Posts Tagged ‘Unkraut’

Blacken, Blacken, Blacken … auf der Davoser Erbalp

10. September 2021
Blacken, Blacken ...

Blacken, Blacken …

Auf der Erbalp ob Davos gibt es ein Beizli „urig und gemütlich“ und viele. viele Blacken und das seit vielen, vielen Jahren – Überdüngung! Heidi weiss nicht, ob die Bewirtschafter der Erbalp Sömmerungsbeiträge erhalten. Wenn JA, dann zu Unrecht für diese Flächen!

Auto und Blacken am Wanderweg

Auto und Blacken am Wanderweg

Wanderweg neben herbstlichem Blackenfeld

Wanderweg neben herbstlichem Blackenfeld

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Aussicht mit Blacken

Graubünden: Annäherung an eine Alp. Heidis Mist vom 26.7.18

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Auf der Erbalp ob Davos gibt es ein Beizli und viele. viele Blacken und das seit vielen, vielen Jahren

Christines Trittsteingarten – Unkraut oder Insektenförderung?

22. Mai 2021
Convention on Biological Diversity

Convention on Biological Diversity

Die Artenvielfalt nimmt weltweit rasant ab, daher ist es dringend nötig, dass wir alle in unserem Handlungsbereich etwas dagegen tun. Am heutigen Internationalen Tag der Artenvielfalt nimmt Heidi Sie in den vielfältigen Garten von Christine Dobler Gross mit.

Christine Dobler Gross ist begeisterte Naturgärtnerin. In ihrem Garten in Zürich hat es nicht nur Platz für viele verschiedene Pflanzen, sondern auch für Wildbienen, Glühwürmchen und andere Tiere. Sie ist Präsidentin des Vereins Natur im Siedlungsraum NimS. Im Blog Hotspot Naturgarten schreibt sie regelmässig über Beobachtungen aus ihrem Naturgarten. Wunderschön sind ihre Fotos von Schmetterlingen, Bienen, Raupen … und Pflanzen aller Art.

Durchstöbern Sie ihre Seiten, studieren Sie die Projekte, an denen Christine Dobler Gross arbeitet, etwa die Förderung der Naturvielfalt am Burghölzlihügel, lernen Sie wie man einen Durchgang für Igel macht oder ein Wiesenbord aufwertet.

Copyright: Christine Dobler Grosse

Copyright: Christine Dobler Gross

 

Das Projekt Trittsteingärten findet Heidi besonders interessant. Hier der Kurzbeschrieb: „Die Artenvielfalt im Siedlungsraum ist höher als man denken würde! Mitten in der Betonwüste gibt es immer wieder Biodiversitätsoasen. Leider sind diese Oasen oft schlecht miteinander vernetzt. Aus diesem Grund hat der Verein NimS mit der Unterstützung des WWF Zürich das Trittsteingartenprojekt gestartet. Das Ziel des Projekts ist, ein Netz von Gärten zu sichern und entstehen zu lassen, damit die Tiere zwischen den Oasen Trittsteine finden und zirkulieren können.“

Besuchen Sie Christines Trittsteingarten – Unkraut oder Insektenförderung?

Natur im Siedlungsraum NimS

Trittsteingärten

Hotspot Naturgarten

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Bedrohung durch Unkraut heute grösser als je zuvor in der Geschichte der Menschheit

21. Mai 2021

Copyright: Rothamsted Research

Copyright: Rothamsted Research

Ein Langzeitexperiment von Rothamsted Research zeigt, dass Klima, Pflanzenhöhe, Düngemittel und Herbizidresistenz Schuld sind am grössten Unkrautproblem, das die Menschen je hatte.

Rothamsted Research ist ein weltweit führendes, gemeinnütziges Forschungszentrum, das sich auf strategische Agrarwissenschaft zum Nutzen von Landwirten und der Gesellschaft weltweit konzentriert.

Nutzpflanzen sind heute anfälliger für Unkräuter als vor der Einführung von Herbiziden. Eine neue Studie zeigt, dass dies eine noch nie dagewesene Bedrohung für unsere Ernährungssicherheit darstellen.

Anhand von Daten aus dem weltweit am längsten laufenden Versuch, dem Rothamsted Broadbalk Weizenversuch (seit 1843) in Hertfordshire, fanden die Forscher heraus, dass auf Parzellen, auf denen noch nie Herbizide eingesetzt wurden, die Ertragsverluste durch Unkräuter seit den 1960er Jahren kontinuierlich zugenommen haben. In den ersten zehn Jahren des Datensatzes ging weniger als ein Drittel der Ernte durch Unkräuter verloren, doch zwischen 2005 und 2014 stieg dieser Anteil auf mehr als die Hälfte.

Das Team von Rothamsted Research, das die Studie durchgeführt hat, führt dies darauf zurück, dass Unkräuter in einem sich erwärmenden Klima besser gedeihen als Nutzpflanzen, gepaart mit einer Verschiebung hin zu kürzeren Nutzpflanzensorten, die von den höheren Unkräutern beschattet werden.

Und genau wie unsere Nutzpflanzen haben auch viele Unkrautarten in diesem Zeitraum vom erhöhten Einsatz von Stickstoffdünger profitiert.

Darüber hinaus hat mehr als ein halbes Jahrhundert konsequenter chemischer Spritzungen zum Aufkommen von herbizidresistenten Unkräutern geführt, was unsere Fähigkeit bedroht, die seit den 1960er Jahren erzielten Produktivitätsgewinne bei den Nutzpflanzen zu halten.

Herbizide haben Unkrautproblem vergrössert

Der Hauptautor, Jonathan Storkey, sagte: „Die Verringerung der Ertragsverluste durch Unkräuter wird aufgrund der Entwicklung von Herbizidresistenzen immer schwieriger, und wir können uns nicht mehr allein auf Herbizide verlassen, um der zunehmenden Bedrohung durch Unkräuter zu begegnen. Wenn wir die durch Unkräuter verlorenen Erträge in den ersten zehn Jahren des Datensatzes vergleichen, ‚raubten‘ Unkräuter im Durchschnitt 32 Prozent des Ertrags, verglichen mit 54 Prozent in den letzten zehn Jahren der Daten.

Unsere Ergebnisse zeigen, dass Unkräuter heute eine grössere inhärente Bedrohung für die Pflanzenproduktion darstellen als vor dem Aufkommen von Herbiziden und dass integrierte, nachhaltige Lösungen für das Unkrautmanagement dringend erforderlich sind, um das hohe Ertragspotenzial moderner Pflanzensorten zu halten.“

Moderne Sorten und Stickstoff

Neben den immer grösser werdenden Verlusten durch Unkräuter zeigte die Analyse der Daten, dass Unkräuter auch die Weizenerträge auf Parzellen mit höheren Stickstoffdüngergaben proportional stärker reduzierten. Auf vergleichbaren Parzellen, auf denen Unkräuter mit Chemikalien bekämpft wurden, wurden höhere Weizenerträge erzielt, wenn mehr Stickstoffdünger zugeführt wurde – was bedeutet, dass Herbizide auf den ertragreichsten Weizenfeldern am vorteilhaftesten sind.

Moderne Sorten mit hohem Düngemitteleinsatz sind daher anfälliger für höhere Ertragsverluste, wenn Herbizidresistenzen zu einem grösseren Problem werden.

Erfahrungen seit 1843 …

Die Broadbalk-Winterweizenversuche wurden 1843 angelegt, um verschiedene Mengen und Kombinationen von anorganischen Düngemitteln im Vergleich zu Hofdünger auf die Weizenerträge zu vergleichen.

Seit Mitte der 1960er Jahre wurden in einigen Parzellen Herbizide eingesetzt, in anderen nicht. Das Team untersuchte Daten ab 1969 – etwa zu Beginn der so genannten „Grünen Revolution“, als ertragreichere Weizensorten und ein erhöhter Einsatz von Stickstoffdünger weltweit zur Norm wurden. Wie ihre Daten jedoch deutlich zeigen, wurden diese globalen Ertragssteigerungen nur durch einen gleichzeitigen Anstieg des Einsatzes von Pestiziden möglich gemacht.

In den Parzellen wurden insgesamt 41 Unkrautarten festgestellt, wobei die Haupt-„Rache“ der Landwirte, das Schwarze Rispengras, allgegenwärtig war – und besonders häufig auf Parzellen mit hohen Düngergaben auftrat.

Neben der zunehmenden Herbizidresistenz hat auch die Einführung kürzerer Pflanzensorten – die mehr Nährstoffe in das Korn und nicht in den Stängel bringen – zu erhöhten Ertragseinbussen geführt, da die zierlichen Pflanzen oft von viel grösseren Unkräutern verdrängt werden.

Infolgedessen, so Jonathan Storkey, „ist es wahrscheinlich, dass Pflanzenzüchter in Zukunft sowohl Eigenschaften berücksichtigen müssen, die Ertragsverluste durch Unkraut reduzieren, als auch solche, die das Ertragspotenzial optimieren“.

Klimawandel begünstigt Unkräuter

Der letzte Faktor, der für die Zunahme des Unkrautdrucks verantwortlich ist, ist der Klimawandel. Zwischen 1969 und 2014 sind die durchschnittlichen Lufttemperaturen, die am meteorologischen Standort in der Nähe des Broadbalk-Experiments gemessen wurden, kontinuierlich gestiegen. Über die Hauptwachstumszeit für Unkräuter in Grossbritannien gerechnet, sind die Durchschnittstemperaturen stetig gestiegen und liegen jetzt etwa 2°C höher als 1969. Da das Wachstum der Unkräuter stärker auf wärmere Temperaturen reagiert als das der Pflanzen, hat dies den Unkräutern einen Wettbewerbsvorteil verschafft.

Jonathan Storkey sagte: „Management und Klimawandel haben in den letzten 45 Jahren zusammen die Bedrohung durch Unkräuter erhöht. Wenn wir uns nicht mehr auf Herbizide verlassen können, könnte man argumentieren, dass die Situation in Bezug auf den Unkrautdruck heute schlimmer ist als vor ihrer weit verbreiteten Einführung in den 1960er Jahren. Unsere Ergebnisse unterstreichen die Notwendigkeit, Unkrautbekämpfungsstrategien zu diversifizieren, indem Herbizide durch nicht-chemische Optionen ergänzt werden, einschliesslich der Erhöhung der Pflanzenkonkurrenz und der Unterbrechung der Lebenszyklen von Unkräutern durch Brachen oder vielfältigere Anbaufolgen.“

INCREASING WEED THREAT NOW GREATER THAN ANY POINT IN HUMAN HISTORY. Rothamsted Research, 23.3.21

Agricultural intensification and climate change have increased the threat from weeds. Global Change Biology, 23.3.21. https://doi.org/10.1111/gcb.15585

Quelle: Johann G. Zaller, Twitter

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Caseus alpinus officinalis – der beliebte Alpkäse

26. September 2019

Viele Düngersäcke auf drei Alpen, Heidis Mist vom 25.9.19

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Geschützter Gelber Enzian erleidet Herbizid-Tod

10. Juni 2019

Der Gelbe Enzian ist in fünf Kantonen vollständig geschützt, in sieben Kantonen teilweise.

Der Gelbe Enzian ist in fünf Kantonen vollständig geschützt, in sieben Kantonen teilweise, info flora.

Heidi: „Sie spritzen, aber kennen nicht einmal die Pflanzen! Auf der Alp zum Blumentod haben sie Gelben Enzian auf etwa drei bis vier Aren mit Herbizid bekämpft. Einzelstockbehandlung nennt sich das und es ist vielerorts völlig legal! Im betreffenden Kanton ist der Gelbe Enzian teilgeschützt. Dieser Herbizideinsatz dürfte also rechtswidrig sein, wenn nicht findige Juristen ein Schlupfloch entdecken.“

Alpöhi: „Wir haben die Alpweiden früher eben regelmässig mit der Sense gepflegt. Jahrzehntelang wurde dies vernachlässigt. Die neuen Sömmerungsbeiträge verpflichten die Bewirtschafter dazu, das Unkraut zu bekämpfen … nun haben wir den Dreck oder vielmehr das Gift!“

Geissenpeter: „Wer benutzt heute noch eine Sense?! Wenn die Kontrolleure zu viel Unkraut sehen, dann gibt es Abzüge, das wollen die Älpler um jeden Preis verhindern. Herbizide wurden früher schon eingesetzt. Billig muss die Bekämpfung sein, daher stellen sie oft Hilfspersonal oder junge Ungebildete an.“

Heidi: „Effizient ist das zudem längst nicht immer, etwa wenn sie zur falschen Zeit spritzen, dann nützt das Gift nicht einmal. Den Unterschied zwischen dem Weissen Germer, den sie bekämpfen wollen, und dem Gelben Enzian kann man sich einfach merken, sieht dies auch wenn die Pflanzen noch nicht blühen ganz klar am Blattstand. Beim Gelben Enzian sind die Blätter kreuzgegenständig angeordnet, beim Weissen Germer dreizeilig wechselständig.“

Alpöhi: „Zum Glück bemerken meist nicht einmal die Wanderer den Herbizideinsatz. Die Biker flitzen sowieso vorbei.“

Geissenpeter: „Hauptsache, sie kaufen Alpkäse!“

Heidi: „Und wenn die Leute Teekräuter sammeln? Der Herbizideinsatz ist nicht sofort sichtbar. Ich sage immer wieder: Man muss Warntafeln aufstellen. Leider kann das Wild nicht lesen!“

Alpöhi:Im Rahmen des ALPFUTUR Teilprojektes Alpprodukte 1 wurden Gruppen organisiert, um die Erwartungen der Konsumenten an Alpprodukte zu identifzieren. Das Ergebnis: Die befragten Konsumenten nehmen Alpkäse als ein Produkt wahr, dessen Ursprungsregion ihrer Vorstellung einer intakten, idealen Welt entspricht (im Sinne von unberührter Natur), dessen Herstellung jedoch harte Arbeit erfordert. Der Alpkäse wird als qualitativ hochwertiges Produkt angesehen, wesentlich bedingt durch die Alpweiden.“

Heidi: „Lieber Peter, glaubst du, dass die Konsumenten immer noch für Alpkäse mindestens sechs Franken pro Kilogramm mehr bezahlen als für Biokäse, wenn sie meine Artikel über den Herbizideinsatz auf konventionellen Alpen lesen?“

Heidis 23 Artikel über Herbizide auf Alpen, 2015 bis 2018

Wahrnehmung und Präferenzen der Konsumenten bei Alpkäse – agridea, 2013

Enzian-Idylle mit Herbizid.

Und noch mehr behandelter Gelber Enzian!

Ein trauriger Anblick!

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Graubünden: Annäherung an eine Alp

26. Juli 2018

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Beikraut, Unkraut: Nicht nur Bauern spritzen Herbizide

12. Mai 2017

Komisch! Bauern behandeln doch normalerweise Felder mit Unkrautbekämpfungsmitteln, nicht Feldränder!

Komisch! Bauern behandeln doch normalerweise Felder mit Unkrautbekämpfungsmitteln, nicht Feldränder!

Herbizid rund um den Laternenpfahl - also nicht "aus Bauernhand"!

Herbizid rund um den Laternenpfahl – also nicht „aus Bauernhand“!

Zahlreiche Studien zeigen, dass die kleinen Gewässer in den Schweizer Acker-, Wein- und Obstbaugebieten arg mit Pflanzenschutzmitteln verschmutzt sind. Herkunft: mehrheitlich die Landwirtschaft.

Das Thema ist beim Bundesamt für Landwirtschaft (BLW) nicht beliebt. Reaktionen aus diesem Amt: Kleinreden, andere beschuldigen, forschen, hinhalten … also gleiche Argumente wie sie der Schweizer Bauernverband und die Chemische Industrie (Science Industries, SCIN) jeweils auf den Tisch legen, wenn es um Reduktion geht; im unverbindlichen Amtston nennt man dies „Risikoreduktion“. Entsprechend vage sind denn auch die vorgeschlagenen Massnahmen im Rahmen des Pestizid-Risikoreduktionsplans.

Kein Wunder, dass SCIN die neueste Information von Eva Reinhard, stellvertretende Direktorin des BLW bereits getweetet hat: Das BLW informiert … Direkter Link zum Bericht: Standortspezifischere Massnahmen gegen Pflanzenschutzmittel in kleinen Bächen unterwegs, Mai 2017

Diese Fotoreportage zeigt, dass auch Nicht-Landwirte Pestizide anwenden.

BürgerInnen und ParlamentarierInnen handeln

Eigentlich ist es traurig, dass „gewöhnliche“ BürgerInnen Gegensteuer gegen die Schweizer „Pestizid-Wirtschaft“ geben müssen. Unterschreiben Sie doch die zwei Volksinitiativen! Die stummen Bachflohkrebse werden sich freuen:

Das Thema ist im Parlament nicht neu. Neu sind drei Interpellationen aus drei Parteien zum Schutze der Gewässer, alle eingereicht am 4.5.17:

Hoffnung für Frosch & Co.?

Wo man hinsieht: Totspritzen entlang der Mauern.

Wo man hinsieht: Totspritzen entlang der Mauern.

Da schaut man lieber weg!

Da schaut man lieber weg!

Wo? Oh! Zeit ist auch hier Geld, also schnell weg mit dem Unerwünschten der Schöpfung. Und: Diese Herbizid-Spritzerei ist legal!

Wo? Oh! Zeit ist auch hier Geld, also schnell weg mit dem Unerwünschten der Schöpfung. Und: Diese Herbizid-Spritzerei ist legal!

Weg ... hoffentlich sauber ohne Herbizide, denn das Spritzen auf Wegen und Plätzen ist wegen der Gefahr der Auswaschung ins Grundwasser, unserer wichtigsten Trinkwasserquelle, verboten.

Weg … hoffentlich sauber ohne Herbizide, denn das Spritzen auf Wegen und Plätzen ist wegen der Gefahr der Auswaschung ins Grundwasser, unserer wichtigsten Trinkwasserquelle, verboten.

Chorherrenstift Beromünster

Höhere Alpungsbeiträge schaden der Biodiversität

14. Juli 2016

Auf dieser Alpweide wurde ein selektives Herbizid gespritzt: Nur Gräser überleben. Copyright Ruedi A.

Auf dieser Alpweide wurde ein selektives Herbizid gespritzt: Nur Gräser überleben. Copyright Ruedi A.

Fräulein Rottenmeier und Klara Sesemann haben in Maienfeld ein Hotel bezogen, denn sie verbringen die Ferien zusammen mit Heidi. Heute rasselte der Wecker früh, denn Peter wird ihnen ein paar Schweizer Alpen zeigen. Mit Bahn und Postauto geht’s los zur ersten. Bei der Ausfahrt Maienfeld zeigt Heidi den Gästen den Acker mit dem fehlenden Pufferstreifen zum Malanser Mühlbach. Jahr für Jahr! Dieses Jahr ist’s ein Kartoffelacker. Dann verlassen sie den Kanton Graubünden.

Auf der Alp „Zum Blumentod“

Klara: „Wo sind die Glockenblumen? Heidi, das ist doch deine Lieblingsblume. Ich sehe nur Gras!“

Heidi: „Die sind längst verschwunden. Zu intensiv bewirtschaftet!“

Peter: „Ich zeig‘ dir dann schon noch Blumen. Dort drüben im Naturschutzgebiet. Du wirst staunen über die Farbenpracht. Hier wurde grossflächig ein selektives Herbizid gespritzt. Das tötet alle Pflanzen, ausser die Gräser.“

Fräulein Rottenmeier: „Das ist ja unglaublich! Werden DIE bestraft? Ich esse keinen Alpkäse mehr!“

Heidi: „Fräulein Rottenmeier, es ist nicht überall so schlimm. Peter zeigt uns später auch Weiden von vernünftigen Älplern.“

Peter: „Es ist eben so: Auf vielen Alpen wurden die Problempflanzen seit Jahrzehnten nicht mehr bekämpft. Deshalb breiteten sie sich aus, besonders dort, wo die Bewirtschaftung nicht den natürlichen Gegebenheiten angepasst ist. Es gibt regelrecht degenerierte Weiden.“

Klara: „Das ist aber schade! Früher waren die Alpweiden sooo schön.“

Heidi: „Ja, und jetzt gibt’s neu eben mehr Geld für’s Alpen. Doch wenn die Weiden verunkrautet sind, dann kürzen die Kontrolleure die Beiträge. Zusätzlich zu diesen Alpungsbeiträgen gibt es noch Sömmerungsbeiträge. Der Bund will wohl in erster Linie den Tourismus fördern, nicht die Biodiversität! Beim Downhill sieht man die Blumen sowieso nicht. Sie fördern eben v.a. die im Sommer schlecht ausgelasteten Bergbahnen.“

Peter: „Es gibt sehr strenge Alpkontrolleure!“

Klara: „Und dann darf jeder einfach Herbizid spritzen?“

Peter: „Einzelne Pflanzen totspritzen, das ist allgemein erlaubt, ausser auf Bio-Alpen. Für eine grossflächige Behandlung braucht es jedoch eine Bewilligung, aber diese werden grosszügig erteilt. Kein Problem!“

Heidi: „Das Hauptproblem ist, dass immer wieder Herbizide gespritzt werden müssen, wenn nicht gleichzeitig die Bewirtschaftung verbessert wird.“

Fräulein Rottenmeier: „Wer bildet diese Giftspritzer aus?“

Peter: „Jeder Löli darf spritzen. Es braucht keine Ausbildung. Die einen sind zurückhaltend, andere bespritzen alles, was ihnen nicht passt. Gespritzt wird meist, wenn man Zeit hat, nicht dann, wenn es der ideale Zeitpunkt wäre zur Vernichtung des Unkrauts.“

Im Postauto

Weisser Enzian auf einer Schweizer Alp. Copyright Ruedi A.

Weisser Enzian auf einer Schweizer Alp. Copyright Ruedi A.

Peter: „Liebe Klara, hier sieh! Ich habe letztes Jahr einen Weissen Enzian fotografiert. Enziane gibt’s in höheren Lagen noch viele.“

Mittagessen auf der Alp „Bio-Milch und -Kräuter“

Wenn Alpweiden standortgerecht genutzt und Problemunkräuter regelmässig mit der Sense gemäht werden, dann entsteht kein Unkrautproblem. Copyright Sandro L.

Wenn Alpweiden standortgerecht genutzt und Problemunkräuter regelmässig mit der Sense gemäht werden, dann entsteht kein Unkrautproblem. Copyright Sandro L.

Peter: „Diese Alp wird biologisch bewirtschaftet, das Unkraut mit der Sense gemäht.“

Fräulein Rottenmeier: „Kann man hier Käse kaufen?“

Heidi: „Natürlich! Und Alpbutter. Wir essen hier. Die Älpler sammeln auch Kräuter; das gibt einen wunderbaren Tee. Oder trinken Sie doch frische Milch, heiss mit Alp-Honig.“

Wanderung zur Alp „Pflanzenfreund“

Die Älpler mähen den Weissen Germer und sammeln das Pflanzenmaterial ein. Copyright Sandro L.

Die Älpler mähen den Weissen Germer und sammeln das Pflanzenmaterial ein. Copyright Sandro L.

Peter: „Wir wandern jetzt noch zur Milchkuhalp dort oben. Nicht Bio, aber sie schneiden z.B. den Germer und sammeln ihn ein. Es gibt sie noch, die Vernünftigen!“

Abstecher zur Alp „Herbizid auch gegen Brennesseln“

Mit Herbizid totgespritzte Brennesseln. "Als Frühjahrsgemüse werden die jungen Brennnesseltriebe wegen ihres hohen Gehalts an Flavonoiden, Mineralstoffen wie Magnesium, Kalzium und Silizium, Vitamin A und C (ca. 2x mehr Vitamin C als Orangen), Eisen, aber auch wegen ihres hohen Eiweißgehalts geschätzt. Die Brennnessel enthält in der Trockenmasse etwa 30 % Eiweißanteil." Wikipedia. Copyright Sandro L.

Mit Herbizid totgespritzte Brennesseln. „Als Frühjahrsgemüse werden die jungen Brennnesseltriebe wegen ihres hohen Gehalts an Flavonoiden, Mineralstoffen wie Magnesium, Kalzium und Silizium, Vitamin A und C (ca. 2x mehr Vitamin C als Orangen), Eisen, aber auch wegen ihres hohen Eiweißgehalts geschätzt. Die Brennnessel enthält in der Trockenmasse etwa 30 % Eiweißanteil.“ Wikipedia. Copyright Sandro L.

Peter: „Ich begreife das nicht. Hier haben sie sogar die Brennesseln mit Herbizid bespritzt.

Klara: „Das ist echt krass!“

Fräulein Rottenmeier: „Als Heidi in Frankfurt krank war, hat ihr der Doktor Brennesseltee verschrieben. Sebastian sammelte sogar selber welche und achtete darauf, dass Heidi den Tee auch trank! Nicht wahr, Heidi?“

Heidi: „Ja. Auch Grossvater sagt immer, das sei gesund und stärke. Ein wertvolles Futter! Er lagert getrocknete Brennesseln separat auf dem Heustock und verfüttert sie dann im Winter kranken Geissen. Die Tiere fressen sie auch angewelkt auf der Weide gerne, übrigens auch Distelarten. Weil der Grossvater die Brennesseln schneidet und sammelt, sind sie nie zum Unkraut geworden. Als ich noch klein war, zeigte er mir die Raupen und die Schmetterlinge, welche daraus entstehen.“

Peter: „Ich muss der Grossmutter jeweils zwei verschiedene Brennessel-Jauchen für den Garten ansetzen. Eine als Dünger, die andere zum Stärken der Pflanzen.

Es ist schon unverständlich, was gewisse Älpler mit den Herbiziden anrichten. einige wissen nicht einmal, dass man das Jakobskreuzkraut schneiden muss, damit diese giftige Pflanze nicht versamt.“

Fräulein Rottenmeier: „Was wird Herr Sesemann dazu sagen? Ich habe viele Fotos gemacht; die werde ich ihm gleich mailen.“

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So funktioniert Strassenunterhalt (fast) ohne Herbizide (1) Mechanische Unkrautbekämpfung

12. Dezember 2015

Ein kräftiger Metallbesen entfernt das Unkraut auf dem Bankett neben Strassen. Manchmal wird ein Kleinbagger eingesetzt, der mit der Schaufel das Unkraut entfernt. Von Zeit zu Zeit muss das Bankett aufgekiest werden.

Ein kräftiger Metallbesen entfernt das Unkraut auf dem Bankett neben Strassen. Manchmal wird ein Kleinbagger eingesetzt, der mit der Schaufel das Unkraut entfernt. Von Zeit zu Zeit muss das Bankett aufgekiest werden.

Befestigt wird der Unkrautbesen an derselben Haltevorrichtung wie der Putzbesen.

Befestigt wird der Unkrautbesen an derselben Haltevorrichtung wie der Putzbesen.

Bankett nach dem Einsatz des Unkrautbesens. Die Pflanzenreste werden mit der grossen Wischmaschine aufgenommen.

Bankett nach dem Einsatz des Unkrautbesens. Die Pflanzenreste werden mit der grossen Wischmaschine aufgenommen.

Manche Strassenunterhaltsdienste tun sich schwer mit dem Pflanzenschutzmittel(PSM-)verbot an und auf Strassen, obwohl die Gefahr der Gewässerverschmutzung gross sein kann. Nicht so Werner H. Müller, Strassenkreisinspektor des Kreises Schmerikon SG, zuständig für die Region Rapperswil/Amden. Er fände es unverantwortlich, wenn seine Mitarbeiter ordentlichen Unterhalt mit Herbiziden bestreiten würden, obwohl der Zeitaufwand für die mechanische Bekämpfung sehr viel höher ist. Lediglich Problemunkräuter werden einzelstockweise mit Herbizid bekämpft, etwa Brombeeren, siehe Nachtrag 3 zu Wenn Vollzugsbehörden delinquiren…, Heidis Mist 10.8.15.

Sicherheit ist zentral

Müller lud Heidi zu einem Besuch ein. Sie nahm das Angebot gerne an, denn sie wollte wissen, wie im Kanton St. Gallen das Problem Strassenunterhalt ohne Herbizide gelöst wird. 700 km Kantonsstrasse sind zu pflegen, was luftlinienmässig der Strecke Bern-Rom entspricht. Davon entfallen 110 km auf den Kreis Schmerikon. Hinzu kommt der Unterhalt der Nationalstrassen im Auftrage des Bundes.

Wer die Strassen nutzt, nimmt es als selbstverständlich hin, dass sie sicher sind, d.h. keine Bäume die Sicht an der Einmündung oder Ausfahrt versperren, keine Dornenzweige die Beine von RadfahrerInnen zerkratzen, die Pflanzen neben dem Trottoir so zurückgeschnitten sind, dass man mit dem Kinderwagen nicht auf die Strasse ausweichen muss, und die Strassenbeleuchtung nicht durch Bäume verdeckt ist.

Nicht alles hat Müller in seinen Händen, denn das angrenzende Land gehört zum Teil Privaten oder der SBB. Was tun, wenn Bäume und Sträucher in die Strasse ragen, jedoch kein Zuständiger auffindbar ist? Die SBB ihre Flächen nicht ordnungsgemäss unterhält? Das kommt nämlich relativ häufig vor. Dann rücken seine Mitarbeiter aus und erledigen die Arbeiten auf Kosten der Landeigentümer.

Von oben nach unten: Trottoir, Randstein, Fuge, Wasserstein, Strasse. Mit dem Alter (Hitze/Kälte) bröckelt der Mörtel, Schmutz füllt die Spalten und begünstigt Pflanzenwachstum. Obwohl guter Unterhalt diesen Prozess verlangsamt, ist es irgendwann nötig zu sanieren. Mit dem Einsatz von Hochdruck reinigen die Arbeiter die Fugen und füllen sie anschliessend wieder mit Mörtel. Allerdings ist die Lebensdauer von geflickten Fugen kürzer als jene der Originalfugen. Der Aufwand ist hoch. Ausserorts werden keine Randabschlüsse mehr versetzt, entweder grenzt ein Bankett an den Strassenbelag oder direkt Grünland.

Von oben nach unten: Trottoir, Randstein, Fuge, Wasserstein, Strasse. Mit dem Alter (Hitze/Kälte) bröckelt der Mörtel, Schmutz füllt die Spalten und begünstigt Pflanzenwachstum. Obwohl guter Unterhalt diesen Prozess verlangsamt, ist es irgendwann nötig zu sanieren. Mit dem Einsatz von Hochdruck reinigen die Arbeiter die Fugen und füllen sie anschliessend wieder mit Mörtel. Allerdings ist die Lebensdauer von geflickten Fugen kürzer als jene der Originalfugen. Der Aufwand ist hoch. Ausserorts werden keine Randabschlüsse mehr versetzt, entweder grenzt ein Bankett an den Strassenbelag oder direkt Grünland.

Inspektion zusammen mit dem Förster

Alle zwei Jahre fährt Müller mit einem Förster die Strassen ab, um den Zustand der Bäume zu beurteilen, denn die Leute vom Strassenunterhalt tragen eine grosse Verantwortung. Einmal musste eine Allee mit alten Bäumen zum Missfallen eines Umweltschützers gefällt werden, da der Wind drei Bäume „gefällt“ hatte und die übrigen ebenfalls in schlechtem Zustand waren.

Müller zeigte Heidi Bäume, welche von der Gemeinde zu nahe an die Strasse gepflanzt worden waren und daher in absehbarer Zeit strassenseitig geschnitten werden müssen. Es missfällt ihm, wenn schöne Baumkronen zerstört werden; man sollte in so einem Fall besser z.B. Kugelahorn pflanzen, meint er.

Mit Kreissägen werden Bäume und Sträucher am Strassenrand zurückgeschnitten. Ein gefährliches Gerät!

Mit Kreissägen werden Bäume und Sträucher am Strassenrand zurückgeschnitten. Ein gefährliches Gerät!

Ein ungelöstes Problem

Wenn beim Strassenbau gespart wird, dann kann sich das erschwerend auf den Unterhalt auswirken, etwa der Verzicht auf ein Bankett. Rasch breiten sich vom Rand her im Belag Gräser und Kräuter aus. Da ist guter Rat teuer. Heidi provozierte Müller mit der Bemerkung: „Dann seien dies doch ‚Problemunkräuter‘, die man mit Herbiziden behandeln dürfe.“ Vehement winkte Müller ab. Diese Interpretation lässt er nicht zu, obwohl das Problem nicht gelöst ist!

Am Veloweg Grynau bei Uznach wurde auf einer Seite (gegen die Wiese) kein Bankett angelegt; der Grund dafür ist nicht bekannt. Pflanzen durchbrechen den Belag und verursachen Risse...

Am Veloweg Grynau bei Uznach wurde auf einer Seite (gegen die Wiese) kein Bankett angelegt; der Grund dafür ist nicht bekannt. Pflanzen durchbrechen den Belag und verursachen Risse…

... Mit der Zeit entstehen Löcher, die immer grösser werden.

… Mit der Zeit entstehen Löcher, die immer grösser werden.

Gut geplanter Unterhalt

Müller zieht ein dickes Dossier aus der Mappe: Details zum Unterhalt. In Plänen ist jede noch so kleine zu unterhaltende Fläche eingetragen, und in einem Pflegeplan sind die Arbeiten mit dem jeweiligen Aufwand aufgeführt. Der erste Mähschnitt erfolgt im Juni/Juli, der zweite im September/Oktober. Auf extensiven Flächen lässt man die Pflanzen versamen und schneidet erst ab 15. Juli, was der Bewirtschaftung von Ökofächen in der Landwirtschaft entspricht. Alle zwei Jahre rücken die Mitarbeiter mit dem Staudenschneider aus. Verkehrskreisel werden von den Gemeinden gepflegt; diese haben Freude daran.

Das Kreisinspektorat verfügt über keine eigene Deponie, muss aber alles Schnittgut abtransportieren und fachgerecht entsorgen, entweder in einer kostenpflichtigen Gründeponie oder Äste allenfalls im Wald.

Zum Mähen der Grünflächen in der Mitte oder neben der Strasse setzt das Kreisinspektorat Schmerikon handelsübliche Produkte ein, d.h. einen Motormäher, einen leistungsstarken Rasenmäher und Motorsensen. Im Bild eine teleskopierbare Motorsense; sie ist nicht einfach zu handhaben.

Zum Mähen der Grünflächen in der Mitte oder neben der Strasse setzt das Kreisinspektorat Schmerikon handelsübliche Produkte ein; es sind dies: ein Motormäher, ein leistungsstarker Rasenmäher und Motorsensen. Im Bild eine teleskopierbare Motorsense; sie ist nicht einfach zu handhaben.

Kommunikation Gesetze und Weisungen

„Wie werden Sie über Verbote und Informationen des Bundesamts für Umwelt (BAFU) informiert?“, wollte Heidi wissen. „Das Amt für Umwelt SG leitete sie den Kreisinspektoraten weiter, zudem steht ein Merkblatt über Unkrautbeseitigung im Strassenunterhalt zur Verfügung.“

Müller legt auch Wert auf die Information und Weiterbildung seiner Mitarbeiter in Umweltbelangen. Am Schluss des Besuches sagte er: „Ich werde bald pensioniert und frage mich, ob ich dann noch ein Auto brauche.

12.11.15 HOME

Alpkäse – Naturprodukt ohne Wenn und Aber? (Leserbriefe)

15. August 2015

Das sehr giftige Alpenkreuzkraut muss konsequent eliminiert werden, z.B. Ausreissen oder Einzelstockbehandlung mit Herbizid. Auf keinen Fall darf es versamen. Copyright R.H.

Das sehr giftige Alpenkreuzkraut muss konsequent eliminiert werden, z.B. Ausreissen oder Einzelstockbehandlung mit Herbizid. Auf keinen Fall darf es versamen. Copyright R.H.

Eine standortgemässe Nutzung beugt der Verunkrautung von Wiesen und Weiden vor, desgleichen regelmässige Weidepflege. In der Regel ist das Eindämmen von Unkräutern mechanisch möglich (mähen, ausstechen, ausreissen …). Einzelstockbehandlung mit Herbiziden ist erlaubt (Sonderregelung für Ökowiesen), ausser Biolandbau. Für eine flächige Behandlung (Neusaat einer Naturwiese) braucht es eine Bewilligung.
  1. Brief eines Bauernsohns: Ich war diesen Sommer auf dem Walenstadtberg und bin den Alp- und Kulturweg zum Obersäss der Alp Schrina hochgelaufen. Dabei bin ich an einem Feld mit Alpenblacken – wir sagen dem im Bündnerland „Blacktäwuoscht“ vorbeigekommen. Dieser ist auf der Homepage der Alp Schrina zu sehen. Nun musste ich beim Wandern feststellen, dass die Blacken grossflächig (ich würde mal sagen ein halbes Fussballfeld) mit Herbizid bekämpft worden waren. So wie die Blacken sich ringelten, nehme ich an, dass ein Wuchsstoffherbizide für zweikeimblättrige Pflanzen eingesetzt wurde.
    Und das gerade am Kulturweg …
    Ich mochte gar kein Foto davon machen …
    Es ist ein Ort an dem neben den Blacken sonst nicht viel wächst. Ich bezweifle jedoch, dass das Blackenspritzen an so einem Ort überhaupt etwas nützt, da es ein typischer Blacktäwuoscht ist, wo seit Jahrzehnten das Vieh liegt und danach auch die Bedürfnisse verrichtet. Entsprechend ist natürlich auch der Boden lokal überdüngt.
    Früher hatte man diese Blacken ausgestochen und für die Schweine eingesotten.
    Die gelben Enzian-Pflanzen auf den Weiden wurden zudem grossflächig mit der Sense abgeschnitten …
  2. R.H.: Ich war im Mai in Amden. Beim Arvenbühl machte ich Fotos vom blumenprächtigen Flachmoor, weiter oben auf einer Alp auch von Herbizid-Anwendungen gegen Blacken. Auf einer Alp sahen wir grosse Flächen des giftigen Alpenkreuzkrauts, diese waren aber nicht behandelt!!!

    Flachmoor Arvenbühl Amden. Copyright R.H.

    Flachmoor Arvenbühl Amden. Copyright R.H.

  3. Herbert B.: In den letzten Wochen habe ich vielerorts Landwirte oder deren Familienangehörige beim Blackenspritzen gesehen. Als Folge des trockenen Wetters sind extrem viele Pflanzen am Aufstengeln. Das erste Emd konnte innert Rekordzeit eingebraucht werden, und die Bauern haben Zeit, sich den Blacken zu widmen, obwohl der Zeitpunkt nicht günstig ist.
    Vielen Bauern ist es wichtig, dass die Berufskollegen sehen, dass sie etwas gegen die Blacken machen, auch wenn’s nur im Moment etwas nützt!!!???
    (Bemerkung Heidi: Herbizid-Behandlungen im Sommer wirken schlecht und können den Klee schädigen.)

 

Herbizid gegen Blacke, Alp bei Amden. Copyright R.H.

Herbizid gegen Blacke, Alp bei Amden. Copyright R.H.

 

15.8.15 HOME


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