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Wie stark schrumpft die landwirtschaftliche Nutzfläche bis 2050?

17. November 2021
Wie gross wird der Verlust an landwirtschaftlicher Nutzfläche bis im Jahre 2050 sein?

Wie gross wird der Verlust an landwirtschaftlicher Nutzfläche bis im Jahre 2050 sein?

Medienmitteilung des Bundesamts für Raumentwicklung (ARE) vom 16.11.21: „Verkehrsentwicklung: Personenverkehr wächst bis 2050 nur halb so stark wie die Bevölkerung“. So wird eine Zunahme der Personenverkehrsleistung um 11% vorausgesagt, ein Bevölkerungswachstum von 21%.

Das Wachstum des öffentlichen Verkehrs ist mit 3% vernachlässigbar; der Anteil wächst von lediglich 21 auf 24%. Auch der Transport von Gütern auf der Schiene wächst nur gerade um 2%, nämlich von 37 auf 39%. Der zunehmende Onlinehandel lässt den Lieferwagenverkehr zunehmen. 

Landwirtschaft fehlt!

Die Verkehrsperspektiven 2050 dienen als neue Grundlage für die Verkehrs- und Raumplanung des Bundes. Das Bundesamt für Raumentwicklung (ARE) hat sie zusammen mit den Bundesämtern für Verkehr (BAV), Strassen (ASTRA), Energie (BFE) und Umwelt (BAFU) erarbeitet.

Nicht einbezogen wurde die Landwirtschaft. Trotz dem Willen zur inneren Verdichtung im Städtebau und steigenden Preisen bleibt der landfressende Einfamilienhaus-Wunsch vieler erhalten. Auf dem Land ist das Bauland noch an vielen Orten erschwinglich und das Bauen wurde effizienter.

Weiterhin werden Verkehrsinfrastrukturen und Bevölkerungswachstum erhebliche Landwirtschaftsflächen wegfressen, meist sind es wertvolle Fruchtfolgeflächen in Tälern! In der Regel ist die Entschädigung für das Land in der Landwirtschaftszone mit etwa fünf Franken pro Quadratmeter lächerlich tief, nur für Verkehrsbauten des Bundes ist der Preis etwas höher.

Der Klimawandel wird sich weltweit auf die Verfügbarkeit von Wassers und die Produkton von Nahrungsmitteln auswirken. Auch die Wasserzuteilung „Haushalte:Landwirtschaft“ wird künftig ein Dauerthema sein.

Gott WACHSTUM ist weiterhin der Massstab unserer Führungs-Crew!

Verkehrsentwicklung: Personenverkehr wächst bis 2050 nur halb so stark wie die Bevölkerung. Medienmitteilung Bundesamt für Raumentwicklung (ARE) 16.11.21

Bewässerungspolitik in Bayern: Denn sie wissen nicht was sie tun(?). Lebensraum Wasser – Der Wasserblog 9.11.21

Gott WACHSTUM. Heidis Mist 3.4.15

17.11.21 HOME

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Luftverschmutzung: Es gibt keine sicheren Grenzwerte

9. Oktober 2021
Luftverschmutzung hat viele Quellen.

Luftverschmutzung hat viele Quellen.

„There are no safe levels of air pollution.“

Stephen Holgete, University of Southampton, UK

Millionen von Todesfällen könnten vermieden werden, wenn die Welt strenge neue Grenzwerte für die Luftverschmutzung annimmt, welche von der Weltgesundheitsorganisation soeben (WHO) festgelegt wurden.

In den Leitlinien werden deutlich niedrigere Tages- und Jahreswerte für die Belastung durch sechs Schadstoffe aus Autos, Kraftwerken und anderen Quellen gefordert. Dies ist die erste grössere Überarbeitung der Empfehlungen seit 16 Jahren. Die strengeren Grenzwerte sind auf die zunehmende Forschung über die gesundheitlichen Auswirkungen selbst geringer Schadstoffmengen zurückzuführen.

„Wir haben noch mehr Beweise als bisher für die Auswirkungen der Luftverschmutzung auf die Gesundheit. Früher war die Beweislage enorm, jetzt ist sie noch besser“, sagt Maria Neira von der WHO.

Luftqualität in der Schweiz

Hauptverursacher dieser Vorläuferschadstoffe sind vor allem der motorisierte Verkehr, aber auch Industrie und Gewerbe tragen zur Belastung bei.

Hauptverursacher dieser Vorläuferschadstoffe sind vor allem der motorisierte Verkehr, aber auch Industrie und Gewerbe tragen zur Belastung bei. Quelle: Bundesamt für Umwelt (BAFU)

Die Luftqualität der Schweiz wird seit Mitte der 1980er-Jahre stetig besser. Trotzdem überschreiten die Konzentrationen von Ozon (O3) die Immissionsgrenzwerte grossflächig, von Feinstaub PM10 und PM2.5 an mehreren Orten und von Stickstoffdioxid (NO2) an einzelnen verkehrsnahen Standorten. Auch Ammoniak (NH3) belastet die Umwelt in einem Ausmass, das deutlich über dem kritischen Belastungswert liegt.

Auch in der Schweiz besteht grosser Handlungsbedarf!

 

WHO calls for lower limits on air pollution to save millions of lives. Adam Vaughan, New Scientist 25.9.21

Verschärfte Empfehlungen Die WHO setzt ein Zeichen für saubere Luft. SRF 22.9.21

Luftqualität in der Schweiz. Bundesamt für Umwelt, 18.6.21

Grenzwerte erhöhen – beliebtes Spiel der Mächtigen

8. März 2018

Drei Geschäfte, zufällig alle aus dem Zuständigkeitsbereich des Eidgenössischen Departements für Umwelt, Verkehr, Energie und Kommunikation (UVEK), Vorsteherin: Bundesrätin Doris Leuthard.

Wo der Einzelne nur an sich denkt, wird die Gesamtheit nimmer vorwärtskommen.
Jakob Bosshart, 1862 – 1924

8.3.18 HOME

Pestizide: Seid wachsam – wehrt euch!

16. Dezember 2017

Die Zusammenarbeit der Schweizer Behörden mit der Agrarindustrie und den Bauern ist hervorragend, so gedenkt das Bundesamt für Umwelt (BAFU) mit Doris Leuthard als Vorsteherin des Eidgenössisches Departement für Umwelt, Verkehr, Energie und Kommunikation (UVEK), den Anforderungswert von Glyphosat in Oberflächengewässern auf das 3’600-fache zu erhöhen, siehe Vernehmlassung Gewässerschutzverordnung. In mehreren Nachbarländern läuft es etwas anders.

In der EU wurde Glyphosat bisher zwar nicht verboten, aber mehrere Länder planen den Ausstieg. Das ist nach EU-Recht möglich: „Die Zulassung eines Wirkstoffs in der EU bedeutet nur, dass die Mitgliedsstaaten Pflanzenschutzmittel in ihrem Gebiet zulassen können, aber nicht, dass sie das tun müssen.“

Die europäische Bürgerinitiative Stop Glyphosat hatte über eine Million Unterschriften der EU-Kommission übergeben und gefordert Herbizide auf Basis von Glyphosat zu verbieten – ohne Erfolg. Nun will zumindest die EU-Kommission die Zulassungsverfahren Glyphosat-haltige Herbizide reformieren.

Frankreichs Präsident Macron kündigte am Tag der EU-Entscheidung zur Verlängerung der Glyhosat-Zulassung an, dass sein Land innerhalb von drei Jahren Glyphosat-frei sein wird. Luxemburg und Italien meldeten ähnliche Schritte an. Auch in Österreich und Deutschland sind Bestrebungen im Gange, das Herbizid zu verbieten.
ÖVP und FPÖ für nationales Verbot für Glyphosat, orf, 13.12.17.

In Deutschland wird Glyphosat ein Thema in den Sondierungsgesprächen zwischen Union und SPD sein. Die Grünen wollen noch dieses Jahr einen Antrag in den Bundestag einbringen. Die Linke ist bereits einen Schritt weiter: Linke fordert Verbot für Glyphosat, Antrag an den Deutschen Bundestag, 12.12.17.

Eine Empfehlung aus dem nahen Ausland:
Liebe Schweizer, seid wachsam – wehrt euch!

Tagesanzeiger vom 9.12.17, Bald ist in Gewässern 3600-mal mehr Glyphosat erlaubt, Stefan Häne

Bauern jubeln, Umweltschützer alarmiert über «Giftcocktails»
Leuthard will Glyphosat-Grenzwert ums 3’600-fache erhöhen, Blick vom 9.12.17

Glyphosat: Änderung der Zulassungsverfahren geplant, Deutschlandfunk vom 13.12.17

Seid wachsam, Reinhard Mey, youtube

Lösungsansätze

Heidi meint, dass es da und dort an Vernunft mangelt. Natur ist halt nichts mehr wert und kranke Menschen und Tiere bringen ebenfalls Gewinn – für die einen. Das können Sie tun?

Lösung Grenzwert-Überschreitungen: Grenzwert erhöhen! Heidis Mist vom 9.12.17

Die perfiden Spielchen mit den Grenzwerten, Heidis Mist vom 10.12.17

Cypermethrin oder der Glaube der Ämter an ihre Anforderungswerte, Heidis Mist vom 14.12.17

16.12.17 HOME


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