Posts Tagged ‘Rohstoff’

Silofolien: wenig Recycling zur Freude der KVAs

1. März 2016
Die Silofolie besteht aus hochwertigem Polyethylen. Da sie sortenrein und in grossen Mengen gesammelt werden kann, eignen sich die Silofolie und andere Landwirtschaftsfolien sehr gut für die stoffliche Verwertung, also für das Recycling. © Walter G.

Die Silofolie besteht aus hochwertigem Polyethylen. Da sie sortenrein und in grossen Mengen gesammelt werden kann, eignen sich die Silofolie und andere Landwirtschaftsfolien sehr gut für die stoffliche Verwertung, also für das Recycling. © Walter G.

Das Potenzial der Wiederverwertung von Silofolien-Abfällen ist gross und bisher ungenutzt, werden doch nur 10% der Folien wiederverwertet. Daher war in der neuen Verordnung über die Vermeidung und die Entsorgung von Abfällen (VVEA), welche am 1.1.16 in Kraft trat, ursprünglich vorgesehen, dass Landwirtschaftsfolien gesammelt und stofflich verwertet werden müssen. Dieser Artikel 21 wurde jedoch in der definitiven Version ersatzlos gestrichen. Die Kehrichtverbrennungsanlagen (KVA) wollen nicht auf den Brennstoff „Kunststoff“ verzichten und die Bauern haben sichtlich kein Interesse an der umweltschonenden Beseitigung der 15’000 Tonnen Folien.

Viel Palaver um Ressourcen-Effizienz in der Landwirtschaft, „nachhaltige“ Landwirtschaft und Klima, aber wertvolle Rohstoffe verpuffen ungenutzt in der Luft und produzieren erst noch 46’500 Tonnen CO2. Den Worten folgen viel zu oft keine Taten.

Klima schützen durch Silofolien-Recycling, Medieninformation der InnoRecycling AG, 8360 Eschlikon, 29.2.16. Quelle: LID.

RESI, Recycling von Silofolien

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Unseren Rohstoff „Wasser“ schützen

12. Juni 2010
Wasser

Sauberes Wasser ist rar

In der Schule haben uns die LehrerInnen eingebläut, dass wir lernen müssten, denn die Schweiz sei arm an Rohstoffen. Sauberes Wasser und schöne Landschaften waren damals selbstverständlich. Heute fliesst von den Bergen immer noch reichlich gutes Quell-, Grund- und Mineralwasser, aber viele Quellen und grosse Bereiche des Grundwassers sind verschmutzt. Weltweit ist sauberes Wasser rar und wird immer knapper. Das haben die Führungskräfte der internationalen Nahrungsmittel-Konzerne schon vor Jahrzehnten bemerkt und entsprechend gehandelt. So trinkt man Valser von Coca Cola, Calanda Mineral von Heineken, Nestlé usw.

Wir verkaufen das kostbare Wasser an die Meistbietenden. Auch der politische Druck auf das Wasser  ist gross: Privatisierung ist das Zaubermodewort. Was tun wir, wenn einmal alles verschachert ist, Boden, Wasser, Verkehrsmittel, womöglich auch Luft? Wenn der kleine Erlös aus dem Verkauf ausgegeben? Ich habe (im Moment noch) das Privileg, sauberes, billiges Bergquellwasser trinken zu dürfen. Wie lange noch? Die Zahl der Milliardäre steigt rasant und damit die Zahl jener, die problemlos grosse Teile der kleinen Wasserressourcen der Schweiz aufkaufen können. Das ist mir heute besonders bewusst worden, als ich die Blog-Statistik studiert habe. Jemand hat nämlich „trinkwasserquelle in der schweiz kaufen“ gesucht und ist auf meine Seite „Grundwasser: wichtigste Trinkwasserquelle“ gekommen. Das stimmt mich nachdenklich.

12.6.10  HOME


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