Posts Tagged ‘Pestizide’

Pestizidfreie Alp Faller Mulegns

22. Juni 2021
Das Val Faller ist ein rund vier Kilometer langes linkes Seitental des Oberhalbstein im Schweizer Kanton Graubünden.

Das Val Faller ist ein rund vier Kilometer langes linkes Seitental des Oberhalbstein im Schweizer Kanton Graubünden. Copyright: Susanne.

Liebe Heidi

Wir waren auf der Alp Faller im Park Ela. Diese Älpler arbeiten pestizidfrei!

Herzliche Grüsse

Susanne und Walter

Heidis Artikel über Herbizide auf Alpen

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Heidis Kommentar zum Abstimmungssonntag

13. Juni 2021
An die UnterstützerInnen der Trinkwasserinitiative und der Pestizidverbotsinitiative: DANKE!

An die Aktiven und UnterstützerInnen der Trinkwasserinitiative und der Pestizidverbotsinitiative: DANKE!

Volksinitiative für eine Schweiz ohne synthetische Pestizide

Trinkwasserinitiative

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Nach der Vorfreude – die ersten Erdbeeren!

13. Juni 2021
Die ersten zwei reifen Wilderdbeeren!

Die ersten zwei reifen Wilderdbeeren!

Für den Anbau von Erdbeeren sind in der Schweiz 593 Pestizide zugelassen. Darunter relativ harmlose, aber auch solche mit Gefahrenkennzeichnungen wie H361dKann vermutlich das Kind im Mutterleib schädigen, H351Kann vermutlich Krebs erzeugenH373Kann die Organe schädigen bei längerer oder wiederholter Exposition usw. Für die Wasserorganismen lautet die Gefahrenkennzeichnung bei vielen Pestiziden H410Sehr giftig für Wasserorganismen mit langfristiger Wirkung vermerkt. Es wäre also durchaus sinnvoll, wenn die verwendeten Pestizide auf den Verkaufsetiketten vermerkt würden. Erdbeeren sind die am meisten gespritzen Beeren.

Heidi und der Alpöhi freuen sich jeweils auf die ersten Erdbeeren, zuerst die kleinen Wilderdbeeren, dann die grossen. Sie sind ungespritzt, natürlich gereift und aromatisch. Vorfreude ist die schönste Freude!

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Pestizide sind die wichtigsten Stressoren für empfindliche Insekten in Tieflandbächen

12. Juni 2021
Pesticides are the dominant stressors for vulnerable insects in lowland streams. Water Research Volume 201, 1 August 2021, 117262

Pesticides are the dominant stressors for vulnerable insects in lowland streams. Water Research Volume 201, 1 August 2021, 117262

Forschende des Helmholtz Zentrums für Umweltforschung UFZ in D-04318 Leipzig und des Umweltbundesamts in D-06844 Dessau-Roßlau haben den Einfluss von Pestiziden auf die Zusammensetzung der Wirbellosengemeinschaften in Tieflandbächen untersucht. Die meisten landwirtschaftlich genutzten Bäche haben eine reduzierte Anzahl an gefährdeten Arten. Die derzeitige Zulassung von Pestiziden unterschätzt das ökologische Risiko. Ein Ökosystem-Monitoring ermöglicht eine schützende und validierte Risikobewertung.

Trotz aufwändiger Regulierung von landwirtschaftlichen Pestiziden wurde ihr Vorkommen in Nicht-Zielgebieten in mehreren Felduntersuchungen mit negativen ökologischen Auswirkungen auf Insekten in Verbindung gebracht. Ihr quantitativer Anteil an der Biodiversitätskrise ist jedoch noch nicht bekannt. In einer gross angelegten Studie an 101 Standorten kleiner Tieflandbäche in Mitteleuropa zeigten die Wissenschaftler, dass 83% der landwirtschaftlich genutzten Bäche die pestizidbedingten ökologischen Ziele nicht erfüllten.

Zum ersten Mal konnten sie feststellen, dass die Verschmutzung durch diffuse landwirtschaftliche Pestizidquellen die Hauptursache für die Verringerung empfindlicher Insektenpopulationen in aquatischen Wirbellosen-Gemeinschaften war und damit die Relevanz anderer anthropogener Stressoren wie schlechte hydro-morphologische Struktur und Nährstoffe übertraf.

Die Forschenden stellten fest, dass die derzeitige Zulassung von Pestiziden, die darauf abzielt, unakzeptable schädliche Auswirkungen zu verhindern, das tatsächliche ökologische Risiko unterschätzt, da gemessene Pestizidkonzentrationen in 81% der untersuchten landwirtschaftlichen Fliessgewässer die derzeit zulässigen Konzentrationen überstiegen, bei mehreren Pestiziden die Trägheit des Zulassungsverfahrens die Einbeziehung neuer wissenschaftlicher Erkenntnisse behindert und die bestehenden Schwellenwerte für Wirbellosen-Toxizität um den Faktor 5,3 bis 40 zu hoch sind.

Um adäquate Umweltqualitätsziele festzulegen, muss der Zulassungsprozess von der Überwachung abgeleitete Informationen über die Auswirkungen von Pestiziden auf der Ebene des Ökosystems einbeziehen. In dieser Publikation leiten die WissenschaftlerInnen solche Schwellenwerte ab, die einen Schutz der wirbellosen Fliessgewässergemeinschaft gewährleisten.

Pesticides are the dominant stressors for vulnerable insects in lowland streams. Elsevier, Water Research Volume 201, 1 August 2021, 117262

Menschenrecht auf ungiftige Nahrungsproduktion

9. Juni 2021
Übersetzt von Heidi

Übersetzt von Heidi

Zitat aus Daily Poison, Pesticides – an Underestimated Danger, Springer. Johann G. Zaller, Institut für Zoologie, Universität für Bodenkultur Wien, BOKU. ISBN 978-3-030-50529-5
eBook: ISBN 978-3-030-50530-1

Unser täglich Gift, Pestizide – die unterschätzte Gefahr, Deuticke Verlag. Johann G. Zaller, Institut für Zoologie, Universität für Bodenkultur Wien, BOKU. ISBN 978-3-552-06367-9 / E-Book ISBN 978-3-552-06374-7

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Tabak und Pestizide: Politik im Einklang mit der Industrie

7. Juni 2021
Mancozeb: Auszug aus dem Pflanzenschutzmittelverzeichnis des Bundesamts für Landwirtschaft.

Mancozeb: Auszug aus dem Pflanzenschutzmittelverzeichnis des Bundesamts für Landwirtschaft.

Wer Augen und Ohren offen hat, kann es nicht übersehen, dass unsere Politik den Pfaden der Industrie folgt. Besonders offensichtlich ist das beim Tabak und den Pestiziden. 27 Prozent der Bevölkerung in der Schweiz rauchen. Der Bundesrat lehnt trotzdem die Initiative «Kinder und Jugendliche ohne Tabakwerbung» ab, obwohl die WHO-Rahmenkonvention dies vorsieht.

Tabakindustrie und Landwirtschaft sind verbandelt. Wir subventionieren den Anbau von Tabak, angeblich um diese Tradition weiterzuführen. Nicht weniger als 188 Pestizide sind für Tabak zugelassen, darunter auch 34 Produkte mit dem Wirkstoff Mancozeb, der vermutlich das Kind im Mutterleib schädigen kann. Auch für die Luftapplikation bewilligte Produkte! 2019 wurden total 66 000 kg versprüht. In der EU ist Mancozeb verboten, wahrscheinlich wird auch die Schweiz gelegentlich ein Verbot aussprechen. Cypermethrin ist „Bienengefährlich“ und kann die Organe schädigen bei längerer oder wiederholter Exposition; vier Produkte sind zugelassen. 9 Produkte mit dem Wirkstoff Fluazifop-P-butyl sind zugelassen. Auch diese können vermutlich das Kind im Mutterleib schädigen. Und so weiter!

Nicht in der Grundwasserschutzzone S2 eingesetzt werden darf z.B. das für Tabak zugelassene Pestizid „Devrinol Plus“ mit den Wirkstoffen Napropamide und Metazachlor; das bedeutet, dass sie gut wasserlöslich sind und die Gefahr der Trinkwasserverschmutzung besteht. Zudem kann Devrinol Plus vermutlich Krebs erzeugen.

Von allen zugelassenen Wirkstoffen sind 26 in der S2 verboten. Heidi vermutet, dass solche Wirkstoffe und ihre Metaboliten irgendwann auch im Grundwasser nachgewiesen werden, sofern man den Kantonschemikern das „Geheimnis der Chemischen Industrie“ mitteilt, wonach sie suchen müssen. Das dürften ziemlich viele Stoffe sein! Ein allgemeines Verbot von Pestiziden in der Grundwasserzone S2 wurde von den Bauern Anfang dieses Jahrtausends gekippt. Es ist höchste Zeit, dass ein solches wiedereingeführt wird!

Praktisch alle Pestizie sind sehr giftig für Wasserorganismen mit langfristiger Wirkung.

Heidi meint: „Unser Bundesrat folgt den Empfehlungen von Landwirtschaft und Industrie. Der Schutz unserer Gesundheit und der Umwelt ist für ihn nebensächlich. Nur wenn massiver Druck aus dem Volk kommt, macht er kleine Schritte. Diese reichen aber bei Weitem nicht!

Schweizer Tabak-Politik bleibt zahnlos. Rainer M Kaelin, Infosperber vom 6.6.21

EU: Mancozeb – Erstes Pestizid wegen Hormonschädlichkeit verboten! Heidis Mist vom 26.10.20

Fungizid Mancozeb in der EU endlich vom Markt – und die Schweiz? Fausta Borsani, Verein Ohne Gift vom 5.2.21

Pestizid wird verboten. Daniel Mennig, Saldo vom 17.3.21

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Beschönigende Worte des Bundesrates

6. Juni 2021

Auch Biovision übt harsche Kritik am Bundesrat. Das Problem ist, dass der Bundesrat auf den Bauernverband und die Industrie hört, nicht auf unabhängige Fachleute.

Zitate aus dem Bericht von Biovision:

Am 27.5.21 nahm Viola Amherd namens des Bundesrates auf Radio SRF1 Stellung zu den beiden Pestizid-Initiativen, über die am 13.6.21 abgestimmt wird. Dabei versicherte sie der Schweizer Stimmbevölkerung, dass der Bund bereits genug für die Sicherheit und Gesundheit von Mensch und Umwelt tue, und dass es die zwei Initiativen daher nicht brauche. Biovision sieht das mit Blick auf die Faktenlage anders …

Unser Fazit

In der Abstimmungsempfehlung des Bundesrates in den SRF News wurden die problematischen Aspekte des anhaltenden Pestizideinsatzes beschönigt. Nachdem das nationale Parlament die Bestrebungen für eine umweltfreundlichere Landwirtschaft blockiert hat, braucht es jetzt die beiden Pestizid-Initiativen, um den Kurswechsel hin zu einer ökologischeren Landwirtschaft einzuleiten.

Biovision empfiehlt daher eine Annahme der beiden Initiativen am 13. Juni 2021

Lesen Sie den detaillierten Bericht hier: Beschönigende Worte des Bundesrates. Biovision

«Für die billigen Lebensmittel werden wir teuer bezahlen». Biovision vom 29.7.19

Pestizide in Gewässern und auf Feldern. Biovision vom 9.4.19

Die Welt ernähren ohne Gifte? Dossier: Unsere Berichte zum Thema synthetische Pestizide. Biovision

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Bundesrätin Viola Amherd und die Trinkwasserinitiative: von logischem Denken und Ehrlichkeit

6. Juni 2021

Bundesrätin Viola Amherd, Tagesschau SRF vom 20.5.21.

Bundesrätin Viola Amherd, Tagesschau SRF vom 30.5.21.

Diese Geschichte fängt mit einer Kaffeetasse an. Eine Leserin schrieb Heidi am 31.5.21: „Kannst du Ansprachen wie gestern die von Viola Amherd in der Tagesschau über die Initiativen noch hören? Hast du nicht so eine Wut, dass du die Kaffeetasse gegen den TV wirfst??“ Heidi antwortete, dass sie das gar nicht tun könne, denn sie hat keinen TV. Der Compi ist ihr zu schade dafür, die Tasse auch. Heidi trinkt selten Kaffee, wenn dann aus einer Mokkatasse, welche sie als Fünfjährige mit Blumen bemalt hatte; das Geld war mühsam von der Mutter zusammengespart worden.

Damit schien die Sache erledigt.

Pestizide: kein Schaden für Mensch und Umwelt

Heute (6.6.21) aber berichtete Urs P. Gasche im Infosperber über eben diese Ansprache. Also startete Heidi diesen Teil der Tagesschau vom 30.5.21 und hörte einleitend von Viola Amherd schöne beruhigende Worte. Zuviel wurde es ihr dann als Amherd sagte: „… Ich kann Ihnen versichern, unser Wasser kann bedenkenlos getrunken werden. Der Bund sorgt bereits heute mit strengen Vorschriften dafür, dass in der Landwirtschaft nur so viel Pflanzenchutzmittel eingesetzt werden dürfen, dass weder Mensch noch Umwelt zu Schaden kommen. Diese Vorschriften werden laufend verschärft.“

Die Verteidigungsministerin verteidigt also LandwirtInnen und PolitikerInnen mit schönfärbenden Worten. Was nützen strenge Vorschriften, wenn sie nicht kontrolliert und eingehalten werden? Woher nimmt die Verteidigungsministerin das Wissen, dass weder Mensch noch Umwelt zu Schaden kommen, wo doch wissenschaftlich erwiesen ist, dass für einen namhaften Teil des Biodiversitätsverlusts die Pestizide verantwortlich sind. Das Sterben findet statt, denn Pestizide wurden entwickelt zum Töten, zum Töten von Insekten, Pilzen und Pflanzen, aber es trifft auch Nützlinge und Unbeteiligte und kann unserer Gesundheit schaden. Das ist heute Allgemeinwissen. Wer das in der Funktion eines Bundesrates bestreitet, ist nicht unwissend, sondern lügt. Auch den Vögeln geht es schlecht.

Zudem hat der Bund keine seriöse Statistik über die Pflanzenschutzmittelverkäufe, ist auf die Angaben der Chemischen Industrie angewiesen. Wie ehrlich diese sind, weiss niemand. Und wer, wie Heidi, regelmässig das Pflanzenschutzmittelverzeichnis des Bundesamts für Landwirtschaft konsultiert, weiss welche Gefahren mit dem Einsatz vieler Pestizde verbunden sind. Es sind zahlreiche Mittel zugelassen, welche das Kind im Mutterleib, die Fruchtbarkeit oder die Fortpflanzungsfähigkeit schädigen können. Zudem sind sehr, sehr viel Pestizide sehr schädlich für Wasserorganismen mit langfristiger Wirkung.

Kein Schaden, aber laufend Verschärfung der Vorschriften?!

Amherd sagt also, dass nur so viele Pflanzenschutzmittel eingesetzt werden dürfen, dass weder Mensch noch Umwelt zu Schaden kommen … und fährt fort: „Diese Vorschriften werden laufend verschärft.“ Das ist eine äusserst erstaunliche Aussage und zudem sehr unökonomisch oder eher unlogisch. Vorschriften sind unbeliebt, da sie einschränken und meistens kosten. Wie kommt der Bundesrat auf die Idee, Vorschriften laufend zu verschärfen, wenn die heutigen Vorschriften schon genügen, weder Mensch noch Umwelt schädigen? Oder sind etwa die Vorschriften gut, aber die LandwirtInnen die Bösen? Tatsache ist, dass wir ein grosses Umweltproblem haben, und zwar seit Jahrzehnten. Etwa beim Nitrat im Grundwasser seit drei Jahrzehnten kein Fortschritt, bei den Ammoniakemissionen sind wir an dritter Stelle in Europa usw. Dazu gibt es viele Berichte, Berichte, Berichte, Bundesratsberichte, Agrarberichte, Umweltberichte … aber genützt haben sie bisher wenig.

Prophylaktischer Antibiotika-Einsatz ist immer noch erlaubt

Das Halbieren eines Verbrauchswertes wie beim Verkauf von Antibiotika ist nicht aussagekräftig, wenn der Ausgangswert hoch war. Amherd: „Das Kernanliegen der Initiative wurde also bereits umgesetzt.“ Das ist eine klar Lüge, denn die Trinkwasserinitiative will den prophylaktischen Einsatz von Antibiotika verbieten. Entgegen den Behauptungen von Markus Ritter, Präsident Schweizerischer Bauernverband (SBV) & Co., ist dieser nach wie vor erlaubt und Tierärzte verdienen gut daran, verschreiben auch Reserve-Antibiotika, die für die Menschen wichtig wären. Wussten Sie, liebe LeserInnen, dass noch vor wenigen Jahren die Bauern Antibiotika auf Vorrat einfach im Medikamentenschrank hatten? Prophylaktischer Einsatz ist ein Zeichen für schlechte Haltungssysteme und muss daher grundsätzlich angegangen werden. Der Antibiotiaeinsatz ist noch immer ein Problem. Wieso gibt es das zweite Nationale Forschungsprogramm zum Problem? NFP72: „Gülle und Mist, die in der Landwirtschaft als organische Dünger verwendet werden, sind mit vielen Antibiotikaresistenzen belastet. Wir untersuchen, mit welchen Behandlungen die Anzahl und Vielfalt der Antibiotikaresistenzen reduziert werden kann.“

Bundesrat ignoriert Klimaerwärmung und Empfehlungen WHO

Einmal mehr wird das Märchen vom Mehrimport erzählt. Wenn der Bundesrat das Klimaproblem und die Empfehlungen der Weltgesundheitsorganisation ernst nehmen würde, dann müsste man auch in der Schweiz den Fleischkonsum drastisch senken, und zwar auf einen Drittel des heutigen Konsums. Viel Ackerland würde dann frei für den Anbau von pflanzlicher Nahrung, so dass der Selbstversorgungsgrad markant steigen und der Import sinken würde. Auch könnten wir weniger tierische Produkte wie Käse exportieren. Das muss man in den nächsten zehn Jahren sowieso angehen, aber vermutlich ist der Wille nicht da! Die Trinkwasserinitiative kann hier einen Beitrag leisten, indem sie den Import von Futtermitteln unterbinden will, was den Tierbestand senken würde, ein Ziel das in AP 22+ vorgesehen war, aber vom Parlament auf Wunsch von Markus Ritter im trüben Wasser versenkt wurde.

Geringer Nutzen des Ökologischen Leistungsnachweises

Mit dem Ausstieg aus dem Ökologische Leistungsnachweis (ÖLN) wird regelmässig Angst gemacht, weil das Volk die Realität nicht kennt. Er ist in wesentlichen Punkten nicht einmal das Gesetz, hat seit dessen Existenz wenig zur Verbesserung der Umweltsituation gebracht, also bringt der Ausstieg aus dem ÖLN den Bauern, die sich an die Gesetze halten, wenig, wie das ehrlicherweise ein grosser Gemüseproduzent im Seeland Heidi gegenüber zugegeben hatte. Auch er wirtschaftet am Limit und könnte gar nicht weiter intensivieren.

Viel BlaBla in 2:57

Amherd: „Bundesrat und Parlament schützen unser Wasser, unsere Gesundheit und unsere Natur bereits heute. Aus all diesen Gründen empfehlen Ihnen Bundesrat und Parlament, die Volksinitiative für sauberes Trinkwasser und gesunde Nahrung abzulehnen.“

Unglaublich, wieviele Lügen, Halbwahrheiten und Schönrederei in zwei Minuten und 57 Sekunden Platz haben!

Wir und die Umwelt brauchen 2x JA

Heidi empfiehlt Ihnen, beide Initiativen anzunehmen: 2x JA. Umweltanliegen werden regelmässig in der Umsetzung stark verwässert. Es ist also klar, dass weder die Volksinitiative für eine Schweiz ohne synthetische Pestizide noch die Trinkwasserinitiative gemäss den Wünschen der InitiantInnen umgesetzt werden. Die Initiative der Fischer war ein trauriger Beweis für die Mentalität unseres Parlaments in Umweltfragen. Selbst die damalige Bundesrätin Doris Leuthard hatte das Parlament diesbezüglich energisch gerügt – ohne Erfolg!

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Urs P. Gasche, Infosperber vom 6.6.21:

Doch, Viola Amherd, unser Trinkwasser ist gefährdet

In Landwirtschaftszonen enthält Hahnenwasser Rückstände von durchschnittlich 5 Pestiziden. Das ergab eine Stichprobe des K-Tipp.

In ihrer Abstimmungsbotschaft am Fernsehen meinte Bundesrätin Viola Amherd treuherzig:
«Ich kann Ihnen versichern, unser Wasser kann bedenkenlos getrunken werden
Kaum damit einverstanden sind die 2500 Einwohnerinnen und Einwohner der Gemeinde Höri im Zürcher Unterland: Ihr Trinkwasser enthält Rückstände von 16 verschiedenen Pestiziden. Es war der höchste Wert einer Stichprobe, die der K-Tipp in zwanzig Haushalten in der Nähe von Landwirtschaftszonen in der Deutsch- und Westschweiz erhoben hat. Im Durchschnitt fand der Kassensturz Rückstände von vier verschiedenen Pestiziden.

Die Schweiz ist das Wasserschloss Europas. Unsere gesamte Gewässerverschmutzung ist hausgemacht. Noch sind wir stolz darauf, dass man in der Schweiz – im Gegensatz zu vielen anderen Länder – das Trinkwasser auch ohne grossen Chlorzusatz bedenkenlos trinken kann. Doch dieses Privileg riskieren wir zu verlieren.

… Werden an bestimmten Standorten zu hohe Werte an Pestizidrückständen gemessen, kommt die Taktik verdünnen zum Einsatz. Das Wasser wird mit dem Wasser saubererer Quellen vermischt, so dass die Grenzwerte der einzelnen Pestizid-Rückstände eingehalten werden. Solange diese Verwässerungspolitik möglich ist, kann die Bunderätin weiterhin verkünden:

«Bedenkenlos trinken».

Lesen Sie hier weiter: Doch, Viola Amherd, unser Trinkwasser ist gefährdet, Urs P. Gasche, Infosperber vom 6.6.21

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Wasserfachleute 4aqua: Schützt das Wasser!

3. Juni 2021
Soeben eingetroffen! Weiterverbreiten erwünscht.

Soeben eingetroffen! Weiterverbreiten erwünscht. ©Fruzsina Korondi

4aqua

Wir unterstützen die Trinkwasserinitiative, weil…

  • sie der Bundesverfassung (Art. 104 BV) und dem 20-jährigen Gesellschaftsvertrag mit der Landwirtschaft entspricht (Weissbuch Landwirtschaft).
  • die konventionelle Landwirtschaft aktuell kein einziges der gesetzlichen Umweltziele erreicht (Bericht Bertschy).
  • gegenwärtig rund eine Million Menschen im Schweizer Mittelland pestizidbelastetes Trinkwasser erhält, welches dem Lebensmittelrecht nicht mehr genügt (Bericht BAFU von 12.05.2020 und 15.08.2019, Informationen der EAWAG)
  • sie liberale und zielführende Lösungen vorsieht, um Gewässerbelastungen durch Pestizide und Nitrat sowie Antibiotikaresistenzen durch überhöhte Viehbestände den Riegel zu schieben (Fakten und Hintergründe zur Trinkwasserinitiative).
  • sie sowohl aus rechtlicher wie auch agronomischer Sicht umsetzbar ist (Rechtsgutachten SFV/VSA und Pestizid-Reduktionsplan Schweiz), wobei die gesetzlichen Umweltziele erreicht werden, die landwirtschaftlichen Erträge leicht zurückgehen und die bäuerlichen Einkommen leicht steigen dürften (Agroscope-Studie).
  • Bundesbern bisher nicht in der Lage war, gegenüber der mächtigen Agrarlobby griffige Gewässerschutzmassnahmen durchzusetzen: So sieht der Nationale Aktionsplan bspw. vor, dass 50 % der (hauptsächlich pestizidbedingten) Gesetzesverstösse in Gewässern längerfristig geduldet werden sollen… (Nationaler Aktionsplan Pflanzenschutz, S. 21).  

4aqua

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Passt das Herbizid Asulam zur heilen Alpenwelt?

2. Juni 2021

olgendem Copyright-Hinweis: © Werner Nydegger. Aus «Trittst im Alpengift daher» https://www.pestizidmythen.ch/#alpengift

Dieser Cartoon darf gratis weiterverbreitet werden mit folgendem Copyright-Hinweis: © Werner Nydegger. Aus «Trittst im Alpengift daher» https://www.pestizidmythen.ch/#alpengift

Zitat aus der Broschüre «Trittst im Alpengift daher»: „Jetzt reden die Älpler. Vor einer Alphütte sitzend, das zackige Mythenpanorama vor sich und ein Stück Brot mit Bergkäse aus der Gegend in der Hand, denkt sich der Wanderer: Älpler müssten doch ein vitales Interesse daran haben, ihren Boden giftfrei zu halten und auf Herbizide verzichten. Also schickt er später zu Hause einschlägige Fragen an zwei Alpbetriebe …“

Lesen Sie weiter in Trittst im Alpengift daher, Seite 18.

Heidis Artikel über Herbizide auf Alpen

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