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Ein Wassermuseum für das Wasserschloss Europas

28. Dezember 2014
Mit diesem Hecht und einer guten Nachricht wünscht Heidi ihren Leserinnen und Lesern alles Gute im 2015. Copyright Aquatis

Mit diesem Hecht und einer guten Nachricht wünscht Heidi ihren Leserinnen und Lesern alles Gute im 2015. Copyright Aquatis

Die Quellen der grossen Flüsse Rhein, Rhone, Reuss, Aare, Ticino und Inn liegen im Gotthardgebiet, weshalb die Schweiz auch Wasserschloss Europas heisst. Sechs Prozent der Süsswasservorräte Europas lagern in der Schweiz. Ihre Bäche, Flüsse und Seen sind ein attraktives Winterquartier für Wasservögel. Die Schweiz trägt also eine grosse Verantwortung, gilt es doch, den Schatz Wasser zu bewahren.

Heidi wünscht sich ein Schweizer Wassermuseum und hat schon begonnen, diese Idee unter die Leute zu bringen. Ein solches könnte Wissen verbreiten und den sorgsamen Umgang mit diesem wertvollen Gut fördern. Beim Suchen im Internet ist sie jetzt auf AQUATIS in Lausanne gestossen, ein grosses Projekt von nationaler Bedeutung für Wissenschaft und Umweltschutz, wie es in der Medieninformation heisst, siehe Entstehung eines grossen Kultur- und Wissenschaftsprojekts in der Westschweiz.

Das Projekt wurde in Zusammenarbeit mit dem Aquarium von La Rochelle und dem Wissenschaftsmuseum in Barcelona, La Caixa,  entwickelt und besteht aus einem Aquarium sowie einem interaktiven Museum, das gefährdete Süsswasserlebensräume realitätsnah darstellt. Im Zentrum steht das Wasser als lebenswichtige Ressource unserer Erde. Das Wassermuseum und das Aquarium werden voraussichtlich 2016 eröffnet, das angeschlossene Hotel mit Konferenzzentrum im Februar 2015.

AQUATIS will die Umwelt- und Nachhaltigkeitsbildung fördern. Das Wassermuseum und das Aquarium werden mit der Unterstützung folgender wissenschaftlicher Partner konzipiert:

Universität Lausanne, La Faculté des géosciences et de l’environnement

Ramsar: Die Ramsar-Konvention ist ein von der UNESCO angestossener völkerrechtlicher Vertrag. Er bietet den Rahmen für nationales Handeln und internationale Zusammenarbeit zur Erhaltung und verantwortungsvollen Nutzung von Feuchtgebieten, besondere als Lebensraum für Wasser- und Watvögel.

HELVETAS

WWF Schweiz

IUCN, International Union for Conservation of Nature

Heidi lädt Sie zum Erkunden des Projekts ein, wünscht AQUATIS gutes Gelingen und freut sich auf den ersten Besuch im Schweizer Wassermuseum.

Wassermuseen gibt es in Europa einige, ein paar Tipps finden Sie bei Lebensraum Wasser, Wassermuseen in Deutschland und Europa.

Nachtrag vom 30.12.14: AQUATIS ist seit gestern auf der Liste der Wassermuseen von Lebensraum Wasser, dort gibt es auch eine deutsche Übersetzung der Internet-Seiten von AQUATIS.

28.12.14 HOME

Hahnenwasser statt Pet-Flaschen

24. Januar 2012
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Das Geschäft mit dem Wasser blüht. Heidi trinkt am liebsten Hahnenwasser, das schmeckt ausgezeichnet, ist billig und umweltschonend.

Die Sendung 10 vor 10 des Schweizer Fernsehens berichtete am 23.1.12 über Nestlés grosse Geschäft mit dem Wasser. Der Lebensmittelkonzern kauft weltweit Wasserrechte und Quellgebiete. Anlass war die Erstaufführung des Dokumentarfilms Bottled Life von Urs Schnell an den Solothurner Filmtagen. Nestlés Mineralwasser-Geschäft in Kritik, 10 vor 10, Schweizer Fernsehen Videoportal.

Morgen, 25.1.12, beginnt in Davos das World Economic Forum (WEF) mit Rekordbeteiligung. Heidi hat das Programm des Open Forum Davos 2012 studiert, das an der Schweizerischen Alpinen Mittelschule Davos (SAMD) stattfindet, Eintritt frei, Simultanübersetzung Englisch/Deutsch. Die Veranstaltung vom Samstag, 28.1.12, von 12.30 bis 14.00, ist der weltweiten Verknappung des Wassers gewidmet: Wie hält man die Wasserversorgung am Fliessen? Gastredner sind u.a. Peter Brabeck, Präsident des Verwaltungsrates der Nestlé und Martin Dahinden, Direktor der Direktion für Entwicklung und Zusammenarbeit (DEZA). Die Vereinten Nationen (UN) haben 2002 deutlich gemacht, dass sauberes Wasser bereits ein Menschenrecht ist, Informationsplattform humanrights.ch. Peter Brabeck zweifelt an diesem Recht und verteidigt sein Geschäft mit dem Wasser, das ein Lebensmittel wie jedes andere sei.

Heidis Artikel zu diesem Thema: Wasser und PPP und Water makes Money – Weltwassertag

Der Film Flaschenwahn statt Wasserhahn zeigt auch die ungeheuren Gewässerverschmutzungen durch die Pet-Flaschen: Strände voller Kügelchen, von den Wellen zerkleinerte PET-Flaschen, die im Magen der Meerestiere und Vögel landen und diese töten.

Also trinken wir doch lieber Hahnenwasser und verlangen im Restaurant Hahnenwasser! In 113 Zürcher Gastronomiebetrieben gibt es Halbliter-Krüge mit Hahnenwasser zu 3 Franken, 1 Franken davon wird für Wasserprojekte in Entwicklungsländern gespendet. In einem Jahr sind 88’000 Franken in die Kasse von ZH2O Züriwasser geflossen. Wer macht mit? Restaurants quer durch das Angebot, auch das Baur au Lac ist auf der Liste von ZH2O aufgeführt; im Restaurant Rive Gauche gibt es tatsächlich Hahnenwasser. Auch das Clouds im Prime Tower, dem höchsten Gebäude der Schweiz, führt Hahnenwasser, gratis ist die einmalige Aussicht auf Zürich. Wo bleiben die Nachahmer im In- und Ausland?

Wasser bei den Vereinigten Nationen: Deutsche UNESCO-Kommission e.V.

24.1.2012 HOME


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