Posts Tagged ‘Schmetterling’

Herbizid-News: Alp zum Schmetterlingstod, Alp zum Blumentod und Alp Pardenn

16. Juni 2017

Alp zum Schmetterlingstod

Diesen Raupen werden sich bald zu Schmetterlingen wandeln, sofern ihnen das Futter nicht durch einen Herbizid-Einsatz entzogen wird. Auf der Alp zum Schmetterlingstod hat Ruedi eine kleine Restfläche mit Brennesseln gefunden, voller Raupen. Wird sie der Älpler noch entdecken und mit der Spritze kommen? Copyright Ruedi K.

Diesen Raupen werden sich bald zu Schmetterlingen wandeln, sofern ihnen das Futter nicht durch einen Herbizid-Einsatz entzogen wird. Auf der Alp zum Schmetterlingstod hat Ruedi eine kleine Restfläche mit Brennesseln gefunden, voller Raupen. Wird sie der Älpler noch entdecken und mit der Spritze kommen? Copyright Ruedi K.

So sehen die übrigen Brennesseln aus. Die Raupen sind heruntergefallen. Copyright: Ruedi K.

So sehen die übrigen Brennesseln im Moment aus. Die Raupen sind heruntergefallen. Copyright: Ruedi K.

Alp Pardenn

Kühe auf dem Weg zur Alp Pardenn. Ein kleiner Ausschnitt aus einem grossen Bild, daher unscharf.

Kühe auf dem Weg zur Alp Pardenn. Ein kleiner Ausschnitt aus einem grossen Bild, daher unscharf.

Heidi hat die Fotos des Herbizid-Einsatzes der Gemeinde Klosters auf den Alpwegen nochmals gesichtet und auf einem Bild die Kühe gefunden, welche auf dem mit Herbizid behandelten Weg standen. Gespritzt wurde ein paar Tage zuvor. Ob die Tiere auch während des Spritzens in dieser Weide waren? Die vorgeschriebene Wartefrist für Kühe, die Milch geben, beträgt 3 Wochen, für die übrigen 2 Wochen. Vorschriften werden gerne ignoriert, denn Kontrollen sind nicht zu befürchten.

Neue Alp-Attraktion: Herbizid-Trail, Heidis Mist 11.6.17

Alp zum Blumentod

Mit Herbizid behandelter Weg auf der Alp zum Blumentod ... mit Herbizid-Einsatz auf Blacke. Copyright: Sophie T.

Mit Herbizid behandelter Weg auf der Alp zum Blumentod … mit Herbizid-Einsatz auf Blacke. Copyright: Sophie T.

Sophie hat Heidis Artikel Neue Alp-Attraktion: Herbizid-Trail gelesen. „Blöd,“ dachte sie „ich habe den Weg nicht fotografiert!“ Sie war nochmals auf der Alp zum Blumentod und hat das nachgeholt. Sophie ging auch dorthin, wo das Rind Herbizid-behandelte Brennnesseln frass: Die Stelle ist radibutz kahlgefressen. Die Tiere fressen eben gerne angewelkte oder getrocknete Brennnesseln.

Aufregung auf der Alp zum Blumentod, Heidis Mist 5.6.17.

Die mit Herbizid behandelten Brennesseln hat das Rind gefressen. Copyright: Sophie T.

Die mit Herbizid behandelten Brennesseln hat das Rind gefressen. Copyright: Sophie T.

Tote Brennesseln auf der Alp zum Blumentod. Copyright: Sophie T.

Tote Brennesseln auf der Alp zum Blumentod. Copyright: Sophie T.

 16.6.17 HOME

Die Schmetterlingsforscher tagen im pestizidfreien Mals

8. September 2016
Der Schmetterling gilt als Symbol für Freiheit, Buntheit und intakte Natur. Copyright: hans perting, buchwerkstatt.

Der Schmetterling gilt als Symbol für Freiheit, Buntheit und intakte Natur. Copyright: hans perting, buchwerkstatt.

Das 15. Internationale Symposium über Widderchen (Zygaenidae) findet vom 11. bis 18.9.16 in Mals im Südtirol (I) statt. Ausschlaggebend für die Wahl des Tagungsorts war der Entscheid der Gemeinde Mals, pestizidfrei zu werden.

35 Teilnehmende aus 18 Nationen werden erwartet. Den Anlass ergänzen: Eine Schmetterlingsausstellung des Naturmuseums Südtirol mit dem Titel bye bye butterfly (12. bis 25.9.16), der Film Schmetterlinge – Bezaubernde Vielfalt und zahlreiche weitere Aktionen bis hin zu Schmetterlingssuppen in Restaurants. Auch die europäische Schmetterlingsforschungsgemeinschaft Societas Europaea Lepidopterologica wir vertreten sein.

Auszug aus der Abhandlung von Prof. Gerhard Tarmann, Kustos der Naturwissenschaftlichen Sammlungen i.R. Tiroler Landesmuseen-Betriebsgesellschaft m.b.H., Broschüre Schmetterlingstage Mals 2016:

„… Die Widderchen reagieren besonders empfindlich auf Luftverschmutzungen und sind daher eine anerkannte Modellgruppe, um Luftverunreinigungen, besonders auch Gifteintrag durch Industrie und Landwirtschaft, aufzuzeigen. Nicht nur in Südtirol, sondern auch in anderen Bereichen des Alpenraumes, sind diese Widderchen in den Tallagen der grossen Täler überall dort verschwunden, wo intensiver Obst- und Weinbau betrieben wird.

Grosse Monokulturen erfordern intensiven Pestizideinsatz, da sie ja geradezu ein Eldorado für pflanzenfressende Lebewesen darstellen. Allerdings erkauft man sich den Ertrag mit dem weitgehenden Verschwinden einer natürlichen Artenvielfalt an Tieren und besonders eben auch an den bunten Schmetterlingen. Die Widderchen zeigen Störungen schon sehr früh an und lassen auch Fernverdriftung von Giften in uns noch völlig intakt erscheinende Naturgebiete erkennen …

Grosse Artenvielfalt an Schmetterlingen ist stets ein Beweis für intakte Natur. Viele Individuen einer oder weniger Arten weisen auf einen gestörten Lebensraum hin …“

Broschüre Schmetterlingstage Mals 2016 mit Programm, Informationen, Gedichten und dem Hinweis, dass Psyche im Griechischen sowohl menschliche Seele als auch Schmetterling heissen kann.

8.9.16 HOME

Biodiversität: Natur-Wunder und -Wunden

31. August 2013
Bergwiese: Schmetterlinge umschwärmen die Flockenblume, eine Biene fliegt auf sie zu. Ein eindrückliches Stück Wiese zwischen Bäumen.

Bergwiese: Schmetterlinge umschwärmen die Flockenblume, eine Biene fliegt auf sie zu. Ein eindrückliches Stück Wiese zwischen Bäumen.

In einer steilen, von Büschen durchsetzten Waldwiese beobachtete Heidi am Morgen dieses schönen Spätsommertages den Kampf der Schmetterlinge, Bienen und Hummeln um den Nektar der Flockenblumen. Sie lauschte dem Summen, sonst war Ruhe. Zielstrebig ging sie dann weiter.

Heidis Froschweiher war ein kleiner Tümpel am Fusse des Lauizughorns neben dem Wanderweg, der von dort aus über den Vereinabach zu den Gebäuden der Alp Novai führt. Mehr als zwei Jahre war Heidi nicht mehr hier oben. Zusammen mit dem Geissenpeter machte sie jeweils Halt, schaute den Kaulquappen zu und freute sich über das Wasserleben in „ihrem“ Tümpel, über die Insekten, die angeflogen kamen. Jetzt liegen Steine drin. Ein Teil ist schon mit Gras überwachsen. Wo doch daneben die Vereina mit ihrem steinigen Ufer fliesst. Dort wären die Steine nicht aufgefallen, hätten nichts zerstört. Die Terrain-Bereinigung wird bald abgeschlossen sein. Heidi ging rasch weiter, ohne Blick zurück, liess Brot und Tee im Rucksack.

Das kleine Sterben abseits der Weltpolitik. Irgendwann wird nur noch MENSCH sein. Was dann?

Alpwiese: Heidis Froschtümpel wurde mit Steinen gefüllt, schon wächst Gras darüber.

Alpwiese: Heidis Froschtümpel wurde mit Steinen gefüllt, schon wächst Gras darüber.

Eine kleine Felspartie versperrte hier den "Fahrweg", er war nicht durchgängig. Der kleine An- und Abstieg gab den Wandernden das Gefühl von Gebirge. Jetzt ist das Gelände ausgeebnet. Die Welt verändert sich, langsam aber stetig.

Eine kleine Felspartie versperrte hier den „Fahrweg“, er war nicht durchgängig. Der kleine An- und Abstieg gab den Wandernden das Gefühl von Gebirge. Jetzt ist das Gelände ausgeebnet. Die Welt verändert sich, langsam aber stetig.

31.8.13 HOME


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