Posts Tagged ‘Wissenschaft’

World Scientist against the war in Ukraine

2. März 2022

Scientists from the world’s leading universities condemn Russia’s criminal war against Ukraine.

The NRFU has collected links to the official position expressed by our colleagues around the world.

World scientists against the war in Ukraine. National Research Foundation of Ukraine (NRFU) 1.3.22

«Es handelt sich um einen historischen Bruch.». Eidgenössische Technische Hochschule Zürich 25.2.22

2.3.22 HOME

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Der Angriff der Zombie-Wissenschaft

29. Januar 2022
Copyright: Nautilus, Wissenschaftsmagazin

Copyright: Nautilus, Wissenschaftsmagazin

„Sie sehen aus wie wissenschaftliche Arbeiten. Aber sie verzerren und zerstören die Wissenschaft.“ Das hat Heidi gerade gelesen in einem Beitrag von Natalia Pasternak, Carlos Orsi, Aaron F. Mertz und Stuart Firestein im Wissenschaftsmagazin Nautilus, New York: The Attack of Zombie Science. Die Zombie-Wissenschaft boomt, findet viel Platz in den Medien und ist gefährlich, kann bisweilen tödlich sein. Heidi hat ein paar Zitate mithilfe von DeepL übersetzt.

Wenn wir darüber nachdenken, wie die Wissenschaft verzerrt wird, denken wir in der Regel an Begriffe, die im öffentlichen Diskurs weit verbreitet sind, wie Pseudowissenschaft und Junk Science. Praktiken wie Astrologie und Homöopathie sind in wissenschaftliche Konzepte und Fachausdrücke verpackt, die den methodischen Anforderungen der eigentlichen Wissenschaften nicht gerecht werden können. Während der COVID-19-Pandemie hatte die Pseudowissenschaft Hochkonjunktur. Bleichmittel? Bärengalle? Doch die Pandemie hat eine neuere, subtilere Form der Verzerrung ans Licht gebracht. Wir möchten der Wissenschaftsphilosophie demütig ein neues Konzept vorlegen: „Zombie-Wissenschaft“.

Wir betrachten die Zombie-Wissenschaft als geistlose Wissenschaft. Sie geht durch die Bewegungen der wissenschaftlichen Forschung, ohne eine wirkliche Forschungsfrage zu beantworten, sie folgt allen korrekten Methoden, aber sie strebt nicht danach, das Wissen auf dem Gebiet zu erweitern. Praktisch alle Informationen über Hydroxychloroquin während der Pandemie fallen in diese Kategorie, und zwar nicht nur die lebenden Toten, die in den Preprint-Repositories zu finden sind, sondern auch Arbeiten, die in Fachzeitschriften veröffentlicht wurden, die eigentlich von einem aufmerksamen Auge hätten entdeckt werden müssen. Schliesslich investieren die Zeitschriften ihren Ruf in jede Arbeit, die sie veröffentlichen wollen. Und jede Investition in nutzlose Wissenschaft ist ein Nettoverlust.

Zombie-Wissenschaft verleiht den Ergebnissen, die keine echten wissenschaftlichen Fragen beantworten, eine Aura der Glaubwürdigkeit.

… Als Wissenschaftler und Wissenschaftskommunikatoren sehen wir den Schaden, den ein System, das auf Produktivität und Quantität von Veröffentlichungen ausgerichtet ist, der Wissenschaft und der Art und Weise, wie die Wissenschaft von der Öffentlichkeit wahrgenommen wird, zufügt. Ein solches System neigt dazu, Zombie-Wissenschaft zu belohnen, und Forschungsgruppen gehen in diese Richtung, weil sie meinen, sich selbst erhalten zu müssen. Zombie-Wissenschaft, ob gut gemeint oder ein Versuch, das System zu umgehen, verschlingt Mittel und verleiht Ergebnissen, die keine echten wissenschaftlichen Fragen beantworten, eine Aura wissenschaftlicher Glaubwürdigkeit.

… Dieser Trend zur wertlosen Wissenschaft wurde durch das Rampenlicht der Medien, den politischen Druck und vermutlich den starken menschlichen Impuls, in einer Notsituation irgendetwas zu tun, noch verstärkt, selbst wenn es reiner Irrsinn ist. Auf diese Weise erhalten die Zombie-Wissenschaftler nicht nur die Anerkennung der Peer-Reviews, sondern auch den Eindruck der Öffentlichkeit, dass sie wichtige Arbeit leisten.

Die Zombie-Wissenschaft verschmutzt nicht nur die Wissenschaft und erzeugt Lärm; sie trägt auch zum Hype um Wunderheilungen und falsche Hoffnungen bei, die in der Presse landen.

… Die für die Zombie-Wissenschaft typische Schlussfolgerung lautet, dass weitere Studien erforderlich sind.

… Wie wir aus Horrorfilmen wissen, kann man einen Zombie nur töten, indem man sein Gehirn zerstört, bevor er unser Gehirn verschlingt. Das Gleiche gilt für die Zombie-Wissenschaft. Als Wissenschaftler, Wissenschaftskommunikatoren und Bürger müssen wir diese Verzerrung der Wissenschaft erkennen und ihre Methoden ins Visier nehmen, bevor sie eine weitere Chance hat, zu verzerren, zu schaden und zu töten.

Lesen Sie den vollständigen Artikel mit Beispielen hier: The Attack of Zombie Science. Natalia Pasternak, Carlos Orsi, Aaron F. Mertz, & Stuart Firestein, Nautilus 12.1.21

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Klima: Schauen Sie sich dieses Video von Renzo an!

16. September 2021
Renzo präsentiert in atemberaubendem Tempo Fakten zum Klimawandel und zur Untätigkeit der Politik.

Renzo präsentiert in atemberaubendem Tempo Fakten zum Klimawandel und zur Untätigkeit der Politik und ruft zum Handeln auf für die Kinder, Enkel, Urenkel … den Zeit bleibt wenig.

Renzo bezieht sich auf die Situation in Deutschland … für die Schweiz müssten einfach Namen und Orte ausgewechselt werden!

Zerstörung Teil 2: Klima-Katastrophe

Krise: Endgame, Renzo vom 4.9.21

Informationsquellen zum Video

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Eigenartig …

2. März 2021
Raupe auf einem mit Vlies verbauten Bergwanderweg.

Raupe auf einem mit Vlies verbauten Bergwanderweg.

Wirtschafts-Kommission will Beizen früher öffnen – und die Taskforce zum Schweigen bringen.  Watson vom 28.2.21

Die Wissenschaft braucht das richtige Gehör – und keinen Maulkorb. SRF vom 1.3.21

Rache gegen Hilfswerke. Infosperber vom 24.12.20

Parmelin verpasst ETH-Forschern Maulkorb. Blick vom 10.11.19

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Neue Pestizid-Anforderungswerte für Oberflächengewässer: Rechnen mit Heidi

1. März 2018

Gablers Wirtschaftslexikon über Grenzwerte in der Umweltpolitik: „… Die Festlegung eines Grenzwertes kann unterschiedlich normiert werden, bspw. als Anteil der Produktion oder der Abluft. Sie folgt naturwissenschaftlichen und ökonomischen Kriterien, unterliegt aber auch politischen Prozessen und damit dem Lobbyismus.“ Anforderungswerte sind Annahmen, also keine „wissenschaftlichen Erkenntnisse“.

Das Bundesamt für Umwelt will neue Pestizid-Anforderungswerte für Oberflächengewässer einführen. Die Vernehmlassung Gewässerschutzverordnung (GSchV) läuft bis 15.3.18; es bleibt also noch Zeit für die Erarbeitung von Stellungnahmen!

Betroffen sind 37 Pestizide. Vier Werte sind kleiner als der bisherige Wert, zwei bleiben wie bisher 0,1 µg/l, für 31 Pestizide sind höhere Werte vorgesehen. Der höchste Wert beträgt das 10’300-fache des bisherigen Grenzwerts.

Eines der Ziele für Oberflächengewässer gemäss GSchV ist, dass Stoffe, die natürlicherweise im Gewässer nicht vorkommen, nur in Konzentrationen nahe bei Null vorhanden sind! Das BAFU ist also grausig auf dem Holz- bzw. Lobbyweg. Das Wasser gehört allen, nicht nur den Wasserlebewesen! Wasser ist Leben – schmutziges Wasser gefährdet Leben.

Durchschnittlich 40 Wirkstoffe in Gewässerproben

Die Eawag hat in einem aufwendigen Screening in Wasserproben von Schweizer Fliessgewässern über 100 von 300 zugelassenen Wirkstoffen gefunden. Für 31 Substanzen wurde der Grenzwert der Gewässerschutzverordnung verletzt. Jede Probe enthielt im Durchschnitt 40 unterschiedliche Stoffe.

Rechenbeispiel: Künftig 727 mal mehr Pestizide in Gewässern erlaubt?

Heidi hat nun ausgerechnet wie hoch die Konzentration eines theoretischen Pestizid-Cocktails in Zukunft sein darf. Sie hat die 37 neuen (sogenannten risikobasierenden/für Wasserlebewesen) Anforderungswerte und drei allgemeine Werte von 0,1 µg/l zusammengezählt, d.h. total 40 Werte addiert; dies in Anlehnung an die von der Eawag in Gewässern gefundenen durchschnittlichen Zahl von Stoffen.

Wenn also diese 40 Pestizide in einem Gewässer in einer gerade noch erlaubten Konzentration vorkommen, dann macht dies total genau 2’906,96484 µg/l aus. Gemäss der heute gültigen Gewässerschutzverordnung wären maximal 40 x 0,1 µg/l zugelassen, also 4 µg/l. Wenn es nach dem Willen des BAFU geht, dann darf in einem Bach – wie dieses Rechenbeispiel zeigt – in Zukunft die 727-fache Konzentration an Pestiziden vorhanden sein, ohne dass die Kantone einen Finger rühren müssen. Der vielerorts nicht existente Vollzug ist somit schon fast gerettet. Und die Zulassungsbestimmungen? Müssen sie in Zukunft nicht verschärft werden? Potz Blitz und Tonner! Simsalabim!

Wert für das Neonicotinoid Thiamethoxam

Für Wild- und Honigbienen sind Neonicotinoide, eine Gruppe hochwirksamer Insektizide, eine Gefahr. Das hat die Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit (Efsa) in einem aktuellen Bericht erneut klargestellt. Trotzdem will das BAFU den Wert des Neonicotinoids Thiamethoxam auf das 14-fache erhöhen; das Mittel schadet offenbar den Wasserorganismen nicht – da kann man doch! Die Bienen halten sich ja nicht im Bach auf, trinken höchsten daraus.

Heidis Vorschlag

Das Vorsorgeprinzip muss hochgehalten und das Ziel der GSchV respektiert werden. Weil Oberflächengewässer Menschen und Tieren als Trinkwasserquelle dienen, zur Bewässerung von Kulturpflanzen verwendet werden und sie das Grundwasser speisen, soll für alle Pestizide der allgemeine Anforderungswert von 0,1 µg/l gelten. Zusätzlich ist ein Summenwert von 0,5 µg/l einzuführen. Höchst schädliche Pestizide wie Chlorpyrifos und Cypermethrin sind aus dem Verkehr zu nehmen statt neue Anforderungswerte von 0,0044 bzw. 0,00044 µg/l festzuschreiben, denn – so meint Heidi – sie bewirken kaum etwas.

Grenzwert, Gablers Wirtschaftslexikon, Prof. Dr. Heinrich Holland

Wasser-Wissen nutzen!

29. Oktober 2017
Friedhof neben dem Haus der Familie Brontë in Haworth, West Yorkshire. Copyright: The Great British Channel.

Friedhof neben dem Haus der Familie Brontë in Haworth, West Yorkshire. Copyright: The Great British Channel.

Das Leben der Familie Brontë wird immer wieder beschrieben und verfilmt und die Bücher der drei Schwestern neu aufgelegt. So stammt etwa die letzte Verfilmung des Romans Jane Eyre von Charlotte Brontë aus dem Jahre 2011.

Der Film Brontë Country: The Story of Emily, Charlotte & Anne Brontë passt zu diesem düsteren Sonntag. Er wurde von The Great British Channel gedreht und unter „Bildung“ klassiert. Der Text wird langsam und deutlich gesprochen und ist daher leicht verständlich.

Das grosse Sterben

Für Heidi waren die Minuten 15:07 bis 18:25 besonders interessant. In Haworth, West Yorkshire, nahm die Bevölkerung während der Industriellen Revolution stark zu. Nicht nur die Angst vor Arbeitslosigkeit bedrückte die Menschen, sondern auch das grassierende Sterben von Tausenden von Menschen. 41 Prozent der Kinder starben vor dem 6. Altersjahr.

Das Problem wurde untersucht. 1850 fand man den Grund. Das Trinkwasser kam vom Hügel herunter und durchquerte den Friedhof. Mit steigender Zahl der Toten wurden diese raumsparender gelagert; man legte eine Leiche über die andere, obenauf kamen flache Grabsteine. Dadurch wurde die Verschmutzung des Trinkwassers noch verstärkt, denn das Regenwasser floss über die flachen Grabsteine weg, versickerte und nahm im Boden „Fäulnis“ und Krankheiten mit. Wer das Wasser nutzte, war den Krankheitserregern ausgesetzt. Besonders die Cholera breitete sich epidemisch aus.

Wissen füllt Bibliotheken und Server – Was nun?

Heute wissen wir viel mehr. Es ist so viel Wissen vorhanden, dass wir oft Mühe haben, Fakten zu finden oder zielführend einzusetzen. Wichtige Errungenschaften drohen uns zu entgleiten, wie die Antibiotika.

Wissenschaftler veröffentlichen Ihre Arbeiten bevorzugt in international renommierten Journals. Wie aber soll die Politik handeln? Dazu schweigen sich die Forschenden allzu oft aus oder präsentieren die Fakten ohne klar und deutlich darzulegen, was zu tun ist. Sie überlassen das Einschätzen der Lage den Unwissenden, welche die Zusammenhänge schwer durchschauen können und andere Interessen verfolgen.

Also weiter wursteln wie bisher? Oder mit Lösungen in die Zukunft blicken? Es kann eine Entscheidung über Leben und Tod sein, über Menschen, welche heute noch nicht geboren sind.

Was gelangt heute über Luft und Boden ins Trinkwasser?

Zum Beispiel ist es erlaubt, Pestizide in unmittelbarer Nähe von Trinkwasserfassungen (Grundwasserschutzzone S2) auf den Acker zu sprühen. Es gibt zwar eine kleine Liste mit dort verbotenen Pestiziden, aber diese Ausnahmen werden nicht kontrolliert. Und wer erstellt diese Liste? Das Bundesamt für Landwirtschaft!

Brontë Country: The Story of Emily, Charlotte & Anne Brontë, The Great British Channel, youtube 21.1.14

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29.10.17 HOME


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