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Pestizid-Initiative – Schlauer Bauer

10. September 2020

Heidi hat vor zwei Tage diesen Cartoon von NaNa mit ein paar Hinweisen auf Medienberichte erhalten. Nun ist heute noch eine Medieninformation der Volksinitiative Für eine Schweiz ohne synthetische Pestizide eingetroffen. Also wieso nicht beide kombinieren?

Medieninformation Leben statt Gift

Unter LandwirtInnen ist die Initiative “Für eine Schweiz ohne synthetische Pestizide” breit akzeptiert. Mit dem heute lancierten JA-Komitee zeigen Bäuerinnen und Bauern, dass sie hinter der Initiative stehen, welche ein Verbot von synthetischen Pestiziden im Inland und für Importe fordert. Damit stärken sie das JA der beiden Bauern-Organisationen Uniterre und Kleinbauern-Vereinigung.

Trotz Lobbying der Pestizid-Industrie, steigt die Zustimmung in der Bevölkerung zur Initiative “Für eine Schweiz ohne synthetische Pestizide” weiter. Nicht nur besorgte KonsumentInnen unterstützen das Volksbegehren, sondern auch zunehmend die Bäuerinnen und Bauern, welche tagtäglich mit den Folgen des Pestizideinsatzes konfrontiert sind.

“Es sind nicht nur Umweltschützer, die synthetische Pestizide aus dem Nahrungsmittelkreislauf verbannen wollen. Für die heute aktiven Bauern bietet die Annahme der Pestizid-Initiative eine grosse Chance, sich aus der Bevormundung durch eine in veralteten Dogmen stecken gebliebene Wissenschaft zu befreien. Seien wir mutig, für unsere Enkelinnen und Enkel.” sagt Ernst Frischknecht, Mitglied des JA-Komitees zur Initiative und ehemaliger Präsident von BioSuisse.

Die Pestizid-Initiative schützt die Schweizer Landwirtschaft

Dass sich immer mehr LandwirtInnen für die Initiative aussprechen, hat nicht alleine mit dem steigenden Bewusstsein für die gesundheitlichen und ökologischen Gefahren zu tun, sondern auch mit dem Inhalt des Volksbegehrens. Die Initiative “Für eine Schweiz ohne synthetische Pestizide” fordert einen vollständigen Verzicht auf synthetische Pestizide mit einer Übergangsfrist von zehn Jahren. Diese Bestimmung soll in Zukunft nicht nur für die inländischen Produzentinnen und Produzenten gelten, sondern auch für jegliche Importware. So werden faire Bedingungen geschaffen und die Schweizer Landwirtschaft geschützt. Bei einer Annahme der Pestizid-Initiative wissen Schweizer Bäuerinnen und Bauern, dass sie nicht die Leidtragenden sein werden.

Über 7’000 Bauernfamilien zeigen bereits jetzt tagtäglich, dass eine Landwirtschaft ohne synthetische Pestizide möglich ist. Dies bringt nicht nur ökologische und gesundheitliche Vorteile, sondern schenkt den Bäuerinnen und Bauern mehr Unabhängigkeit von grossen Chemiekonzernen und schafft wirtschaftliche Vorteile.

“Die Initiative fordert, was schon längst hätte die Norm sein sollen. Synthetische Pestizide waren ein brillantes Geschäftsmodell, das jedoch in eine agronomische wie ökologische Sackgasse geführt hat, aus der wir schnellstens herausfinden müssen, ohne weiter unsere Umwelt und Gesundheit zu schädigen. Darum kommt unser Komitee zur richtigen Zeit.” sagt Angelika Hilbeck, Mitglied des JA-Komitees zur Initiative, Gärtnerin und Dozentin für Agrarökologie an der ETH Zürich.

JA-Parolen werden gefasst und weitere Unterstützungskomitees gegründet

Momentan werden schweizweit Informationsanlässe durchgeführt und laufend weitere lokale Unterstützungskomitees gegründet. In den nächsten Monaten werden JA-Parolen zur Initiative für eine Schweiz ohne synthetische Pestizide von vielen unterschiedlichen Interessensgruppen erwartet.

Initiative “Für eine Schweiz ohne synthetische Pestizide”

Die politisch unabhängige Volksinitiative «Für eine Schweiz ohne synthetische Pestizide» wurde von einem Komitee aus BäuernInnen, BiologInnen, MedizinerIinnen sowie interessierten BürgerInnen gegründet und im Jahr 2018 mit über 120’000 gültigen Unterschriften eingereicht. Sie fordert den Verzicht auf synthetische Pestizide seitens sämtlicher Anwender, sieht für die Umsetzung eine 10-jährige Übergangsfrist vor und betrifft Inlandsproduktion und Importe.

Schlauer Bauer

Von NaNa.

Landwirtschaft ohne Pestizide: «Bauern müssen schlauer werden». Blick vom 5.9.20.
Bio-Bauer Ernst Frischknecht: „Wir Bauern sind doch fähig, selber zu denken und herauszufinden, wie es ohne Gift geht. Ich habe jetzt 48 Jahre lang Kartoffeln für den Markt produziert, ohne ein einziges Gramm Kupfer … Da müssen wir halt
etwas Selbstvertrauen haben. Wenn die Schweiz vorangeht und zeigt, dass eine Landwirtschaft ohne Pestizide möglich ist und sich die Natur erholen kann, werden auch andere Staaten ihre Haltung überdenken.“

Kampagne für mehr Ökologie – Dieses Bauernpaar kämpft gegen die Agrarlobby. Blick vom 1.8.20.
«Wir Landwirte werden immer mehr zu Restgeldempfängern», sagt auch Roland Heuberger. Darum gehört der Bauer zu den Erstunterzeichnenden eines Appells, der Teil der neuen Kampagne ist. Darin wird unter anderem eine Agrarpolitik verlangt, die den Pestizid- und Dünger­einsatz drastisch reduziert sowie die Produktion pflanzlicher Lebensmittel fördert.

Bruno Martin engagiert sich seit langem für eine öko­logischere Landwirtschaft. Dass bei einer Umstellung auf eine Biolandwirtschaft 30 Prozent vom Ertrag wegfallen würden, sei kein Grund, sie nicht endlich anzupacken. Denn: Nach rund acht Jahren sei die Leistung wieder dieselbe.

Bauer Heuberger hingegen findet: «Auch das Ausland verbessert sich ständig. Wir sollten uns nicht auf Vergleiche konzentrieren, sondern darauf, wie wir es in der Schweiz am besten machen können. Nur so können wir längerfristig die Fruchtbarkeit ­unserer Böden gewähr­leisten.»

Faktenblatt Nr. 5: Multifunktionale Landwirtschaft: Lässt sich Versorgungssicherheit mit Ressourceneffizienz und dem Schutz der Biodiversität vereinbaren? Vision Landwirtschaft 1.11.15

Eine hohe Produktion in Normalzeiten garantiert nicht eine sichere Ernährung im Krisenfall. Im Gegenteil, sie kann diese sogar gefährden. Das ist der Fall, wenn die Produktion immer stärker von Importen – beispielsweise Futtermitteln, Energie, Maschinen, Dünger, Pestiziden – abhängt oder wenn sie die Bodenfruchtbarkeit beeinträchtigt. Zudem leiden die Produzentenpreise unter der zu hohen Produktion.

Wie viel Produktion ist für die Versorgungssicherheit nötig und tragbar? Die Resultate von Szenarienrechnungen zeigen: Die Versorgungssicherheit kann mit einer um 10-20% geringeren Produktion besser gewährleistet werden – solange das Landwirtschaftsland nicht weiter abnimmt.

10.9.20 HOME

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Stop Palmöl Referendum: Treffpunkt Bundesplatz 22.6.20 um 11 Uhr

18. Juni 2020
Einsatz von Paraquat, einem sehr giftigen bei uns verbotenen Herbizid, ohne Schutzkleidung, ohne Handschuhe ... Bild aus dem Film <a href="https://www.youtube.com/watch?v=qO9EqtOc6Zg&amp;feature=youtu.be" target="_blank" rel="noopener">The Devastating Effects Of The World's Palm Oil Addiction</a>. Copyright: Journeyman Pictures.

Einsatz von Paraquat, einem sehr giftigen bei uns verbotenen Herbizid, ohne Schutzkleidung, ohne Handschuhe … Bild aus dem Film The Devastating Effects Of The World’s Palm Oil Addiction. Copyright: Journeyman Pictures.

Das Referendum gegen das Freihandelsabkommen mit Indonesien wurde offiziell am 27. Januar 2020 lanciert, fast 50 Organisationen unterstützen dieses mittlerweile. Am Montag, 22. Juni 2020 um 11 Uhr werden die Unterschriften bei der Bundeskanzlei in Bern eingereicht. Anwesend sind:

Willy Cretegny, Biowinzer Initiant des Referendums
Ronja Jansen, Präsidentin JUSO
Rudi Berli, Gemüsebauer und Gewerkschaftsekretär Uniterre
Kelmy Martinez, Agriculture du futur

Die letzten Wochen haben gezeigt, dass Indonesien nicht willens ist, ökologische und soziale Standards umzusetzen, um die Zerstörung der artenreichen Urwälder zu verhindern. Jährlich werden rund 1 Million Hektar u.a. für Palmölmonokulturen gerodet. Diese „grüne“ Wüste breitet sich schon heute auf fast 17 Millionen Hektaren aus, das ist viermal die Fläche der Schweiz und entspricht fast 10% der Landesfläche von Indonesien.

Das zweifelhafte EFTA-Freihandelsabkommen bringt kaum einen signifikanten Nutzen für die hiesige Exportwirtschaft. Vielmehr stünde es der Schweiz gut an, sich für wirklich fairen und nachhaltigen Handel einzusetzen, der die Menschen- und Arbeitsrechte stärkt, das Klima und die Biodiversität schützt und den Kleinbäuerinnen und Kleinbauern und Indigenen Land und Würde gewährt.

Lageplan Bundeskanzlei

Stop Palmöl, REFERENDUM GEGEN DAS FREIHANDELSABKOMMEN MIT INDONESIEN

Heidis Frage an Sie, liebe Leserin, lieber Leser: Glauben Sie immer noch an das Märchen vom nachhaltigen Palmöl? Dann schauen Sie diesen Film an!

The Devastating Effects Of The World’s Palm Oil Addiction: Asimetris: Palm oil has become one of the world’s most ubiquitous resources – it’s in our food, fuel, and cosmetics to name but a few. Yet the palm oil industry is responsible for committing environmental destruction on a massive scale in the tropical paradises of Indonesia, at the expense of local populations and wildlife. Can the developed world shake its addiction to palm oil?

Heidis 34 Artikel über Palmöl

18.6.20 HOME

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Aktiv unsere Zukunft gestalten – durch eine vielfältige Agrikultur

20. August 2016
Wie und wo sollen unsere Lebensmittel produziert werden?

Wie und wo sollen unsere Lebensmittel produziert werden?

Ein politisch und konfessionell neutraler gemeinnütziger Verein, der keiner Interessengruppe verpflichtet ist, lädt ein zu einem Vortrag, einer Podiumsdiskussion und informellen Gesprächen. Es ist agrarinfo. Der Verein stützt sich auf ein breites Netz von grossen und kleinen Organisationen, die sich für Menschen, Umwelt, Boden, Luft und Wald einsetzen. Die Vision von agrarinfo:

  • Gesunde Böden geben gesunde Lebensmittel und gesundes Wasser.
  • Lokale Verarbeitung und Versorgung erlauben die Kontrolle der Wertschöpfungskette.

Die Veranstaltung trägt den Titel Aktiv unsere Zukunft gestalten – durch eine vielfältige Agrikultur. Sie findet statt am Samstag, 27.8.16, auf dem Biohof im Fondli, Spreitenbacherstrasse 35 in 8953 Dietikon ZH.

Programm

Lokale Kreisläufe fördern die Wirtschaft, die soziale Vernetzung und das Gemeinwohl. Das zeigen Geschäftsmodelle wie die Regionalwert AG, der Bachsermärt, Vertragslandwirtschaftsprojekte, Gemeinschaftsgärten. Sie bieten bewussten Konsumenten interessante Alternativen.

Wie wollen und können wir unsere Zukunft mitgestalten?

10.30 Begrüssung durch Samuel Spahn uniterre und Christine Hürlimann agrarinfo
10.45 Vortrag von Christian Hiss, Initiant und CEO der Regionalwert AG, Deutschland.
Regionale und ökologische Entwicklung in der Region. Mit dem Kauf der Aktien übernehmen BürgerInnen Mitverantwortung für ihre Region, entlang der Wertschöpfungskette vom Feld bis auf den Tisch. Die Zielmarke ist die wirtschaftlich profitable Ernährungssouveränität der Bevölkerung in überschaubaren regionalen Wirtschaftsräumen.
11.50 Podiumsdiskussion zur Frage „Wie könnte eine zukunftsfähige Gestaltung einer regionalen Land- und Ernährungswirtschaft aussehen?“
Moderation: Adrian Krebs, Chefredaktor Bauern Zeitung
Teilnehmer:
Martin Brugger, Stv. Leiter Dept. Wirtschaft Bildung und Internationales beim Schweizer Bauernverband
Reto Cadotsch, Agronom und Landwirt, Pionier der Vertragslandwirtschaft
Patrick Honauer, u.a. Gründer BachserMärt und greenabout (no waste let’s taste)
13.00 Einfaches Mittagessen (regional-biologisch), Unkostenbeitrag 12 Franken
14.00 Hofführung

Eintritt: frei. Anmeldung erwünscht und Rückfragen willkommen an zukunft@agrarinfo.ch

Anreise: bitte wenn möglich die öffentlichen Verkehrsmittel benützen. Ab Bahnhof Dietikon mit Bus Nr. 303 Richtung Spreitenbach bis Haltestelle ASP. Von dort ein paar hundert Meter zurück und beim Wegweiser rechts einbiegen, siehe Infos Hof im Fondli.

Interessierte Privatpersonen und in diesem Bereich tätige Organisationen sind herzlich willkommen. agrarinfo freut sich auf einen regen Austausch und Inspiration.

Flyer der Veranstaltung

Verpackungen reduzieren

Die Schweiz gehört zu den Ländern, welche am meisten Abfälle verursachen. Viele Lebensmittel sind in den Läden von Patrick Honauer (BachserMärt) im Offenverkauf erhältlich. Dies reduziert die Umweltbelastung. Solche Läden gibt es auch in Berlin, Wien, Barcelona… Nun ist der Trend in den USA angekommen.

Meist ist es umgekehrt. So verursachen die Kaffeebecher von Starbucks, Caffe Nero und Costa in Grossbritannien grosse Abfallberge, denn das versprochene Recycling funktioniert nicht. Es sind alles leere Versprechungen. Handfeste Tatsache ist aber, dass täglich sieben Millionen Becher als Abfall anfallen.

A Whole New Kind Of Grocery Store Is Coming To The U.S., Zero-waste retailers imagine a world with much less garbage. The Huffington Post 7.5.16

Viewpoint: The waste mountain of coffee cups, BBC 27.7.16

Verpackungen: Lassen wir uns verführen? Heidis Mist 24.4.15

The Majestic Plastic Bag, Heidis Mist 14.2.15

20.8.16 HOME

 


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