Posts Tagged ‘Weide’

Das BLV will nichts mit Bichwil zu tun haben!

8. Mai 2019

Die lokalen und kantonalen Behörden haben im Fall Bichwil versagt. Sie kennen die Missstände seit Jahren, handeln aber nicht. Heidi hat beim Bundesamt für Lebensmittelsicherheit und Veterinärwesen (BLV) angeklopft.

Darf der Alpakazüchter Adrian Brändle weiterhin Alpakahalter ausbilden?

Antwort BLV: „Der SKN wurde bei uns regelkonform eingereicht und die Anerkennung nach der festgelegten Frist auch erneuert.“

Weiter bat Heidi das BLV, im Fall Brändle zum Rechten zu sehen.

Antwort BLV: „Sie müssen sich direkt an die zuständige kantonale Vollzugsbehörde wenden.

Das kantonale Veterinäramt ist für den Vollzug und somit für die Kontrollen zuständig.

Lassen Sie dem kantonalen Veterinäramt möglichst aussagekräftige Bilder und eine sachliche Beschreibung der Situation zukommen. Falls angezeigt, können die kantonalen Behörden Kontrollen durchführen.

https://www.blv.admin.ch/dam/blv/de/dokumente/import-export/import/adressliste-kantonalen-veterinaeraemter-db.pdf.download.pdf/Adressliste%20der%20kantonalen%20Veterinaeraemter.pdf

Bezüglich Naturschutzgebiet müssen Sie sich ebenfalls an die zuständige kantonale Stelle wenden.“

Muss Heidi etwas tun? Sie hat dem BLV geschrieben: „Ich bin eine Steuerzahlerin, keine Kontrolleurin, keine Gemeindepräsidentin oder kantonale Beamtin. Ich muss mich also nicht an andere Stellen, etwa kantonale, wenden …

… Einmal mehr stelle ich fest: Es gibt Gesetzte. Die Kantone sind für den Vollzug verantwortlich, nehmen ihn aber nicht wahr. Der Bund will nichts von seiner Oberaufsicht hören. Fazit: Alle sind NICHT verantwortlich.“

Übrigens: Jetzt weiden Alkpakas in einer frisch gemisteten Wiese. Auch das hat Heidi dem BLV gemeidet.

Lesen Sie die Geschichte über das Naturschutzgebiet und die Alpakazucht in der Chegelwis in Bichwil:

Unrat und Weide bedrohen ein Naturschutzgebiet, Heidis Mist vom 3.5.19

Nachtrag vom 15.5.19: Was die Tierhaltung anbetrifft, hat die kantonale Behörde viel Aufwand für Verbesserungen betrieben, die Einhaltung von Gesetzen gefordert und auch geklagt. Doch der Tierhalter war nicht einsichtig, machte Rekurs. Die Richter des Kreisgerichtes Wil haben ihn am 3.4.12 freigesprochen.

Der Fall Bichwil: Wenn Richter den Vollzug verhindern, Heidis Mist vom 15.5.19

Politik und Artenvielfalt

Der Flora und Fauna geht es miserabel. Ein Aufschrei geht gerade um die Welt. Wird dieser von Bundesrat und Parlament gehört? Oder wird er samt Echo an den harten Wänden des Bundeshauses und der Amtsstuben verhallen?

Weltbiodiversitätsrat warnt vor Artensterben

Medieninformation Naturwissenschaften Schweiz: „Das Artensterben beschleunigt sich fortwährend und ist bereits 10- bis 100-mal höher als im Durchschnitt der vergangenen 10 Millionen Jahre. Insgesamt sind 0,5 bis 1 Million von rund 8 Millionen Arten gefährdet, warnt der Weltbiodiversitätsrat IPBES am Montag im ersten globalen Bericht zum Zustand der Biodiversität und der Ökosystemleistungen. Der dramatische Zustand der Natur hat enorme Konsequenzen für die menschliche Existenz. So sind 14 von 18 Leistungen der Natur wie Bestäubung oder saubere Luft am Schwinden.“

Weltbiodiversitätsrat warnt vor drastisch beschleunigtem Artensterben, Akademie der Naturwissenschaften Schweiz (SCNAT) vom 6.5.19

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Unerwünschte Kälber: Wann werden wir endlich lernen?

28. Oktober 2016
Dieses Kälbchen wurde im Bündnerland geboren, dann verkauft. Es lebte kurze Zeit an zwei verschiedenen Orten. Im Alter von nur 50 Tagen wurde es vorzeitig im Schlachthof Zürich gemetzget.

Dieses Kälbchen wurde im Bündnerland geboren, dann verkauft. Es lebte kurze Zeit an zwei verschiedenen Orten. Im Alter von nur 50 Tagen wurde es vorzeitig im Schlachthof Zürich gemetzget.

Die Geschichte wiederholt sich immer wieder. Der Unterschied ist klein, z.B. Kälber statt Küken. Langsam wissen es wenigstens viele KonsumentInnen: 2,5 Milliarden männliche Küken werden weltweit jährlich zerschreddert oder vergast weil sie keine Eier legen und nicht zur Mast taugen (Eintagsküken, Wikipedia). Aber die Kälber von Hochleistungsmilchkühen?

Auch in der Rindviehzucht wird grösstenteils getrennt gezüchtet, d.h. auf Fleisch- oder Milchproduktion. Die Leistungssteigerung ist bei den Milchkühen augenfällig: riesige Euter, kaum weidetauglich, kraftfutterfressend, kurzlebig. Eine Milchmaschine, welche als Aballprodukt ein Kalb gebärt. Immer häufiger werden Kälber kurz nach der Geburt geschlachtet, getötet oder einfach vernachlässigt, so dass sie bald sterben. In der Schweiz sollen es 10’000 Kälber pro Jahr sein. Der Bundesrat sieht keinen Handlungsbedarf.

Derweil stehen KonsumentInnen am Weidezaun und bestaunen die herzigen Mutterkuhkälber, z.B. gestern: „Sieh, es ist so klein wie ein Schaf – Jööööö!“ Mutterkühe? Eigentlich Fleischkühe!

Heidis Frage: Wie viel Zeit wird noch verstreichen bis die KonsumentInnen Steuergelder für solche Irrwege verweigern, wo doch die Behörden nichts unternehmen?

Männliche Kälber: kaum auf der Welt, werden sie getötet, Aargauer Zeitung 26.2.15

Milchproduktion und Tierschutz, Schweizer Tierschutz STS

Kälberhaltung, Schweizer Tierschutz STS

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Vorbildliche Dokumentation Gewässerschutz AG

17. März 2011
bild_hecke_krautsaum1

Pufferstreifen Hecke, Bild Kanton AG

Heidi kann nicht alle Fragen beantworten. Der Kanton Aargau bietet auf dem Internet viele hilfreiche Informationen an über den Gewässerschutz in der Landwirtschaft: Allgemein Gewässerschutz, Hofdünger Lagerkapazitäten, periodische Kontrolle, gezielter Hofdüngereinsatz, Merkblätter und Richtlinien sowie Rechtsgrundlagen. Ein Klick auf den Link Gewässerschutz Landwirtschaft Kanton AG eröffnet einen weiten Blick auf die Hofdünger, zwar AG-spezifisch, aber mehrheitlich allgemein gültig.

17.3.11  HOME

Warum keine Waldweide?

10. Dezember 2010

 

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Waldweide: Pflanzen sterben ab, Bodenverdichtung und Erosion

Waldweiden, das gab’s doch früher, oder? Klar, aber weshalb sind sie verschwunden? Rudolf Koblet (Wikipedia) hat den negativen Einfluss der Weide auf den Wald in seinem Standardwerk „Der landwirtschaftliche Pflanzenbau“, Birkhäuser Verlag Basel, 1965, erklärt (书名与责任者项, 出版发行项, 载体形态项): „Im trockenen wie im feuchten Klima schaden die Weidetiere der natürlichen Verjüngung. Sie beeinträchtigen durch Verbiss der Knospen und Triebe und durch Verwundung der Wurzeln den Zuwachs und die Qualität des Nutzholzes. Da Rind und Pferd Buche und Tanne bevorzugen und die Fichte schonen, bilden sich im Jura nahezu reine Bestände der letzteren in der Region des Tannen-Buchenwaldes. Die Durchweidung führt so zu tiefgreifenden Verschiebungen im Anteil der Holzarten und damit unter Umständen zu Gleichgewichtsstörungen, welche, zum Teil als Folge ungünstiger Beeinflussung der Bodenentwicklung, die Ausdauer der Wälder gefährden können. Besonders bedroht sind die Bestände in der Nähe der klimatischen Höhengrenze. In denkbar grösstem Widerspruch zu der sonst sorgfältigen Bodenkultur der Alpenländer stehen auch die von Baumkrüppeln eingesäumten Durchgänge, auf denen das Vieh in breitem Aufmarsch zu den eigentlichen Weideplätzen wandert.

Die Doppelnutzung ist im Alpengebiet um so unrationeller, als sie auch der Viehwirtschaft wenig einträgt… Der Ertrag des beschatteten Weiderasens ist auf unseren Alpen gering. Seine botanische Zusammensetzung verrät geringen Futterwert und mangelnde Bekömmlichkeit. Das im Wald heranwachsende Gras ist unregelmässig verteilt und kann nur durch langen Anmarsch und ausgedehnte tägliche Weidezeit, welche die Tiere wenig zur Ruhe kommen lässt, erreicht und verwertet werden. Die Waldweide bietet daher ungünstige Voraussetzungen für die Ausnützung der Leistungsfähigkeit unserer hochgezüchteten Viehrassen.“ Das war vor 45 Jahren, seither sind die Tiere intensiv weitergezüchtet worden. Kantonales Waldgesetz, Bundesgesetz über den Wald, Schutzwald.

Es gibt natürlich auch Baumbestände mit Weide, die unter Naturschutz stehen, etwa der prächtige Eichenhain bei Schloss Wildenstein aus dem 13. Jahrhundert. Für holzbewohnende Käfer und zahlreiche Flechtenarten gilt dieses Gebiet als eines der bedeutendsten Mitteleuropas. Auch die charakteristischen Viehweiden im Berner Jura sind eine ökologisch und landschaftlich wertvolle Bewirtschaftungsform; 60 Hektaren werden vom Kanton Bern gefördert und erhalten. Verschiedene Kantone stellen zurzeit Waldweiden durch Auflichtung von Wäldern wieder her – mit Erfolg für die Artenvielalt. Der Baumanteil darf höchstens 50 Prozent betragen, sonst wird die Krautschicht zu stark beschattet. Zum Beispiel in Chalais VS werden solche Flächen mit Eseln beweidet, an der Scheidhalde GR mit Ziegen und am Sparberg AG mit Galloway-Rindern. Siehe

Trockenwiesen und -weiden: TWW und Wald

Trockenwiesen und -weiden

Trockenwiesen und -weiden von nationaler Bedeutung, Vollzugshilfe zur Trockenwiesenverordnung

10.12.10    HOME

Traditioneller Weidezaun

12. September 2010

 

Zaun_klein

Idyllisch gelegene Weide mit traditionellem Zaun

Diesen schönen Weidezaun hat Heidi zwischen Conters und Fideris entdeckt. Früher war es üblich, die Tiere auf diese Art einzusperren. Das Abholzen der Wälder führte aber zu Holzmangel, die Bauern mussten neue Zaunformen erfinden. Heute nimmt die Waldfläche zu. Holz für solche Zäune wäre wieder genügend vorhanden.

12.9.10

Nachtrag vom 25.10.10: Der Kanton Graubünden unterstützt Schrägzäune im Rahmen der Beiträge zur Erhaltung von wertvollem Kulturgut, siehe Kantonale Fördermassnahmen.

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3 Pferde, 2 AkademikerInnen, 1 Miststock

6. Juni 2010
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Miststock im Wald

Schön haben’s die drei Pferde. Sie sind Winter und Sommer tagsüber auf der Weide. Mist fällt trotzdem an. Diesen schichten die Hobby-Tierhalter Jahr für Jahr zwischen Bäumen auf. Fast könnte man sagen, dass dieser Mist wenigstens leicht gedeckt ist. Der Mindestabstand vom Waldrand (ab Stamm) von 10 m ist um klare 10 m unterschritten.

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Pferdeweide im Wald und auf Acker

Hobby-Tierhalter kennen häufig die Vorschriften nicht oder missachten sie. Eine Busse ist für sie oft eine Kleinigkeit. Hier weiden die Pferde teils im Wald, teils auf einem Acker, wo früher eine artenreiche Blumenwiese war. Erst wenn wieder reichlich Gras wächst sind sie auf einer (erosionsgefährdeten) Wiese. Wer wird wohl Miststock und Weide zuerst finden: Der akkreditierte Kontrolldienst des Landwirtschaftsamts in Chur? Oder der Förster? Oder das Amt für Natur und Umwelt? Oder Niemand?

Nachtrag Frühling 2017: Die Pferde sind Winter für Winter in dieser „Weide“. Das Futter wird ihnen täglich praktisch am gleichen Fleck angeboten; dort stehen sie dann mehr oder weniger den ganzen Tag lang. Der Boden ist steiniger geworden, Erde wurde abgeschwemmt. Graubünden-konformes RAUS?

6.6.10  HOME

Wald-Wiese-Pferdeweide2

„Pferdeweide“


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