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Phishing-E-Mail von Swisscom? JEIN!

3. März 2022
Swisscom Mail vom 2.3.22

Swisscom Mail vom 2.3.22

Heidi und der Alpöhi haben von Swisscom ein Mail erhalten. Heidis Antwort:

Sehr geehrter Herr Buschor

Ich bin erstaunt, in Ihrem Mail vom 2.3.22 zu lesen, dass mein Mail „kostenlos“ sei. Weil ich annehme, dass die 5 Mail-Adressen in meinem Abonnement inbegriffen sind, nicht einfach „gratis“, wollte ich im Kundenkonto nachschauen, in das ich mich vor ein paar Tagen eingeloggt hatte. Die entsprechende Swisscom-Seite war immer noch offen und eingeloggt, also wollte ich kontrollieren wer Recht hat, Sie oder ich. Beim ersten Klick kam der folgende Bildschirm:

Login für bereits geöffnete Seite?!

Login für bereits geöffnete Seite?!

Was bedeutet jetzt das? Die neuen Angebotsbedingungen akzeptieren oder NUR irgendwelche neuen Nutzungsbedingungen zum Login annehmen? In den neuen AGBs zum Mail habe ich keinen Punkt zu „Login“ gefunden und ich möchte die AGBs nicht einfach kampflos hinnehmen.

Ich bitte Sie also, Herr Buschor, meinen Login sofort entsperren zu lassen.

Werbung für kostenlose E-Mail-Produkte

Es macht sehr wohl einen Unterschied, ob die E-Mails im Abo inbegriffen sind oder nicht. Ich entnehme Ihren AGBs Punkt 3.6 Werbung: „Bei Bezug eines kostenlosen E-Mail-Produkts akzeptiert der Kunde, dass Swisscom ihm im Gegenzug Werbung zu Waren und Dienstleistungen von Dritten zustellen darf. So kann das E-Mail-Produkt beispielsweise Werbung im Posteingang oder in Form von Bannern beinhalten.

Ich will aber keine Werbung, Herr Buschor! Ich habe das Weitergeben meiner Daten im Kundenkonto gesperrt, kann aber jetzt nicht einmal nachsehen, ob Sie das auch geändert haben!

Ich bestehe darauf, dass mein Abo die 5 Mail-Adressen enthält. Ihr Mail ist im Klartext eine hinterlistige Änderung des Vertrags zwischen Swisscom und mir.

Ich habe eine Juristin angefragt. Sie hat mir bestätigt, dass die 5 Mail-Adressen im von mir abonnierten Produkt enthalten sind, gemäss Swisscom-Homepage, Stand 2.3.22. Weiter schrieb sie: „Der Vertrag zwischen einem Kunden und der Swisscom kommt nur zustande, wenn beide Seiten damit einverstanden sind. Das gilt auch für Vertragsänderungen. Die Parteien können also einen Vertrag nur ändern, wenn beide einwilligen. In einem bestehenden Vertrag kann eine ­Seite der anderen eine Änderung vorschlagen. Und eine Frist ansetzen, innert deren sie die Änderung ablehnen kann. Wenn der Empfänger ablehnt, gilt der bisherige Vertrag weiter. Sind Sie mit der Änderung nicht einverstanden: Schicken Sie der Swisscom einen eingeschriebenen Brief, möglichst innert 30 Tagen seit Erhalt des Vertragsänderung. Behalten Sie eine ­Kopie als Beweis.“

Antwort von 0800 800 800

Ich habe anschliessend die Swisscom angerufen über die Nummer 0800 800 800. „Begrüsst“ wurde ich von einer Stimme, die mich aufforderte, mein Anliegen zu schildern. Etwas baff sagte ich zuerst, dass man den „Stimmabdruck“ löschen solle und als ich am Erklären war machte es schon klick und eine Stimme forderte mich auf zu sagen, ob die Anfrage etwas Administratives oder Technisches betreffe. Früher konnte man einfach Nummern drücken.

Es dauerte nicht lange, meldete sich eine Frau. Ihre Antwort war, sie habe gerade schon eine solche Anfrage erhalten und würde mich mit der entsprechenden Sachbearbeiterin verbinden, wenn ich wolle. „Ja, gerne“ sagte ich. Und nach einigem Warten war sie dann dran. Von meiner Anfrage wollte die Frau aber nichts hören, auch nicht, dass ich nicht einmal die Rechnungen herunterladen und zahlen könne, wenn ich die neuen Bedingungen bzw. die Vertragsänderung meines Abonnements nicht akzeptiere. Nach ein paar Hin und Hers tönte es unwirsch am anderen Ende: „Ich hänge jetzt auf, habe keine Zeit, mich mit Ihnen herumzuschlagen. Es ist so. Das Gesetzt schreibt vor, dass man die AGBs akzeptieren muss beim Einloggen. Sie können ja die Firma wechseln.“ Peng!

Nun muss ich noch die alten AGBs mit den neuen vergleichen. Auch gibt es unklare Punkte in den AGBs wie unter 2.3 Spam- und Phishingfilter „Der Inhalt des Spam-Ordners und des Papierkorbes wird regelmässig automatisch gelöscht“ – auf meinem Computer? Ich werde Ihnen also einen eingeschriebenen Brief schreiben müssen und/oder die Schlichtungsstelle Telekommunikation konsultieren: www.ombudscom.ch.

Erinnerungen an frühere Swisscom-Frechheiten

Zum Glück habe ich im Frühling 2017 aufgeschrieben, was mich damals beschäftigte: „Seit mehr als einem Jahr kämpfe ich gegen die aggressiven Geschäftspraktiken der Swisscom. Zuerst wollten sie mir per Telefon neue Apparate und ein neues Produkt verkaufen. Beide brauche ich nicht. Dann wollten sie mir automatisch ein anderes Produkt aufschalten … und siehe da: Im Kundenzentrum las ich, dass ich den Auftrag dazu erteilt hätte. Beim Protest-Anruf auf die Nummer 0800 800 800 wurde ich dann überrascht durch die Ansage, dass ein Stimmabdruck genommen werde. Wahr ist, dass ich der Swisscom per Einschreiben bekannt gegeben hatte, dass ich die Angebote der Konkurrenz studiere und auf das mir nicht passende Angebot verzichte. Beim Stoppen der Werbung in meinem Konto im Kundenzentrum schaltete man mich ohne Warnung auf die Seite der mir unbekannten Firma Admeira. Trio Infernale: Swisscom, Ringier, SRG. Ich habe dann einen dritten eingeschriebenen Brief an die Swisscom geschickt.“

So viel ich weiss, hat sich dieses Trio wieder aufgelöst. Tatsache ist, dass die Swisscom mir ohne Einverständnis ein Abo MIT bezahltem Fernsehen aufgeschaltet hatten, wo ich doch keinen Fernseher habe, erst seit der Fernsehgebühr für alle über Internet ausgewählte Informationen konsumiere. Mein Aufwand hatte sich gelohnt. Ihre Swisscom bot dann zuerst ein Abo mit „Gratis-Fernsehen“ an, als ich weiter protestierte kam dann erst eins OHNE Fernsehen.

Herr Buschor, die Swisscom ärgert mich schon wieder mit Zwangsmassnahmen! Bei dieser Gelegenheit möchte ich noch anmerken, dass die Internetbox nicht einmal einen Akku hat, was ich schon mehrmals beanstandet habe. Also bei Stromausfall kein Telefon. Früher waren Internet und Telefon wenigstens getrennt. Man konnte das eine oder andere benutzen. Ich verstehe, dass der Aufwand mit zwei Netzen zu gross ist … aber jedes Handy, jeder Labtop hat einen Akku, aber eine Internetbox MIT Akku ist nicht verfügbar. Das entspricht vermutlich der Verkaufspolitik: Jede/r soll ein Handy kaufen und ein Abo lösen!

Freundliche Grüsse

Heidi

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Grenzwerte erhöhen – beliebtes Spiel der Mächtigen

8. März 2018

Drei Geschäfte, zufällig alle aus dem Zuständigkeitsbereich des Eidgenössischen Departements für Umwelt, Verkehr, Energie und Kommunikation (UVEK), Vorsteherin: Bundesrätin Doris Leuthard.

Wo der Einzelne nur an sich denkt, wird die Gesamtheit nimmer vorwärtskommen.
Jakob Bosshart, 1862 – 1924

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