Posts Tagged ‘Misthaufen im Feld’

Hettiswil BE: Ein Misthaufen kommt selten allein

24. April 2020
Zweireihiger Misthaufen direkt an entwässerter Strasse. Copyright: Vreni K

Zweireihiger Misthaufen direkt an entwässerter Strasse. Copyright: Vreni K.

Heidi hat Ihnen, liebe LeserInnen, am 12.4.20 einen gesetzeswidrig gelagerten Misthaufen in Hettiswil vorgestellt: Der „innovative“ Mistbauer und „seine“ Einlaufschächte. Bei Hettiswil am Wanderweg Richtung Bäriswil gibt es aber noch zwei weitere.

Der erste liegt an einer entwässerten Strasse, berührt diese aber nur mit der schmalen Seite. Trotzdem liegt der zweireihige Haufen 10 m zu nahe an der Strasse. Er liegt schon mehrere Wochen lang ungedeckt in dieser Wiese. Bereits wächst Gras auf dem Mist.

Der gleiche Misthaufen Längsansicht mit Einlaufschacht. Copyright: Vreni K.

Der gleiche Misthaufen Längsansicht mit Einlaufschacht. Copyright: Vreni K.

Der gleiche Misthaufen Längsansicht von der anderen Seite. Copyright: Vreni K.

Der gleiche Misthaufen Längsansicht von der anderen Seite. Copyright: Vreni K.

Auf dem Mist wächst Gras. Copyright: Vreni K.

Auf dem Mist wächst Gras. Copyright: Vreni K.

Auch dieser Misthaufen liegt schon lange ungedeckt auf der Wiese.

Dieser ungedeckte Misthaufen liegt schon einige Wochen illegal hier.

Illegal gelagerter Mist. Copyright: Vreni K.

Mist sollte eigentlich gar nicht ausserhalb einer korrekt gebauten Mistplatte gelagert werden, aber wenn schon, dann so wie im folgenden Artikel beschrieben: Mist-Zwischenlager auf dem Feld.

Nachtrag vom 24.4.20: Eigentlich hätte dieser Beitrag noch warten müssen weil nicht klar ist, ob die Strasse beim zweiten Misthaufen auch entwässert ist. Aus Versehen hat Heidi diesen Artikel statt den Fridays for Future – Netzstreik fürs Klima! veröffentlicht. Das kommt davon, wenn man an so vielen Sachen gleichzeitig arbeitet!

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Schwyzer Mist-Gruss zum Appenzeller Jahresanfang

14. Januar 2020
Wie lange wird der Mist dieses Jahr hier liegen? Wird der Haufen noch grösser? Copyright: Marco.

Wie lange wird der Mist dieses Jahr hier liegen? Wird der Haufen noch grösser? Copyright: Marco.

Hallo Heidi

Du hast schon lange kein Mist-Foto mehr gebracht. Hier hast du ein frisches. Jedes Jahr sehe ich am gleichen Ort einen Misthaufen beim Schiessplatz liegen.

Danke fürs Veröffentlichen.

Es guets 2020!

Marco

13. Januar: Silvesterchlausen im Appenzellerland

Die schlauen AppenzellerInnen feiern Silvester gleich zwei Mal: Nach dem gregorianischen Kalender wie wir, und dann nehmen sie den julianischen Kalender hervor und feiern am 13. Januar mit viel Aufwand nochmals.

Die schlauen AppenzellerInnen feiern Silvester gleich zwei Mal: Nach dem gregorianischen Kalender wie wir, und dann nehmen sie den julianischen Kalender hervor und feiern am 13. Januar mit viel Aufwand nochmals.

Silvesterchlausen – ein uralter Brauch

WEF – CUMINAIVEL

Und gerade eingetroffen im Postfach ist das erste CUMINAIVEL:

„Die Armee leistet am World Economic Forum (WEF) in Davos einen elementaren Beitrag zur Sicherheit. Die Einsatzverantwortung trägt der Kanton Graubünden. Maximal 5’000 Soldaten stehen im Einsatz. Das Newsportal CUMINAIVEL begleitet sie.“

Newsportal CUMINAIVEL

Die Schweizer Armee am World Economic Forum (WEF)

World Economic Forum (WEF)

Michael fotografierte Misthaufen im Unterengadin

3. Oktober 2019

Misthaufen zwischen Sur En und Ardez. Copyright: Michael.

Liebe Heidi

Wir waren im August im Unterengadin. Zwischen Sur En und Ardez dachten wir an dich, denn wir sahen Mist draussen in der Landschaft. Der eine Miststock war schon so alt, dass er bald schon Humus ist, aber ich bin mir ziemlich sicher, dass es Mist war.

Nimmt mich wunder, was das Amt für Umwelt macht. Ich verstehe auch nicht, wieso bei den vielen Grenzwertverletzungen nicht einmal Strafanzeige (auch gegen unbekannt) eingereicht wird.

Viele Grüsse

Michael und Charlotte

Misthaufen zwischen Sur En und Ardez. Copyright: Michael.

Lieber Michael, liebe Charlotte

Vielen Dank für die Fotos. Das Amt für Umwelt wird SICHER keinen Finger rühren, denn im Kanton Graubünden ist das Landwirtschaftsamt für den Gewässerschutz Landwirtschaft verantwortlich. Also muss es schon eine regelrechte Katastrophe sein, bis die Beamten eingreifen. Noch gibt es reichlich Bergwasser. Dieses verdünnt allfällige Bach- oder Grundwassverschmutzungen.

Herzliche Grüsse

Heidi

Misthaufen zwischen Sur En und Ardez. Copyright: Michael.

Misthaufen zwischen Sur En und Ardez. Copyright: Michael.

Korrektes Mist-Zwischenlager auf dem Feld, Heidis Mist

3.10.19 HOME

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Mist? Immer noch Mist!

28. März 2019
Dauermisthaufen in Celerina GR mit abgestorbenen Pflanzen der Vegetationsperiode 2018. Copyright: Céline.

Dauermisthaufen in Celerina GR mit abgestorbenen Pflanzen der Vegetationsperiode 2018. Copyright: Céline.

Ob es denn keinen illegal gelagerten Mist mehr gebe, wird Heidi manchmal gefragt. Gefühlsmässig gesagt: „Weniger, aber immer noch.“ Die vielgelobten Kontrollen greifen nicht überall, die Verantwortlichkeiten sind bisweilen unklar und gewisse Kontrolleure blind.

Mist-Zwischenlager auf dem Feld, Heidis Mist

Schneeräumung für Langzeitmisthaufen in Cinuos-chel-Brail im Engadin (Jahr für Jahr). Der Mist wurde am 7.2.19 hier deponiert. Copyright: Céline.

Schneeräumung für Langzeitmisthaufen in Cinuos-chel-Brail im Engadin (Jahr für Jahr). Der Mist wurde am 7.2.19 hier deponiert. Copyright: Céline.

Gleicher Misthaufen sieben Wochen später. Copyright: Céline.

Gleicher Misthaufen sieben Wochen später. Copyright: Céline.

 

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Céline fotografierte wieder Oberengadiner Misthaufen

18. Januar 2019
Ein grosses neues Mistlager im Oberengadin. Copyright Céline

Ein grosses neues Mistlager im Oberengadin. Copyright Céline

Chara Heidi

Ich bin auf einer Eisplatte ausgerutscht und habe mir das Fussgelenk verknackst, muss das Bein hochlagern. Wenigstens habe ich jetzt Zeit, mein Foto-Chaos zu sichten. Dabei habe ich Misthaufen-Fotos von unseren Reisen ins Engadin vor Weihnachten und im Herbst entdeckt.

Ausnahmsweise ist auch ein positives Bild dabei. Stell dir vor, ein Bauern hat ein riesiges Mistlager gebaut. Wo er früher den Mist lagerte, weiss ich nicht, kann sein, dass dies nur der Ersatz für eine alte undichte Mistplatte ist. Den zweiten kennst du von meinen früheren Fotos. Alle Jahre wieder am gleichen Ort. Der Schnee wurde weggeräumt, bald wird wohl der Mist folgen. Ich schicke dir noch ein Foto vom alten Misthaufen im September 2018 und jenem ganz in der Nähe. Sieht jedes Jahr ähnlich aus.

Amiaivels salüds
Céline

Heidi meint: „Mag sein, dass da und dort Hofdüngerlager gebaut werden, denn der Kanton Graubünden hat erst rund 15 Jahre nach Inkrafttreten von Art. 28 (Kontrolle der Lagereinrichtungen für Hofdünger und flüssiges Gärgut) der Gewässerschutzverordnung mit der Kontrolle der Hofdüngeranlagen begonnen; er ist nicht der einzige! Es wurden gar neue Ställe gebaut, aber kein Mistlager.“

Schneeräumung für illegale Mistlagerung. Hier wird jeweils monatelang Mist auf der Erde gelagert. Copyright Céline

Schneeräumung für illegale Mistlagerung. Hier wird jeweils monatelang Mist auf der Erde gelagert. Copyright Céline

Gleicher Ort mit Mist und Pferden im September 2018. Copyright: Céline.

Gleicher Ort mit Mist und Pferden im September 2018. Copyright: Céline.

Ebenfalls in Cinuos-chel-Breil, nur etwa 100 m entfernt lag ein weiterer "traditioneller" Misthaufen. Immer wieder monatelang! Copyright: Céline

Ebenfalls in Cinuos-chel-Breil, nur etwa 100 m entfernt lag ein weiterer „traditioneller“ Misthaufen. Immer wieder monatelang! Copyright: Céline

Oberengadin – traumhafte Landschaft mit Misthaufen, Heidis Mist vom 7.4.16

Oberengadiner Misthaufen: Heidi auf den Spuren von Touristen, Heidis Mist vom 3.7.16

Gesetzesvollzug: Kontrolle Hofdüngeranlagen, Heidis Mist vom 21.1.14

Mist-Zwischenlager auf dem Feld

18.1.19 HOME

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8 Jahre Heidis Mist – Graubünden ignoriert weiterhin Bundesrecht

15. Mai 2018
Was liegt denn da ...

Was liegt denn da …

... seit Monaten zum Teil in der Uferzone der Landquart in Malans ...

… seit Monaten zum Teil in der Uferzone der Landquart in Malans …

... Mist!

… Mist!

120 m langer Miststock Ende Februar 2010

120 m langer Miststock Ende Februar 2010

Angefangen hat Heidis Mist am 15.5.10 mit den über 20 riesigen Misthaufen, die rund um Maienfeld, der Heimat von Heidi, auf zwei Quadratkilometer Fläche monatelang über dem Grundwasser lagen: Vom Stall direkt aufs Feld. Das Amt für Natur und Umwelt (ANU) Graubünden sah keinen Handlungsbedarf, denn das entspricht der kantonalen Weisung über Gewässerschutz in der Landwirtschaft vom 1.10.03. Danach darf Mist bis ein Jahr lang ungedeckt in Eigenverantwortung des Landwirts im Feld liegen.

Kritik aus Bern

Die Zwischenlagerung von Mist auf dem Feld (Lagerung ausserhalb des befestigten Mistlagers) ist wegen der generellen Gefahr einer Gewässerverunreinigung durch Abschwemmung oder Versickerung grundsätzlich nicht erlaubt (Gewässerschutzgesetz Art. 3, Art. 6 usw.). Für Ausnahmen gibt es klare Regeln, siehe Mist-Zwischenlager auf dem Feld.

  • Anfang Juli 2010 beanstandete das Bundesamt für Umwelt (BAFU) verschiedene Punkte der Bündner Weisung über Gewässerschutz in der Landwirtschaft sowie einige Punkte des Merkblatts „Güllen in Notfällen“.
  • Das Amt für Landwirtschaft und Geoinformation (ALG) und das ANU stellten in der Folge die Überarbeitung der Weisung im Laufe des Sommers 2010 in Aussicht.
  • Doch es geschah nichts bzw. das Merkblatt „Güllen in Notfällen“ nahmen die Ämter, entgegen der Empfehlung des BAFU, einfach vom Netz.
  • Das BAFU setzte später dem ALG eine Frist für die Überarbeitung der Weisung bis 30.9.15.
  • Nun sind fast acht Jahre vergangen und noch immer präsentieren ALG und ANU den Bündner Bauern die unveränderte Weisung über Gewässerschutz in der Landwirtschaft aus dem Jahre 2003! Diese entspricht weder Schweizer Recht noch EU-Recht. Viele Misthaufen im Kanton Graubünden liegen daher illegal irgendwo auf Wiesen, abgeernteten Feldern, über dem Grundwasser usw. Und Bauernhöfe ohne korrektes oder gar ohne Mistlager sind anzutreffen. Manche Mistlager auf Erde werden vor der Kontrolle noch rasch behelfsmässig gedeckt. Wo kein Kläger, da kein Richter!

Verantwortung Gewässerschutz beim Landwirtschaftsamt

Der Kanton Graubünden hat die Verantwortung für den Gewässerschutz in der Landwirtschaft dem Landwirtschaftsamt übertragen. Dieser Interessenskonflikt hat Konsequenzen für die Umwelt. Werden von Bauern begangene Umweltdelikte angezeigt, dann landen sie mit hoher Wahrscheinlichkeit für immer in Schubladen, sogar bei der Staatsanwaltschaft. Man habe dafür keine Ressourcen, heisst es beim ALG. Bussen/Strafen sind so klein, dass sie keine Lehre für die Delinquenten sind. In Graubünden sind zudem die Direktzahlungen so hoch, dass Bussen/Strafen vernachlässigbar sind. Wo bleibt der Rechtsstaat?

Scharfe Gesetzte, milde Strafen

Das Problem der milden Strafen im Umweltrecht hat das BAFU u.a. im ersten Heft 2018 die umwelt thematisiert: Tatort Umwelt – Wie die Polizei ermittelt, und wo es schärfere Gesetze braucht. Magazin «die umwelt» 1/2018 – Tatort Umwelt, Bundesamt für Umwelt.

Misthaufen im Feld 2009 – 2017, Link zu den Artikeln von Heidi über Misthaufen im Feld.

Misthaufen unübersehbar!

Die sieben Fotos ohne Datum in diesem Beitrag stammen alle vom 13.5.18. Es sind nur Beispiele! Weitere Misthaufen liegen ein bisschen überall im Kanton verstreut, für ALLE und jedes Amt, auch das zuständige, sichtbar.

Noch ein Malanser ...

Noch ein Malanser …

... liegt schon seit Monaten am Wanderweg.

… liegt schon seit Monaten am Wanderweg.

Ein weiterer Malanser Misthaufen neben der Strasse Malans-Landquart.

Ein weiterer Malanser Misthaufen neben der Strasse Malans-Landquart.

Ein ähnliches Bild in Malans ...

Ein ähnliches Bild in Malans …

... wie an Pfingsten 2010.

… wie an Pfingsten 2010.

15.5.18 HOME

Osterhase: Blick zurück auf Misthaufen

26. April 2018
An Ostern 2018 wurde der Osterhase auf dem Heimweg eingeschneit. Copyright: Osterhase

An Ostern 2018 wurde der Osterhase auf dem Heimweg eingeschneit. Copyright: Osterhase

Gleicher Misthaufen: Selfie des Osterhasen vor Ostern 2018. Copyright: Osterhase.

Gleicher Misthaufen: Selfie des Osterhasen vor Ostern 2018. Copyright: Osterhase.

Der Osterhase hat immer mehr zu tun, denn die Bevölkerung wächst unentwegt und die Misthaufen-Hindernisse sind allenthalben. Nun hat er endlich wieder einen Blick in seine Fotosammlung geworfen und Heidi ein paar Bilder geschickt. Sie ist froh darüber. Auch sie hat viele Pendenzen … und kann so einen „schnellen“ Artikel verfassen, denn über Misthaufen wollte sie schon lange schreiben: Immer noch mangelnder Vollzug der Gewässerschutzgesetzgebung!

Der Osterhase hat auf dem Chatzenstrick gesehen, dass der Misthaufen weg ist; er wurde mit grossen Maschinen aufgeladen. Spuren sind durch den Schnee zu sehen. Copyright: Osterhase.

Der Osterhase hat auf dem Chatzenstrick gesehen, dass der Misthaufen weg ist; er wurde mit grossen Maschinen aufgeladen. Spuren sind durch den Schnee zu sehen. Copyright: Osterhase.

Jedes Jahr liegt am selben Ort Mist monatelang auf der Wiese. Copyright: Osterhase.

Jedes Jahr liegt am selben Ort Mist monatelang auf der Wiese. Copyright: Osterhase.

Gleichenorts am Pilgerweg der Oster-Mist 2017. Copyright: Osterhase.

Gleichenorts am Pilgerweg der Oster-Mist 2017. Copyright: Osterhase.

Hindernisse auf dem Weg des Osterhasen (2), Heidis Mist 1.4.18

Hindernisse auf dem Weg des Osterhasen, Heidis Mist 15.4.17

26.4.18 HOME

Hindernisse auf dem Weg des Osterhasen (2)

1. April 2018
Hallo Heidi, ich bin gerade im Kanton Schwyz unterwegs. Eigentlich stinkt es mir, hier zu arbeiten, aber die Kinder können ja nichts dafür! Copyright: Osterhase.

Hallo Heidi, ich bin gerade im Kanton Schwyz unterwegs. Eigentlich stinkt es mir, hier zu arbeiten, aber die Kinder können ja nichts dafür! Copyright: Osterhase.

Der Osterhase kennt die Gesetze offensichtlich besser als die Bauern und Behörden in einigen Schweizer Kantonen, v.a. Graubünden, Schwyz, Glarus, aber auch St. Gallen, Zürich … Er hat Heidi ein Selfie mit einem illegal gelagerten Misthaufen geschickt. Es stört ihn, dass er so viele auf seinem Wanderweg antrifft. Im Bündnerland liegt jetzt häufig noch Schnee rundherum.

Der Osterhase: „Heidi, Du meinst doch nicht im Ernst, dass sie die Gesetze nicht kennen? Aber die Beamten schauen einfach weg! Dieser Misthaufen liegt schon seit dem Herbst hier. Ein Kontrolleure sagte mir, dass er Angst habe, die Misthaufen im Feld den Bauern anzukreiden. Angsthase!“

1.4.18 HOME

Gewässerschutz: Cloud-Tigerli basteln!

8. Januar 2018
Oberengadiner Misthaufen auf Wiese in Cinuos-chel-Brail, fotografiert am 22.2.17. Copyright: Céline. Siehe auch <a href="https://map.search.ch/Cinuos-chel-Brail,staziun-Haltestelle?pos=797916,168522&amp;z=4096" target="_blank" rel="noopener">Karte map.search</a>.

Oberengadiner Misthaufen auf Wiese in Cinuos-chel-Brail, fotografiert am 22.2.17. Copyright: Céline. Siehe auch Karte map.search.

Alle drängen in die Cloud, auch die Behörden (Cloud Computing-Strategie Schweiz, Ziel: für Behörden Cloud erschliessen und Risiken minimieren). Nun kann z.B. ein Bundesamt Fehler in einem in der kalifornischen Cloud erstellten Dokument nicht mehr korrigieren, wenn es zurück in der Heimat ist. Heidis Frage: „In welcher Cloud sind unsere Gesetze und Verordnungen abgelegt?“ Manchmal wäre es gut, wenn der Bundesrat keine Änderungen anbringen könnte.

Pestizide: Direktzahlungen auch für Nichtberechtigte

Über Papier-Tiger im Gewässerschutz schrieb Beatrix Mühlethaler am 13.12.17 im Infosperber: „Pestizide theoretisch letzte Wahl, real überall. Schweizer Bauern erhalten Direktzahlungen für naturverträglichen Pflanzenschutz. In Realität aber vergiften sie die Natur:

«Beim Schutz der Kulturen vor Schädlingen, Krankheiten und Verunkrautung sind primär präventive Massnahmen, natürliche Regulationsmechanismen sowie biologische und mechanische Verfahren anzuwenden.» So steht es in der Direktzahlungsverordnung des Bundes. Demnach dürften die Bauern zur Pestizidspritze erst greifen, wenn ein Schaden droht. Diese Bestimmungen gelten für alle Bauern, die Direktzahlungen beanspruchen. Und das sind über 95 Prozent der Betriebe in der Schweiz. Als Entgelt für die Leistungsentschädigung könnte die Bevölkerung somit erwarten, dass Bauern hierzulande mit Pestiziden keine Umweltschäden anrichten.“

Nährstoffe: Direktzahlungen auch für Nichtberechtigte

 

Am 2.11.17 verteilte der Bauer den Mist, welchen Céline schon am 22.2.17 fotografiert hatte. Er lag also mehr als acht Monate auf der Wiese, statt maximal sechs Wochen wie vorgeschrieben. Am 27.12.17 war am selben Ort wieder ein Häufchen, schneebedeckt. Wohin versickern Stoffe wie Nitrat? Alle haben es gesehen, niemand hat reklamiert. Nicht weit weg lag ein grösserer Misthaufen ebenfalls monatelang auf der Wiese neben dem Bauernhof.

Am 2.11.17 verteilte der Bauer den Mist, welchen Céline schon am 22.2.17 fotografiert hatte. Er lag also mehr als acht Monate auf der Wiese, statt maximal sechs Wochen wie vorgeschrieben. Am 27.12.17 war am selben Ort wieder ein Häufchen, schneebedeckt. Wohin versickern Stoffe wie Nitrat? Alle haben es gesehen, niemand hat reklamiert. Nicht weit weg lag ein grösserer Misthaufen ebenfalls monatelang auf der Wiese neben dem Bauernhof.

Ähnlich wie bei den Pestiziden sieht es bei den Nährstoffen aus. Die Eawag schrieb am 11.12.17 in ihrem Newsletter: „Die Zusammensetzung der Blaualgen in den Seen am Alpenrand wird seit fast 100 Jahren immer gleichförmiger. Profiteure der Klimaerwärmung und des zeitweiligen Nährstoffüberangebots sind dabei vor allem Arten, die sich sehr schnell an Veränderungen anpassen können und potentiell giftig sind.“ Was sagt der Aktionsplan Biodiversität dazu?

Das ist nur ein Beispiel von vielen. Der Sempachersee wird seit Jahrzehnten auf Kosten der Steuerzahlenden belüftet bzw. Gülle wird abtransportiert: 30 Jahre Sempachersee-Sanierung, Heidis Mist vom 28.12.13.

Selbst Kontrolleure beklagen die Lage: Frisieren von Nährstoffbilanzen, Pufferstreifen-Verletzungen, Ableitung von Abwässern in Gewässer, gesetzeswidrige Lagerung von Hofdünger usw. Heidis LeserInnen wissen, dass ihre veröffentlichten Beispiele keine Ausnahmen sind, wie gewisse Bauernvertreter es gerne sehen, sondern in einigen Kantonen häufig oder gar die Regel. Auch bei den rekordverdächtigen Ammoniak-Emissionen tut sich (ausser Forschung und Information) wenig.

Direktzahlungen werden regelmässig auch an Nichtberechtigte ausbezahlte. Hier könnte der Bund viel Geld sparen.

Das BLW verteilt jedes Jahr fast 3 Milliarden Franken Steuergelder gutgläubig an die Bauern, Heidis Mist vom 14.6.11

Direktzahlungen auch für Nichtberechtigte? Heidis Mist vom 13.2.14

… und viele Artikel mehr! Siehe auch Heidis Wünsche.

Der Bund hat die Oberaufsicht

Foto vom 6.4.16. Copyright: Céline

Foto vom 6.4.16. Copyright: Céline

Lange liegt der Mist schon auf der Wiese, der Witterung ausgesetzt. Vlies schützt nur beschränkt vor dem Versickern von Stoffen. Google Street View zeigt schon im September 2014 am gleichen Ort einen Misthaufen.

Lange liegt der Mist schon auf der Wiese, der Witterung ausgesetzt. Vlies schützt nur beschränkt vor dem Versickern von Stoffen. Google Street View zeigt schon im September 2014 am gleichen Ort einen Misthaufen.

In Artikel 46 des Gewässerschutzgesetzes (GSchG) heisst es unter Punkt 1: „Der Bund beaufsichtigt den Vollzug dieses Gesetzes“. Wer ist der Bund? Wer immer es ist, er übt sich in vornehmer Zurückhaltung, denn die Kantone mögen es nicht, wenn „der Bund“ an ihrer „Selbständigkeit“ knabbert, auch wenn die Schäden auf Kosten des Volkes und der Umwelt hoch sind. Heidi meint: „Das muss sich ändern! Gesetze, Anforderungswerte und Vollzugshilfen allein bewirken keinen Vollzug.“

Besserer Vollzug durch neue Pestizid-Anforderungswerte für oberirdische Gewässer?

Statt den Kantonen ins Gewissen zu reden, schickt das BAFU höhere (auch tiefere) Anforderungswerte für Pestizide in Oberflächengewässern in die Vernehmlassung (GSchV). Dies in der Hoffnung auf einen besseren Gesetzesvollzug. Das ist naiv! Das ist ein Cloud-Tigerli. 27 Jahre alt ist das Gewässerschutzgesetz, noch heute funktioniert der Vollzug Landwirtschaft in vielen Kantonen unzureichend oder gar nicht. Die Kantone haben kein Geld, die Kantonschemiker klagen über Stellenabbau, der Kanton Waadt hat kein Geld für weitere Sanierungsprojekte gemäss GSchG Art. 62a und er ist nicht der einzige.

Häufig werden Vollzugsaufgaben den Gemeinden delegiert, welche oft weder den Willen, die Ressourcen noch das Fachwissen für den Vollzug haben. Welches Verkehrschaos hätten wir, wenn im Strassenverkehr die Einhaltung der Gesetze nicht regelmässig kontrolliert und Vergehen sanktioniert würden? Hier wie dort gibt es Tote.

Wo ist der wissenschaftliche Beweis?

Bei den neuen Anforderungswerten dürfte es sich grösstenteils um die „Herleitung“ aus Publikationen handeln, also nicht um „wissenschaftliche Beweise“ wie das gerne kommuniziert wird. Echte wissenschaftliche Nachweise sind schwierig und kostspielig. Im Dokument zur Einführung der neuen Anforderungswerte heisst es klipp und klar:

„… Wichtige Kriterien zur Auswahl der finalen Kandidaten waren zum einen eine prognostizierte Relevanz – so wurden z.B. Substanzen nicht ausgewählt, die in der Schweiz nicht mehr zugelassen sind – und zum anderen, dass sich die ausgewählten Stoffe ohne teure und aufwendige Spezialmethoden von den kantonalen Laboren messen lassen, da die Überwachung der Gewässerqualität Aufgabe der Kantone ist.“

Die Beurteilung von Pestiziden basiert zu einem Teil auf den Unterlagen des Zulassungsverfahren, d.h. auf Dokumenten der Industrie, im Weiteren auf Forschungsarbeiten zahlreicher Institutionen sowie den EU-Daten. Heidi unterstützt die Forderung nach einer unabhängigen Zulassungsinstanz. Das Bundesamt für Landwirtschaft (BLW) ist nicht unabhängig.

Umweltqualitätskriterie: Herleitung von numerischen Anforderungen für die Gewässerschutzverordnung

Anreicherung in der Nahrungskette?

Für Wasserlebewesen sind die neuen Werte angeblich sicher. Und für die Vögel, die das Wasser trinken oder fischen, Frösche verspeisen, für Wildtiere aller Art? Akkumulieren sich gewisse Pestizide in den Sedimenten? Versickern sie ins Grundwasser? Anreicherung in der Nahrungskette? Hier hört die „Weisheit“ bzw. Wissenschaft auf. Stichproben des WWF haben hohe Werte in Fischen gezeigt: Pestizide in Schweizer Fischen gefunden, Tagesanzeiger vom 17.12.17.

Vorsorgeprinzip: Lernen aus der Vergangenheit

Es zeigt sich immer wieder, dass nicht mehr zugelassene Pestizide verwendet werden (auch Bauern kaufen ennet der Grenze ein oder sie legen vor dem Verkaufsverbot noch ein grosses Lager an) oder es tauchen längst verbotene Substanzen plötzlich „völlig unerwartet“ im Grundwasser auf. Daher sollte das Vorsorgeprinzip beachtet werden.

Es wäre zu teuer, all die Wirkstoffe und Formulierungen zu untersuchen, geschweige denn die Mischungen. Also muss man in erster Linie ansetzen bei den Vorschriften wie „Anwendung gemäss neuester Technik“, Kontrolle, Verbote usw. Etwa risikobasierende Kontrollen der Pufferstreifen zur „Spritz- oder Güllezeit“, was landwirtschaftliche Kontrolleure bereits vergeblich gefordert haben, denn es stört diese Landwirte, dass ihre Kollegen die Gesetze so unverfroren missachten „dürfen“. Protokollführung über jede einzelne Anwendung mit Angabe der behandelten Fläche sollte eingeführt werden sowie Einführung eines Registers für Pestizidverkäufe.

Änderung des Direktzahlungssystems nötig

Das Gewässerschutzgesetz enthält gute Artikel zum Schutz der Umwelt:

  •  Art. 3 Sorgfaltspflicht: Jedermann ist verpflichtet, alle nach den Umständen gebotene Sorgfalt anzuwenden, um nachteilige Einwirkungen auf die Gewässer zu vermeiden.
  • Art. 3a Verursacherprinzip: Wer Massnahmen nach diesem Gesetz verursacht, trägt die Kosten dafür.
  • Reinheitsgebot: Die Gewässerschutzgesetzgebung verbietet jede Verunreinigung im Sinn von Art. 4 Bst. d des Gewässerschutzgesetzes (GSchG), die nicht ausdrücklich erlaubt ist. Eine Verunreinigung des Wassers liegt vor bei einer nachteiligen physikalischen, chemischen oder biologischen Veränderung des Wassers. Als „nachteilig“ zu qualifizieren ist jede messbare Mehrbelastung gegenüber dem Ausgangszustand, d.h. unabhängig vom ursprünglichen Reinheitsgrad des Wassers. Kommentar zum Gewässerschutzgesetz.

Statt die Bauern dafür zu bezahlen, dass sie die Gewässer weniger verschmutzen, müsste man sie zur Rechenschaft ziehen für Verschmutzungen, wobei die Überführung von Tätern bei Pestizidbelastungen von Gewässern nicht einfach ist; beim Grundwasser noch schwieriger. Aber wieso versucht man es nicht?

Ganz ohne Umweltverschmutzung kann Landwirtschaft wohl nicht betrieben werden, aber die heutige hohe Belastung von Luft, Boden und Wasser lässt sich sehr wohl durch gute landwirtschaftliche Praxis massiv vermindern. Ein erstrebenswertes Ziel ist eine Landwirtschaft frei von Pestiziden.

Unabhängige Zulassungsstelle für Pestizide. Offener Brief der Allianz Pestizidreduktion an Bundesrat Johann N. Schneider-Ammann vom 27.9.17

Lösung Grenzwert-Überschreitungen: Grenzwert erhöhen! Heidis Mist vom 9.12.17

Die perfiden Spielchen mit den Grenzwerten, Heidis Mist vom 10.12.17

Cypermethrin oder der Glaube der Ämter an ihre Anforderungswerte, Heidis Mist vom 14.12.17

Neue Anforderungswerte für oberirdische Gewässer: Cartoon von NaNa, Heidis Mist vom 21.12.17

9.1.18 HOME

WordPress präsentiert den Jahresbericht für Heidis Mist

30. Dezember 2015

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Ende Jahr erstellt WordPress für den Blog immer einen Jahresbericht. Heidi hat ein paar Daten herauskopiert.

Attraktionen in 2015

Dies sind die am meisten besuchten Beiträge; einige sind schon „alt“, aber immer noch gefragt. WordPress kommentiert: „Deine Beiträge hinterlassen bleibende Eindrücke!“

  1. Nur Schweizer Poulet und Truthahn kaufen!
  2. Reldan 22 in der Schweiz erlaubt, in Deutschland (noch) verboten,
  3. Güllen wenn’s regnet
  4. Kloster Disentis setzt Zeichen für die Berglandwirtschaft,
  5. Der Acker rückt näher an den Bach,

Die meisten Besucher kamen aus: Schweiz, Deutschland und Vereinigte Staaten.

Erfreuliche Zahlen

Die Konzerthalle im Sydney Opernhaus fasst 2’700 Personen. Dieses Blog wurde in 2015 etwa 29’000 mal besucht. Wenn es ein Konzert im Sydney Opernhaus wäre, würde es etwa 11 ausverkaufte Aufführungen benötigen, um so viele Besucher aufzunehmen, wie dieses Blog (ohne Abos).

Es wurden 269 Bilder hochgeladen, das entspricht 5 Bildern pro Woche.

Mit 206 Besuchern war der 25. Februar der geschäftigste Tag des Jahres. Misthaufen im Feld 2014 war der beliebteste Beitrag an diesem Tag.

Heidi dankt WordPress für den guten Service und die Unterstützung Jahr für Jahr.

In letzter Zeit erhält Heidi übrigens häufig Anfragen wie „Gesetz betr. Ausbringen von Gülle oder Lagern von Mist im Wald“. Um es wieder einmal klar zu sagen: „Das Düngen und Ausbringen von Pflanzenchutzmitteln im Wald und auf dem 3 m breiten Pufferstreifen am Wald ist verboten!“

30.12.15 HOME


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