Posts Tagged ‘Wohlbefinden’

Was Michelle Obama für die USA, das ist Gorilla für die Schweiz

23. Juli 2016
Copyright Gorilla

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Die Schweizer Behörden tun sich schwer mit Prävention, sei es Gesundheit, Tabak, Alkohol, Ernährung, Littering usw. oder sauberes Wasser. Man wolle die Leute nicht bevormunden – heisst es jeweils – sie seien eigenverantwortlich und die Medien würden ausreichend über allfällige Probleme informieren. Vorbeugen liegt ihnen irgendwie nicht. Hingegen Wachstum in allen Branchen schon, auch im Gesundheitswesen. Sind wir schliesslich die Geprellten?

Ein ideales Geschenk für Gross und Klein aus dem Gorilla Shop!

Ein ideales Geschenk für Gross und Klein aus dem Gorilla Shop!

Doch es gibt immer wieder Hoffnungsschimmer ausserhalb der mit unseren Steuern bezahlten Strukturen, z.B. die jungen Leute von Gorilla. Wie Michelle Obama engagieren sie sich gegen Übergewicht und für die Gesundheit der Kinder und Jugendlichen, für Bewegung und gesunde Ernährung mit den Zielen Lebensfreude und Wohlbefinden. Angefangen hatte alles mit einer kleinen Erbschaft … lesen Sie hier die Geschichte der Stiftung. Entstanden ist eine respektable Organisation, welche über 195’000 Kinder und Jugendliche jährlich erreicht, siehe Programm. Zehn junge Leute bilden das Schtifti-Team: „Wir sorgen für eine gesunde Zukunft.“

Motto von Gorilla

Gib deinem Leben mehr Uga-Uga!
Mit vielen Tipps rund um Freestylesport und Ernährung verleiht dir GORILLA mehr Power. Hier kriegst du Uga-Uga ins Leben!

Viele Informationen und Rezepte

Mit dem Raumschiff geht’s zu den drei Planeten Basis, Bewegung und Ernährung. Die Informationen und Empfehlungen sind auch interessant für Erwachsene. Besonders gefreut hat Heidi das Kapitel über Wasser. Zum Beispiel ist der Wasserkreislauf anschaulich in einem Film erklärt. Oder möchten Sie Ihr Wasser-Wissen testen? Heidi hat’s getan – und ist durchgefallen!

Ein Poster für jede Schulstube und jedes Sitzungszimmer! Im Gorilla Shop erhältlich.

Ein Poster für jede Schulstube und jedes Sitzungszimmer! Im Gorilla Shop erhältlich.

Gorilla-Schulprogramm

Die Schtifti Stiftung macht es den Lehrern einfach. Sie bietet fixfertige Unterrichtsmaterialien und Lektionsplanungen zu Ernährung, nachhaltigem Konsumverhalten und Bewegung für die Oberstufe an. Unter Einkauf und Budget lautet die Getränke-Empfehlung Hahnenwasser, da eine Flasche in der Schweiz überall nachgefüllt werden kann.

Zitat aus dem SVGW Newsletter Juli 2016 des Schweizerischen Vereins des Gas- und Wasserfaches: „… Damit tue man etwas für die Umwelt und könne 70 Franken pro Monat sparen. Die Schtifti Foundation wird ihr Schulprogramm noch weiter ausbauen und dabei weiter die Bedeutung von Trinkwasser als gesundem, nachhaltigen und günstigem Lebensmittel thematisieren.“ Der SVGW ist ein Fachpartner von Gorilla.

Gorilla gibt’s nach Deutschland ganz neu auch in Österreich, mit Sitz in Innsbruck.

www.gorilla.ch: Trink Wasser! Heidis Mist vom 8.10.14

FREESTYLER MACHENS VOR, «Die sind cool drauf!»,Workshops: Viel Bewebung und gesundes Essen – diese Botschaft ist Teenagern schwer zu vermitteln. Es sei denn, man lässt dies coole Typen tun. Thomas Compagno, Coopzeitung Nr. 8 vom 17.2.15.

23.7.16 HOME

 

 

Laufhofschacht, eine Bündner Spezialität

5. Februar 2014
Wenn die Tiere im Laufhof sind, muss die Rohrkrümmung im Laufhofschacht so gerichtet sein, dass das Abwasser in das Güllelager fliesst. Nach dem Abtransport der Tiere auf die Alp und der Reinigung des Laufhofs wird die Rohrkrümmung verstellt, damit das Niederschlagswasser in den Bach fliesst, direkt oder auf Umwegen. So wenigstens will es die Theorie. 3 verschiedene Bau-Varianten Bündner Laufhofschacht.

Wenn die Tiere im Laufhof sind, muss die Rohrkrümmung im Laufhofschacht so gerichtet sein, dass das Abwasser in das Güllelager fliesst. Nach dem Abtransport der Tiere auf die Alp und der Reinigung des Laufhofs wird die Rohrkrümmung verstellt, damit das Niederschlagswasser in den Bach fliesst, direkt oder auf Umwegen. So wenigstens will es die Theorie. 3 verschiedene Bau-Varianten Bündner Laufhofschacht.

Wer im Internet „Laufhofschacht“ sucht, der/die landet bestenfalls auf Heidis Mist, denn das ist eine echte Bündner Spezialität, nirgendwo sonst zu finden. Der dauernd zugängliche Laufhof bietet den Tieren frische Luft und Sonnenschein, was zu ihrem Wohlbefinden wesentlich beiträgt. Florence Nightingale erkannte diese positive Wirkung auf die Gesundheit bzw. auf ihre Kranken. In Zeiten der Antibiotika-Resistenz von Krankheitskeimen erinnern sich Fachleute neuerdings an ihre Entdeckung. Der Energiesparmassnahmen wegen sind die Empfehlungen von Florence Nightingale nicht einfach umzusetzen, etwa häufiges Lüften der Krankenzimmer. Ein Teil der Schweizer Nutztiere hat das Privileg Laufhof: Die Tiere können jederzeit an die frische Luft.

Zurück zu den Bündner Laufhofschächten! In der übrigen Schweiz entwässert der Laufhof in die Güllegrube oder, wenn längere Zeit keine Tiere im Stall sind, nach der Reinigung flächig in die angrenzende Wiese.

Nicht so in Graubünden! Es gibt die Laufhofschächte mit Weiche „Güllegrube“ oder „Bach“, siehe Fotomontage. Sie sind gang und gäbe, das weiss der Geissenpeter zu berichten, und er muss es ja wissen, denn er ist Kontrolleur, siehe Das  BLW verteilt jedes Jahr fast 3 Milliarden Franken Steuergelder gutgläubig an die Bauern. Er sieht kein Problem, denn neun Zehntel der Bauern würden sich an die Regeln halten und die Weiche lediglich im Sommer auf Bach stellen, wenn die Tiere auf der Alp sind. „Das sind nur die offiziell entdeckten Widerhandlungen!“ meint Heidi, denn wer sieht schon, wenn die Weiche „aus Versehen“ in die falsche Richtung weist? In langen Wintern ist die Versuchung gross, der Weiche einen Schubs Richtung Bach zu geben, desgleichen wenn die Güllegrube zu klein ist (in Graubünden gibt es noch keine Kontrolle der Hofdüngeranlagen).

Die Integration des Laufhofschachts in die Hofentwässerung ist vielfältig. Nicht immer führt der Ablauf direkt zum Bach (Variante 1 Fotomontage). Der Bauer plant die Ableitung z.B. zusammen mit Dachabwasser, also führt das Rohr zum Meteorwasserschacht; von dort gelangt das Laufhofabwasser zusammen mit dem Dachabwasser in den Bach (Variante 2 Fotomontage). Im Herbst, nach der Rückkehr der Tiere von der Alp, gibt es plötzlich viel Arbeit, wer denkt da zuerst ans Umstellen des Laufhofschachts. Wenn es regnet, wird das Laufhofabwasser mit dem Dachabwasser verdünnt und hinterlässt kaum Spuren. Sollte es trotzdem ein bisschen schäumen, dann fällt der Verdacht zuerst auf andere Quellen, etwa Lärchennadeln. Denn „Lärchenbächlein“ schäumen, das hat Heidi im Zusammenhang mit Hofabwässern gelernt; dummerweise auch dann, wenn weit und breit keine Lärche wächst. Bevor der Verdacht auf allfällige andere Verschmutzungsquellen fällt, ist das Ganze vergessen.

Eine weitere Variante ist das Ableiten des Sommer-Laufhofabwassers (statt direkt in den Bach oder über einen Meteorwasserschacht) in den Mistsickerschacht, von dort in den Meteorwasserschacht und dann in den Bach, frei nach dem Motto „The solution to pollution is dilution“. Diese Variante ist gar nicht so abwegig, wenn man bedenkt, dass das direkte Ableiten von Mistsickerwasser in Bäche immer noch einigermassen (wie stark?) verbreitet ist. Es dürfte die kostensparendste Variante sein, siehe Variante 3 auf der Fotomontage. Aber Achtung: heute offiziell verboten. Doch wer erwischt wird kann sich meist herausreden, kommt mit einer kleinen Busse auf Bewährung weg.

Zu hoffen ist, dass die tierfreundlichen Laufhöfe wegen der Laufhofschächte nicht in Verruf geraten. Obwohl diese Bündner Spezialität relativ neu ist, wäre es für den Schutz der Gewässer und den Ruf des Tierschutzes besser, wenn die Laufhofschächte der gewässerschutzkonformen Lösung der „übrigen Schweiz“ weichen müssten, bevor sie definitiv zur Tradition werden. Traditionen sind schwer zu bekämpfen, davon kann Heidi ein Liedlein singen: Misthaufen im Feld, Misthaufen im Feld … !

6.2.14 HOME


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