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Ernst Bromeis am WEF: Mehr Wasserbotschafter für die Welt!

22. Januar 2019
Alois Zwinggi, Managing Director, World Economic Forum, eröffnet das Open Forum Davos 2019.

Alois Zwinggi, Managing Director, World Economic Forum, eröffnet das Open Forum Davos 2019.

Das Open Forum im Rahmen des World Economic Forum (WEF) wurde am 22.1.19 in der Aula der Alpinen Mittelschule Davos (SAMD) eröffnet. 200 Interessierte und zahlreiche Medienschaffende aus aller Welt kamen zum Anlass Water for life: THE BLUE MIRACLE. Alois Zwinggi, Managing Director, war unglaublich erfreut und stolz, dass er das Forum mit einem Davoser starten konnte, dem Wasserbotschafter Ernst Bromeis.

Ernst Bromeis: "Wir müssen berührt sein, um zu handeln."

Ernst Bromeis: „Wir müssen berührt sein, um zu handeln.“

Ernst Bromeis erzählte von seiner Beziehung zum Wasser und seinen Expeditionen mit Filmausschnitten. In seiner ersten durchschwamm er alle 200 Seen des Kantons Graubünden; er wollte sie kennenlernen. Bromeis glaubt, dass es falsch ist, wenn wir sagen: „Der Kanton Graubünden, die Alpen sind ein Wasserschloss“. Bromeis: „Wir haben das nicht gebaut. Es ist nur ein Geschenk, das aus dem Berg fliesst und wir haben das Privileg, dies hier nutzen zu dürfen.“

Expedition Baikalsee

Ernst Bromeis im Oktober 2018 am Baikalsee. Copyright: Maurice Haas.

Ernst Bromeis im Oktober 2018 am Baikalsee. Copyright: Maurice Haas.

Ernst Bromeis stellte sein neues Projekt vor. Er will den Baikalsee in Sibirien in seiner Länge von 800 Kilometern durchschwimmen. Mit seiner Expedition Baikal will er weltweit Wasserbotschafter gewinnen, die sich für das kostbarste Gut des Planeten Erde einsetzen.

Bromeis: „Die Welt braucht viele Wasserbotschafter, denn Wasser ist ihr wichtigstes Überlebens-Mittel. Ich gehe mit sehr grossem Respekt an meine Aufgabe. Die Expedition durch dieses Binnenmeer ist mit nichts Bisherigem zu vergleichen.“ Bromeis wird ohne Begleitboot schwimmen und am Land von einem Team aus nur drei bis vier Personen begleitet. „Auch kulturell habe ich vor dem Baikalsee grossen Respekt. Er ist die grösste Trinkwasserreserve der Welt. Die Anwohner nennen ihn Das heilige Meer – er ist ein Weltwasserwunder.“

Mehr Wasserbotschafter für die Welt

Bromeis stellte am Open Forum Davos seine neue Kampagne Wasser berührt uns alle – werde Wasserbotschafter! vor. Er hat sich zum Ziel gesetzt, eine weltweite Bewegung von Wasserbotschaftern zu begründen. „Wasserbotschafter kann jeder Mensch werden, unabhängig von Herkunft, Bildung oder Reichtum“, sagt Bromeis. „Wasser berührt uns alle und es geht uns alle an.“

Forschungspartner in der Expedition Baikal sind die ETH Zürich und die Universität Basel. Die internationale Wassertechnologie-Gruppe BWT unterstützt seine Kampagne und Expedition nicht nur als Presenting Partner, sondern auch mit ihrem weltweiten Netzwerk. Bromeis kann auf weitere Sponsoren zählen. Am Ort in Sibirien wird die Expedition durch Aktivisten der global tätigen Umweltinitiative Living Lakes unterstützt.

Susan Goldberg, Editiorial Director, National Geographic, stellt Ernst Bromeis Fragen und lädt ihn ein, doch nach der Expedition Baikal die Grossen Seen der USA zu durchschwimmen.

Susan Goldberg, Editiorial Director, National Geographic, stellt Ernst Bromeis Fragen und lädt ihn ein, doch nach der Expedition Baikal die Grossen Seen der USA zu durchschwimmen.

Ernst Bromeis: "Das WEF macht es hier schon ganz hervorragend. Wir trinken jetzt nur noch Hahnenwasser, Davoser Quellwasser. Weshalb sollen wir Wasser von französischen oder amerikanischen Mineralwasserherstellern trinken? Das ist Lifestyle. Wir brauchen diese Art von Lifestyle nicht. Das ist Leben, das ist Life. Wir brauchen nicht Lifestyle. Versuchen Sie einmal, Wasser vom Wasserhahn zu trinken!"

Ernst Bromeis: „Das WEF macht es hier schon ganz hervorragend. Wir trinken jetzt nur noch Hahnenwasser, Davoser Quellwasser. Weshalb sollen wir Wasser von französischen oder amerikanischen Mineralwasserherstellern trinken? Das ist Lifestyle. Wir brauchen diese Art von Lifestyle nicht. Das ist Leben, das ist Life. Wir brauchen nicht Lifestyle. Versuchen Sie einmal, Wasser vom Wasserhahn zu trinken!“

Nach dem Vortrag Water for Life diskutieren Ernst Bromeis und Franziska Herren, Initiantin der Trinkwasser-Initiative, über allerlei Aktuelles. Und es entsteht ein kleiner Werbespot Pro Initiative.

Ernst Bromeis erklärt wieso er für die Trinkwasser-Initiative ist. Das bei strahlender Sonne gefilmte Statement war schon bald danach auf Facebook Trinkwasser-Initiative.

Ernst Bromeis erklärt wieso er für die Trinkwasser-Initiative ist. Das bei strahlender Sonne gefilmte Statement war schon bald danach auf Facebook Trinkwasser-Initiative.

Initiative für sauberes Trinkwasser ist mit Das Blaue Wunder by Ernst Bromeis in Davos, Facebook Trinkwasser-Initiative: Extrem-Schwimmer und Wasser-Botschafter Ernst Bromeis nach seiner Präsentation am WEF im Interview mit Franziska Herren.

Franziska Herren mit Mitarbeitenden am Open Forum in Davos.

Franziska Herren mit Mitarbeitenden am Open Forum in Davos.

Water for Life, Eröffnung des Open Forums durch Ernst Bromeis, Video 57:59

Expedition Lake Baikal 2019 – Protecting the blue of our planet, BWT

Das Blaue Wunder

Bilder aus der Erkundung 2018 am Baikalsee und aus früheren Expeditionen, Download kostenlos.

Ernst Bromeis: Wasserbotschafter und Alpinist des Wassers, Buchbesprechung Jeder Tropfen zählt – Schwimmen für das Recht auf Wasser von Ernst Bromeis. Heidis Mist vom 1.12.16

Weltwassertag 2018: Wiederaufforstung, Feuchtgebiete und Grundwasser, Heidis Mist vom 22.3.18

Bündner Wasserbotschafter: Wasserprobleme heute lösen! Heidis Mist vom 28.8.15

«Nichts verbindet uns mehr als das Wasser», Heidis mist vom 18.3.15

Wasserdegustation mit Wasserbotschafter Ernst Bromeis, Heidis Mist vom 22.9.14

Wasserbotschafter Ernst Bromeis zu Fuss an der Loreley vorbei, Heidis Mist vom 9.8.14

Wasserbotschafter Bromeis zügig unterwegs, Heidis Mist vom 21.7.14

Wasserbotschafter Ernst Bromeis startet zur «Expedition 2014», Heidis Mist vom 7.7.14

Wasser: Trage ich eine individuelle Verantwortung? Heidis Mist vom 16.3.14

22.1.19 HOME

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Hahnenwasser statt Pet-Flaschen

24. Januar 2012
DSC03210NatGeoWaterK

Das Geschäft mit dem Wasser blüht. Heidi trinkt am liebsten Hahnenwasser, das schmeckt ausgezeichnet, ist billig und umweltschonend.

Die Sendung 10 vor 10 des Schweizer Fernsehens berichtete am 23.1.12 über Nestlés grosse Geschäft mit dem Wasser. Der Lebensmittelkonzern kauft weltweit Wasserrechte und Quellgebiete. Anlass war die Erstaufführung des Dokumentarfilms Bottled Life von Urs Schnell an den Solothurner Filmtagen. Nestlés Mineralwasser-Geschäft in Kritik, 10 vor 10, Schweizer Fernsehen Videoportal.

Morgen, 25.1.12, beginnt in Davos das World Economic Forum (WEF) mit Rekordbeteiligung. Heidi hat das Programm des Open Forum Davos 2012 studiert, das an der Schweizerischen Alpinen Mittelschule Davos (SAMD) stattfindet, Eintritt frei, Simultanübersetzung Englisch/Deutsch. Die Veranstaltung vom Samstag, 28.1.12, von 12.30 bis 14.00, ist der weltweiten Verknappung des Wassers gewidmet: Wie hält man die Wasserversorgung am Fliessen? Gastredner sind u.a. Peter Brabeck, Präsident des Verwaltungsrates der Nestlé und Martin Dahinden, Direktor der Direktion für Entwicklung und Zusammenarbeit (DEZA). Die Vereinten Nationen (UN) haben 2002 deutlich gemacht, dass sauberes Wasser bereits ein Menschenrecht ist, Informationsplattform humanrights.ch. Peter Brabeck zweifelt an diesem Recht und verteidigt sein Geschäft mit dem Wasser, das ein Lebensmittel wie jedes andere sei.

Heidis Artikel zu diesem Thema: Wasser und PPP und Water makes Money – Weltwassertag

Der Film Flaschenwahn statt Wasserhahn zeigt auch die ungeheuren Gewässerverschmutzungen durch die Pet-Flaschen: Strände voller Kügelchen, von den Wellen zerkleinerte PET-Flaschen, die im Magen der Meerestiere und Vögel landen und diese töten.

Also trinken wir doch lieber Hahnenwasser und verlangen im Restaurant Hahnenwasser! In 113 Zürcher Gastronomiebetrieben gibt es Halbliter-Krüge mit Hahnenwasser zu 3 Franken, 1 Franken davon wird für Wasserprojekte in Entwicklungsländern gespendet. In einem Jahr sind 88’000 Franken in die Kasse von ZH2O Züriwasser geflossen. Wer macht mit? Restaurants quer durch das Angebot, auch das Baur au Lac ist auf der Liste von ZH2O aufgeführt; im Restaurant Rive Gauche gibt es tatsächlich Hahnenwasser. Auch das Clouds im Prime Tower, dem höchsten Gebäude der Schweiz, führt Hahnenwasser, gratis ist die einmalige Aussicht auf Zürich. Wo bleiben die Nachahmer im In- und Ausland?

Wasser bei den Vereinigten Nationen: Deutsche UNESCO-Kommission e.V.

24.1.2012 HOME


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