Posts Tagged ‘Mineralwasser’

Alpenmineralwasser: Woher kommt bloss das Chlorothalonil?

17. Juli 2020

NaNa: Zitat aus der Homepage von evian, 17.7.20:

„Die Quelle

evian Natürliches Mineralwasser stammt aus Regen- und Schmelzwasser, das sich in einem jahrtausendealten Gebiet im Herzen der Alpen zwischen Bergen und Gletschern sammelt.

Das Wasser begibt sich danach auf eine 15 Jahre lange Reise durch das Gestein. Durch diese Filtrierung erhält es seine unverwechselbare, ausgewogene Mineralienzusammensetzung. Die Reise des Wasser endet durch das Erreichen der unterirdischen Quelle.

Somit ist evian Natürliches Mineralwasser ein wahres Produkt der Natur.“

Das evian-Wasser gilt als so rein, dass sogar Forschende aus aller Welt ihre Messgeräte damit kalibrieren. Aber – oh Schreck – der Zufall hat es ans Licht gebracht, die Sonntagszeitung berichtete: Chlorothalonil ist auch im evian drin! Bisher ging die Forschung davon aus, dass man Chlorothalonil-Rückstände nur in Gebieten mit intensiver Landwirtschaft findet.

Analyse von Proben der eawag ergaben folgende Chlorothalonil-Rückstände:

Rhein: 53 Nanogramm pro Liter
Zürcher Limmat: 7 Nanogramm pro Liter
evian Mineralwasser: 6 Nanogramm pro Liter
Zürichsee: 5 Nanogramm pro Liter

Die Konzentration liegt jedoch noch deutlich unter dem gesetzlichen Grenzwert von 100 Nanogramm pro Liter.

Im Evian-Wasser hat es mehr Chlorothalonil als im Zürichsee. 20minuten vom 12.7.20

Chlorothalonil in Evian-Wasser gefunden – ist das Mineralwasser bedenklich? Bauernzeitung vom 13.7.20

Chlorothalonil transformation products in drinking water resources: Widespread and challenging to abate. Water research, 15.9.20

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Wasser, Wasser, Wasser, Wasser …

21. November 2019
Am Ufer des Zürichsees.

Am Ufer des Zürichsees.

Wegwerf-Getränkeflaschen vermeiden

Im Hilton San Francisco Union Square Hotel wurde 2010 eine Flaschenabfüllstation installiert. Darauf steht „Refill, not landfill“ und auf einer Skala ist ersichtich wie viele Plastikflaschen hiermit vermieden wurden. In nur 10 Monaten konnten 200’000 Plastikflaschen eingespart werden.

Die Sprecherin des Hilton gegenüber Eco-Business: „Es gibt wenig Zweifel über die Auswirkungen von Plastikwasserflaschen auf die Umwelt. Es gibt auch überwältigende Beweise dafür, dass sich die Förderung des Verbrauchs von Leitungswasser positiv auf den Klimawandel und die Umwelt insgesamt auswirken kann, da sie zur Reduktion von Plastikmüll und Treibhausgasemissionen beiträgt.“

Wichtige Hotelketten sind auf der ganzen Welt daran, auch in anderen Bereichen Einwegplastik zu reduzieren.

In der Schweiz ist die Mineralwasser- und allgemein die Industrie-Lobby stark, interveniert gar, wenn Behörden Leitungswasser statt PET-Flaschen in Sitzungsräumen anbieten. In der Medieninformation vom 20.11.19 des Bundesamt für Umwelt (BAFU) steht: „Das separate Recycling von PET-Getränkeflaschen ist mit einer Recyclingquote von über 80 Prozent seit Jahren ein Erfolg. Das System ist aber gefährdet: Weil zunehmend PET-Getränkeflaschen in gemischten Kunststoffsammlungen landen, geht reines PET verloren. Der Bund und der Verein PET Recycling Schweiz wollen das PET-Recyclinggut erhalten. Im Vordergrund stehen Massnahmen zur Sensibilisierung und Information der Bevölkerung.“

Heidi meint: PET sauber vom übrigen Plastik-Sammelgut zu trennen ist gut, PET-Getränkeflaschen vermeiden ist besser!

Weshalb Fernwasserversorgung immer wichtiger wird. Beispiel Bodensee-Wasserversorgung

Blick von Rorschach auf den Bodensee

Blick von Rorschach auf den Bodensee

„Wie soll die ortsnahe Wasserversorgung gesichert werden, wenn die lokalen Ressourcen schwinden?“ Diese Frage stellen sich zunehmend Wasserversorger und (vermutlich) Politiker in Bayern und Baden-Württemberg. Sowohl im Norden Bayerns wie auch im ähnlich kleinteilig strukturierten Baden-Württemberg gilt es daher über neue Strategien und Kooperationen nachzudenken. Im Mittelpunkt dieses Prozesses stehen die Fernwasserversorger. Nicht nur die Bodensee-Wasserversorgung rüstet sich bereits für die Zukunft. Der grösste Versorger des Landes hat soeben ein Zukunftsprojekt vorgestellt und höhere Preise angekündigt. Da lohnt es sich, mal etwas genauer hinzuschauen.“

Hier geht’s zum vollständigen Artikel: Lesen Sie weiter auf dem Wasser-Blog von Siegfried Gendries!

Indonesien: Nach dem Feuer das Wasser!

Erosion verschmutzt (Trinkwasser-)Bäche.

Erosion verschmutzt (Trinkwasser-)Bäche.

Was war am 11.11.19?

11.11.19: Dicke Gülle am Hang direkt vor Schnee und dann Regen.

11.11.19: Dicke Gülle am Hang direkt vor Schnee und dann Regen.

Immer am 11.11. ist der Beginn der Fasnacht. Wieso? Das weiss man nicht so recht. Ebenfalls immer findet am 11.11. der Singles Day statt. Gemäss Homepage ist er neben dem Black Friday einer der wichtigsten Shopping-Events der Schweiz. Nicht immer wird am 11.11. in den Bergen gegüllt, aber dieses Jahr u.a. am 11.11.19. Weil unmittelbar danach Schnee fiel, erinnert das an Fasnacht: Verkleiden! Verkleiden mit Schnee, dann sieht man nicht was drunter ist. Der Regen hat die Verkleidung weggenommen.

Going plastic-free: How hotels are joining the anti-plastic fight. Eco-Business 8.11.19

17.3257 Postulat Robert Cramer vom 17.3.17: PET-Recycling in der Schweiz. Weshalb ein gut funktionierendes System ändern?

PET-Sammlung soll hochwertig bleiben: Bundesrat will Bevölkerung sensibilisieren. Medienmitteilung BAFU, Abteilung Abfall und Rohstoffe

Weshalb Fernwasserversorgung immer wichtiger wird. Beispiel Bodensee-Wasserversorgung. Siegfried Gendries, Lebensraum Wasser, Der Wasser-Blog 18.11.19

Warum beginnt die Fasnacht eigentlich am 11.11.? Blick 11.11.19

Singles Day

Was ist Grundwasser? Quell-, Trinkwasser…?

30. September 2013
Angenommen diese Regentropfen fallen auf den Boden und versickern, wer weiss, vielleicht landen sie im Grundwasser, vielleicht gar im Trinkwasser.

Angenommen diese Regentropfen fallen auf den Boden und versickern, wer weiss, vielleicht landen sie im Grundwasser, vielleicht gar im Trinkwasser.

Was ist eigentlich der Unterschied zwischen Grundwasser, Quellwasser, Mineralwasser und Trinkwasser? Häufig gestellte Fragen werden im 3. Newsletter Grundwasserschutz des Bundesamts für Umwelt (BAFU) beantwortet. Die Fachleute wollen ein bisschen Licht in die Wasserbegriffe bringen. Ein Schema zeigt wie Grundwasser entsteht, und über Links sind weitere Informationen und verschiedene Verordnungen abrufbar. Ein interessanter Beitrag!

3. Newsletter Grundwasserschutz: September 2013, BAFU, die folgende Seite wurde leider gelöscht:
http://www.bafu.admin.ch/grundwasser/12140/13024/index.html?lang=de

Nachtrag vom 26.1.16: Alle Newsletter der Sektion Grundwasser wurden auf dem BAFU-Server gelöscht. Der Informationsdienst begründet dies damit, dass sie nicht mehr aktuell seien. Doch dieser Artikel wird häufig nachgefragt, besonders in letzter Zeit, und der Inhalt ist immer noch aktuell. Vermutlich ist der Grund für die Löschung die Auflösung dieser wichtigen Sektion und die Streichung von zwei Stellen. Heidi konnte jetzt eine Version auftreiben, ob sie identisch ist mit der damals veröffentlichten, kann sie nicht garantieren, aber mindestens sieht sie ausgefeilt aus.

3. Newsletter Grundwasserschutz: September 2013. PDF-Version erstellt von Heidi, ohne die ursprünglichen Links zu anderen Themen der aufgelösten Sektion Grundwasser, da nicht mehr verfügbar.

Weitere Informationen zum Grundwasser, BAFU

Das Grundwasser lebt, obwohl es dort dunkel ist und die Nahrung karg. In der Schweiz ist der Lebensraum dieser Kleinstlebewesen geschützt: Das Grundwasser lebt https://heidismist.wordpress.com/2013/02/22/das-grundwasser-lebt/

Das Grundwasser lebt, obwohl es dort dunkel ist und die Nahrung karg. In der Schweiz ist der Lebensraum dieser Kleinstlebewesen geschützt: Das Grundwasser lebt https://heidismist.wordpress.com/2013/02/22/das-grundwasser-lebt/

30.9.13/26.1.16 HOME

Unseren Rohstoff „Wasser“ schützen

12. Juni 2010
Wasser

Sauberes Wasser ist rar

In der Schule haben uns die LehrerInnen eingebläut, dass wir lernen müssten, denn die Schweiz sei arm an Rohstoffen. Sauberes Wasser und schöne Landschaften waren damals selbstverständlich. Heute fliesst von den Bergen immer noch reichlich gutes Quell-, Grund- und Mineralwasser, aber viele Quellen und grosse Bereiche des Grundwassers sind verschmutzt. Weltweit ist sauberes Wasser rar und wird immer knapper. Das haben die Führungskräfte der internationalen Nahrungsmittel-Konzerne schon vor Jahrzehnten bemerkt und entsprechend gehandelt. So trinkt man Valser von Coca Cola, Calanda Mineral von Heineken, Nestlé usw.

Wir verkaufen das kostbare Wasser an die Meistbietenden. Auch der politische Druck auf das Wasser  ist gross: Privatisierung ist das Zaubermodewort. Was tun wir, wenn einmal alles verschachert ist, Boden, Wasser, Verkehrsmittel, womöglich auch Luft? Wenn der kleine Erlös aus dem Verkauf ausgegeben? Ich habe (im Moment noch) das Privileg, sauberes, billiges Bergquellwasser trinken zu dürfen. Wie lange noch? Die Zahl der Milliardäre steigt rasant und damit die Zahl jener, die problemlos grosse Teile der kleinen Wasserressourcen der Schweiz aufkaufen können. Das ist mir heute besonders bewusst worden, als ich die Blog-Statistik studiert habe. Jemand hat nämlich „trinkwasserquelle in der schweiz kaufen“ gesucht und ist auf meine Seite „Grundwasser: wichtigste Trinkwasserquelle“ gekommen. Das stimmt mich nachdenklich.

12.6.10  HOME


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