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Hoher Pestizideinsatz im Vinschgauer Apfelanbau

27. Januar 2023
Zur Erklärung: Mit Pestizidbehandlungen sind dabei nicht die Anzahl der Spritzeinsätze auf einer Plantage gemeint, sondern die Anwendungen einzelner Pestizidwirkstoffe. Ein:e Landwirt:in kann bei einem Spritzeinsatz mehrere Pestizidwirkstoffe gleichzeitig auf die Plantage ausbringen.

Zur Erklärung: Mit Pestizidbehandlungen sind dabei nicht die Anzahl der Spritzeinsätze auf einer Plantage gemeint, sondern die Anwendungen einzelner Pestizidwirkstoffe. Bei einem Spritzeinsatz können mehrere Pestizidwirkstoffe gleichzeitig auf die Plantage ausgebracht werden.

Quelle: Pestizide im Vinschgauer Apfelanbau. Umweltinstitut München e.V.

Welche Pestizide werden wann wo und in welcher Menge gespritzt? Obwohl LandwirtInnen in der EU über ihre Pestizideinsätze Buch führen müssen, werden diese Daten von Behörden bisher nicht zentral erfasst, geschweige denn ausgewertet und der Öffentlichkeit zugänglich gemacht. Das Umweltinstitut München konnte nun die reale Spritzpraxis in einer intensiv bewirtschafteten Region auswerten und in einem Bericht veröffentlichen.

Grundlage dafür waren Spritzhefte Südtiroler Obstbäuerinnen und -bauern aus dem Jahr 2017. Damals kritisierte das Umweltinstitut mit der Aktion „Pestizidtirol“ den hohen Pestizideinsatz in Südtirols Apfelanbau – und wurde dafür vom Südtiroler Landesrat für Landwirtschaft und mehr als 1’300 Bäuerinnen und Bauern angezeigt und vor Gericht gezerrt. Der Vorwurf: üble Nachrede und Markenfälschung. Im Mai 2022 endete der Prozess mit einem Freispruch. Die Spritzhefte wurden im Pestizidprozess als Beweismittel sichergestellt.

Die untersuchten Vinschgauer Betriebe haben 2017 über sieben Monate hinweg für Umwelt und Gesundheit hochproblematische Pestizide in teils hoher Frequenz und Menge eingesetzt. Das sind die wichtigsten Ergebnisse der Auswertung. Von März bis September 2017 gab es im Vinschgau keinen einzigen Tag, an dem nicht gespritzt wurde.

Forderungen des Umweltinstituts

Für den Schutz der Artenvielfalt und der Gesundheit von uns Menschen fordert das Umweltinstitut deshalb ein Verbot chemisch-synthetischer Pestizide bis spätestens 2035  – nicht nur in Südtirol, sondern in der ganzen EU. Bereits bis zum Jahr 2030 soll der Pestizideinsatz um 80 Prozent reduziert werden. Das Umweltinstitut München engagiert sich darüber hinaus für eine konsequente Agrarwende hin zu 100 Prozent Ökolandbau – mit einer kleinbäuerlichen, regionalen Landwirtschaft. Ein „Weiter so“ der industriellen Landwirtschaft mit Monokulturen, Massentierhaltung und hohem Pestizideinsatz ist keine Option.

Ausserdem fordert das Umweltinstitut, dass landwirtschaftliche Betriebe ihre Pestizideinsätze offenlegen müssen. Nur so können Risiken für Umwelt und Gesundheit realistisch und wissenschaftlich beurteilt werden. Ausserdem sind Ziele zur Pestizidreduktion nur dann glaubwürdig und messbar, wenn der Status quo als Vergleichswert bekannt ist.

Sie möchten diese Forderung unterstützen? Dann nehmen Sie jetzt an der Online-Aktion teil, in der das Umweltinstitut genau das von Landwirtschaftsminister Cem Özdemir fordert.

Pestizide, die der menschlichen Gesundheit schaden.

Pestizide, die der menschlichen Gesundheit schaden.

Pestizide, die der Umwelt schaden.

Pestizide, die der Umwelt schaden.

Bei fast einem Viertel aller Pestizidbehandlungen kamen Wirkstoffe zum Einsatz, die als besonders schädlich für Nützlinge gelten. Mehrere der am häufigsten eingesetzten Pestizide gelten als „vermutlich fortpflanzungsschädigend“ wie zum Beispiel Penconazol, Fluazinam und Phosmet. Pestizidwirkstoffe wie Bupirimat und Captan gelten als „vermutlich krebserregend“. Auch Glyphosat ist unter den am häufigsten eingesetzten Pestizidwirkstoffen. Das Totalherbizid wurde von der Internationalen Krebsforschungsagentur der Weltgesundheitsorganisation als „wahrscheinlich krebserregend“ eingestuft.

Bei mehr als der Hälfte der untersuchten Einsätze wurden mehrere Mittel zusammen ausgebracht. Dabei kamen am selben Tag bis zu neun verschiedene Mittel auf eine Apfelplantage. Welche Wechselwirkungen sich für Mensch und Umwelt bei der Mischung verschiedener Pestizidwirkstoffe ergeben – der sogenannte Cocktaileffekt – ist jedoch noch nahezu unerforscht. Es gibt jedoch deutliche Hinweise darauf, dass durch die Kombination verschiedener Pestizide deren Wirkungen verändert oder verstärkt werden können. (Zur Erklärung: Ein „Mittel“ bezeichnet die verkaufte Formulierung und kann einen oder mehrere Pestizidwirkstoffe enthalten sowie Beistoffe.)

Fast 90 Prozent der Pestizidbehandlungen führten die Betriebe 2017 mit chemisch-synthetischen Substanzen durch. Dabei gibt es für viele der am häufigsten aufgeführten Einsatzgründe alternative, nachhaltigere Massnahmen. Über 90 Prozent der untersuchten Betriebe setzten beispielsweise Herbizide wie das umstrittene Glyphosat ein, um Beikräuter zu bekämpfen. Herbizide machten alleine fast zehn Prozent aller Anwendungen aus. Ihr Einsatz im Apfelanbau ist jedoch überflüssig, da erprobte und risikoarme mechanische Alternativen zur Regulierung von Beikräutern bestehen.

Hier können Sie die vollständige Kurzfassung des Berichts sowie den ausführlichen Bericht lesen: Pestizide im Vinschgauer Apfelanbau. Umweltinstitut München e.V.

Pestizidtirol-Plakat löst Diskussionen aus. Heidis Mist 25.8.17

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Eine Fallstudie über die wissenschaftliche Leugnung von Glyphosat durch die Pestizidindustrie

30. Dezember 2022
U.S. Right to Know

U.S. Right to Know

Quelle: Merchants of Poison: A case study in pesticide industry science denial on glyphosate (an excerpt). U.S. Right to Know – Pursuing truth and transparency for public health 5.12.22

„Es ist keine Übertreibung zu sagen, dass der Ermittler beim Modell der Produktverteidigung mit einer Antwort beginnt und dann den besten Weg findet, diese zu untermauern.“

David Michaels, Der Triumph des Zweifels: Dunkles Geld und die Wissenschaft der Täuschung.

Der verlinkte Text ist ein Auszug aus Merchants of Poison: How Monsanto Sold the World on a Toxic Pesticide von Stacy Malkan, mit Kendra Klein, PhD und Anna Lappé, siehe Medienmitteilung. Die Analyse stützt sich auf Tausende von Seiten interner Unternehmensdokumente, die im Zuge von Klagen von Landwirten, Hausmeistern und Hobbygärtnern gegen Monsanto veröffentlicht wurden, die behaupteten, dass die Exposition gegenüber Roundup bei ihnen Krebs verursacht habe, sowie auf Dokumente, die im Rahmen einer jahrelangen Untersuchung von U.S. Right to Know auf Anfrage der Öffentlichkeit zugänglich gemacht wurden. Sie berichten über fünf Taktiken, die die von Monsanto geführte Produktverteidigungskampagne zur Verteidigung von Glyphosat anwendet, und warum dies für die öffentliche Gesundheit von Bedeutung ist. In dieser ersten Taktik erörtert U.S. Right to Know, was die Dokumente über wissenschaftliches Fehlverhalten enthüllen, das über Jahrzehnte hinweg stattfand.

Taktik 1: Korrumpierte Wissenschaft

Heidi führt nachfolgend nur die von ihr übersetzten Zwischentitel auf. Sie sind schon ziemlich aussagekräftig!

  • Eine „beispiellose“ Strategie zur Rettung von Glyphosat
  • Seit langem bestehende Bedenken gegen Glyphosat
  • Kultivierung freundlicher Wissenschaftler
  • Ghostwriting wissenschaftlicher Arbeiten
  • Verschweigen von Monsantos Beteiligung an Meta-Analysen
  • Die U.S. Environmental Protection Agency gefangen nehmen
  • Versuch, ein „heimisches International Agency for Research on Cancer (IARC)“ zu verhindern
  • Beeinflussung von EU-Sicherheitsbewertungen
  • Erstellung eines PR-Narrativs für GMO-Lebensmittel
  • Verlassen auf unzureichende Wissenschaft

Lesen Sie den vollständigen Beitrag hier: Merchants of Poison: A case study in pesticide industry science denial on glyphosate (an excerpt). U.S. Right to Know – Pursuing truth and transparency for public health 5.12.22

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Vorweihnachtliches zum Nachdenken

22. Dezember 2022

Dieses Mottfeuer vom 14.12.22 im Berner Jura verschmutzt die Luft weit herum über lange Zeit.

Schon gibt's wieder Erdbeeren und Himbeeren aus Spanien. Wann hört endlich diese nicht nachhaltige rund-ums-Jahr-Mode auf?

Schon gibt’s wieder Erdbeeren und Himbeeren aus Spanien. Wann hört endlich diese nicht nachhaltige rund-ums-Jahr-Mode auf?

Wieso braucht es in Jeans Elasthan? Früher waren alle Jeans reine Baumwolle! Bereits der Abbau von Erdöl, der für die Chemiefaser als Rohstoff dient und meist unter menschenunwürdigen Bedingungen stattfindet, sollte in diesem Ausmaß nicht geschehen. Doch auch für die Herstellung und Ausrüstung von Elasthan werden viele Substanzen – wie per- und polyfluorierte Alkylsubstanzen, Biozide und Vernetzungsmittel mit Formaldehydharzen – eingesetzt. Außerdem ist die Produktion des Grundstoffes Polyurethan, gewonnen aus Erdöl, Erdgas, Steinsalz und Schwefel, mit einem hohe Energie- und Sicherheitsaufwand verbunden. Doch das ist noch nicht genug: Landet das Kleidungsstück bei einem Träger, wird es bestimmt nach kurzer Zeit in die Wäsche gegeben. Während Naturfaser, die während der Wäsche ins Abwasser gelangen, biologisch abgebaut werden können, bleiben die Mikrofaserpartikel, die sich aus Elasthan und Polyester absetzen, stets im Umlauf und geraten in Böden und (Binnen-) Gewässer. Die Forscher des Alfred-Wegener-Instituts in Bremerhaven konnten Mikroplastik in allen Weltmeeren – sogar im arktischen Eis – nachweisen. Und ist es einmal in der Natur, bleibt es auch dort. Besonders für Tiere und Pflanzen in den Meeren eine große Zumutung.

Wieso braucht es in Jeans Elasthan? Früher waren alle Jeans reine Baumwolle! Zitat aus Grüne Erde: „Bereits der Abbau von Erdöl, der für die Chemiefaser als Rohstoff dient und meist unter menschenunwürdigen Bedingungen stattfindet, sollte in diesem Ausmass nicht geschehen. Doch auch für die Herstellung und Ausrüstung von Elasthan werden viele Substanzen – wie per- und polyfluorierte Alkylsubstanzen, Biozide und Vernetzungsmittel mit Formaldehydharzen – eingesetzt. Ausserdem ist die Produktion des Grundstoffes Polyurethan, gewonnen aus Erdöl, Erdgas, Steinsalz und Schwefel, mit einem hohe Energie- und Sicherheitsaufwand verbunden. Doch das ist noch nicht genug: Landet das Kleidungsstück bei einem Träger, wird es bestimmt nach kurzer Zeit in die Wäsche gegeben. Während Naturfaser, die während der Wäsche ins Abwasser gelangen, biologisch abgebaut werden können, bleiben die Mikrofaserpartikel, die sich aus Elasthan und Polyester absetzen, stets im Umlauf und geraten in Böden und (Binnen-) Gewässer. Die Forscher des Alfred-Wegener-Instituts in Bremerhaven konnten Mikroplastik in allen Weltmeeren – sogar im arktischen Eis – nachweisen. Und ist es einmal in der Natur, bleibt es auch dort. Besonders für Tiere und Pflanzen in den Meeren eine grosse Zumutung.

Diese Jeans aus afrikanischer Baumwolle kosten bei Lidl 14.99 Franken. Kann das nachhaltig und sozial verträglich sein? Ein bekannter Afrikaner (ich weiss den Namen nicht mehr) sagte erst kürzlich: Afrika ist reich an Ressourcen, aber wieso sind viele Menschen arm? Eben darum!

Diese Jeans aus afrikanischer Baumwolle kosten bei Lidl 14.99 Franken. Kann das nachhaltig und sozial verträglich sein? Ein bekannter Afrikaner (ich weiss den Namen nicht mehr) sagte erst kürzlich: Afrika ist reich an Ressourcen, aber wieso sind viele Menschen arm? Eben darum!

Wikipedia: „Eine Untersuchung, die Baumwoll-Gütesiegel mit den Forderungen an ökologisch nachhaltigen Anbau verschiedener NGOs verglich, stellte fest, dass Cotton made in Afrika (CmiA) beim Pestizid- und Düngereinsatz alle Punkte nur indirekt oder nicht verbindlich adressiere. Darin fiele es hinter BCI und Fairtrade, vor allem aber hinter dem EU-Bio-Siegel zurück. Bei Multi-Stakeholder-Initiativen wie CmiA würden die Wettbewerbsfähigkeit im Zweifel den Anliegen der NGOs untergeordnet. Ausserdem seien die Nichtregierungsorganisationen bei Themen wie alternativer Schädlingsbekämpfung oder Düngereinsatz selbst nicht besonders aufmerksam. Die Studie kam zu dem Schluss, dass das Engagement von NGOs in Programmen wie CmiA sogar als Greenwashing verstanden werden könne, weil es das Ansehen anderer, besserer Nachhaltigkeitsstandards schwäche.

Unter den Corporate-Social-Responsibility-Projekten wird CmiA als gutes Beispiel gesehen, das innerhalb einer kapitalistischen, marktorientierten Umgebung die Lebensbedingungen in Subsahara-Afrika verbessere. CmiA könne als unabhängiger Vermittler zwischen internationalen Handelsunternehmen und den kleinbäuerlichen Betrieben dienen und nachhaltige Entwicklung fördern.

Nach einer 2019 veröffentlichten Recherche von Solidar Suisse kauften die Handelsunternehmen Louis Dreyfus und Paul Reinhart in Burkina Faso Baumwolle, bei deren Erzeugung schwere Kinderarbeit eingesetzt wird, obwohl sie laut den Unternehmen CmiA-zertifiziert war. Solidar Suisse bemängelte in diesem Zusammenhang die Kontrollen von CmiA.“

Mit offenen Augen und Ohren durch die Landschaft gehen und beim Einkaufen zuerst überlegen, das könnte einige Missstände beheben. Hier nur ein paar Beispiele. Der Preis darf nicht das einzige Kriterium sein, Versuchung auch nicht. Und es braucht halt auch etwas Mut, Missstände anzuzeigen bzw. publik zu machen.

Wir verabschieden uns von Elasthan. Grüne Erde

Cotton made in Afrika, Wikipedia

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Toxische Pestizide: So weit haben wir es gebracht!

7. Dezember 2022

Vergleich der gesundheitsbezogenen Gefahrenhinweise von Wirkstoffen (AS), die für die Verwendung in der konventionellen (ConvAS, n = 256) und ökologischen Landwirtschaft (OrgAS, n = 134) zugelassen sind. Die Ergebnisse der chi2-Tests sind mit Sternchen gekennzeichnet: *** p < 0,001, n.a. ein chi2-Test war wegen zu weniger Kategorien nicht anwendbar.

Vergleich der gesundheitsbezogenen Gefahrenhinweise von Wirkstoffen (AS), die für die Verwendung in der konventionellen (ConvAS, n = 256) und ökologischen Landwirtschaft (OrgAS, n = 134) zugelassen sind. Die Ergebnisse der chi2-Tests sind mit Sternchen gekennzeichnet: *** p < 0,001, n.a. ein chi2-Test war wegen zu weniger Kategorien nicht anwendbar.

Vergleich der akuten und chronischen aquatischen Toxizität von Wirkstoffen (AS), die für die Verwendung in der konventionellen (ConvAS, n = 256) und ökologischen Landwirtschaft (OrgAS, n = 134) zugelassen sind. Die Ergebnisse der chi2-Tests sind mit Sternchen gekennzeichnet: *** p < 0,001; n.a. ein chi2-Test war nicht anwendbar, da es zu wenige Kategorien gab.

Vergleich der akuten und chronischen aquatischen Toxizität von Wirkstoffen (AS), die für die Verwendung in der konventionellen (ConvAS, n = 256) und ökologischen Landwirtschaft (OrgAS, n = 134) zugelassen sind. Die Ergebnisse der chi2-Tests sind mit Sternchen gekennzeichnet: *** p < 0,001; n.a. ein chi2-Test war nicht anwendbar, da es zu wenige Kategorien gab.

Immer wieder wird behauptet, dass die biologisch wirtschaftenden Bauern auch nicht viel besser seien. Sie würden einfach andere, auch problematische Wirkstoffe verwenden. Zudem „befürchtet“ die Industrie, dass eine Ausweitung der Biolandwirtschaft nachteilig wäre, weil grössere Mengen an Wirkstoffen eingesetzt werden.

Die Schweiz lehnt sich bei der Bewilligung von Pestiziden an die EU-Praxis, daher sind die Ergebnisse dieser Studie auch für die Schweiz relevant. Heidi fügt noch hinzu, dass in der Schweiz zugelassene Pestizide, die sich in der Praxis als zu gefährlich erweisen, in der Regel später verboten werden als in der EU.

Mit einer Studie haben Wissenschaftler des Umweltforschungsinstituts & Umweltorganisation Global 2000 (Friends of the Earth Austria) in Zusammenarbeit mit der Universität für Bodenkultur Wien (BOKU) nun Klarheit geschafft: Die Ergebnisse zeigen eindeutig, dass die Gesundheits- und Umweltwirkungen der in der Biolandwirtschaft eingesetzten Mittel sehr, sehr viel kleiner sind. In einer weiteren Studie werden die ökotoxikologischen Wirkungen von Pestiziden der konventionellen und biologischen Landwirtschaft verglichen.

Die Forscher haben die offizielle EU-Pestiziddatenbank ausgewertet, um 256 Wirkstoffe, die nur auf konventionellen Anbauflächen verwendet werden dürfen, mit 134 Wirkstoffen zu vergleichen, die auf ökologischen Anbauflächen zugelassen sind. Als Vergleichsmassstab dienten die Gefahrenklassifizierungen des Global Harmonisierten Systems (GHS) und die ernährungs- und arbeitsmedizinischen Richtwerte, die im Zulassungsverfahren festgelegt wurden.

Pestizide der konventionellen Landwirtschaft viel schädlicher

Der Vergleich ergab, dass 55% der nur in der konventionellen Landwirtschaft verwendeten Wirkstoffe Hinweise auf Gesundheits- oder Umweltgefahren enthielten, aber nur 3% der für den ökologischen Landbau zugelassenen.

Warnhinweise über mögliche Schäden für das ungeborene Kind, den Verdacht auf Karzinogenität oder akute tödliche Wirkungen fanden sich in 16% der in der konventionellen Landwirtschaft verwendeten Wirkstoffe, aber in keiner im ökologischen Landbau.

Darüber hinaus haben die europäischen Behörden für 93% der konventionellen Pflanzenschutzmittel, aber nur für 7% der ökologischen Pflanzenschutzmittel gesundheitsbezogene Richtwerte für die ernährungsbedingte und nicht ernährungsbedingte Exposition festgelegt.

Biologische Vielfalt schützen und Ernährungssicherheit erhalten

Die Wissenschaftler befürworten daher politische Massnahmen und Strategien zur Verringerung des Einsatzes und der Risiken von Pestiziden, die in der konventionellen Landwirtschaft zugelassen sind, sowie zur Stärkung des ökologischen Landbaus, um die biologische Vielfalt zu schützen und die Ernährungssicherheit zu erhalten.

Die Bewertung zeigt, dass Pestizidwirkstoffe, die für den Einsatz in der konventionellen und integrierten Landwirtschaft zugelassen sind, eindeutig gefährlicher für Mensch und Umwelt sind als die natürlich vorkommenden, die für den Einsatz im ökologischen Landbau zugelassen sind.

Behauptungen der Pestizidindustrie, wonach die in der europäischen „Farm to Fork“-Strategie vorgesehene Ausweitung des ökologischen Landbaus zu ökologischen Kompromissen führen könnte, weil vermehrt natürliche Pestizide eingesetzt würden, werden durch die Ergebnisse dieser Analyse eindeutig nicht gestützt.

Ökologische Landwirtschaft fördern

Die Wissenschaftler befürworten daher jede politische Strategie, die darauf abzielt, den Einsatz und das Risiko chemischer Pestizide zu reduzieren und gleichzeitig die Anbaufläche des ökologischen Landbaus zu vergrössern. Dies werde dazu beitragen, die Gefahren für die menschliche Gesundheit, die Umwelt und die biologische Vielfalt zu verringern und damit die Ökosystemleistungen zu erhalten, die für die Aufrechterhaltung der Ernährungssicherheit von wesentlicher Bedeutung sind.

Toxicological Comparison of Pesticide Active Substances Approved for Conventional vs. Organic Agriculture in Europe. Helmut Burtscher-Schaden et al., MDPI Open Access Journals 2.12.22

 

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Deutschland: Verbot chemisch-synthetischer Pflanzenschutzmittel in Trinkwassergewinnungsgebieten gefordert

8. November 2022

Heidi meint: „Ähnliche Forderungen sind in der Schweiz an den Wänden des Bundeshaus ungehört verhallt.“

Medienmitteilung vom 3.11.22: Bundesverband der Energie- und Wasserwirtschaft (BDEW), Deutscher Verein des Gas- und Wasserfaches e.V. (DVGW) und Bioland e.V. Verbändebündnis fordert mehr Ökolandbau und ein Anwendungsverbot für chemisch-synthetische Pflanzenschutzmittel in Trinkwassergewinnungsgebieten.

BDEW, DVGW und Bioland e.V. fordern ein Anwendungsverbot für chemisch-synthetische Pflanzenschutzmittel und die Ausweitung des Ökolandbaus in Einzugsgebieten, die der Trinkwassergewinnung dienen.

Erstmals äussern sich dazu gemeinsam Akteure aus der Wasserwirtschaft und dem Ökolandbau und unterstützen entsprechende Pläne der europäischen Kommission.

Martin Weyand, BDEW-Hauptgeschäftsführer Wasser/Abwasser: “Fast zwei Drittel unseres Trinkwassers stammt aus dem Grundwasser. Das macht es besonders wichtig, diese Wasserressource zu schützen. Genau hier muss die Politik endlich ins Handeln kommen. Jahrzehntelang wurden die Probleme der Verunreinigungen durch chemisch-synthetische Pestizide und der Überdüngung nicht ernst genommen. Ziel muss es sein, von der intensiven Landwirtschaft wegzukommen und so Einträge von chemisch-synthetischen Pestiziden und erhöhte Nitratfrachten ins Grundwasser zu vermeiden. Der Ökolandbau hat bereits die Antworten auf unsere Probleme und ist die geeignetste präventive Massnahme, unser Grundwasservorkommen vor Kontaminationen aus dem Bereich zu schützen.”

Trotz strenger Zulassungsvorschriften werden Pflanzenschutzmittelwirkstoffe (PSM-Wirkstoffe) und ihre Abbauprodukte (Metaboliten) regelmässig in Grund- und Oberflächenwasser nachgewiesen. Die Konzentrationen liegen laut der Wasserverbände teilweise oberhalb der geltenden Schwellenwerte und Umweltqualitätsnormen.

Seit vielen Jahren unvermindert hoch sei auch die Nitratbelastung des Grundwassers in vielen intensiv landwirtschaftlich genutzten Regionen. Gleichzeitig sei mittlerweile bekannt, dass das natürliche Nitratabbauvermögen in den Grundwasserleitern endlich ist, was unmittelbar einen weiteren Anstieg der Nitratkonzentrationen im Grundwasser zur Folge hat.

Dr. Wolf Merkel, Vorstand Wasser DVGW: “Trinkwasser ist unser Lebensmittel Nummer eins und es gelten strenge Grenzwerte zum Schutz vor Belastungen mit chemisch-synthetischen Pflanzenschutzmitteln und ihren Abbauprodukten. Um diese Grenzwerte einzuhalten, müssen Wasserversorgungsunternehmen teilweise viel Aufwand und Geld in eine kostenintensive Trinkwasseraufbereitung investieren. Damit wird das Verursacherprinzip auf den Kopf gestellt, denn die Verbraucherinnen und Verbraucher müssen über einen erhöhten Wasserpreis die von der Intensivlandwirtschaft verursachten Folgekosten der Trinkwasseraufbereitung bezahlen. Daher plädieren wir dafür, dass der ökologische Landbau in Wasserschutzgebieten und den Einzugsgebieten von Wassergewinnungsanlagen die erste Wahl sein muss. Wir brauchen umgehend politische Rahmenbedingungen, die den Ausbau des Ökolandbaus in den Einzugsgebieten der Trinkwassergewinnung stärken und die ökologischen Leistungen dieses Anbauverfahrens ausreichend finanziell fördern.”

Im Ökolandbau sind chemisch-synthetische Düngemittel und Pestizide verboten. Die wenigen zugelassenen Wirkstoffe im Pflanzenschutz führen wegen ihrer hohen biologischen Abbaubarkeit oder geringen Mobilität zu keinen Konflikten mit dem Grundwasserschutz, so Bioland. Im ökologischen Landbau werden in aller Regel nur in Dauer- und Sonderkulturen Pflanzenschutzmittel auf Naturstoffbasis eingesetzt, darüber hinaus werden keine herbiziden Wirkstoffe verwendet.

EU-Verordnung über die nachhaltige Anwendung von Pflanzenschutzmitteln: Die EU-Kommission leitet ihren Verordnungsentwurf über die nachhaltige Anwendung von Pflanzenschutzmitteln (SUR) aus der Farm-to-Fork Strategie ab. Diese beinhaltet zwei wichtige Ziele: Die Verwendung und das Risiko von Pestiziden sollen bis 2030 um 50 Prozent verringert werden. Zudem soll europaweit die Ökofläche in der EU auf 25 Prozent der gesamten Anbaufläche steigen. Der Vorschlag der Europäischen Kommission für ein Pflanzenschutzmittel-Anwendungsverbot in ökologisch empfindlichen Gebieten bietet bei entsprechender Umsetzung die Möglichkeit, den Einsatz von chemisch- synthetischen Pestiziden zu beenden.

Ein breites Verbändebündnis hat dazu ein Positionspapier (Verbändepapier: Trinkwasserschutz und Ökolandbau stärken | BDEW) verfasst und an Bundesagrarminister Cem Özdemir, Bundesumweltministerin Stefanie Lemke und die Berichterstatterin des federführenden Ausschusses des EU-Parlaments, Sarah Wiener, verschickt. Darin fordern sie wichtige Nachbesserungen.

Gerald Wehde, Geschäftsleiter Agrarpolitik bei Bioland: “Wir begrüssen im Grundsatz den Vorschlag der EU-Kommission. Allerdings umfasst das Anwendungsverbot in ökologisch empfindlichen Gebieten sämtliche Pflanzenschutzmittel und damit auch solche natürlichen Ursprungs. Damit macht das Anwendungsverbot den ökologischen Landbau in den empfindlichen Gebieten unmöglich. Das Anwendungsverbot muss daher auf chemisch-synthetische Pflanzenschutzmittel spezifiziert werden. Nur wenn die für den Ökolandbau zugelassenen Naturstoffe einschliesslich mineralischer Stoffe weiterhin zugelassen bleiben, ist dieser zukunftsfähig.”

So solle für eine kohärente Verwendung von Wirkstoffkategorien die SUR an die EU-Öko-Verordnung (EU) 2018/848 so angepasst werden, dass anders als im jetzigen Entwurf, nicht zwischen chemischen und biologischen Wirkstoffen, sondern zwischen chemisch-synthetischen und Naturstoffen (inkl. mineralischen Ursprungs) unterschieden wird.

Die Verbände sind sich einig, der Ökolandbau müsse auch in den ökologisch empfindlichen Gebieten gefördert werden. “Die vollständige Honorierung der ökologischen Leistungen des Ökolandbaus über die GAP muss dazu zukünftig auch in denjenigen Gebieten möglich sein, wo Verbote des Einsatzes chemisch-synthetischer Pflanzenschutzmittel gelten. Nur so sind die europaweiten Ziele der Farm-to-Fork Strategie mit der Halbierung des Pestizideinsatzes und 25 Prozent Ökolandbau erreichbar. Entscheidend ist eine gute kohärente Umsetzung der SUR in Verbindung mit der EU-Ökoverordnung und der GAP”, ergänzt Wehde.

Verbändebündnis fordert mehr Ökolandbau und ein Anwendungsverbot für chemisch-synthetische Pflanzenschutzmittel in Trinkwassergewinnungsgebieten. Medienmitteilung Bundesverband der Energie- und Wasserwirtschaft (BDEW), Deutscher Verein des Gas- und Wasserfaches e.V. (DVGW) und Bioland e.V. 3.11.22

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Glyphosat beeinträchtigt Lernen und Gedächtnis von Hummeln

24. Oktober 2022

Quelle: Glyphosate weedkiller impairs learning and memory in bumblebees. New Scientist 21.10.22

Hummeln, die dem weltweit am meisten verbreiteten Unkrautvernichtungsmittel Glyphosat ausgesetzt waren, lernten in einer neuen Studie schlechter und erinnerten sich schlechter an Farben, die mit Belohnungen verbunden waren – was ihre Fähigkeit, Nahrung für die Kolonie zu finden, beeinträchtigen könnte.

Marjo Helander von der Universität Turku in Finnland und ihre KollegInnen untersuchten, wie sich Glyphosat, in diesem Fall in dem Herbizid Roundup Gold, auf Erdhummeln (Bombus terrestris) in farbbasierten Lern- und Gedächtnistests auswirkt. In fünf Runden wählten die Bienen zwischen verschiedenfarbigen Kunstblumen, von denen fünf eine Zuckerbelohnung und fünf eine schlecht schmeckende Chininlösung enthielten. Nicht exponierte Bienen fanden die Belohnung in jeder der fünf Runden besser. Doch bei den Bienen, die dem Herbizid ausgesetzt waren, sank die Lernfähigkeit nach drei Durchgängen praktisch auf Null.

In einem Gedächtnistest zwei Tage später, bei dem die gleiche Versuchsanordnung verwendet wurde, aber die Blumen nur Wasser enthielten, zeigten die nicht exponierten Bienen annähernd das gleiche Niveau wie in der fünften Trainingsrunde. Die Bienen, die dem Unkrautvernichtungsmittel ausgesetzt waren, schienen die Farben willkürlich auszuwählen, was darauf hindeutet, dass sie nichts behalten hatten.

Schädlich für Bestäuber und Pflanzenpopulation

Helander sagt: „Bestäuber sind in hohem Masse auf ihr visuelles System angewiesen, um in ihrer komplexen Umgebung erfolgreich auf Nahrungssuche zu sein, dazu gehören nicht lohnende Blüten, die den lohnenden sehr ähnlich sind oder sie sogar imitieren, und unauffällige Räuber, die sich verstecken und auf sie warten. Ausserdem hängen das Überleben und der Erfolg von Hummelkolonien in hohem Masse vom Erfolg der ersten Arbeiterinnen bei der Nahrungssuche ab. Wenn dieser Erfolg abnimmt, verringert sich letztlich die Zahl der Bestäuber und damit ihre Fähigkeit, Blütenpflanzen zu bestäuben. Das wäre sowohl für die Bestäuber- als auch für die Pflanzenpopulationen schädlich.“

Rückstände in Pollen

Jüngste Untersuchungen haben ergeben, dass Hummeln, die Glyphosat ausgesetzt sind, Schwierigkeiten haben, die erforderlichen Temperaturen in ihren Kolonien aufrechtzuerhalten. In einer anderen Studie wurde nachgewiesen, dass sie mit der Chemikalie behandelte Blüten bei der Nahrungssuche nicht meiden, was zu Rückständen in den von ihnen gesammelten Pollen führt.

Zusatzstoffe können noch giftiger sein als Glyphosat

Kommerzielle Formulierungen enthalten andere Chemikalien, um die Wirkung des Produkts zu verstärken, und diese können sogar noch giftiger sein als Glyphosat selbst.

„Herbizide können Bienen indirekt schaden, indem sie Blüten aus der Umgebung entfernen“, sagt Harry Siviter von der University of Texas in Austin. „Diese neuen Forschungsergebnisse zeigen, dass Glyphosat die Lernfähigkeit und das Gedächtnis von Hummeln beeinträchtigen kann, was zu einer wachsenden Zahl von Beweisen beiträgt, die zeigen, dass das Herbizid auch direkte negative Auswirkungen auf Bestäuber haben kann.

Heidi meint: „Viele Forschungsgelder könnten besser eingesetzt werden, wenn Glyphosat endlich verboten würde. Glyphosat schadet nicht nur, das Herbizid verschlingt auch viele Steuergelder.“

Field-realistic acute exposure to glyphosate-based herbicide impairs fine-color discrimination in bumblebees. Marjo Helander et al. Science of The Total Environement. https://doi.org/10.1016/j.scitotenv.2022.159298

Glyphosate impairs collective thermoregulation in bumblebees. Anja Weidenmüller et al. Science 2 Jun 2022, Vol 376, Issue 6597, pp. 1122-1126 DOI: 10.1126/science.abf7482

Bumblebees can be Exposed to the Herbicide Glyphosate when Foraging. Linzi J. Thompson et al. Environmental Toxicology and Chemistry. 22 July 2022 https://doi.org/10.1002/etc.5442

Der Pestizidatlas 2022 ist da!

18. Oktober 2022

Wenige Konzerne aus dem Norden teilen sich den milliardenschweren Pestizidmarkt auf.

Wenige Konzerne aus dem Norden teilen sich den milliardenschweren Pestizidmarkt auf.

Vorwort Pestizidatlas 2022:

Im Bier und im Honig, auf Obst und Gemüse, im Gras auf Spielplatzen und sogar im Urin und in der Luft – überall lassen sich mittlerweile Spuren von Pestiziden aus der Landwirtschaft nachweisen. Dabei ist die Erkenntnis, dass sich Pestizide negativ auf die menschliche Gesundheit auswirken, keineswegs neu. Auch ist seit Jahren bekannt, dass sie massiv Insekten und Pfanzen schädigen und Gewässer kontaminieren.

Bereits 1962 veröffentlichte Rachel Carson ihr weltweit anerkanntes Buch „Silent Spring“ – der stumme Frühling, in dem die Biologin die schädlichen Auswirkungen der Pestizidanwendung beschrieb. Es gilt als wegweisend für die Umweltbewegung und als eines der einfussreichsten Sachbücher unserer Zeit. Seitdem wurden viele Pestizide vom Markt genommen. Neue kamen mit dem Versprechen hinzu, sie seien ungefährlicher für Gesundheit und Umwelt. Ein Versprechen, das selten eingelöst wurde.

Trotz vieler Verschärfungen in den Zulassungsverfahren und freiwilliger und verbindlicher Vereinbarungen zum Umgang mit Pestiziden werden sechzig Jahre nach Carsons Buch weltweit so grosse Mengen Pestizide ausgebracht wie nie zuvor. Laut einer aktuellen Studie ist die Zahl der jährlich von Pestizidvergiftungen betroffenen Menschen auf 385 Millionen gestiegen, und der Pestizideinsatz ist als ein Hauptverursacher des Artenrückgangs anerkannt. Insbesondere in Ländern mit grosser Artenvielfalt hat der Anbau von gentechnisch verändertem Soja dazu beigetragen, dass der Pestizideinsatz dramatisch steigt.

In Deutschland hat sich die eingesetzte Pestizidmenge in den letzten Jahrzehnten nur minimal verringert. Bemühungen um eine Reduktion des Pestizideinsatzes und seiner schädlichen Auswirkungen auf Mensch, Natur und Umwelt fehlte bislang offenkundig der politische Wille.

Kaum ein Land weltweit hat eine ambitionierte Pestizid-Reduktionsstrategie oder gar Konzepte für eine Landwirtschaft, die wirklich unabhängig vom chemischen Pfanzenschutz ist. Und das nicht ohne Grund: Der Markt für Pestizide ist lukrativ. Nur wenige gut vernetzte und einfussreiche Agrarchemiekonzerne teilen ihn unter sich auf. Ganz vorne mit dabei: deutsche Unternehmen wie Bayer und BASF. Kein Wunder also, dass Deutschland einer der grössten Pestizidexporteure der Welt ist.

Die vielversprechenden Wachstumsmärkte der Pestizidunternehmen liegen längst nicht mehr in Europa, sondern vor allem in Lateinamerika und Asien. Aber auch in afrikanische Länder werden zunehmend Pestizide exportiert – nicht zuletzt solche, die in der EU aufgrund ihrer gesundheits- oder umweltschädigenden Wirkung nicht mehr zugelassen oder verboten sind.

Noch nie in der Geschichte wurden weltweit so viele Pestizide eingesetzt wie heutzutage“

Eine langjährige Forderung der internationalen Zivilgesellschaft lautet deshalb: endlich Gesetze zu schaffen, die konsequenterweise diese giftigen Exporte verbieten. Dass die neue Bundesregierung sich in ihrem Koalitionsvertrag verpfichtet hat, entsprechend zu handeln, lässt hoffen.

Um endlich die international verpflichtenden Biodiversitätsziele zu erreichen, schreitet die EU nun voran: Sie fordert von den Mitgliedsländern bis 2030 eine Reduktion des Pestizideinsatzes und der damit zusammenhängenden Risiken um fünfzig Prozent. Aus Sicht der 1,2 Millionen europäischen Bürgerinnen und Bürger, die bis zum September 2021 die Bürgerinitiative „Save Bees and Farmers“ unterschrieben haben, geht diese Forderung jedoch nicht weit genug. Sie fordern einen kompletten Ausstieg aus der Nutzung chemischer Pestizide bis 2035.

In diesem Zusammenhang hat uns interessiert, ob eine ambitionierte Politik zur Reduktion von Pestiziden eine breitere Unterstützung auch unter jungen Menschen in Deutschland fndet. Daher haben wir im Rahmen einer repräsentativen Umfrage junge Menschen befragt – und konnten feststellen: Die meisten wünschen sich eine sehr deutliche Reduktion des Pestizideinsatzes in Deutschland, um insbesondere die Umwelt und Gewässer vor Einträgen zu schützen. Wie auch bei vorangegangenen Umfragen zum Klimaschutz und zum Tierwohl ergibt sich aus der Umfrage ein klarer Handlungsauftrag für die neue Bundesregierung. Freiwillige Beschränkungen sind für die jungen Menschen keine Option. Es sollte ernsthafte und wirksame Kontrollen und gleichzeitig Unterstützung für die Bäuerinnen und Bauern geben, damit sie weniger Pestizide verwenden.

Für eine ökologische Trendwende braucht es Umdenken in der  Landwirtschaft – und politischen Willen.

Durch die Klimakrise werden Pflanzenkrankheiten, Schädlungsbefall und Extremwetterlagen in vielen Teilen der Welt zunehmen. Um den dadurch erhöhten Druck auf nützliche und unverzichtbare Insekten- und Pfanzenpopulationen zu verringern, müssen sich unsere Agrarsysteme darauf einstellen, diesen Herausforderungen auch mit weniger Pestiziden zu begegnen. Dafür müssen sie vielfältiger werden und Nützlinge als Verbündete schützen und einsetzen. Den Kampf mit der Natur und nicht gegen sie zu führen, ist eine enorme Aufgabe. Für ihr Gelingen müssen wir die Weichen jetzt stellen. Deshalb wollen wir mit diesem Atlas Daten und Fakten für eine lebendige Debatte liefern.

Barbara Unmüßig, Heinrich-Böll-Stiftung

Olaf Bandt, Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland

Doris Günther, Pestizid Aktions-Netzwerk

Dorothee D’Aprile, Le Monde Diplomatique

Pestizidatlas 2022, Heinrich-Böll-Stiftung

Pestizidatlas 2022, Schweizer Ausgabe, Public Eye

Heidis Alp-Orakel zu Chlorothalonil …

11. Oktober 2022

BAFU: Chlorothalonil-Metaboliten im Grundwasser. Abgerufen am 10.10.22

BAFU: Chlorothalonil-Metaboliten im Grundwasser. Abgerufen am 10.10.22

Heidi ist erstaunt, dass sich die Geschäftsprüfungskommission des Nationalrates (GPK) plötzlich besorgt über den Zustand des Grundwassers zeigt. Bereits am 30.6.22 verschickte sie offenbar eine Medieninformation Grundwasserschutz: Angesichts der Vollzugsdefizite erwartet die GPK-N aktiveres Eingreifen des Bundesrates. Und im 10vor10 SRF vom 4.10.22 Bundesrat will besserer Schutz des Grundwassers werden die Pestizide, die (fehlenden) Schutzzonen, das Vollzugsdefizit bei den Kantonen und die mangelnde Oberaufsicht des BAFUs … angesprochen.

Die Überschreitungen der Nitrat-Werte, besonders im Mittelland, sind seit Jahrzehnten bekannt, die Konzentration von Pestiziden und ihrer Abbauprodukte kennt man auch schon lange. Doch Chlorothalonil hat mit den vielen Höchstwertüberschreitungen die Diskussionen über die Pestizidverschmutzungen erst recht entfacht.

Heidi hat das Alp-Orakel gefragt: „Was meinst du, was hat die GPK dazu bewegt, plötzlich mehr Grundwasserschutz zu fordern?“

Alp-Orakel:

Chlorothalonil: Entscheid Bundesverwaltungsgericht

Syngenta hat das Bundesamt für Lebensmittelsicherheit und Veterinärwesen (BLV) eingeklagt, da dieses Chlorothalonil als „wahrscheinlich krebserregend“ und seine Metaboliten als „toxikologisch relevant“ eingestuft hatte, analog zur EU. In einem Zwischenentscheid hat das Bundesverwaltungsgericht vorläufig dem BLV untersagt, die Abbauprodukte öffentlich als „relevant“ zu bezeichnen. Was zu grosser Verunsicherung bei den Trinkwasserversorgern geführt hat: „Muss ich jetzt sanieren oder nicht?“

Viele Trinkwasserversorger haben ein ernsthaftes Problem mit Höchstwertüberschreitungen. Diese sind zum Teil massiv. Werden die Abbauprodukte vom Bundesverwaltungsgericht als „relevant“ bezeichnet, dann müssen die Trinkwasserversorger tief in die Tasche greifen, damit ihr Trinkwasser innert nützlicher Frist wieder rechtskonform wird. Es steht also viel Geld auf dem Spiel. Einige Trinkwasserversorger haben bereits gehandelt, viele aber warten zu. Dies verärgert die Kunden, denn es ist ihnen nicht einfach egal, ob sie Wasser trinken oder Wasser mit Chlorothalonil und seinen Metaboliten drin.

Das Bundesverwaltungsgericht hat die Akten beisammen. Der Entscheid wird demnächst erwartet, sicher noch dieses Jahr. Aufgrund der wissenschaftlichen Publikationen zu Chlorothalonil & Co. wage ich, dein Alp-Orakel, eine Prognose: Die Metaboliten werden als „relevant“ eingestuft werden. Sauberes Trinkwasser ist wichtig, daher MUSS es so kommen. Ich bin aber NUR ein Orakel und kann mich täuschen. Ich meine aber, dass es so nicht weitergehen kann. Schlimmstenfalls müsste das Urteil ans Bundesgericht weitergezogen werden.

Ich vermute, dass die GPK auch ein „relevant“ für die Chlorothalonil-Metaboliten befürchtet und daher energisch für mehr Trinkwasserschutz wirbt – ENDLICH!

Vernachlässigte Zuströmbereiche

Die GPK pocht auf den Grundwasserschutzzonen, die längst überall hätten ausgeschieden werden sollen, d.h. ab 1972. Damit lenkt sie von einem weiteren Problem ab, nämlich den Zuströmbereichen, die zwar einmal definiert wurden im Art. 29 der Gewässerschutzverordnung, aber jetzt ist das Parlament daran, etwas anderes zu basteln. Das folgende Vorgehen ist durchaus üblich: Man stellte fest, dass die alte Regelung nicht umgesetzt wird, also versucht man eine neue Regelung. Das ist kein sauberes Handeln, denn man müsste zumindest abklären wieso die Regelung NICHT funktioniert. Im Moment findet ein Hickhack im Parlament statt. Die 20.3625 Motion: Wirksamer Trinkwasserschutz durch Bestimmung der Zuströmbereiche von Roberto Zanetti vom 16.6.20 wurde vom Bundesrat am 2.9.20 zur Ablehnung empfohlen, aber dann vom Stände- und Nationalrat mit kleinen Änderungen gutgeheissen.

Bis zu einer definitiven Regelung wird es noch Jahre dauern und der Vollzug wird weitere Jahre beanspruchen. Diese Prognose kann ich, dein Alp-Orakel, mit grosser Sicherheit aussprechen.

Vorschläge GPK

Ich, dein Alp-Orakel, wage noch eine weitere Aussage: Es wird für die Umsetzung der vorgeschlagenen Massnahmen viel länger dauern als von der GPK gefordert.

BAFU: Chlorothalonil-Metaboliten im Grundwasser, abgerufen am 10.10.22

Grundwasserschutz: Wiedereinführung des Pestizidverbots in der Grundwasserschutzzone S2 überfällig

10. Oktober 2022

Quelle: Bundesamt für Umwelt, abgerufen am 9.10.22

Quelle: Bundesamt für Umwelt, abgerufen am 9.10.22

Der Bundesrat hatte anno 1999 in der Grundwasserschutzzone S2 ein allgemeines Verbot für Pestizide erlassen. Und wie es im „Normalfall“ so geht, die Bauern haben das Verbot postwendend gekippt. So dürfen auch heute Pestizide bis fast an die Trinkwasserfassungen gespritzt werden. Ausgenommen sind etwa zwei Dutzend Wirkstoffe, welche als problematisch eingeschätzt werden.

Wir wissen inzwischen, dass bei Pestiziden Überraschungen häufig auftreten, denn die Daten beruhen fast ausschliesslich auf Angaben der entsprechenden Herstellern. «Ein zugelassenes Pflanzenschutzmittel ist daher ein Wirkstoff dessen negative Wirkstoffe lediglich NOCH nicht verstanden wurden», so Walter Haefeker, von 2008 bis 2020 Präsident, von 2005 bis 2008 Vizepräsident der European Professional Beekepers Association. Quelle: Das Wunder von Mals, Film und Buch von Alexander Schiebel. Hinzu kommt, dass in Karstgebieten ein Pestizidverbot zwingend wäre, da dort das Wasser rasch versickert und mit ihm Verunreinigungen leicht in Quellfassung gelangen können.

Die Geschichte über die Einführung des Pestizidverbots in der S2 durch den Bundesrat und den darauf folgenden Bauernwiderstand hat Heidi am 6.2.13 aufgeschrieben: Bundesrat gewichtet Freiheit der Bauern höher als Trinkwasserqualität.

Der Schweizerische Verein des Gas- und Wasserfachs (SVGW) forderte bereits 2014 die Wiedereinführung des Pestizidverbots in der Grundwasserschutzzone S2. Heidi berichtete am 29.5.14 darüber: SVGW fordert Verbot von Pestiziden in der Grundwasserschutzzone S2, In diesem Beitrag ist zu lesen „SBV-Präsident, Markus Ritter, glaubt, dass das geforderte PSM-Verbot in der S2 bereits grösstenteils umgesetzt sei. Der SVGW solle diesbezüglich mit den Kantonen Kontakt aufnehmen, um allfälligen Handlungsbedarf abzuklären. Heidis Frage: Wieso will der SBV kein Verbot, wenn doch das PSM-Verbot grösstenteils umgesetzt ist? Oder vielleicht doch nicht?“

Geradezu ein Wunder ist es, dass keine Gülle in der S2 ausgebracht werden darf, wenigstens theoretisch, denn auch hier hapert es beim Vollzug.

Nicht nur die Landwirtschaft!

Für Risiken aller Art gilt in der Grundwasserschutzzone S2 die Null-Toleranz. Wenigstens theoretisch! So gibt es unzählige Schutzzonen, in denen diese missachtet wird: Strassen, Eisenbahnen, Häuser, Abwasserleitungen, Trafo-Stationen usw. Es sind dies nicht nur „Altlasten“, sondern solche Bauten werden erneuert oder gar neue werden gebaut. Die Kantone nehmen ihre Vollzugsverantwortung nicht ernst und der Bundesrat schaut weg!

Heidi meint: „Ein Pestizidverbot in der Grundwasserschutzzone S2 und im Karstgebiet ist dringend nötig sowie Vollzug, Vollzug, Vollzug!“

Bauern verhindern Trinkwasserschutz: 20-Jahr-Jubiläum (2). Heidis Mist 22.7.21: „Der Bundesrat muss dringend handeln und das bereits 1999 verhängte Pestizidverbot in der Grundwasserschutzzone S2 aus der Bauern-Versenkung hervorholen und erneut erlassen. Dieses Mal darf er aber nicht mehr allein auf die Bauern hören und schwach werden!“

Bauern verhindern Trinkwasserschutz: 20-Jahr-Jubiläum. Heidis Mist vom 28.11.19: „Heidi meint: 20 Jahre Missachtung des Vorsorgeprinzips sind genug! Ein allgemeines Pestizidverbot für die Grundwasserschutzzone S2 ist überfällig, und zwar sofort, denn die Pestizidinitiativen sehen eine lange Übergangsfrist vor.“

SVGW fordert allgemeines PSM-Verbot in der Grundwasserschutzzone S2. Heidis Mist 10.2.16: „… Der SVGW fordert ein vollständiges Verbot von Pflanzenschutzmitteln in der Grundwasserschutzzone S2. Mit ein Grund für diese Forderung ist, dass die Überprüfungen der Pflanzenschutzmittel im Nachhinein immer wieder neue Risiken aufzeigen…“ Nur Teilrückzug aus Schutzzone S2, SVGW vom 3.2.15.

Keine Pestizide in der Grundwasserschutzzone S2. Heidis Mist 7.4.15: „Beim Ausbringen von Pflanzenschutzmitteln (PSM) innerhalb der Zone S2 ist die Gefahr gross, dass diese, besonders bei Starkniederschlängen, auf direktem Weg in die Trinkwasserfassung gelangen. Wie schon früher fordert der SVGW daher eine Erweiterung des Verbots für den Einsatz von PSM in der S2 und gezielte Einschränkungen in der S3.“

Grundwasserschutz: Bundesbern aus Dauerschlaf erwacht

9. Oktober 2022

Die Trinkwasserinitiative meldet sich (zum Glück) immer wieder zu Wort!

Die Trinkwasserinitiative meldet sich (zum Glück) immer wieder zu Wort! TWI auf Twitter.

Jahrzehntelang durften die Kantone die Gewässerschutzgesetzgebung zum Schutze der Bauern, zum Schaden der Umwelt, unserer Gewässer und unseres Trinkwassers im Archiv lassen. Einzelne Kantone taten etwas, andere nichts bis gar nichts. Heidi kann davon ein Liedchen singen! Es hat sie nicht nur viel Zeit, sondern auch Geld gekostet.

Nun hat die Geschäftsprüfungskommission des Nationalrats den Grundwasserschutz entdeckt. Die in vielen Kantonen bestehenden Defizite seien schnell zu beheben. Es müsse ein besserer Schutz der Trinkwasserressourcen gewährleistet sein. Und – oh Wunder – der Bundesrat schliesst sich dieser Meinung an! Zur Beschleunigung des Vollzugs stimmt er verbindlichen Umsetzungsfristen und einer Pflicht zur Berichterstattung über den Stand der Umsetzung bei.

Wann folgt der Schutz der Oberflächengewässer?

Heidis Vollzugs-Forderung ist schon alt

Vor mehr als sieben Jahren, anlässlich der Tagung Aktionsplan Pflanzenschutzmittel vom 8.9.15, drückte Heidi der damaligen Vize-Direktorin des Bundesamts für Landwirtschaft, Eva Reinhard, einen eigens für die Tagung verfassten Flyer in die Hand, worauf u.a. steht: „Unsere Gesetzte zum Schutz der Gewässer sind zielführend, aber es fehlt am Vollzug…“ Was ist seither geschehen? Sehr wenig! Die Pestizid-Initiatvien hätten geholfen, wurden aber mithilfe vieler Fake-News gebodigt.

Der letzte oberste Schweizer Grundwasserschützer

Der letzte oberste Schweizer Grundwasserschützer, Daniel Hartmann, auf Twitter

Pensionierter Chef der aufgehobenen Sektion Grundwasserschutz, Daniel Hartmann, auf Twitter

Am 31.12.14 schrieb Heidi im Beitrag Mini-Rückblick in Zahlen und Fakten: „Vieles hat sich 2014 verändert, etwas ist Heidi besonders in Erinnerung. Sie suchte im Sommer die Sektion Grundwasserschutz des Bundesamts für Umwelt, doch diese war verschwunden, einfach weg! Recherchen ergaben, dass die oberste Hüterin unserer wichtigsten Trinkwasser-Ressource aufgelöst und auf zwei neue Sektionen verteilt worden war: Gewässerschutz und Wasserqualität.

Das ist aber noch nicht alles. Der Chef der ehemaligen Sektion Grundwasserschutz, Daniel Hartmann, und sein Stellvertreter, Benjamin Meylan, gingen in Pension, eine willkommene Gelegenheit für das BAFU, zwei Stellen zu streichen. So hat das Grundwasser nicht nur zwei erfahrene Schützer verloren, sondern auch die Zahl der Schützer hat abgenommen, was in einer so kleinen Gruppe von Fachleuten ins Gewicht fällt. Ein solches Vorgehen ist beim Bund eine gängige Praxis: Man spart dort, wo es am reibungslosesten geht. Wird es den Newsletter Grundwasserschutz in Zukunft noch geben? Wohl kaum! Heidi wird ihn vermissen.“

Die bereits veröffentlichten Newsletter wurden auf dem BAFU-Server definitiv gelöscht. Heidi konnte einen einzigen aus einer Amtsstube retten. Er wird fast täglich abgerufen, manchmal sogar mehrmals! Hier ist der 3. Newsletter Grundwasserschutz, verlinkt im Beitrag Was ist Grundwasser? Quell-, Trinkwasser…?

Im Wissen, dass dringend etwas geschehen muss, hat Hartmann tatkräftig die Trinkwasserinitiative unterstützt. Als Kommentar zum neuesten Vorstoss des Bundesrates schreibt er auf Twitter: „Grundwasser besser schützen – das wollte ich während rund 30 Jahren ebenfalls. Mal schauen, ob der Bundesrat mehr Erfolg hat…“

Los, Kantone, an die Arbeit! Nach 30 Jahren Vollzugsnotstand muss es rasch vorwärts gehen! Ohne (sauberes) Wasser kein Leben.

Heidi widmet diese Pfingstrose, zwar nicht saisongerecht, aber von Herzen, den beiden Grundwasserschützern Daniel Hartmann und Benjamin Meylan.

Heidi widmet diese Pfingstrose, zwar nicht saisongerecht, aber von Herzen, den beiden Grundwasserschützern Daniel Hartmann und Benjamin Meylan.

Bundesrat will besserer Schutz des Grundwassers. SRF 10vor10 4.10.22

Bund verlangt von den Kantonen besseren Gewässerschutz. SRF 4.10.22


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