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Eigentlich nichts Neues: Die schädliche Wirkung von Chlorpyrifos!

17. November 2018
Fotomontage von Heidi, Februar 2018.

Fotomontage von Heidi, Februar 2018.

Seit Jahren gibt es laufend neue fundierte Forschungsergebnisse, welche zeigen, dass Chlorpyrifos und allgemein die Pestizide der Organophosphatgruppe sehr toxisch sind. Unter anderem schädigt Chlorpyrifos die Entwicklung des Gehirns im Mutterleib. Doch die Behörden handeln nicht. Das Bundesamt für Umwelt will lediglich den Anforderungswert für Oberflächengewässer auf 0,0044 µg/l senken. Das ist die Lösung des Problems NICHT! Heidi meint: „Solche Gifte müssen verboten werden“. Das Bundesamt für Landwirtschaft ist offenbar mithilfe der Industrie am Nachdenken über ein Verbot.

Soeben hat jemand Heidi gefragt: „Was macht eigentlich das BAG, das Bundesamt für Gesundheit?“

Leading researchers call for a ban on widely used insecticides

…. Although a single organophosphate — chlorpyrifos — has been in the national spotlight, our review implicates the entire class of these compounds,“ Hertz-Picciotto added…

Use of organophosphates has lessened, but risks to early brain development still too high.

Date: November 9, 2018
Source: University of California – Davis Health

Summary: Public health experts have found there is sufficient evidence that prenatal exposure to widely used insecticides known as organophosphates puts children at risk for neurodevelopmental disorders.
https://www.sciencedaily.com/releases/2018/11/181109101508.htm

Fehlerhafte Zulassungsstudie Pestizid könnte Ungeborene gefährden

SRF hat recherchiert: „Chlorpyrifos wird in der Landwirtschaft und Schweizer Gärten eingesetzt. Eine neue Studie warnt vor Gehirnschäden.

… Die Bedenken gegenüber dem Wirkstoff sind unterdessen auch bei den europäischen und schweizerischen Behörden angekommen. Die Zulassung des Pestizids werde derzeit überprüft, sagt der Sprecher des Bundesamtes für Landwirtschaft, Jürg Jordi: «Der ganze Prozess dauert über ein Jahr. Erste Resultate sind Anfang 2019 zu erwarten.»

Es sieht danach aus, als würde der Wirkstoff bald verboten – wie viel Schaden er in den letzten zwölf Jahren angerichtet hat, bleibt offen.“

Pestizid könnte Ungeborene gefährden, Christian von Burg, SRF vom 16.11.18

Nervengift bedroht die Tierwelt

Zitat aus saldo: „Der Bund prüft ein Verbot des Insektizids Chlorpyrifos. Der Hersteller darf in diesem Verfahren ­mitreden – die Umweltverbände nicht …“

Nervengift bedroht die Tierwelt, Eric Breitinger, saldo 16/2018 vom

Frankreich: Rätselraten um 7 Kinder mit Fehlbildungen

14 Fälle, eine Gemeinsamkeit: Wohnort auf dem Land: Sieben ähnliche Fälle gibt es in zwei verschiedenen Dörfern im Nordwesten Frankreichs, sieben weitere in einem Dorf im Südosten Frankreichs. Die Missbildungsrate liegt 58 mal höher als im Durchschnitt.

Die einzige Gemeinsamkeit der betroffenen Familien besteht darin, dass sie in ländlichen Gegenden wohnen. Einige vermuten, dass der Einsatz von Pestiziden die Fehlbildungen hervorruft, doch fundierte Untersuchungen fehlen bislang.

Frankreich: Rätselraten um 7 Kinder mit Fehlbildungen, Euronews 26.10.18

Heidis Mist, Pufferstreifen und Helikoptersprühflüge

Heidi meint: „Dass solche Pestizide zugelassen sind, ist umso verwerflicher, als die Pufferstreifen von vielen Bauern nicht eingehalten werden. Darüber hat Heidi schon viel geschrieben. Diesen Missstand kennen auch die Bundesbehörden längst.

Zu Wohnzonen sind keine Pufferstreifen vorgesehen – wieso? Eine Ausnahme bilden die Helikopter-Sprühflüge, welche man zum Schutze von Natur und Mensch endlich ebenfalls verbieten sollte.“

Der Kassensturz hat in seiner neuesten Sendung ausführlich über das Ausmass des Pufferstreifen-Missstandes berichtet:

Mangelnde Kontrolle Bauern verschmutzen Bäche – Kantone schauen weg, Daniel Mennig, Kassensturz SRF vom 13.11.18

Toxisches Chlorpyrifos: Neuer Anforderungswert löst das Problem nicht, Heidis Mist vom 13.2.18

Amerikanisches Gericht ordnet Chlorpyrifos-Verbot an, Heidis Mist vom 31.8.18

Neue Pestizid-Anforderungswerte für Oberflächengewässer: Rechnen mit Heidi, Heidis Mist vom 1.3.18

Reldan 22 in der Schweiz erlaubt, in Deutschland (noch) verboten, Heidis Mist vom 24.6.14

Umweltgifte: Little Things Matter – There is no safe level, Heidis Mist vom 15.3.15

17.11.18 HOME

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Assholes: Theorie eines Philosophie-Professors

2. Juli 2014
Aaron James, Professor für Philosophie an der University of California, Irvin, erklärt in seinem Buch "Assholes" seine Theorie über Arschlöcher und wie mit ihnen umzugehen ist.

Aaron James, Professor für Philosophie an der University of California, Irvin, erklärt in seinem Buch „Assholes“ seine Theorie über Arschlöcher und wie mit ihnen umzugehen ist.

Wer hat sich nicht schon über Arschlöcher geärgert? Beim Stöbern in The Bookshop von Orell Füssli in Zürich hat Heidi ein Buch mit eben diesem Titel gefunden: Assholes – A Theory, geschrieben von Aaron James, Professor für Philosophie an der University of California, Irvine. Eine deutsche Version ist im März 2014 im Verlag Riemann erschienen: Arschlöcher – Eine Theorie . Es eignet sich hervorragend als Ferien-Lektüre. Trotz philosophischer Hintergrund-Informationen ist es einfach zu lesen.

Wer ist ein Arschloch:

  1. Jemand, der sich regelmässig Vorteile verschafft.
  2. Er macht dies aus einem tief verwurzelten Gefühl heraus, dass ihm dies zusteht.
  3. Dieses Gefühl der Berechtigung immunisiert ihn vollständige gegen Beschwerden anderer.

Arschlöcher seien – so James – ausgesprochen ärgerliche Personen, aufgrund der gesellschaftlichen Gegebenheiten typischerweise Männer. Sie würden Gefühle wie Ohnmacht, Angst und Wut hervorrufen. Eine gute Theorie könnte hilfreich im Umgang mit ihnen sein, denn sie erleichtere das Einschätzen der Situation: Wann soll man dem Arschloch Widerstand leisten, und wann soll man es besser ignorieren. Seine Tipps sind allgemein gehalten und, wie er selber zugibt: Es ist schwierig, sich mit diesen Leuten zu verständigen, da sie gar nicht zuhören und auch nicht begreifen, was man kritisiert. Die Wahrscheinlichkeit, dass sie sich ändern, ist gering.

Es gibt verschiedene Typen von Arschlöchern, etwa die rüpelhaften, die arroganten oder selbstherrlichen. Dann Chefs, die diese Bezeichnung verdienen, Präsidenten, Könige … oder Beamte, welche ihre Macht missbrauchen. In neuerer Zeit machen sie sich immer stärker in den Medien breit. Informationen zur Meinungsbildung seien fundamental in einer demokratischen Gesellschaft, stattdessen bekämen wir die Meinung eines einzelnen Arschloches zu hören. Banker seien überzeugt, dass Ihnen die riesigen Boni zustünden, dies obwohl Schätzungen gezeigt hätten, dass die Banken die sozialen Kosten der letzten Krise nicht hätten bezahlen können.

Interessant ist James Blick in die Vergangenheit, hingegen beunruhigend jener in die Zukunft. Denn es gibt nicht nur das einzelne Arschloch oder kleine Ansammlungen davon, sondern er definiert auch den Arschloch-Kapitalismus (Nimm was du kriegen kannst!). Dieser würde die wichtigsten Punkte des Kapitalismus zunichte machen:

  1. Bevorteilung: Der Arschloch-Kapitalismus verstärkt expansive Ansprüche (z.B. auf unbegrenzte persönliche Bereicherung, ohne Rücksicht auf soziale Kosten), und fördert somit das Arschloch-Denken.
  2. Mangelnde Steuerung: Es fehlt ein zuverlässiges System zum Einschränken der Fülle von Arschlöchern (z.B. Familie oder Rechtsstaatlichkeit werden durch das Gefühl berechtigt zu sein ausgeschalten) und
  3. Destabilisierung: Die resultierende Fülle von Arschlöchern untergräbt die Zusammenarbeit, welche nötig ist, damit das kapitalistische System gemäss den Grundwerten funktioniert (wie Freiheit, Chancengleichheit und allgemeiner Wohlstand). Das System wird schlechter oder zerfällt.

Die USA seien auf der Kippe zum Arschloch-Kapitalismus, während Italien bereits dazu zähle bzw. Auswege daraus suche.

Warum sollen wir uns mit Arschlöchern befassen und den Empfehlungen James folgen? „Weil Arschlöcher von uns verlangen, das Unakzeptable zu akzeptieren …“, weiterlesen im Buch …

On Assholes, Blog von Aaron James

Aaron James Theory of Assholes, Eric Schwitzgebel Philosophie-Professor an der University of California, Riverside. In einem Kommentar zum Artikel verweist Carl M. auf den Dunning-Kruger-Effekt: Als Dunning-Kruger-Effekt bezeichnet man gemäss Wikipedia eine Spielart der kognitiven Verzerrung, nämlich die Tendenz inkompetenter Menschen, das eigene Können zu überschätzen und die Leistungen kompetenterer Personen zu unterschätzen.

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