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Olympia 2014: Putins Spiele

7. Februar 2014

Sie sind gefahren, unser Bundespräsident auch.
Heidi guckt Putins Spiele (Dokumentarfilm von Alexander Gentelev).
Sie schauen zu.
Heidi guckt Im Namen von Olympia (Anne Gellinek und Katja Eichhorn aus dem ZDF-Studio Moskau).
Sie berichten darüber.
Heidi guckt Putins Spiele.
Der zerstörten Fluss? Sie schauen weg.
Heidi guckt Im Namen von Olympia.
Die zerstörte Landschaft? Sie schauen weg.
Heidi guckt Putins Spiele.
Und die Menschen von Sotschi? Sie wollen es nicht wissen.
Heidi guckt Im Namen von Olympia.
Und die zwölf Götter auf dem Olymp? Schauen sie auch weg?
Heidi guckt Putins Spiele.

Nachtrag 19.2.14: Alle schauen nach Sotschi, doch niemand sieht hin, SRF Wissen, Natur. „Die olympischen Spiele drängen das Schicksal russischer Umweltschützer in den Hintergrund…“

EWNC – Environmental Watch on North Caucasus

Sotschiwatch – Blog von Yulia Genin

Kosten der Olympischen Winterspiele in Sotschi im Vergleich zu früheren Spielen, Infographics Daily

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Kreislauf der Krankheitskeime

23. März 2012
DSC02806_Montreux_Fischer

Fischen in Montreux am Genfersee. Krankheitserreger können über Gewässer ins Trinkwasser und Bewässerungswasser gelangen.

ZDF Abendteuer Wissen berichtete am 12.11.08 über bedrohliche Erreger in der Kanalisation: Zeitbombe Trinkwasser. Mit einer Medieninformation informierten WissenschaftlerInnen des Schweizer Wasserforschungsinstituts Eawag gestern über antibiotikaresistente Keime, die mit dem Siedlungsabwasser, speziell mit dem Abwasser aus Spitälern in den Genfersee gelangen, Antibiotikaresistenzen auf dem Vormarsch.“… Für Nadine Czekalski, welche im Rahmen ihrer Dissertation den Hauptteil der Untersuchungen gemacht hat, sind die Befunde «kein Grund zur Panik». 3 km neben der Einleitung des Kläranlagenablaufs in den See liegt eine grössere Trinkwasserfassung. In Sedimentproben aus der Nähe dieser Fassung haben die Forscher zwar Multiresistenzen nachweisen können, jedoch nicht im dortigen Seewasser. Ausserdem wird das Seewasser aufbereitet, bevor es ins Leitungsnetz von Lausanne eingespeist wird. Czekalski und Bürgmann sind sich jedoch einig, dass Vorsorge angebracht ist. Immerhin werden rund 15% der Schweizer Abwässer nach ihrer Reinigung direkt in Seen eingeleitet…“ Und wie viele fliessen ungereinigt direkt in Bäche und Seen? Auch heute noch! Wie viel Abwasser und Gülle aus der Landwirtschaft?

In der Schweiz wird vermehrt bewässert, einerseits weil die Folien- und Gewächshaus-Produktion stark zugenommen hat, andererseits, weil es aufgrund der Klimaerwärmung im Sommer trockener ist als früher. Das Bewässerungswasser wird zum Teil direkt den Flüssen entzogen. Enthält das Wasser Krankheitserreger wie EHEC oder Antibiotika-resistente Krankheitserreger aus der Tierhaltung oder dem Abwasser aus Spitälern oder von kranken Leuten, so gelangen diese auf die Kulturen und in den Boden, womit der „Kreislauf“ geschlossen ist. Da helfen auch die vom Bundesamt für Gesundheit als sicher deklarierten Hygieneempfehlungen in der Küche nichts. Übrigens, gestern war der Weltwassertag, Tagesschau Weltwassertag: Wasser sparen – Nahrung sichern.

Nachtrag 7.9.12: Bodenbakterien geben Resistenzen weiter, Spiegel online Wissenschaft
The Shared Antibiotic Resistome of Soil Bacteria and Human Pathogens, Science

23.3.12 HOME


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