Posts Tagged ‘Urban farming’

Schweizer Tierschutz zum Bio-Bashing von Migros-Boss Bolliger

24. Dezember 2017
Knoblauch vom Farngut. Natürlich Bio! Copyright: Farngut.

Knoblauch vom Farngut. Natürlich Bio! Copyright: Farngut.

Leserbrief von Hansuli Huber, Geschäftsführer Schweizer Tierschutz STS … und Heidis Empfehlungen:

Beim scheidenden Migros-Boss muss der Bio-Stachel tief sitzen, dass er sich zum Karriereende im Blick noch derart Luft verschaffen musste. Es soll ja gesünder sein, seinen Frust loszuwerden, statt ihn in sich hineinzufressen.

Ob das Bio-Bashing hingegen klug und gerechtfertigt war, ist zu bezweifeln. Denn anfangs Jahr gab Migros noch stolz bekannt: „Für gesamthaft 2.854 Milliarden Franken wurden Produkte mit ökologischem oder sozialem Mehrwert gekauft (+6.6 %), wobei besonders Produkte der Marke Alnatura mit einer Verdoppelung des Umsatzes … gegenüber dem Vorjahr hervorzuheben sind.“

Was muss ein Kunde, der bei Migros und Alnatura Bio einkauft und zum Umsatzplus beiträgt, nun bloss denken? Etwa: „M nimmt zwar gern mein Geld – aber von den mir verkauften Bio-Produkten ist M nicht überzeugt? Dass das nicht gerade vertrauens- und kundenbindend ist, steht ausser Frage.

Wenn der Migros Chef zudem behauptet, mit Biolandbau könne die Menschheit nicht ernährt werden, irrt er gleich mehrfach. Fakt ist: Es sind die heute rund um den Globus betriebenen Agrar- und Tierfabriken, die es bis heute nicht geschafft haben, die weltweit rund 800 Millionen Hungernden zu ernähren! Dafür macht diese industrialisierte, seelen- und verantwortungslose Pflanzen- und Fleischerzeugung die Böden und Gewässer kaputt, quält Milliarden von Tieren und verdrängt die bäuerliche Landwirtschaft.

Es braucht keine Fabriklandwirtschaft, naturnahe, tierfreundliche Bauernbetriebe wären sehr wohl in der Lage, die ganze Menschheit zu fairen Preisen zu ernähren. Denn ein Drittel der Lebensmittel wird heute verschwendet, unter den 20 bevölkerungsreichsten Staaten dieser Welt ist jeder Dritte übergewichtig, das heisst stopft zu viel in sich hinein, und viele Länder betreiben einen gesundheitsschädlichen und ressourcenverschleudernden Überkonsum von Fleisch.

Heidis Tipp: Kaufen Sie möglichst nicht in den grossen Läden ein. Sie sind meist zentrumsfern, der Zeitverlust für Anreise und Suchen in den unzähligen Gestellen mit unzähligen unökologischen Produkten ist gross. Gemütlich ist es keineswegs … und dann die Musik! Es gibt gute Alternativen.

Unverpackt einkaufen zur Bekämpfung der Müllberge? Kein Problem: Das Revival der Tante-Emma-Läden, Tagesanzeiger vom 21.12.17

bio & fair einkaufen weltweit ab Hof bei gebana. Neu auch 14-tägliches Abo mit Schweizer Bio-Gemüse und internationalen Fair Trade Spezialitäten. Schon lange erhältlich sind Bündner Bio-Fleisch und die feinen Teigwaren von Gran Alpin aus ökologischem Bergackerbau (Weizen, Roggen, Gerste, Dinkel…). Die Gründermütter von gebana sind die „Bananenfrauen“.

Suchen Sie hier ihren nächsten Produzenten/Verkäufer: Verband regionale Vertragslandwirtschaft RVL.

Knoblauch und Gemüse vom Farngut in Grossaffoltern.

Und viele andere mehr, etwa auch Hofläden von Biobauern … nicht vergessen die lokalen Märkte! Bauen Sie selber etwas an, Kräuter am Küchenfenster, Cherry-Tomaten usw. auf dem Balkon und, wenn Sie einen Vorgarten oder gar Garten haben, dann nutzen sie ihn für’s Gärtnern. Es darf auch andere Biodiversität sein.

«Es gibt einen Schnitt – und ich bin zufrieden, wenn die Rente kommt», Blick 18.12.17.

Bio ist schlecht! Was ist dran?, Blick 18.12.17.

Wie wissen die Bienen, welche Blüten bio sind?, Blick 19.12.17.

24.12.17 HOME

HOFgesang für eine artgerechte Haltung der Stadtmenschen

2. Juni 2016
Das Ziel von HOFgesang ist es, Lebensräumen in Hinterhöfen zu fördern: Spielplätze für Jung und Alt, Grünräume, Begegnungsorte, Oasen der Ruhe, d.h. freundliche, einladende Räume, mit denen die AnwohnerInnnen sich identifizieren, für deren Attraktivität sie sich verantwortlich fühlen. Copyright: HOFgesang

Das Ziel von HOFgesang ist es, Lebensräumen in Hinterhöfen zu fördern: Spielplätze für Jung und Alt, Grünräume, Begegnungsorte, Oasen der Ruhe, d.h. freundliche, einladende Räume, mit denen die AnwohnerInnnen sich identifizieren, für deren Attraktivität sie sich verantwortlich fühlen. Copyright: HOFgesang

Das diesjährige Konzert-Programm von HOFgesang ist schon fast vorbei, doch das Thema bleibt aktuell: Das Wachküssen von Höfen zu Lebensräumen. „Wir streiten über Sportstadien, Kongresshäuser…, Wir reden auch mal über die Gestaltung von Zwischenräumen – eines Viertels des gesamten Stadtraums! Wir schweigen aber zum Nutzungswandel der Höfe von Altliegenschaften. Der Hof mutierte in den vergangenen Jahrzehnten schleichend vom Werkplatz zum Parkplatz. Dadurch wurde der guten Nachbarschaft der Boden entzogen…“ Das möchte Andreas Diethelm, der Initiant und Gesamtprojektleiter von HOFgesang ändern.

HOFgesang, eine grosse Plattform für das Chorschaffen, findet zum sechsten Mal in Zürich statt. 7’000 SängerInnen lassen mehr als 300 Höfe erklingen. 78 Chöre laden zum Zuhören (und Mitmachen) ein. Das Programm von HOFgesang gibt einen Einblick in die Vielfalt; Profis und Laien machen mit, junge und alte SängerInnen: Alphorn … Jazz … Pop … nordische Musik … Songs von „Queen“ … Tangos … Rock … Klassik … Gospel … Jodel … Eine lange Link-Liste führt Interessierte zum „richtigen“ Chor. Das Schlussbouquet Lebt die Wüste? findet am 8.6.16 im Kulturpark Pfingstweidstr. 10 bis 16 in Zürich statt. „Zum Schluss wird noch ein Finanzrequiem aufgeführt.“ verrät Andreas Diethelm.

Auch Heidi hätte Freude an lebendigen Innenhöfen. Da dürften gerne auch ein paar Beerensträucher, Obstbäume, Salat- und Kräuterbeete sein! Mehr Natur, mehr Verständnis für die Produktion von Nahrungsmitteln und ein kleiner Beitrag zur Versorgung – transportfrei!

Vielleicht würde ein solcher Lebensraum auch einem Heupferd gefallen.

Vielleicht würde ein solcher Lebensraum auch einem Heupferd gefallen.

2.6.16 HOME

Michelle Obama hat ihren Garten bepflanzt – und Sie?

16. April 2016
"Let's Move!" Pflanzaktion im Küchengarten des Weissen Hauses vom 5.4.16. (Official White House Photo by Lawrence Jackson)

„Let’s Move!“ Pflanzaktion im Küchengarten des Weissen Hauses vom 5.4.16. (Official White House Photo by Lawrence Jackson)

Am 5.4.16 bepflanzte Michelle Obama zusammen mit Kindern, der stellvertretenden NASA-Geschäftsführerin Dava Newman und der Astronautin Cady Coleman ihren Garten im Süden des Weissen Hauses. Teil der Pflanzenvielfalt war dieselbe Salatsorte, welche auf der Internationalen Raumstation wuchs. Es ist die achte und letzte Gartensaison für Obama. Sie hofft, dass die nächste Regierung ihr Projekt weiterführt, damit es zur Tradition wird.

Der Garten ist ein Symbol für Obamas Engagement für gesundes Essen mit viel Gemüse und Früchten, regelmässige Bewegung und gegen die Fettleibigkeit von Kindern. Sie hat bewirkt, dass die Schulverpflegung besser geworden ist und Süssgetränke weniger Zucker enthalten. Ihre Initiative Let’s Move! und ihre Werbung für das Anlegen von Gärten sind erfolgreich. Bereits hat Obama wieder eine „Gartentour“ begonnen, denn sie möchte die Schulgärten fördern und die Bevölkerung zum Pflanzen von gesunden Lebensmitteln motivieren, etwa auch auf Dächern usw.

Eine 2013 veröffentlichte Studie der Universität Georgia (1990-2010) zeigte klar, dass sich das Gärtnern positiv auf den Schulerfolg, die Kenntnisse, Einstellung und das Verhalten der Schüler auswirkt, School Garden Resources: Enhance Academic Performance.

The First Lady Welcomes Spring with Annual White House Kitchen Garden Planting, White House, 5.4.16.

16.4.16 HOME

Gemüse auf dem Balkon, im Vorgarten …

29. Februar 2016

SpriessbuergerK

Suchen Sie eine Abwechslung vom Computer tagsüber, dem Handy auf dem Heimweg und dem Fernseher am Abend? Gönnen Sie sich eine Luxus-Beschäftigung, nehmen Sie sich die Zeit zu beobachten wie sich Pflanzen aus Samen entwickeln, blühen und Früchte tragen! Kochen Sie mit Selbstgezogenem und geniessen Sie den frischgepflückten Salat auf ihrem Teller!

Ausschnitt aus einer Seite: Die Seitenzahlen sind in der Mitte der Seite am Rand angebracht, dort wo man den Daumen beim raschen Durchsuchen des Buches hinhält; das ist bequem zum Durchblättern.

Ausschnitt aus einer Seite: Die Seitenzahlen sind in der Mitte der Seite am Rand angebracht, dort wo man den Daumen beim raschen Durchsuchen des Buches hinhält; das ist bequem zum Durchblättern.

Haben Sie keine Ahnung wie man das macht? Dann kaufen Sie sich das Buch Spriessbürger von Eveline Dudda und Klaus Laitenberger! Es kommt zwar nicht so bunt daher wie die meisten Gartenbücher, bietet aber fundiertes Wissen in verständlicher Sprache für den Anbau in der Schweiz. Auf jedem Balkon ist Platz für ein paar Töpfe. Auch wer sich mehr leisten kann oder ein Stück Land gepachtet hat, findet darin alle nötigen Informationen. Übrigens, in Basels Schrebergärten sind Pestizide verboten, das hat Heidi kürzlich erfahren.

Der phänologische Gartenplaner ist eine wertvolle Hilfe; er gilt für Berg und Tal und funktioniert auch dann, wenn der „Frühling“ zu früh oder zu spät kommt. Orientierungshilfen sind etwa Huflattich-, Flieder-Blüte oder Holunderreife. Mehrere Mythen werden entlarvt. Sogar die Herkunft von Spiessbürger wird in Spriessbürger erklärt. Es lohnt sich, dieses Buch zu kaufen, auch wenn die Bretter des Büchergestells unter der Last von Gartenbüchern durchbiegen.

Spriessbuerger2K

29.2.16 HOME

Der vielfältige Garten der Michelle Obama

22. Mai 2015
Michelle Obamas Gartenplan Frühling 2011  aus dem Buch  American Grown. Copyright M. Obama/Penguin Random House LLC.

Michelle Obamas Gartenplan Frühling 2011 aus dem Buch American Grown. Copyright M. Obama/Penguin Random House LLC.

Am 15.4.15 eröffnete Michelle Obama die siebte Saison ihres Küchengartens beim Weissen Haus; sie pflanzte mit Schulkindern Gemüsesetzlinge. Gardenista präsentierte zehn ihrer Gartenideen: 10 Garden Ideas to Steal from Michelle Obama.

Die First Lady setzt ein eindrückliches Zeichen für gesunde Ernährung. In ihrem Garten ist auch Platz für Blumen und Blütenpflanzen, welche Bienen, Vögel, Schmetterlinge … anziehen, sowie Seidenpflanzen, welche dem Monarchfalter als Futterpflanze dienen, denn sein Bestand hat drastisch abgenommen.

In ihrem Buch American Grown erzählt Michelle Obama die Geschichte des Gartens, zeigt wie man kompostiert und kocht (Rezepte). Sie präsentiert auch frühere Gärten beim Weissen Haus (Roosevelt und Jefferson) und Gemeinschaftsgärten in den USA.

Was könnte der Bundesrat tun?

Vor dem Bundeshaus in Bern gibt es keinen Rasen, der sich in einen vorbildlichen Garten umwandeln liesse, nur Stein. Doch der Bundesrat könnte die Agrarpolitik nach gesundheitlichen und ökologischen Aspekten ausrichten, statt nach den Wünschen der Bauern. Eine Utopie?

Was können wir tun?

Eine wirklich neue Agrarpolitik fordern. Selber Gemüse und Früchte anbauen, auch wenn es nur ein paar Kübel auf dem Balkon sind, im Quartier oder Hinterhof Rasen in fruchtende und blühende Inseln verwandeln und regionale Vertragslandwirtschaft unterstützen.

Regionale Vertragslandwirtschaft für Bauern und KonsumentInnen!

Die regionale Vertragslandwirtschaft hat ihren Ursprung in Japan. Erste Wurzeln getrieben hat sie in der Westschweiz 1978; mittlerweile gibt es dort 35 Betriebe und in der Deutschschweiz 13. Und es könnten mehr werden …

Drei Frauen haben im Herbst 2013 die CSA-Kooperationsstelle lanciert (Community Supported Agriculture); sie sind auch Mitbegründerinnen der Gemüsekooperative ortoloco in Dietikon. „Dahinter stehen der Wille zu mehr Selbstbestimmung bei der Nahrungsmittelproduktion und der Wunsch nach einer wirklich nachhaltigen Landwirtschaft.“ Ein erster CSA-Lehrgang war ein grosser Erfolg, siehe Gemeinsam säen und ernten, Schweizer Bauer 2.5.2015.

Viele Impulse scheinen aus der Westschweiz zu kommen. So hat etwa die Stadt Lausanne bisher 12 Quartiergärten eingerichtet, Les plantages lausannois.

Verband regionale Vertragslandwirtschaft (RVL)

Handbuch der Regionalen Vertragslandwirtschaft, Zürcher Hochschule für Angewandte Wissenschaften (ZHAW)

FRACP. Fédération romande d’agriculture contractuelle de proximité

Pflanze deinen subversiven Garten! Heidis Mist 30.3.13

Von der Stadt Lausanne unterstützter Quartiergarten.

Von der Stadt Lausanne unterstützter Quartiergarten.

Pflanzenvielfalt im Quartiergarten Cerisier.

Pflanzenvielfalt im Quartiergarten Cerisier.

22.5.15 HOME

Mini-Rückblick mit Zahlen und Fakten

31. Dezember 2014
Zur Erinnerung: Sauberes Grundwasser ist eine Voraussetzung für sauberes Trinkwasser, denn 80% unseres Trinkwassers stammen aus dem Grundwasser.

Zur Erinnerung: Sauberes Grundwasser ist eine Voraussetzung für sauberes Trinkwasser, denn 80% unseres Trinkwassers stammen aus dem Grundwasser.

Eigentlich hatte Heidi das Blog-Jahr 2014 abgeschlossen, doch dann traf der WordPress-Rückblick 2014 für Heidis Mist ein. Drei Rubriken und Erinnerungen haben sie zurück an den Computer gelockt.

Einmal mehr hat es kein einziger Artikel über Gewässerschutz auf die ersten drei Plätze der am häufigsten gelesenen Artikel geschafft. Gemäss üblicher Medien-Marketing-Strategie müsste Heidi mehr über Tierschutz, Urban Farming und Architektur schreiben. Doch wer kümmert sich dann um die ganz kleinen Tierchen in Bächen, Seen und im Grundwasser?

Die USA haben Österreich von der dritten Stelle der Leserzahlen verdrängt, was insofern nicht erstaunt, als Heidis Mist mehr AbonnentInnen in den USA hat als im Nachbarland Österreich. An erster Stelle ist nach wie vor mit Abstand die Schweiz, gefolgt von Deutschland. Hingegen wurden 83% der Kommentare von AusländerInnen verfasst.

Vieles hat sich 2014 verändert, etwas ist Heidi besonders in Erinnerung. Sie suchte im Sommer die Sektion Grundwasserschutz des Bundesamts für Umwelt, doch diese war verschwunden, einfach weg! Recherchen ergaben, dass die oberste Hüterin unserer wichtigsten Trinkwasser-Ressource aufgelöst und auf zwei neue Sektionen verteilt worden war: Gewässerschutz und Wasserqualität.

Das ist aber noch nicht alles. Der Chef der ehemaligen Sektion Grundwasserschutz, Daniel Hartmann, und sein Stellvertreter, Benjamin Meylan, gingen in Pension, eine willkommene Gelegenheit für das BAFU, zwei Stellen zu streichen. So hat das Grundwasser nicht nur zwei erfahrene Schützer verloren, sondern auch die Zahl der Schützer hat abgenommen, was in einer so kleinen Gruppe von Fachleuten ins Gewicht fällt. Ein solches Vorgehen ist beim Bund eine gängige Praxis: Man spart dort, wo es am reibungslosesten geht. Wird es den Newsletter Grundwasserschutz in Zukunft noch geben? Wohl kaum! Heidi wird ihn vermissen.

Noch zu finden sind viele Informationen über das Grundwasser, Spuren der grossen Leistungen dieser Sektion. Zahlreiche der Errungenschaften werden auch in Zukunft helfen, das Grundwasser zu schützen: Gesetzte, Verordnungen, Wegleitungen, Vollzugshilfen, digitale Schweizer Gewässerschutzkarte usw. sowie das legendäre NAQUA (Nationale Grundwasserbeobachtung), welches von der Sektion Hydrologie betreut wird. Heidi kann sich gut vorstellen, gegen welche Widerstände die Leute zu kämpften hatten. Herzlichen Dank für die hervorragende Arbeit!

Heidi hofft, dass der Grundwasserschutz seinen verkleinerten und zerstückelten Platz halten kann, wünscht viel Erfolg und freut sich auf die Arbeit der übrig gebliebenen Grundwasserschützer. Sie wünscht sich auch, dass die zwei neuen Chefs des Grundwasserschutzes am gleichen Strick zugunsten des unsichtbar in der Tiefe liegenden Schatzes ziehen werden.

Zum Schluss noch etwas Positives: Heidis Mist wird es auch 2015 geben! Das ist nötig, denn z.B. im Bündnerland liegen jetzt schon wieder Misthaufen im Feld über dem Grundwasser (auch Bio-Knospe-zertifizierter Mist); sie werden erfahrungsgemäss monatelang dort bleiben, eine Verschmutzungsgefahr für das Grundwasser. Das ist nicht weiter erstaunlich, weil es nicht nur bei Bauern, sondern auch bei Bündner Ämtern an Einsicht und Vollzugswille mangelt. Also Prosit Neujahr … und auf Wiedersehen oder -lesen im 2015!

31.12.14 HOME

Gemüse und Früchte ab Wand

4. Juli 2012
DSC00357_Kopfsalat

Auf vertikalen Wänden lassen sich viele Kulturpflanzen anbauen, ausser Reis, Mais …

Ein Gemüsegarten an der Fassade? Erdbeeren ab Stellwand? Warum nicht, das ist doch platzsparend? Dach- und Fassadenbegrünungen sind längst in; der französische Botaniker Patrick Blanc fand Paris grau, entwickelte deshalb vertikale Gärten. Dieses Geschäft betreibt in Amerika auch die Firma GLT (Green Living Technologies), sie hat das System aber noch weiter getrieben. Die Kinder des CEO George Irwin wollten auf den Wänden Gemüse anbauen, also war die Idee der essbaren Wände geboren.

Vertikale Gärten für Obdachlose in Los Angeles war das erste kommerzielle Projekt der Firma GLT. Später folgten grössere und produktivere Gärten auf Parkplätzen, Brachen, im Inneren von Häusern, Schulzimmern. Mobile Wandgärten kamen hinzu. Besonders wichtig ist heute die Ausbildung in Schulen. Der New Yorker Lehrer Steve Ritz begeistert mit den essbaren Wänden die Grossstadt-Kids von Bronx (Green Bronx Machine). Und George Irwin, ein ehemaliger Lehrer, erarbeitete zusammen mit Jamie Cloud vom The Cloud Institute for Sustainability Education Green Living Technologies als Grundlage für ein High School Diplom.

Grau sind auch viele Städte bei uns und, in Anbetracht der zahlreichen Lebensmittelskandale, neuester DDAC in Kräutern und Gemüse, ist der mobile Wandgarten eine gute Möglichkeit, auf dem Balkon wenigstens ein bisschen Frischgemüse zu produzieren. Wann wird dieses oder ein ähnliches Produktionssystem in den Gartenzentren zu kaufen sein und in Schweizer Schulzimmern Stadtkindern einen Motivations-Schub geben?

Mobile+Edible+Wall+Units

Von GLT patentierte Stellwände (Mobile Edible Wall Unit, MEWU) für den Anbau von Gemüsen und Früchten (Foto GLT)

4.7.12 HOME


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