Posts Tagged ‘saisonal’

Regional & verantwortungsvoll hergestellte Nahrungsmittel vom Produzenten nebenan …

15. Januar 2023
Farmy-Angebot gemäss Homepage: tiefgefrorene Mango-Würfel Alnatura

Farmy-Angebot gemäss Homepage: tiefgefrorene Mango-Würfel von Alnatura

Vielleicht hat ja Farmy vergessen, seine Homepage zu aktualisieren, aber da steht klipp und klar: „Farmy ist der Online-Markt für den transparenten Wocheneinkauf direkt vom Produzenten. Keine Zeit auf den Markt oder zum Bauern zu gehen? Kein Problem! Farmy bringt regional und verantwortungsvoll hergestellte Nahrungsmittel Vom Produzenten nebenan direkt zu dir nach Hause.“

Bio Mangowürfel von Alnatura

Farmy bietet AUCH z.B. an: Ungesüsste Bio-Mangowürfel, die sofort nach der Ernte verarbeitet und tiefgefroren werden – so bleibt der natürliche Geschmack weitgehend erhalten. Leicht portionierbar und ideal für Obstsalat und Co.

HINWEIS: Dieses Produkt wird als Tiefkühlprodukt mit Trockeneis versendet. Für diese Versandart wird ein Aufschlag von 5 CHF verrechnet.

Produzent: Alnatura
Produziert in: Deutschland
Herkunft: Burkina Faso
CHF 1.32 / 100g

Im Moment bei Farmy nicht verfügbar, jedoch bei Migros zum gleichen Preis erhältlich.

Die Deklaration ist verwirrend, der Produzent nicht „nebenan“. Burkino Faso ist etwa 5’500 km mit Auto und Fähre von Zürich entfernt. Offensichtlich muss die Tiefgefrierware energieverschleissend nach Deutschland, von dort in die Schweiz und dann mit Trockeneis zum Besteller transportiert werden.

Knospe Mangowürfel von Coop

Diese Umwelt-Bewertung (mittel) präsentiert Coop im online Shop.

Diese Umwelt-Bewertung (mittel) präsentiert Coop im online Shop.

Bio Mangowürfel gibt es auch bei Coop. Sie laufen unter dem Label Naturaplan und sind Knospe-zertifiziert. Der Preis ist leicht höher: 1.49/100g. Die Herkunft der Coop-Mangowürfel ist Indien, also 9’000 km (Fahrstrecke) entfernt. Über den Verarbeitungsort und den Transport schweigt sich Coop aus.

Auf der Riederalp gibt es Heidelbeeren aus Peru

Am 14.1.23 berichtete Marco Diener im Infosperber über nicht saisonale Früchte aus aller Welt. „Trauben aus Namibia, Heidelbeeren aus Chile, Limetten aus Kolumbien – das Angebot in unseren Supermärkten ist verstörend.“

Infosperber wollte wissen, warum die Detailhändler solche Produkte überhaupt verkaufen. Migros antwortete u.a. sie wolle «die Möglichkeit einer gesunden und ausgewogenen Ernährung bieten und die Kunden nicht bevormunden». Zitat aus der Antwort von Coop «Mit unserem Angebot richten wir uns nach den Bedürfnissen unserer Kundinnen und Kunden und bieten ihnen die Wahlfreiheit.» Aldi und Lidl argumentieren ähnlich. Immer schiebt man die Schuld uns KonsumentInnen in die Schuhe, Umweltkosten zählen nicht bei den angeblich „nachhaltigen“ Grossverteilern, wichtig sind Wachstum, Umsatz, Gewinn … Wenn ein Grossverteiler etwas einführt, dann ahmen die anderen das nach, auch wenn es noch so unsinnig ist.

Wie viele der heiklen Früchte verderben oder werden wegen Überschuss weggeworfen? Eine von vier Bewertungen für Bio Mango-Würfel von Coop lautet: «Geschmacklich oke, aber nicht mehr. Zuviele faule/überreife Würfel in der Packung. Schade.» Die süssen, saftigen Schnittflächen von Früchten sind ein gefundenes Fressen für allerlei Mikroorganismen!

Lesen Sie den ausführlichen Bericht im Infosperber: Auf der Riederalp gibt es Heidelbeeren aus Peru

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Migros-Greenwashing: Dem Alpöhi stehen die Haare zu Berge

5. November 2022

Migros: Bio-Trauben aus Südafrika

Migros: Bio-Trauben aus Südafrika

Es hat zum ersten Mal geschneit. Der Alpöhi stapft durch den Schnee, klopft seine Schuhe sauber und tritt in die Küche, wo Heidi gerade Äpfel für das Mus rüstet, denn es gibt endlich wieder einmal Knöpfli mit Emmentaler. Der Teig ist längst gerührt, eigentlich einfach: 300 g Knöpflimehl, 3 dl Wasser, 2 Eier und etwas Salz. Die Hälfte der im Salzwasser gekochten Knöpfli geht dann in den Tiefgefrierer für eine rasche Mahlzeit.

Heidi: „Schade, dass du weg warst, der Geissenpeter war da. Er hat mir auf dem Handy etwas Unglaubliches gezeigt:

Die Migros verkauft aktuell Bio-Trauben aus Südafrika, CHF 6.20 pro kg. Dazu steht: ‚Idealerweise sollten Weintrauben noch am gleichen Tag verzehrt werden. Allerdings halten sie sich sehr gut über 4 Tage in einer Plastiktüte im Gemüsefach des Kühlschranks.‘ Da platzte ich heraus ‚und wir essen seit Wochen Gratistrauben aus dem Garten, die auch geerntet lange haltbar sind. Und wir spritzen ja nie Pestizide. Es sind einfach resistente Sorten. Den anfälligen Riesling Silvaner habe ich schon lange gerodet. Und jetzt kommt noch der Clou: Dieses Signet ist drauf:

Wenn man mit der Maus zum Signet fährt, dann erscheint der folgende Text, von dem man aber keine Bildschirmfoto machen kann, also habe ich (etwas lausig) fotografiert.

Wenn man mit der Maus zum Signet fährt, dann erscheint der folgende Text, von dem man aber keine Bildschirmfoto machen kann, also hat Heidi dies (etwas lausig) mit dem Fotoapparat festgehalten. Aber wenn man auf das Bild klickt, dann wird es grösser und lesbar.

Die Migros will uns weis machen, dass diese Trauben keine Klimawirkung verursachen!!!!!

Die Migros will uns weis machen, dass diese Trauben Null Klimawirkung verursachen!!!!!

Bei den Bio-Heidelbeeren aus Argentinien sieht es ähnlich aus:

Bio-Heidelbeeren aus Argentinien, Verfügbarkeit zur Zeit nicht bekannt.

Bio-Heidelbeeren aus Argentinien, Verfügbarkeit zur Zeit nicht bekannt.

Ein Kommentar von vielen zu den Heidelbeeren:

.Vielen finden sie gut, einzelne matschig. jemand musste sie wegwerfen ...

Viele finden sie gut, einzelne matschig. jemand musste sie wegwerfen …

Alpöhi: „Die spinnen ja total. Da reden sie von Energie-, Ernährungs- und Klimakrise … tun so als ob sie nachhaltig wirtschafteten. Gut kaufst du nicht bei der Migros ein und selten bei COOP.“

Heidi: „Es gibt noch viele weiteren Beispiele. Die Migros macht jetzt offenbar auf Bio. Wahrscheinlich eher wegen der saftigen Margen als der Umwelt wegen. Der Geissenpeter war ziemlich sauer. Er meinte, dass man besser bei uns mehr Tafeltrauben anbauen sollte statt so viel Wein. Überhaupt, wenn man die Tierproduktion reduzieren müsse, dann gäbe es doch viel Platz für mehr Früchte. Trauben wachsen auch in höheren Lagen.

Alpöhi: „Bio war doch früher für ’saisonal regional‘. Haben sie das fallengelassen? Du kannst ja für meinen Geburtstag eine Flasche Heida kaufen. Zwar nicht regional, aber wird in unserer Höhenlage produziert.“

Bio · Trauben · kernlos. Süd-Afrika, Migros Online, abgerufen am 4.11.22

Bio Heidelbeer, Argentinien, Migros Online, abgerufen am 4.11.22

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Gefunden im Plunder: EKZ-Stromsparkalender 1994

18. September 2022

Schon damals!

Schon damals – eigentlich!

Als Heidi einmal alte Kalender zum Altpapier legte, mochte sie den EKZ-Stromsparkalender 1994 (Elektrizitätswerke des Kantons Zürich) nicht entsorgen, obwohl sie ihn bisher nicht mehr angeschaut hat. Am Samstag guckte er zwischen Papierkram hervor. „Was wohl darin steht?“, fragte sie sich.

Nachfolgend ein paar Zitate pro Monat. Vielleicht haben sich einzelne Zahlen oder Details in der Zwischenzeit geändert, aber grundsätzlich sind die Tipps auch heute gut; geändert hat sich die Schreibweise von „Tipps“, damals „Tips“. Für jeden Monat gibt es einen Cartoon von Igor.

Die Broschüre zum Thema

Das „Energie Sparbüchlein“ enthält zahlreiche Tips und Ratschläge rund um das Energiesparen und vermittelt interessante Zusammenhänge über die verschiedenen Aspekte im Spannungsverhältnis zwischen Energie und Umwelt.

Januar 1994

Winterferien: Fünf Mal mehr Strom als Zuhause

… Doch die Winterferien stellen die Elektrizitätsversorgung auf eine harte Probe: Allein zwischen Weihnachten und Neujahr verdreifacht sich beispielsweise der Stromverbrauch von St. Moritz. Insgesamt verursacht jede Logiernacht in einem klassischen Wintertourismus-Ort indirekt und direkt einen Verbrauch von 50 Kilowattstunden Strom. Das ist rund das Fünffache dessen, was eine ganze Familie zuhause verbrauchen würde. Die EKZ rufen dazu auf, auch hier sinnvoll mit Energie umzugehen.

Februar 1994

Wasser verwenden, nicht verschwenden

… Allein für die Förderung und Verteilung des Trinkwassers in die Haushalte und die Industrie braucht es in der Schweiz zum Pumpen gleichviel Strom, wie die Stadt Zürich benötigt. Wer Wasser spart, spart also auch Elektrizität … Die EKZ geben Tips für den sparsamen Umgang mit Wasser.

März 1994

Mobilität belastet Energiehaushalt enorm

Zusätzlich zu einigen Zahlen und Hinweisen zum Sparen ist ein Vergleich über den Energieverbrauch nach Verkehrsmitteln in Kilowattstunden (kWh) pro Person und Kilometer aufgeführt:

  • PW mit 4 Personen 0,30 kWh
  • Vorortszug 0,10 kWh
  • Elektroauto (4 Personen) 0,06 kWh
  • Tram 0,01 kWh

April 1994

Technischer Fortschritt hilft Strom sparen

Der technische Fortschritt hat auch vor den Haushaltgeräten nicht halt gemacht: So braucht ein moderner Kühlschrank oder ein modernes Tiefkühlgerät heute rund 40 Prozent weniger Strom als noch vor zehn Jahren … Beim Ersatz eines alten durch ein neues Gerät ist allerdings auch die sogenannte „Graue Energie“ in Rechnung zu stellen; jene Energiemenge also, die eingesetzt werden musste, um das Gerät herzustellen…

Mai 1994

1’200 EW-Mitarbeiterinnen und -Mitarbeiter helfen ihren Kunden

Die Elektrizitätswerke haben die Zeichen der Zeit erkannt und bieten umfassende Beratung im sicheren, sinnvollen und rationellen Umgang mit Elektrizität an. Rund 1’200 haupt- und nebenamtlich beschäftigte Fachleute bei den EW’s sorgen dafür, dass sich die Stromkunden über die wichtigsten Belange der Produktion, Verteilung und ganz besonders der sparsamen Anwendung von Elektrizität informieren können…

Juni 1994

Ausgeschaltet bedeutet nicht, dass kein Strom fliesst

… Experten haben herausgefunden, dass Geräte in vielen Fällen mehr Strom beziehen, als für ihre Betriebsbereitschaft nötig wäre. Helfen Sie also mit, Strom zu sparen: Wer den Hauptschalter betätigt oder den Stecker des Gerätes herauszieht, unterbindet so auch den Standby-Stromverbrauch…

Juli 1994

Auch dem Stromzähler Ferien gönnen

Im Haushalt lohnt es sich, bei längerer Abwesenheit Wärme- und Kältegeräte ganz abzuschalten. Kurz vor Ferienbeginn sollten daher keine grossen Einkäufe mehr getätigt werden, damit der Kühlschrank am Vorabend der Abreise guten Gewissens abgetaut und gereingt werden kann. Auch der Warmwassserboiler muss nicht vergeblich schwitzen: Das Abschalten lohnt sich bei diesem schon bei einer Abwesenheit von wenigen Tagen. Beim Fernsehapparat sollte im Hinblick auf mögliche Gewitter während der Ferienabwesenheit auch der Antennenstecker ausgezogen werden, um bei einem Blitzeinschlag in die Antenne eine Beschädigung oder gar einen Brand des Gerätes zu vermeiden…

August 1994

Saubere, trockene Wäsche trotz Stromsparen

… Und mit den heutigen Waschmitteln kann die Kochwäsche in der Regel mit 60 Grad Celsius gewaschen werden. Damit lassen sich immerhin rund 30 Prozent Strom sparen. Sehr oft kann man zudem auf das Vorwaschen verzichten, was nochmals eine Einsparung um rund einen Viertel gegenüber einem Programm mit Vorwaschen bringt…

September 1994

Früchte und Gemüse zur richtigen Jahreszeit

Wer möchte nicht auch im September Rhabarber oder Rosenkohl essen? Doch im Frühherbst wachsen diese zwei Gemüse nicht im Freien. Wenn sie dennnoch auf unsern Tisch kommen, stammen sie zumeist entweder aus dem Ausland oder aber aus inländischen Treibhäusern. Beide Varianten, uns während des ganzen Jahres mit einem umfassenden Gemüse- und Früchteangebot bei guter Laune zu halten, sind mit grossem Energieaufwand und nicht selten mit dem Einsatz teils umstrittener Stoffe verbunden. Warum nicht den Mittagstisch mit Früchten und Gemüsen aus der eigenen Umgebung gestalten?…

Oktober 1994

Stromsparlampen richtig eingesetzt, sparen Kosten

Die Beleuchtung verbraucht zwar relativ wenig Strom. Doch auch hier lohnt es sich, sparsam zu sein. Das ständige Brennen von Treppen-, Korridor- und Vorplatzbeleuchtungen kann mit selbsttätig abschaltenden Zeitautomaten vermieden werden…

November 1994

Energie schlummert auch in Produkten und Dienstleistungen

… Diese Energie nennt man „Graue Energie“. Sie wird benötigt, um Rohstoffe in Fertigprodukte umzuformen, um sie zu verpacken, zu transportieren oder zu lagern. Und dies betrifft Lebensmittel ebenso wie Konsumgüter, Verkehrsmittel, Dienstleistungen oder unseren Wohnraum: Mit jedem Franken, den wir für Dinge oder Dienstleistungen ausgeben, berappen wir auch einen beträchtlichen Anteil an Energie…

Dezember 1994

Geräte besser direkt ans Netz anschliessen

… Am besten ist es, wenn Geräte direkt ans Netz angeschlossen werden können. Denn bereits die Herstellung einer Batterie benötigt rund 50 mal mehr Energie, als sie im Verlauf ihrer Lebensdauer wieder abgibt…

Aktuelle Informationen der EZK finden Sie hier: Energie und Geld sparen leicht gemacht.

Energie: Bundesrat startet Sparkampagne. Medieninformation des Bundes vom 31.8.22

Eigentlich würde 1 Label genügen

23. Februar 2022

Spargeln aus Mexiko. Copyright: Ferdinand

Spargeln aus Mexiko. Copyright: Ferdinand

Der Label-Salat wird immer grösser. Wie soll man sich da zurechtfinden? Heidi hat eine Idee: Nur 1 Label bitte! Alle sagen ja, was sie verkaufen sei nachhaltig. Grossverteiler erhalten sogar Auszeichnungen für Nachhaltigkeit. Auch die Bauernschaft besteht darauf, dass ihre Produkte nachhaltig seien.

Also nehmen wir sie alle doch beim Wort, schaffen wir ein einziges Label, eines, das ECHT Nachhaltigkeit zertifiziert, ECHT zertifiziert! Natürlich müssten dann auch die importierten Waren ECHT nachhaltig sein. So könnte man mit dem Label einfach unterscheiden was aus der Schweiz kommt und was importiert wird. Also Transparenz und keine Qual der Wahl. 1 Label und 1 WIRKSAME Kontrolle.

Die neueste Schnapsidee∗ stammt von Agroscope: Ein Klima-Label! Das heisst, wir KonsumentInnen wüssten endlich, wie stark wir mit unserem Kaufverhalten das Klima und somit uns selber schädigen, sofern die Bewertung korrekt ist. Dann hätten wir die Wahl, Produkte, die mehr oder weniger schlecht für das Klima sind, zu wählen und das bei mehreren Produktionsarten wie Bio oder Bio-Knospe oder IP Suisse oder konventionell oder Demeter usw., denn die Produktionsart sagt zu wenig aus über die Klimawirkung.

Die viel gelobte, nicht funktionierende Eigenverantwortung müsste in erster Linie für Händler gelten, besonders für unsere Grossverteiler, die z.B. im Winter viele klimaschädlichen Gemüse und Früchte aus aller Welt verkaufen. Dann würden die Spargeln aus Peru, die Heidelbeeren aus Südafrika, die Himbeeren aus Spanien usw. rasch aus den Ladengestellen verschwinden – vielleicht.

Doch Halt! Was macht Ferdinand künftig? Er ernährt sich jetzt fast ausschliesslich von all den 50-Prozent-Aktionen „VERWENDEN statt VERSCHWENDEN“ für leicht verderbliche Produkte, die meist mit dem Flugzeug transportiert werden; ob mit oder ohne CO2-Kompensation spielt keine Rolle, denn die Zertifikate bringen in der Regel dem Klima wenig oder sogar nichts, nur den Verkäufern viel Geld. Armer Ferdinand! Er müsste einen fairen Preis für Saisongerechtes zahlen.

∗ Schnapsidee war Heidi gerade zuvorderst, weil SRF am Morgen in 100 Sekunden Wissen die Entstehung der Schnapsidee erklärte.

Nachtrag 23.2.22 – oder vom Humbug von Bewertungen!

Im saldo 3/2022 vom 15.2.21: «M-Check»-Sterne der Migros sagen wenig aus. „… Laut Migros mache der «M-Check» ­transparent, «wie nachhaltig das  ­bezeichnete Produkt ist». Ausschlaggebend sei, wie viel CO2 durch Herstellung, Transport und Verpackung ausgestossen werde … Mangos, Bananen, Erdbeeren und anderes Obst und Gemüse erhalten im «M-Check» die Bestnote von 5 Sternen – egal, wo und wie sie hergestellt, verpackt und transportiert wurden. Nur eingeflogene Produkte erhalten lediglich zwei Sterne … Die Migros bewertet die Produkte nicht einzeln, sondern fasst sie zu Gruppen wie «Äpfel» oder «Schokolade» zusammen. Deren Durchschnittswerte vergleicht sie dann mit der Klimabilanz des restlichen Sortiments. Es sei zu aufwendig, jedes Produkt einzeln zu bewerten, schreibt die Migros.“

Spargeln aus Peru«Muss Gemüse von so weither in die Schweiz importiert werden?» 20minuten 22.2.22

Spargeln aus Mexiko. Margreth Rinderknecht

Eingeflogen: Erdbeeren aus Spanien, Spargel aus Mexiko. Kochwerte

Warum sind Spargeln so teuer? Juckerfarm 18.4.17

23.2.22 HOME

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Eigenverantwortung beim Einkaufen?

5. Februar 2022

Spanien: Die wichtigsten Beeren-Exporteure

Spanien: Die wichtigsten Beeren-Exporteure

Wir KonsumentInnen tragen eine grosse Bürde – die Eigenverantwortung. Als Eigenverantwortung oder Selbstverantwortung bezeichnet man die Bereitschaft und die Pflicht, für das eigene Handeln und Unterlassen Verantwortung zu übernehmen. Das Prinzip der Eigenverantwortung basiert auf dem liberalen Ideal eines mündigen, selbstbestimmten Menschen, wie er z. B. von John Stuart Mill als „aktiver Staatsbürger“ beschrieben wurde.

So wird vieles der Eigenverantwortung überlassen, denn das ist bequem. Verantwortung wird abgeschoben.

Doch die viel gelobte Eigenverantwortung funktioniert nicht wie gewünscht. Beim Einkaufen erleben wir, was Werbepsychologen sich ausgedacht haben. Die Auslagen führen uns gezielt in Versuchung. Im Auftrage des Verkäufers empfehlen sie wie ein Laden zu gestalten ist, damit wir auch kaufen, was wir nicht vorgesehen haben, was uns allenfalls nicht gut bekommt; und sie verführen uns, mehr zu kaufen als wir brauchen.

Beeren von weither

Heute erlebt im COOP, dem angeblich nachhaltigen Grossverteiler, in Landquart. Das Erste, was ich sah, waren Beeren: Himbeeren, Erdbeeren, Heidelbeeren. Und dann Zitrusfrüchte aller Art. Nicht sichtbar, im Gestell schräg nach hinten, waren die Äpfel eingefüllt.

Auf Augenhöhe sind in der Regel Produkte platziert, die uns schwach machen sollen, auf Kinderaugenhöhe all das Süsse, für Kinder Unwiderstehliche. Am besten geht man mit dem Einkaufzettel zügig durch den Laden und lässt sich nicht ablenken – sofern man keine Kinder bei sich hat!

Georg Felser, PSYCHOLOGIE HEUTE: „Viele Menschen belohnen sich gern, nachdem sie sich zuvor so fein an ihren Plan gehalten haben, indem sie sich am Ende doch noch eine Menge unnötiger Kleinigkeiten gönnen. Das Gleiche ist beobachtbar, wenn wir gesunde oder nachhaltige Produkte kaufen: Jede Art von moralischem Verhalten verstärkt unser Gefühl, an anderer Stelle zu einem weniger mo­ralischen oder vernünftigen Verhalten berechtigt zu sein.“

Saisonal? Regional?

Ich habe mich gefragt, wieso immer mehr und das ganze Jahr frische Beeren angeboten werden, im Dezember, Januar, Februar … Dem müssen grosse finanzielle Interessen der Produzenten und Verkäufer zugrunde liegen. Beeren kommen aus Spanien, Portugal, Chile, Peru, Südafrika usw.

Onubafruit und Surexport sind die grössten Exporteure von spanischen Beeren. Surexport will seinen Wachstumsplan beschleunigen. Das Ziel ist, die besten Partner für ihre Kunden zu werden, indem Surexport eine ganzjährige Versorgung bietet. Von seiner Basis in Huelva in Spanien aus liefert Surexport Erdbeeren, Heidelbeeren, Himbeeren und Brombeeren an europäische Einzelhändler. Onubafruit, der grösste Beerenexporteur, hat erst gerade 65 Hektaren Land in Huelva zugekauft.

Hier finden Sie den Schweizer Saisonkalender – saisonal und regional einkaufen.

Der Coto de Doñana trocknet aus

Das Naturschutzgebiet Coto de Doñana in Andalusien ist ein UNESCO-Weltnaturerbe. Es ist eines der wichtigsten Feuchtgebiete Europas.

Der Doñana braucht Grundwasser, aber es wird ihm buchstäblich abgegraben. Denn direkt nebenan wachsen unter Plastikplanen hektarweise Himbeeren, Erdbeeren, und Blaubeeren. Die Provinz Huelva ist Europas Obstgarten, fast die gesamte Ernte wird exportiert.

In den vergangenen 20, 30 Jahren hätten sich die Anbauflächen komplett unkontrolliert in das Gebiet um den Doñana hineingefressen, klagt Felipe Fuentelsaz von der Naturschutzorganisation WWF. Etwa 20 Prozent der Plantagen sind illegal, schätzt er. Genauso wie rund 1’000 Brunnen, mit denen die Bauern der Gegend das Grundwasser anzapfen.

Heidis Denkaufgabe: „Wer sind die Gewinner? Wer die Verlierer?“

Eigenverantwortung, Wikipedia

Knapp und begehrt. Psychologie heute 6.5.21

Heidelbeer-Boom Chemie-Cocktail auf Import-Früchten. Roger Müller, SRF 19.5.20

Spaniens Nationalpark trocknet aus. Das Erste, Tagesschau 16.5.21

Spain berry group Surexport sells majority stake to PE firm Alantra. JUSTFOOD 11.1.21

Saisonal kaufen: Dieses Obst und Gemüse sollten Sie im Winter nicht kaufen. Merkur 4.2.22

Spain’s fruit and vegetable exports: 2020 figures and trends (I). Ministerie van Landbouw, Natuur en Voedselkwaliteit

Onubafruit increases its equity assets with the acquisition of a 65-hectare farm in Huelva. Fresh Plaza 28.10.21

Die UNESCO fordert Spanien auf, die Farmen neben Doñana zu schließen, die PP, Cs und Vox legalisieren wollen. El Pais 27.1.22

5.2.22 HOME

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Heidelbeeren aus Chile, Fleisch-Aktionen …

15. Januar 2022

Heidelbeeren aus Chile: klimaschädlicher Transport

Heidelbeeren aus Chile: klima- und umweltschädlicher Transport. Transporte werden regelmässig in Ökobilanzen verniedlicht.

Liebe Heidi

Auch ich staune immer wieder über Angebote unserer „ökologischen“ Grossverteiler, habe ein paar Fotos für dich gemacht, vielleicht kannst du sie brauchen.

Das Angebot von Frischprodukten aus aller Welt hat stark zugenommen, Fleischaktionen sind schon lange Standard und Beschriftungen sind immer wieder zum Lachen, etwa bei COOP Erdnüsse „Hergestellt in der Schweiz“!

Es gibt so viele Möglichkeiten, saisonale Produkte aus der Region zu kochen, alte und neue Kochbücher zeigen wie. Und, was heisst schon aus der Region. Ein Gemüsebauer bei Lausanne erzählte mir einmal, er habe zu viel Kopfsalat gehabt. COOP oder Migros – ich weiss es nicht mehr sicher – war so nett und hat ihn (billig) gekauft. Der Kopfsalat wurde nach Kerzers transportiert, dort „verarbeitet“ und nach Lausanne zurück transportiert als „regionales Produkt“. Etwa ein Drittel hätte nicht dem Standard entsprochen und als Mischsalat im Beutel verkauft werden müssen, wofür er einen wesentlich tieferen Preis bezahlt erhalten hatte als vereinbart für ganze Köpfe.

Die Versuchung ist gross, Exotisches und Aktionslebensmittel zu kaufen, wenn diese so anmächelig am Eingang liegen oder der Preis stark reduziert wurde.

Freundliche Grüsse

Hanspeter

Auch COOP verkauft Heidelbeeren aus Chile, und zwar in seiner Qualité & Prix Linie.

Auch COOP verkauft Heidelbeeren aus Chile, und zwar in seiner Qualité & Prix Linie.

COOP Heidelbeeren, 500 g CHF 4.20

COOP Heidelbeeren, 500 g CHF 4.20

Lieber Hanspeter

Vielen Dank für deinen Brief und die Fotos.

Früchte von weither sind nicht nur ein Klima- und Umweltproblem, sie können auch Pestizid-belastet sein, auch mit solchen, die bei uns nicht mehr zugelassen sind weil sie sehr schädlich sind. Über den Heidelbeer-Boom und Chemie-Cocktails auf Import-Heidelbeeren hat Roger Müller am 19.5.20 im Kassensturz berichtet. Jede zweite Heidelbeere in der «Kassensturz»-Analyse war mit Pestiziden belastet, eine Probe gar mit sechs Chemikalien.

Heidi isst lieber frisch geröstete Erdnüsse. Diese sind bis 28.6.22 datiert!

Ich esse lieber frisch geröstete Erdnüsse, etwa vom Marronistand bei der Pestalozziwiese an der Zürcher Bahnhofstrasse. Diese Bio-Erdnüsse sind per 28.6.22 datiert!

Die „in der Schweiz hergestellten Erdnüsse“ sind ein Kuriosum … hier merken die meisten KonsumentInnen, dass die Ware aus Ägypten stammt.

Die Fleischaktionsfotos hänge ich einfach mit Kommentar an.

Herzliche Grüsse

Heidi

Im Schweizer Poulet steckt viel Importfutter. Die Ställe würden besser in die Industriezone passen als in die freie Landschaft. Völlig absurd ist die Produktion im Berggebiet, wo Futter hinaufgekarrt werden muss und der Kot entweder zur Überdüngung beiträgt oder abtransportiert werden muss.

Im Schweizer Poulet steckt viel Importfutter. Die Ställe würden besser in die Industriezone passen als in die freie Landschaft. Völlig absurd ist die Produktion im Berggebiet, wo Futter hinaufgekarrt werden muss und der Kot entweder zur Überdüngung beiträgt oder abtransportiert wird. Auch die Küken müssen hinauf zum Pouletstall und bereits nach 35 Tagen (konventionelle) bzw. 60 (Bio) für die Schlachtung ins Tal hinunter zu einem der wenigen Poulet-Schlachthöfe.

Trotz wiederkehrender Absatzprobleme wird viel Schweinefleisch produziert, besonders viel rund um die Innerschweizer Seen. Damit die seenahen Flächen entlastet werden, zahlen wir den Abtransport der überschüssigen Gülle.

Trotz wiederkehrender Absatzprobleme wird viel Schweinefleisch produziert, mit viel Importfutter, besonders viele Tiere hat es rund um die Innerschweizer Seen. Zum Schutze der Seen zahlen wir mit den Steuern den Abtransport von Gülle.

Mit dem Kleber "Love food - reduce waste" macht man uns die Ware schmackhaft. Jeder ein Verschwender, der das nicht kauft. Das schlechte Gewissen mobilisieren!

Mit dem Kleber „Love food – reduce waste“ macht man uns die Ware schmackhaft. Jeder ein Verschwender, der das nicht kauft. Das schlechte Gewissen mobilisieren!

Heidelbeer-Boom – Chemie-Cocktail auf Import-Früchten. Roger Müller, SRF Kassensturz 19.5.20

15.1.22 HOME

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Aus Mutters Rezeptsammlung: Aepfel roh und gekocht

27. Dezember 2021

Titelbild Hauswirtschaftssonderheft Nr. 30 von Elisabeth Gross-Quenzer

Titelbild Hauswirtschaftssonderheft Nr. 30 von Elisabeth Gross-Quenzer

Heute ist es einfach, Rezepte z.B. mit Äpfeln zu finden: Ein paar Klicks im Internet oder Stöbern im grossen Angebot von Kochbüchern in Buchhandlungen! Auch Früher gab es Rezeptbücher und -hefte, vorausgesetzt man konnte sich diese leisten.

Im Abonnementspreis des „Schweizer Familien-Wochenblatts“ waren Hauswirtschaftssonderhefte inbegriffen. Im November 1952 erschien das Heft „Aepfel roh und gekocht“von Elisabeth Gross-Quenzer. Darin findet man nicht nur eine Vielzahl Rezepte mit der Frucht, die jetzt Saison hat, dem Apfel, sondern auch Informationen über Einkauf und Lagerung.

Nach schönen Äpfeln greift man zuerst!

Aus dem Vorwort von Elisabeth Gross-Quenzer:

„Nach schönen Aepfeln greift man am ersten!“ sagt ein Sprichwort; aber wenn man unter den vielen Aepfeln, die in unserem Lande an den Bäumen wachsen (es sind weit über hundert Sorten!), die allerschönsten auslesen müsste, dann könnte einem die Wahl zur Qual werden. Wir sind das obstreichste Land der Erde und man hat bei uns im vorigen Jahre über 20 Millionen Obstbäume gezählt. Wäre es da nicht jammerschade, wenn wir diesen reichen Segen nicht unserer Gesundheit zugute kommen liessen? Essen wir also Aepfel in jeder Form so viel und so oft wir mögen! Lassen wir die frischen Früchte schon frühmorgens als rohe Apfelspeise auf dem Tische erscheinen – halten wir Aepfel als Zwischenverpflegung für unsere Kinder bereit und versuchen wir es mit einem rotbackigen Apfel, wenn uns vor dem Schlafengehen undefinierbare Gelüste plagen, denn:

Ein feiner, saftiger Apfel spät abends nach dem Souper genossen sichert eine gediegene Nachtruhe!

Diese Weisheit steht schon in einem kulinarischen Werke aus dem Jahre 1780 aufgezeichnet, und sie hat sich bis auf den heutigen Tag bewahrheitet!

E. G.-Q.“

Vielfalt der Sorten – Vielfalt der Rezepte

Heute findet man kaum eine dieser Sorten in den Läden.

Heute findet man kaum eine dieser Sorten in den Läden. Wie fein war doch der Süssmost, den Marlène jeweils aus Champagner Reinetten herstellte, oder Mutters Boskop-Apfelküchlein.

Das Inhaltsverzeichnis lässt ahnen wie vielfältig Äpfel zubereitet werden können:

  • Rohe Apfelspeisen
  • Apfelmus, immer wieder anders
  • Dessert-Aepfel
  • Der Apfel im Menu
  • Kleine Abendessen
  • Im Teig versteckt
  • Strudel und Pie
  • Apfelkuchen
  • Fünf feine Sonntagstorten
  • Dörrobst
  • „Schnitz und drunder“
  • Vom Obst der Saft, das gibt dir Kraft

Zwischen zwei Jahren …

„Für den Sylvesterabend ist der nachstehende Süssmost-Grog, gedacht, den Sie Ihren Gästen recht heiss zwischen zwei Jahren anbieten können.

1 Liter Süssmost wird mit 100 g braunem Zucker, einem Zimtstengel und 4 Nelken langsam aufgekocht. In jedes Glas gibt man 2-3 Esslöffel Kirsch und eine Zitronenscheibe und giesst den heissen Grog beim Anrichten langsam darüber.“

Heidi meint: „Einst war Zucker im Notvorrat und viele Rezepte enthalten noch heute grosse Mengen an Zucker, obwohl die Wissenschaft den Zucker als schlecht für die Gesundheit einstuft. So lässt sich die Zuckermenge in vielen Rezepten reduzieren … und im Süssmost-Grog bracht es eigentlich gar keinen, den – wie der Name sagt – Süssmost ist süss!“

27.12.21 HOME

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Verschmähte Erdbeeren!

20. Februar 2020

400 g Erdbeeren mit viel Plastik und - so vermutet Heidi - wenig Geschmack. Typisch für solche Ware ist das Weiss beim Stiel; die Früchte wurden unreif geerntet. Erdbeeren reifen nach der Ernte nicht nach, da nützen auch die grünen Blätter nichts. Sogar mit 50% Rabatt kein Schnäppchen! Copyright: Maria R.

400 g Erdbeeren mit viel Plastik und – so vermutet Heidi – wenig Geschmack. Typisch für solche Ware ist das Weiss beim Stiel; die Früchte wurden unreif geerntet. Erdbeeren reifen nach der Ernte nicht nach, da nützen auch die grünen Blätter nichts. Sogar mit 50% Rabatt kein Schnäppchen! Copyright: Maria R.

Heidi freut sich jedes Jahr auf die ersten Erdbeeren. Bis sie blühen und reif sind, dauert es noch lange. Auch wenn dieses Jahr jetzt schon Frühlingsgefühle aufkommen, die Schneeglöcklein blühen und die Temperaturen konstant auf Rekordniveau sind, Erdbeeren sind in der Schweiz und Umgebung noch lange nicht reif.

Auch wenn in Verpflegungsstätten und Confiserien das ganze Jahr Erdbeertörtchen angeboten werden, viele KonsumentInnen scheinen langsam zu wissen, dass die roten Früchte, welche jetzt im Laden angeboten werden, von weit her kommen und dieses Angebot – allen Verkaufargumenten zum Trotz – bedenklich ist. Da macht Bio nur einen kleinen Unterschied. Die Erdbeeren kommen in der Regel aus Gebieten mit Wassermangel, schlechten Arbeitsbedingungen bis hin zur Sklaverei und schwer durchschaubaren Produktionsweisen. Hinzu kommt die aufwändige Verpackung für den langen Transport, welcher Lärm und Verschmutzung verursacht.

Warten wir doch geduldig auf das der Jahreszeit entsprechende Erdbeerangebot. Die Grossverteilen reden viel von saisonal, aber Worte sind Worte! Wo bleiben die Taten?

Bienen lieben Erdbeerblüten

Übrigens: Bienen lieben Erdbeerblüten sehr, das zeigt die Studie eines Forschungsteams der Georg-August-Universität Göttingen und der Universitäten von Sussex und Würzburg. Sie fanden heraus, dass Honigbienen Erdbeerfelder bevorzugen, auch wenn direkt in der Nähe der Raps blühte. Nur bei starker Rapsblüte waren weniger Honigbienen im Erdbeerfeld zu beobachten. Wildbienen wählten hingegen konstant das Erdbeerfeld.

Ihr Tanz verrät: Honigbienen fliegen auf Erdbeeren. Medieninformation Georg-August-Universität Göttingen 23.1.20

Erdbeergenuss bedroht Weltnaturerbe. Heidis Mist 25.3.12

19.2.20 HOME

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Essen: Alles Gute kommt von unten!

19. Dezember 2018

Die Sonne steht schon tief am Himmel. Mit zügigen Schritten steigt Peter vom Dorf zur Alphütte hoch, wo der Öhi auf der Bank draussen die Aussicht geniesst.

Peter: „Hoi Öhi, schau was ich euch mitgebracht habe: Bündner Nüsse aus dem neuen ZeroWaste Laden in Chur, dem oba aba. Witzig ist, dass er an der Paradiesgasse liegt. Das passt! Sie verkaufen biologische, lokale und saisonale Lebensmittel zu fairen Preisen.“

Alpöhi: „Woher hast du das komische Netz?“

Peter:  „Die Produkte sind unverpackt oder in Mehrwegsystemen erhältlich. Ich bin zufällig am Laden vorbeigekommen, hatte also keinen Behälter bei mir. Eine Kundin hat mir das Netz geschenkt. Man könne es bis 1’000 Mal verwenden. Wo ist Heidi?“

Alpöhi:Sie hockt schon wieder am PC. Geh doch rein!“

Heidi: „Tschau Peter! Du kommst mir gerade richtig! Schau her! Das Restaurant Mein Küchenchef in Köniz. Sie verwenden regionale Produkte und kämpfen gegen Lebensmittelverschwendung.

Und dann habe ich noch etwas für dich zum Lesen, der neueste Newsletter von Vision Landwirtschaft. Da steht u.a. Den Leerlauf komplettiert hat der Bundesrat im November 2018, als er seine in den letzten zwei Jahren ausgearbeitete Vision zur Weiterentwicklung der Agrarpolitik präsentierte…“

In diesem Moment tritt der Alpöhi in die Hütte, hat den letzten Satz noch gehört.

Alpöhi: Was predige ich euch schon lange? Ihr müsst selber etwas tun! Auf Bern warten? Sinnlos! Alles Gute kommt von euch da unten.

Peter: „Ich werde meinen Käse in Zukunft im oba aba verkaufen.“

Heidi: „Grossvater, was soll ich tun?“

oba aba, ZeroWaste Laden Chur
… Lebensmittel aus der Region, aba uf Khur bringa

… Feines aus unseren Glasbins von oba aba ins Gfäss abfülla

… aifach mol oba aba ko fu dem Wahnsinn!

Ein Laden gegen den Plastikwahn, SRF vom 18.12.18

Vom Feld – auf den Teller – ohne Food Waste. Mein Küchenchef, Restaurant, Laden und Oneline-Verkauf in Köniz BE

Die Schweiz auf dem Weg zur Agenda 2030 für nachhaltige Entwicklung. Nachhaltige Entwicklung ist keineswegs nur abstrakt, sondern betrifft den Alltag von uns allen. Die Reportage aus dem innovativen Restaurant «Der Küchenchef» in Köniz zeigt, wie zwei findige Unternehmer helfen, Foodwaste zu vermeiden und gleichzeitig saisonale Früchte und regionales Gemüse wieder salonfähig machen. Medienmitteilung Bundesamt für Raumentwicklung (ARE) vom 18.12.18

Sackgasse mit Hoffnungsschimmer – ein Rückblick auf die bewegt-unbewegte Agrarpolitik 2018. Vision Landwirtschaft 19.12.18

Ocean Care sorgt weltweit dafür, dass die Ozeane und deren Bewohner geschützt werden. Seit 2011 als UN-Sonderberaterin für den Meeresschutz.

19.12.18 HOME

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