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Ein Balkon nur, aber ein kleines Wildblumen-Paradies

6. Juni 2022
Auch unscheinbare sandige Flächen können biodivers sein. Hier zwei Fanggruben des Ameisenlöwen. Eine Feuerwanze ist in der rechten Grube gelandet. Kann sie sich retten? Kaum!

Auch unscheinbare sandige Flächen können biodivers sein. Hier zwei Fanggruben des Ameisenlöwen vor Heidis Haus. Eine Feuerwanze ist in der rechten Grube gelandet. Kann sie sich retten? Kaum!

Am Telefon schwärmte Patricia von ihrem Balkon: „Ich habe nur Wildblumen! Was mir noch fehlt, das sind blühende Pflanzen im Frühling. Aber das werde ich für nächstes Jahr vorsehen. Es ist einfach schön den Insekten, Schmetterlingen zuzuschauen!“

Zwei Tage darauf ein Mail von Ilona: „Ich habe soeben Bilder gesehen von so schrecklichen Steingärten. Da ist mir in den Sinn gekommen, dass das vielleicht zusammen hängt mit kleinbürgerlichen Konzepten: Einen Garten muss man regelmässig pflegen, rasenmähen, vertikulieren, jäten, Laub rechen, entmoosen usw. usw. Ich habe auch Bekannte , die geben ihr Haus deswegen auf. Man muss einen Garten gar nicht gross pflegen, der wächst und erneuert sich von selbst. Und wie schön ist das!!! Erspart mir Ferien in Graubünden.“

Wenn es um Artenvielfalt geht, dann ist (war?) kein Verlass auf die Subventionspolitik des Bundes. Das soll sich nun ändern, aber es wird dauern. Und ein wesentlicher Teil der Bauern wird gewaltig dagegen kämpfen. Es gibt aber schon Bauern, welche ohne „Anreize“ der Natur begeistert Raum bieten und sie schonen.

Medieninformation des Bundesrates vom 3.6.22

Der Erhalt der Artenvielfalt ist eine prioritäre Aufgabe, denn von der Artenvielfalt hängt die Versorgung mit sauberem Trinkwasser, Sauerstoff oder auch Lebensmitteln ab. Gewisse Subventionen und finanzielle Anreize können die Biodiversität jedoch teilweise schädigen. Der Bundesrat hat an seiner Sitzung vom 3. Juni 2022 die Bundesverwaltung damit beauftragt, die Wirkung von acht Instrumenten in der Landwirtschaft, der Waldbewirtschaftung und der Regionalpolitik auf die Biodiversität vertieft zu untersuchen.

Der Bund finanziert zahlreiche Massnahmen, um den Biodiversitätsschwund aufzuhalten. Gewisse Subventionen haben jedoch einen gegenteiligen Effekt und schädigen die Umwelt direkt oder indirekt. Mit dem Beitritt zur Biodiversitätskonvention hat sich die Schweiz dazu verpflichtet, biodiversitätsschädigende Subventionen abzuschaffen oder umzugestalten.

Der Bundesrat hat dieses Ziel in der Strategie Biodiversität Schweiz festgeschrieben und das Eidgenössische Departement für Umwelt, Verkehr, Energie und Kommunikation (UVEK) beauftragt, die Wirkung von Bundessubventionen und weiteren Anreizen mit Folgen für die Biodiversität zu evaluieren. An seiner Sitzung vom 3. Juni 2022 nahm er die Vorstudie dazu zur Kenntnis.

Untersuchte Beiträge und Finanzhilfen

In der Vorstudie werden acht Instrumente identifiziert, die vertieft untersucht werden sollten. Zwei davon liegen im Zuständigkeitsbereich des UVEK und betreffen den Wald: die Programmvereinbarung Wald und die forstlichen Investitionskredite.

Die anderen sechs Instrumente liegen im Verantwortungsbereich des Eidgenössischen Departements für Wirtschaft, Bildung und Forschung (WBF). Dabei geht es um Kontingente und Zölle für bestimmte Fleischprodukte, um Versorgungssicherheitsbeiträge und um Strukturverbesserungsbeiträge in der Landwirtschaft sowie um die Absatzförderung bei Milch, Fleisch und Eiern. Hinzu kommen die Darlehen für touristische oder industrielle Infrastrukturen, die im Rahmen der Neuen Regionalpolitik (NRP) gewährt werden, und die Rückerstattung der Mineralölsteuer für schwere Fahrzeuge, die in der Land- und Forstwirtschaft sowie im Tourismus eingesetzt werden.

Die beiden betroffenen Eidgenössischen Departemente werden den Reformbedarf analysieren und bis Ende 2024 dem Bundesrat mögliche Vorschläge unterbreiten.

Untersuchung zur Wirkung verschiedener Bundessubventionen auf die Biodiversität. Medieninformation des Bundesrates vom 3.6.22

Der Ameisenlöwe: So kämpfen seine Opfer ums Überleben! Video ARD, youtube

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Nutztierbestände: Wenn die Politik versagt, müssen NGOs einspringen

22. Mai 2022
Copyright: Greenpeace

Copyright: Greenpeace

Unzählige wissenschaftliche Studien zeigen, dass die Tierproduktion in der Schweiz massiv reduziert werden muss. Hauptsächlichste Gründe sind unsere Gesundheit, die Verschmutzung der Luft, des Wassers und der Böden, Beanspruchung von fruchtbaren Ackerböden, Verringerung der Ernährungssicherheit, Schädigung der Artenvielfalt und des Walds sowie die Klimaerwärmung. Doch was macht die Politik? Daumendrehen! Und weiterhin einen riesigen Subventionshaufen der Tierproduktion zuschieben.

Es freut Heidi immer wieder, wenn Umweltorganisationen Forderungen stellen. Am 17.5.22 haben WWF, Pro Natura, BirdLife sowie Ärztinnen und Ärzte für Umweltschutz einen Bericht über die hohen Ammoniak-Emissionen aus der Tierhaltung veröffentlicht und Forderungen gestellt, siehe Heidis Mist Ammoniak-Emissionen, Ammoniak-Emissionen … eine neue Studie! bzw. Ammoniak -_Die Situation in ausgewählten Schweizer Kantonen.

Nun setzt Greenpeace mit einer Petition zur Werbung für Tierprodukte Dampf auf:

Manipulative Werbetechniken kurbeln den Konsum von Tierprodukten an

„Wir alle haben manchmal das unangenehme Gefühl, dass uns die Werbung für Fleisch, Milchprodukte und Eier für dumm verkaufen will,“ schreibt Greenpeace. Deshalb hat die NGO die Kommunikationsstrategien von über 600 Schweizer Werbespots analysieren lassen. Das Fazit: Die Werbetreibenden setzen manipulative Techniken ein, um den Konsum von Tierprodukten als Nahrungsmittel zu rechtfertigen und zu steigern. Dabei unterscheiden sie nicht zwischen umweltfreundlichen Produkten und solchen aus industrieller Tierproduktion.

Diese Werbung, die zum Teil mit Steuergeldern finanziert wird, steht in keiner Weise im Einklang mit der Klima- und Biodiversitätskrise. Daher fordert die Greenpeace-Petition ein Verbot von steuerfinanzierter Werbung und von Detailhandelwerbung für Fleisch, Milchprodukte und Eier.

Kommunikationsstrategien

In diesem neuen Bericht untersuchten die ForscherInnen die Werbungen der Detailhändler (Coop, Migros, Aldi, Lidl) und der öffentlich finanzierten Interessenorganisationen (Pro Viande, Swiss Milk, Switzerland Cheese Marketing, GalloSuisse, RAUS). In den untersuchten Werbespots lassen sich sechs Haupttrends erkennen:

  • angeblicher Respekt vor der Umwelt,
  • Fokus auf althergebrachte Praktiken,
  • Einzigartigkeit der Schweizer Identität,
  • Stereotype,
  • individuelle Werte und
  • kollektive Werte.

Folgende Strategien nutzen die Werbetreibenden, um die Öffentlichkeit dazu anzuregen, mehr Milchprodukte, Eier und Fleisch zu konsumieren:

  • Die Werbespots in Serieform produzieren und so eine vertraute Beziehung zu den Konsument:innen aufbauen-
  • Die Aufmerksamkeit steuern, um von den Schlüsselthemen abzulenken, z. B. durch erzählerische Ellipsen, die den Blick direkt von der Weide auf den Teller führen (wobei das Melken der Kühe oder die Schlachtung ausgeblendet werden).
  • Humor einsetzen, um die Aufmerksamkeit der Öffentlichkeit von den Fragen abzulenken, die sich zu den Produktionsprozesse stellen, und um Umweltfragen lachhaft erscheinen zu lassen.
  • Autoritätsargumente verwenden, die dazu auffordern, Aussagen als Wahrheit zu akzeptieren.
  • Stereotype (z. B. männliche Männer und vegetarische Frauen) und Werte instrumentalisieren, um den Konsum von Tierprodukten zu normalisieren.
  • Welten vermischen (z. B. «Gemüsefilet»), wodurch dem Publikum glaubhaft gemacht werden soll, dass Tiere gleich behandelt werden wie Menschen. Stattdessen fördert die Werbung in Wirklichkeit ein anthropozentrisches System.
  • Eine fiktive, manchmal von Mythen inspirierte Welt schaffen (das Symbol des Feuers usw.), die die Herrschaft der Menschen über die Tiere und ihre negativen Folgen unsichtbar macht.

«Wir denken, wir seien frei in unseren Kaufentscheidungen, aber unser Bericht zeigt, wie Unternehmen zweifelhafte rhetorische Techniken einsetzen, um unsere Konsumgewohnheiten zu beeinflussen», sagt Alexandra Gavilano, Projektleiterin für nachhaltige Ernährungssysteme bei Greenpeace Schweiz.

Gemeinsame Merkmale

Die WerberInnen gehen implizit auf ökologische oder tierschutzbezogene Anliegen ein, um diese zu entkräften oder sie sogar zu ihrem eigenen Vorteil zu verwenden (z. B. mit der Aussage: Wer Schweizer Milch oder Fleisch konsumiert, schützt die Natur). Diese Werbestrategie blendet störende Elemente (bspw. die Schlachtung) aus.

Im Detail: In der Fleischwerbung sind Tiere nur selten auf dem Bildschirm zu sehen; wenn doch, werden sie als «Produkt» bezeichnet. Im Gegensatz dazu, zeigt die Werbung für Milchprodukte wie Käse und Butter häufig lebende Tiere in einer idealisierten Landschaft aus weiten Flächen und grüner Natur. In der Werbung für Eier wird das Lebensmittel selbst und seine Vielseitigkeit hervorgehoben, ohne dass Hühner oder ihre Haltungsbedingungen gezeigt werden.

Werbung fördert umweltzerstörende Essgewohnheiten

Der übermässige Verzehr von Tierprodukten trägt zur globalen Erwärmung, Entwaldung und Umweltverschmutzung bei. «Wir müssen unseren Konsum von Tierprodukten reduzieren. Hierbei sollte das Marketing eine Rolle spielen, insbesondere das steuerfinanzierte Marketing, das den Steuerzahler in den letzten Jahren fast 40 Millionen Franken pro Jahr gekostet hat. Auch die Detailhändler müssen ihre Rolle wahrnehmen. Solange deren Marktmacht gross bleibt, brauchen wir strengere Gesetze, um Geschäftspraktiken zu regulieren, die das Konsumverhalten beeinflussen.

Müssen die Detailhändler ihre Marketingstrategie anpassen, um ihre KundInnen zu einem nachhaltigeren Konsum zu motivieren, erlaubt das auch den LieferantInnenen, ihre Produktionsmethoden anzupassen. Stattdessen normalisiert die Werbung den Konsum von Milchprodukten, Eiern und Fleisch und vermittelt den KonsumentInnen das Gefühl, dass sie ökologisch konsumieren, indem sie Schweizer Produkte wählen. In Wahrheit aber, schadet der Konsum dieser Produkte unserem Planeten», erklärt Alexandra Gavilano.

Wenn Sie es satt haben, dass die grossen Detailhändler uns dazu verleiten, zu viele Produkte zu konsumieren, die unserem Planeten schaden, dann unterzeichnen Sie bitte die Greenpeace-Petition.

Wir fordern ein Verbot von:

  • Werbung für Eier, Milchprodukte und Fleisch durch den Detailhandel und Interessenorganisationen. Vom Werbeverbot nicht betroffen wären LandwirtInnen, die ihre eigenen Produkte bewerben.
  • Sponsoring an öffentlichen Veranstaltungen, Orten, in Nachrichtenmagazinen und anderen Broschüren.
  • Lobbyarbeit an Schulen, in Freizeitvereinen und ähnlichen Organisationen. Betroffen wäre beispielsweise Unterrichtsmaterial, das von Interessenorganisationen, wie Swissmilk, produziert wird.
  • Subventionen für Werbung für Tierprodukte, welche in der Produktion und Haltung dem Klima und der Biodiversität schaden oder Menschenrechte verletzen!

Hier gehts zur Petition Keine Werbung für Fleisch, Milchprodukte und Eier durch Detailhandel und Interessenorganisationen. Aktuell haben 9’409 Personen die Petition unterschrieben. Unterschreiben auch Sie!

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Phishing-E-Mail von Swisscom? JEIN!

3. März 2022
Swisscom Mail vom 2.3.22

Swisscom Mail vom 2.3.22

Heidi und der Alpöhi haben von Swisscom ein Mail erhalten. Heidis Antwort:

Sehr geehrter Herr Buschor

Ich bin erstaunt, in Ihrem Mail vom 2.3.22 zu lesen, dass mein Mail „kostenlos“ sei. Weil ich annehme, dass die 5 Mail-Adressen in meinem Abonnement inbegriffen sind, nicht einfach „gratis“, wollte ich im Kundenkonto nachschauen, in das ich mich vor ein paar Tagen eingeloggt hatte. Die entsprechende Swisscom-Seite war immer noch offen und eingeloggt, also wollte ich kontrollieren wer Recht hat, Sie oder ich. Beim ersten Klick kam der folgende Bildschirm:

Login für bereits geöffnete Seite?!

Login für bereits geöffnete Seite?!

Was bedeutet jetzt das? Die neuen Angebotsbedingungen akzeptieren oder NUR irgendwelche neuen Nutzungsbedingungen zum Login annehmen? In den neuen AGBs zum Mail habe ich keinen Punkt zu „Login“ gefunden und ich möchte die AGBs nicht einfach kampflos hinnehmen.

Ich bitte Sie also, Herr Buschor, meinen Login sofort entsperren zu lassen.

Werbung für kostenlose E-Mail-Produkte

Es macht sehr wohl einen Unterschied, ob die E-Mails im Abo inbegriffen sind oder nicht. Ich entnehme Ihren AGBs Punkt 3.6 Werbung: „Bei Bezug eines kostenlosen E-Mail-Produkts akzeptiert der Kunde, dass Swisscom ihm im Gegenzug Werbung zu Waren und Dienstleistungen von Dritten zustellen darf. So kann das E-Mail-Produkt beispielsweise Werbung im Posteingang oder in Form von Bannern beinhalten.

Ich will aber keine Werbung, Herr Buschor! Ich habe das Weitergeben meiner Daten im Kundenkonto gesperrt, kann aber jetzt nicht einmal nachsehen, ob Sie das auch geändert haben!

Ich bestehe darauf, dass mein Abo die 5 Mail-Adressen enthält. Ihr Mail ist im Klartext eine hinterlistige Änderung des Vertrags zwischen Swisscom und mir.

Ich habe eine Juristin angefragt. Sie hat mir bestätigt, dass die 5 Mail-Adressen im von mir abonnierten Produkt enthalten sind, gemäss Swisscom-Homepage, Stand 2.3.22. Weiter schrieb sie: „Der Vertrag zwischen einem Kunden und der Swisscom kommt nur zustande, wenn beide Seiten damit einverstanden sind. Das gilt auch für Vertragsänderungen. Die Parteien können also einen Vertrag nur ändern, wenn beide einwilligen. In einem bestehenden Vertrag kann eine ­Seite der anderen eine Änderung vorschlagen. Und eine Frist ansetzen, innert deren sie die Änderung ablehnen kann. Wenn der Empfänger ablehnt, gilt der bisherige Vertrag weiter. Sind Sie mit der Änderung nicht einverstanden: Schicken Sie der Swisscom einen eingeschriebenen Brief, möglichst innert 30 Tagen seit Erhalt des Vertragsänderung. Behalten Sie eine ­Kopie als Beweis.“

Antwort von 0800 800 800

Ich habe anschliessend die Swisscom angerufen über die Nummer 0800 800 800. „Begrüsst“ wurde ich von einer Stimme, die mich aufforderte, mein Anliegen zu schildern. Etwas baff sagte ich zuerst, dass man den „Stimmabdruck“ löschen solle und als ich am Erklären war machte es schon klick und eine Stimme forderte mich auf zu sagen, ob die Anfrage etwas Administratives oder Technisches betreffe. Früher konnte man einfach Nummern drücken.

Es dauerte nicht lange, meldete sich eine Frau. Ihre Antwort war, sie habe gerade schon eine solche Anfrage erhalten und würde mich mit der entsprechenden Sachbearbeiterin verbinden, wenn ich wolle. „Ja, gerne“ sagte ich. Und nach einigem Warten war sie dann dran. Von meiner Anfrage wollte die Frau aber nichts hören, auch nicht, dass ich nicht einmal die Rechnungen herunterladen und zahlen könne, wenn ich die neuen Bedingungen bzw. die Vertragsänderung meines Abonnements nicht akzeptiere. Nach ein paar Hin und Hers tönte es unwirsch am anderen Ende: „Ich hänge jetzt auf, habe keine Zeit, mich mit Ihnen herumzuschlagen. Es ist so. Das Gesetzt schreibt vor, dass man die AGBs akzeptieren muss beim Einloggen. Sie können ja die Firma wechseln.“ Peng!

Nun muss ich noch die alten AGBs mit den neuen vergleichen. Auch gibt es unklare Punkte in den AGBs wie unter 2.3 Spam- und Phishingfilter „Der Inhalt des Spam-Ordners und des Papierkorbes wird regelmässig automatisch gelöscht“ – auf meinem Computer? Ich werde Ihnen also einen eingeschriebenen Brief schreiben müssen und/oder die Schlichtungsstelle Telekommunikation konsultieren: www.ombudscom.ch.

Erinnerungen an frühere Swisscom-Frechheiten

Zum Glück habe ich im Frühling 2017 aufgeschrieben, was mich damals beschäftigte: „Seit mehr als einem Jahr kämpfe ich gegen die aggressiven Geschäftspraktiken der Swisscom. Zuerst wollten sie mir per Telefon neue Apparate und ein neues Produkt verkaufen. Beide brauche ich nicht. Dann wollten sie mir automatisch ein anderes Produkt aufschalten … und siehe da: Im Kundenzentrum las ich, dass ich den Auftrag dazu erteilt hätte. Beim Protest-Anruf auf die Nummer 0800 800 800 wurde ich dann überrascht durch die Ansage, dass ein Stimmabdruck genommen werde. Wahr ist, dass ich der Swisscom per Einschreiben bekannt gegeben hatte, dass ich die Angebote der Konkurrenz studiere und auf das mir nicht passende Angebot verzichte. Beim Stoppen der Werbung in meinem Konto im Kundenzentrum schaltete man mich ohne Warnung auf die Seite der mir unbekannten Firma Admeira. Trio Infernale: Swisscom, Ringier, SRG. Ich habe dann einen dritten eingeschriebenen Brief an die Swisscom geschickt.“

So viel ich weiss, hat sich dieses Trio wieder aufgelöst. Tatsache ist, dass die Swisscom mir ohne Einverständnis ein Abo MIT bezahltem Fernsehen aufgeschaltet hatten, wo ich doch keinen Fernseher habe, erst seit der Fernsehgebühr für alle über Internet ausgewählte Informationen konsumiere. Mein Aufwand hatte sich gelohnt. Ihre Swisscom bot dann zuerst ein Abo mit „Gratis-Fernsehen“ an, als ich weiter protestierte kam dann erst eins OHNE Fernsehen.

Herr Buschor, die Swisscom ärgert mich schon wieder mit Zwangsmassnahmen! Bei dieser Gelegenheit möchte ich noch anmerken, dass die Internetbox nicht einmal einen Akku hat, was ich schon mehrmals beanstandet habe. Also bei Stromausfall kein Telefon. Früher waren Internet und Telefon wenigstens getrennt. Man konnte das eine oder andere benutzen. Ich verstehe, dass der Aufwand mit zwei Netzen zu gross ist … aber jedes Handy, jeder Labtop hat einen Akku, aber eine Internetbox MIT Akku ist nicht verfügbar. Das entspricht vermutlich der Verkaufspolitik: Jede/r soll ein Handy kaufen und ein Abo lösen!

Freundliche Grüsse

Heidi

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Swissmilk und ihre Märchen

14. Dezember 2021
Nicht das erste Mal: Falschinformation von Swissmilk & Co.

Nicht das erste Mal: Falschinformation von Swissmilk & Co.

Wenn es an Argumenten fehlt, dann wird in die Märchen-Trick-Kiste gegriffen oder im Klartext in die Lügen-Kiste. In der Werbung für Milch heisst es dann etwa, dass Milch die Knochen stark macht und gut für die Gelenke ist.

Aus dem Newsletter von Vision Landwirtschaft vom 13.12.21:

„Aktuell ist bei der Schweizerischen Lauterkeitskommission (SLK) eine Beschwerde von Pro Natura pendent. Bei Pro Natura ist die neuste Lovely-Kampagne der Schweizer Milchproduzenten mit Botschaften wie «Lovely fördert die Biodiversität» schlecht angekommen. Die Werbung ist irreführend, denn die Milchproduktion auf dem heutigen Produktionsniveau führt nachweislich zu einer grossflächigen Überdüngung von naturnahen Lebensräumen. Da der Schweizer Milchviehbestand schon heute weit mehr Futter braucht, als Wiesen und Weiden hergeben, kann die Werbung für mehr Milch nur das Gegenteil von dem bringen, was sie verspricht: nämlich mehr Kraftfutterproduktion (Futtergetreide) auf den inländischen Äckern, hohe zusätzliche Kraftfutterimporte und damit mehr Gülle und Ammoniak und damit weniger Biodiversität.

Die Schweizer Milchproduzentenorganisation (Swissmilk) hat nun Gelegenheit, ihre Sicht der Dinge darzulegen. Anschliessend ist die SLK am Zug. Der Entscheid der SLK wird für Februar 2022 erwartet. Man lässt sich also viel Zeit, länger als viele Werbekampagnen dauern.

Nach Swissmilk fällt auch Proviande mit irreführender Werbung auf. Dieser Newsletter beleuchtet die rechtliche Situation, die Beschwerdemöglichkeit bei der Schweizerischen Lauterkeitskommission (SLK) und die neusten Entscheide der SLK im Zusammenhang mit Landwirtschaftsprodukten. Eine Beschwerde zur Proviande-Werbung soll zeigen, ob auf diesem Weg dem verbreiteten Greenwashing Grenzen gesetzt werden können. Als problematisch stellt sich heraus, dass die SLK für die Beurteilung Monate benötigt – länger als viele Werbekampagnen dauern.“

Lesen Sie hier weiter: Greenwash bei Produzentenorganisationen. Newsletter Vision Landiwrtschaft vom 13.12.21

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Mythos Milch

18. April 2021

Diese Kuh bringt eine hohe Milchleistung.

Eigentlich weiss man vieles, aber die Werbung sieht oft anders aus, etwa bei der Milch. Heidis Frage: „Welches Säugetier, ausser dem Menschen, trinkt im Erwachsenenalter Milch?“

Radiosendung vom 23.7.14 – Mythos Milch: „Die Milch als ein Lebenselixier der reinen Natur. Diese Sendung hinterfragt die Werbebotschaften der Milchlobby und fördert Erstaunliches zutage.

Milch die Muntermacherin der Nation, der Saft, der uns die Kraft der reinen Natur schenkt. Die Milchwerbung verkauft uns Kuhmilchprodukte fantasievoll mit Versprechen der gesündesten Art. Aber die Medizin sagt etwas anderes. So gehört Milch zu den wichtigsten Allergenen und der Konsum von zu vielen Milchprodukten wird sogar mit gewissen Krebsarten in Verbindung gebracht. Zu viel Milch ist auch für sehr viele Kühe ungesund. Sie sind zu reinen Milchmaschinen, zu so genannten Turbokühen degradiert worden. Das bedeutet ein kürzeres Leben, oft ein lebenslängliches Angebundensein im Stall und bedeutet eine mindere Milchqualität. Die Sendung von Peter Jaeggi beleuchtet die schwarzen Seiten des weissen Saftes.“

Hören Sie sich die Fakten an: Mythos Milch, Peter Jaeggi, SRF vom 23.7.14

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Heidis Mist ab sofort frei von Werbung

9. November 2012

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Efeu-Ranke für den Sponsor!

Ein Leser hat Heidi soeben im Store von WordPress Werbefreiheit gekauft, denn Heidi hat (noch) keine Kreditkarte. Die Gebühr für das erste Jahr hat er gesponsert. Herzlichen Dank dem unermüdlichen Streiter für lebenswerte Städte und schöne Landschaften.

Werbung auf Heidis Mist

9.11.12 HOME

Werbung auf Heidis Mist

7. November 2012

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Treibhausgase, Gletscherschwund, Klimaerwärmung … „grünes“ Wirtschaftswachstum muss her, und die Bauernlobby will die Tierbeiträge im Ständerat durchbringen!

Heidi hat bisher gratis auf WordPress geblogged. Hiefür ein grosses Dankeschön! Offenbar wird jetzt Werbung in Heidis Artikel eingestreut. Das sieht sie als Herausgeberin des Blogs nicht. Nun hat ihr ein Leser geschrieben, dass auf dem Artikel Jims Klima-Würfelspiel eine Werbung von Swiss sei. Das ist ärgerlich und umso störender, als Heidi immer wieder für die Reduktion der Treibhausgas-Emissionen plädiert, kaum mehr Fleisch isst (nicht nur aus diesem Grund) und so wenig wie möglich konsumiert. Heidi wird raschmöglichst handeln: Für 30 $ gibt es einen werbefreien Blog. Der Leser hat sich bereit erklärt, diesen Einkauf in den nächsten Tagen zu tätigen, denn Heidi hat keine Kreditkarte! Nun wird sie wohl oder übel eine anschaffen müssen.

Derweil versucht der Bauernverband im Ständerat mit einem neuem Vorschlag das Herzstück der Agrarreform zu ändern, die Tierbeiträge, wie die NZZ am 6.11.12 meldete. Das wäre schlecht für die Umwelt, besonders im Berggebiet, wo Kontrolle noch weniger funktioniert und auch schwieriger ist, wie der nächste Artikel zeigen wird. Und die Suisse-Bilanz? Viel Papier, wenig Wirkung zur Steuerung der Tierbestände … davon ein anderes Mal. Heidi ruft ihre LeserInnen dazu auf, den Ständeräten sofort eine Mail zu schicken und gegen die Tierbeiträge zu protestieren, hier sind die Mitglieder.

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