Posts Tagged ‘Markus Ritter’

SBV-Präsident Markus Ritter vergisst die Zahl 1’239’300

27. September 2020

Der Präsident des Schweizer Bauernverbands (SBV) ist ein Politiker durch und durch. Er ist überall und darf auch dauernd in den Medien seine Meinung äussern – ein einflussreicher Mann!

Ritter zitiert gerne seine Machtzahlen: 4, 100 und 23. Er muss 4 BundesrätInnen, 100 NationalrätInnen und 23 StänderätInnen auf seine Seite ziehen, was immer er will. Das Faszinierende daran ist, dass er es meist schafft.

„Es fehlt aber eine Zahl, Herr Ritter: 1’239’300 Stimmen aus dem Volk. Denken Sie, Herr Ritter, nie an das Volk, etwa an Heidi? Oder den Geissenpeter? Oder den Alpöhi? Und wie sie alle heissen? Mag sein, dass Ihnen das Volk einmal einen Strich durch die Rechnung macht. In der Schweiz leben heute 5’400’000 Stimmberechtigte, die Stimmbeteiligung beträgt durchschnittlich 45 Prozent, so dass 1’239’300 Stimmberechtigte ein 51-Prozent-JA erwirken können in einem Geschäft, das Sie, Herr Ritter, vehement ablehnen.“

Nachtrag 27.9.20 um 19 Uhr: Heute hat Markus Ritter sogar 1’653’873 Stimmen gegen sich, wurde doch das revidierte Jagdgesetz, das der SBV unterstützte, bei einer Stimmbeteiligung von 59,3 Prozent mit 51,9 Prozent verworfen.

Eidgenössische Vorlagen So hat die Schweiz abgestimmt. Die fünf eidgenössischen Vorlagen auf einen Blick mit Kantons- und Bezirksresultaten. SRF 27.9.20, 17.07 Uhr.

«BLICK Abstimmungs-Kampf» zum Jagdgesetz. Naturschützer holen sich die Beute. Blick vom 17.9.20

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Konzernverantwortungsinitiative: Zensur bei der Bauernzeitung online

26. September 2020

Die Landwirtschaftskammer (Laka), das Parlament des Schweizer Bauernverbands, hat die Ablehnung der Konzernverantwortungsinitiative mit 62:3 Stimmen beschlossen. Ein Antrag auf den Parolen-Verzicht wurde abgelehnt. Die Laka entschied sich für eine Parole, und zwar mit 55 Ja, 13 Nein und 7 Enthaltungen.

Bauernzeitung: zensurierter online-Bericht

Am 21.9.20 schrieb der Chefredaktor der Bauernzeitung, Adrian Krebs:

Die Landwirtschaftskammer, das Parlament des Schweizer Bauernverbands, hat mit klarer Mehrheit die Ablehnung der Konzernverantwortungs-Initiative beschlossen. Die Bio Suisse und der SBLV hatten erfolglos für einen Verzicht auf eine Parole votiert.

… Bio Suisse befürchtet Glaubwürdigkeits-Verlust

Zuvor hatte Bio Suisse-Präsident Urs Brändli einen Antrag gestellt, man möge auf eine Parole verzichten. Der Bio Suisse-Vorstand habe ein einstimmiges Ja beschlossen und er könne nicht nachvollziehen, dass man mit einem Nein die Glaubwürdigkeit der Landwirtschaft auf das Spiel setzen wolle.

Brändli verwies auch auf die Parallelen der KVI zu den regelmässigen Forderungen des SBV bezüglich der Nachhaltigkeits-Standards von Lebensmittel-Importen. Der Antrag von Bio Suisse fand Unterstützung bei Jeannette Zürcher-Egloff, Vizepräsidentin des Schweizerischen Bäuerinnen- und Landfrauenverband (SBLV). Sie verwies auf ähnliche Vorhaben, bei denen die Laka wegen mangelnder Betroffenheit auf eine Parole verzichtet.“

Am 23.9.20 um 22:28 Uhr wurde der Artikel aktualisiert. Geändert wurde der Lead, der ganze oben zitierte Text wurde gelöscht, ebenfalls die Resultate der Abstimmung zum Parolenverzicht.

Der Lead heisst neu:

„Die Landwirtschaftskammer, das Parlament des Schweizer Bauernverbands, hat mit klarer Mehrheit die Ablehnung der Konzernverantwortungs-Initiative beschlossen. Ein Antrag auf Parolenverzicht scheiterte klar.“

Der Kuhhandel zwischen Markus Ritter, Präsident des Schweizerischen Bauernverbands (SBV) und Ruedi Noser, Economiesuisse-naher FDP Ständerat des Kantons Zürich kam längst nicht überall gut an. Er lautet: Agrarreform stoppen gegen ein NEIN der Bauern zur Konzernverantwortungsinitiative.

Heidi meint: Geb ich dir, so gibst du mir! Sachliches Abwägen scheint keine Stärke dieser Politiker zu sein!

Bauernverbands-Parlament empfiehlt die Nein-Parole zur Konzernverantwortungs-Initiative. Bauernzeitung vom 21./23.9.20

Ständeratskommission: „Versenkt zynischer Deal zwischen Bauernverband und Economiesuisse die Agrarreform 22+?“. Vision Landwirtschaft vom 21.8.20

Markus Ritter agiert skrupellos. Kleinbauern-Vereinigung, 24.8.20

Agrarreform: Bio-Verbände wussten nichts vom Wirtschafts-Deal. Nau.ch 25.8.20

Empörend, unverständlich und gefährlich. Beschämender Deal gegen Agrarreform und Konzernverantwortung. Brot für Alle

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Ritters Hochseilakt – heute und gestern

30. August 2020
Markus Ritter, Präsident des Schweizer Bauernverbands (SBV)

Markus Ritter, Präsident des Schweizer Bauernverbands (SBV)

Am 16.8.18 schickte NaNa Heidi den Cartoon „Ritters Hochseilakt“ mit verschiedenen Seilziehern und Links zu aktuellen Artikeln. Obwohl wunderschön, hat Heidi ihn damals nicht veröffentlicht. Nun ist es höchste Zeit, ihn aus dem Pendenzenordner zu holen. Zur Verdeutlichung der aktuellen Lage hat Heidi die meisten Seilzieher mit WEISS überpinselt (nicht Weiss-gewaschen) … und eigentlich weiss sie nicht so recht, ob die damalige links/rechts-Zuteilung heute noch stimmt: Tempora mutantur, nos et mutamur in illis.

Zur heutigen Lage nur ein Link zu einem Kommentar von Angelika Hardegger in der NZZ vom 26.8.20 mit einem Kommentar des Chefredaktors von foodaktuell/Alimenta, Roland Wyss-Aerni:

Die Bauernlobby widerspricht sich selbst – und bürgerliche Ständeräte widersprechen mit

Die Reform der Landwirtschaft müsse gross und international gedacht werden, sagen die Bauernlobby und bürgerliche Ständeräte. Vor zwei Jahren sagten sie noch das Gegenteil.

Bauernpräsident Markus Ritter will ein Mann von Wort sein. Er hat es in der NZZ selber gesagt: «Wir Bauern sind anders gestrickt als viele Politiker», sagte er. «Bei uns zählt das gegebene Wort noch etwas.» Es war eine interessante Aussage und eine gefährliche. Politiker sagen in einem Politikerleben viel. Oft tönt es über die Zeit dann unstimmig.

Lesen Sie weiter, es lohnt sich!

Links von NaNa anno 2018

Zwei Jahre sind vergangen, viel ist geredet und geschrieben worden … nur die Probleme mit der Schweizer Landwirtschaft wollen viele noch heute nicht sehen!

  • «Bauern sind näher bei Gott»
    Weil er sich für 55’000 Bauernfamilien in unserem Land verantwortlich fühle, sei er besonders auf Gottes Hilfe und seinen Segen angewiesen. Das betont Nationalrat Markus Ritter, seit zwei Jahren Präsident des Schweizer Bauernverbandes.
    Weiterlesen livenet.ch vom 22.11.14
  • Krach zwischen Avenir Suisse und Bauernverband
    «Den Anstand verloren», «das Denken verlernt», «Puure-Trickli»! Zwischen Peter Grünenfelder, dem Direktor des liberalen Think Tanks Avenir Suisse, und Bauernverbandspräsident Markus Ritter fliegen die Fetzen.
    Weiterlesen NZZ vom 13.12.17
  • Sessions-Info der Schweizer Agrarindustrie Mai 2020
    Die Sessions-Info vom Februar 2018 findet Google nicht. NaNa notierte dazu Folgendes: Die Industriegruppe Agrar lehnt die Volksinitiative «Für sauberes Trinkwasser und gesunde Nahrung» ab. Scienceindustries lehnt die Fair-Food-Initiative ab. Wir begrüssen das klare Nein des Bundesrates.
    Damit man einen Einblick hat, was die Schweizer Agrarindustrie schreibt, hat Heidi die aktuelle Sessions-Info vom Mai 2020 heruntergeladen. Die Industriegruppe Agrar vereinigt Spezialisten im Bereich Pflanzenschutz der Unternehmen BASF, Bayer, Leu+Gygax, Omya, Stähler und Syngenta.
    Weiterlesen Sessions-Info Agrarindustrie vom Mai 2020
  • Schneider-Ammanns Wirtschaftsmission spaltet Bauern
    Bundesrat Johann Schneider-Ammann besucht mit einer Delegation Südamerika. Bauernpräsident Markus Ritter hat die Einladung ausgeschlagen. Doch namhafte Vertreter des Agrarsektors nehmen teil.
    Johann Schneider-Ammann will der Schweizer Wirtschaft Türen öffnen. Im Frühling reist der Bundesrat mit einer hochrangigen, 60-köpfigen Delegation in die Mercosur-Staaten Argentinien, Brasilien, Paraguay und Uruguay. Der Bund sieht in diesem Markt mit rund 260 Millionen Einwohnern grosses Potenzial.
    Weiterlesen NZZ vom 23.3.18
  • Bauernpräsident zofft sich mit Schneider-Ammann
    Das Heu nicht mehr auf der gleichen Bühne: Landwirtschaftsminister und Bauernpräsident zoffen sich. Das gefährdet das Freihandelsabkommen.
    Weiterlesen Blick vom 13.9.18
  • Höchster Bauer unterstützt Fair-Food-Initiative
    Die Grünen erhalten Schützenhilfe: Markus Ritter wird die Fair-Food-Initiative annehmen. Doch die Bauern sprechen nicht mit einer Stimme.
    Weiterlesen Tages-Anzeiger vom 3.7.18
  • Agrarpolitik: Markus Ritter will weiter kämpfen
    Es sei seine Aufgabe als Bauernpräsident, in stürmischen Zeiten Stärke zu zeigen und sich nicht aus der Ruhe bringen zu lassen. Erfreut zeigte er sich, dass die Wirtschaftskommission des Nationalrates ihrem Rat beantragt, die Gesamtschau zurückzuweisen.
    Weiterlesen Schweizer Bauern vom 5.4.18
  • Landwirtschaftsinitiativen: Agrarinitiativen: Hohe Zustimmung
    Der Bauernverband (SBV), der Verband Schweizer Gemüseproduzenten und die Schweizer Obstverband lehnen beide Initiativen ab. Die Volksbegehren forderten faktisch ein «Bioland Schweiz» und würden die Produkte der Bauern massiv verteuern.
    Weiterlesen Schweizer Bauer vom 9.7.18

 30.8.20 HOME

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Pestizide: Nun hat auch die Wirtschaftskommission des Ständerats Angst!

12. Februar 2020
Berndeutsch.ch: Nume nid gschprängt! Langsam, langsam; nur mit der Ruhe, nur nichts überhasten! (BLV= Bundesamt für Lebensmittelsicherheit und Veterinärwesen).

Berndeutsch.ch: Nume nid gschprängt! Langsam, langsam; nur mit der Ruhe, nur nichts überhasten! (BLV= Bundesamt für Lebensmittelsicherheit und Veterinärwesen).

Der Pöstler ist am 11.2.20 spät dran, Heidi schon in der Küche. Der Alpöhi holt die Post, setzt sich an den Küchentisch und beginnt die NZZ zu lesen. Plötzlich schaut er von der Zeitung auf und ruft Heidi zu:

Alpöhi: „Endlich machen sie etwas, die Schlafmützen!“

Heidi: „Welche meinst du? Es gibt davon viele!“

Alpöhi: „Die Wirtschaftskommission des Ständerats! Ich lese dir den Artikel vor, dann kannst du weiterkochen, denn ich habe Hunger. Der Titel ist schon vielversprechend:

 «Nägel mit Köpfen» bei den Pestiziden: Das Risiko soll bis 2027 halbiert werden.

Lange hat das Parlament auf Druck der Bauernlobby Konzessionen bei den Pestiziden verweigert. Nun will die Wirtschaftskommission des Ständerats das korrigieren.

Fungizide im Trinkwasser, Insektizide in Flüssen: Seit Monaten jagt eine Negativschlagzeile über Pflanzenschutzmittel die nächste. Das Bundesamt für Landwirtschaft und das Parlament haben bisher versucht, das Problem auszusitzen. Nun geht die Wirtschaftskommission des Ständerats in die Offensive: Sie fordert, dass die Risiken von Pflanzenschutzmitteln bis in sieben Jahren um die Hälfte reduziert werden. Wird das Ziel nicht erreicht, soll der Bundesrat weiterführende Massnahmen umsetzen müssen, zum Beispiel eine Lenkungsabgabe auf Pestizide.

Heidi: „Immerhin! Das war ja nicht mehr zu übersehen, überhören … Aber sie geben den Bauern wieder viel Zeit und Markus Ritter wird wie üblich nach Forschung und Beweisen fragen. Vielleicht hat die Wirtschaftskommission nur Angst vor der Annahme der Pestizid-Initiativen durch das Volk. Eine Lenkungsabgabe auf Pestizide ist überfällig, darf nicht in eine ferne Zukunft verschoben werden. Und du weisst ja wie es mit den Kontrollen ist: Gewisse Kantone – und das sind nicht wenige – machen jahrzehntelang nichts.“

Alpöhi: „Wir werden ja sehen, ob das Parlament die Gewässerverschmutzungen ernst nimmt oder im alten erfolgreichen Stil verwässert.“

Lesen Sie weiter: «Nägel mit Köpfen» bei den Pestiziden: Das Risiko soll bis 2027 halbiert werden. Angelika Hardegger, NZZ 11.2.20

Rosinenpicken im Pestizid-Medienwald

Nulltoleranz für Pestizide im Trinkwasser? «Keine Hektik»! Stefan Häne, Tages-Anzeiger 31.1.20

Abwarten und belastetes Wasser trinken!

Ein unveröffentlichtes Schreiben zeigt, wie der Bund das «wahrscheinlich krebserregende» Chlorothalonil in den Griff kriegen will – mit «verhältnismässigen» Massnahmen.

… Bereits als gesichert gilt laut Seiler Folgendes: Der neu unter den Grenzwert fallende Metabolit R471 811 kommt in deutlich höheren Konzentrationen vor als R417 888, der letztes Jahr in aller Munde war. Die bislang vorliegenden Resultate würden die Befunde der Eidgenössischen Wasseranstalt Eawag bestätigen. In den meisten Fällen dürfte es laut Seiler nicht mehr möglich sein, das Problem mit Wasserverdünnen zu lösen. Zudem ist die Zahl der betroffenen Wasserversorgungen gewachsen: «Es gibt wohl kaum eine Wasserversorgung in landwirtschaftlich intensiv bewirtschafteten Regionen, die nicht betroffen ist.»

Chlorothalonil im Trinkwasser Zwei Drittel der Aargauer Trinkwasserfassungen neu betroffen. SRF, Regionaljournal Aargau-Solothurn 4.2.20

Das BLV informiert: Vorgehen bzgl. Chlorothalonil-Metaboliten in der Schweiz. Aqua & Gas 31.1.20. Folgendes hält das BLV fest:

… Es sind verhältnismässige Massnahmen zu treffen. Kann eine Verbesserung der Situation ohne grossen Aufwand erreicht werden, so muss diese so bald als möglich angegangen werden. Ist keine rasche Lösung möglich, sind Überlegungen zur Verbesserung der Wasserqualität voranzutreiben. Dabei sind auch regionale oder überregionale Betrachtungen anzustellen.

… Je nach Situation kann beispielsweise die Ausscheidung eines Zuströmbereiches, der Zusammenschluss mit einer anderen Trinkwasserversorgung oder die Erschliessung einer weiteren, vom Ackerbau unabhängigen Trinkwasserquelle eine nachhaltige Lösung darstellen.

Heidi und NaNa meinen: „Taktik: Verdünnen, verdünnen, verdünnen … und schweigen! Solange es geht!“

12.2.20 HOME

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Der Präsident des Bauernverbands und seine Kleider

16. Juli 2019
NaNa: "Ich habe in TELEZÜRI das Gespräch mit Franziska angeschaut und gedacht ....."

NaNa: „Ich habe in TELEZÜRI das Gespräch mit Franziska angeschaut und gedacht …..“

Heidi hat diese Sendung auch gesehen. Gefunden hat sie den Link zu Talk täglich mit Franziska Herren, Initiantin Trinkwasserinitiative, und Markus Ritter, Präsident des Schweizer Bauernverbands, bei der Initiative für sauberes Trinkwasser unter News -> Nachrichten. Dort gibt es immer wieder Interessantes.

Aufgefallen ist Heidi einmal mehr wie Markus Ritter oft nur die halbe Wahrheit sagt, etwa dass an 98% der Grundwasserfassstellen der Anforderungswert für Pestizide eingehalten wird, kein Wort von den elf Abbauprodukten, welche an 20% der Messstellen in Konzentrationen über dem Anforderungswert von 0,1 µg/l nachgewiesen werden. Heidi meint: „Pestizide gehören nicht ins Grundwasser, auch nicht in Konzentrationen unter dem Grenzwert!“

Oder die Lüge, dass heute schon der prophylaktische Einsatz von Antibiotika verboten sei. Richtig ist, dass die Bauern Antibiotika für den prophylaktischen Einsatz und kritische Antibiotika nicht mehr einfach im Schrank haben dürfen, alle übrigen schon. Das ist fragwürdig!

Leserbrief von Heiri: Die Karikatur von NaNa über den Präsidenten ist sehr gut gelungen, er präsentiert sich wirklich genau so. Seine Aussagen werden immer mehr zu einem Image Problem für die Biobauern, er ist Biobauer und sagt das auch immer wieder.

Vielleicht kann Heidi noch etwas präzisieren betreffend Antibiotika auf Biobetrieben:

Trinkwasser-Initiative. TELEZÜRI vom 1.7.19

Die Bauern haben Angst … SBV-Nebelpetarde Grundwasser, Heidis Mist vom 6.6.19

Die täglichen Lügen: prophylaktischer Antibiotikaeinsatz beim Tier, Heidis Mist vom 7.2.18

Sachgemässer Antibiotikaeinsatz, Bundesamt für Lebensmittelsicherheit und Veterinärwesen 23.4.19

16.7.19 HOME

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Pestizide: Worauf also wartet Bern?

20. Juni 2019
Es braucht verbindliche Massnahmen, damit aus den Wasserhähnen sauberes Wasser fliesst!

Es braucht verbindliche Massnahmen, damit aus den Wasserhähnen sauberes Wasser fliesst!

Lesen Sie mindestens heute die Neue Zürcher Zeitung! Wenn nicht abonniert, dann eben online:

Das Pestizid-Problem kann nur Bern lösen

Die Schweiz hat ein Problem mit Pestiziden, das gibt sogar der Bauernpräsident zu. Zugeständnisse macht er trotzdem nicht – nur Versprechen für die Zukunft. Dass die Bauern diese einlösen werden, ist eine schöne Vorstellung. Leider auch eine naive.

Angelika Hardegger hat gestern abend die Fakten einmal mehr auf den Tisch gelegt.

Das Pestizid-Problem kann nur Bern lösen, NZZ vom 19.6.19

Weitere Empfehlungen:

«Es wird zunehmend schwieriger, sauberes Trinkwasser zu gewinnen»

Ohne Gegenvorschlag bleibe die Trinkwasserinitiative die einzige politische Option zur Stärkung des Trinkwasserschutzes, sagt André Olschewski, Vizedirektor des Verbands der Gas- und Wasserversorger. Zu den Mitgliedern des Verbands gehören die Wasserversorger der Gemeinden. Christof Forster, NZZ vom 19.6.19
„Es wird zunehmend scwieriger, sauberes Trinkwasser zu gewinnen“, NZZ vom 19.6.19

Krebserregendes Pestizid im Schweizer Trinkwasser

Chlorothalonil wird hierzulande nach wie vor eingesetzt, obwohl dem Pestizid in der EU die Zulassung entzogen wurde.

In vielen Trinkwasserproben werden immer wieder Rückstände von Pestiziden festgestellt. Besonders umstritten ist derzeit das Pilzbekämpfungsmittel Chlorothalonil, das als Mittel gegen Fäulnis im Getreideanbau verwendet wird. Auf Schweizer Feldern werden jährlich 30 Tonnen dieses Pestizids versprüht.

Krebserregendes Pestizid im Schweizer Trinkwasser, Angelique Beldner, 10vor10, SRF vom 20.6.19

Mediensprecher des Trinkwasserverbands zum Aktionsplan Pflanzenschutzmittel: «Wir vermissen konkretere Ziele»

Paul Sicher vom Trinkwasserverband SVGW äussert sich im Interview zur Trinkwasser-Initiative und erklärt, wie gut es um das hiesige Wasser steht.
Wir vermissen konkretere Ziele, Maja Briner, Tagblatt vom 20.6.19

Worauf also wartet Bern? Der Nicht-Vollzug Gewässerschutz Landwirtschaft ist längst kein Geheimnis mehr, die Zukunftsversprechen larifari, es muss doch ENDLICH etwas geschehen!!! Oder überlassen wir unser Zukunft dem Bauernverband?

20.6.19 HOME

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Wasserglas auf einem Rednerpult im Ständerat.

Grenzwerte für Pestizid-Cocktails gefordert

6. November 2018

Blutprobe: Die Werte im Cartoon sind fiktiv. Viele Faktoren beeinflussen die Wirkung von Getränken: Grösse, Körpergewicht, Alter, Geschlecht, Essen vor dem Alkoholkonsum, verstrichene Zeit bis zur Blutprobe, Berechnungsmethode (Formel), Promillerechner, INFAR.

Blutprobe: Die Werte im Cartoon sind fiktiv. Viele Faktoren beeinflussen die Wirkung von Getränken: Grösse, Körpergewicht, Alter, Geschlecht, Essen vor dem Alkoholkonsum, verstrichene Zeit bis zur Blutprobe, Berechnungsmethode (Formel), Promillerechner, INFAR.

Sum, sum, sum … ein Summenwert für Pestizid-Cocktails liegt in der Luft.

Organisationen, Kantone, Medien und auch Heidi fordern Höchstwerte nicht nur für Einzelstoffe, sondern auch für Mischungen. Heidi meint: „Die Mischung macht das Gift.“

So etwa schreibt saldo in der neuesten Nummer „Die Wirkungen von hormonaktiven Chemikalien können sich gegenseitig verstärken – das zeigt eine neue Studie. Grenzwerte gibt es aber nur für die einzelnen Stoffe … saldo fordert schon seit Jahren Summengrenzwerte für Pestizide und hormonaktive Stoffe.“ Bereits 2011 berichtete saldo über die gleichlautende Forderung der Umweltämter der Kantone Luzern und Aargau.

Die Vernehmlassungfrist für die neuen, vom Bundesamt für Umwelt (BAFU) vorgeschlagenen astronomisch hohen Anforderungswerte für Pestizide in Oberflächengewässern ist im März 2018 abgelaufen. Der Vorschlag ist bei vielen Adressaten schlecht angekommen, sogar bei Markus Ritter, dem Präsidenten des Schweizer Bauernverbands. Wie die Rundschau des Schweizer Fernsehens berichtete, ist das BAFU zurückgekrebst: Die revidierten Grenzwerte sollen 10 µg/l nicht überschreiten. Die neuen Zahlen hat das BAFU aber noch nicht veröffentlicht. Sie sind geheim – ausser man hat gute Beziehungen.

Abschiedsgeschenk von Doris Leuthard und Johann Schneider-Ammann an die Frösche

Froschkönig: „Wir wünschen uns, dass der alte allgemeine Anforderungswert für Pestizide von 0,1 µg/l beibehalten wird. Zudem soll das BAFU einen Summenwert von 0,5 µg/l (analog Trinkwasserqualität) einführen. Was, Frau Bundesrätin Leuthard, haben Pestizide in der Umwelt zu suchen, deren vorgeschlagener, „risikobasierende“ Anforderungswert unter 0,1 µg/l liegt? Sie schaden uns Wasserorganismen und auch euch Menschen. Bitte verlangen Sie von Ihrem Kollegen Johann Schneider-Ammann, dass er diese Gifte verbietet. Das ist eine bescheidene Forderung! Am liebsten hätten wir, dass er alle schädlichen Pestizide verbietet.“

Keine Grenzwerte für Chemiecocktails, Thomas Lattmann, saldo 6.11.18 (18/2018)

Verordnung des EDI über Trinkwasser sowie Wasser in öffentlich zugänglichen Bädern und Duschanlagen (TBDV)

Neue Pestizid-Anforderungswerte für Oberflächengewässer: Rechnen mit Heidi. Heidis Mist vom 1.3.18.

6.11.18 HOME

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Trinkwasserschutz: Der SVGW wurde bei Bundesrätin Doris Leuthard vorstellig

21. März 2018
Damit in Zukunft aus jedem Brunnen sauberes Wasser fliesst, braucht es neue Regelungen.

Damit in Zukunft aus jedem Brunnen sauberes Wasser fliesst, braucht es neue Regelungen.

Eine Delegation des Schweizerischen Vereins des Gas- und Wasserfaches (SVGW) hat das Gespräch mit der Vorsteherin des Eidgenössischen Departements für Umwelt, Verkehr, Energie und Kommunikation (UVEK), Bundesrätin Doris Leuthard gesucht und am Dienstag, 20.3.18, die SVGW-Position und -Stossrichtung zum nachhaltigen Trinkwasserschutz vorgelegt.

Kernpunkte waren eine Stärkung des planerischen Trinkwasserschutzes und eine Reduktion von Fremdstoffen in Trinkwasserressourcen, v.a. von Nitrat und Pflanzenschutzmitteln. Der SVGW hat sich als verlässlicher Partner empfohlen, bei einem indirekten Gegenvorschlag zur Trinkwasserinitiative mitzuarbeiten, der auch die Interessen des Trinkwasserschutzes umsetzen soll.

Seit Anfang März ist es definitiv. Das Volksbegehren gegen Pestizid- und Antibiotika-Einsatz in der Landwirtschaft («Trinkwasserinitiative») ist zustande gekommen. Von den 114’322 eingereichten Unterschriften sind 113’979 gültig, wie die Bundeskanzlei kürzlich mitteilte. Eine weitere Pestizidinitiative steht kurz vor Sammelende. Der Handlungsdruck zugunsten des Trinkwasserschutzes ist dadurch stark gestiegen.

SVGW-Vorschläge für Doris Leuthard

Der SVGW hat bereits im letzten Jahr die «Trinkwasserinitiative» intensiv diskutiert. Die Ziele der Initianten geniessen Sympathien, doch will der SVGW als Fachorganisation die Ziele des Trinkwasserschutzes auf pragmatischen und zielgerichteten Wegen erreichen. Auch will er den Landwirten nicht vorschreiben, wie sie zu produzieren haben.

Konkret präsentierte die SVGW-Delegation mit Markus Küng (Vorstandsmitglied, IWB), Martin Sager (Direktor SVGW), André Olschewski (Bereichsleiter Wasser) und Kurt Seiler (Amtsleiter Interkantonales Labor Schaffhausen) Bundesrätin Leuthard Vorschläge, wie der Trinkwasserschutz als Teil eines indirekten Gegenvorschlags künftig sichergestellt werden soll. Die vorgeschlagene Stossrichtung ist in einem Positionspapier zusammengefasst und basieren auf der SVGW-Position «Keine Fremdstoffe im Trinkwasser» und der Stellungnahme zur Revision der Gewässerschutzgesetzgebung.

Griffige Massnahmen gefordert

André Olschewski: «Ein substantieller indirekter Gegenvorschlag kann den Trinkwasserschutz zielgenauer und effektiver umsetzen, als ein Verfassungsartikel». Für den SVGW ist auch klar, dass ein indirekter Gegenvorschlag ein Gesamtpaket umfassen muss, da bestehende Ansätze wie der Nationale Aktionsplan Pflanzenschutzmittel (NAP) zu wenig weit greifen. Jetzt ist der Zeitpunkt eine pragmatische, zielführende Alternative zu entwerfen.  «Ohne griffigen indirekten Gegenvorschlag mit konkreten Massnahmen müsste sich der SVGW ernsthaft überlegen, die Trinkwasserinitiative im Abstimmungskampf zu unterstützen, obwohl sie weit über die Trinkwasserthematik herausgeht», sagt denn auch Vizepräsident Markus Küng.

Doch der SVGW will sich als verlässlicher Partner in Position bringen und bietet Hand für die Erarbeitung eines substantiellen indirekten Gegenvorschlags. Dass er von Bundesrätin Doris Leuthard persönlich angehört wurde, darf als positives Zeichen gewertet werden.

Trinkwasserschutz und Agrarpolitik 2022

Als einen weiteren nächsten Schritt zur Stärkung des Trinkwasserschutzes in der Debatte führt der SVGW am 7.6.18 in Solothurn einen nationalen Fachaustausch zum Thema «Trinkwasserschutz und Agrarpolitik 2022» durch.

Streitgespräch zwischen Franziska Herren und Markus Ritter. «Wenn alles so gut ist, wieso braucht es dann noch einen Aktionsplan Pflanzenschutzmittel?» Gas & Wasser 19.3.18.

21.3.18 HOME

fair-fish schenkt dem Bauernverband einen Online-Adventskalender

1. Dezember 2017

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Ab heute, dem 1.12.17, veröffentlicht der Verein fair-fish täglich ein Foto für Markus Ritter, den Präsidenten des Schweizer Bauernverbandes (SBV), um auf die Verschmutzung der Gewässer durch Pestizide und Dünger aufmerksam zu machen.

fair-fish hatte im Internet zu einer Fotoaktion aufgerufen, um darauf aufmerksam zu machen, dass die industrielle Landwirtschaft den Lebensraum der Fische vergiftet. fair-fish wollte die eingesandten Fotos dem Präsidenten des SBV übergeben. Doch leider hatte Markus Ritter keine Zeit, die eingesandten Fotos persönlich entgegen zu nehmen.

Der Verein fair-fish will mit der Veröffentlichung der Bilder den Präsidenten des Bauernverbandes dazu auffordern, den Gewässerschutz ernst zu nehmen und die versprochene Reduktion des Einsatzes von Pestiziden und Dünger voran zu treiben.

Adventskalender fair-fish

Bestäubung: Ein drastisches Beispiel von mangelndem „Zukunftsblick“

Heidi hat viele Pendenzen, so liegt ein passender Cartoon von Vecker seit elf Monaten unveröffentlicht in Heidis Postfach! Hier ist er:

Zahlreiche wissenschaftliche Studien zeigen die drastische Abnahme von bestäubenden Insekten, nicht nur in China.

Zahlreiche wissenschaftliche Studien zeigen die drastische Abnahme von bestäubenden Insekten, nicht nur in China.

Dave Goulson ist Biologie-Professor an der Stirling University in Grossbritannien: Pollination provides one of the clearest examples of how our disregard for the health of the environment threatens our own survival. About 75% of all crop species require pollination by animals of some sort, often by bees, but sometimes by flies, butterflies, birds or even bats.
Decline of bees forces China’s apple farmers to pollinate by hand, Chinadialogue, 2.10.12

Wunderschöne Fotos von Kevin Frayer/Getty Images. These Photos Capture The Startling Effect Of Shrinking Bee Populations, HUFFPOST, 4.7.16

Faktenblatt zur Bedeutung der Wildbienen, Lukas Pfiffner, Forschungsinstitut für biologischen Landbau (FiBL), 15.4.16

1.12.17 HOME

The Borneo Case am Malaysia Day in 30 Städten weltweit

15. September 2017
Bruno Manser kämpfte für die Rechte der Penan auf Sarawak. Die Malaysische Regierung erklärte ihn 1990 zum Staatsfeind Nr. 1. Copyright: AMP Film Stockholm.

Bruno Manser kämpfte für die Rechte der Penan auf Sarawak. Die Malaysische Regierung erklärte ihn 1990 zum Staatsfeind Nr. 1. Copyright: AMP Film Stockholm.

Am 16.9.1963 wurde Malaysia unabhängig vom Britischen Weltreich. Morgen ist daher der Malaysia Day. In diesem Zusammenhang wird in 30 Städten weltweit der Film The Borneo Case gezeigt.

The Borneo Case – Bruno Manser lebt weiter

Der Dokumentarfilm „The Borneo Case“ zeigt erstmals, wie Mansers ursprüngliche Ideen im 21. Jahrhundert weiterentwickelt und umgesetzt werden. Im Kampf gegen die Abholzung der Urwälder schliessen sich Lukas Straumann vom Bruno Manser Fonds aus Basel, Mutang Urud, Freund und ehemaliger Mitstreiter Mansers, und die Investigativ-Journalistin Clare Rewcastle aus London zusammen.

Bei Nachforschungen zum illegalen Holzschlag auf Borneo stossen sie auf ein globales Korruptionsnetz, das von der malaysischen Regierungselite bis zu Schweizer Banken reicht. Durch hartnäckigen Einsatz und die Anwendung ungewöhnlicher Methoden gelingt es der Gruppe, einen mächtigen Gegner zu Fall zu bringen. Ein schwedisches Filmteam hat die kleine Ermittlergruppe über fünf Jahre begleitet und die sich zuspitzende Lage dokumentiert.

Olympische Spiele: Die Zerstörung geht weiter

Am 11.9.17 schrieben 47 NGOs, darunter auch der Bruno Manser Fonds, dem Internationalen Olympischen Komitee. Sie protestieren dagegen, dass für die Olympischen Spiele 2020 in Tokyo illegal gefälltes und nicht nachhaltiges Tropenholz aus Sarawak verwendet wird. Das Komitee habe zuwenig getan, um dies zu verhindern. Fast 90% des Regemwalds ist bereits abgeholzt!

Heidi meint: „Die SportlerInnen werden trotzdem hingehen, auch die Schweizer, die Offiziellen, die JournalistInnen … So plündern wir die Welt! Und die Freihandelsabkommen … Handel, Wachstum, Transport!“ Wenigstens fordert der Schweizer Bauernverband, dass den Milchkühen in Zukunft kein Palmöl mehr verfüttert wird.

Unterschreiben Sie die Petition Olympia 2020 ohne Tropenholz! Bruno Manser Fonds BMF.

The Boreneo Case

The Borneo Case: Screenings in 30 cities worldwide tomorrow, REDD, Chris Lang, 15.9.17

The Borneo Case Trailer (English, Deutsch, français), veröffentlicht auf youtube von Bruno Manser Fonds BMF

Malaysia Day, Wikipedia

An Open Letter to the International Olympic Committee, 11.9.17

NGOs Demand Olympic Authorities End Rainforest Destruction, Bruno Manser Fonds BMF, 11.9.17

Palmöl. Freihandelsabkommen mit Malaysia und Indonesien, 15.3716 Interpellation Maya Graf vom 19.6.15

Kein Palmöl mehr für Schweizer Milchkühe, Georg Hummel, Rundschau SRF vom

Heidis Artikel zu Palmöl

15.9.17 HOME


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