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Heidis 2 WEF-Schlusspunkte: Gülle, Mist und unser Bundespräsident

1. Februar 2019

Gotthold Ephraim Lessing: Fabeln – Kapitel 38

7. Der Löwe mit dem Esel / Phaedrus lib. I. Fab. 11.

Als des Aesopus Löwe mit dem Esel, der ihm durch seine fürchterliche Stimme die Tiere sollte jagen helfen, nach dem Walde ging, rief ihm eine nasenweise Krähe von dem Baume zu: Ein schöner Gesellschafter! Schämst du dich nicht, mit einem Esel zu gehen?Wen ich brauchen kann, versetzte der Löwe, dem kann ich ja wohl meine Seite gönnen.

So denken die Großen alle, wenn sie einen Niedrigen ihrer Gemeinschaft würdigen.

Von Cartoons, Comics und Fabeln

Récite-moi La Fontaine mit Raphaël Fiammingo. Copyright: Fiami.

Récite-moi La Fontaine mit Raphaël Fiammingo. Copyright: Fiami.

Cartoons, Comics und Fabeln sind hervorragende Mittel, um Sachverhalte oder das Wesen von Menschen in Kurzform zu zeigen. Die Fabeln von La Fontaine sind auch heute noch attraktiv. Der Grafiker und Comic-Zeichner Raphaël Fiammingo erarbeitet zusammen mit SchülerInnen die Essenz einiger Fabeln von La Fontaine. Seine erste Serie produzierte er für das Muséum de Genève. Bereits drei Serien sind als Videos auf seinem Youtube-Kanal verfügbar. Er hat auch ein Büchlein mit den Texten und Illustrationen herausgegeben.

TOUS À L'EXPO, Kapitel Zürich 1883. Copyright: Fiami.

TOUS À L’EXPO, Kapitel Zürich 1883. Copyright: Fiami.

Fiami (Künstlername von Raphaël Fiammingo) gestaltete für das Westschweizer Fernsehen Wissenschaftssendungen für Schüler. Sein Expo-Comic TOUS À L’EXPO in Französisch, Deutsch und Italienisch war ein grosser Erfolg, zu Recht. Fiami hat alle Schweizer Expos von 1883 bis 2003 mit Bild und Text beschrieben und historische Daten zur Geschichte beigefügt. Der Zeitgeist ist spürbar.

Nicht minder spannend sind seine Comics Les vies de Marie Curie, Les vies de Galilée und Les vies d’Einstein.

In les vies de Marie Curie stellt Fiami u.a. die Fragen: Was ist Chemie? Wer war Marie Curie? Warum durften Frauen während Jahrhunderten nicht studieren? Fiami erzählt mit der Protagonistin Marie Curie sechs Etappen der Geschichte der Chemie, präsentiert Entdeckungen, welche die Welt verändert haben, und stellt nicht zuletzt berühmte und anonyme Frauen ins Zentrum, welche für das Recht zu lernen gekämpft haben.

Von Gülle und Mist

Am Open Forum im Rahmen des World Economic Forum (WEF) hat Heidi eine Frau aus einem idylischen Bündner Bergdorf getroffen. Sie erzählte von ihren Grosseltern, die Bauern sind, und vom Dorfbach: „Ich kenne doch diesen Geruch. Immer wieder fliesst Gülle im Bach. Und Mistabschwemmung!“ Heidi teilt die Meinung der Frau: „Das dürfte nicht sein! Das ist verboten!“ Aber viel Wasser aus den Bergen verdünnt die Schweinerei.

Der Löwe und der Esel, Gotthold Ephraim Lessing: Fabeln – Kapitel 38, Projekt Gutenberg DE

Der Löwe und der Esel auf der Jagd. Livre II – Fable 19, La Fontaine

WEF-Bilanz aus der Sicht des Bundespräsidenten, Heidis Mist vom 26.1.19

Fiami. Récite-moi La Fontaine, Comics.

Fiami, 
l’enthousiasme en partage, Le temps vom 19.4.17

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WEF-Bilanz aus der Sicht des Bundespräsidenten

26. Januar 2019
Ueli im Glück

Ueli im Glück

Der Bundespräsident, Ueli Maurer, eröffnet das WEF: „In der Schweiz haben wir eine innovative und konkurrenzfähige Wirtschaft. Die Hochschulen und Universitäten sind herausragend, die Wirtschaft ist in internationale Netze eingebunden und dient als Triebkraft für die neuen Technologien…“

Welcoming Remarks and Special Address, Eröffnungsrede Ueli Maurer, Bundespräsident Schweiz, WEF 22.1.19

Beziehungen zu Saudi-Arabien Maurer irritiert mit Aussage zum Khashoggi-Fall, SRF vom 23.1.19

Hyman P. Minsky, Wirtschaftswissenschaftler USA, „Prophet der Instabilität“, Wikipedia

«Wir leben heute in einer finanziellen Disney-Welt – irgendwann müssen wir sie verlassen», NZZ vom 29.10.18

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Ernst Bromeis am WEF: Mehr Wasserbotschafter für die Welt!

22. Januar 2019
Alois Zwinggi, Managing Director, World Economic Forum, eröffnet das Open Forum Davos 2019.

Alois Zwinggi, Managing Director, World Economic Forum, eröffnet das Open Forum Davos 2019.

Das Open Forum im Rahmen des World Economic Forum (WEF) wurde am 22.1.19 in der Aula der Alpinen Mittelschule Davos (SAMD) eröffnet. 200 Interessierte und zahlreiche Medienschaffende aus aller Welt kamen zum Anlass Water for life: THE BLUE MIRACLE. Alois Zwinggi, Managing Director, war unglaublich erfreut und stolz, dass er das Forum mit einem Davoser starten konnte, dem Wasserbotschafter Ernst Bromeis.

Ernst Bromeis: "Wir müssen berührt sein, um zu handeln."

Ernst Bromeis: „Wir müssen berührt sein, um zu handeln.“

Ernst Bromeis erzählte von seiner Beziehung zum Wasser und seinen Expeditionen mit Filmausschnitten. In seiner ersten durchschwamm er alle 200 Seen des Kantons Graubünden; er wollte sie kennenlernen. Bromeis glaubt, dass es falsch ist, wenn wir sagen: „Der Kanton Graubünden, die Alpen sind ein Wasserschloss“. Bromeis: „Wir haben das nicht gebaut. Es ist nur ein Geschenk, das aus dem Berg fliesst und wir haben das Privileg, dies hier nutzen zu dürfen.“

Expedition Baikalsee

Ernst Bromeis im Oktober 2018 am Baikalsee. Copyright: Maurice Haas.

Ernst Bromeis im Oktober 2018 am Baikalsee. Copyright: Maurice Haas.

Ernst Bromeis stellte sein neues Projekt vor. Er will den Baikalsee in Sibirien in seiner Länge von 800 Kilometern durchschwimmen. Mit seiner Expedition Baikal will er weltweit Wasserbotschafter gewinnen, die sich für das kostbarste Gut des Planeten Erde einsetzen.

Bromeis: „Die Welt braucht viele Wasserbotschafter, denn Wasser ist ihr wichtigstes Überlebens-Mittel. Ich gehe mit sehr grossem Respekt an meine Aufgabe. Die Expedition durch dieses Binnenmeer ist mit nichts Bisherigem zu vergleichen.“ Bromeis wird ohne Begleitboot schwimmen und am Land von einem Team aus nur drei bis vier Personen begleitet. „Auch kulturell habe ich vor dem Baikalsee grossen Respekt. Er ist die grösste Trinkwasserreserve der Welt. Die Anwohner nennen ihn Das heilige Meer – er ist ein Weltwasserwunder.“

Mehr Wasserbotschafter für die Welt

Bromeis stellte am Open Forum Davos seine neue Kampagne Wasser berührt uns alle – werde Wasserbotschafter! vor. Er hat sich zum Ziel gesetzt, eine weltweite Bewegung von Wasserbotschaftern zu begründen. „Wasserbotschafter kann jeder Mensch werden, unabhängig von Herkunft, Bildung oder Reichtum“, sagt Bromeis. „Wasser berührt uns alle und es geht uns alle an.“

Forschungspartner in der Expedition Baikal sind die ETH Zürich und die Universität Basel. Die internationale Wassertechnologie-Gruppe BWT unterstützt seine Kampagne und Expedition nicht nur als Presenting Partner, sondern auch mit ihrem weltweiten Netzwerk. Bromeis kann auf weitere Sponsoren zählen. Am Ort in Sibirien wird die Expedition durch Aktivisten der global tätigen Umweltinitiative Living Lakes unterstützt.

Susan Goldberg, Editiorial Director, National Geographic, stellt Ernst Bromeis Fragen und lädt ihn ein, doch nach der Expedition Baikal die Grossen Seen der USA zu durchschwimmen.

Susan Goldberg, Editiorial Director, National Geographic, stellt Ernst Bromeis Fragen und lädt ihn ein, doch nach der Expedition Baikal die Grossen Seen der USA zu durchschwimmen.

Ernst Bromeis: "Das WEF macht es hier schon ganz hervorragend. Wir trinken jetzt nur noch Hahnenwasser, Davoser Quellwasser. Weshalb sollen wir Wasser von französischen oder amerikanischen Mineralwasserherstellern trinken? Das ist Lifestyle. Wir brauchen diese Art von Lifestyle nicht. Das ist Leben, das ist Life. Wir brauchen nicht Lifestyle. Versuchen Sie einmal, Wasser vom Wasserhahn zu trinken!"

Ernst Bromeis: „Das WEF macht es hier schon ganz hervorragend. Wir trinken jetzt nur noch Hahnenwasser, Davoser Quellwasser. Weshalb sollen wir Wasser von französischen oder amerikanischen Mineralwasserherstellern trinken? Das ist Lifestyle. Wir brauchen diese Art von Lifestyle nicht. Das ist Leben, das ist Life. Wir brauchen nicht Lifestyle. Versuchen Sie einmal, Wasser vom Wasserhahn zu trinken!“

Nach dem Vortrag Water for Life diskutieren Ernst Bromeis und Franziska Herren, Initiantin der Trinkwasser-Initiative, über allerlei Aktuelles. Und es entsteht ein kleiner Werbespot Pro Initiative.

Ernst Bromeis erklärt wieso er für die Trinkwasser-Initiative ist. Das bei strahlender Sonne gefilmte Statement war schon bald danach auf Facebook Trinkwasser-Initiative.

Ernst Bromeis erklärt wieso er für die Trinkwasser-Initiative ist. Das bei strahlender Sonne gefilmte Statement war schon bald danach auf Facebook Trinkwasser-Initiative.

Initiative für sauberes Trinkwasser ist mit Das Blaue Wunder by Ernst Bromeis in Davos, Facebook Trinkwasser-Initiative: Extrem-Schwimmer und Wasser-Botschafter Ernst Bromeis nach seiner Präsentation am WEF im Interview mit Franziska Herren.

Franziska Herren mit Mitarbeitenden am Open Forum in Davos.

Franziska Herren mit Mitarbeitenden am Open Forum in Davos.

Water for Life, Eröffnung des Open Forums durch Ernst Bromeis, Video 57:59

Expedition Lake Baikal 2019 – Protecting the blue of our planet, BWT

Das Blaue Wunder

Bilder aus der Erkundung 2018 am Baikalsee und aus früheren Expeditionen, Download kostenlos.

Ernst Bromeis: Wasserbotschafter und Alpinist des Wassers, Buchbesprechung Jeder Tropfen zählt – Schwimmen für das Recht auf Wasser von Ernst Bromeis. Heidis Mist vom 1.12.16

Weltwassertag 2018: Wiederaufforstung, Feuchtgebiete und Grundwasser, Heidis Mist vom 22.3.18

Bündner Wasserbotschafter: Wasserprobleme heute lösen! Heidis Mist vom 28.8.15

«Nichts verbindet uns mehr als das Wasser», Heidis mist vom 18.3.15

Wasserdegustation mit Wasserbotschafter Ernst Bromeis, Heidis Mist vom 22.9.14

Wasserbotschafter Ernst Bromeis zu Fuss an der Loreley vorbei, Heidis Mist vom 9.8.14

Wasserbotschafter Bromeis zügig unterwegs, Heidis Mist vom 21.7.14

Wasserbotschafter Ernst Bromeis startet zur «Expedition 2014», Heidis Mist vom 7.7.14

Wasser: Trage ich eine individuelle Verantwortung? Heidis Mist vom 16.3.14

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World Economic Forum: The Global Risks Report 2019

17. Januar 2019
Kapitel 1 des Global Risk Rapports 2019, Copyright: World Economic Forum.

Kapitel 1 des Global Risk Rapports 2019, Copyright: World Economic Forum.

Heidi macht auf den neuesten Global Risks Report des World Economic Forums (WEF) aufmerksam. Die Umweltrisiken „extremes Wetter“ und „Klimawandel“ nehmen zu, auch die Auswirkungen von Wasserkrisen. Handeln ist überfällig. Zitat aus dem 1. Kapitel:

„Is the world sleepwalking into a crisis? Global risks are intensifying but the collective will to tackle them appears to be lacking. Instead, divisions are hardening. The world’s move into a new phase of state-centred politics, noted in last year’s Global Risks Report, continued throughout 2018. The idea of “taking back control”—whether domestically from political rivals or externally from multilateral or supranational organizations—resonates across many countries and many issues. The energy now being expended on consolidating or recovering national control risks weakening collective responses to emerging global challenges. We are drifting deeper into global problems from which we will struggle to extricate ourselves …“

Chapter 1 of The Global Risks Report 2019

Folgende Grafik finden Sie auf Seite 8: The Global Risks Report 2019 – 14th Edition

Seite 8 des Reports: The Evolving Risks Landscape, 2009-2019. Copyright: WEF. Zum Vergrössern auf Grafik klicken oder Report öffnen.

Seite 8 des Reports: The Evolving Risks Landscape, 2009-2019. Copyright: WEF. Zum Vergrössern auf Grafik klicken oder Report öffnen.

Zitat aus der Präsentation des Berichtes:

„The Global Risks Report 2019 is published against a backdrop of worrying geopolitical and geo-economic tensions. If unresolved, these tensions will hinder the world’s ability to deal with a growing range of collective challenges, from the mounting evidence of environmental degradation to the increasing disruptions of the Fourth Industrial Revolution.

The report presents the results of our latest Global Risks Perception Survey, in which nearly 1,000 decision-makers from the public sector, private sector, academia and civil society assess the risks facing the world. Nine out of 10 respondents expect worsening economic and political confrontations between major powers this year. Over a ten-year horizon, extreme weather and climate-change policy failures are seen as the gravest threats.

This year’s report includes another series of “what-if” Future Shocks that examine quantum computing, weather manipulation, monetary populism, emotionally responsive artificial intelligence and other potential risks. The theme of emotions is also addressed in a chapter on the human causes and effects of global risks; the chapter calls for greater action around rising levels of psychological strain across the world.“

Einleitung zum Report mit Video

„Schlafwandelnd in die Katastrophe“, Greenpeace Magazin 16.1.19

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WEF: Das erste CUMINAIVEL ist da!

16. Januar 2018
Jubiläum: 30 Jahre Fichenaffäre!

Jubiläum: 30 Jahre Fichenaffäre!

Auf Heidis Alp hat man sie schon gehört: Flugzeuge und Helikopter der Schweizer Armee im Einsatz für das World Economic Forum (WEF). Armee und Polizei informieren jeweils über das Geschehen rund um das WEF. Soeben ist ihr erstes Informationsbulletin eingetroffen, das CUMINAIVEL. Heidi hat diesen interessanten Newsletter abonniert; Jahr für Jahr landet er zuverlässig in ihrer Mailbox.

Drei Themen wurden aufgegriffen:

Die 7 Regeln im Cyber-Raum

Sofort angezogen fühlte sich Heidi vom Titel Cyber-Impfung. Hier die Empfehlungen der Armee:

„Die Cyber-Bedrohung ist allgegenwärtig und kann jeden treffen. Auch Sie. Sowohl im Dienst als auch privat. Doch mittels Einhaltung von 7 einfachen Regeln, einer Art Cyber-Impfung, können Sie sich wirksam schützen.“ Weitere Informationen, Videos und ein Faltblatt bietet die Armee unter Cyber Defence an.

„Kaum ein anderer Ort der Umgebung ist zu dieser Zeit mit derart gutem Handy-Empfang und Anbietern von Gratis-WLAN gesegnet. Zu dieser Zeit steigt ja bekanntlich der Bedarf der vielen hochkarätigen Kunden. Entsprechend gross ist für interessierte Gruppierungen aber auch die Versuchung, sich Zugang zu den hochsensiblen Daten der Würdenträger zu verschaffen…

  • Äusserungen in sozialen Medien sind immer als öffentlich anzusehen.
  • Niemals fremde oder private USB-Geräte an Systeme der Armee oder der Verwaltung anschliessen.
  • Öffentliche Hotspots können schädlich sein. Ein Hotspot Ihres eigenen Handys ist sicherer.
  • WLAN, Bluetooth, GPS, NFC, etc. sind deaktiviert, ausser sie werden bewusst benötigt.
  • Handys, Uhren und Notebooks sind potenzielle Wanzen. Vor vertraulichen oder geheimen Gesprächen diese Geräte wegschliessen.
  • Keine Mitteilungen/Anhänge/Links unerwarteter Herkunft öffnen. Kontaktieren Sie bei Verdacht den Absender telefonisch.
  • Trennen Sie bei Verdacht auf Malware-Infektion schnellstmöglich die Netzverbindung, lassen Sie das Gerät laufen und melde Sie Ihren Verdacht der Hotline und Ihrem Vorgesetzten.“

30 Jahre Fichenaffäre

Wikipedia zum Fichenskandal: „Der sogenannte Fichenskandal (auch Fichenaffäre) ist ein Skandal der neueren Schweizer Geschichte in der Endphase des Kalten Krieges. Davon abgeleitet hat sich in der Schweiz das Wort «Fichenstaat» als Umschreibung für einen «Schnüffelstaat» gebildet. Etwa 900’000 Staatsschutz-Fichen wurden zwischen 1900 und 1990 angelegt, sie befinden sich heute im Bundesarchiv.“

Die Zeiten haben sich geändert. Heute fichiert sich fast jeder selbst! Und die Behörden sind nicht minder aktiv in diesem Geschäft.

Die Schweizer Armee am WEF

Auch 2018 unterstützt die Armee die zivilen Behörden des Kantons Graubünden bei deren Sicherheitsaufgaben rund um das Jahrestreffen des World Economic Forums (WEF). Der Assistenzdienst von maximal 5000 Armeeangehörigen wurde vom Parlament für die Jahrestreffen des WEF 2016 bis 2018 bewilligt. 2018 dauert dieser vom 19. bis am 29. Januar.

Tipps zur Grippeprävention. Quelle: CUMINAIVEL vom 15.1.16.

Tipps zur Grippeprävention. Quelle: CUMINAIVEL vom 15.1.16.

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Freihandelsgespräche in Davos – Heidi berichtet über Palmöl

22. Januar 2017
Lintang blickt auf das Land, das bis vor Kurzem ihren Eltern gehörte. Copyright: Astrid.

Lintang blickt auf das Land, das bis vor Kurzem ihren Eltern gehörte. Copyright: Astrid.

Alpöhi: „Heidi! Wo bist du? Der Pöstler hat einen Brief aus Indonesien gebracht.“

Heidi: „Hier in der Küche!“

Heidi reisst den Umschlag auf und liest dem Alpöhi vor, was Astrid geschrieben hat:

Den Boden haben sie uns einfach weggenommen, denn wir haben keine verbrieften Landrechte. Nur die Nutz-Bäume, welche wir gepflanzt hatten, wurden mit umgerechnet fünf Franken pro Baum entschädigt. Das Land gehört jetzt offiziell dem Staat. Dieser erteilt „Bewirtschaftungsbewilligungen“. Schon wurden Ölpalmen angepflanzt. Ich schicke dir ein Foto mit Lintang und den neuen Plantagen.

In anderen Gebieten sind die ebenen Flächen bereits mit Ölpalmen bepflanzt. Weil der Anbau auf Torfböden nicht besonders wirtschaftlich ist und man dort v.a. die Bäume herausnehmen wollte, werden jetzt die Hügel mit Bulldozern terrassiert.

Die meisten Nachbarn sind froh, dass sie bald wieder Arbeit und Bargeld haben werden, denn die Preise für Kautschuk und andere Produkte, welche wir früher in Agro-Forstwirtschaft angebaut hatten, waren Jahr für Jahr gesunken.“

Der Alpöhi und Heidi schauen sich wortlos an. Heidi legt den Brief beiseite und knetet energisch den Zopfteig, der auf dem Küchentisch liegt. Mehl und Butter hat der Alpöhi am frühen Morgen im Dorfladen gekauft.

WEF: Schneider-Ammann bespricht Freihandelsabkommen

Links: Indonesisches Dorf. Vielfältige Landwirtschaft mit <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Kapok" target="_blank">Kapok</a>, verschiedenen Bananenarten, einigen Unterarten des ertragreichen <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Jackfruchtbaum" target="_blank">Jackfruchtbaums</a>, im Überfluss Papaya, Gemüse usw. Überschüssige Jackfrüchte werden dem Vieh verfüttert.<br /> Rechts: Palmöl-Plantage auf enteignetem Land. Pestizide gelangen durch Abschwemmung, Abdrift und Erosion in den Fluss und verschmutzen das Trinkwasser der Einheimischen. Copyright: Vecker.

Links: Indonesisches Dorf. Vielfältige Landwirtschaft mit Kapok, verschiedenen Bananenarten, einigen Unterarten des ertragreichen Jackfruchtbaums, im Überfluss Papaya, Gemüse usw. Überschüssige Jackfrüchte werden dem Vieh verfüttert.
Rechts: Palmöl-Plantage auf enteignetem Land. Pestizide gelangen durch Abschwemmung, Abdrift und Erosion in den Fluss und verschmutzen das Trinkwasser der Einheimischen. Copyright: Vecker.

Schneider-Ammann nutzte das World Economic Forum (WEF) für Gespräche mit Handelspartner in der Hoffnung auf den Abschluss von Freihandelsabkommen. Er traf sich am Mittwoch mit seinem malaysischen Kollegen. Die NZZ schrieb am 19.1.17: „Der heikelste Punkt bleibt auch nach sieben Verhandlungsrunden das Palmöl – aus ökologischen Gründen, aber auch weil die Schweizer Rapsproduzenten die Konkurrenz fürchten.“ Heidi meint: „Nicht nur aus ökologischen Gründen!“

Seit 1950: le Parfait – Original

Aus der Werbung: "Wer kennt ihn nicht, diesen kultigen Brotaufstrich, der 1950 in Freiburg erfunden wurde?..."

Aus der Werbung: „Wer kennt ihn nicht, diesen kultigen Brotaufstrich, der 1950 in Freiburg erfunden wurde?…“

Heidi hat im Nestlé Shop nachgeschaut. Die Zutaten sind vorbildlich aufgeführt; le Parfait Original enthält auch Palmkernfett (aus zertifiziertem Anbau). War Palmkernfett 1950 schon drin? Oder ist das „Original“ nicht ganz „original“? Heidi hat am 4.1.17 den Nestlé-Mediendienst angefragt, aber bis heute noch keine Antwort erhalten. Geduld!

Nestlé kauft Palm- und Palmkernöl und verkauft den Leuten dort, wo das Wasser durch Anbau und Produktion verschmutzt wird, sauberes Trinkwasser.

Palmöl ist nur ein Beispiel

Palmöl kommt stärker unter Druck, foodaktuell.ch, 16.1.17.

Heidis Artikel über Palmöl

Soap maker finds cleaner way to fight Southeast Asia wildfires, NIKKEI Asan Review, 2.1.17

Wie Palmöl Naturvölker auslöscht, Rezension dieses Thrillers von St. Moonlight/Gedankenteiler: Das Verschwinden der Luft, Christian Kahl, Verlag Divan. Geschichte in Anlehnung an Bruno Manser, bruno manser fonds.

 22.1.17 HOME

Alle blicken nach Davos – Heidi hat die Elbe im Visier

20. Januar 2017
Der Containerriese "Indian Ocean" lief Anfang Februar 2016 in der Elbe auf Grund. Copyright: Dr. Ludwig Tent, Wedel D, Osmerus' Blog, Lebendige Bäche und Flüsse.

Der Containerriese „Indian Ocean“ lief Anfang Februar 2016 in der Elbe auf Grund. Copyright: Dr. Ludwig Tent, Wedel D, Osmerus‘ Blog, Lebendige Bäche und Flüsse.

Sie reden von Handel, Nachhaltigkeit, Wachstum, Gerechtigkeit, Wohlstand, Globalisierung … 800 Medienleute sind am World Economic Forum (WEF) in Davos, um Ideen und Händel der Mächtigen in die Welt hinaus zu tragen, CUMINAIVEL Nr 5 vom 17.1.17. Derweil befasst sich Heidi mit der Elbe, der es dreckig geht, nicht nur weil ein Frachter diese Woche wieder einmal den Durchgang zum Hamburger Hafen versperrt hatte.

Elbvertiefung für Containerschiffe – tote Elbe

Am Grund der Elbe gibt es im Sommer kaum noch Sauerstoff für das Wasserleben, somit ist auch der Fischaufstieg unterbunden. Schuld daran ist, dass die Fahrrinne immer stärker vertieft wird für die immer grösser werdenden Containerschiffe, welche Waren aus aller Welt anliefern bzw. abtransportieren. Regelmässig wird Sediment ausgebaggert und mitsamt dem Dreck (Mineralöl, Altlasten) verklappt, ein Viertel vor Helgoland in der Nordsee. Schleswig-Holstein hat dafür aber nur eine befristete Bewilligung erteilt. Den grössten Teil des Hafenschlicks verklappt die Hafenverwaltung direkt vor den Toren Hamburgs nahe der Insel Neßsand. Das Problem dabei: Häufig wird dieser Schlick aufgrund der Tide wieder zurück in den Hafen gespült und muss dann erneut ausgebaggert werden, siehe Hamburgs bizarrer Kampf gegen den Hafenschlick, NDR 8.12.15.

Mit der Elbvertiefung wollen die Behörden den Hamburger Hafen wettbewerbsfähig erhalten. Bereits heute müssen jährlich 15 Millionen Kubikmeter Schlamm ausgebaggert werden, nach der Vertiefung von heute 13,50 m Tiefe auf bis zu 15,30 m sollen es sogar 18 Millionen sein. Elbvertiefung, Bund.

Auch das Naturschutzgebiet Allwördener Aussendeich (Wikipedia) ist von der Vertiefung betroffen. Ein Eilantrag des BUND Niedersachsen gegen die vorgezogenen Baumassnahmen an der Unterelbe war nicht erfolgreich: Das Oberverwaltungsgericht Schleswig lehnte den Antrag des BUND ab: Unter anderem seien in diesem Fall die Belange des Naturschutzes gegenüber wirtschaftlichen Erwägungen völlig untergeordnet.

Elvertiefung bringt nicht, was sie verspricht

Kleine Sturmflut am 25.12.2016; zur Zeit ganz schnell bei recht geringem Abfluss und Ostwind Unterschreitungen des Tideniedrigwassers. <a href="http://www.pegelonline.wsv.de/webservices/zeitreihe/visualisierung?parameter=WASSERSTAND%20ROHDATEN&amp;pegelnummer=5950090&amp;ansicht=einzeln" target="_blank">Pegel Online</a>.

Kleine Sturmflut am 25.12.2016; zur Zeit ganz schnell bei recht geringem Abfluss und Ostwind Unterschreitungen des Tideniedrigwassers. Pegel Online.

Die Elbvertiefungen haben erhebliches Absinken des Tidenierigwassers bewirkt, also nicht die Vertiefung als vollen Gewinn gebracht. Statt wie vor einem Jahrhundert bei 1,50 m Differenz zwischen Tideniedrig- und -hochwasser, sind es jetzt um die 3,60 m. Das heisst, das Wasser muss in gegebener Zeit 2 m mehr hochpumpen und 2 m mehr als früher ablaufen; dies entspricht einer Verschärfung der Strömungsgeschwindigkeit.
Aktueller hydrometeorologischer Zustand im Elbegebiet.

Der Wirtschaft legt man keine Zwänge an!

Wenn eine Würstchenbude oder sonst Bewegliches am Ufer der Elbe ein Stück weit durch die Gegend gespült wird, dann ist dies ein Zeichen dafür, dass vermutlich ein Schiff mit übersetzter Geschwindigkeit vorbei gefahren ist und hohe Wellen geworfen hat. Selten haben Politiker es gewagt, die Frage nach Überwachung zu stellen. Solch „unverschämtes“ Nachfragen wird ganz schnell zum Verstummen gebracht. Die grosse Wirtschaft geht vor. Auch ohne Raserei leidet das Ufer der Elbe unter Erosion durch den Wellenschlag der grossen Schiffe, auch der Kreuzfahrtriesen.

Baggern ohne Ende – Kosten ohne Ende. Regionales Bündnis gegen Elbvertiefung.

Baggern ohne Ende – Kosten ohne Ende. Regionales Bündnis gegen Elbvertiefung.

Da kann auch die Elbharmonie keine Harmonie zwischen Wirtschaft und Natur herstellen.
Elbphilharmonie 2017: Das Eröffnungskonzert (Teil 1) | NDR, 11.1.17.
Elbphilharmonie 2017: Das Eröffnungskonzert (Teil 2) | NDR, 11.1.17.

Die Elbe ist „nur“ ein Beispiel. Mit unserem Konsum- und Abstimmungsverhalten können wir etwas verändern.

Hamburg baggert immer mehr Schlick aus dem Hafen, NDR, 23.1.17.

Wedel – Hamburg schmeisst uns den Schlick vor die Füsse, Osmerus‘ Blog, 23.1.17.

Wahr-Schau zur geplanten Elbvertiefung: Dokumentation von Wissenschaftlern und Zeitzeugen – Ein Diskussionsbeitrag –, Kersin Hintz, Taschenbuch, 25.4.14.

Wir brauchen keine Elbvertiefung, Zusammenschluss von betroffenen Bürgern.

Elbe kaputt – drüber Schwerölbrand in der Luft, drauf Traumschiffe, drin kein Sauerstoff. Osmerus‘ Blog, 15.u.14.

Januar 2017 – Sonnenstrand Wittenbergen, Elbe. Osmerus‘ Blog, 7.1.17.

Forum Tideelbe: so werden die Ergebnisse des „Forum Strombau- und Sedimentmanagement Tideelbe“ auf die lange Bank geschoben! Förderkreis Medienmitteilung »Rettet die Elbe« eV vom 6.12.16.

Elbvertiefung – Bagger schaffen Fakten, Bund.

Schlick-Problem: Hoffnung für Hamburg, NDR 9.2.16.

Havarierter Frachter in Hamburg angekommen, NDR vom 18.1.17.

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Grün, greener, am grünsten

26. Januar 2015
    CUMINAIVEL, das Informationsmagazin für alle eingesetzten Sicherheitskräfte am WEF 2015, berichtet am 26.1.15 über das (noch) grünere WEF. Die Gemeinde Dübendorf sieht das anders, Tagesanzeiger vom 23.1.15: "Für die gegenwärtige WEF-Nutzung des Flugplatzes in Dübendorf schaffte der Bund das Vetorecht der Gemeinde ab. Diese fürchtet nun um den Innovationspark und erwägt rechtliche Schritte." http://www.tagesanzeiger.ch/zuerich/region/Das-zeugt-von-einer-Arroganz-sondergleichen/story/25935576 " Heidi meint: "Wenn Reiche reisen ... werden demokratische Rechte abgeschafft. Dieselben Leute reden dann in Davos Blabla über Demokratie." Die DavoserInnen nehmen gerne das Geld, stören sich aber daran, dass die WEF-Teilnehmenden keinen Schritt zu Fuss gehen und die Automotoren im Stand laufen lassen. Wirklich grün ist das im Folgenden vorgestellte Beispiel von Vertragslandwirtschaft in der Agglomeration von Lausanne.

CUMINAIVEL, das Informationsmagazin für alle eingesetzten Sicherheitskräfte am WEF 2015, berichtet am 26.1.15 über das (noch) grünere WEF. Die Gemeinde Dübendorf sieht das anders, Tagesanzeiger vom 23.1.15: „Für die gegenwärtige WEF-Nutzung des Flugplatzes in Dübendorf schaffte der Bund das Vetorecht der Gemeinde ab. Diese fürchtet nun um den Innovationspark und erwägt rechtliche Schritte.“ http://www.tagesanzeiger.ch/zuerich/region/Das-zeugt-von-einer-Arroganz-sondergleichen/story/25935576 “ Heidi meint: „Wenn Reiche reisen … werden demokratische Rechte abgeschafft. Dieselben Leute reden dann in Davos Blabla über Demokratie.“ Die DavoserInnen nehmen gerne das Geld, stören sich aber daran, dass die WEF-Teilnehmenden keinen Schritt zu Fuss gehen und die Automotoren im Stand laufen lassen. Wirklich grün ist das im Folgenden vorgestellte Beispiel von Vertragslandwirtschaft in der Agglomeration von Lausanne.

Per Fahrrad erhalten 230 Mitglieder der Genossenschaft P2R (Le panier BIO À DEUX ROUES) wöchentlich ein Paket Gemüse und Früchte, produziert in der Nähe von Lausanne. Eine Gegenbewegung zu den immer grösser werdenden Betrieben, welche dem Druck der Grossverteiler ausgesetzt sind.

Zusätzlich zur räumlichen Nähe der Produzenten will P2R auch die soziale Nähe pflegen, d.h. die Mitglieder treffen die Bauern, arbeiten auf dem Feld mit und schenken ihnen als Produzenten von gesunder Nahrung ihr Vertrauen. P2R fördert auch den Kontakt zwischen den Kunden mit dem Ziel, die Quartiere zu beleben. Dazu dienen die Paket-Lieferorte.

P2R ist nicht die einzige Organisation mit Vertragslandwirtschaft. Eine Liste ist im folgenden Link abrufbar, mit Informationen über diese sympathische und ökologische Art von Landwirtschaft. Was ist regionale Vertragslandwirtschaft?, Agrarinfo, aktualisiert 22.4.14.

Die Filmemacherinnen Sonja Mühlemann und Jeanne Woodtli (Stv. Chefredaktorin und Leiterin Newsportal der Bauernzeitung) haben das Pionierprojekt “ortoloco” ein Jahr lang begleitet und den Film Eine Handvoll Zukunft  (Trailer) gedreht. Der Dokumentarfilm von Drehmoment gewann am International Film Festival for Environment, Health and Culture in Jakarta (Indonesien) eine Auszeichnung in der Kategorie Newcomer (Honorable Mention).

26.1.15 HOME

Zum Beispiel Karotten aus dem nahen Bauernhof.  Foto P2R

Zum Beispiel Karotten aus dem nahen Bauernhof. Foto P2R

Wasser, WEF und 1:99 – 48:52

19. Januar 2015
Pressefreiheit weltweit 2014, Reporter ohne Grenzen. Mit welchen Ländern will die Schweiz Handel betreiben bzw. am WEF Gespräche führen? Denkanstoss an den Bundesrat, der fast völlständig in Davos sein wird. Nur Ueli Maurer "vielleicht" nicht.

Pressefreiheit weltweit 2014, Reporter ohne Grenzen. Mit welchen Ländern will die Schweiz Handel betreiben bzw. am WEF Gespräche führen? Denkanstoss an den Bundesrat, der fast völlständig in Davos sein wird. Nur Ueli Maurer „vielleicht“ nicht.

Es steht im Weltrisiko-Bericht des Weltwirtschaftsforum (World Economic Forum – WEF): Die Gefahr von Wasserkrisen ist heute jene Gefahr, welche die gravierendsten Auswirkungen hat. The Global Risks report 2015 ist eine Studie, an welcher über 900 Experten gearbeitet haben. Weitere Informationen auf Deutsch Wasserkrisen sind die Risiken mit den gravierendsten Auswirkungen…, Lebensraum Wasser, 19.1.15.

Wie werden Politik und Wirtschaft reagieren? Was wird in Davos am WEF 2015 offiziell und hinter geschlossenen Türen verhandelt? Eines ist sicher, das Geschäft mit dem Wasser geht weiter:

Der Einfluss der Reichen steigt:
1% der Weltbevölkerung besitzt 48% des Weltvermögens

„.. Bereits im Jahr 2016 wird nur 1 Prozent der Bevölkerung mehr Vermögen besitzen, als der Rest der Welt zusammengenommen…“, das meldet Oxfam zur Eröffnung des WEF.

„Die Akkumulation von Vermögen und Reichtum in den Händen von wenigen führt dazu, dass eine kleine Elite an Einfluss gewinnt und so Politik, Regeln und Gesetze zu ihren Gunsten und nicht nach den Bedürfnissen der Allgemeinheit gestaltet werden. In diesem Jahr ist Winnie Byanyima, Geschäftsführerin von Oxfam International, als Co-Vorsitzende in Davos, um genau das zu thematisieren.“

Where do the wealthiest 1% live?, BBC vom 25.1.15. Die Schweiz ist auf dem 10. Platz!

WEF-Grusswort der Schweizer Bundespräsidentin, Finanz und Wirtschaft vom 21.1.15

Website des WEF-Ausschusses der Bündner Regierung

Sicherheitsmassnahmen am WEF nach Terroranschlägen verstärkt, Südostschweiz vom 19.1.15

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Bodenfreikauf statt Spekulation

21. Januar 2013
Boden unter Druck. Wem soll der Boden gehören?

Boden unter Druck. Wem soll der Boden gehören?

Ein Helikopter nach dem anderen fliegt Richtung Davos. Der Lärm kündigt den Einheimischen das WEF mit den bekannten Behinderungen an. Im Amtsblatt bittet die Polizei die Bevölkerung um Verständnis für die vermehrten Flugbewegungen, auch nachts. Vom 22. bis 26. Januar 2013 treffen sich Leader aus der ganzen Welt. Sechs BundesrätInnen werden teilnehmen.

Ein beliebtes Thema ist das „grüne Wachstum“. Ewiges Wachstum auf beschränktem Raum gaukeln uns die Leader vor, halten beharrlich am Expansionskurs fest. Grundbedürfnisse wie Wohnen und Essen sind besonders betroffen, viele Menschen geraten deshalb in Not. Der Dachverband der gemeinnützigen Wohnbaugesellschaften in Österreich beklagt: Er komme seinem Auftrag kaum mehr nach, die in den letzten Jahren stark gestiegenen Grundstückspreise machten Wohnraum unerschwinglich.

In der Landwirtschaft ist die Situation ähnlich. Kulturland wird überall auf der Welt zusammengekauft oder -geklaut. Das Konzept Solidarische Landwirtschaft ist in den 1960er Jahren in Japan entstanden. Bei Genf wurde 1978 die Kooperative Schlaraffengärten gegründet, Les jardins de Cocagne. Die Genossenschaft plant die Produktion, die Mitglieder erhalten Früchte und Gemüse und arbeitet zum Teil auch auf dem Felde. Ausgehend von einem Demeter-Betrieb sind heute 31 deutsche Bauernhöfe in „Solidarische Landwirtschaft, sich die Ernte teilen…“ zusammengeschlossen. In Frankreich und Österreich sind ähnliche Organisationen im Entstehen, wie Social Innovation Network berichtet.

„Bodenfreikauf – Land für solidarische Landwirtschaft“ ist das Thema einer Veranstaltung an der Universität für Bodenkultur in Wien vom 31.1.13. Es gebe immer mehr (junge) Menschen, die Landwirtschaft betreiben wollten, aber keinen Hof erben und nicht das Geld hätten, um einen zu kaufen. Auf der anderen Seite würden viele Höfe aus der Bewirtschaftung genommen, weil es keine HofübernehmerInnen gebe. Alternativen zur konventionellen Landwirtschaft und zum gängigen Besitz- und Marktdenken werden gesucht. Es geht um Land für jene, die es bewirtschaften, und um solidarische und ökologische Landwirtschaft. Den Boden dem Markt und somit der Spekulation entziehen, ein zukunftsweisendes Ziel, meint Heidi.

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