. Die versteckten Kosten sind nicht eingerechnet. Der Film veranschaulicht das Problem der externen Auswirkungen des Lebensmittelsystems, indem er die Geschichte zweier Hühner aus zwei verschiedenen Produktionssystemen erzählt.

Ein Huhn, das auf der Weide und mit biologisch angebauten Futtermitteln aufgezogen wird, hat nur minimale externe Auswirkungen. Während das andere Huhn, das in einer Massentierhaltung produziert wird, mit vielen negativen Auswirkungen verbunden ist, welche versteckte Kosten verursachen, wie z.B. die Verbreitung von Antibiotikaresistenzen, schlechte Arbeitsbedingungen für das Personal und die Verschmutzung von Luft, Boden und Wasser.

Aber diese versteckten Kosten werden nicht vom Produzenten bezahlt, sondern vom Steuerzahler und der Gesellschaft als Ganzes. Wenn wir ein billiges Huhn kaufen, bezahlen wir es eigentlich zweimal, einmal an der Kasse und noch einmal durch Steuern, die später als Umwelt- und Gesundheitskosten anfallen. Wenn man all diese versteckten Kosten zusammenzählt, ist ein billiges Huhn gar nicht so billig.

Eine gute Frage! Copyright: Sustainable Food Trust.

Eine gute Frage! Copyright: Sustainable Food Trust.

Aber was können wir tun? Der Film zeigt sechs Dinge auf, die man tun kann, um dieses zerstörerische System zu ändern.

  • Nachhaltig produzierte Lebensmittel kaufen
  • Sicherstellen, dass es Zugang zu guter Nahrung für alle gibt
  • Dünger und Pestizide besteuern, um deren übermässigen Einsatz zu verhindern
  • Anreize für eine bessere Ernährung schaffen
  • Unterstützung lokaler Unternehmen
  • Arbeitnehmer fair behandeln

Mit der Forderung nach diesen Veränderungen hofft der Sustainable Food Trust auf eine Verlagerung hin zur Schaffung eines Ernährungssystems, das für die Menschen und den Planeten besser ist.

Sustainable Food Trust: „Die Botschaft von den versteckten Lebensmittelkosten gilt für fast alle Lebensmittel und muss verbreitet werden, also erzählen Sie bitte mit uns gemeinsam die Geschichte von zwei Hühnern.“

Copyright: Sustainable Food Trust.

Copyright: Sustainable Food Trust.

A Tale of Two Chickens

Poulet-Preis Grossverteiler Schweiz.

Poulet-Preis Grossverteiler Schweiz.

Bei Lidl beträgt der Preis pro Kilogramm „Poulet ganz“ CHF 7.49, Bio CHF 14.90 das Ruchbrot pro Kilogramm CHF 2.20.

16.3.20 HOME

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