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Verbot des billigen, aber „tödlichen“ Paraquats in Malaysia

22. Januar 2020
In Malaysia ist Paraquat seit 1.1.20 verboten, in Indonesien wird es weiterhin nicht nur in Palmölplantagen angewendet, sondern auch direkt rund um Häuser, Quellen, Spielplätzen gespritzt. Ein Grossteil der Bevölkerung sieht die rasche Wirkung, kennt aber nicht die Gefahren. So steht es etwa in Regalen von Dorfläden direkt neben Lebensmitteln.

In Malaysia ist Paraquat seit 1.1.20 verboten, in Indonesien wird es weiterhin nicht nur in Palmölplantagen angewendet, sondern auch direkt rund um Häuser, Quellen, Spielplätzen gespritzt. Ein Grossteil der Bevölkerung sieht die rasche Wirkung, kennt aber nicht die Gefahren. So steht es etwa in Regalen von Dorfläden direkt neben Lebensmitteln.

Schon einmal wurde Paraquat in Malaysia verboten; das war von 2004 bis 2006. Doch die Interessenvertreter erreichten die Wiederzulassung mit Restriktionen. Nun soll das Verbot definitiv und vollständig sein.

31 Ärztevereinigungen und das College of Physicians der Academy of Medicine of Malaysia (CPAMM) fordern mehr Informationen, trauen dem Verbot noch nicht, haben Angst davor, dass Lobbyisten es erneut aufheben werden.

Der Präsident der CPAMM sagte: „Befürworter der Verwendung von Paraquat argumentieren, dass die Auswirkungen auf den Menschen minimal waren. Wir Ärzte in Malaysia sind jedoch der Ansicht, dass Paraquat erhebliches Leiden und erhebliche Todesfälle zur Folge hat … Obwohl Paraquat billig und wirksam sein mag, ist seine Anwendung für den Menschen tödlich.“

Begrüsst wird das Verbot auch von den grossen Palmölproduzenten wie Malaysian Palm Oil Association (MPOA). Ihr Sekretär, Peter Benjamin: „Das Hauptanliegen sollte die Gesundheit der Arbeiter sein.“ Benjamin, Geschäftsführer der United Malacca Bhd, hat Paraquat bereits in allen Plantagen seiner Firma (108’000 Hektaren) in Malakka und Indonesien verboten.

Im Mai veröffentlichte das Journal of Forensic and Legal Medicine Zahlen über Paraquat-Vergiftungen; es sind 1’232  zwischen 2004 und 2015. Paraquat wurde in 57% der Fällen für Selbstmord verwendet. Gemäss Wikipedia gab es in Japan gar eine Paraquat-Mordserie. Paraquat wurde Getränken beigefügt und die Dosen auf Getränkeautomaten deponiert. In Fukuyama und Hiroshima starben auf diese Weise 25 Menschen.

Für einmal gehörte die Schweiz zu den ersten Ländern, welche Paraquat verboten haben, nämlich 1989. Die interessante Geschichte, wie es dazu kam und wie Syngenta gelogen hat, lesen Sie auf Wikipedia. Die EU verbot Paraquat erst 2007 und in 100 Ländern ist es immer noch erlaubt, z.B. USA, Indonesien, Kanada, Australien, Japan, Neuseeland.

Die Vorteile von Paraquat im Scheinwerferlicht von Syngenta auf der Homepage: The benefits of paraquat.

Copyright: The Star online.

Copyright: The Star online.

Verwendung von Paraquat in den USA, Wikipedia

Verwendung von Paraquat in den USA, Wikipedia.

Sale of paraquat illegal from January, The Star online 9.11.19

Group wants more details on paraquat ban, The Star online 2.11.19

Big players and smallholders differ on ban decision, The Star online 9.11.19

Paraquat poisoning calls to the Malaysia National Poison Centre following its ban and subsequent restriction of the herbicide from 2004 to 2015, Journal of Forensic and Legal Medicine, Mai 2019

Homicidal Paraquat Poisoning, Journal of Forensic Sciences Mai 2019

Too dangerous: Malaysia bans Syngenta Pesticide Paraquat. Medieninformation Public Eye 20.9.02

Vietnam bans glyphosate, European trade union institute 15.4.19

The benefits of paraquat, Paraquat Information Center, Syngeta

22.1.20 HOME

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Herbizid-Warnplakate für Alpen: gratis download

7. Mai 2018

 

Plakat für Wanderwege. Druckversion. Copyright: Vecker Idee, Homer Graphik.

Plakat für Wanderwege. Druckversion. Copyright: Vecker Idee, Homer Graphik.

„Natur pur bei unseren Bauern….“. Der neueste Beitrag auf Heidis Mist Grüsse aus dem Berner Oberland (2) hat bei „Vecker“ gezündet. Der Cartoonist stellte seinen Lehrling „Homer“ an, welcher besonders talentiert ist für das Gestalten von Plakaten. Homer ist mit der Veröffentlichung auf Heidis Mist einverstanden.

Vecker hat letzte Woche auf der Alp zum Schmetterlingstod (inzwischen verschwinden auch die Vögel) bereits den ersten Homo herbicida app. angetroffen.

Kann Heidi dieses Warnplakat veröffentlichen mit dem Hinweis, dass Bauern es ausdrucken und an Wanderwegen auf Alpen und Weiden anbringen sollen, an Pfosten, Stallwänden usw. – fürs Vieh unerreichbar?

Klar können die betroffenen Tiere das nicht lesen. Aber zumindest erfahren Wanderer, was los ist in der heilen „Alpenwelt“. Wenn es keine Bio-Alp oder Bio-Weide ist, dann wird mit 99-prozentiger Sicherheit Herbizid eingesetzt.

Heidis Artikel zu „Herbizide auf Alpen

Fotos von der Alp zum Schmetterlingstod.

Die Schnecke kriecht auf einem mit Herbizid behandelten Alpenkreuzkraut.

Die Schnecke kriecht auf einem mit Herbizid behandelten Alpenkreuzkraut.

... Herbizid ...

… Herbizid …

Dieses Farn wurde 2017 mit Herbizid behandelt. Es wächst weiter!

Dieses Farn wurde 2017 mit Herbizid behandelt. Es wächst weiter!

... Herbizid ...

… Herbizid …

7.5.18 HOME

Helikoptersprühflüge: Behörden verharmlosen

9. Juni 2017

 

Ein Leser-Kommentar (Bauernsohn): „Der Artikel des Bundesamts für Umwelt in der neuesten Ausgabe von umwelt betreffend „Präzisionsarbeit am Boden und in der Luft“ ist eine unglaubliche Verharmlosung, aber (Zitat aus Artikel umwelt) „Das Ausbringen aus der Luft erleichtert das Leben der Landwirte enorm“.

Vorschau: Heidi hat einen weiteren Cartoon zum Thema erhalten.

Sprühflüge: Präzisionsarbeit am Boden und in der Luft, umwelt 31.5.17

9.6.17 HOME

HERBI Käse von der Alp „Zum Blumentod“

20. Oktober 2016
Cartoonist Vecker zum Herbizideinsatz auf Alpen. Copyright Vecker.

Cartoonist Vecker zum Herbizideinsatz auf Alpen. Copyright Vecker.

Heidi hat heute diesen Cartoon mit der Bewilligung zur Veröffentlichung im Briefkasten gefunden. Danke Vecker! Weil sie zudem weiss, dass selbst Fachleuten wenig über den zunehmenden Herbizideinsatz auf Alpen wissen, weist sie nochmals auf das Problem hin.

Die Pflege der Weiden wurde auf vielen Alpen vernachlässigt, weshalb Unkräuter sich ausbreiten konnten. Nicht standortgerechte Nutzung verschärft das Problem. Neu gibt es Alpungsbeiträge. Die Kontrolleure kürzen aber diese, wenn sie zu viel Unkraut sehen. Deshalb werden die unerwünschten Pflanzen häufig mit Herbiziden tot gespritzt, zum Teil grossflächig mit Bewilligung des zuständigen Amts, sodass nur noch Gras übrig bleibt. Gespritzt wird meist, wenn man Zeit hat, nicht dann, wenn es der ideale Zeitpunkt zur Vernichtung des Unkrauts wäre. Auch fehlt es nicht selten an Sachkenntnis.

Weitere Informationen zur Unkrautbekämpfung und zum Herbizideinsatz auf Alpen:

Höhere Alpungsbeiträge schaden der Biodiversität, Heidis Mist 15.7.16

Alpkäse – Naturprodukt ohne Wenn und Aber? Heidis Mist 19.7.15

Alpkäse – Naturprodukt ohne Wenn und Aber? (2) Heidis Mist 21.7.15

Alpkäse – Naturprodukt ohne Wenn und Aber? (Leserbriefe) Heidis Mist 15.8.15

20.10.16 HOME


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