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Oberengadiner Misthaufen: Heidi auf den Spuren von Touristen

3. Juli 2016
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In der zweiten Hälfte März 2016 fotografierte der Geissenpeter Misthaufen im Oberengadin. Zwei Wochen später war Céline in Zernez in den Ferien und schickte Heidi ebenfalls Misthaufen-Fotos: Oberengadin – traumhafte Landschaft mit Misthaufen. 14 bzw. 12 Wochen später fuhr Heidi selber mit der Rhätischen Bahn durch das schöne Tal. Nichts ahnend sah sie plötzlich einen Misthaufen, dann wieder einen. Sie legte die Kamera bereit. Auch Céline hatte vom Zug aus fotografiert. Ein paar Misthaufen lassen sich zu ihren Bildern zuordnen. Heidi vermutet, dass mehrere dieser Misthaufen Dauermistlager auf nackter Erde sind.

Grundsätzlich ist es verboten, Mist auf dem Feld zu lagern, denn es besteht die Gefahr der Gewässer-/Grundwasser-Verschmutzung. Ausnahme: maximal 6 Wochen ordentlich gelagert und gedeckt, unmittelbar vor dem Verteilen, siehe Mist-Zwischenlager auf dem Feld. Verantwortlich für den Gewässerschutz in der Landwirtschaft ist im Kanton Graubünden das Landwirtschaftsamt! Unter den Ansprechpartnern sucht man dort vergeblich eine dafür zuständige Person … es fehlen angeblich die Ressourcen bzw. es mangelt eher am Willen zum Vollzug der Gewässerschutzgesetzgebung, meint Heidi.

Gemäss einer Umfrage sind die Bündner Bauern die zufriedensten. Kein Wunder, denn sie werden grosszügig mit Direktzahlungen überschüttet. 200 Bündner Bauern erhalten 150’000 Franken und mehr pro Jahr von uns Steuerzahlenden. Und dieses viele Geld gibt man doch nicht aus für den Bau einer Mistplatte! Schon eher für subventionierte Fotovoltaik auf dem Scheunendach. Haben alle Bündner Bauern die Direktzahlungen verdient? Wo doch die Einhaltung der Gewässerschutzgesetze Voraussetzung für deren Auszahlung ist? Kaum!

 

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Foto vom 6.4.16. Copyright: Céline

Foto vom 6.4.16. Copyright: Céline

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Foto vom 6.4.16. Copyright: Céline

Foto vom 6.4.16. Copyright: Céline

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Foto vom 6.4.16. Copyright: Céline

Foto vom 6.4.16. Copyright: Céline

Foto vom 6.4.16. Copyright: Céline

Foto vom 6.4.16. Copyright: Céline

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Foto vom 6.4.16. Copyright: Céline

Foto vom 6.4.16. Copyright: Céline

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Oberengadin – traumhafte Landschaft mit Misthaufen

7. April 2016
Zuozer Misthaufen. Copyright Geissenpeter

Zuozer Misthaufen. Copyright Geissenpeter

Dass es auch im Engadin zahlreiche Misthaufen gibt, welche monatelang ungedeckt – einzelne heute auch gedeckt – in Wiesen herumliegen, ist Heidi längst bekannt. Nur Fotos hatte sie bisher keine. Im März war der Geissenpeter mit Kollegen im Oberengadin in den Ferien. Er schrieb ihr zwar sofort einen Kommentar auf den Blog, doch eine Fehlermeldung traf bei ihm im Spam-Ordner ein. Er hat diese Anfang Woche entdeckt und Heidi weitergeleitet:

Liebe Heidi

Ich geniesse die Skitouren. Gestern habe ich mir die Auenrevitalisierung des Inns bei Zuoz angeschaut. Ich fragte mich, welche Funktion die ungedeckten Mistlager in diesem Gebiet erfüllen sollen, auf den diversen Informationstafeln war davon jedenfalls nichts zu lesen. Da ich zwischen Zuoz und Sils noch weitere ungedeckte Mistlager entdeckte, obschon keine Revitalisierungsmassnahmen in der Nähe sichtbar waren, zog ich daraus den Schluss, dass Mist zur Revitalisierung von Flüssen nicht zwingend erforderlich ist … und dass die Bauern ihren Mist schon immer auf diese Weise überwinterten …“

Grüsse aus dem Engadin
Peter

Renaturierung des Inns bei Zuoz. Copyright Geissenpeter.

Renaturierung des Inns bei Zuoz. Copyright Geissenpeter.

Inn bei Zuoz. Copyright Geissenpeter.

Inn bei Zuoz. Copyright Geissenpeter.

Mist am Weg bei Zuoz. Copyright Geissenpeter.

Mist am Weg bei Zuoz. Copyright Geissenpeter.

Es spricht sich herum, dass Heidi sich für Misthaufen-Fotos interessiert, denn heute sind schon wieder Fotos eingetroffen, zufällig ebenfalls aus dem Oberengadin. Offenbar sind die Haufen gut sichtbar:

Chara Heidi

Wir geniessen unsere Ferien in Zernez. Gestern fuhren wir mit dem Zug nach St. Moritz, spazierten am See und im Dorf. Marc machte vom Zug aus Fotos von der bezaubernden Landschaft und dir zuliebe den zahlreichen Misthaufen. Alle erwischte er nicht. Einzelne befinden sich weit entfernt von der Rhätischen Bahn. Ich habe es auch zweimal versucht, doch der Zugwagen rüttelte gerade so, dass die Fotos zu verschwommen sind. Es wird viel gebaut. Hat es nicht genügend Beton für Mistplatten? Wir melden uns, wenn wir zuhause sind … 

Amiaivels salüds
Céline

Heidi hat eine Diaschau zusammengestellt. Zwei Fotos liess sie weg, da sie nicht sicher ist, ob es sich um Mist handelt.

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