Posts Tagged ‘Universität für Bodenkultur’

Synthetische Pestizide: Vortrag von Johann G. Zaller, Universtität für Bodenkultur Wien

25. Mai 2021
Mythen_Montage

Klicken Sie auf das Bild für Vergrösserung! Copyright: Johann G. Zaller, BOKU Wien

Dass synthetische Pestizide wirken, bezweifelt niemand. Was an der einen Stelle zum gewünschten Erfolg führt, bringt an der anderen Stelle jedoch unerwünschte Nebenwirkungen. «Es ist heutzutage praktisch unmöglich, nicht mit den Rückständen von Pestiziden in Berührung zu kommen», sagt Professor Zaller von der Wiener Universität für Bodenkultur. Darüber, dass synthetische Pestizide nicht so gut getestet sind, wie immer vorgegeben wird, und von deren Wirkung auf Boden, Wasser, Pflanzen, Tiere, Menschen, Umwelt und Klima spricht Prof. Dr. Johann Zaller in seinem Vortrag.

Synthetische Pestizide – Fluch oder Segen? Prof. Dr. Johann G. Zaller, Universtität für Bodenkultur. Video 1:12:29. Bio-Stiftung Schweiz

Heidi hat ein paar Vortrags-Folien kopiert. Die Reihenfolge entspricht nicht jener im Vortrag. Klicken Sie auf die Darstellungen für Vergrösserung.

Copyright: Augler et al. 2018, Universität Augsburg

Copyright: Augler et al. 2018, Universität Augsburg

Copyright: Johann G. Zaller, BOKU Wien

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Rote Balken = normale Dosierung. Von Links nach rechts: Fungizid Headline (Pyraclostrobin), Fungizid BAS 500 18 F (Pyraclostrobin), Herbizid Curol B (Bromoxyniloctanoate), Fungizid Captan Omya (Captan), Herbizid Dicomil (Fenoxaprop-P-ethyl, Fungizid Prosper (Spiroxamine), Insektizid Roxion (Dimethoate). Brühl et al. 2013. Sci Rep. Terrestrial pesticide exposure of amphibians: An underestimated cause of global decline? https://www.nature.com/articles/srep01135

Copyright: Gaupp-Berghausen et al. 2015, https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/26243044/

Copyright: Gaupp-Berghausen et al. 2015, https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/26243044/

Copyright: Katzmann & Schrom 1986

Copyright: Katzmann & Schrom 1986

Copyright: Johann G. Zaller, BOKU Wien

Copyright: Johann G. Zaller, BOKU Wien

Arch. Toxicol.

Mostafalou & Abdullahi 2017. Arch Toxicol. https://link.springer.com/article/10.1007/s00204-016-1849-x

agrarheute

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Copyright: Johann G. Zaller, BOKU Wien

Copyright: Johann G. Zaller, BOKU Wien

Copyright: Klaus Staeck 1983

Copyright: Klaus Staeck 1983

Synthetische Pestizide – Fluch oder Segen? Prof. Dr. Johann G. Zaller, Universtität für Bodenkultur. Video 1:12:29. Bio-Stiftung Schweiz

Unser täglich Gift. Johann G. Zaller

Daily Poison- Pesticides an Underestimated Danger, erweiterte Ausgabe von „Unser täglich Gift“. Johann G. Zaller

Johann G. Zaller auf Twitter: Laufend interessante Meldungen aus der Wissenschaft.

Weitere Webseiten der Bio-Stiftung Schweiz:

Bodenfruchtbarkeitsfonds 

Pestizidmythen 

Das Gift und wir

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Pestizide auf Sportplätzen gefährden die Gesundheit

17. Mai 2021

Golfplatz Nuolen SZ

Schlussfolgerungen einer wissenschaftlichen Studie in Maryland: Der Einsatz von Pestiziden auf Sportplätzen birgt viele mögliche Gesundheitsgefahren. Die Ergebnisse deuten darauf hin, dass für Kinder, die Sport treiben, ein signifikantes Risiko der Pestizidexposition besteht. Sportrasen werden häufig mit Herbiziden und Fungiziden behandelt. Dass es aber auch anders geht beweisen ökologisch gepflegte Sportplätze in einigen Bundesstaaten in den USA, wo der Einsatz von chemischsynthetischen Pestiziden auf Sportplätzen seit fast 20 Jahren streng verboten ist. In Frankreich sind seit Anfang 2017 in öffentlichen Anlagen, auch Sportplätzen keine Pestizide mehr erlaubt.

Die standardmässig eingesetzten Mineraldünger und Pestizide sind problematisch für Mensch und Umwelt und sie schädigen offenbar auch die Rasengräser. „Natur im Garten“ hat zusammen mit GARTENleben und dem Land Niederösterreich 2018 ein Pilotprojekt gestartet, um eine naturgemässe Sportplatzpflege zu testen und zu bewerten. Begleitet durch die Universität für Bodenkultur (BOKU) Wien und die Donau-Universität Krems wurden über zwei Jahre Sportplätze mit Regelaufbau, aber auch ältere Standardplätze, ökologisch gepflegt.

Aus dem Leitfaden: “ Die Ergebnisse stimmen sehr positiv, denn in allen Fällen konnte die ökologische Pflege mit der bisher üblichen Pflege nicht nur mithalten, oft trat eine Verbesserung der Wasserdurchlässigkeit und der Scherfestigkeit ein, gepaart mit einer griffig-weicheren Rasen-Tragschicht. Den befragten Spielern fiel dieser Aspekt besonders positiv auf.

Der Trick ist, dem Rasen die Bedingungen zu geben, die er in der Natur gerne hat: humose, durchlässige, nährstoffreiche Böden und „Freunde“ in Form von Mikroorganismen. Gräser sind durchaus konkurrenzfähig, werden aber durch fehlendes Bodenleben, wenig Humus und selektive Unkrautvernichter geschwächt. Geschwächte Gräser machen den unerwünschten Kräutern Platz und werden auch leichter krank.“

Heidi meint: „Das wäre auch in der Schweiz eine super Lösung, wo gewisse Bundesräte und Politiker doch dauernd verkünden, dass die Schweiz die strengsten Regeln hätte.“

Potential health effects related to pesticide use on athletic fields. Public Health Nurs May-Jun 2012;29(3):198-207. doi: 10.1111/j.1525-1446.2012.01016.x. Epub 2012 Mar 9.

PESTICIDES AND PLAYING FIELDS. Are we unintentionally harming our children? Beyond Pesticides.

Grünraumservice – ökologische Sportplatzpflege

Golf, Pesticides, and Organic Practices. Beyond Pesticides

Fussballer und Golfer zittern wegen Pestizid-Initiative. Blick vom 17.5.21

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Bodenfreikauf statt Spekulation

21. Januar 2013

Boden unter Druck. Wem soll der Boden gehören?

Boden unter Druck. Wem soll der Boden gehören?

Ein Helikopter nach dem anderen fliegt Richtung Davos. Der Lärm kündigt den Einheimischen das WEF mit den bekannten Behinderungen an. Im Amtsblatt bittet die Polizei die Bevölkerung um Verständnis für die vermehrten Flugbewegungen, auch nachts. Vom 22. bis 26. Januar 2013 treffen sich Leader aus der ganzen Welt. Sechs BundesrätInnen werden teilnehmen.

Ein beliebtes Thema ist das „grüne Wachstum“. Ewiges Wachstum auf beschränktem Raum gaukeln uns die Leader vor, halten beharrlich am Expansionskurs fest. Grundbedürfnisse wie Wohnen und Essen sind besonders betroffen, viele Menschen geraten deshalb in Not. Der Dachverband der gemeinnützigen Wohnbaugesellschaften in Österreich beklagt: Er komme seinem Auftrag kaum mehr nach, die in den letzten Jahren stark gestiegenen Grundstückspreise machten Wohnraum unerschwinglich.

In der Landwirtschaft ist die Situation ähnlich. Kulturland wird überall auf der Welt zusammengekauft oder -geklaut. Das Konzept Solidarische Landwirtschaft ist in den 1960er Jahren in Japan entstanden. Bei Genf wurde 1978 die Kooperative Schlaraffengärten gegründet, Les jardins de Cocagne. Die Genossenschaft plant die Produktion, die Mitglieder erhalten Früchte und Gemüse und arbeitet zum Teil auch auf dem Felde. Ausgehend von einem Demeter-Betrieb sind heute 31 deutsche Bauernhöfe in „Solidarische Landwirtschaft, sich die Ernte teilen…“ zusammengeschlossen. In Frankreich und Österreich sind ähnliche Organisationen im Entstehen, wie Social Innovation Network berichtet.

„Bodenfreikauf – Land für solidarische Landwirtschaft“ ist das Thema einer Veranstaltung an der Universität für Bodenkultur in Wien vom 31.1.13. Es gebe immer mehr (junge) Menschen, die Landwirtschaft betreiben wollten, aber keinen Hof erben und nicht das Geld hätten, um einen zu kaufen. Auf der anderen Seite würden viele Höfe aus der Bewirtschaftung genommen, weil es keine HofübernehmerInnen gebe. Alternativen zur konventionellen Landwirtschaft und zum gängigen Besitz- und Marktdenken werden gesucht. Es geht um Land für jene, die es bewirtschaften, und um solidarische und ökologische Landwirtschaft. Den Boden dem Markt und somit der Spekulation entziehen, ein zukunftsweisendes Ziel, meint Heidi.

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