Posts Tagged ‘saldo’

Grenzwerte erhöhen – beliebtes Spiel der Mächtigen

8. März 2018

Drei Geschäfte, zufällig alle aus dem Zuständigkeitsbereich des Eidgenössischen Departements für Umwelt, Verkehr, Energie und Kommunikation (UVEK), Vorsteherin: Bundesrätin Doris Leuthard.

Wo der Einzelne nur an sich denkt, wird die Gesamtheit nimmer vorwärtskommen.
Jakob Bosshart, 1862 – 1924

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PUUREWASSER: Meine Pestizidquelle

6. Mai 2015
Kleingedruckter Plakattext in grösserer Schrift:  Das Puurewasser wird direkt bei der pestizidangereicherten Wasserfassung gewonnen. Pestizide sind lebenswichtig. Sie bekämpfen allerlei Getier in Ihrem Körper sowie körpereigenes Unkraut. 500 ml Puurewasser decken Ihren täglichen Pestizidbedarf. Puurewasser ist eines der wenigen pestizidhaltigen Lebensmittel und deswegen unverzichtbar für den Bauernhaushalt. Copyright: saldo und Ruedi Widmer

Kleingedruckter Plakattext in grösserer Schrift: Das Puurewasser wird direkt bei der pestizidangereicherten Wasserfassung gewonnen. Pestizide sind lebenswichtig. Sie bekämpfen allerlei Getier in Ihrem Körper sowie körpereigenes Unkraut. 500 ml Puurewasser decken Ihren täglichen Pestizidbedarf. Puurewasser ist eines der wenigen pestizidhaltigen Lebensmittel und deswegen unverzichtbar für den Bauernhaushalt. Copyright: saldo und Ruedi Widmer

Hier geht’s zum Cartoon in höherer Auflösung.

Das Echo auf den saldo-Artikel und -Cartoon über den (erlaubten) Pestizid-Einsatz in der Grundwasserschutzzone S2 war gross und das Lob für die Autoren unüberhörbar; so las Heidi in Mails oder hörte am Telefon: fantastisch, super, prägnant aber sachlich … Daher hat sich Heidi um die Veröffentlichungsrechte für den Cartoon bemüht. Mit Erfolg. Sowohl der Cartoonist Ruedi Widmer wie auch saldo haben zugestimmt. Herzlichen Dank an beide!

Widmer zeichnete diesen Cartoon passend zum Artikel von Eric Breitinger Bauern gegen sauberes Trinkwasser in saldo 08/2015 vom 29. April 2015 (kostet drei Franken). Heidi berichtete darüber: Wer hat das Recht, unser Trinkwasser zu verschmutzen?

Jemand schrieb Heidi: „Persönlich bin ich der Meinung, dass solche karikaturistischen Zuspitzungen vermehrt notwendig sind, um den Leuten die Gefährdung des Wassers bewusst zu machen. Dass wir beim Wasser nur sehr beschränkt auf Bundesbern, insbesondere den Bundesrat, zählen können, finde ich bedauerlich.“

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Wer hat das Recht, unser Trinkwasser zu verschmutzen?

3. Mai 2015
Die Qualität des Trinkwassers geht uns alle etwas an.

Die Qualität des Trinkwassers geht uns alle etwas an.

Eigentlich liegt es auf der Hand, dass niemand unser Trinkwasser verschmutzen darf. Unfälle, Unwetter und Missgeschicke der Menschen beeinträchtigen oft genug die Wasserqualität. Das Vorsorgeprinzip ist also oberstes Gebot oder, besser gesagt, sollte es sein. Ein krasser Verstoss gegen diese Sorgfaltspflicht ist das Recht der Bauern, Pestizide bis unmittelbar an die Trinkwasserfassungen spritzen zu dürfen.

Heidi freut sich immer wieder darüber, wenn auch andere Leute ihre Meinung teilen: Der Einsatz von Pestiziden in der Grundwasserschutzzone S2 soll endlich wieder verboten werden. Neuestes Beispiel ist der Artikel Pestizide: Bauern gegen sauberes Trinkwasser von Eric Breitinger im saldo 08/2015 vom 29. April 2015. Der vollständige Artikel kostet CHF 3.00; der Einsatz ist es wert. Wir sollen schlucken, was wenige Prozent der Bevölkerung uns verordnen. Unglaublich! Höchste Zeit also, dass wir handeln und unser Recht auf sauberes Wasser einfordern. Wo? Beim Bundesamt für Landwirtschaft, bei NationalrätInnen, bei StänderätInnen, beim Bundesamt für Umwelt

Bundesrat gewichtet Freiheit der Bauern höher als Trinkwasserqualität
Grundwasserschutzzonen: Wer weiss Bescheid?

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Wasserfriede, statt -krieg

25. März 2014
Colorado River: Heute eine Wüste; doch Wissenschaftler hoffen, dass das jetzt eingeleitete Wasser schlafende Samen von einheimischen Pflanzen zum Leben erweckt und einen Teil der prächtigen Landschaft auferstehen lässt. Foto: Copyright Pete McBride.

Colorado River: Heute eine Wüste; doch Wissenschaftler hoffen, dass das jetzt eingeleitete Wasser schlafende Samen von einheimischen Pflanzen zum Leben erweckt und einen Teil der einst prächtigen Landschaft auferstehen lässt. Foto: Copyright Pete McBride.

Für die Schweizerische Radio- und Fernsehgesellschaft (SRG) waren 235 Mitarbeiter an den Olympischen Spielen in Sotschi, so berichtet saldo in Nummer 5 vom 19.3.14 unter dem Titel Terrier Max oder was SRF unter Service public versteht. Als am Sonntag, 23.3.14 am Morelas Damm Schleusen geöffnet wurden und erstmals seit 50 Jahren Wasser in den untersten Teil des Colorado Rivers, der die Verbindung zum Meer ist, geleitet wurde, war niemand da.

Das Übereinkomen zwischen den USA und Mexiko ist wegweisend für ähnliche Wasserkonflikte, denn 60% des weltweiten Frischwassers fliesst über Grenzen. Klimawandel und Bevölkerungswachstum könnten Wasserkriege auslösen. Im deutschsprachigen Raum berichtete – so scheint es – einzig Heidi über das historische Ereignis.

Bereits besuchten Fachleute aus anderen Ländern, welche für die Wasserwirtschaft verantwortlich sind, die Region Colorado (Bulgarien, Chile, Tschechien, Kazakhstan…). Wissenschaftler des Zentrums für Binnengewässerkunde (Center for Limnology) der Universität Wisconsin-Madison, freuen sich über dieses grosse Experiment, welches – wie sie schreiben – für Wasserwissenschaftler eine einmalige Gelegenheit im Leben sei, The Year of the Flood: Can the Colorado River Delta Come Back?, UW-Madison Center for Limnology, 24.3.14.

Auch der Rhein fliesst über Grenzen. Doch derweil stolpern Bundesräte einmal mehr über das Kollegialitätsprinzip. Ueli Maurer hat Didier Burkhalter im Visier, der an der Spitze des OSZE versucht, einen Beitrag zum Frieden in der Ukraine zu leisten. Das schlechte Gewissen holte Maurer schon am Mittwoch ein, Berner Zeitung vom 20.3.14; 125 Kommentare zeigen auf, was die SchweizerInnen beschäftigt, jedenfalls nicht Wasserfrieden. Wasser und Gewässerschutz sind keine starken Bundesratsthemen.

Colorado River Dry Delta, U.S. geological Survey (USGS), Foto Pete McBride

25.3.14 HOME


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