Posts Tagged ‘Strategien’

4 Jahre Heidis Mist

14. Mai 2014
Heidibrunnen oberhalb Maienfeld

Heidibrunnen oberhalb Maienfeld

Zufällig ist der Jubiläumsartikel der 300. Beitrag. Ein kleiner Rückblick mit ausgewählten Bildern!

Heidis Lieblingsartikel

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Zweimal täglich Milchzimmerabwasser im Bächlein.

Meistgelesene Beiträge

 

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ausgewaschener „alter Mist“, neuer dunkler Mist

Höchste Zahl der Seitenaufrufe pro Tag immer noch 333

Mitte November 2010 stiegen die Seitenaufrufe rasant an. Ein Kommentar vom 30.11.10 zur Diaschau Misthaufen im Feld 2010/11 liess dann erahnen was los war: „Ich glaube Sie haben effektiv zu langweilig. Suchen Sie sich eine richtige Arbeit und hängen Sie nicht an öffentlichen Geldern! Was Sie hier veröffentlichen und erzählen ist wirklich reiner Mist! Mich interessiert auf welchem Misthaufen Ihre Dummheit entstanden ist?!“ Jemand hatte eine passende e-Mail-Adresse eingerichtet: misthock@… Das Ziel ist klar: Einschüchterung und Verwerfen der Informationen als „falsch“. Hinzuzufügen sei noch, dass Heidis Mist nur Kosten verursacht.

Am 1.12.10 erreichten die Seitenaufrufe das Maximum von 333. Viele Leute schauten sich die Misthaufen-Diaschaus an, lasen Heidis Gülle- und Mist-Artikel sowie Winteranfang in den Bergen. Offensichtlich war Unruhe in der Bauernschaft. Wohin mit Gülle und Mist? fragte sich auch das Amt für Landwirtschaft und Geoinformation und schrieb einen Artikel für den Bündner Bauern mit eben diesem Titel.

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Löwenzahn-Bergwiesen in Klosters mit Sunnibergbrücke von Christian Menn

In welchen Ländern wird Heidis Mist gelesen?

67%  Schweiz
22%  Deutschland
5%  Österreich
2%  USA
4%  übrige

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Viel zu schmaler Pufferstreifen zwischen Maisfeld und Bach, „Kleines Seezli“ zwischen Flums und Walenstadt.

Grosse Zunahme der Abonnements

Besonders freut sich Heidi über die zweistellige Abo-Zuwachsrate; im letzten Jahr betrug sie 27%. AbonnentInnen erhalten jeden neuen Artikel gratis per e-Mail ins Haus geliefert. Herzlichen Dank liebe Abonnentinnen und Abonnenten in nah und fern (Indien, Kanada …) für die Treue.

Heidi im Wallis oder Tessin?

Ein Leser möchte, dass Heidi ins Wallis zieht, denn – so argumentiert er – dort sei alles noch viel schlimmer. Diesen Wunsch kann Heidi leider nicht erfüllen. Auch im Tessin ist sie gefragt: Eine Leserin hat Heidi Fotos versprochen, zum Publizieren natürlich! So ist es denn immerhin beruhigend zu wissen, dass auch andere Leute die Augen offen haben.

Gerade richtig zum Jubiläum traf folgender Brief ein: „Ich wünsche Heidi weiterhin viel Energie – und eine grosse Leserschaft.“

Das Interesse an Heidis Mist ist ungebrochen.

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Ausländerin erntet Erdbeeren im Churer Rheintal

Ausgewählte Kommentare von LeserInnen

  • Gemeinsam sind wir stark…
  • It’s quite astonishing what has been happening to the bees. Let’s hope some common sense in government prevails. This is a lovely post, Heidi.
  • Was in der Schweiz gilt, trifft leider auch für die gesamte EU zu. Trefflich verstehen die Agrarfunktionäre, Subventionen zu sichern, teils mit so interessanten Bezeichnungen wie “Ausgleichszahlungen”.
    Der Sektor Agrarwirtschaft muss schlicht wie Kommunen, Gewerbe und Industrie seinen Beitrag zur Minderung von Nährstoffaustrag in die Welt (Wasser, Boden, Luft !) mindern.
    Wie Heidi leider zutreffend schreibt, ändert sich das bisherige, ungesunde System aber offenbar erst, wenn der Zahler erwacht. Politik scheint allzu verflochten. Das wiederum kann der Wähler beeinflussen. – Wunsch für 2014: Wähler/(Steuer)Zahler erwache!
  • Ich kenne das Problem gut. Wenn die Behörden nicht energisch einschreiten, dann glauben die Bauern, dass sie im Recht sind und wehren sich gegen Sanierungsmassahmen. Mich ärgert das nicht nur weil ich mir Mühe gebe, korrekt zu wirtschaften, sondern weil die Umwelt darunter leidet und mit ihr wir alle.
  • Schönes Bild, dem kalbert sogar der Miststock… Schon krass, wie amateurhaft da vielerorts gewirtschaftet wird. Danke für Deine offenen Augen, Heidi, das Grundwasser wirds Dir danken, die Blacken-Community weniger. Herzlicher Gruss aus dem Unterland.
  • Mich überrascht eigentlich gar nichts mehr, wir in unserer kleinen Ortschaft haben das gleiche Problem, Verursacher ist ein “Einmann-Betrieb”, gefördert von der EU, der wahrscheinlich gar nicht weiss, wieso er gefördert wird, dem Typen müsste seitens der Behörde genauer auf die Finger geschaut werden, doch die zuständige Behörde ist gegen diesen Typen ziemlich machtlos, weil er sehr gute Verbindungen hat …
Glückwunsch zum Geburtstag!

14.5.14 HOME

Antibiotika CH: studieren, zusammensitzen, strategieren

3. März 2013
Wieviel Antibiotika enthält wohl diese Gülle? Wieviel trägt sie zum Reservoir für Resistenzgene in der Erde bei?

Wieviel Antibiotika enthält wohl diese Gülle? Wieviel trägt sie zum Reservoir für Resistenzgene in der Erde bei?

Heidi-Leser Max hat einen Kommentar zum Artikel Deutschland: Systematischen Antibiotikamissbrauch bekämpfen verfasst. Interessant, findet sie, Danke. Ein Anschauungsbeispiel mehr zu: Wie verpuffen unsere Steuergelder? Damit der Kommentar besser zur Geltung kommt, hat Heidi daraus einen „Gast-Schreiber-Artikel“ gemacht. Max hat das Wort:

„Studieren, zusammensitzen, strategieren tun sie, die verantwortungslosen Verantwortlichen, bis die Isolierstationen in unseren Spitäler überfüllt sind, Menschen an banalsten Infektionen (wieder) sterben, unnötig amputiert werden müssen.

Zusätzliche Informationen und Kommentar zu diesem Skandal:

NFP 49 «Antibiotika-Resistenz»
Schweizerischer Nationalfonds
Nationales Forschungsprogramm (NFP)

Das Nationale Forschungsprogramm «Antibiotika-Resistenz» (NFP 49) hatte den Auftrag, Methoden und Strategien für ein kontinuierliches Überwachungssystem zu entwickeln und eine Übersicht über die gegenwärtige Situation der Antibiotikaresistenz in der Schweiz bei Bakterien, die von Mensch und Tier, aus der Landwirtschaft, aus Lebensmitteln und aus der Umwelt herstammen, zu erstellen.
Rahmenkredit: CHF 12’000’000
Forschungsdauer: 5 Jahre
Forschungsbeginn: Juli 2001
Abschluss der Forschungsarbeiten: Juni 2006

Und so hiess es u.a. im Schlussbericht, schon vor über 5 Jahren:

“…Ergebnisse zeigten, dass in der Tiermast eingesetzte Sulphonamide (SA) durch das Ausbringen der Gülle in vergleichbar hoher Konzentration wie Herbizide ins Erdreich gelangen und dort mehrere Wochen oder Monate persistieren. Darüber hinaus wurde nachgewiesen, dass das Erdreich ein beträchtliches Reservoir für Resistenzgene darstellt…”

und auf der Webseite des NRP 49:

“…Antibiotikaresistenz ist in ständiger Evolution und muss mit einer Vielzahl von multidisziplinär entwickelten Strategien bekämpft werden…”

Seit 5 Jahren wird aber die Webseite nicht mehr aktualisiert! Besser kann dieser Skandal nicht beschrieben werden. Wen interessiert es schon? Zuviele Leute verdienen anscheinend zuviel Geld am Status quo – and to hell with human life!

Lieber ein Riesenmedien- und Politklamauk wegen Pferdefleisch, an dem noch niemand gestorben ist, als die wirklich ernsten Gesundheitsrisiken anzugehen: Jetzt und heute, wieder unheilbare Infektionen mit Amputationen und Todesopfern, wie zu Zeiten als es noch keine Antibiotika gab. Fast unlösbare Probleme für unsere Spitäler und Ärzte, grosser Personalaufwand, teure Isolierstationen, überbordende Investitionen und laufende Kosten. Schon 2006 hiess es im NFP 49, dass die Schweiz sich in einer prae-pandemischen Situation befinde.

Wie heisst es auf der Webseite des Departements des Innern, zuständig für das Bundesamt für Gesundheit BAG: “Ein Departement am Puls des Alltags”. Herr Bundesrat Berset, die Situation ist dramatisch. Aktion ist gefordert nicht leere soundbites der PR Abteilung.“

Infektionen trotzen Antibiotika immer häufiger, Medieninformation vom 12.4.7 zum Abschluss des Nationeln Forschungsprogramms „Antibiotikaresistenz“

Schweizerisches Zentrum für Antibiotikaresistenzen, Universität Bern

Hier noch der erste Kommentar zum Artikel, ebenfalls lesenswert:

„Liebe Heidi
Die Antwort aus Bern auf deine Frage aus den Bergen “Was geschieht eigentlich in der Schweiz? Von griffigen Massnahmen hat sie bisher nichts gehört.” lautet: Der Bund erfindet eine Strategie, die so breit abgestützt wird, dass in den nächsten 10 Jahren kaum etwas passiert. Siehe auch: Antibiotika: Bund will breit abgestützte Strategie, Schweizer Bauer 20.2.13.
Herzliche Grüsse aus der Stratosphäre, wo die Strategien erfunden werden.“

Bei dieser Gelegenheit sei auch auf den früheren Kommentar von Max verwiesen: „… Wegen Antibiotikamissbrauch in der Landwirtschaft kommen Bauern in den NL bei Spitalaufenthalt direkt auf Isolierstation, als potentielle Träger von resistenten Keimen….“ Bundesrat gewichtet Freiheit der Bauern höher als Trinkwasserqualität.

3.3.13 HOME


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