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Synthetische Pestizide: 7 Veranstaltungen und 1 Buch

28. August 2020

Synthetische Pestizide – Fluch oder Segen?

Am Mittwoch, 2. September beginnt die Veranstaltungsreihe „Synthetische Pestizide – Fluch oder Segen?“ der Bio‑Stiftung Schweiz.

In sechs grösseren Städten der Deutschschweiz wird zwischen September und November 2020 je eine Abendveranstaltung durchgeführt, welche für die Öffentlichkeit frei und kostenlos zugänglich ist. An jeder Veranstaltung hält ein Experte einen Vortrag über die Wirkung von synthetischen Pestiziden auf uns und unsere Umwelt.

Alle Veranstaltungen werden professionell gefilmt und der Öffentlichkeit über unsere Website kostenlos und langfristig zur Verfügung gestellt. Damit wollen wir gewährleisten, dass die Informationen über den eigentlichen Anlass hinaus erhalten bleiben und von Interessierten und für andere Kampagnen der weltweiten Antipestizidbewegung genutzt werden können.

Wie synthetische Pestizide unsere Lebensmittelversorgung bedrohen

Felix Prinz zu Löwenstein, Präsident Bund Ökologische Lebensmittelwirtschaft (BÖLW)

Felix Prinz zu Löwenstein, Präsident Bund Ökologische Lebensmittelwirtschaft (BÖLW)

Mit dem Einsatz von synthetischen Pestiziden führen wir Stoffe in Ökosysteme ein, die ihnen fremd sind. Dies führt zwar kurzfristig zu höheren Erträgen, mittelfristig jedoch zu Instabilität und gefährdet längerfristig unsere Lebensmittelversorgung als Ganzes. Wenn wir so weitermachen wie bisher, wird das System kollabieren – und zwar früher als uns lieb ist. Wie es uns gelingt stabile Ökosysteme zu schaffen, dies zeigt Dr. Felix Prinz zu Löwenstein in seinem Vortrag.

Datum: Mittwoch, 2. September 2020
Beginn: 19:30 Uhr (Einlass ab 19 Uhr), Eintritt frei
Wo: Hombergerhaus, Ebnatstrasse 86, 8200 Schaffhausen

Referent: Dr. Felix Prinz zu Löwenstein, Präsident Bund Ökologische Lebensmittelwirtschaft (BÖLW)
Podiumsgäste: Herman Lutke Schipholt, biologisch-dynamischer Landwirt, Randenhof, und Ruedi Vögele, Bio-Bauer, Gemeindepräsident Neunkirch
Moderation: Mathias Forster, Geschäftsführer und Stiftungsrat Bio-Stiftung Schweiz

Die Nebenwirkungen von synthetischen Pestiziden

Johann Zaller, Professor an der Universität für Bodenkultur Wien

Johann Zaller, Professor an der Universität für Bodenkultur Wien

Dass synthetische Pestizide wirken, bezweifelt niemand. Was an der einen Stelle zum gewünschten Erfolg führt, bringt an der anderen Stelle jedoch unerwünschte Nebenwirkungen. «Es ist heutzutage praktisch unmöglich, nicht mit den Rückständen von Pestiziden in Berührung zu kommen», sagt Prof. Dr. Zaller von der Wiener Universität für Bodenkultur. Darüber, dass synthetische Pestizide nicht so gut getestet sind, wie immer vorgegeben wird, und von deren Wirkung auf Boden, Wasser, Pflanzen, Tiere, Menschen, Umwelt und Klima spricht Prof. Dr. Johann Zaller in seinem Vortrag.

Referent: Prof. Dr. Johann Zaller, Universität für Bodenkultur Wien
Podiumsgäste: Martin Bossard, Leiter Politik Bio Suisse und
Regina Fuhrer-Wyss, Präsidentin Kleinbauernvereinigung
Moderation: Mathias Forster, Geschäftsführer und Stiftungsrat Bio-Stiftung Schweiz

Adresse: Kulturpark, Saal EG, Pfingstweidstrasse 16, 8005 Zürich
Anfahrtsbeschreibung PDF

Übersicht über alle Vorträge

Eine Übersicht über alle Daten, Orte und Referierenden (Dr. Christian Stamm, Tobias Bandel, Martin Ott, Dr. Hans-Rudolf Herren) finden Sie hier: Synthetische Pestizide – Fluch oder Segen?

Neues Buch: Das Gift und wir

Sie finden sich überall: im Trinkwasser, im Gemüse, im Obst, im Getreide, in der Milch, im Bier – in vielen unserer Lebensmittel. Und in uns selbst: im Gewebe, im Urin, in der Muttermilch. Überall da, wo sie nicht hingehören und nicht hingelangen sollen, finden wir die giftigen Hinterlassenschaften der industrialisierten Landwirtschaft, die Rückstände der synthetischen Pestizide. Ihr weltweiter Einsatz ist zu einem gewaltigen Vernichtungsfeldzug geworden, der vielen Pflanzen und Tieren auf dem Land das Überleben unmöglich gemacht hat. Es ist höchste Zeit, das Gift von den Äckern zu verbannen und wieder mit der Natur und dem Leben zusammenzuarbeiten. Dieses Buch zeigt auf, wie die synthetischen Pestizide zur Bedrohung wurden und wie es ohne sie weiter gehen kann und muss.

Die Autoren sind über 30 renommierte Expertinnen und Experten aus aller Welt; unter anderem Prof. Dr. Vandana Shiva, Dr. Felix Prinz zu Löwenstein, Dr. Peter Clausing und André Leu.

Das Gift und wir ist ab 21.9.20 erhältlich.

Public Hearing synthetische Pestizide und Gesundheit

Die Teilnahme an der Veranstaltung ist kostenlos. Das Public Hearing wird zweisprachig – Deutsch und Französisch – geführt. Eine Simultanübersetzung wird angeboten.

Informationen zu den Referierenden, ExpertInnen und zur Moderatorin finden Sie auf der Programmseite von Leben statt Gift.

Datum: Montag, 12. Oktober 2020
Beginn: 13:00 Uhr – Eintreffen der Gäste zu Kaffee und Kuchen
Wo: Zentrum Paul Klee, Monument im Fruchtland 3, 3006 Bern

13:30 Uhr Begrüssung und Referate von

Prof. Dr. Charles Sultan, Université de Montpellier (F):
Pestizidbelastung – gesundheitliche, wirtschaftliche und ethische Aspekte

Dr. Laurence Huc, Institut national de la recherche agronomique et environnement de Toulouse (F):
Pestizide und Krebserkrankungen

Dr. Anton Safer, Universität Heidelberg (D):
Pestizide und neurologische Erkrankungen

15.00 Uhr – Pause

15.30 Uhr – Anwendung der Erkenntnisse aus den wissenschaftlichen Referaten auf den Schweizer Kontext sowie Fragen aus dem Publikum

Roman Wiget, Seeländische Wasserversorgung (SWG)

Dr. med. Jérôme Tschudi, pensionierter Chirurg

Antoinette Gilson, Fondation Future 3

Sébastien Tronchet, Vereinigung für eine Schweiz ohne synthetische Pestizide

17.00 Uhr – Ende der Veranstaltung

28.8.20 HOME

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Notorisches Vergiften von Brombeeren in Wytweiden

3. Juli 2020
Herbizid gegen Brombeeren auf Wytweide im Jura. Gespritzt wurde im letzten Herbst. Copyright: T.W.

Herbizid gegen Brombeeren auf Wytweide im Jura. Gespritzt wurde im letzten Herbst. Copyright: T.W.

Von zwei verschiedenen Seiten hat Heidi gehört, dass in den Wytweiden im Jura Brombeeren mit Herbizid behandelt werden, immer wieder! Für solche Waldweiden erhält der Bewirtschafter im Rahmen der Biodiversitätsförderung zusätzlich zu den „normalen“ Direktzahlungen je nach Qualität 450 bis 700 Franken/Hektare und Jahr.

In den Ergänzungen zum Merkblatt: «Biodiversitätsförderung auf dem Landwirtschaftsbetrieb – Wegleitung» des Bundesamts für Landwirtschaft (BLW), Version 2020, Herbizideinsatz in Biodiversitätsförderflächen – bewilligte Wirkstoffe (Stand Dezember 2017) ist das Folgende zu lesen:

Waldweide (Wytweiden): Nur mit Bewilligung der für die Forstwirtschaft zuständigen kantonalen Stellen (gilt für jeglichen Einsatz von Pflanzenschutzmittel)

Diese aktuellen Fotos stammen von Wytweiden, in welchen die Brombeeren regelmässig mit Herbizid bespritzt werden, grossflächig, unter den Bäumen, an der Strasse, wo Herbizide sowieso verboten sind … Haben die Bewirtschafter eine Dauerbewilligung des Forstamts oder spritzen sie einfach?

Der Fotograf schreibt: „Da sieht man doch jetzt deutlich, dass da mit Gift gearbeitet wurde oder? Es sieht sonst nirgends so aus, jetzt noch die kahlen Stellen und aussenrum schönes Grün!? Dies ist alles der Strasse entlang … sieht das sonst niemand?“

Heidi meint: „Mindestens die Zuständigen dürften das sehen und schweigen offensichtlich, drücken die Augen zu oder haben eine Dauerbewilligung ausgestellt. Eine wohl eher kleine Minderheit kennt die Gesetze und Vorschriften nicht! Und das BLW hat auf Heidis Anfrage vom 13.1.20 nicht geantwortet.

Kontrollen für Pestizideinsätze existieren praktisch nicht, wären meist auch sehr aufwändig und teuer. Und nicht alle Verstösse oder Missstände sind so offensichtlich wie dieser. Die zwei Pestizidinitiativen können dieses und viele weiteren Umweltprobleme lösen!“

Herbizideinsatz in Biodiversitätsförderflächen – bewilligte Wirkstoffe

Herbizid gegen Brombeeren auf Wytweiden im Jura. Copyright: T.W.

Herbizid gegen Brombeeren auf Wytweide im Jura. Copyright: T.W.

Herbizid gegen Brombeeren auf Wytweiden im Jura. Copyright: T.W.

Herbizid gegen Brombeeren auf Wytweide im Jura. Copyright: T.W.

Herbizid gegen Brombeeren auf Wytweiden im Jura. Copyright: T.W.

Herbizid gegen Brombeeren auf Wytweide im Jura. Copyright: T.W.

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11.6.20: Veranstaltung über Pestizide und Gesundheit im Zentrum Paul Klee (2)

4. März 2020

Achtung: Die von Heidi angekündigte Veranstaltung über Pestizide und Gesundheit im Zentrum Paul Klee wurde von morgen Donnerstag 5. März auf Donnerstag 11. Juni 2020 verschoben. Aufgrund der aktuellen Situation in Bezug auf das Corona-Virus und aus Sorge um die Gesundheit der Teilnehmenden haben sich die Initianten der Volksinitiative Für eine Schweiz ohne synthetische Pestizide für eine Verschiebung ihres Public Hearings entschieden.

Für den neuen Termin konnten wiederum alle Referierenden gewonnen werden. Bezüglich des Ablaufs bleibt somit alles beim Alten und man hofft, dass die Teilnehmenden diese Entscheidung nachvollziehen können.

Public Hearing im ZPK

5.3.20: Veranstaltung über Pestizide und Gesundheit im Zentrum Paul Klee. Heidis Mist  19.2.20

4.3.20 HOME

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5.3.20: Veranstaltung über Pestizide und Gesundheit im Zentrum Paul Klee

19. Februar 2020
Im Hintergrund: Beta-Glucan-Gerste Ende Mai 2016 im FRUCHTLAND des Zentrums Paul Klee.

Im Hintergrund: Beta-Glucan-Gerste Ende Mai 2016 im FRUCHTLAND des Zentrums Paul Klee.

Das Zentrum Paul Klee (ZPK) ist ein besonderes Museum. Es ist nicht umgeben von Asphalt oder Rasen, sondern vom Fruchtland. FRUCHTLAND verbindet NATUR, KULTUR und AGRIKULTUR.

Ein Rundgang bietet Gelegenheit zum Nachdenken über unsere Landwirtschaft und darüber, wie unsere Nahrungsmittel in Zukunft umweltschonend produziert werden könnten. Im ZPK wird die ökologische Stabilität durch einheimische Sträucher und Bäume, Bienen- und Schmetterlingsweiden sowie ausgewählte Wirtspflanzen für Schädlingsfeinde unterstützt.

Zu den Fördern von Fruchtland gehört u.a. Hans Rudolf Herren, Biovision, welcher auch die Volksinitiative für eine Schweiz ohne synthetische Pestizide unterstützt. Diese Bürgerstiftung (Future 3 – LebenStattGift) organisiert ein Public Hearing im ZPK.

Public Hearing synthetische Pestizide und Gesundheit

Donnerstag, 5. März 2020

Verschoben auf Donnerstag, 11. Juni 2020

13.30 Uhr  Eintreffen der Gäste zu Kaffee und Kuchen

14.00 Uhr  Begrüssung und Referate von

Prof. Dr. Charles Sultan, Université de Montpellier (F):
Pestizidbelastung – gesundheitliche, wirtschaftliche und ethische Aspekte

Dr. Laurence Huc, Institut national de la recherche agronomique et environnement de Toulouse (F):
Pestizide und Krebserkrankungen

Dr. Anton Safer, Universität Heidelberg (D):
Pestizide und neurologische Erkrankungen

15.00 Uhr  Pause

16.00 Uhr  Diskussionsrunde unter ExpertInnen und Fragen aus dem Publikum

17.30 Uhr  Ende der Veranstaltung

Das Public Hearing wird zweisprachig – Deutsch und Französisch – geführt. Eine Simultanübersetzung wird angeboten.
Moderiert wird die Veranstaltung von Marina Villa (marinavillakommunikation).

Ort: Zentrum Paul Klee, Monument im Fruchtland 3, 3006 Bern

Hier finden Sie Informationen zur Anreise

Prof. Dr. Charles Sultan

Université de Montpellier (F)

Charles Sultan ist emeritierter Professor für pädiatrische Endokrinologie an der Universität Montpellier. Er ist Experte für Umweltgesundheit und Mitglied der Task Force Pestizide/Public Health. Er engagiert sich als Präsident der französischen Vereinigung für die Expertise von Agent Orange und endokrinen Disruptoren und ist Co-Direktor des interuniversitären Diploms Umwelt/Gesundheit.

 

Dr. Laurence Huc

Institut national de la recherche agronomique et environnement de Toulouse (F)

Laurence Huc ist Forscherin in der Lebensmitteltoxikologie bei Toxalim, wo sie das COMICS-Team (Contaminants & Cellular Stress) leitet, das sich mit den toxischen karzinogenen Prozessen von Schadstoffen (Kohlenwasserstoffe, Dioxine, Pestizide) befasst. Sie koordiniert ein multidisziplinäres Netzwerk von WissenschaftlerInnen, das sich mit der Verwendung von Pestiziden, ihre Auswirkungen auf die Gesundheit, die biologische Vielfalt und die Kluft zwischen Krebsbiologie und regulatorischer Toxikologie beschäftigt.

Dr_Safer

Dr. Anton Safer

Universität Heidelberg (D)

1947 in Wien geboren, hat Anton Safer an der Universität Stuttgart-Hohenheim Agrarwissenschaften studiert und nach einer Weiterbildung an der Medizinischen Hochschule Hannover in Humanbiologie promoviert. Seit 2009 hat er an der Universität Heidelberg (Institute of Public Health) auf dem Gebiet der Neuroepidemiologe (Schlaganfall und ALS-Erkrankung) geforscht. Durch seine 36-jährige Tätigkeit als Biometriker in der Pharmaindustrie hat er sich intensiv mit Physiologie, Human-Pharmakologie, Toxikologie und der Bewertung, Dosierung und Sicherheit von Wirkstoffen beschäftigt. Das führte in den letzten zehn Jahren zu einer intensiven wissenschaftlichen Auseinandersetzung mit Pestiziden.

Interview DE – Hans Rudolf Herren, LebenStattGift, youtube

Hans Rudolf Herren: Genügend und gesunde Nahrung für alle, Heidis Mist 21.12.16

Zentrum Paul Klee: Ein Kunstmuseum mit Acker, Bienen, Biodiversität …, Heidis Mist 10.7.16

19.2.20 HOME

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Pflanzenschutzmittel: Kosten sie uns mehr als sie nützen (2)

2. Februar 2020
Das Fungizid Amarel-Folpet DF mit diesen Gefahrenkennzeichnungen darf gemäss Bundesamt für Landwirtschaft aus der Luft über Rebberge verspüht werden. Stand Pflanzenschutzmittelverzeichnis 2.2.20.

Das Fungizid Amarel-Folpet DF mit diesen Gefahrenkennzeichnungen darf gemäss Bundesamt für Landwirtschaft aus der Luft über Rebberge verspüht werden. Stand Pflanzenschutzmittelverzeichnis 2.2.20.

Wer soll das bezahlen? Diese Frage wird heute in Anbetracht der Verschmutzung des Trinkwassers mit Metaboliten von Chlorothalonil häufig gestellt. Wer soll die Reinigungs- und Sanierungskosten bezahlen? Renate Amstutz, Direktorin des Schweizerischen Städteverbands, verweist zu Recht auf das Gewässerschutzgesetz, denn dieses nennt klar das Verursacherprinzip. Also muss das Geld für die Sanierung bzw. Reinigung des Trinkwassers von jenen Bauern kommen, welche Pestizide einsetzen.

Externe Kosten der Pestizide

Heidi hat vor vier Jahren über eine Studie des Institut national de la recherche agronomique (INRA) informiert, welche den Titel trägt The Hidden and External Costs of Pesticide Use und gleichzeitig auf eine Schweizer Studie aus dem Jahre 2014 hingewiesen: Volkswirtschaftliche Kosten des Pestizideinsatzes in der Schweiz. Die französischen Forscher stellten die provokative Frage: „Pestizide – kosten sie uns mehr als sie uns nützen?“ Die vielfältigen Kosten, welche durch Pestizide verursacht werden, sind bis heute kaum untersucht, dürften aber hoch sein, meint Heidi.

Vier Kategorien versteckte Kosten

Die INRA-Studie listet vier Kategorien versteckter Kosten auf: Umwelt-, Gesundheits-, Regulierungs- und auch Vermeidungskosten. Die ersten quantifizieren die Schädigung der von der Natur angebotenen Ökosystemleistungen (Bestäubung usw.); Gesundheitskosten umfassen Gesundheitskosten, Verlust der Arbeitsproduktivität usw .; zu den Regulierungskosten zählen öffentliche Mittel zur Regulierung und Kontrolle dieser Stoffe oder zur Sanierung kontaminierter Gewässer und deren Umgebung. Was die Vermeidungskosten betrifft, so werden diese hauptsächlich durch die Mehrausgaben jener Haushalte verursacht, die sich für Bio-Lebensmittel entscheiden, um die Aufnahme von Pestiziden zu minimieren.

Nicht nur Heidi hat in letzter Zeit häufig an die INRA-Studie gedacht, auch die Leute der Volksinitiative für eine Schweiz ohne synthetische Pestizide haben die Studie ausgegraben und auf Twitter verlinkt bzw. einen Beitrag von Le temps vom 28.3.16 Les coûts cachés des pesticides.

Pflanzenschutzmittel: Kosten sie uns mehr als sie nützen? Heidis Mist 23.3.16

Pestizid-Rückstände im Trinkwasser, SRF 10vor10 vom 31.1.20

Volksinitiative für eine Schweiz ohne synthetische Pestizide

Leben statt Gift auf Twitter

2.2.20 HOME

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Crowdfunding für Umweltschutz: Neu und Endspurt!

16. Dezember 2019
Volksinitiative "Für eine Schweiz ohne synthetische Pestizide". Copyright: Leben ohne Gift.

Volksinitiative „Für eine Schweiz ohne synthetische Pestizide“. Copyright: Leben ohne Gift.

Unser Grundwasser und viele Bäche sind verschmutzt mit Nitrat, Pestiziden und weiteren Stoffen, welche dort nicht hinein gehören. Auch die Bödenqualität leidet unter Überdüngung und all diesen Stoffen. Die bisherigen Anstrengungen im Gewässer- und Bodenschutz sind ungenügend, das zeigen Untersuchungen von Ämtern und Forschungsinstitutionen. Zwei Volksinitiativen wollen dies ändern. Sie haben schon viel bewirkt. Und man spricht und schreibt endlich über die Probleme, welche dringend gelöst werden müssen.

Neues Crowdfunding „Leben ohne Gift“

Soeben ist ein Crowdfunding angelaufen zur Unterstützung der Volksinitiative Für eine Schweiz ohne synthetische Pestizide. Sie benötigt Mittel zur Deckung der Kosten ihrer Freiwilligen, damit sie ihren Informationsauftrag bis zur Abstimmung im Jahr 2020 erfüllen kann.

Die Freiwilligen spielen eine wesentliche Rolle in der Kampagne. Je mehr sie an öffentlichen Orten in der ganzen Schweiz präsent sein werden, desto mehr haben sie die Möglichkeit, die Bevölkerung über die Wichtigkeit dieser Initiative zu informieren.

Gesucht werden in den nächsten 34 Tagen 25’000 Franken.

Hier geht’s zum Crowdfunding für die Volksinitiative Für eine Schweiz ohne synthetische Pestizide.

Endspurt Trinkwasserinitiative

Stand Crowdfunding für die Trinkwasserinitiative am Morgen des 16.12.19: 84’856 Franken. Gespendet wurde also fast das 2,5-fache der „gewünschten“ Summe von 35’000 Franken. Bis Freitag kann man über das Crowdfunding noch einzahlen. Später sind Beiträge weiterhin willkommen auf das Konto des Vereins. Man kann auch online spenden:

Klicken Sie hier für Crowdfunding Trinkwasserinitiative

Klicken Sie hier: Spenden für die Trinkwasserinitiative

Unser Umweltengagement ist wichtig

Wieso müssen wir uns um den Schutz unserer Lebensgrundlagen kümmern? James Hansen, Klimaforscher der ersten Stunde, Heidi und viele weiteren Leute haben die Erfahrung gemacht, dass kein Verlass ist auf diejenigen Leute, die wir dafür bezahlen, dass sie für unser Wohl sorgen.

Unglaublich: Hansen in Pontresina, aber niemand kommt, Heidis Mist 17.12.10

Was sagt Hans Rudolf Herren zur welschen Pestizidinitiative?

23. August 2019

Video: Hans Rudolf Herren spricht über die Volksinitiative für eine Schweiz ohne synthetische Pestizide

In den deutschsprachigen Medien wird viel über die Trinkwasserinitiative und Franziska Herren geschrieben. Sie ist tatsächlich fast überall anzutreffen, etwa morgen Samstag, 24.8.19, in Davos am Sommer-WEFF (Wachstum, Erde, Friede, Freiheit).

Weniger häufig und detailliert zu Wort kommt die Volksinitiative Für eine Schweiz ohne synthetische Pestizide (Leben statt Gift). Die Liste der UnterstützerInnen ist aber lang. Auch Hans Rudolf Herren von Biovision ist darauf zu finden. Er erklärt in einem Video wieso: „Wir können ohne syntethische Pestizide genügend Nahrung in guter Qualität zu bezahlbaren Preisen produzieren.“ Sehen Sie sich das ganze Video an!

Und lesen Sie sein Buch „So ernähren wir die Welt“. Heidi hat eine ausführliche Buchbesprechung geschrieben:

Hans Rudolf Herren: Genügend und gesunde Nahrung für alle, Heidis Mist vom 21.12.16 (Achtung, Heidis Geschenk-Aktion ist längst abgeschlossen.)

Interview mit Hans Rudolf Herren, youtube

So ernähren wir die Welt, Hans Rudolf Herren, Verlag rüffer & rub, Reihe „rüffer & rub visionär“

Sommer-WEFF Davos

23.8.19 HOME

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Beatrice Raas: „Nein, ich geb‘ nicht auf!“

12. Juni 2018
Die Geschichte des pestizidfreien Dorfes Mals im Südtirol begann im Coiffeur-Salon von Beatrice Raas. Copyright: Ralph Weihermann, Alexander Schiebel

Die Geschichte des pestizidfreien Dorfes Mals im Südtirol begann im Coiffeur-Salon von Beatrice Raas. Copyright: Ralph Weihermann, Alexander Schiebel

Im alten Südtiroler Dorf Mals hat Beatrice Raas zusammen mit Freundinnen den Stein für eine pestizidfreie Landwirtschaft ins Rollen gebracht. Viele unterstützen sie, u.a. auch der Apotheker Johannes Fragner-Unterpertinger. In einer Volksabstimmung stimmten 76% der Bevölkerung diesem Ziele zu.

Was bewegte die Malser, sich gegen Pestizide zu wehren? Nehmen Sie sich eine halbe Stunde Zeit, dies im folgenden Film zu erfahren: Leben ohne Ackergift – Das unbeugsame Dorf im Vinschgau. Ralph Weihermann, Alexander Schiebel, WDR 3.4.18

Es scheint, dass das Problem der Verschmutzung von Luft, Boden, Wasser und Lebensmitteln mit Pestiziden und Düngern immer häufiger diskutiert wird. Nachdenken und nach Lösungen suchen ist für unsere Zukunft wichtig. Geschrieben und geredet wird viel. Werden die Behörden und PolitikerInnen auch handeln?

SVGW fordert konkrete Massnahmen für Trinkwasserschutz

Franziska Herren hat mit der Trinkwasser-Initiative viel Bewegung in den Gewässerschutz gebracht. Sehr salopp ist man bisher mit der Ressource Wasser umgegangen, höchste Zeit, dass sich dies ändert. Copyright: SVGW.

Franziska Herren hat mit der Trinkwasser-Initiative viel Bewegung in den Gewässerschutz gebracht. Sehr salopp ist man bisher mit der Ressource Wasser umgegangen, höchste Zeit, dass sich dies ändert. Copyright: SVGW.

Analysen zum Thema «Trinkwasserschutz und Agrarpolitik 2022» standen im Mittelpunkt der Vortrags- und Podiumsveranstaltung des Schweizerischen Vereins des Gas- und Wasserfachs (SVGW) vom 7.6.18 in Solothurn. Teilnehmende waren VertreterInnen von Bundesämtern und kantonalen Institutionen, Gemeinden, Wasserversorger, Verbänden sowie Vertreter von Forschung und Wirtschaft. Im Zentrum des politischen Interesses stand der politische Umgang mit der Trinkwasser-Initiative, über die derzeit in Bundesbern beraten wird.

Lesen Sie weiter!

SVGW fordert konkrete Massnahmen für Trinkwasserschutz, Aqua & Gas, 8.6.18.

SVGW am Infoanlass zur «Trinkwasserinitiative» in Bern. Landwirtschaftlicher Klub der Bundesversammlung. Aqua & Gas, 31.5.18.

«Es braucht einen intelligenten indirekten Gegenvorschlag». Markus Küng (IWB) und Andreas Hirt (ESB), beide Mitglieder des SVGW-Vorstands, erläutern im Interview die Haltung des SVGW zur Trinkwasser-Initiative. Obwohl der SVGW die Ziele der Initiative gutheisst, schlägt er eine andere Vorgehensweise vor. Dabei wird er von den Kantonen unterstützt, wie Kurt Seiler, Amtsleiter des Interkantonalen Labors, im Interview ausführt.

Pflanzen schlauer schützen

«Rückstandfreies» Obst und Gemüse (zéro résidu de pesticides) aus Frankreich: Der Verzicht auf Pflanzenschutzmittel wird immer mehr zum Marketingargument.

«Rückstandfreies» Obst und Gemüse (zéro résidu de pesticides) aus Frankreich: Der Verzicht auf Pflanzenschutzmittel wird immer mehr zum Marketingargument.

„Wir müssen die Umwelt- und Gesundheitsrisiken von Pflanzenschutzmitteln senken. Totalverbote sind aber das falsche Mittel“, meint Robert Finger. Er plädiert für intelligenten Pflanzenschutz.

„Glyphosat, Neonikotinoide und Trinkwasserinitiative – über den Verzicht auf Pflanzenschutzmittel wird derzeit intensiv diskutiert. Obwohl: Ohne Pflanzenschutz kommt unser Ernährungssystem nicht aus. Andererseits bergen gerade Pflanzenschutzmittel unbestrittene Risiken für Mensch und Umwelt.“

Diesen lesenswerten Artikel finden Sie hier: Pflanzen schlauer schützen, Robert Finger, Professor für Agrarökonomie und Agrarpolitik, ETH Zürich, Agrarökonomische Kommentare zur Schweizerischen Agrarpolitik.

12.6.18 HOME

Crowdfunding „Synthetische Pestizide:Stopp“ noch 3 Tage!

12. Februar 2018
Aktueller Stand Crowdfunding Volksinitiative "Für eine Schweiz ohne synthetische Pestizide"

Aktueller Stand Crowdfunding Volksinitiative „Für eine Schweiz ohne synthetische Pestizide“

Ein Brief von Future 3.0 „Für eine Schweiz ohne synthetische Pestizide“ ist soeben eingetroffen:

In 3 Tagen läuft das Crowdfunding ab und es fehlen noch 6’000.- damit wir unser Budget abschliessen können. Wir brauchen Ihre Hilfe.

In der ganzen Schweiz sind Unterschriftensammler am Werk – das ist super! Bis 11.2.18 wurden 80’229 gesammelt.

Das Komitee ist zuversichtlich. Dennoch müssen wir unbedingt am Ball bleiben!

  • Helft mit beim Crowdfunding (heute bei 19’303.- von 25’000 .-Fr.), damit wir es schaffen, unser Budgetziel zu erreichen!
  • Sendet möglichst viele Unterschriften an
    Future3
    Cerisier 9
    1588 Cudrefin
  • Teilt das Crowdfunding über die sozialen Netzwerke

Wir brauchen Eure Hilfe HEUTE, für eine Sache, für welche sich die Mühe lohnt.

80’229 Unterschriften sind bereits eingegangen.

Spenden Sie einen Betrag via unser Crowdfunding

Sehen Sie den Stand der Unterschriften

Unterschreiben Sie! Hier ist der Interschriftenbogen in Deutsch und hier ist der französische. Bitte einreichen bis 29.3.18. Die Sammelfrist läuft bis 29.5.28.

Heidi wünscht viel Erfolg beim Sammeln von Geld und Unterschriften!

12.2.18 HOME

Direktor Papiliorama: „Wir können der Welt den Weg weisen.“

5. Februar 2018
Video der Volksinitiative "Für eine Schweiz ohne synthetische Pestizide". Copyright Future 3.0

Video der Volksinitiative „Für eine Schweiz ohne synthetische Pestizide“. Copyright Future 3.0

Heidi hat einen Brief erhalten von Caspar Bijleveld, dem Direktor des Papilioramas in Kerzers:

Liebe Freunde und Kollegen aus allen Ecken und Nischen

Pestizid-Cocktails findet man heute überall im Boden, im Wasser und schliesslich in unserem Körper. Nebst der Gefährlichkeit für uns, unsere Bauern und unsere Kinder, ist die Biodiversität überall voll am Abstürzen: 75% der Biomasse der Insekten (Bindeglieder zwischen Boden, Pflanzen und allen anderen Lebewesen) sind in den letzten 20 Jahren verschwunden. Unsere Flüsse besitzen kaum mehr Fische, weil die Jungfische keine Nahrung mehr finden. Unsere Bauern sind in der mit diesen synthetischen Pestiziden verbundenen industriellen Landwirtschaft gefangen und werden ohne unsere Hilfe nicht davon wegkommen.

Die Intiative Future 3.0 schlägt vor, die Schweiz mit einer Übergangsphase von 10 Jahren von den synthetischen Pestiziden zu befreien. Es ist absolut machbar. Siehe www.future3.ch

Wir haben 74’246 Unterschriften gesammelt nur dank dem guten Willen von tausenden von Leuten in der Schweiz. Wir müssen bis Ende März noch ungefähr 40’000 Unterschriften sammeln, um sicher zu sein, dass wir die benötigten 100’000 gültigen Unterschriften beieinander haben. Es ist absolut machbar, aber wir brauchen dringend Ihre Hilfe! Sie können uns auf zwei einfache Arten unterstützen.

  • Diese Nachricht mit beigelegten PDFs an alle Ihre Kontakte schicken
    Folgende Instruktionen mitgeben:
    – PDF drucken
    Unterschreiben und von anderen Personen unterschreiben lassen
    In einem Couvert an die angegebene Adresse schicken
    – Botschaft an alle Ihre Bekannten weiterleiten
    Achtung: NUR EINE POSTLEITZAHL PRO BLATT. Nur SchweizerInnen, welche über 18 Jahre alt sind, dürfen unterschreiben.
  • Eine Spende machen:
    Wir haben Teams von jungen Leuten, die für uns Unterschriften sammeln. Wir unterstützen sie mit 1 Franken pro Unterschrift. Wir brauchen noch zusätzliche finanzielle Mittel. Beteiligen Sie sich am Crowdfunding-Projekt von Future 3.0
    https://wemakeit.com/projects/stop-synthetic-pesticides

Merci vielmals im Voraus! Eine andere Schweiz ist möglich; wir können der Welt den richtigen Weg zeigen!

Für das Initiativkomitee

Caspar Bijleveld

Wenn Sie, liebe Leserin, lieber Leser, die Initiative noch nicht unterschrieben haben, hier ist der Interschriftenbogen in Deutsch und hier ist der französische. Bitte einreichen bis 29.3.18. Die Sammelfrist läuft bis 29.5.28.

Das Crowdfounding läuft noch 10 Tage, bereits haben 129 Personen Future 3.0 unterstützt mit 15’308 Franken. 25’000 Franken sind das Ziel. Es fehlen noch 9’692. Machen Sie mit!

Schweizerische Fischer-Zeitung 2/18, soeben eingetroffen:

Der Schweizerische Fischerei-Verband SFV unterstützt zwei Pestizid-Volksinitiativen. «Für sauberes Trinkwasser und gesunde Nahrung» wurde am 18. Januar 2018 mit 114 420 Unterschriften bei der Bundeskanzlei eingereicht. «Für eine Schweiz ohne synthetische Pestizide» hingegen braucht dringend Unterschriften. Information dazu unter nachfolgendem Link. Unterschriftbogen per Post bis Ende März 2018 schicken an:

Schweizerischer Fischerei-Verband,
Wankdorffeldstrasse 102,
Postfach 371, 3000 Bern 22

Pestizide: An die «Säcke»! Jeder Fischereiverein sammelt Unterschriften!

 5.2.18 HOME

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