Posts Tagged ‘Umweltschutz’

Umweltschutz: Wo ist der Rechtsstaat?

14. Juni 2018
Justitia sieht Umweltdelikte selten. Darunter leiden unzählige Menschen und die Umwelt, besonders Flora und Fauna.

Justitia sieht Umweltdelikte selten. Darunter leiden unzählige Menschen und die Umwelt, besonders Flora und Fauna.

Die taz schrieb am 12.6.18 unter dem Titel Pestizidabdrift in der Landwirtschaft – Die Gefahr von nebenan: „Immer wieder werden Pestizide in Gewässer, Gärten oder auf Nachbarfelder geweht. 10 Fragen und Antworten zu dem unsichtbaren Gift.

Zwei Kommentare zeigen, dass nicht nur Heidi vergeblich Justitia anruft … es ist auch anderswo nicht besser. Wir müssen trotzdem immer wieder den Rechtsstaat einfordern, denn wozu gibt es Gesetze?

Kommentar von KHALED CHAABOUTÉ

„… Bei uns richte ich mich immer an die Untere Landschaftsbehörde, aber das sind hier auf dem Lande die selben CDU-Typen, die mit dem Bauern im Schützenverein und Kirchenchor sind, da passiert nicht viel bzw. ist in Sachen Eingreifen bei Umweltkriminalität noch nie etwas passiert, auch wenn über den NABU gemeldet wird.

Kommentar von Opa-Krempel

„… Im Übrigen stimme ich dem Kommentar von KHALED CHAABOUTÉ zu, was die Aussichtslosigkeit von Beschwerden angeht. Z.B. der hiesige Bürgermeister geht meinem Eindruck nach mit den Bauern der Umgebung geradezu ins Bett. Meine mehrfachen Beschwerden bei der Gemeinde führten zu NICHTS, außer daß ich nun dort als Querulant gelte.“

Kommentar von Heidi

Genauso ist es bei uns! Und keine Besserung in Sicht.

Über 1000 Orangutans durch illegale Abholzung in Indonesien bedrohnt

International Animal Rescue (IAR) rettet einen Orangutan in West Kalimantan. Copyright: Greenpeace.

International Animal Rescue (IAR) rettet einen Orangutan in West Kalimantan. Copyright: Greenpeace.

Gesetze, Verträge, Labels (z.B. RSPO) usw. sind oft nicht das Papier wert, auf dem sie gedruckt sind. Gemäss Untersuchungen von Greenpeace gibt es in Sungai Putri, einem 57’000 Hektaren grossen Torfmoor-Primärwald, sechs illegale Abholzungsstellen. Das Gebiet ist eines der letzten Refugien der Orangutans.

Over 1000 orangutans threatened by illegal operations in Indonesia, Greenpeace International, 5.6.18.

Kanton Bern: Palmöl bei Freihandel ausklammern. Der Grosse Rat des Kantons Bern hat eine Standesinitiative beschlossen, wonach Palmöl aus einem möglichen Freihandelsabkommen mit Malaysia ausgeklammert werden soll. LID 7.6.18.

13.6.18 HOME

Deutschland: Kritischer Agrarbericht 2018 „Globalisierung gestalten“

22. Januar 2018
Copyright: Fabian Melber „Wir haben es satt“.

Copyright: Fabian Melber „Wir haben es satt“.

Zum Auftakt der Grünen Woche in Berlin präsentierte das AgrarBündnis (Dachverband von 25 Organisationen aus Landwirtschaft, Umwelt-, Tier- und Verbraucherschutz sowie Entwicklungsarbeit) am 18.1.18 den Kritischen Agrarbericht 2018.  Schwerpunkt dieses umfassenden Jahrbuches ist „Globalisierung gestalten“. Vieles passt auch für die Schweiz, meint Heidi.

Handel sei gut und wichtig, wenn er zu einer besseren Versorgung mit Lebensmitteln beitrage, aber um Ernährungssicherung gehe es auf den Agrarmärkten immer weniger, so Frieder Thomas, Geschäftsführer des AgrarBündnis. Der globale Konkurrenzkampf um Wettbewerbsfähigkeit und die starke Konzentration von Marktmacht in den Händen von Wenigen sei ein Geschäftsmodell, das Mensch, Tier und Natur schädigt – und auch Qualitätsstandards von Lebensmitteln senkt. „Die Exportstrategie hat den deutschen Bauern wenig gebracht.

Die sogenannte Wettbewerbsfähigkeit auf internationalen Märkten bedeutet ruinöse Preise für die meisten heimischen Bäuerinnen und Bauern. Gleichzeitig geraten die stetig steigenden Exporte in Konflikt mit unseren Nachhaltigkeitszielen, sie schädigen die Märkte im globalen Süden und tragen so zur Flucht und Migration massgeblich bei“, so Thomas weiter

Initiativen zugunsten eines fairen Handels seien erfreuliche Entwicklungen; noch aber nur ein Tropfen auf den heissen Stein. Notwendig sei eine grundsätzliche Umkehr in der Agrarhandelspolitik, eine Stärkung regionaler Wertschöpfungsketten und eine Qualitätsstrategie mit Produkten, die umwelt-, tier- und klimafreundlich erzeugt werden. Das biete auch wirtschaftliche Chancen für Bäuerinnen und Bauern – bei uns wie in den Ländern des Südens.

Bäuerliche Leistungen gezielt honorieren, Märkte klug gestalten

Die Organisationen des AgrarBündnisses sprechen sich für eine grundlegende Reform der Europäischen Agrarpolitik aus, die derzeit in Brüssel vorbereitet wird. Bernd Voss von der Arbeitsgemeinschaft bäuerliche Landwirtschaft (AbL) erläuterte: „Die bisherige pauschale Förderung der EU je Hektar Fläche berücksichtigt nicht, was die einzelnen Betriebe auf ihrer Fläche und in ihren Ställen konkret leisten. In Zukunft müssen alle EU-Zahlungen diese Unterschiede berücksichtigen und einen Anreiz geben für besondere Leistungen für Umwelt-, Natur- und Tierschutz. Hier ist die EU-Kommission weiter als das Sondierungspapier von CDU/CSU und SPD. Daher ist es wichtig, dass die heute stattfindende Agrarministerkonferenz von Bund und Ländern eine klare Reformbotschaft nach Brüssel sendet“, so Voss.

Zudem fordert Voss EU-Instrumente zur Vermeidung schwerer Marktkrisen wie im Milchmarkt: „Die EU muss sich trauen, mit branchenfinanzierten Anreizen für eine befristete Begrenzung der Erzeugung zu reagieren, wenn preisdrückende Überschüsse anwachsen. Hätten Milchindustrie und Bundesregierung das bisher nicht verhindert, würden jetzt nicht knapp 400’000 Tonnen Magermilchpulver in EU-Lägern liegen und den Preis mit nach unten ziehen.“

Umbau im Ackerbau ist notwendig

Einen Umbau im Ackerbau forderte der Vorsitzende des Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND), Hubert Weiger. Die intensive Landwirtschaft in Deutschland verzeichne einen seit 2006 stetig steigenden Pestizideinsatz. „Allein in Deutschland werden zurzeit Jahr für Jahr fast 50’000 Tonnen Pestizidwirkstoffe in der Landwirtschaft eingesetzt und landen dann in Böden und Gewässern. Das hat dramatische Konsequenzen, unter anderem für die Artenvielfalt in der Agrarlandschaft. So hat sich die Biomasse der Fluginsekten um 75 Prozent verringert und die Zahl der Vögel geht zurück, da die Nahrung knapp wird.

Um das Insektensterben zu stoppen und die Artenvielfalt nicht noch weiter zu gefährden, muss die nächste Bundesregierung ein Komplettverbot von Glyphosat und den besonders gefährlichen Neonikotinoiden auf den Weg bringen. Nach dem skandalösen Glyphosat-Alleingang von CSU-Agrarminister Schmidt ist ein nationaler Ausstiegsplan aus der Anwendung des Totalherbizids das Mindeste, was die nächste Bundesregierung liefern muss. Ausserdem muss sich die künftige Regierung endlich zu einem ambitionierten Programm zur generellen Reduzierung des Pestizideinsatzes durchringen“, sagte Weiger.

Tierschutz: Bundesministerium bleibt hinter den Versprechen zurück

„Auch zur Internationalen Grünen Woche 2018 müssen wir feststellen, dass der Tierschutz als eine Abteilung im „Tiernutzerministerium“, dem Bundeslandwirtschaftsminister keine durchgreifende Rolle spielt“, beklagte Thomas Schröder, Präsident des Deutschen Tierschutzbundes. „Bundeslandwirtschaftsminister Christian Schmidt ist mit seinem Aufschlag zum staatlichen Tierwohllabel vor fast einem Jahr gescheitert. Wir können nur dringend dazu raten, den gesamten Prozess und die – wenigen – Ergebnisse neu zu durchdenken.“

Aber auch in anderen Bereichen bleibe das Bundesministerium hinter den Versprechen zurück, so Schröder: Der millionenfache Kükenmord gehe unverändert weiter, es gäbe immer noch keine verbindlichen Vorschriften zur Haltung von Puten und Rindern. Und das Tierschutzgesetz sei weit davon entfernt, als staatszielkonform bezeichnet zu werden. „Wir brauchen ein wirkliches Mehr an Tierschutz in den Ställen. Dazu bedarf es einer nationalen Nutztierstrategie, deren Grundlage die Orientierung am Tierschutz ist und die nicht durch wirtschaftliche Interessen verwässert wird.“ Teile dieser Strategie können und sollten eine sinnvolle Tierschutzkennzeichnung begleiten.

Jungen Landwirten den Einstieg ermöglichen

Clemens Gabriel, Demeter-Junglandwirt und Co-Leiter eines Projektes zur „Existenzgründung und Unternehmensentwicklung“ im Ökologischen Landbau thematisierte die inner- und ausserfamiliäre Hofübergabe. Der Ökologische Landbau stehe wie die Landwirtschaft insgesamt beim Generationenwechsel vor grossen Herausforderungen: „Der Aufbau einer Existenz oder der Quereinstieg in den Öko-Landbau fordern Engagement, Wissen, Willen und eine gute Vorbereitung“, so Gabriel. „Insbesondere ökologisch wirtschaftende Höfe setzen seit vielen Jahrzehnten zukunftsweisende Entwicklungsimpulse in der Pflanzenzüchtung, der Tierhaltung, der Bodenentwicklung sowie in solidarischen Wirtschafts- und Lebensformen.

Wenn wir die innovative Weiterentwicklung des Ökolandbaus nicht gefährden wollen, braucht es für die zukünftige Generation neue Formen der Aus- und Erwachsenenbildung“ sagte Gabriel. Hierbei seien Politik, Bildungseinrichtungen und Verbände gleichermassen gefordert. Es reiche nicht aus, Junglandwirten etwas höhere Fördersätze zu gewähren. Junge und potentielle Betriebsleiter, z.B. auch Quereinsteiger, müssten beim Prozess der Unternehmensgründung besser unterstützt werden.

Bürgerprotest für eine bäuerliche Landwirtschaft

Um einer bäuerlichen Landwirtschaft zum Durchbruch zu verhelfen, sei es gut, die besseren Argumente zu haben; die könne man im Kritischen Agrarbericht finden, so AgrarBündnis-Geschäftsführer Frieder Thomas. Man müsse jedoch nicht nur gut argumentieren, sondern auch in der öffentlichen Diskussion hartnäckig bleiben und zeigen, wie stark der Wunsch nach einer Veränderung in der Gesellschaft verbreitet sei. Deshalb rief das AgrarBündnis auf, sich am 20. Januar 2018 in Berlin an der von über 50 Organisationen der Zivilgesellschaft getragenen Demonstration „Wir haben es satt“ zu beteiligen.

Veith Ulrich, Mag. (FH)Grosses entsteht immer im Kleinen

Ulrich Veith, Bürgermeister der pestizidfreien Gemeinde Mals aus Südtirol, sagte anlässlich von „Wir haben es satt“: „Das Beispiel der Gemeinde Mals zeigt: Es zahlt sich aus, für eine bessere Welt einzustehen. Heute ist Mals frei von chemischen Pestiziden, in einigen Jahren wird es ganz Südtirol sein. Vielleicht zieht Europa mit. Grosses entsteht immer im Kleinen. Jeder einzelne kann, ja muss seinen Beitrag leisten. Weitsicht, Mut und Ausdauer, mehr braucht es nicht.“

Mehr Informationen

Den Kritischen Agrarbericht 2018 – u.a. mit Artikeln des BUND zur europäischen Agrarpolitik, zur Kennzeichnungspflicht tierischer Produkte, zu Glyphosat, zur Agro-Gentechnik und zum Thema Wald wie auch zu Entwicklungen und Trends im Naturschutz – finden Sie unter: www.kritischer-agrarbericht.de

Quelle: Kritischer Agrarbericht 2018: Globalisierung gestalten, Slow Food Deutschland, 22.1.18

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Umweltverschmutzung folgt nicht der Kuznets-Kurve!

9. November 2017
Durch Umweltverschmutzung verursachte Todesfälle pro 100'000 Einwohner.

Durch Umweltverschmutzung verursachte Todesfälle pro 100’000 Einwohner.

Jahrzehntelang haben sowohl Regierungen wie auch die internationale Entwicklungsgemeinschaft die Umweltverschmutzung und ihre schädlichen Auswirkungen auf die Gesundheit, die Umwelt und den Planeten vernachlässigt. Eine neue Kommission von The Lancet will sich diesem dringenden Problem annehmen.

Die beträchtlichen Kosten der globalen Verschmutzung für das Gesundheitswesen und die Volkswirtschaft  könnten nicht länger ignoriert werden, schreiben Pamela Das und Richard Horton im The Lancet. Neun Millionen starben 2015 an den Folgen von Umweltverschmutzung, 92% davon in Ländern mit niedrigem und mittlerem Einkommensniveau.

Wieso wurde die Umweltverschmutzung ignoriert?

Verschiedene Faktoren haben zur Missachtung der Umweltverschmutzung beigetragen. Ein langlebiges Hindernis ist der Irrglaube, dass Verschmutzung und Krankheit der Umwelt-Kuznets-Kurve folgen. Die Lancet-Kommission verwirft diese Hypothese vehement und bezeichnet sie als fehlerhaft und veraltet.

Quelle: Die Volkswirtschaft der Schweiz, Beat Holz-Hart, Patrick Dümmler, Daniel Schmuki.

Quelle: Die Volkswirtschaft der Schweiz, Beat Holz-Hart, Patrick Dümmler, Daniel Schmuki.

Ein weiterer Grund ist, dass in vielen Ländern Umweltschutz und Gesundheitswesen in getrennten Ministerien angesiedelt sind und so umweltrelevante Krankheiten nicht gemeinsam angegangen oder allzuoft gar nicht thematisiert werden. Entsprechend gering ist auch der Stellenwert in der medizinischen Ausbildung. Die Trennung von Umweltschutz und Gesundheitwesen hätten auch die Entwicklung der Forschung über Krankheiten behindert, welche durch Umweltverschmutzung verursacht werden.

Die internationalen Entwicklungsprogramme sind der Verringerung von Armut, der Gesundheitsförderung und Bekämpfung von Infektionskrankheiten gewidmet. Sie wurden nicht dafür geschaffen, die heutigen Umweltprobleme anzugehen.

Ein dauerndes Hindernis in der Bekämpfung von Umweltverschmutzungen sind die mächtigen Kapitalinteressen. Sie beeinflussen die Politik der Regierungen überproportional und hindern dadurch die Forschung über den Zusammenhang zwischen Umweltverschmutzung und Krankheiten. Diese Kreise behaupten, dass vorgeschlagene Massnahmen nicht wirksam seien und verhindern so neue Standards, Gebühren und Gesetze. Die Interessenvertreter wirken national und international.

Die Lancet-Kommission zeigt dringenden Handlungsbedarf auf.

Pollution, health, and the planet: time for decisive action. Pamela Das, Richard Horton, The Lancet vom 19.10.17

The Lancet Commission on pollution and health, The Lancet vom 19.10.17

9.11.17 HOME

Attacke auf den Bündner Umweltschutz gescheitert

4. September 2016
Umweltschutz ist in Graubünden heute wichtiger denn je, denn der Druck von Tourismus, Verkehr und Industrie auf die Natur ist gross. Der "Natur-Blick" des Amts für Umwelt muss erhalten bleiben.

Umweltschutz ist in Graubünden heute wichtiger denn je, denn der Druck von Tourismus, Verkehr und Industrie auf die Natur ist gross. Der „Natur-Blick“ des Amts für Umwelt muss erhalten bleiben.

Das Amt für Natur und Umwelt (ANU) ist vielen ein Dorn im Auge. Die Bewahrer von sauberem Wasser, Flora und Fauna … werden als „Entwicklungs-Verhinderer“ wahrgenommen. Die CVP-Grossrätin Silvia Casutt-Derungs hat daher im Februar 2016 einen Auftrag betreffend Überprüfung der Departementszuteilung des ANU eingereicht. Sie wollte das ANU vom Erziehungs-, Kultur- und Umweltschutzdepartement ins Departement für Volkswirtschaft und Soziales (DVS) verschieben.

Im DVS ist neben Wirtschaft, Industrie, Gewerbe, Tourismus … auch das Amt für Landwirtschaft und Geoinformation (ALG) angesiedelt. Das ALG ist im Kanton Graubünden für den Gewässerschutz in der Landwirtschaft verantwortlich (Bauern kontrollieren Bauern!). Die für diese Aufgabe nötigen Ressourcen an Personal und Geld wurden aber bis heute nicht geschaffen.

Am 2.9.16 stimmte der Grosse Rat über den Auftrag von Silvia Casutt-Derungs ab: 53 Stimmen dafür, 54 Stimmen dagegen. Ein knapper Sieg für die Umwelt.

Wann wird man entdecken, dass die Umwelt unsere Lebensgrundlage ist?

4.9.16 HOME

Erfolgreicher Ziegenpeter

20. Februar 2011
Heidi_Brief4

Heidifilm 1952: Ausschnitt aus Postkarte, erhältlich im Heidishop Maienfeld http://www.heidi-swiss.ch

Heidi hat heute einen Brief vom Ziegenpeter erhalten. In seinen Kommentaren zur Diaschau Miststöcke im Schnee und zu Heidi erzählt er von den Missständen vor seiner Haustür und seinen Bemühungen, sie zu beseitigen. Die zuständige Behörde ist gegenüber dem Bauern ziemlich machtlos, weil er sehr gute Beziehungen hat, jedenfalls schauten die Beamten bisher einfach weg. Zu Heidis Miststock-Diaschau meinte der Ziegenpeter: „Mich überrascht eigentlich gar nichts mehr.“ Im Januar handelte er, indem er den Umweltskandal bei der Umweltanwaltschaft anzeigte. Der Umweltanwalt schaute sich die Sauereien an und hat damit angefangen, für Ordnung zu sorgen. Heidi gratuliert dem Ziegenpeter zum Erfolg! Nun, ein Teil des Mists ist jetzt offenbar verschwunden, Heidi hofft, dass bald weitere Ablagerungen entfernt werden, nicht zuletzt all der Schrott, der vor seinem Küchen- und Esszimmerfenster abgestellt ist. Schön wär’s, wenn es in der Schweiz auch einen Umweltanwalt gäbe! Dann wären die Misthaufen im Rheintal längst weg.

In Sondershausen DE, nahe Erfurt, wurde 2007 die Bürgerinitiative Bebratal – Keine Schafhaltung im Erholungsgebiet gegründet. Obwohl der landwirtschaftliche Betrieb eindeutig illegal und ohne Anzeige des Gewerbes bei der Stadt betrieben wird und dort nicht genehmigungsfähig ist, kämpft die Bürgerinitiative heute noch gegen die Missstände.

20.2.11  HOME


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