Posts Tagged ‘Überschwemmungen’

Palmölplantagen: Missionare sehen das anders als PolitikerInnen

15. November 2021

Das Freihandelsabkommen mit Indonesien sei gut für Wirtschaft, Mensch und Umwelt. So warb economiesuisse für ein NEIN zum Referendum gegen das Abkommen. Fabian Molina (SP) meinte gar: „Mit dem Abkommen haben wir es zum allerersten Mal in der Geschichte des Schweizer Aussenhandels geschafft, strenge Nachhaltigkeitskriterien zu etablieren – für das wichtige indonesische Exportgut Palmöl.“ Anders sah es Greenpeace: „Freihandelsabkommen mit Indonesien stärkt Rechte von Konzernen auf Kosten von Menschenrechten und Umwelt“. 

Politik hört nicht auf Wissenschaft

PolitikerInnen haben oft einen besonderen Blick. Er richtet sich auf die Vorteile für die Schweiz und deren Wirtschaft. Trotzdem wird dann von win-win geredet. Im Falle von Palmöl warnen Wissenschaftler schon lange. Sie beschreiben unermüdlich die negativen Auswirkungen des Abholzens von Regenwald und der Anlage von Plantagen z.B. wird der Wasserkreislauf und das Klima der Palmölgebiete geändert. Vermehrte zerstörerische Überschwemmungen wurden längst vorausgesagt. Seit einigen Jahren sind sie Realität. Die Bevölkerung leidet darunter. Aber die Politik hört eben nicht auf die Wissenschaft.

Der Kapuziner und die Ölpalmen

Missionare leben meist Jahrzehntelang am gleichen Ort und beobachten Veränderungen. So war Jakob Willi seit 40 Jahren Missionar in Indonesien als er in einem Brief an die Schweizer Kapuziner über seine Arbeit schrieb und wie die Ölpalmen-Plantagen seine Pfarrei grundlegend verändert haben. Hier ein Auszug:

„Für billiges Geld wechselten die Ländereien der Dorfbewohner in die Hände der Plantagenbosse. Im Gegenzug erhielten die Dörfer einen Anschluss an das Strassennetz der Ölpalmplatagen, das sich wie ein bizzarres Strickmuster über die Landschaft breitet. Die Wälder wurden grossflächig gerodet, Hügel eingeebnet und kleine Wasserläufe aufgeschüttet. Die grossflächigen Erdarbeiten erhöhten die Erderosion, was zu einer enormen – schon Jahre andauernden – Verschmutzung der Flüsse geführt hat, sodass das Flusswasser fast nicht mehr zu gebrauchen ist. Geblendet durch grosse Versprechen vom Goldsegen der Ölpalmen, steckten viele Dorfbewohner selbst Reisfelder und Gummibaumplantagen – ihre gesamte traditionelle Existenzgrundlage – bereitwillig in den Rachen der Ölpalmplantagen und hängen nun vollends am “Rockzipfel” der Ölpalmplantagen.“

Flammen bedrohen Steyler Waldprojekt

Heidi hat im vorangehenden Artikel über die Überschwemmungskatastrophe im indonesischen Kalimantan geschrieben und darin auch Fransiskus Sani Lake, Direktor der katholischen Laienorganisation Gerechtigkeit, Frieden und Bewahrung der Schöpfung in Kalimantan, zitiert. Er sagte, die Katastrophe sei durch die Abholzung der Wälder für Palmölplantagen und Bergbau verursacht worden.

Am 30.10.15 berichtete die Steyler Mission: «2000 Feuer lodern derzeit auf den Inseln auf Sumatra und Borneo – ausgelöst durch illegale Brandrodung. Auch ein Wiederaufforstungsprojekt der Steyler Missionare ist in Gefahr. Die Ordensmänner helfen den Menschen vor Ort und fordern, Produkte der indonesischen Palmölindustrie zu boykottieren.

Ein Drittel des indonesischen Territoriums ist in diesen Tagen in dicken gelben Nebel gehüllt. Ursache dafür sind Waldbrände, mit denen Plantagenbesitzer auf Sumatra und Borneo ihre Flächen abbrennen, um Raum für Anbaugebiete von Palmöl zu schaffen. Eigentlich sind diese Rodungen seit 1999 verboten. Doch das stört die Landbesitzer wenig. Umweltschützer sprechen bereits jetzt von einer der grössten Umweltkatastrophen seit langem. Von der Luftverschmutzung sind über 40 Millionen Menschen in ganz Südostasien betroffen.

… Nun ist das Projekt in Gefahr. „Einige der umliegenden Kautschuk-Plantagen stehen bereits in Flammen“, sagt Pater Vitus Hari. „Unserem Projekt hat der wenige Regen, der letzte Woche gefallen ist, etwas Luft verschafft. Aber wir sind sehr besorgt, weil die Trockenzeit schon so lange anhält und die Brände noch immer ausser Kontrolle sind.“ Die Feuer seien so schwer zu löschen, weil der Torfboden weiträumig und metertief glühe. Soldaten und Feuerwehrleute seien hoffnungslos überfordert.

Pater Paul Rahmat SVD, der zentrale Koordinator für Gerechtigkeit, Frieden und Bewahrung der Schöpfung der Steyler Missionare in Indonesien, geht derweil scharf mit den Palmöl-Unternehmen ins Gericht, auf deren illegale Rodungen die aktuelle Umweltkatastrophe zurückgeht. „Die Palmölplantagen expandieren jährlich um 520’000 Hektar – das entspricht kaum weniger als der Gesamtfläche der Insel Bali“, kritisiert der Steyler Missionar. „25 Großkonzerne kontrollieren insgesamt 5,1 Millionen Hektar Land in Kalimantan und Sumatra. Diesem Umweltdesaster müssen wir ein Ende bereiten. Ich rufe deshalb alle Menschen weltweit auf, die Produkte der indonesischen Palmölindustrie zu boykottieren.“»

Heidi meint: „Die Realität sieht anders aus als in den Träumen der PolitikerInnen.“

Freihandelsabkommen mit Indonesien – gut für Wirtschaft, Mensch und Umwelt. Economiesuisse 25.1.21

Freihandelsabkommen mit Indonesien stärkt Rechte von Konzernen auf Kosten von Menschenrechten und Umwelt. Greenpeace

«Indonesien ist ein Grenzfall». Interview mit Fabian Molina von Dinu Gautier, WOZ vom 28.1.21

Der Kapuziner und die Ölpalmen. Heidis Mist 19.11.18

Indonesischer Gouverneur macht Palmölfirmen für Flutkatastrophe verantwortlich. Heidis Mist 14.11.21

Flammen bedrohen Steyler Waldprojekt. Steyler Mission 30.10.15

Heidis weitere 87 Artikel über Palmöl

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Indonesischer Gouverneur macht Palmölfirmen für Flutkatastrophe verantwortlich

14. November 2021

Copyright: Fransiskus Sani Lake

Copyright: Fransiskus Sani Lake

Quelle: UCA News

Ein indonesischer Provinzgouverneur hat versprochen, bei der Erteilung von Genehmigungen für Palmölfirmen hart durchzugreifen, nachdem Sturzfluten mehrere Gebiete auf Borneo heimgesucht, mehrere Menschen getötet und Tausende zur Flucht gezwungen hatten. Der Gouverneur von West-Kalimantan, Sutarmidji, der nur unter einem Namen bekannt ist, sagte am 10. November, er werde die Genehmigungen widerrufen, nachdem er die Überschwemmungen auf die Aktivitäten von Palmölfirmen zurückgeführt hatte.

Die Wut des Gouverneurs spitzte sich am 9. November zu, als verschiedene Firmen in seiner Provinz seinen Aufruf zur Hilfe für die Flutopfer ablehnten. „Sie wollen sich in West-Kalimantan nur bereichern, aber sie wollen sich nicht um die Menschen kümmern“, sagte er. Solange er Gouverneur sei, wolle er nichts mehr mit Palmölfirmen zu tun haben.

In den letzten Wochen wurden viele Gebiete in Kalimantan von Überschwemmungen heimgesucht, wobei mehrere Bezirke in der Provinz Westkalimantan am stärksten betroffen waren. Seit der Ansiedlung dieser Unternehmen treten bei jedem Regen alle Flüsse über die Ufer. Dies geschieht mindestens seit 2013 und wird jedes Jahr schlimmer.

Nach Angaben der Katastrophenschutzbehörde haben die Überschwemmungen im Bezirk Sintang mehr als 35’000 Häuser überflutet und mindestens 140’000 Einwohner vertrieben.

Fransiskus Sani Lake, Direktor der katholischen Laienorganisation Gerechtigkeit, Frieden und Bewahrung der Schöpfung in Kalimantan, sagte, die Katastrophe sei durch die Abholzung der Wälder für Palmölplantagen und Bergbau verursacht worden. „Seit diese Industrien hinzugekommen sind, treten bei jedem Regen alle Flüsse über die Ufer. Dies geschieht seit mindestens 2013 und wird jedes Jahr schlimmer“, sagte er gegenüber UCA News.

Diese Industrien kontrollieren riesige Landstriche in der Region. Nach Angaben von Umweltgruppen werden etwa 1,2 Millionen Hektar oder 33 Prozent der Landfläche der Provinz Südkalimantan durch den Kohlebergbau kontrolliert und etwa 620’000 Hektar oder 17 Prozent durch Ölpalmenplantagen.

Obwohl Lake die Drohung Sutarmidjis, die Genehmigungen zu widerrufen, unterstützte, sagte er, die Regierung müsse die Situation bewerten. „Warum? Weil die Regierung selbst auch Genehmigungen erteilt hat, ohne sich um die Umwelt zu kümmern“, sagte er.

Indonesian governor blames flood disaster on palm oil firms. UCAnews 11.11.21

Heidis zahlreiche Artikel über Palmöl

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Indonesien: Sozialministerin entsendet Mitarbeiter zur Unterstützung der Flutopfer in West-Kalimantan

4. November 2021

TEMPO.CO, Pontianak – Nach ihrem Besuch bei den Überschwemmungsopfern im Distrikt Sekadau in der Provinz West-Kalimantan sagte Sozialministerin Tri Rismaharini, sie habe ihre Mitarbeiter beauftragt, in den von der Flut betroffenen Gebieten zu bleiben, um den Bedürftigen zu helfen.

„Wenn noch öffentliche Küchen benötigt werden, werden meine Mitarbeiter später hier (Sekadau), in Sanggau, Sintang und Melawi sein. Sie sind an diesen Orten stationiert“, sagte sie am Mittwoch. Sie erinnerte daran, dass die Möglichkeit eines weiteren Anstiegs des Wasserspiegels vorhergesehen werden muss, damit es keine Opfer gibt. Die Ministerin betonte auch, wie wichtig vorausschauende Massnahmen sind, damit sich die Überschwemmungen im nächsten Jahr nicht wiederholen. Sie werde dies mit dem Repräsentantenhaus und dem Ministerium für öffentlichen Wohnungsbau und öffentliche Arbeiten koordinieren.

„Wir werden dafür sorgen, dass die logistischen Voraussetzungen geschaffen werden, um den Flutopfern zu helfen“, erklärte sie.

Sie wies darauf hin, dass die Boote der Tagana (Katastrophenschutzteam) für die Lieferung von Lebensmitteln an die Flüchtlinge vorbereitet worden seien. „Wenn wir später eine öffentliche Küche brauchen, werden wir die Lebensmittel mit Booten ausliefern“, sagte sie.

Rismaharini, der Vorsitzende der Kommission V Lasarus des Repräsentantenhauses (DPR) und ihr Gefolge reisten vom Pier des Kusuma Negara Palace entlang des Sekadau-Flusses und des Kapuas-Flusses, um die von den Überschwemmungen betroffenen Bewohner der Dörfer Tanjung und Mungguk im Unterbezirk Sekadau Hilir zu treffen.

Die Ministerin verteilte auch Hilfsgüter, von Grundbedarfsartikeln bis hin zu Ausrüstungen.

Tri Rismaharini und ihr Gefolge kehrten nach der Verteilung der Hilfsgüter in den Kusuma Negara Palast zurück. Sie sagte, dass ihre Verwaltung Hilfe geleistet hat, damit die Flüchtlinge inmitten der Überschwemmungen überleben können, da die Fluten seit zwei Wochen nicht mehr zurückgegangen sind.

Social Minister Assigns Staffers to Assist Flood Victims in West Kalimantan. Tempo.Co 4.11.21

Wie auch gemeldet wird: Infrastrukturen wie Telefon funktionieren nicht mehr.
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Überschwemmungen in Indonesien: Neue Normalität!

4. November 2021

Wo abgeholzt wird und wo Böden versiegelt werden, da folgen „natürlicherweise“ Überschwemmungen, sogar in der Schweiz und in weiten Teilen Europas. Intensive Regenfälle, wie sie wegen des Klimawandels häufiger auftreten, verstärken die schädlichen Auswirkungen.

In Indonesien, v.a. Kalimantan wurde viel Regenwald abgeholzt für Palmölplantagen, Holzgewinnung, Goldminen usw. Nun werden weite Gebiete regelmässig überschwemmt. Auch wenn es früher schon Überschwemmungen gab, so waren sie nicht so häufig und Torfböden nahmen zumindest einen Teil des Wassers auf. Während in Glasgow „wichtige Leute“ mit 400 Privatjets angereist kamen, richten Überschwemmungen in Indonesien grossen Schaden an, es sterben Leute, viele verlieren ihr Hab und Gut.

Ob der Wille wirklich da ist, die Abholzung (erst) bis 2030 zu stoppen, das muss noch bewiesen werden und bis dahin wird noch viel Schaden angerichtet. Über die nicht eingelösten Versprechen der letzten Jahrzehnte wird Heidi demnächst berichten.

Indonesien – Tausende von Menschen von den Überschwemmungen in West-Kalimantan betroffen

Banjir Bandang di Sekadau, Kalimantan Barat Hari ini!! Ketinggian Air Hingga 2 Meter

Banjir Bandang di Sekadau, Kalimantan Barat Hari ini!! Ketinggian Air Hingga 2 Meter

Schwere Regenfälle in Teilen der Insel Borneo haben in den indonesischen Provinzen Zentral- und West-Kalimantan schwere Überschwemmungen verursacht und tödliche Erdrutsche ausgelöst.

Nach Angaben der regionalen Katastrophenschutzbehörde (BPBD) sind Gebiete im Bezirk Sekadau in der Provinz Westkalimantan seit dem 23. Oktober überflutet. Einige Gebiete stehen bis zu 2,5 Meter tief unter Wasser.

Nach Angaben der BPBD wurden bis zum 27. Oktober 2’541 Häuser in den Distrikten Sekadau Hilir und Belitang beschädigt, 8’430 Menschen waren betroffen, und 1’879 Menschen wurden aus ihren Häusern vertrieben.

Am 25. Oktober trat der Kapuas-Fluss im Bezirk Sanggau in West-Kalimantan aufgrund starker Regenfälle über die Ufer. In den Bezirken Meliau, Tayan Hilir, Jungkang, Mukok und Kapuas wurden etwa 1’000 Häuser beschädigt und 4’112 Menschen waren betroffen.

Sechs Menschen starben bei einem Erdrutsch in einer Goldmine im Bezirk Kotawarin Timur in der Provinz Zentral-Kalimantan nach heftigen Regenfällen am 28. Oktober 2021. Fünf Menschen überlebten den Vorfall.

Indonesia – Thousands of People Affected by Floods in West Kalimantan. Planet today 2.11.21

Indonesia – Thousands Hit by Floods in West Kalimantan, Deadly Landslides in Central Kalimantan. FloodList 1.11.21

Hunderte Reisfelder überflutet

SuaraKalbar.id – Hunderte Hektar Reisfelder von Bewohnern von Sidorejo Hamlet, Dorf Sedahan, Distrikt Sukadana, North Kayong Regency, wurden überflutet. Dadurch erleiden Landwirte Verluste durch Ernteausfälle. Nach den von Antara zusammengestellten Informationen werden die seit den letzten Wochen überfluteten Reisfelder auf 510 Hektar erfasst.

„Materialverluste sind sicher, zumal die Mehrheit der Menschen hier Bauern sind und Bauern wegen Überschwemmungen mehrmals faulen Reis angepflanzt haben“, sagte einer der Gemeindevorsteher im Dorf Sedahan, Kirno, am Mittwoch in Sukadana ( 27.10.2021). Er gab an, dass die Überschwemmungen, die die Reisfelder überflutet hatten, seit einer Woche aufgrund von starkem Regen aufgetreten waren. Aus diesem Grund fliesst das Wasser des Flusses, der eine Verschlammung erfährt, in die Reisfelder über, so dass der Reis verrottet.

„Ausserdem ist der Benawai River hier seicht, sodass das Wasser bei Überschwemmungen langsamer wird. Kirno gab auch bekannt, dass im Dorf Sedahan 136 Familien lebten, die aufgrund des Überlaufs des Benawai-Flusses ebenfalls von der Flut betroffen waren.

„Wir hoffen, dass die Regentschaftsregierung von North Kayong unverzüglich vorbeugende Maßnahmen zur Bekämpfung von Überschwemmungen ergreift, die routinemässig in der Regenzeit auftreten, wie zum Beispiel die Normalisierung des Benawai-Flusses oder anderer“, sagte er.

Ratusan Hektare Lahan Lumbung Padi di Kayong Utara Jadi Lumbung Air, Petani Merugi. Suarakalba.id 27.10.21

Wasserstand erreicht die Dächer

Pontianak: Überschwemmungen im stromaufwärts gelegenen Gebiet von West-Kalimantan sollen sich bis heute Nachmittag weiter auf die Regentschaften Sekadau und Sanggau ausgebreitet haben.

Die schlimmsten Überschwemmungen ereigneten sich im Bezirk Belitang und im Bezirk Sekadau Hilir, Regentschaft Sekadau. Der Wasserstand hat bereits die Dächer der Bewohnerhäuser erreicht.

„Wir koordinieren uns immer noch mit der Westkalimantan BNPB, um Hilfe zu erhalten“, sagte Sekadau Regent, Aron in der Headline News, die am Donnerstag, den 18. Oktober 2021 auf Metro TV ausgestrahlt wurde.

Banjir di Kalbar Terus Meluas. Medcom.id 29.10.21

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Zum ersten Mal Regen auf Grönlands Eis!

14. September 2021

Im Frühling 2011 gewann Heidi einen Matterhorn-Rundflug in einem NZZ-Wettbewerb. Am 27.6.11 sah sie dann die prächtige Alpenwelt von oben. Der Pilot des Kleinflugzeuges nannte nicht nur die Namen der Berge, sondern er zeigte auch die schwindenden Gletscher.

Im Frühling 2011 gewann Heidi einen Matterhorn-Rundflug in einem NZZ-Wettbewerb. Am 27.6.11 sah sie dann die prächtige Alpenwelt von oben. Der Pilot des Kleinflugzeuges nannte nicht nur die Namen der Berge, sondern er zeigte auch die schwindenden Gletscher.

Quelle: The Guardian vom 13.9.21.

Zum ersten Mal in der Geschichte fiel Regen auf das grönländische Inlandeis. Die Alarmglocken sollten läuten.

Wenn Grönland weiterhin so schnell schmilzt, könnten nach Ansicht von Klimawissenschaftlern bis zum Jahr 2030 jährlich Dutzende Millionen Menschen auf der ganzen Welt von Überschwemmungen und Vertreibung betroffen sein.

Letzten Monat fiel zum ersten Mal in der Geschichte Regen auf dem höchsten Punkt des grönländischen Eisschilds. Das sorgte kaum für Schlagzeilen. Doch Regen an einem Ort, der historisch gesehen von bitterer Kälte geprägt ist, deutet auf eine Zukunft hin, die Küstenlinien auf der ganzen Welt verändern und ganze Städte überfluten wird.

… Zunächst müssen wir Vertreter wählen, die die Wissenschaft respektieren und das Ausmass dessen, womit wir es zu tun haben, akzeptieren. Wenn sie das nicht tun, müssen sie besiegt werden.

Es ist an der Zeit, unseren Planeten an die erste Stelle zu setzen.

Rain fell on Greenland’s ice sheet for the first time ever known. Alarms should ring. Kim Heacox, The Guardian vom 13.9.21

13.9.21 HOME

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Chinas Massnahmen gegen Erosion und Überschwemmungen fördern globalen Kahlschlag

3. August 2021
Das Schweizer Fernsehen brachte heute einen interessanten Beitrag über Aufforstung von Wüste. Heidi hat daher nachgeschaut wie es sonst mit dem Wald in China steht.

Das Schweizer Fernsehen brachte am 2.8.21 einen interessanten Beitrag über Aufforstung von Wüste, denn Sandstürme sind ein grosses Problem für die betroffenen Städte. Heidi hat nachgeschaut wie es sonst um den Wald in China steht.

Vorwiegend in Berggebieten Chinas wurden Mitte des 20. Jahrhunderts Wälder systematisch gerodet, um das Holz für den wirtschaftlichen Aufbau zu nutzen und landwirtschaftliche Anbauflächen für die wachsende Bevölkerung zu schaffen. Dies führte zu einer Zunahme des Oberflächenabflusses und der Bodenerosion. Die Folge sind höhere Sedimentfrachten und Hochwasserspitzen in den Flüssen, welche Menschen, Infrastrukturen und Trinkwasserversorgung gefährden.

Die zunehmenden Überschwemmungen führten zu einer Änderung der chinesischen Landnutzungspolitik. Die landwirtschaftliche Nutzung auf Hängen steiler als 30 Grad wurde landesweit verboten, die weitere Rodung von Wäldern am Hang untersagt, die ungeregelte Holznutzung beschränkt und Aufforstungsprogramme gestartet. Gerodet wird aber immer noch, etwa von 2002 bis 2020  76’000 Hektar an Primärwald, dessen Fläche in diesem Zeitraum um 4,4% zurückging.

China fördert den globalen Kahlschlag

Um Flutkatastrophen vorzubeugen, hat China das Bäumefällen in seinen eigenen Forsten gestoppt. Stattdessen werden nun gigantische Holzmengen aus den übrigen Ländern Südostasiens und aus Russland importiert, auch der Schwarzmarkt blüht. Seit drei Jahrzehnten beutet Asiens grösster Holzverbraucher Japan systematisch die Urwälder Südostasiens aus. Nun wird befürchtet, dass Chinas extrem gewachsener Einfuhrbedarf auch noch den Rest der grünen Wildnis in der Region vernichtet.

Auch Schweizer Holz wird nach China exportiert. Michael Gautschi, Direktor von Holzindustrie Schweiz, sagte 2018, es werde rund ein Prozent des Schweizer Holzes nach China exportiert. Ökologisch seien solche Transporte nicht so schlimm: «Das Holz wird in die Container geladen, mit denen Waren aus China in die Schweiz verschifft werden.» Oder sollte man eher sagen: „Holz kommt verarbeitet in Containern zurück?“ Zum Beispiel Bau- und Möbelholz, Tischplatten, Balken, Bretter, Geländer, Fournier landen auf den Weltmarkt und werden auch in die Schweiz vertrieben. Vor Weihnachten 2020 verkaufte die Migros Wallhölzer aus Buchenholz made in China und Alibaba und Made-in-China bieten zahlreiche Holzprodukte an.

Wenn ein Geschäft ökonomisch aufgeht, dann lässt sich ökologisch Absurdes durch schöne Worte rechtfertigen.

Aufforstungen in China. Waldwissen.net, Bayerische Landesanstalt für Wald und Forstwirtschaft

Global Forest Watch, China.

China befördert den globalen Kahlschlag. GEO

Holz-Export nach China empört Naturschützer. Pressereader vom 17.10.18

Schweizer Rohstoff-Export Asiaten wollen mehr Schweizer Holz. Matthias Heim, SRF vom 6.5.17

Made-in-China

Alibaba

Holz bleibt das Material der Wahl für zukunftsfähige Bauten. Lignum vom 5.4.21

Grossauftrag in China geht an Häring AG. späne

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Cartoon von NaNa und Leserbrief zum Freihandelsabkommen mit Indonesien

4. Februar 2021

Liebe Heidi

Die NZZ schrieb mir: „Vielen Dank für Ihre Zuschrift. Derzeit erreicht uns ein Vielfaches der üblichen Anzahl Leserbriefe. Wir bitten um Geduld und Verständnis dafür, dass wir nicht alle Leserbriefe bearbeiten und nur eine kleine Auswahl publizieren können.“ Mein Leserbrief wurde bis heute nicht veröffentlicht. Kannst du das machen?

Freundliche Grüsse aus Zürich

Konrad E.

Leserbrief zu Der Freihandel bringt Vorteile für die Umwelt, NZZ vom 22.1.21

David Vonplon schreibt über viele Punkte, welche das Freihandelsabkommen mit Indonesien betreffen. Er lobt besonders die mit dem Abkommen verbundenen Nachhaltigkeitskriterien für den Import von Palmöl. Dieses Modell sei zukunftsweisend. Während Vonplon in Wirtschaft und Handel verankert zu sein scheint, lese ich als Naturwissenschaftler regelmässig wissenschaftliche Publikationen und Medienberichte über Indonesien und den Anbau von Palmöl.

Das Flächenwachstum betrug zwischen 2010 (8,55 Mio ha) und 2019 (14,6 Mio ha) 70%. Der WWF prognostizierte 2012 eine Zunahme bis 2025 auf 20 Millionen Hektaren, was wohl realistisch ist. Die Flächenverluste gehen auf Kosten von Landwirtschaftsland für die Lebensmittelversorgung der Bevölkerung, Rodung von Agroforst und Urwald. Es ist also ein Leichtes, Palmöl von schon gerodeten Flächen zu finden. Und es wird weiter gerodet! Wer mit Google Earth einen Blick auf Indonesien wirft, sieht das Ausmass der Plantagenwirtschaft.

In den Palmölanbaugebieten verändert sich das Klima im Vergleich zum Urwald. Es wird wärmer. Die Niederschlagsmenge beträgt etwa das drei- bis fünffache jener in der Schweiz. Weil kein Wald mehr da ist, der diese hohen Wassermengen abfangen könnte, gibt es vermehrt Überschwemmungen. Aktuell berichten die Medien über katastophale Überschwemmungen.

Bisher habe ich keine Studie gefunden, welche eine realistische Berechnung des Palmölertrags zeigt. Ich selber habe mit im Internet verfügbaren Daten gerechnet und kam zum Schluss, dass Ölpalmen den 1,9-fachen Ertrag von Raps abwerfen. Zu einem noch schlechteren Verhältnis von Palmöl zu Raps kamen Autoren der Wissenschaftssendung Odysso des SWR, nämlich 2 Tonnen Palmöl pro Hektar und 1,7 Tonnen Raps pro Hektar laut EU-Statistik. Die Plantagen werfen in den ersten drei Jahren keinen Ertrag ab. Optimal ist er erst ab dem siebten Jahr und nach 15 sinkt er bereits, so dass die Palmen nach 20 bis 25 Jahren ersetzt werden müssen. Kleinbauern haben oft gar nicht das Geld für Neupflanzungen.

Das sind nur ein paar Argumente, die darauf hinweisen, dass Palmöl, wie es heute angebaut wird, nicht nachhaltig ist. Da nützt es wenig, wenn die Handeltreibenden sich selber kontrollieren. Ich kenne zudem keine unabhängige Studie, welche dem Palmöl Nachverfolgbarkeit attestieren würde. Und ich glaube nicht an Wunder!

Konrad E.

Geschönte Palmölstudie. SWR vom 27.9.21

Heidis 53 Artikel zu Palmöl

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Landnutzungswandel führt zu stärkeren Überschwemmungen in Indonesien

29. August 2020

Ein Kleinbauer betrachtet sein überflutetes Feld. Copyright: Jennifer Merten

Ein Kleinbauer betrachtet sein überflutetes Feld. Copyright: Jennifer Merten

Medienmitteilung der Universität Göttingen vom 27.8.20.

Während hohe Treibhausgasemissionen und Biodiversitätsverlust häufig mit dem rapiden Landnutzungswandel in Indonesien in Verbindung gebracht werden, blieben Auswirkungen auf lokale Wasserkreisläufe bisher weitgehend unbeachtet. Dazu veröffentlichten ForscherInnen der Universität Göttingen sowie der IPB University in Bogor und des BMKG in Jakarta nun eine Studie. Sie zeigen, dass die Ausweitung von Monokulturen wie Ölpalm- und Kautschukplantagen zu häufigeren und stärkeren Überschwemmungen führt. Diese erklären das fachübergreifende Autorenteam mit einem komplexen Zusammenspiel aus ökohydrologischen und sozialen Prozessen, zu denen Bodendegradation in Monokulturen, die Ausweitung von Ölpalmplantagen in Feuchtgebiete, aber auch der Bau von Hochwasserschutzdämmen zählen. Die Ergebnisse sind in der Fachzeitschrift Ecology & Society erschienen.

Die WissenschaftlerInnen des deutsch-indonesischen Sonderforschungsbereichs „Ökologische und sozioökonomische Funktionen tropischer Tieflandregenwald-Transformationssysteme“ zeigen in ihrer Studie, dass die aktuelle Ausweitung von Ölpalm- und Kautschukplantagen in erheblichem Masse die lokalen Wasserkreisläufe beeinflusst. „Der grossflächige Landnutzungswandel führt zu einer Verdichtung des Bodens, sodass der Regen vom Boden langsamer aufgenommen wird und das Wasser rasch an der Oberfläche abfliesst“, erklärt der Göttinger Ko-Autor Christian Stiegler. „Insbesondere die voranschreitende Zerstörung von Flussauen spielt dabei eine wichtige Rolle.“

Aus Perspektive der Dorfbevölkerung trägt zusätzlich der Bau von Hochwasserdämmen und Entwässerungsgräben zu einem veränderten Überflutungsgeschehen am Ort bei. Da besonders Ölpalmplantagen immer stärker in Feuchtgebieten wie Flussauen oder Mooren angebaut werden, versuchen grössere Plantagenbesitzer, Überschwemmungen auf ihren Flächen durch solche Bauten zu kontrollieren. „Solche Dämme führen aber häufig dazu, dass sich Überschwemmungen auf benachbarten kleinbäuerlichen Plantagen verstärken“, berichtet Jennifer Merten von ihren Erfahrungen am Ort. Dadurch führt die beobachtete Zunahme von Überschwemmungen auch zu neuen sozialen Spannungen und Konflikten.

Weiterlesen …

Flooding and land use change in Jambi Province, Sumatra: integrating local knowledge and scientific inquiry. Ecology & Society (2020)

Weitere 36 Artikel von Heidi über Palmöl

Nachtrag vom 29.8.20

Auf einer industriellen Ölpalmenplantage befindet sich ein kürzlich errichteter Hochwasserschutzdamm. Copyright: Jennifer Merten. Gemäss einem Leser ist es ein Entwässe

Auf einer industriellen Ölpalmenplantage befindet sich ein kürzlich errichteter Hochwasserschutzdamm. Copyright: Jennifer Merten. Gemäss einem Leser ist es ein Entwässerungsgraben.

Ein Leser schrieb Heidi: „Vielleicht hast du gemerkt, dass auf einem Bild kein Damm abgebildet ist sondern ein Entwässerungsgraben und der Aushub so aufgeschüttet ist, dass es für Laien aussieht wie ein Damm.“ Tatsächlich hat Heidi das zweite Bild der Medieninformation nicht genau angeschaut! Weiter heisst es: „Es zeigt immer wieder dass „Laien“ über etwas schreiben, das sie vor Ort falsch angeschaut haben. Das sind typische Entwässerungsgräben, die überall auf den Palmölpflanzungen ausgehoben werden. Das ist der Hauptgrund, weshalb das Wasser schnell abfliesst und in den tiefer gelegenen Parzellen zu Überschwemmungen führt. Jetzt den grossen Plantagen die alleinige Schuld zu geben, ist falsch. Wenn es ein Damm wäre, dann würden die Einheimischen diesen innert kurzer Zeit mit Hacken öffnen damit das Wasser abfliessen kann.“

Bilder über Drainagen in Palmölplantagen

29.8.20 HOME

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Indonesien: Feuer und Wasser!

7. Juli 2020

Jahr für Jahr brennen in der Trockenzeit unzählige urwaldzerstörende Feuer, deren Rauch für die Bevökerung weit herum gesundheitsschädigend sind.

Jahr für Jahr brennen in der Trockenzeit unzählige urwaldzerstörende Feuer, deren Rauch für die Bevökerung weit herum gesundheitsschädigend sind.

Die Papageien wissen es: Die Schweiz bezieht nur NACHHALTIGES Palmöl aus Indonesien. Heidis LeserInnen kennen „andere Fakten“, etwa Klimaveränderung durch Abholzung von Urwald und Anbau von Ölpalmen, gestörter Wasserhaushalt, verschmutztes Wasser, Überschwemmungen, Korruption, Landraub, Kinderarbeit, Erosion usw.

Überschwemmungen nehmen zu

Das Umweltprogramm der Vereinten Nationen unterstützte eine von Borneo Futures durchgeführte Studie mit dem Titel Forests, Floods, People and Wildlife on Borneo. Diese Studie zeigte, dass die durch Überschwemmungen in Kalimantan verursachten Probleme viel grösser sind als bisher erkannt, dass die Überschwemmungsrisiken durch die Änderung der Landnutzung und die Verstädterung (klimarelevant) verschärft wurden und dass dringende und vorausschauende Massnahmen erforderlich sind, um diese Probleme anzugehen.

Die Studien zeigten, dass die Überschwemmungen in weiten Teilen Borneos sowohl an Häufigkeit als auch an Schwere zunahmen, da die Wälder in den Wassereinzugsgebieten und Flussläufen nicht geschützt wurden. Zwischen 2010 und 2013 waren in Kalimantan bis zu 1,5 Millionen Menschen und 360’000 Häuser von Überschwemmungen betroffen, das sind mehr als 10 Prozent der Gesamtbevölkerung. Die Zunahme der Überschwemmungshäufigkeit konzentrierte sich vor allem auf Gebiete mit hoher Bevölkerungsdichte und zunehmender landwirtschaftlicher Entwicklung, was darauf hindeutet, dass die künftigen wirtschaftlichen Auswirkungen der Überschwemmungen noch grösser sein könnten. Das stimmt mit den Aufzeichnungen der malaysischen Regierung überein, die schätzt, dass jährlich 4,82 Millionen Menschen (22 Prozent der Gesamtbevölkerung des Landes) von Überschwemmungen betroffen sind, die jedes Jahr Schäden in Höhe von 250 Millionen Dollar verursachen.

Die Daten weisen nachdrücklich darauf hin, dass die Zunahme der Überschwemmungen höchstwahrscheinlich in Gebieten stattfanden, in denen eine umfangreichere Entwaldung für den Anbau von Ölpalmen oder eine schwere Degradierung durch Abholzung und Brände stattgefunden hatte.

Borneo Futures – Science for Change: Überschwemmungen

Forests, Floods, People and Wildlife on Borneo, United Nations Environment Program, Nairobi, Kenya

700 Waldbrände: Ausnahmezustand in der drittgrössten Provinz

Reuters berichtete am 1.7.20: Angesichts von mehr als 700 anhaltenden Waldbränden verhängt die drittgrösste Provinz Indonesiens den Ausnahmezustand. Gleichzeitig wird der Waldschutz zurückgefahren.

Die drittgrösste Provinz Indonesiens rief am Mittwoch den Notstand aus, nachdem sie mehr als 700 Brände identifiziert hatte. Die südostasiatische Nation bereitet sich auf ihre jährliche Feuersaison vor.

Die Erklärung erfolgt zu einem Zeitpunkt, da Indonesien den Schutz für einige der wichtigsten Tropenwälder der Welt zurückschraubt. Das Team, das Brände identifiziert und bei deren Löschung hilft, hat aufgrund der wirtschaftlichen Auswirkungen des Coronavirus eine Halbierung seines Budgets erlebt, teilte ein Beamter des Umweltministeriums im vergangenen Monat gegenüber Reuters mit.

Die Provinz Zentralkalimantan teilte mit, dass der Ausnahmezustand bis zum 28.9.20 andauern wird. Der Ausnahmezustand befindet sich in der ersten „Alarmstufe“, was verstärkte Patrouillen und frühzeitige Löschmassnahmen erfordert. „Die Bemühungen zur Eindämmung der Waldbrände sind im Gange, da in fast allen Regionen in Zentralkalimantan im Juli die Trockenzeit begonnen hat“, sagte Alpius Patanan, ein Beamter der Katastrophenschutzbehörde der Provinz.

Kiki Taufik, Leiterin der Greenpeace-Waldkampagne in Indonesien, sagte, die Haushaltskürzungen könnten zu gefährlicheren Bränden führen, die die Gemeinden allein bekämpfen müssten. „Die Brandherde könnten potenziell grösser sein und sich auf entlegene Torfgebiete ausbreiten, insbesondere in den Gebieten, welche ab 2019 abbrannten und noch nicht wiederhergestellt sind“, sagte Taufik. „Und der Dunst könnte potenziell dicker oder ähnlich wie im letzten Jahr sein“, so Taufik.

Indonesien ist der weltweit grösste Produzent von Palmöl, und jedes Jahr werden Brände mit Brandrodungen in Verbindung gebracht, mit denen Flächen für den Palmölanbau gerodet werden. Die Brände des letzten Jahres waren besonders verheerend: 1,6 Millionen Hektar Wald und Torf brannten ab. Ein Grossteil des Palmöls wird im waldreichen Kalimantan, auch bekannt als das indonesische Borneo, sowie auf der Insel Sumatra angebaut.

Umweltschützer sagen, dass die indonesische Palmölindustrie einer der Hauptverantwortlichen für die Entwaldung ist, die auch die Lebensräume gefährdeter Arten wie der Sumatra-Tiger und der Borneo-Orang-Utan schädigt.

Quelle: Indonesian province declares state of emergency over forest fires, Bericht von Stanley Widianto und Kate Lamb; Bearbeitung von Edwina Gibbs, Reuters vom 1.7.20.

Heidis 35 Artikel über Palmöl

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