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Die Glockenblumen am Wegrand sind verschwunden

16. Oktober 2022
Kleine Insekten lieben diese Glockenblume.

Kleine Insekten lieben diese Glockenblume.

Heidis Lieblingsblumen, die Glockenblumen am Wegrand, sind längst der landwirtschaftlichen Intensivierung zum Opfer gefallen. Aber nicht überall. Letzte Woche hat sie auf einem Spaziergang ein paar Pflanzen gesehen und sich gefreut.

Es wäre schön, wenn immer mehr Leute im Garten oder auf dem Balkon Wildpflanzen ansäen oder anpflanzen würden. Heidi empfiehlt, unbedingt einheimisches Saatgut zu verwenden, wenn möglich regionales, und nicht irgendwelche ausländischen Ökotypen. Regio Flora fördert die regionale Vielfalt im Grünland: „Es gibt zahlreiche Anbieter von Pflanz- und Saatgut einheimischer Wildpflanzen. Kleinere Produzenten arbeiten oft lokal und bieten Pflanzen aus der Region an. Insbesondere für den Privatgarten und den Balkon ist dies interessant. Vergewissern Sie sich aber vor dem Kauf, dass die Herkunft der Pflanzen bekannt ist und dass sie aus der Region stammen in der Sie sie anbauen wollen. Auch die ökologischen Bedingungen des Auspflanzungsortes sollten mit den Anforderungen der Pflanze übereinstimmen.“

UFA bietet regionales Wildblumensaatgut an: „Versuche haben gezeigt, dass Wildpflanzen, bei welchen das Ursprungsgebiet nahe der Aussaatfläche liegt, sich besser etablieren und länger dortbleiben. Sie sind besser an die regionalen Umweltbedingungen angepasst. Der Einsatz von regionalem Saatgut beugt zudem einer Floraverfälschung vor. Die botanische Aussagekraft der Region wird dadurch aufrechterhalten. Aus diesen und weiteren Gründen steigt die Nachfrage nach regionalen Ökotypen stetig an.“

Eine schöne Auswahl einheimischer Wildpflanzensamen hat z.B. ARTHA Samen. Weitere Informationen über Bezugsquellen, die Ansaat von artenreichen Wiesen und die Begrünung nach dem Vorbild der Natur HoloSem finden Sie auf der Homepage von Regio Flora.

Wahl Schöneuter-Champion an der Swiss Red Night 2017

18. September 2017

Am 9.9.17 fand die Swiss Red Night 2017 statt. Aus der ganzen Schweiz wurden 97 Tiere für diesen Anlass nach Bern transportiert. Richter Fabrice Menoud aus Môtier war von den Tiere mehr als begeistert und ist überzeugt, dass man mit dieser Qualität auf der ganzen Welt mithalten kann.

Zitat aus der STS-Recherche «Viehausstellungen 2016»: „Die vom Schweizer Tierschutz STS in den vergangenen Monaten besuchten Viehausstellungen – Swiss Expo Lausanne, Tier & Technik St. Gallen und Expo Bulle – hinterliessen bezüglich Organisation, Durchführung, Sauberkeit und Versorgung der Tiere einen guten Eindruck.

Dennoch überwiegt ein negatives Gesamtbild. Grund dafür sind die häufig gesehenen, offensichtlich schmerzhaften Rieseneuter, welche nur mehr einen staksigen Gang der Tiere zulassen. Das ist ein klares Indiz für deutlich verlängerte Zwischenmelkzeiten bei vielen der präsentierten Kühe, was in der Tierschutzverordnung explizit verboten ist. Bei einem Grossteil der Kühe fanden sich denn auch verklebte Zitzen, um Milchfluss infolge der überdehnten Euter zu unterbinden.“

Kontrolliert wird nicht. Heidi vermutet, dass die Euter dieser Kühe mit einem Griff in die Trickkiste „grandioser“ gemacht wurden. Zucht auf Höchstleistungen ist logisch aus der Sicht von Veterinären (nicht alle sind so!), Futtermittel- und Futterzusatz-Produzenten sowie der chemischen Industrie. Diese verdienen gut an den „Wegwerfkühen“. Nicht umsonst hängen UFA-Werbetafeln gut sichtbar im Ring.

Erst kürzlich wurde von der Forschung „bewiesen“, dass die intensive Haltung besser rentiert als massvolle Weidehaltung! Gibt es keine anderen Kriterien als das Geld? Solche Tiere sind kaum mehr weidetauglich. Es ist erschreckend wie gefühlslos gewisse Leute sind. Vorbilder für Hochleistungszucht gibt es leider auch an Ausbildungsstätten, mehr davon demnächst.

Wahl zur Schöneuter-Champion, Swiss Red Night 2017. Ausschnitt aus dem Video des Schweizer Bauern.

Wahl zur Schöneuter-Champion, Swiss Red Night 2017. Ausschnitt aus dem Video des Schweizer Bauern.

Wahl zur Schöneuter-Champion, Swiss Red Night 2017, Video Schweizer Bauer.

STS-Recherche «Viehausstellungen 2016»: Von der Viehschau zur Cow-Show

Noch immer werden Kuhzitzen mit Sekundenleim verklebt, Martina Schnyder, Espresso vom 30.3.17

Macy in Love ist Grand-Champion, Schweizer Bauer vom 9.9.17

18.9.17 HOME


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