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Neuseeland: Reines Image – schmutziges Wasser

30. März 2021
Copyright: ABC News

Der Chefredaktor die grüne, Jürg Vollmer, schrieb in seinem Artikel 6 Fakten zur Trinkwasser-Initiative (für sauberes Trinkwasser und gesunde Nahrung): „Die Trinkwasserqualität in der Schweiz ist hervorragend. Weltweit liegen wir sogar vor Neuseeland und Norwegen.“ Aber wie steht es in Neuseeland mit dem Wasser im landwirtschaftlich genutzten Gebiet? Heidi bietet ihren LeserInnen mit dem folgenden Film Einsicht in die Realität.

Die Nachfrage in China nach Milchprodukten hat der Milchwirtschaft in Neuseeland enorme Zuwachsraten beschert – die Rechnung bezahlen alle: Viele Seen sind mittlerweise fürs Baden gesperrt.

Hinter Neuseelands ‚100% reinem‘ Image steckt eine schmutzige Wahrheit

Neuseelands schmutziges Wasser

Neuseelands sauberes, grünes Image verbirgt eine schmutzige Wahrheit. Verschmutzt durch intensive Milchwirtschaft, sind seine Wasserwege einige der am meisten degradierten der Welt. Wird die Ardern-Regierung sie säubern oder werden die Maori einspringen?

Es ist ein giftiges Gebräu aus schmutzigem Wasser und grossem Geschäft. Und es gefährdet Neuseelands „100% reines“ sauberes, grünes Image. Neuseelands unberührte Landschaften und atemberaubende Ausblicke haben es zu einem Magneten für Touristen und Filmregisseure gemacht. Seine Milchexporte haben die Welt im Sturm erobert. Doch hinter dieser Erfolgsgeschichte verbirgt sich eine schockierende Realität. Neuseeland hat einige der am stärksten verschmutzten Flüsse in der entwickelten Welt.

Wissenschaftler machen dafür den „Rausch des weissen Goldes“ verantwortlich – die rasante Expansion der enorm erfolgreichen Milchindustrie des Landes, die jährlich rund 15 Milliarden Dollar wert ist. Korrespondentin Yaara Bou Melhem reist auf die Südinsel Neuseelands, um ein Problem zu untersuchen, das die Gemeinden spaltet. Sie findet Flüsse, die mit hohen Stickstoff-Nitrat-Werten verseucht sind, die aus der intensiven Landwirtschaft stammen.

In einigen Fällen verursacht dieser Abfluss giftige Algenblüten, die eine Gefahr für Menschen und Tiere darstellen. Es kann Flüsse unschwimmbar machen. „Wenn ein Übermass an Nährstoffen und Sedimenten in das System gelangt, können diese Blüten wirklich ausbrechen“, sagt die Süsswasserökologin und Gemeinderätin Lan Pham.

Die Regierung Ardern, die letztes Jahr mit einem Erdrutschsieg wiedergewählt wurde, hat versprochen, aufzuräumen. „Ich möchte, dass unsere Wasserwege wieder schwimmbar sind“, sagte Ardern im Vorfeld der Wahl im letzten Jahr. „Wir werden Standards einführen, die die Verschlechterung stoppen.“

Die Regierung hat Grenzwerte für den Nitratgehalt im Süsswasser eingeführt, aber diese Reformen haben niemanden glücklich gemacht. Umweltschützer warnen, dass die Werte zu hoch angesetzt wurden und dass dies dem Leben in den Flüssen schaden könnte. Viele Landwirte behaupten, die Werte seien zu niedrig angesetzt und würden die Milchwirtschaft zerstören. „Wir werden eine Verlagerung von Tausenden und Abertausenden von Menschen haben“, warnt der Südinsel-Milchbauer John Sunckell. „Wollen wir die Landwirtschaft loswerden?“

Neuseelands reichster Maori-Stamm hat sich in die Pattsituation eingeschaltet. Ngai Tahu, dessen Territorium sich über einen grossen Teil der Südinsel erstreckt, hat eine bahnbrechende Klage vor dem Obersten Gerichtshof über das Süsswasser in seinem Stammesgebiet eingereicht.

„Es gab ein Versagen der Regierung, ein Versagen des Marktes und die einzigen, die in dieser Sache glaubwürdig sind, sind die Maori“, sagt der Hauptkläger in diesem Fall, Dr. Tau. Es ist ein riesiger Kampf um die wertvollste natürliche Ressource – Süsswasser – und es ist kein Ende in Sicht.

Heidi meint: Wenn die Bauern die Bewirtschaftung nicht dem Standort anpassen, dann bezahlen alle, auch in der Schweiz!

Neuseelands schmutziges Wasser

Neuseeland: Verseuchtes Trinkwasser. Das Erste vom 3.8.19

Fresh water? Dire warning for New Zealand’s lakes, rivers and streams. NZ Herald vom 16.4.20

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Feuer in Australien -> Luftverschmutzung in Neuseeland

4. Februar 2020

Sonne am 1.1.20 in Nelson, Neuseeland. Verdunkelung wegen Luftverschmutzung durch die Feuer in Australien. Copyright: Röbi.

Sonne am 1.1.20 in Nelson, Neuseeland. Verdunkelung wegen Luftverschmutzung durch die Feuer in Australien. Copyright: Röbi.

Liebe Heidi

Ich hoff es goht dir guet und bisch guet im neue Johr. Scho isch es Februar.

Unglaublich, dass es bei euch in den Niederungen noch keinen Schnee gibt. Jemand aus dem Bündnerland sagte, sie hätten genügend Schnee. 

Wir haben in Neuseeland nicht so viele Niederschläge. In Oamaru gab es gestern und heute Regenschauer. Zum Glück haben wir in Oamaru noch keine Wasser-Restriktionen.

Es wird hier immer trockener und die Brandgefahr immer grösser. Es gab auch schon ein paar Brände und es brennt nördlich von Christchurch. Doch sind wir nicht in Australien, aber die dortigen Brände spüren wir auch hier. Rauch und Asche kommen bis hierher und haben recht grosse Auswirkungen auf unser Wetter und teilweise auch auf die Gesundheit von Menschen. Je nach Wind stärker oder je nach dem mehr im Norden und dann wieder im Süden spürbar.

In Oamaru verdeckten am 1. Januar 2020 Rauch und Asche um die Mittagszeit die Sonne so stark, dass es unheimlich dunkel wurde. Die Strassenbeleuchtung wurde eingeschaltet und die Autos fuhren mit Licht. Ich war in Nelson. Dort wurde die Sonne so stark abgedeckt, dass sie rot erschien. Das Wetter veränderte sich negativ; es wurde recht kühl und der Himmel war gelb-bräundlich und die Sicht war gar nicht gut.

Es brennt in Australien immer noch und nun vorallem um die Hauptstadt Canberra. Und gestern wehte der Wind in unsere Richtung und brachte einen gelben Horizont und frühe Dunkelheit.

Best wishes

Röbi

Helicopters, firefighters battle intense scrub fire in north Canterbury. Blistering hot weather and strong winds are fanning a scrub fire in north Canterbury tonight. Two helicopters and nine firefighting crews are battling the blaze on the banks of the Ashley River. No buildings are under threat. It’s the third significant fire in the region today, which is suffering from extremely dry conditions. 1News 2.2.20

4.2.20 HOME

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Heidis Wort zum Sonntag: Direktzahlungen und Handel

21. Februar 2016

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Sinnbild des Fortschritts:
Manhattan isst direktzahlungsverbilligten Käse aus dem Toggenburg.
Emmentaler in Neuseeland essen Swiss Natural Slices.

… frei nach Leonardo da Vinci:
Sinnbild des Fortschritts: Eines vertreibt das andere.

Die Kunst des Käsetransports: Fachinformationen von TIS, dem Transport-Informations-Service der Deutschen Transportversicherer. Käse wird im Kühlcontainer per Schiff, Lastwagen oder Bahn transportiert.

21.2.16 HOME


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