Posts Tagged ‘Obst’

Lebensmittelproduktion: Fleisch verursacht 60% der Treibhausgase

15. September 2021
Mutterkühe = Fleischkühe auf einer AlpMutterkühe = Fleischkühe auf einer Alp

Mutterkühe = Fleischkühe auf einer Alp

Quelle: The Guardian vom 13.9.21

Laut einer Studie ist Fleisch für fast 60% aller Treibhausgase aus der Lebensmittelproduktion verantwortlich

Die weltweite Fleischproduktion verursacht 28-mal so viele Emissionen wie der Anbau von Pflanzen, und die meisten Pflanzen werden zur Fütterung von Schlachttieren angebaut.

Die weltweite Nahrungsmittelproduktion ist für ein Drittel aller vom Menschen emittierten Treibhausgase verantwortlich, wobei die Verwendung von Tieren für die Fleischproduktion doppelt so viel Umweltverschmutzung verursacht wie die Produktion pflanzlicher Nahrungsmittel, das zeigt eine neue Studie.

Das gesamte System der Lebensmittelproduktion, wie z.B. der Einsatz von Landmaschinen, Dünger und der Transport von Produkten, verursacht der Studie zufolge jährlich 17,3 Milliarden Tonnen Treibhausgase. Diese enorme Freisetzung von Gasen, die die Klimakrise anheizen, ist mehr als doppelt so hoch wie die gesamten Emissionen der USA und macht 35% aller globalen Emissionen aus, so die Forscher.

„Die Emissionen liegen am oberen Ende dessen, was wir erwartet hatten, das war eine kleine Überraschung“, sagte Atul Jain, Klimawissenschaftler an der Universität von Illinois und Mitverfasser der Studie, die in Nature Food veröffentlicht wurde. „Diese Studie zeigt den gesamten Zyklus des Lebensmittelproduktionssystems, und die politischen Entscheidungsträger sollten die Ergebnisse nutzen, um darüber nachzudenken, wie die Treibhausgasemissionen kontrolliert werden können.

Die Aufzucht und Tötung von Tieren zur Nahrungsmittelerzeugung ist weitaus klimaschädlicher als der Anbau und die Verarbeitung von Obst und Gemüse für den menschlichen Verzehr, so das Ergebnis der Studie, das frühere Erkenntnisse über die übermässigen Auswirkungen der Fleischproduktion, insbesondere von Rindfleisch, auf die Umwelt bestätigt.

Lesen Sie weiter unter Meat accounts for nearly 60% of all greenhouse gases from food production, study finds, Oliver Milman, The Guardian vom 13.9.21

Global greenhouse gas emissions from animal-based foods are twice those of plant-based foods. University of Illinois, Urbana, IL, USA. Laboratoire des Sciences du Climat et de l’Environnement, CEA-CNRS-UVSQ, Gif-sur-Yvette, France. Statistics Division, FAO, Rome, Italy. Institute of Biological and Environmental Sciences, School of Biological Sciences, University of Aberdeen, Aberdeen, UK. PlantPure Communities, Inc., Mebane, NC, USA. nature food

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Heidi zum 1. August: Der Koffer steht bereit

31. Juli 2014
Gemüse ist gesund. Das Ernten im eigenen Pflanzblätz macht Spass.

Gemüse ist gesund. Das Ernten im eigenen Pflanzblätz macht Spass.

Heidi stand vor einem zwei Meter hohen Gitterzaun. Ihre Aufmerksamkeit galt dem Schulgarten dahinter. Hier Kopfsalat, dort Minze und – unübersehbar – roter Mohn. Plötzlich ertönte eine Stimme: „Die bauen ja Drogen an! Kein Wunder, dass die Jugendlichen abends herum hängen mit Drogen und Alkohol. Und alles lassen sie liegen: Flaschen, Pizza-Verpackung …“ Heidi: „Das ist doch kein Schlafmohn! Das ist …“ Doch dann merkte sie, dass der Mann, welcher perfekt Hochdeutsch sprach, Bescheid wusste; der Mohn war nur ein Vorwand, der Anfang einer langen Diskussion.

Artischocken schmecken ausgezeichnet und fördern die Verdauung.

Artischocken schmecken ausgezeichnet und fördern die Verdauung.

Irgendwann lenkte Heidi das Thema auf die modernen Sklaven, die fern von Familie und Heimat Geld verdienen, etwa im Gemüse- und Obstbau. Da aber konterte der Mann in Trainerhose: „Ich finde das gut, denn ich habe in drei Saisons das Geld für mein Haus gespart, studiere jetzt gerade den Schulgarten, suche Ideen für meinen Garten.“ Schon lange arbeitet er im Schweizer Gastgewerbe, wechselt häufig die Adresse, nennt Top-Arbeitgeber in Top-Ferienorten. Ein besonders nettes Hotelbesitzer-Ehepaar wollte er später einmal besuchen, doch das von alten Bäumen umgebene Hotel war weg; drei Häuser mit Eigentumswohnungen standen dort, verlassen, mit geschlossenen Läden: „Schrecklich, diese toten Häuser …“, sagte der Mann.

Vielseitig nutzbarer Wirz oder Wirsing: frisch als knackiger Salat, gekocht als Beilage, gefüllt oder im Eintopf.

Vielseitig nutzbarer Wirz oder Wirsing: frisch als knackiger Salat, gekocht als Beilage, gefüllt oder im Eintopf.

Der Mann aus Kroatien weiss, dass er privilegiert ist, und sieht nicht nur die politische Misere in seinem Heimatland und die schönen Seiten der Schweiz, sondern auch die negativen Aspekte der Globalisierung und des Wachstums. Seine Freizeit nutzt er zum Lesen: vorwiegend englische Fachbücher über Gesellschaft und Politik. Ein Mann, zufällig getroffen vor einem Schulgarten. Sein Koffer steht immer bereit, alle seine „Schweizer“ Habseligkeiten haben darin Platz.

Fast in allen Diskussionspunkten waren sich Heidi und der Mann einig, nur in einem nicht:
Kinder allein zu Hause, Heidis Mist 17.2.13
SUISSE GARANTIE ohne Ausländer? Heidis Mist 17.7.11

Jeder eine Gärtnerin!
Ja, der Traum vom frischen Gemüse, den Früchten aus dem eigenen Garten! Schon ein kleiner Balkon bietet Platz für ein paar Töpfe mit Gewürzen oder Cherry-Tomaten. Noch mehr Platz gibt’s im Vorgarten, Hinterhof oder Schrebergarten oder auf einem Blätz Land beim Bauern.

Markt als Ergänzung
Als Alternative oder Ergänzung empfiehlt Heidi den Besuch von Märkten oder innovativen Bauern.

Bio Knoblauch aus dem Bernbiet
Nicht vergessen: Knoblauch frisch, getrocknet, in Essig, in Öl vom Farngut, Familie Katja und Markus Bucher, Grossaffoltern. Weitere Produkte: Blumenkohl, Pastinaken, Butternusskürbis, Karotten, Pantelleria Kapern, Borlottibohnen, Goldmelisse, Lavendel, Petersilie. Unter Süsskartoffeln heisst es „Wir sind am üben …“. Die Zusammenarbeit mit dem Bio-Betrieb von Christoph Hauert und Eva Ulm „ermöglicht uns ein effizientes Arbeiten, zeitgemässe Betriebsstrukturen, gegenseitige fachliche Unterstützung und vieles mehr …“
Hier geht’s zum Farngut
Was ist ein Biomat? Besuchen Sie Christoph Hauert und Eva Ulm.

Iss fein, iss frisch, iss nah, iss grün, iss mit
Frisches fastfood vom schnägg in Zürich. Im August 2014 eröffnet schnägg vier weitere Filialen in der Stadt Zürich: Stadelhofen, Enge, City und Giesshübel. Ab Herbst werden es noch mehr sein, und nicht nur in Zürich, verspricht dass schnägg-Team.
schnägg fastfood

Entwicklung der weltweiten Umweltauswirkungen der Schweiz
Grafik aus dieser neuen Publikation des Bundesamts für Umwelt (BAFU), Umweltbelastung von Konsum und Produktion von 1996 bis 2011

Was essen? Die Wahl ist aufgrund der Grafik und der mediterranen Ernährungspyramide einfach: viele Früchte, Gemüse, Getreide, Kartoffeln und Nüsse ... vielleicht ab und zu Fleisch aus tierfreundlicher Haltung. Grafik aus "Entwicklung der weltweiten Umweltauswirkungen der Schweiz", BAFU 2014

Was essen? Die Wahl ist aufgrund der Grafik und der mediterranen Ernährungspyramide einfach: viele Früchte, Gemüse, Getreide, Kartoffeln und Nüsse … vielleicht ab und zu Fleisch aus tierfreundlicher Haltung. Grafik aus „Entwicklung der weltweiten Umweltauswirkungen der Schweiz“, BAFU 2014

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