Posts Tagged ‘Wasser’

Traumhafte Winterlandschaft im Berner Jura – doch was soll die Gülle auf dem Schnee?

26. November 2019
Am Montag, 18.11.19 wanderten wir durch diese wunderbare Schneelandschaft. Copyright: Julian P.

Am Montag, 18.11.19 wanderten wir durch diese wunderbare Schneelandschaft. Copyright: Julian P.

Liebe Heidi

An unserem ersten Ferientag im Berner Jura schneite es. Wir verbrachten einen faulen Tag bei meinem Bruder. Am Montag lockte uns die Sonne hinaus. Wir wanderten in dieser Bilderbuchlandschaft.

Am Mittwoch, 20.11.19, sahen wir einen Bauern beim Güllen mit Schleppschlauch. Copyright: Julian P.

Am Mittwoch, 20.11.19, sahen wir einen Bauern beim Güllen mit Schleppschlauch. Copyright: Julian P.

Was wir dann aber am Mittwoch und Donnerstag sahen, das schauderte uns: Ein Bauer brachte mit dem Schleppschlauch Gülle aus. Einfach über den Schnee! Das ist doch verboten. Ich schicke dir die Bilder. Mein Bruder meinte nur: „Dieser Bauer macht das jedes Jahr.“ Am Sonntag war der Schnee dann weg.

Am Donnerstag, 21.11.19, war schon eine grosse Fläche gegüllt, als wir hier vorbeikamen. Der Bauer war wieder am

Am Donnerstag, 21.11.19, war schon eine grosse Fläche gegüllt, als wir hier vorbeikamen. Der Bauer war wieder am Güllen. Copyright: Julian P.

Gülle am 21.11.19. Copyright: Julian P.

Gülle am 21.11.19. Copyright: Julian P.

Ich schicke dir die Fotos. Kannst du sie veröffentlichen? Wir ärgerten uns sehr. Jetzt zahlen wir doch für „umweltschonende“ Landwirtschaft – oder nicht?

Wir hoffen, dass das Wetter diese Woche noch einigermassen gut ist damit wir mangelnde Bewegung nachholen können.

Freundliche Grüsse

Julian

Am Sonntag, 24.11.19, war der Schnee geschmolzen. Man sieht noch die Fahrspuren. Copyright: Julian P.

Am Sonntag, 24.11.19, war der Schnee geschmolzen. Man sieht noch die Fahrspuren. Copyright: Julian P.

Lieber Julian, liebe Maja

Das sind nicht gerade schöne Ferienfotos!

Ihr hättet sofort die Polizei rufen sollen. Einheimische machen das meist nicht aus Angst vor Reaktionen, dem Frieden zuliebe oder weil man aufeinander angewiesen ist. Besonders in abgelegenen Gebieten.

Checkliste Polizeischule Ostschweiz

Auf Heidis Mist findet ihr unter „Grundlagen Links“ die Checkliste „Gülleaustrag und Mistlagerung“ der Polizeischule Ostschweiz. Diese ist zur Einschätzung der Lage gut geeignet. Ihr könnt sie auch der Polizei zeigen, wenn diese den Fall nicht rapportieren will, was leider allzu oft geschieht. Je nach Kanton wollen auch die Ämter nur handeln, wenn sie eine Polizeimeldung erhalten. Gerne schiebt man auch den Schwarzen Peter herum.

Was sagt das Gesetz?

Die Chemikalien-Risikoreduktions-Verordnung (ChemRRV) verbietet in Anhang 2.6 klar das Ausbringen von Gülle auf Schnee. Wenn es nur ganz wenig Schnee gewesen wäre oder eine kleine Fläche, dann hätte man ein Auge zudrücken können.

3.2.1 Stickstoffhaltige und flüssige Dünger

1 Stickstoffhaltige Dünger dürfen nur zu Zeiten ausgebracht werden, in denen die Pflanzen den Stickstoff aufnehmen können.

2 Flüssige Dünger dürfen nur ausgebracht werden, wenn der Boden saug- und aufnahmefähig ist. Sie dürfen vor allem dann nicht ausgebracht werden, wenn der Boden wassergesättigt, gefroren, schneebedeckt oder ausgetrocknet ist.

Kürzlich hat mir ein Bauer geklagt, dass in seinem Kanton die ChemRRV nicht als „Gesetz“ anerkannt werde. Das fand ich dann schon ziemlich stark, obwohl ich einiges gewöhnt bin! Er klagte über Gülleaustrag auf Pufferstreifen, Ökoflächen und im Spätherbst auf Wintergetreide.

Karstgebiet: Risiko Gewässerverschmutzung hoch

Hinzu kommt, dass der Betrieb in einem Karstgebiet liegt, das heisst hier ist die Gefahr der Versickerung besonders gross. Sorgfältiges wirtschaften ist ein absolutes Muss. Durch Klüfte kann die Gülle unter Umständen leicht in Quellen oder ins Grundwasser gelangen. Daher muss Karstwasser in der Regel zur Verwendung als Trinkwasser einer einfachen Aufbereitung unterzogen werden (Filtration, Desinfektion, Belüftung). Zum besseren Schutz des Wasser in stark heterogenen Karstgebieten wurden die Grundwasserschutzzonen Sh und Sm geschaffen.

Grundwasserschutzzonen

Grundwasserschutzzonen

Freisetzung von Lachgas höher

Bei tiefen Temperaturen und wassergesättigtem Boden wird vermehrt Lachgas gebildet. Lachgas stammt grösstenteils aus der Landwirtschaft. Die Freisetzung kann reduziert werden, wenn die Düngung optimal an den Bedarf und den Standort angepasst wird. Im aktuellen Fall ist das eher ein Entsorgen von Gülle, denn eine Düngung! Lachgas ist ein Treibhausgas dessen Treibhauswirksamkeit 298-mal so gross ist wie die von CO2; es trägt somit zur Klimaerwärmung bei. Zudem ist Lachgas an der Zerstörung der Ozonschicht beteiligt.

Gemäss neuesten Nachrichten war der CO2-Ausstoss gesamthaft noch nie so hoch wie 2018.

Gewässerschutz: Weshalb sind Bussen und Direktzahlungskürzungen so selten?

Wieso kann ein Bauer über längere Zeit so wirtschaften? Fällt das keinem Amt auf? Keinem Beamten, keinem guten Bauern, der hier durchfährt? Sehen das nur Touristen wie ihr? Solche Missstände muss man abstellen!

Folgende Gründe können für die Missstände verantwortlich sein:

  • Niemand zeigt die Vergehen an.
  • Mangelnde Kenntnis der Gewässerschutzgesetzgebung.
  • Mangelnde Integration der Vorschriften im Unterricht der landwirtschaftlichen Schulen bzw. der Polizeischulen.
  • Der Bauer ist eine „wichtige“ Person, z.B. erzählte mir eine Beamtin, dass sie einen Bauern wegen Güllen zur Unzeit verzeigt hatte. Was sie nicht wusste, das war: Der Bauer ist Alt-Nationalrat. Dieser wusste sehr wohl sich zu wehren. Er ging zum Kollegen Regierungsrat und schwups war die Anzeige im Eimer und die Beamtin frustriert.
  • Ein weiteres Hindernis ist die Feststellungsverfügung. Ich habe dies ausführlich erklärt im Artikel Ein Teufelskreis behindert den Gewässerschutz-Vollzug: Die Feststellungsverfügung! Eine Feststellungsverfügung oder Strafanzeige ist eine aufwändige Angelegenheit. Mehrere Fälle können ein Amt regelrecht lahmlegen. Die Ressourcen der Kantone sind knapp, werden immer knapper, d.h. die BeamtInnen gehen solchen Fällen oft gar nicht erst nach.

Trotzdem werde ich den Fall dem zuständigen Amt melden, da diese Güllerei kein Einzelfal ist, sondern Jahr für Jahr vorkommt.

Ich wünsche euch noch eine ungetrübte Ferienwoche und grüsse herzlich

Heidi

Wegleitung Grunwasserschutz, Bundesamt für Umwelt

Grundwasser als Trinkwasser, Bundesamt für Umwelt

Nährstoffe und Verwendung von Düngern in der Landwirtschaft, Vollzugshilfe Bundesamt für Umwelt

Erläuterungen zur Hydrogeologischen Karte der Schweiz

Treibhausgase, Lachgas, Bayerisches Landesamt für Umwelt

Co2 auf Rekordwert, Schweizer Bauer 25.11.19

Crowdfunding für die Trinkwasserinitiative

22. November 2019
Neun der zahlreichen UnterstützerInnen der Trinkwasserinitiative

Neun der zahlreichen UnterstützerInnen der Trinkwasserinitiative

Am 21.11.19 haben Franziska Herren und ihr Team ein 30-tägiges Crowdfunding für die Trinkwasserinitiative begonnen.

Das Ziel

Für die breite Informationskampagne und als Vorbereitung auf die Abstimmung im 2020 wollen die InitiantInnen innert 30 Tagen 35’000 Franken sammeln, um die Schweizer Bevölkerung flächendeckend über die verheerenden Folgen der industriellen Lebensmittelproduktion aufzuklären. Denn viele wissen nicht, dass sie mit ihren Steuern die Wasserverschmutzung und Umweltzerstörung durch die industrielle Landwirtschaft mit Milliarden jährlich subventionieren.

Für Spenden gibt es spannende Belohnungen, die von UnterstützerInnen angeboten werden: Vom Obstbaum mit eigener Namenstafel über eine Hofführung bis zum Bio-Bodenkurs ist einiges dabei! Perfekte Weihnachtsgeschenke für sauberes Trinkwasser und gesunde Nahrung.

Hier geht’s zum Crowdfunding

Alle Belohnungen können als Gutscheine weiterverschenkt werden und unterstützen eine nachhaltige Landwirtschaft, die unser Wasser, die Biodiversität und das Klima schützt.

Mit 35’000 Franken Startkapital können die InitiantInnen

  • sich für die Abstimmung von einem Werbebüro unterstützen lassen,
  • den kurzen Informationsfilm richtig viral gehen lassen und etwa einer Million SchweizerInnen online zeigen,
  • weiterhin Flyer und Fahnen drucken und
  • Info-Events in der ganzen Schweiz durchführen.

So helfen Sie uns, die 35’000 CHF zu erreichen:

  • Teilen Sie diesen Link mit 5 Personen, FreundInnen, Kollegen, Familie!
  • Teilen Sie diesen Link auf Facebook, Instagram oder Twitter!
  • Betten Sie das Projektwidget auf Ihrer Webseite ein (gleich unter dem Projektvideo auf das Symbol < / > klicken)!

Die InitiantInnen freuen sich, gemeinsam mit SpenderInnen die SchweizerInnen für die Trinkwasserinitiative zu gewinnen. Zum Wohl aller, der Kindern und Enkeln und zum Wohl von Pflanzen und Tieren.

Heidi meint: Die Bauernvertreter beklagen sich lautstark über die schlechten Nachrichten im letzten Jahr, über die „bösen“ Medien. Tatsache ist, dass die Verschmutzung der Gewässer schon alt ist, nur haben die Medien bisher vorwiegend schöne Geschichten über Bauern verbreitet. Und solche gibt es natürlich auch zuhauf. Nun gilt es, solchen Vorbildern nachzueifern! In Anbetracht des schlechten Umweltzustandes ist dies dringend notwendig. Und wenn die Bauern auf die Verschmutzungen anderer hinweisen, dann sollen sie doch bitte ihren sehr einflussriechen PolitikerInnen (und Verhinderern) sagen, dass auch hier Handlungsbedarf besteht. Grosser Handlungsbedarf!

Bitte unterstützen Sie die Trinkwasserinitiative!

Ernst Bromeis: Our water is in danger

15. Juli 2019

Seit dem 10.7.19 ist Ernst Bromeis im Baikalsee unterwegs, dem grössten, tiefsten und ältesten Süsswassersee der Erde mit einer Länge von 900 km. Bromeis will mit seiner Expedition das Bewusstsein dafür fördern, dass wir zum Schutze des Wassers den Konsum von Wasser in Plastikflaschen reduzieren müssen. Am 18.7.19 wird die Expedition offiziell mit einer Medieninformation, Bildern und Videos eröffnet. Auf der Expeditions-Homepage gibt es heute schon ein paar Bilder und Informationen.

Bromeis: „Our water is in danger. Bottled and distributed thousands of kilometres around the globe. Don’t you think it’s sad that one of the main water polluters is our favourite water packaging: plastic? Water is life. It is part of you. Our existence depends on it. We have to protect it. It is high time that we act now to raise awareness of the dramatic situation we are currently in.“

Ein „Live ticker“ zeigt wo Bromeis gerade ist auf dem Weg von Kultuk nach Nizhneangarsk.

BWT Lake Baikal Expedition

Wasserbotschafter Ernst Bromeis beginnt in 3 Tagen seine Sibirien-Expedition, Heidis Mist vom 7.7.19

Ernst Bromeis am WEF: Mehr Wasserbotschafter für die Welt! Heidis Mist vom 22.1.19

Water for Life, Eröffnung des Open Forums durch Ernst Bromeis, Video 57:59

Expedition Lake Baikal 2019 – Protecting the blue of our planet, BWT

Das Blaue Wunder

Bilder aus der Erkundung 2018 am Baikalsee und aus früheren Expeditionen, Download kostenlos.

Die Wasserbotschafter, weitere Artikel über Ernst Bromeis von Heidi

15.7.19 HOME

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Wasserbotschafter Ernst Bromeis beginnt in 3 Tagen seine Sibirien-Expedition

7. Juli 2019

Ernst Bromais bereitete 2018 seine Baikalsee-Expedition vor. Copyright: Das Blaue Wunder.

Der Countdown läuft. Ernst Bromeis, der Wasserbotschafter, wird in drei Tagen seine Baikalsee-Expedition beginnen. Sein Ziel: Das Bewusstsein dafür zu schärfen, warum Wasser ganz oben auf unserer Prioritätenliste stehen sollte und was es braucht, um die wichtigste Ressource unseres Planeten zu schützen.

Best Water Technology (BWT) unterstützt die Expedition als Hauptsponsor. Diese Gruppe entwickelt gemäss Homepage umweltfreundliche und ökonomische Wasseraufbereitungsprodukte und –dienstleistungen. Sie ist Europas führendes Wassertechnologie-Unternehmen mit mehr als 3’600 Mitarbeitenden. BWT: „Angesichts der Bedeutung, die BWT dieser Sache beimisst, ist es leicht verständlich, warum wir die wirklich inspirierende Mission von Ernst Bromeis mit ganzem Herzen und mit unseren Ressourcen unterstützen.“

Sie können das Abenteuer im grössten Süsswassersee der Welt auf: www.bwtlakebaikal.com verfolgen.

Das blaue Wunder, Homepage von Ernst Bromeis

P.S.: Ernst Bromeis unterstützt die beiden Pestizidinitiativen.

7.7.19 HOME

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Alpabzug, trockenheitsgeschädigte Wellen-Maisfelder und Gülle

15. September 2018
Der letzte Teil des Alpabzugs führt entlang einer Nationalstrasse ...

Der letzte Teil des Alpabzugs führt entlang einer Nationalstrasse …

... und der Bahnlinie. Alpabzug 15.9.18.

… und der Bahnlinie. Alpabzug 15.9.18.

Der Ackerboden ist flach, doch der Untergrund verschieden beschaffen. Im trockenen Sommer 2018 haben die Maispflanzen unterschiedlich viel Wasser erhalten, weshalb die Höhe der Pflanzen stark variiert. Der Acker präsentiert sich daher als kurioses wellenförmiges Gebilde.

Der Ackerboden ist flach, doch der Untergrund verschieden beschaffen. Im trockenen Sommer 2018 haben die Maispflanzen unterschiedlich viel Wasser erhalten, weshalb die Höhe der Pflanzen stark variiert. Der Acker präsentiert sich daher als kurioses wellenförmiges Gebilde.

Unterschiedlich hohe Maispflanzen wegen Wassermangel.

Unterschiedlich hohe Maispflanzen wegen Wassermangel.

Im nahen Bach fliesst noch immer kein Wasser.

Im nahen Bach fliesst noch immer kein Wasser.

Auf einem abgeernteten Maisfeld hat ein Bauer bereits Gülle ausgebracht. Die Krähen freuen sich über allerlei Fressbares (wie Regenwürmer), das an die Oberfläche geflüchtet ist. In der Regel liegen die begüllten Felder bis im Frühling ungepflügt brach, was eine Widerhandlung gegen die Chemikalien-Risikoreduktions-Verordnung ist, denn stickstoffhaltige Dünger dürfen nur zu Zeiten ausgebracht werden, in denen die Pflanzen den Stickstoff aufnehmen können. Hier gibt es nicht einmal Unkräuter!

Auf einem abgeernteten Maisfeld hat ein Bauer bereits Gülle ausgebracht. Die Krähen freuen sich über allerlei Fressbares (wie Regenwürmer), das an die Oberfläche geflüchtet ist. In der Regel liegen die begüllten Felder bis im Frühling ungepflügt brach, was eine Widerhandlung gegen die Chemikalien-Risikoreduktions-Verordnung ist, denn stickstoffhaltige Dünger dürfen nur zu Zeiten ausgebracht werden, in denen die Pflanzen den Stickstoff aufnehmen können. Hier gibt es nicht einmal Unkräuter!

Wenn Gülle auf nackte Erde ausgebracht wird, sind die Ammoniak-Emissionen hoch und die Gefahr der Auswaschung ins Grundwasser ist beträchtlich.

Wenn Gülle auf nackte Erde ausgebracht wird, sind die Ammoniak-Emissionen hoch und die Gefahr der Auswaschung ins Grundwasser ist beträchtlich.

 

15.9.18 HOME

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Nahrungsmittelproduktion: Kommentar zur Hitzewelle

12. August 2018

Die Präsidentin der brittischen National Farmers Union (NFU),  Minette Batters, sagt zur Hitzewelle-Krise: “It’s a timely reminder that we shouldn’t take food production for granted.”

Quelle: Climate’s role in heatwave, NewScientist 4.8.18.

12.8.18 HOME

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SVGW will indirekten Gegenvorschlag zur Trinkwasser-Initiative über das Parlament erwirken

26. Juni 2018

Blog-Mitteilung von Martin Sager, Direktor des Schweizerischen Vereins des Gas- und Wasserfaches (SVGW):

Der Bundesrat hat am 15. Juni entschieden, die Trinkwasserinitiative ohne indirekten Gegenvorschlag abzulehnen. Aus Sicht der Trinkwasserversorger eine verpasste Chance. Martin Sager, Direktor des SVGW. Copyright: SVGW.

Der Bundesrat hat am 15. Juni entschieden, die Trinkwasserinitiative ohne indirekten Gegenvorschlag abzulehnen. Aus Sicht der Trinkwasserversorger eine verpasste Chance. Martin Sager, Direktor des SVGW. Copyright: SVGW.

„Der Bundesrat schiebt die Pestizidproblematik auf die lange Bank und missachtet das Anliegen der Bevölkerung und der Wasserversorgungsbranche, unser Trinkwasser vor Fremdstoffen aus der Landwirtschaft zu schützen. Die Probleme im Trinkwasser- und Gewässerschutz sind offenkundig und erfordern gezielte und pragmatische Massnahmen. Als SVGW erwarten wir keinen Komplettumbau der Landwirtschaft, aber verbindliche Massnahmen, welche die Trinkwasserressourcen auch für die nächsten Generationen schützen.

Aber was bedeutet der Entscheid des Bundesrates? Waren all unsere Bemühungen für die Katz? Interessenvertretung erfordert einen langen Atem und Hartnäckigkeit. Der Bundesrat verspricht in seiner Mitteilung, verschiedene Missstände im Rahmen der Agrarpolitik AP22 zu lösen und verweist auch auf den bestehenden Aktionsplan Pflanzenschutzmittel. Dass dieser Aktionsplan aber nur schwache Ziel- und Zeitvorgaben für den Trinkwasserschutz enthält und das Massnahmepaket AP22 erst nach der Trinkwasser-Initiative im Parlament diskutiert werden soll, zeigt deutlich die Unverbindlichkeit im Bekenntnis des Bundesrates.

Die Sicherung unserer Trinkwasserressourcen müssen wir weiterhin und mit aller Überzeugung selber an die Hand nehmen. Wir werden in den kommenden Monaten alles daransetzen, zusammen mit Partnern einen indirekten Gegenvorschlag über eidgenössische Parlamentarierinnen und Parlamentarier zu erwirken. Der Gegenvorschlag soll die in der Trinkwasser-Initiative adressierten Probleme des Trinkwasserschutzes pragmatisch lösen. Ich bin überzeugt, dass konstruktive und zukunftsgerichtete Lösungen kommunizierbar und letztlich über Parteigrenzen hinweg mehrheitsfähig sind.

Martin Sager“

Das glaubt Heidi auch! Wir müssen unsere Lebensgrundlagen schützen – für uns, für künftige Generationen und für Flora und Fauna.

Verpasste Chance! Martin Sager, SVGW vom 25.6.18

26.6.18 HOME

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U.S. Government Global Water Strategy

5. April 2018
Renaturiertes Bächlein im St. Galler Rheintal.

Renaturiertes Bächlein im St. Galler Rheintal.

„Water may be the most important issue we face for the next generation“
Donald J. Trump, President of the United States.

 THE WATER CHALLENGE:

„… Finally, the United States benefits directly from engaging on international water issues. U.S. technologies, experience, and best practices are in high demand, which presents an opportunity for the U.S. private sector. The global water and wastewater market currently exceeds $700 billion annually and is growing. Demonstrating U.S. approaches and technologies globally can increase U.S. exports and jobs. Work on water globally gives us access to knowledge and expertise that can help us address water related challenges at home…“

Quelle: U.S. Government Global Water Strategy, 2017

Heidi: „Gibt es noch Fragen?“

5.4.18 HOME

Plastik im Salat, in den Erdbeeren …?

18. März 2018
Ein ganzer Acker voll von Plastikteilchen zwischen dem Schloss Marschlins und der Ganda! Bei diesem Anblick kam dem Spaziergänger Kurt Hartmann das Bauern-Plakat „Abfall macht uns krank“ in den Sinn. Er bat das landwirtschaftliche Bildungs- und Beratungszentrums Plantahof in Landquart um eine Stellungnahme. Zitat aus der Antwort: "... Gemäss Ihren Bildern sind auf dem Feld Schnüre, evtl. Elektrozaunstücke und Plastikfolien zu sehen. Es sind dies alles Sachen, welche - wie Sie richtig festgestellt haben - nicht auf einen Acker gehören. Ich gehe jedoch nicht davon aus, dass dies auf dem ganzen Acker so aussieht und bin überzeugt, dass der betreffende Bewirtschafter das Feld vor der nächsten Bearbeitung im Frühling, wie in der Landwirtschaft üblich, räumt. Das heisst, dass der Unrat zusammengelesen wird, bevor mit der Bearbeitung der Felder begonnen wird. Wie diese Plastikteile auf den Acker gekommen sind, kann ich nicht beurteilen..." <strong>Heidi meint: "Plastikfolien werden im Gartenbau und in der Landwirtschaft nicht selten einfach untergepflügt nach dem Motto: Aus den Augen aus dem Sinn. Das darf nicht sein, den der Boden ist eine unserer Lebensgrundlagen."</strong>

Ein ganzer Acker voll von Plastikteilchen zwischen dem Schloss Marschlins und der Ganda! Bei diesem Anblick kam dem Spaziergänger Kurt Hartmann das Bauern-Plakat „Abfall macht uns krank“ in den Sinn. Er bat das landwirtschaftliche Bildungs- und Beratungszentrums Plantahof in Landquart um eine Stellungnahme. Zitat aus der Antwort: „… Gemäss Ihren Bildern sind auf dem Feld Schnüre, evtl. Elektrozaunstücke und Plastikfolien zu sehen. Es sind dies alles Sachen, welche – wie Sie richtig festgestellt haben – nicht auf einen Acker gehören. Ich gehe jedoch nicht davon aus, dass dies auf dem ganzen Acker so aussieht und bin überzeugt, dass der betreffende Bewirtschafter das Feld vor der nächsten Bearbeitung im Frühling, wie in der Landwirtschaft üblich, räumt. Das heisst, dass der Unrat zusammengelesen wird, bevor mit der Bearbeitung der Felder begonnen wird. Wie diese Plastikteile auf den Acker gekommen sind, kann ich nicht beurteilen…“ Heidi meint: „Plastikfolien werden im Gartenbau und in der Landwirtschaft nicht selten einfach untergepflügt nach dem Motto: Aus den Augen aus dem Sinn. Das darf nicht sein, den der Boden ist eine unserer Lebensgrundlagen.“

Mikroplastikverschmutzung scheint weiter verbreitet zu sein, als man vermutet hat, und die Partikel werden weltweit regelmässig auch von Menschen aufgenommen. Beängstigend ist, wie wenig wir über ihre Wirkung auf die menschliche Gesundheit wissen (The Lancet).

Eine von unzähligen Schlagzeilen über Plastik: „Eine US-Studie liefert beunruhigende Neuigkeiten: Unser Mineralwasser ist teils voller winziger Plastikteilchen. Was sie im Körper bewirken, weiss leider kein Mensch.“

Was man aber weiss, ist, dass sich allerhand Schädliches an Plastik anlagert: Umweltgifte, Pestizide, Bakterien, Krankheitserreger, resistente Keime usw. Und schon früh erkannt wurde die Schädlichkeit von hormonell wirksamen Zusatzstoffen wie Bisphenol A oder Phthalaten.

Verschmutzung an Land grösser als im Meer

Plastik im Boden: Die Politik setzt auf Eigenverantwortung der Bauern!

Plastik im Boden: Die Politik setzt auf Eigenverantwortung der Bauern!

Je nach Umgebung wird die Plastik-Verschmutzung des Landes auf das Vier- bis 23-fache der Verschmutzung der Meere geschätzt. Der Tagesspiegel berichtete über die Forschung des Pflanzenökologen Matthias Rillig von der Freien Universität Berlin. Rillig: „Über die globale Verteilung von Mikroplastik in den Meeren und Küstenregionen gibt es bereits gute Untersuchungen. Über die Situation in terrestrischen Ökosystemen weiss man dagegen so gut wie nichts.“ Entstehung von Mikroplastik.

Aufnahme von Nanoplastik durch Pflanzen

Plastik im Wasser: Die Politik setzt auf Eigenverantwortung der Industrie.

Plastik im Wasser: Die Politik setzt auf Eigenverantwortung der Industrie.

Was Matthias Rillig beunruhigt, das ist, dass Mikroplastik im Laufe der Zeit immer weiter fragmentiert werden könnte, zu Nanoplastik. Die Wurzeln könnten Nanopartikel aufnehmen, so dass sie bis in die Blätter gelangen. „Damit würde Plastik nicht nur über Fisch und Meeresfrüchte in unsere Nahrungskette gelangen, sondern auch durch Agrarprodukte“, sagt Rillig. Ganz gleich, ob „bio“ oder nicht.

„Plastik hat in der Natur grundsätzlich nichts verloren. Je weniger hineingelangt, umso besser.“

Verlagerung in tiefere Bodenschichten

Plastik in der Luft: Die Politik setzt auf Eigenverantwortung der KonsumentInnen.

Plastik in der Luft: Die Politik setzt auf Eigenverantwortung der KonsumentInnen.

Matthias Rillig weiss aus eigenen Studien, dass Mikroplastik durch verschiedene Organismen, zum Beispiel Regenwürmer, im Boden nach unten transportiert wird. Im Gegensatz zum Wasser kann der Boden nicht gefiltert werden.

Plastik aus der Luft

Als feiner Staub könnte Nanoplastik auch eingeatmet werden, wie Asbest oder Blütenpollen. Es gibt Daten von Paris: 300 Partikel pro Quadratmeter und Tag. Es könnte also sein, dass auch diese Fasern, nicht nur sphärische Partikel, im Boden landen.

Wie kommt Plastik in den Boden?

In manchen Branchen wird Kunststoff sogar bewusst in die Erde gemischt, etwa kleine Styroporkügelchen als Lockerungsmittel für Böden, damit die Pflanzen besser wachsen. Immer mehr Plastik wird in der Landwirtschaft und im Gartenbau verwendet. Folien und Folientunnels prägen die Landschaft.

Feldrandkompostierung mit Plastikteilchen

Feldrandkompostierung mit Plastikteilchen

Bereits zu Beginn der Feldrandkompostierung vor Jahrzehnten wurde klar, dass viel Unrat wie Plastik mit dem Grüngut auf die Kompostmieten gelangt. Detailhändler werfen Waren mit abgelaufenem Verkaufsdatum mitsamt der Verpackung, meist Plastik, in die Behälter für die Kompostier- und Biogasanlagen. Einzig die Biomarke Demeter verlangt, dass ihre Bauern keinen Kompost oder kein Gärgut aus solchen Anlagen beziehen.

„Biologisch abbaubare Kunststoffe“

Eine Verbesserung der biologischen Abbaubarkeit bedeutet fast immer eine Verschlechterung der Werkstoffeigenschaften. Die Weltproduktion an Standardkunststoff betrug 2016 335 Millionen Tonnen, jene von biologisch abbaubaren Kunststoffen macht etwa 1% davon aus.

Merkblatt Forschungsinstitut für biologischen Landbau 2017/Agrokunststoffe:

Problematisch ist nach wie vor, dass die Kompostierbarkeit auch bei biologisch abbaubaren Kunststoffen, egal ob sie aus fossilen oder nachwachsenden Rohstoffen hergestellt wurden, nicht immer gegeben ist. Viele dieser Kunststoffe sind nur in industriellen Anlagen kompostierbar und auch nur mit sehr langen Abbauraten. Im Haushaltkompost sind die meisten kaum innert nützlicher Frist abgebaut. Mulchfolien aus Stärke-Mischungen z.B. werden angepriesen, dass sie in 10 bis 12 Wochen zu 100 Prozent abgebaut sein sollen.

Durch Agrokunststoffe ebenfalls nicht gelöst wird das Problem der Migration unerwünschter Stoffe in die Produkte. Agrokunststoffe benötigen dieselben Zusätze wie Kunststoffe aus fossilen Rohstoffen. Die eingesetzten Weichmacher, Farben und anderen Additive können ins Lebensmittel eindringen oder im Fall der Mulchfolie in den Boden wandern.

Littering

Abfall gehört nicht in die Umwelt. Die Bauern machen darauf aufmerksam, dass er den Tieren schadet. Doch auch sie sollten Plastik meiden und v.a. nicht in den Boden einbringen. Von dort kann Plastik zudem durch Abschwemmung in Gewässer gelangen.

Recyclieren nur teilweise möglich

Plastik ist nicht gleich Plastik und nur in Ausnahmefällen ist es möglich, den Abfall sauber zu trennen. Je nach den Zusatzstoffen ist der „neue“ Rohstoff nicht für Folien, Lebensmittel usw. geeignet. Und der Transport verschleisst Energie!

Was tun unsere Gesetzgeber?

Es herrscht die freie Marktwirtschaft. In der Schweiz ist nicht einmal die Abgabe von Einwegplastiksäckchen verboten, die Motion Dominique de Buman wurde vom Parlament abgelehnt. Wenigstens ist bei uns das Ausbringen von Klärschlamm durch die Bauern seit 2006 verboten.

Weil China Plastikabfälle aus Europa nicht mehr entsorgen will, haben einige Länder Probleme. So bemüht sich England, den Verbrauch einzuschränken.

Private und eine Bio-Ladenkette sind Pioniere

Doch Private sind aktiv, es gibt immer mehr Unverpacktläden. Hier finden Sie die Schweizer Läden. Und hier ist die Karte unverpackt einkaufen in Deutschland, Österreich und der Schweiz.

In den Niederlanden eröffnet die Bio-Supermarktkette Ekplaza in Amsterdam eine plastikfreie Abteilung mit 700 nicht verpackten Produkten (Fleisch, Reis, Milch…). Bis Ende Jahr sollen alle 74 Filialen über eine solche Abteilung verfügen.

 

Diver swims through 'horrifying plastic cloud' The Indonesian island of Bali is popular with tourists and known for its beautiful beaches. British diver Rich Horner lives on a nearby island, and filmed himself swimming through rubbish in the sea. BBC 7.3.18. Auf Bild klicken, um Video anzuschauen.

Diver swims through ‚horrifying plastic cloud‘
The Indonesian island of Bali is popular with tourists and known for its beautiful beaches.
British diver Rich Horner lives on a nearby island, and filmed himself swimming through rubbish in the sea. BBC 7.3.18.
Auf Bild klicken, um Video anzuschauen.

Microplastics and human health—an urgent problem, The Lancet vom Oktober 2017

Mikroplastik im Acker, Der Tagesspiegel vom 21.2.17

Mikroplastik im Boden: „Die Verunreinigung auf den Kontinenten ist noch nicht auskartiert“, Deutschlandfunk vom 7.2.18

Mikroplastik auf den Feldern, Klimaretter.Info vom 5.3.18

Von wegen rein: Forscher finden Mikroplastic in Flaschenwasser, NZZ vom 15.3.18

Microplastic pollution in oceans is far worse than feared, say scientists, The Guardian, 15.3.18

MikrOMIK: Microplastics as vector for microbial populations in the ecosystem of the Baltic Sea, Leibniz-Institut für Ostseeforschung, Warnemünde

Zieht Mikroplastik schädliche Keime an? Ärzte Zeitung vom 26.2.18

Scientist warns we could be breathing in microplastic particles laden with chemicals, Independent, 9.5.16

700 Produkte ganz ohne Plastik: Erster Supermarkt der Welt führt revolutionären Gang ein, Chip vom 2.3.18

Twitter: #microplastics

18.3.18 HOME

Deutschland hat einen kritischen Agrarbericht

13. November 2017

Am 7.11.17 meldete das Bundesamt für Landwirtschaft, dass der Agrarbericht 2017 online sei. Werfen wir aber zuerst einen Blick über die Grenze! In Deutschland veröffentlicht das AgrarBündnis e.V. einen „kritischen Agrarbericht“. Dieser dokumentiert die ganze thematische Breite der agrarpolitischen Debatte eines Jahres vor dem Hintergrund der europäischen und weltweiten Entwicklung. Das AgrarBündnis ist ein Zusammenschluss von 25 Verbänden der bäuerlichen und ökologischen Landwirtschaft, des Umwelt- und Naturschutzes, des Tierschutzes, der Entwicklungszusammenarbeit sowie der Kirchen.

Der kritische Agrarbericht 2017 erschien am 19. Januar 2017 auch als Buch (320 Seiten, € 24,00 zzgl. Porto). Das Editorial schrieb der Wasserfachmann Klaus Lanz, International Water Affairs.

Zur Zukunft der Ressource Wasser und warum wir handeln müssen

Kaum eine Religion, kaum ein Glaubenssystem, das dem Wasser nicht eine zentrale Bedeutung beimisst. In den grossen Menschheitserzählungen der Weltentstehung ist es der kosmische Urgrund, aus dem alles hervorgeht und der schon am Beginn der Schöpfung vorhanden ist. Wasser steht auch im Mittelpunkt vieler religiöser Riten, symbolisiert Reinigung, Umkehr, Verwandlung, Erneuerung und Wiedergeburt.

Diese Haltung zum Wasser wurde im Zuge der Aufklärung und vor allem der Industrialisierung immer stärker zurückgedrängt und abgelöst durch die Vorstellung, Wasser sei primär eine physische Ressource, die es möglichst intensiv zu nutzen gelte. Der vorliegende Beitrag umreisst die verschiedenen Problemfelder der heutigen weltweiten Wasserkrise, die in der Entfremdung von Mensch und Wasser ihren Anfang genommen hat.

Die Einsicht, dass Wasser die schützenswerte Grundlage allen Lebens auf Erden ist, bleibt abstrakt und folgenlos, wenn es nicht gelingt, die existenzielle Verbundenheit mit dem Wasser wieder erfahrbar zu machen. Hierbei können wir von anderen Kulturen lernen, wie der Autor am Beispiel der Māori zeigt, die mit ihren traditionellen Sichtweisen und Werten die lokale Wasserpolitik ihres Landes massgeblich mitprägen.

Heidi empfiehlt Ihnen, liebe LeserInnen, den ganzen Artikel zu lesen:

„Ich bin der Fluss – und der Fluss ist ich“. Zur Zukunft der Ressource Wasser und warum wir handeln müssen von Klaus Lanz. Der Kritische Agrarbericht 2017

Te Awa Tupua (Whanganui River Claims Settlement) Act 2017, New Zealand Legislation, 20.3.17.
In Artikel 70 dieses Gesetzes entschuldigt sich „The Crown“ und anerkennt die untrennbare Einheit Te Awa Tupua:  The Great River flows from the mountains to the sea. I am the River and the River is me”. Mit dieser Entschuldigung und der Vereinbarung markiert „The Crown“ einen Neubeginn in der Beziehung mit den Einheimischen.

Der kritische Agrarbericht 2002 bis 2017

Der Agrarbericht 2017 ist online, Medieninformation Bundesamt für Landwirtschaft, 8.11.17

13.11.17 HOME


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