Was Sie über die Trinkwasserinitiative wissen sollten

Für eine Landwirtschaftspolitik mit Weitblick.

Für eine Landwirtschaftspolitik mit Weitblick.

Viel Falsches wird über die Trinkwasserinitiative und den Zustand der Schweizer Landwirtschaft verbreitet. Am 19./20. Juni wird das Parlament über eine Annahme, eine Ablehnung oder einen Gegenvorschlag zur Trinkwasserinitiative entscheiden.

Die Initiantinnen und Initianten der Trinkwasserinitiative haben von einem externen Experten die Fakten und Hintergründe (ausführliche Version) der Initiative zusammentragen lassen. Felix Schläpfer, Professor an der Forschungsabteilung im Departement Wirtschaft der Kalaidos Fachhochschule Schweiz in Zürich, wurde mit dieser Aufgabe betraut. Eine Kurzversion davon haben die NationalrätInnen kürzlich erhalten. Sicher möchten Sie sich, liebe Leserinnen und Leser, ebenfalls informieren.

Das Faktenblatt zeigt:

  • Die Landwirtschaftspolitik verstösst seit Jahren massiv und auf breiter Front gegen die Vorgaben des Umweltrechts.
  • Die Trinkwasserinitiative verlangt nichts anderes als wirksame Massnahmen zur Umsetzung des geltenden Rechts.
  • Die Initiative lässt sich so umsetzen, dass die landwirtschaftlichen Einkommen sogar steigen, wie die Ergebnisse einer neuen Studie der Agroscope nahelegen.
  • Die Initiative stärkt die Schweizer Landwirtschaft, denn ohne verbesserte ökologische Leistungen lassen sich die Preisdifferenzen zum Ausland langfristig nicht halten und rechtfertigen.

Ein Blick zurück

Vor 25 Jahren, im September 1994, verzichtete das Parlament darauf, die Direktzahlungen an die Landwirtschaft wie von der Kommissionsmehrheit im Nationalrat vorgeschlagen an einen Ökologischen Leistungsnachweis (ÖLN) zu knüpfen (Bundesbeschluss über die Volksinitiative ‚für eine umweltgerechte und leistungsfähige bäuerliche Landwirtschaft‘ – Gegenentwurf). Das Volk quittierte dies am 12. März 1995 mit einem wegweisenden Nein, das zum breit anerkannten Art. 104 der Bundesverfassung führte.

In den folgenden 20 Jahren hat das Parlament den Ökologischen Leistungsnachweis (ÖLN) allerdings so umgesetzt, dass dessen Ziel bis heute fast auf der ganzen Linie verfehlt wird. Bei den zentralen Indikatoren – Nitrat und Pestizide im Wasser, Ammoniakemissionen, Stickstoffbilanz – wurden über 20 Jahre, entgegen allen Versprechen in den vierjährlichen Botschaften und trotz millionenschwerer Direktzahlungen, keine nennenswerten Fortschritte erzielt. Als Folge davon hat sich der Zustand der biologischen Vielfalt, der auch ein Indikator für Belastung der menschlichen Gesundheit ist, sogar laufend weiter verschlechtert.

Die Schweizer Landwirtschaft gehört heute bei den wichtigsten Umweltindikatoren europaweit zu den Schlusslichtern.

Die Bauern sind nur bedingt für die Probleme verantwortlich. Ihr Image leidet und wird mit den Veröffentlichungen der heutigen Missstände laufend verschlechtert.

Der wachsende Kreis an Bäuerinnen und Bauern, welche die Trinkwasserinitiative unterstützt, lehnt das Vorgehen des Bauernverbandes entschieden ab. Dieses helfe primär der Agrarindustrie, aber nicht den bäuerlichen Interessen für eine zukunftsfähige, nachhaltige Landwirtschaft.

Kurskorrektur

Franziska Herren, Mit-Initiantin der Trinkwasserinitiative:

Liebe Parlamentarierinnen, liebe Parlamentarier, Sie habe es im Wahljahr in der Hand, den Kurs der letzten 20 Jahre mit einem JA zur Trinkwasserinitiative zu korrigieren

www.initiative-für-sauberes-trinkwasser.ch

17.6.19 HOME

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2 Antworten to “Was Sie über die Trinkwasserinitiative wissen sollten”

  1. Ernst Bromeis Says:

    Liebe Heidi, liebe Franziska

    Danke für alles – und danke für die wunderbare Foto von meinem Heimatort Ardez in Engiadina Bassa. Habe mich uuu gefreut 🙂

    Wünsche Euch viel Kraft für alle Wasser-Wege.

    Ganz herzlich vom LandWASSERtal

    Ernst

    • Heidi Says:

      Lieber Ernst
      Immer wieder bin ich auf dem Weg von Guarda nach Scuol unterwegs, blicke auf dein Dorf hinunter. Meine erste Kindheitserinnerung ist ein sprudelndes Wiesenbächlein im Unterengadin. Was mit Wasser angefanen hat, muss mit Wasser weitgehen!
      Herzliche Grüsse
      Heidi

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