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Hahnenwasser: Ein Brief von Klara aus Frankfurt

4. Dezember 2018
Heidi: "Bei uns gibt es noch viele Brunnen. Zum Beispiel hier können Touristen auf dem Weg zum Heidi-Dörfli ihre Flaschen füllen."

Heidi: „Bei uns in der Gegend gibt es noch viele Brunnen. Zum Beispiel hier können Touristen auf dem Weg zum Heidi-Dörfli ihre Flaschen füllen.“

Alpöhi: „Heidi … Heidi … Heidi …! – Wo warst du nur?“

Heidi: „Ich war am Bach, habe dem Wasser zugeschaut und gehorcht wie es rauscht, gesehen wie es über die Steine fliesst, sprudelt. Schon lange habe ich dieses Geräusch nicht mehr gehört.“

Alpöhi: „Sieh da! Ein Brief von Klara.“

Ungeduldig reisst Heidi den Umschlag auf, entnimmt den Brief, geht ans Fenster und liest dem Öhi vor, was sich im vergangenen Monat so alles im Hause Sesemann zugetragen hat.

Heidi: „Da ist noch ein Blatt von Fräulein Rottenmeier. Sie schreibt: Wir Deutsche lieben das Leitungswasser wieder und die Politik hilft uns dabei. Heidi, du wirst dich sicher freuen, dass der Siegeszug des Trinkwassers aus der Leitung bei uns neuen Schwung bekommt. Unsere Umweltministerin Schulze unterstützt Trinkwasserprojekte. In deiner Frankfurter Zeit war Hahnenwasser verpönt. Das hat sich vollkommen geändert. So wird man mittlerweile schief angeschaut, wenn man seinen Gästen Mineralwasser anbietet. Und Sebastian ist froh, dass er nicht mehr Harasse schleppen muss.“

Alpöhi: „Der Ruedi hat mir erzählt, dass der Kellner ihm in der Krone gleichzeitig mit der Menükarte einen Krug mit Hahnenwasser gebracht hatte, einfach so! Auch bei uns ist etwas in Bewegung.“

Heidi: „Schon 3’000 sogenannte Refill Stationen soll es in Deutschland geben. Dort kann man seine eigene Flasche füllen. Fräulein Rottenmeier schreibt: „Täglich werden es mehr. Mitmacher sind Geschäfte, öffentliche Einrichtungen und Cafés – von Städten oder Initiativen organisiert. Keine Stadt will die Welle verschlafen. Fräulein Rottenmeier meint, ich solle doch im Internet den ganzen Artikel des Trinkwasserspezialisten Siegfried Gendries lesen, denn „Refill“ sei eine gute Idee mit kleinen Wermutstropfen. Das mache ich jetzt grad und erzähle dir dann beim Melken, was drin steht!“

Alpöhi: „Peter hat versprochen vorbeizukommen. Er kann dann auch zuhören und das weitersagen, etwa dem Rössli-Wirt, der das Mineralwasser so teuer verkauft, dass man lieber ein Glas Wein trinkt.“

Heidi: Was meinst du, Grossvater? Werden unsere Politiker auch etwas unternehmen? Oder haben sie Angst vor der Mineralwasser-Lobby?

Alpöhi: „Du kennst sie ja! Aber man darf die Hoffnung nie aufgeben.

Warum wir Deutschen das Leitungswasser wieder lieben und die Politik uns hilft, Siegfried Gendries, Der Wasser-Blog vom 2.12.18.

Refill Deutschland: Plastikmüll vermeiden | Leitungswasser trinken | Wasserflasche auffüllen. Überall wo der Refill Aufkleber angebracht ist kostenfrei Leitungswasser in die mitgebrachte Flasche auffüllen und Plastikmüll vermeiden

Stadt und Uni Bern setzen auf Leitungswasser: „Die Kanadierin Maude Barlow, Initiantin der internationalen Wasserinitiative und Trägerin des alternativen Nobelpreises, übergab das Zertifikat (Label Blue community) im Erlacherhof an Stadtpräsident Alexander Tschäppät und Rektor Martin Täuber.“ Berner Zeitung vom 18.9.13

Der Blue Community haben sich in der Schweiz mehrere Hochschulen, Gemeinden usw. angeschlossen, so auch das Alpine Museum in Bern, das gestern vom Parlament einen höheren Bundesbeitrag zugesprochen erhielt.

Vittel fürchtet um sein Wasser. Im französischen Dorf wird das Wasser knapp. Nestlé darf trotzdem weiter abpumpen. Tages Anzeiger vom 1.6.18.

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AktivistInnen gegen Plastikmüll an den Traumküsten von Cornwall

11. Februar 2018
Rachel Yates setzt weniger auf Politiker, sondern auf die nächste Generation. Sie informiert in Schulen. Zum Beispiel in dieser Schule wurden acht Umweltbotschafterinnen ausgewählt (im Bild eine davon). Sie werden den anderen klar machen wie solglos sie sind und dass sie die Welt damit töten. Quelle: Video ARD 1.

Rachel Yates setzt weniger auf Politiker, sondern auf die nächste Generation. Sie informiert in Schulen. Zum Beispiel in dieser Schule wurden acht Umweltbotschafterinnen ausgewählt (im Bild eine davon). Sie werden den anderen klar machen wie solglos sie sind und dass sie die Welt damit töten. Quelle: Video ARD 1.

Rachel Yates macht es wütend, weil all der Müll an der Küste von Cornwall auch ein Symptom dafür ist, wie die Gesellschaft in den letzten Jahren aus dem Ruder gelaufen ist: „In der Art wie achtlos wir miteinander umgehen, wie wir konsumieren, wie wir unser Leben führen.“ Sie ist allein in den Kampf gezogen. Allein gegen den Plastikmüll. Allein gegen … Doch inzwischen machen viele mit: Die Surfer, Shops, die Verwaltung … Nun ist Penzance die erste Ortschaft Grossbritanniens, die den Status „Plastik-frei“ innehat, was zwar nicht wörtlich zu nehmen ist, aber v.a. der Wegwerfmentalität wird Grenzen gesetzt.

Wenn die Behörden nichts gegen Missstände unternehmen, dann müssen „AktivistInnen“ einspringen und die Bevölkerung mobilisieren. Plastik gefährdet die Wasser- und Bodenlebewesen, die Oberfläche „sammelt“ Giftstoffe wie Pestizide und Bakterien, auch Krankheitserreger. Plastik ist nicht nur ein ästhetisches Problem.

Cornwall kämpft gegen Plastikmüll, ARD 1, 8.2.18

Penzance wins first plastic-free status award to help clean up beaches. The Guardian, 5.12.17

Die 6 R’s: refuse, reduce, reuse, recycle, rot, remove, Michèle von stadt-land-gnuss.ch, 5.2.18

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