Posts Tagged ‘NaNa’

Neues Zootier: Gemeiner Nimmmich

27. März 2020

NaNa:

Optopus Inhiatus Protenus

Deutsch: Wohl-lockiges Schnäppchen
im Volksmund: Gemeiner Nimmmich
Italienisch: Pigliata d’Avaraccio Meravigliosa
gehört zur Ordnung Marketingia, Familie Consumidae

Merkmale: grosse Augen, attraktives Fell (einzigartige prozentförmige Haare), wird oft von Strahlenkranz umgeben gesichtet.
Behält auch adult runde Formen (Jööö!).

Habitat: TV, Flyer, Plakate, Webseiten-Shops, Schaufenster, Warengestelle
Typischer Ruf:
‚Nimmmich, nimmmich, nimmmich‘!
Beliebtes Jagdobjekt (→ Schnäppchenjägerei), cave! Suchtpotential
Geschlecht wechselnd, Vermehrung über Nacht
Ernährung: Bares, Debit- und Kredit-Karten

Nahe verwandt mit OPTOPUS INHIATUS MAXIMUS, Lockiges Riesen-Schnäppchen, das sich meistens in Hecken versteckt (→ Hedge-Funds)

27.3.20 HOME

Datenschutzerklärung

NaNas Zoo der Pestizid-Metaboliten

10. März 2020

NaNa zitiert:

AQUA & GAS: «NICHT RELEVANT» ODER «RELEVANT»? Wir wollen ein möglichst sauberes Wasser abgeben! Syngenta hat bekanntlich gegen das Verbot von Chlorothalonil Beschwerde eingereicht und kritisiert die Bundesbehörden in der NZZ vom 28.02. scharf. Mit dem Verbot des Wirkstoffs und der Einstufen aller Metaboliten als relevant, hätten sie einen nicht wissenschaftlich basierten Entscheid gefällt.“

Basler Zeitung (His Masters Voice) 20.2.20:Der Chemiekonzern hält das Verbot für «unverhältnismässig und willkürlich»: Selbst wenn ein Wirkstoff wie Chlorothalonil strenger klassifiziert werde, sei ein Metabolit nicht zwingend relevant. Syngenta verlangt vom BLV, die gesetzliche Grundlage für das Vorgehen zu nennen … Syngenta hat beim Bundesverwaltungsgericht Beschwerde gegen das Verbot eingelegt. Es geht nicht zuletzt um viel Geld.“*

Schweizer Kantonschemiker:Die neue Einstufung eines Metaboliten von Chlorothalonil hat somit weitreichende Folgen für betroffene Wasserversorgungen. Dieser Fall zeigt, dass die langjährige Forderung der Kantonschemiker, nicht relevante Metaboliten in die Beurteilung der Zulassung von Wirkstoffen miteinzubeziehen, gerechtfertigt ist.“

Heidi meint:Seit im Jahre 2012 die neue Unterteilung zwischen „relevanten“ und „nicht relevanten“ Metaboliten von Pflanzenschutzmitteln eingeführt wurde, wird dies kritisiert, u.a. durch die Kantonschemiker …Tatsache ist, dass ganz, ganz viele Stoffe schon gar nicht gemessen werden und nicht für alle gibt es wohl Analysemethoden und alle zu untersuchen wäre viel zu teuer. Wer soll das bezahlen? Wer bezahlt das heute? Verursacherprinzip???? Und die Cocktail-Wirkung? Und die Rückstände in Lebensmitteln? Wo bleibt das Vorsorgeprinzip?

*NaNa: Exgüsi, wie hoch war wohl der Gewinn aus dem Chlorothalonil-Verkauf, während rund 50 Jahren!?

Kommentar: «nicht relevant» oder «relevant»? Wir wollen ein möglichst sauberes Wasser abgeben. Paul Sicher, SVGW vom 3.3.20

Wo ist die Kostenwahrheit?

7. März 2020

NaNa: Ob Verkehr, Rohstoffquellen, Lebensmittel, Kleidung: Wo –  ja – wo denn ist die Kostenwahrheit?

Zitat aus dem Interview mit Ernst Fehr (Wikipedia) im Tages-Anzeiger vom 14.1.20:

Ob Grundnahrungsmittel oder Zementindustrie: Sie würden kein Produkt und keine Branche von der Klimasteuer ausnehmen?
Es sollte keinerlei Ausnahmen geben, wir brauchen hier echte Kostenwahrheit. Es darf höchsten Übergangsfristen mit anfänglich niedrigeren Steuern geben. In Bezug auf die Kostenwahrheit sind sich eigentlich auch alle Volkswirte von links bis rechts einig, was ja ansonsten nicht immer der Fall ist.“

Sie glauben, dass der Markt ohne Klimasteuer nicht zu dieser Kostenwahrheit führt, etwa wenn Wasser und Nahrungsmittel wegen des Klimawandels knapp werden?
Dann ist es zu spät. Ausserdem treffen die Folgen des Klimawandels nicht unbedingt diejenigen, die ihn verursachen. Nein, wir brauchen eine Klimasteuer, wir brauchen die Politik. Die Verhinderung der Klimaerwärmung ist geradezu ein Paradefall von legitimer Staatsintervention. Denn individuelle Akteure erzeugen negative externe Effekte. Da muss der Staat eingreifen, das ist Lehrbuchwissen. Darum sind sich ja alle Volkswirte einig. Die Verhinderung der Klimaerwärmung ist ein öffentliches Gut,eines der grössten und wichtigsten für die ganze Menschheit“

Es braucht eine neue Kostenwahrheit und Wertschätzung

 

«Es braucht eine Klimasteuer – auch auf Fleisch». Tages-Anzeiger vom 14.1.20.

«Bio wäre eigentlich günstiger». Schweizer Bauer vom 20.2.20

Wer billig kauft, kauft teuer – Kostenwahrheit bei Lebensmitteln. Ethik-Guide

Entdecken Sie “Was unser Essen wirklich kostet“! Nature & More

Nach diesem Handyrohstoff buddeln Kinder metertief. Welt vom 30.1.10
Der Rohstoff Coltan wurde in grossem Stil im Norden Kanadas abgebaut. Neue Umweltschutzvorschriften in den USA
und Kanada führten jedoch innerhalb weniger Jahre dazu, dass sich das Geschäft für westliche Produzenten nicht mehr
lohnte –
zu streng sind die Vorgaben, zu teuer die Produktion … „Dieser regulatorische Vorteil für die Chinesen führte dazu, dass die globale Produktion innerhalb von 25 Jahren nach China abwanderte“, sagt K. C. Chang, Analyst bei IHS in Kanada.

Wie geht nachhaltige Mode? salto vom 12.11.29

7.3.20 HOME

Datenschutzerklärung

Des Schweizers weisse Weste: Export von giftigen Pestiziden

26. Januar 2020

NaNa/Heidi

Exportiertes verbotenes Pestizid kommt in Lebensmitteln zurück

Zum Beispiel: Das in der Schweiz verbotene Pestizid Profenofos wird von Syngenta im Wallis produziert, dann exportiert und kommt in Lebensmitteln in die Schweiz zurück.

Tobias Tscherrig schreibt im Infosperber vom 17.1.20: „Denn Lebensmittel, die unter Einsatz von Profenofos im Ausland produziert werden, dürfen in die Schweiz importiert werden. So verweist «Public Eye» auf eine Analyse des Bundesamts für Lebensmittelsicherheit und Veterinärwesen (BLV) über Pestizidrückstände im Jahr 2017. Profenofos wurde in 41 Lebensmitteln nachgewiesen, vor allem in Gemüse sowie verschiedenen Früchten und Gewürzen aus Asien. Damit ist Profenofos das am häufigsten nachgewiesene verbotene Pestizid in Schweizer Nahrungsmitteln.“

Menschenrecht und Nachhaltigkeit hier …

Dass Profenofos in Brasilien das häufigste Pestizid ist, welches das Trinkwasser verschmutzt, ist unserem Bundesrat egal, obwohl die Schweiz sich verpflichtet hat, dem Zugang zu sauberem Wasser als Menschenrecht nachzuleben und ihn im Rahmen der UN-Nachhaltigkeitsziele zu fördern.

… Wachstum der Schweizer Exportwirtschaft dort!

Bundesrat Guy Parmelins Rede am Aussenwirtschaftsforum in Zürich:

„… Die Mercosur-Staaten sind mit 260 Millionen Einwohnern schon jetzt ein wichtiger Zielmarkt für die Schweizer Exportwirtschaft und weisen ein grosses Wachstumspotential auf. Bereits heute exportiert die Schweiz Güter im Wert von mehr als 3 Milliarden Franken pro Jahr in diese Länder…

… Der Bundesrat verfolgt daher eine klare Strategie, um ausländische Märkte zu öffnen und der heimischen Exportwirtschaft so möglichst gute Rahmenbedingungen zu bieten.“

Lesen Sie den vollständigen Artikel von Tobias Tscherrig im Infosperber:

Schweiz exportiert gefährliche Pestizide. Tobias Tscherrig, Infosperber 17.1.20

Ansprache von Bundesrat Guy Parmelin, Aussenwirtschaftsforum 2019, Zürich. Medienmitteilung vom 26.3.19

Zu giftig für die Schweiz – aber exportierbar allemal. Der Bund 15.3.19

26.1.20 HOME

Datenschutzerklärung

Röstis Kurz-Lehrgang in Stimmfreiheit

13. Januar 2020

NaNa.

Medienmitteilung Schweizerischer Fischerei-Verband vom 20.12.2019. Parlamentarische Initiative Rösti: Der Nationalrat versagt und riskiert viel.

„… Die Parlamentarische Initiative von Albert Rösti (SVP, BE), seines Zeichens Präsident des Schweizerischen Wasserwirtschaftsverbandes, entlastet die Betreiber von Wasserkraftwerken von Wiederherstellungs- und Ersatzmassnahmen und bricht mit einer jahrzehntelangen bewährten Praxis: Neu müssen Kraftwerke bei der Konzessionserneuerungen durch die Kantone keine Ausgleichsmassnahmen für verursachte Schäden in den Gewässern mehr leisten. Das haben sie bisher in Form von Revitalisierungen und Aufwertungen getan. Damit haben die Wasserkraftwerk-Betreiber der Natur etwas zurückgegeben. Und es hat bestens funktioniert: Die Produktionsmenge wurde nicht tangiert und bei allen Anlagen, deren Konzession seit 1985 erneuert wurden, konnten einvernehmlich Lösungen gefunden werden.

Peinlich ist aus Sicht des Fischerei-Verbandes das Abstimmungsverhalten des Nationalrates. In der ordentlichen Abstimmung wird die Parlamentarische Initiative mit 98 gegen 91 Stimmen abgelehnt. Den Verlierern passte das Ergebnis nicht und Marcel Dettling (SVP, SZ) stellte den Ordnungsantrag für eine zweite Abstimmung mit der peinlichen Begründung, einige Ratsmitglieder hätten falsch gestimmt.

Diese zweite Abstimmung endete mit dem Patt von 95 gegen 95 Stimmen und die Ratspräsidentin gab den Stichentscheid für Zustimmung. Die Meinung geändert haben neun Nationalratsmitglieder verschiedener Fraktionen. In der SVP-Fraktion wechselten die Tessiner Vertreter Lorenzo Quadri und Piero Marchesi vom Nein- ins Ja-Lager. Die Aargauerinnen Martina Bircher und Stefanie Heimgartner wechselten von Nicht-Teilnahme zu Ja, und der St. Galler Lukas Reimann von Nein zu Enthaltung. In der Mitte-Fraktion hatten in der ersten Abstimmung zehn Mitglieder gegen die Vorlage gestimmt. Stefan Müller-Altermatt (CVP/SO) und Priska Wismer (CVP/LU) wechselten dann aber von Nein zu Enthaltung.“

Heidi hat sich gefragt: „Freiheit, Stimmfreiheit – was steht in den Statuten?“ Im nachfolgenden Bildschirmfoto können Sie den Zweck der Schweizerischen Volkspartei (SVP) lesen. Das tönt eigentlich gar nicht so schlecht. Vielleicht hat man z.B. den Punkt 3 vernachlässigt. Ja, und Wörter wie Toleranz, sozial, fortschrittlich, harmonisch, Freiheit, internationale Solidarität … wirken sympathisch:

Art. 2 der Statuten SVP

Art. 2 der Statuten SVP

16.452 Parlamentarische Initiativ Albert Rösti, 16.6.16: Ausbau der Wasserkraft zur Stromerzeugung und Stromspeicherung. Anpassung der Umweltverträglichkeitsprüfung

Tränendrüsengeschichten oder Transparenz, Nachhaltigkeit und Dialog?

11. Januar 2020

NaNa: Der Schweizer Bauernverband (SBV) inszeniert Tränendrüsengeschichten gegen die Trinkwasserinitiative, z.B. Der bange Blick der Bauern auf das neue Jahr, Max Akermann, SRF 3.1.20:

Bauer Schwab macht sich Sorgen! Wenn die Trinkwasserinitiativen dieses Jahr angenommen werde, hätte das Konsequenzen für seinen Betrieb: «Wir müssten mehr als den halben Bestand unserer Zuchtsäue sowie einige Arbeitsplätze abbauen. Manche Gebäude würden leer stehen. Vor allem wäre unser ganzes Herzblut, das wir die letzten zwanzig Jahre in diese Zucht gesteckt haben, vernichtet.»

Aber hat Herr Schwab nicht eventuell

  • zu wenig Land (eigenes oder gepachtetes) für so einen Betrieb oder eben zu viele Tiere?
  • zu optimistisch investiert?
  • die einseitige Abhängigkeit* und die Zukunft des Fleischmarkts**
    nicht bedacht? oder
  • nicht auf Nachhaltigkeit überlegt? oder einfach
  • keine Lust, einen Plan B für sein Unternehmen zu machen?

Die hausgemachten Probleme sind da, mit oder ohne Trinkwasserinitiative (vor einigen Jahren war es der böse Ökologische Leistungsnachweis ÖLN).

Es stimmt:
*Nahrungsmittelindustrie: Der Preis der Entwicklung (
alles ist jederzeit sicher und preiswert zu haben) ist die ABHÄNGIGKEIT. Den über 50 000 Landwirten stehen in der Schweiz nämlich nur wenige, dafür marktmächtige und vertikal integrierte Unternehmen gegenüber. Dazu kommt die Abhängigkeit von den Bundesgeldern. Aber auch die KonsumentInnen sind abhängig.

**Gemäss einer Studie des Staatssekretariats für Wirtschaft erhalten die Bauern im Vergleich zu 1990 heute 30 Prozent weniger für ihre Produkte. Die Konsumenten hingegen bezahlen höhere Preise. Die Wertschöpfung hat sich demnach vom Bauernhof in den Handel verschoben.

Und wir KonsumentInnen/StimmbürgerInnen/SteuerzahlerInnen? Sollen wir nun über diese Geschichten bittere Tränen vergiessen und bei der Trinkwasserinitiative reuig NEIN stimmen???

Wünschen wir uns nicht anstelle von Tränendrüsengeschichten

  • TRANSPARENZ (Kosten und Qualität) bei Produktion und Handel,
  • NACHHALTIGKEIT und einen
  • ECHTEN DIALOG mit den ProduzentInnen.

Weshalb Brot in der Schweiz doppelt so teuer ist wie in Deutschland, David Vonplon, NZZ 1.3.19

Darum ist die Wertschöpfung so gering, Mathias Binswanger, Schweizer Bauer 10.4.19

Gewässer: Leichenrede frei nach Kurt Marti

29. Dezember 2019
Es war einmal ein Bächlein ...

Es war einmal ein Bächlein …

NaNa:

Leichenrede frei nach Kurt Marti

Der Natur hat es ganz und gar nicht gefallen
dass dieser Bach durch Pestizide starb
erstens war er zu jung
zweitens seinen Betrachtern eine Freude
drittens Wohnraum für Tiere und Pflanzen
viertens Spielplatz für Kinder
fünftens einst erfüllt von klarem Wasser
Was soll jetzt ohne ihn werden?
Wo bleibt die Freude
der Lebensraum
der Spielplatz
das Trinkwasser?
Der Natur hat es ganz und gar nicht gefallen
dass einige von euch dachten das Vergiften habe ihr gefallen
Im Namen des Lebens: Wir protestieren gegen den Tod unseres Baches.

Bachsedimente

Biotests mit Organismen mit verschiedenen Ernährungs- und Lebensstrategien, nämlich Muschelkrebsen, Zuckmückenlarven und Fadenwürmern … «Wir waren überrascht zu sehen, dass an allen Standorten mehrere Sedimentproben für mindestens eine der getesteten Arten toxisch waren, wobei die Muschelkrebse am empfindlichsten reagierten», sagt Projektleiterin Carmen Casado-Martinez.

Quelle: Ökotoxikologische Wirkungen durch Pflanzenschutzmittel in Bachsedimenten, eawag News vom 12.12.19

Pyrethroide

Dabei hat sich gezeigt, dass durch die Pyrethroid- und Organophosphat-Insektizide ein höheres Risiko für Wirbellose ausgelöst wird als durch alle anderen gemessenen Pflanzenschutzmittel zusammen. Im Extremfall sind die Risiken bis 50fach erhöht, im Durchschnitt um den Faktor 2,5.

Quelle: Pyrethroide im Visier. eawag News vom 4.11.19

Pflanzenschutzmittel

«Bei vier von fünf Bächen würde selbst eine zehnfach extensivere Landwirtschaft im Einzugsgebiet wohl noch zu Überschreitungen der Qualitätskriterien führen», sagt Christian Stamm, «in diese Kategorie fallen rund 13’000 Kilometer Schweizer Bachläufe.»

Quelle: Zu viele Pflanzenschutzmittel in kleinen Bächen, myScience 2.4.19

Kurt Marti · Leichenreden

Man soll von Toten nichts Schlechtes sagen, heißt es. In seinen ‚Leichenreden‘ hinterfragt Kurt Marti diese Konvention und wehrt sich gegen die gängigen Abschiedsrituale, gegen die gut gemeinten Worte und tröstenden Phrasen. Er schreibt ehrlich und schonungslos über das Leben, das Sterben und den Tod, immer verbunden mit einem tiefen Verständnis für Angst, Verdrängung und Abwehr, die den Verlust eines Menschen begleiten. Martis lyrische Totenreden sind ein Klassiker der Schweizer Literatur. Seit ihrer Erstveröffentlichung haben sie nichts von ihrer Aktualität und Brillanz verloren. Selten wurde so offen über den Tod und die Trauer geschrieben.

Kurt Marti, Leichenreden. ISBN 978-3-312-00277-1, Nagel & Kimche

Der Tod und danach im Denken und Dichten von Kurt Marti, Josef Fux, Maturaarbeit Gymnasium St. Klemens Ebikon, September 2003

29.12.19 HOME

Der Präsident des Bauernverbands und seine Kleider

16. Juli 2019
NaNa: "Ich habe in TELEZÜRI das Gespräch mit Franziska angeschaut und gedacht ....."

NaNa: „Ich habe in TELEZÜRI das Gespräch mit Franziska angeschaut und gedacht …..“

Heidi hat diese Sendung auch gesehen. Gefunden hat sie den Link zu Talk täglich mit Franziska Herren, Initiantin Trinkwasserinitiative, und Markus Ritter, Präsident des Schweizer Bauernverbands, bei der Initiative für sauberes Trinkwasser unter News -> Nachrichten. Dort gibt es immer wieder Interessantes.

Aufgefallen ist Heidi einmal mehr wie Markus Ritter oft nur die halbe Wahrheit sagt, etwa dass an 98% der Grundwasserfassstellen der Anforderungswert für Pestizide eingehalten wird, kein Wort von den elf Abbauprodukten, welche an 20% der Messstellen in Konzentrationen über dem Anforderungswert von 0,1 µg/l nachgewiesen werden. Heidi meint: „Pestizide gehören nicht ins Grundwasser, auch nicht in Konzentrationen unter dem Grenzwert!“

Oder die Lüge, dass heute schon der prophylaktische Einsatz von Antibiotika verboten sei. Richtig ist, dass die Bauern Antibiotika für den prophylaktischen Einsatz und kritische Antibiotika nicht mehr einfach im Schrank haben dürfen, alle übrigen schon. Das ist fragwürdig!

Leserbrief von Heiri: Die Karikatur von NaNa über den Präsidenten ist sehr gut gelungen, er präsentiert sich wirklich genau so. Seine Aussagen werden immer mehr zu einem Image Problem für die Biobauern, er ist Biobauer und sagt das auch immer wieder.

Vielleicht kann Heidi noch etwas präzisieren betreffend Antibiotika auf Biobetrieben:

Trinkwasser-Initiative. TELEZÜRI vom 1.7.19

Die Bauern haben Angst … SBV-Nebelpetarde Grundwasser, Heidis Mist vom 6.6.19

Die täglichen Lügen: prophylaktischer Antibiotikaeinsatz beim Tier, Heidis Mist vom 7.2.18

Sachgemässer Antibiotikaeinsatz, Bundesamt für Lebensmittelsicherheit und Veterinärwesen 23.4.19

16.7.19 HOME

Datenschutzerklärung

MwSt: Kein reduzierter Satz von 2,5% für Pestizide!

8. Juli 2019

NaNa. Zum reduzierten Mehrwertsteuersatz von 2,5% werden bestimmte Güter des täglichen Bedarfs besteuert. Dazu gehören Lebensmittel, alkoholfreie Getränke, Bücher, Zeitungen, Zeitschriften, Medikamente usw.

Lesen wir doch Art. 25 des Mehrwertsteuergesetzes (MWSTG), Ziff. 2: Der reduzierte Steuersatz von 2,5 Prozent findet Anwendung:

a) auf der Lieferung folgender Gegenstände:

  1. Wasser in Leitungen,
  2. Lebensmittel nach dem Lebensmittelgesetz vom 20. Juni 2019, mit Ausnahme alkoholischer Getränke,
  3. Vieh, Geflügel, Fische,
  4. Getreide,
  5. Sämereien, Setzknollen und -zwiebeln, lebende Pflanzen, Stecklinge, Pfropfreiser sowie Schnittblumen und Zweige, auch zu Arrangements, Sträussen, Kränzen und dergleichen veredelt; gesonderte Rechnungsstellung vorausgesetzt, unterliegt die Lieferung dieser Gegenstände auch dann dem reduzierten Steuersatz, wenn sie in Kombination mit einer zum Normalsatz steuerbaren Leistung erbracht wird,
  6. Futtermittel, Silagesäuren, Streumittel für Tiere,
  7. Dünger, Pflanzenschutzmittel, Mulch und anderes pflanzliches Abdeckmaterial,
  8. Medikamente,
  9. Zeitungen, Zeitschriften, Bücher und andere Druckerzeugnisse ohne Reklamecharakter der vom Bundesrat zu bestimmenden Arten;

Der reduzierte Mehrwertsteuersatz für Pestizide wird schon lange kritisiert, etwa von Bio Suisse. Nun gerät Bewegung in die Diskussion. Der Blick schreibt: „Der Staat hält die Preise für Umweltgifte künstlich tief. Das soll sich nun ändern, fordert eine CVP-Nationalrätin.“ Es ist die Zürcherin Kathy Riklin. «Pestizide sind keine Nahrungsmittel», begründet sie ihren Vorstoss. «Sie belasten Böden und Gewässer und sollen möglichst sparsam eingesetzt werden.» Es gebe «überhaupt keinen Grund, sie dem reduzierten Steuersatz zu unterstellen».

Das meint auch Heidi und empfiehlt Ihren LeserInnen, den Blick zu lesen:

Bund fördert Pestizide mit 15 Millionen Steuerfranken. Jetzt wollen Politiker die Subvention stoppen, Blick vom 7.7.19

9.7.19 HOME

Datenschutzerklärung 

Vernehmlassung Agrarpolitik ab 2022

19. Juni 2019

Vernehmlassung zur Agrarpolitik ab 2022 (AP22+), Stellungnahme der Konferenz der kantonalen Landwirtschaftsdirektoren vom 1.3.19

19.6.19 HOME

Datenschutzerklärung


%d Bloggern gefällt das: