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Milch und Fleisch: Der Trick mit den Rezepten

3. Oktober 2021
Risotto vegan von Anna Ambuel

Risotto vegan von Anna Ambuel

Wer Lebensmittel produziert, verarbeitet, verkauft usw., präsentiert gerne auch Rezepte, um den KundInnen seine Produkte schmackhaft zu machen. Das kann hilfreich sein. Es ist in vielen Fällen aber klar eine Marketing-Strategie. Also fallen Sie nicht darauf herein! So auch bei Swissmilk. Die Rezepte verführen zu mehr Milch-, Käse- und Fleischkonsum. Wir müssen aber für die Umwelt, besonders gegen den Klimawandel, dringend den Konsum dieser auch energieintensiven Lebensmittel drastisch reduzieren. Aber wie? Tier im Fokus (TIF) hilft Ihnen dabei!

Swissmilk Vegan Style

„Swissmilk ist die Marketing-Organisation der Schweizer MilchproduzentInnen. Mithilfe unserer Steuergelder – 8,2 Millionen im Jahr 2021 – kurbelt sie den Milchkonsum in der Schweiz weiter an. Obwohl die Rinderhaltung massgeblich zum Klimawandel beiträgt.

TIF zeigt, dass es auch anders geht! TIF-AktivistInnen haben zig Rezepte der Swissmilk-Website veganisiert. Eine gesunde und schmackhafte Ernährung funktioniert nämlich auch ohne tierliche Produkte. Davon profitiert nicht nur unsere Gesundheit und jene des Planeten, sondern auch jene der Kühe und Kälber“, das schreibt Für die Tiere Tobias Sennhauser von TIF heute morgen in seinem Newsletter.

Heidi meint: „Wer sich an die Swissmilk-Rezepte anlehnt und sie vegan gestaltet, hat unweigerlich viele Rezepte vor sich, die vegane Milch-, Käse- und Fleischersatzprodukte erfordern, z.B. Wurst im Teig. Solche gibt es viele. Ganze Gestelle sind bei den Grossverteilern damit gefüllt, denn Lebensmittelindustrie und -handel haben lange vor den Bauern gemerkt, dass vegetarisch und vegan trendig sind.

Es geht aber ohne die stark verarbeiteten veganen Industrieprodukte: mit Hülsenfrüchten, Bohnen, Erbsen, Nüssen, Haferflocken, Samen, Pilzen usw. Einfach toll gewürzt mit Kräutern, Knoblauch, Zwiebeln, Peperocini usw. Fantasie ist die beste Köchin! Und Rezepte für wenig Fleischesser, Vegetarier und Vegane gibt es im Internet viele.“

Swissmilk Vegan Style. Tier im Fokus (TIF) vom 3.10.21

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tif: Nein zum Freihandelsabkommen mit Indonesien

19. Februar 2021

Medieninformation Tier im Fokus vom 19.2.21:

Am 7. März 2021 stimmt die Schweizer Stimmbevölkerung über das Freihandelsabkommen mit Indonesien ab. Dabei werden Tiere und die Umwelt dem Profit geopfert. Wir lehnen das Abkommen deshalb ab.

Ein riesiger Baum kracht langsam zu Boden. In seinem Wipfel klammert sich ein Orang-Utan fest. Dieser stürmt geschickt über den gefällten Baumstamm und attackiert die Bagger-Schaufel, die seine Heimat zerstört. Der Baggerführer hebt die Schaufel, worauf der Orang-Utan erschrickt, sich duckt und vom Stamm fällt. Diese traurige Szene stammt aus Indonesien, mit dem die Schweiz nun eine Freihandels-Beziehung eingehen will.

Das Beispiel mit dem Organ-Utan ist kein Einzelfall: 17 Millionen Hektaren Urwald wurden in Indonesien bisher der Palmölproduktion geopfert. Unzählige Tier- und Pflanzenarten wurden vertrieben bzw. ausgerottet; sie mussten den Monokulturen weichen. Zwar existiert heute das Nachhaltigkeits-Label RSPO, doch KritikerInnen sprechen dabei von Greenwashing. Laut der Wochenzeitung stand auf 75 Prozent der heute RSPO-zertifizierten Palmölanbaufläche 1990 noch Dschungel – und ein bedeutender Teil davon war damals Lebensraum gefährdeter Tierarten wie des Orang-Utans.

Tierschutz ausgeklammert

Wie der Schweizer Tierschutz kritisiert, wurde beim Freihandelsabkommen mit dem Inselstaat der Tierschutz und die Tierhaltung ausgeklammert. 2020 importierte die Schweiz nicht weniger als 45 Tonnen Froschschenkel aus Indonesien, die aus grausamen Wildfängen stammen: Den Fröschen werden die Beine noch bei lebendigem Leib abgeschnitten und als «Delikatesse» tiefgekühlt in die Schweiz verschifft. Mit gravierenden Konsequenzen für die Umwelt: Ohne den Frosch als Insektenvertilger steigt der Schädlingsdruck in der Landwirtschaft, was den Einsatz von Pestiziden nötig macht.

Indonesien ist ausserdem einer der weltweit grössten Exporteure von Exotenleder, wofür Reptilien wie Riesenschlangen grausam gejagt, transportiert und getötet werden. Dieses Leder wird für die Luxusgüter- und Uhrenindustrie in die Schweiz importiert.

Im Namen der Tiere und der Natur rufen wir die Schweizer Stimmbevölkerung deshalb auf, das geplante Freihandelsabkommen mit Indonesien abzulehnen!

Nein zum Freihandelsabkommen mit Indonesien. Tier im Fokus vom 19.2.21

Referendum Stop Palmöl!

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