Posts Tagged ‘Universität Zürich’

Klimawandel im Kunsthaus Zürich bis 6.2.22

13. Januar 2022
Aus dem Video zur Sonderausstellung im Kunsthaus Zürich "Earth Beats - Naturbild im Wandel".

Aus dem Video zur Sonderausstellung im Kunsthaus Zürich „Earth Beats – Naturbild im Wandel“.

Danke, liebe Leserin, für den Hinweis.

Earth Beats – Naturbild im Wandel, so heisst eine Sonderausstellung im Kunsthaus Zürich. Sie wurde am 9.10.21 eröffnet und ist noch bis 6.2.22 zu sehen. Die Ausstellung und die vorgelagerte Veranstaltungsreihe greifen die Debatte um den Klimawandel auf. Historisch und gegenwartsbezogen, mit Kunst vom 18. Jahrhundert bis in die Gegenwart. Einzelne Veranstaltungen sind ausgebucht oder abgesagt.

Naturschutz und Nachhaltigkeit

«Earth Beats» ist ein künstlerisches Plädoyer zum Schutz der Erde und ihrer natürlichen Ressourcen, erwachsen aus der Dringlichkeit der Gegenwart. Die Natur ist über die Landschaftsmalerei fest in der Kunstgeschichte verankert. Während wir ihr in Werken vergangener Jahrhunderte weitgehend als idyllische Szenerie begegnen, tritt sie seit den 1970er-Jahren immer deutlicher als durch Menschenhand bedrohte und gleichzeitig schützenswerte Instanz auf.

Was sehen wir im Gemälde einer Moorlandschaft von Robert Zünd, was er nicht sah? Und schätzen wir auch den dokumentarischen Wert einer farbigen Gletschermalerei aus der Zeit vor der Fotografie? Die Ausstellung zeichnet die künstlerische Auseinandersetzung mit dem «Blauen Planeten» und seiner Verletzlichkeit nach. Die ideengeschichtliche Entwicklung spielt dabei eine ebenso wichtige Rolle wie zukunftsorientierte Szenarien der nachhaltigen Nutzung natürlicher Ressourcen.

Visions of Nature

Veranstaltung vom Samstag, 15.1.22, 11 bis 12:30 Uhr: Lecture-performance and aperitif by Paloma Ayala

In response to the exhibition “Earth Beats,” students from the University of Zurich’s specialized Master’s program Art History in a Global Context host a lecture-performance by the artist Paloma Ayala and invite the public to a Mexican aperitif.

How can food be a carrier of memory and identity? What stories does it tell about the changes affecting local ecologies and communities on the US/Mexican border? For Paloma Ayala (MX/CH), the tamales, prepared following the recipe passed down from her grandmother, are a vehicle to carry the concern for her place of origin, currently subjected to violent processes of cultural and geographical displacement.

Visions of Nature

Earth Beats – Der ideale Einstieg in die Ausstellung

19.1.22, 26.1.22 und 3.2.22, jeweils 18 bis 19 Uhr

Wollen Sie mehr über die Künstler, Werke oder deren geschichtliche Hintergründe erfahren? Eine öffentliche Führung bietet den idealen Einstieg in die Ausstellung «Earth Beats. Naturbild im Wandel».

Earth Beats – Der ideale Einstieg in die Ausstellung

Interessantes Video auf youtube: Earth Beats. Naturbild im Wandel

Earth Beats – Naturbild im Wandel. Sonderausstellung Kunsthaus Zürich.

13.1.22 HOME

Datenschutzerklärung

Eine Nachlese zum Klimagipfel «COP26» in Glasgow: Lippenbekenntnisse sollen die Öffentlichkeit beruhigen.

5. Januar 2022

Es ist Heidi klar, dass die Mottfeuer in den Wytweiden des Berner Jura nur unwesentlich zur Klimaerwärmung beitragen. Viele kleine Feuer zu ignorieren, wäre aber trotzdem falsch, denn sie schaden Menschen und anderen Lebewesen, die den Qualm ertragen müssen.

Finanzprofessor Marc Chesney von der Universität Zürich spricht die grossen Probleme an. Er schreibt in einem Artikel als Nachlese zum Klimagipfel „COP26“ im Infosperber von heute wie ernst es den nach Glasgow gereisten Regierungs- und Industrievertretern mit der Umsetzung ihrer „Ziele“ ist. Dabei nimmt er kein Blatt vor den Mund. Wenn die Angelegenheit nicht so traurig wäre, dann könnte man sich über so viel Klartext herzhaft amüsieren.

Ein Beispiel: „Die Regierungsdelegierten beteuerten einmal mehr, Massnahmen umzusetzen – die sie bereits mehrfach beschlossen hatten. An wen wandten sie sich, wenn nicht an sich selbst? Die «COPains» forderten sich gegenseitig auf, ihre früher beschlossenen Massnahmen umzusetzen, die sie bisher nicht umsetzen wollten. Das war eine schräge Kommunikationsübung, die ein gewisses Know-how, viel Einbildung und Verrenkungen aller Art erforderte.“

Lesen Sie, liebe Leserin, lieber Leser, diesen Text: Klimaziel eine Farce: Milliarden-Subventionen für Öl und Gas. Marc Chesney von der Universität Zürich, Infosperber 5.1.22

5.1.22 HOME

Datenschutzerklärung

 

Online-Ringvorlesung Uni Zürich: «So ernähren wir die Welt»

8. April 2021

.

An der Universität Zürich findet im Rahmen von «UZH-i-Ringvorlesung: Nachhaltigkeit jetzt!» die folgende Veranstaltung online via Zoom statt:

Donnerstag, 15. April 2021, 18:15 Uhr bis 20:00 Uhr

Für die Teilnahme ist eine Anmeldung erforderlich:
https://www.uzh.ch/cmsssl/de/outreach/events/rv/2021fs/uzhi-nachhaltigkeit/anmeldung.html

Mit: Hans Rudolf Herren, Alternativer Nobelpreis 2013

Podium: Prof. Dr. Chinwe Ifejika Speranza, Geographisches Institut, Universität Bern, und Dr. Angelika Hilbeck, Institut für Integrative Biologie, ETH Zürich

Ort: Virtuelle Veranstaltung

Mehr: https://www.sustainability.uzh.ch/de/initiatives-networks/…
https://www.uzh.ch/cmsssl/de/outreach/events/rv/2021fs/uzh…

Veranstalter: Kommission UZH Interdisziplinär (UZH-i)

Reihe: UZH-i-Ringvorlesung: Nachhaltigkeit jetzt!

Kontakt: Marina Menz, Assistentin Right Livelihood Zentrum, Universität Zürich (Mail)

So ernähren wir die Welt, Buch von Hans Rudolf Herren, Verlag rüffer & rub visionär.

So ernähren wir die Welt, e-Book von Hans Rudolf Herren, Verlag rüffer & rub visionär.

Hans Rudolf Herren, Wikipedia

Hans Rudolf Herren: Genügend und gesunde Nahrung für alle. Heidis Mist vom 21.12 16

8.4.21 HOME

Datenschutzerklärung

Vom Wert einer guten Gesetzgebung

7. Mai 2014

Beim Lesen der NZZ vom 8.2.13 war Heidi der Artikel Qualität der Gesetzgebung im Sinkflug von Alain Griffel, Staats- und Verwaltungsrechts-Professor an der Universität Zürich, aufgefallen, denn das unsorgfältige Hauruck-Schreiben von Gesetzen stört auch sie. Das Echo war gross. Ein Buch mit dem Titel Vom Wert einer guten Gesetzgebung ist entstanden. René Zeller hat es in der NZZ vom 22.4.14 unter dem Titel Die Aktivisten von Bundesbern vorgestellt. „Gesetzesflut, stetige Beschleunigung der Gesetzgebungsmaschinerie, kaum noch zu bewältigende Vernehmlassungen: Mit diesen Themen befassen sich Medien und Politik immer wieder. Doch über die Qualität der Gesetzgebung findet merkwürdigerweise keine Diskussion statt. Dass sie sich in einer markanten Abwärtsbewegung befindet, bleibt in der öffentlichen Wahrnehmung weitgehend unbemerkt.“, heisst es im Klappentext.

Leider hat sich keiner der 16 Autoren mit der Landwirtschaftsgesetzgebung befasst oder etwa mit den für die Landwirtschaft relevanten Vorschriften für das Festlegen und Bewirtschaften des Gewässerraums. Doch darüber wird Heidi noch berichten. Trotzdem ist das Buch aufschlussreich und wegweisend.

„Rechtsetzung ist schlecht, wenn man sie nicht versteht, wenn man sie nicht kennt, wenn man sie nicht findet…“ schreibt Martin Wyss, Professor an der Universität Bern, stellvertretender Fachbereichsleiter beim Bundesamt für Justiz und Präsident der Schweizerische Gesellschaft für Gesetzgebung, und weiter: „Bis heute hat noch kein Gesetz mit seiner puren Existenz in der Rechtsordnung irgendetwas gefördert … es sind stets die Vollzugsmassnahmen der zuständigen Organe, welche die gesetzlichen Absichten erfüllen und verwirklichen, nicht der Erlass selber…“ Es gibt noch viel zu tun!

Zum Beispiel Pufferstreifen. In ihrem Artikel Vielfalt der Gesetze und Weisungen hat Heidi darauf hingewiesen wie schwierig es ist, Informationen zu finden und kritisiert, dass das Merkblatt Pufferstreifen – richtig messen und bewirtschaften bei Agridea für Fr. 5.- gekauft werden müsse, obwohl es Bestandteil der Direktzahlungsverordnung ist. Seit dem 1.1.14 verweist auch die Chemikalien-Risikoreduktions-Verordnung auf dieses Merkblatt (Anhang 2.5 Pflanzenschutzmittel 1.1 e; Anhang 2.6 Dünger 3.3.1). Gesetze, welche nur mit Verweis auf eine Publikation veröffentlicht werden, können beim zuständigen Bundesamt eingesehen werden. Zwar fällt das Agridea-Merkblatt nicht unter diese Kategorie, aber aufgrund des Öffentlichkeitsprinzips müssten das Bundesamt für Landwirtschaft und das Bundesamt für Umwelt diese Vorschriften eigentlich gratis abgeben, meint Heidi. Was, wenn wirklich alle Bauern das wissen möchten!

Nachtrag: Martina Rösch von Agridea meldet in einem Kommentar, dass das Merkblatt jetzt gratis heruntergeladen werden kann. Hier die Adresse: Pufferstreifen richtig messen und bewirtschaften

7.5.14 HOME

Antibiotika-Problem: Strategieren statt handeln

25. September 2013

Bei Gewässern unter 1‘000 Metern fanden Forscher der Universität Zürich in 36 Prozent der Wasserproben multiresistente Keime. Urbane Räume waren am stärksten belastet. Foto: Sihl in Zürich.

Bei Gewässern unter 1‘000 Metern fanden Forscher der Universität Zürich in 36 Prozent der Wasserproben multiresistente Keime. Urbane Räume waren am stärksten belastet. Foto: Sihl in Zürich.

Das Bundesamt für Veterinärwesen (BVET) meldet Antibiotika in der Veterinärmedizin: Zunahme der Resistenzen trotz Rückgang im Verkauf. 57’157 kg Antibiotika sind 2012 für die Veterinärmedizin verkauft worden. Die Probleme mit den zunehmenden Resistenzen sind hinlänglich bekannt: mehrfachresistente Keime in Tier und Mensch, im Wasser und Boden, Mangel an wirksamen Antibiotika. Gemäss wissenschaftlichen Untersuchungen werden Resistenzen auch auf Bodenorganismen übertragen. Was macht man in der Schweiz dagegen? Strategieren! Eine Arbeitsgruppe soll bis 2015 ein Massnahmenprogramm  ausarbeiten. Heidi hat darüber bereits berichtet Antibiotika CH: studieren, zusammensitzen, strategieren, 3.3.13.

Professor Roger Stephan vom Institut für Lebensmittelsicherheit und -hygiene der Universität Zürich fordert ein schnelles Umdenken beim Einsatz von Antibiotika. Es gebe jedoch nicht einen Verursacher, wie etwa die häufig angeführte Tierhaltung, sondern viele, zum Beispiel auch Krankenhäuser. «Bei mangelhafter Durchsetzung dringender Korrektur- und Schutzmassnahmen droht die Welt auf ein postantibiotisches Zeitalter zuzusteuern, in dem gewöhnliche Infektionen nicht mehr geheilt werden können», fürchtet Stephan. Resistente Bakterien erobern die Schweiz, UZH News vom 16.5.13.

In holländischen Spitälern werden Bauern direkt in die Isolierstation eingeliefert. Deutschland hat das Problem angepackt: Pläne lagen bereits 2012 vor sowie ein Gesetzesentwurf. Eine bundesweite Datenbank soll helfen, die Behandlungshäufigkeit in den einzelnen Betrieben zu erheben, zu vergleichen und auf reduzierten Einsatz hinzuwirken. Der Bundesrat unterstützt die Pläne der Bundesregierung, die Massnahmen gehen den Ländern aber zu wenig weit, daher stimmte der Bundesrat über mehr als 50 Änderungsvorschläge ab mit dem Ziel den verantwortungsbewussten Umgang mit Antibiotika weiter zu fördern. Weitere Vorschläge zum Kampf gegen Antibiotikaresistenzen, Bundesrat 2.11.12.

25.9.13 HOME


%d Bloggern gefällt das: