Luftangriffe: bestätigt

29. September 2020

Studie zu Umweltgiften: Nahezu kein Ort mehr ohne Pestizide

Laut einer Studie verbreiten sich ausgebrachte Pestizide weiter als angenommen. In Deutschland dürfte es keine unbelasteten Orte mehr geben, so die Forscher. Biobauern befürchten Konsequenzen.

TV-Tipp heute 29.9.20 ab 21:45 Uhr – Nahezu kein Ort mehr ohne Pestizide. Heidis Mist vom 29.9.20

Umweltinstitut München/Medienkonferenz: Neue Studie zur Pestizidbelastung der Luft in Deutschland Gemeinsame PK am 29.09.20

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TV-Tipp heute 29.9.20 ab 21:45 Uhr – Nahezu kein Ort mehr ohne Pestizide

29. September 2020
Bio-Imker Seusing musste seinen Betrieb aufgeben. Copyright: ARD, Fakt.

Bio-Imker Seusing musste seinen Betrieb aufgeben. Copyright: ARD, Fakt.

Brief eingetroffen um 12:38 Uhr:

Liebe Heidi

Kannst Du dazu heute informieren mit Hinweis auf TV-Sendung heute Abend?

Ja, Heidi kann!

29.9.20, ARD-Magazin Fakt um 21:45 Uhr:

„Laut einer Studie verbreiten sich ausgebrachte Pestizide weiter als angenommen. In Deutschland dürfte es keine unbelasteten Orte mehr geben, so die Forscher. Biobauern befürchten Konsequenzen.

Von Heidi Mühlenberg und Denis Kliewer, MDR

Das bisher umfangreichste Messprogramm für luftgetragene Pestizide in Deutschland hat beunruhigende Daten zu Tage gefördert. „Das Hauptergebnis unserer Studie ist, dass man in Deutschland höchstwahrscheinlich keine Standorte mehr ohne Pestizide findet. Selbst im Bayerischen Wald – und der Standort war mitten im Nationalpark – haben wir fünf Pestizide gefunden“, so die leitende Wissenschaflerin Maren Kruse-Plass, Biologin beim Ingenieurbüro TIEM-Integrierte Umweltüberwachung, gegenüber dem ARD-Magazin Fakt.“

Informationen zu folgenden Untertiteln gibt es bereits jetzt zu lesen unter:

Studie zu Umweltgiften: Nahezu kein Ort mehr ohne Pestizide

  • Verbreitung nicht nur beim Spritzen
  • Pestizide am Nordpol
  • Biolandwirtschaft geschädigt
  • Forderung nach Entschädigung
  • Pestizidbranche wehrt sich

Die Politik hat auf die Proteste der Biobauern reagiert. Das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft kündigte ein eigenes Luftmessprogramm an, ein sogenanntes Monitoring. Mit möglichen Konsequenzen für künftige Zulassungsverfahren von Pestiziden. Das kann jedoch Jahre dauern.

Heidi meint: „Unglaublich, was das alles kostet, abgesehen von den Schäden an Kulturen, Umwelt und Gesundheit!“

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Farm Aid Festival: Unterstützung für bäuerliche Familienbetriebe in den USA

28. September 2020

Jedes Jahr veranstalten die Farm Aid-Vorstandsmitglieder ein Festival; es sind dies

Diese Musiker bringen viele KünstlerInnen, Bauern und Bäuerinnen sowie Fans für eine Mission zusammen: Unterstützung von bäuerlichen Familienbetrieben, damit diese auf ihrem Land bleiben können. Das Festival soll zudem die Menschen mit der Herkunft unserer Nahrung in Berührung bringen.

Willie Nelson am Farm Aid 2020 On the Road

Willie Nelson am Farm Aid 2020 On the Road

Neil Young

Neil Young

Seit 1985 hat Farm Aid 60 Millionen Dollar gesammelt und damit bäuerlichen Familienbetrieben geholfen. Gleichzeitig inspiriert Farm Aid Millionen von Menschen zur Teilnahme an der Bewegung für gute Lebensmittel.

Farm Aid ist bekannt für das jährliche Musik-, Lebensmittel- und Landwirtschaftsfestival, aber die Leute von Farm Aid arbeiten das ganze Jahr über daran, ein landwirtschaftliches System aufzubauen, das Familienbetriebe, gutes Essen, Boden und Wasser sowie starke Gemeinschaften fördert. Sie engagieren sich für eine faire Landwirtschaftspolitik. (Our mission since 1985.)

ls Reaktion auf die Pandemie hat diese Bäuerin mehr Mais für die lokale Bevölkerung angebaut.

Als Reaktion auf die Pandemie hat diese Bäuerin mehr Mais für die lokale Bevölkerung angebaut.

Farm Aid fördert die Verbindungen zwischen Bauern und KonsumentInnen durch die Schaffung und Stärkung lokaler und regionaler Märkte und bringt die Produkte in die Stadt, in Lebensmittelgeschäfte, Restaurants, Schulen und andere öffentliche Einrichtungen. An allen Veranstaltungen werden Lebensmittel aus Familienbetrieben angeboten. (Promoting Family Farm Food)

Norah Jones, US-amerikanische Soul- und Jazz-Sängerin, Pianistin, Songwriterin, Schauspielerin und mehrfache Grammy-Preisträgerin

Norah Jones, US-amerikanische Soul- und Jazz-Sängerin, Pianistin, Songwriterin, Schauspielerin und mehrfache Grammy-Preisträgerin

Farm Aid feierte sein 35-Jahr-Jubiläum mit einem virtuellen Festival zu Hause. Am 26.9.20 fand „Farm Aid 2020 On the Road“ mit mehr als 20 KünstlerInnen statt. Im Film mit viel Musik kommen zwischendurch Bauern und Bäuerinnen zu Wort.

Jon Batiste führt durch das Video Farm Aid 2020 On the Road. Er ist US-amerikanischer Musiker.

Jon Batiste führt durch das Video Farm Aid 2020 On the Road. Er ist US-amerikanischer Musiker.

Der Verkauf während der Pandemie muss neu organisiert werden.

Der Verkauf während der Pandemie muss neu organisiert werden.

Farm Aid 2020 On the Road.

Farm Aid 2020 On the Road.

Farm Aid 2020 On the Road, Video 3:24:12

Farm Aid, Wikipedia

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SBV-Präsident Markus Ritter vergisst die Zahl 1’239’300

27. September 2020

Der Präsident des Schweizer Bauernverbands (SBV) ist ein Politiker durch und durch. Er ist überall und darf auch dauernd in den Medien seine Meinung äussern – ein einflussreicher Mann!

Ritter zitiert gerne seine Machtzahlen: 4, 100 und 23. Er muss 4 BundesrätInnen, 100 NationalrätInnen und 23 StänderätInnen auf seine Seite ziehen, was immer er will. Das Faszinierende daran ist, dass er es meist schafft.

„Es fehlt aber eine Zahl, Herr Ritter: 1’239’300 Stimmen aus dem Volk. Denken Sie, Herr Ritter, nie an das Volk, etwa an Heidi? Oder den Geissenpeter? Oder den Alpöhi? Und wie sie alle heissen? Mag sein, dass Ihnen das Volk einmal einen Strich durch die Rechnung macht. In der Schweiz leben heute 5’400’000 Stimmberechtigte, die Stimmbeteiligung beträgt durchschnittlich 45 Prozent, so dass 1’239’300 Stimmberechtigte ein 51-Prozent-JA erwirken können in einem Geschäft, das Sie, Herr Ritter, vehement ablehnen.“

Nachtrag 27.9.20 um 19 Uhr: Heute hat Markus Ritter sogar 1’653’873 Stimmen gegen sich, wurde doch das revidierte Jagdgesetz, das der SBV unterstützte, bei einer Stimmbeteiligung von 59,3 Prozent mit 51,9 Prozent verworfen.

Eidgenössische Vorlagen So hat die Schweiz abgestimmt. Die fünf eidgenössischen Vorlagen auf einen Blick mit Kantons- und Bezirksresultaten. SRF 27.9.20, 17.07 Uhr.

«BLICK Abstimmungs-Kampf» zum Jagdgesetz. Naturschützer holen sich die Beute. Blick vom 17.9.20

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Konzernverantwortungsinitiative: Zensur bei der Bauernzeitung online

26. September 2020

Die Landwirtschaftskammer (Laka), das Parlament des Schweizer Bauernverbands, hat die Ablehnung der Konzernverantwortungsinitiative mit 62:3 Stimmen beschlossen. Ein Antrag auf den Parolen-Verzicht wurde abgelehnt. Die Laka entschied sich für eine Parole, und zwar mit 55 Ja, 13 Nein und 7 Enthaltungen.

Bauernzeitung: zensurierter online-Bericht

Am 21.9.20 schrieb der Chefredaktor der Bauernzeitung, Adrian Krebs:

Die Landwirtschaftskammer, das Parlament des Schweizer Bauernverbands, hat mit klarer Mehrheit die Ablehnung der Konzernverantwortungs-Initiative beschlossen. Die Bio Suisse und der SBLV hatten erfolglos für einen Verzicht auf eine Parole votiert.

… Bio Suisse befürchtet Glaubwürdigkeits-Verlust

Zuvor hatte Bio Suisse-Präsident Urs Brändli einen Antrag gestellt, man möge auf eine Parole verzichten. Der Bio Suisse-Vorstand habe ein einstimmiges Ja beschlossen und er könne nicht nachvollziehen, dass man mit einem Nein die Glaubwürdigkeit der Landwirtschaft auf das Spiel setzen wolle.

Brändli verwies auch auf die Parallelen der KVI zu den regelmässigen Forderungen des SBV bezüglich der Nachhaltigkeits-Standards von Lebensmittel-Importen. Der Antrag von Bio Suisse fand Unterstützung bei Jeannette Zürcher-Egloff, Vizepräsidentin des Schweizerischen Bäuerinnen- und Landfrauenverband (SBLV). Sie verwies auf ähnliche Vorhaben, bei denen die Laka wegen mangelnder Betroffenheit auf eine Parole verzichtet.“

Am 23.9.20 um 22:28 Uhr wurde der Artikel aktualisiert. Geändert wurde der Lead, der ganze oben zitierte Text wurde gelöscht, ebenfalls die Resultate der Abstimmung zum Parolenverzicht.

Der Lead heisst neu:

„Die Landwirtschaftskammer, das Parlament des Schweizer Bauernverbands, hat mit klarer Mehrheit die Ablehnung der Konzernverantwortungs-Initiative beschlossen. Ein Antrag auf Parolenverzicht scheiterte klar.“

Der Kuhhandel zwischen Markus Ritter, Präsident des Schweizerischen Bauernverbands (SBV) und Ruedi Noser, Economiesuisse-naher FDP Ständerat des Kantons Zürich kam längst nicht überall gut an. Er lautet: Agrarreform stoppen gegen ein NEIN der Bauern zur Konzernverantwortungsinitiative.

Heidi meint: Geb ich dir, so gibst du mir! Sachliches Abwägen scheint keine Stärke dieser Politiker zu sein!

Bauernverbands-Parlament empfiehlt die Nein-Parole zur Konzernverantwortungs-Initiative. Bauernzeitung vom 21./23.9.20

Ständeratskommission: „Versenkt zynischer Deal zwischen Bauernverband und Economiesuisse die Agrarreform 22+?“. Vision Landwirtschaft vom 21.8.20

Markus Ritter agiert skrupellos. Kleinbauern-Vereinigung, 24.8.20

Agrarreform: Bio-Verbände wussten nichts vom Wirtschafts-Deal. Nau.ch 25.8.20

Empörend, unverständlich und gefährlich. Beschämender Deal gegen Agrarreform und Konzernverantwortung. Brot für Alle

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Grossflächiger Herbizideinsatz in Wytweide

24. September 2020

Mit Herbizid gegen Brombeeren in einer Wytweide im Berner Jura.

Heidi nimmt Sie, liebe Leserin, lieber Leser auf einen Spaziergang durch eine Biodiversitätsförderfläche mit. Es ist eine Wytweide im Berner Jura. Wenn man von Tramelan kommend die Rue de la Printanière Richtung Montagne du droit nimmt, dann kommt man zu einer Wytweide, in welcher die Brombeeren grossflächig mit Herbizid behandelt wurden. Dieser grausige Anblick wiederholt sich Jahr für Jahr! Die Bilder stammen aus einem Video, sind daher nicht besonders scharf. Sie wurden heute 24.9.20 aufgenommen.

Es braucht eine Bewilligung!

Der Einsatz von Pflanzenschutzmitteln in Wytweiden ist nur mit Bewilligung der für die Forstwirtschaft zuständigen kantonalen Stelle erlaubt, siehe Herbizideinsatz in Biodiversitätsförderflächen – bewilligte Wirkstoffe. Hat dieser Bauer eine Bewilligung erhalten? Heidi wird nachfragen. So oder so: Unglaublich! Da kommt Heidi ein SBV-Plakat in den Sinn: „Wir schützen. was wir lieben“.

Mechanische Bekämpfung

Brombeeren lassen sich gut mechanisch bekämpfen, z.B. mit dem Brombeerrechen.

Ein Zauberstab gegen die Brombeere, waldwissen.net:

„Die Bekämpfung der Begleitvegetation ist auf vielen Kulturflächen unerlässlich. Neben der Brombeere können beispielsweise auch Himbeere, Seegras oder Holunder zum Problem werden. Für diese Bekämpfungsmassnahmen gibt es auf dem Markt viele verschiedene Geräte. Seit dem Frühjahr 2008 gehört auch der „Brombeer-Rechen“ dazu. Diesen neuartigen Gegenstand zur Kulturpflege haben die Waldbautrainer der Bayerischen Landesanstalt für Wald und Forstwirtschaft (LWF) einem Praxistest unterzogen.“

Brombeerbekämpfung in Rinderweide, naturnetz

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Neue Fotos der legendären Misthaufen in Cinuos-chel-Brail und Celerina

18. September 2020
Dauermisthaufen in Chinuos-chel-Brail. Der Lagerort ist nicht mehr derselbe wie früher. Das ist die Taktik des Landwirtschaftsamts: Das nächste Mal bitte an einem anderen Ort, statt die Lagerung auf einer Betonplatte fordern!

Dauermisthaufen in Chinuos-chel-Brail. Der Lagerort ist nicht mehr derselbe wie vor Jahren. Das ist die übliche Empfehlung des Landwirtschaftsamts: Das nächste Mal bitte an einem anderen Ort – statt Lagerung auf einer Betonplatte mit Randabschluss fordern!

Dauermisthaufen in Chinuos-chel-Brail: Es wird gemistet!

Dauermisthaufen in Chinuos-chel-Brail: Es wird gemistet!

Der kleine Dauermisthaufen in Celerina hat schon manche Vegetationsperiode überstanden. Er wird von Jahr zu Jahr etwas breiter.

Der kleine Dauermisthaufen in Celerina hat schon manche Vegetationsperiode überstanden. Er wird von Jahr zu Jahr etwas breiter.

Zwei Monate sind vergangen, seit Heidi diese drei Dauermisthaufen das letzte Mal fotografiert hatte, siehe Feriengrüsse aus dem Oberengadin. Die neuesten Fotos stammen vom 12.9.20. Auch Touristen haben Heidi schon Fotos von diesem Mist geschickt. Anderswo – so hat man Heidi erzählt – musste ein „Kleiner“ seinen gut gelagerten Pferdemist bis Ende Mai wegschaffen. Ob das Landwirtschaftsamt auch den „Grossen“ eine Wegräumfrist gesetzt hat, das weiss Heidi nicht.

Feriengrüsse aus dem Oberengadin. Heidis Mist vom 18.7.20

Saftender Misthaufen im Engadin. Heidis Mist vom 23.7.19

Céline fotografierte wieder Oberengadiner Misthaufen. Heidis Mist vom 18.1.19

Oberengadin – traumhafte Landschaft mit Misthaufen, Heidis Mist vom 7.4.16

Oberengadiner Misthaufen: Heidi auf den Spuren von Touristen, Heidis Mist vom 3.7.16

Heidi hat Misthaufen im Feld 2020 aktualisiert. Sie hat eine Fotogalerie erstellt. In den vorangehenden Jahren war es jeweils eine Diaschau.

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Pestizide und Krebs: Eigentlich nichts Neues!

17. September 2020
Auszug aus der Agroscope Fungizidliste für Helikoptersprühflüge. Sicherheitsabstand von 60 m zu Gewässern un Wohnzonen (ausser Leimay und Talendo 30 m zu Wohnzonen. A3. LISTE DES FONGICIDES HOMOLOGUES AVEC UNE DISTANCE DE SECURITE DE 60m DES EAUX DE SURFACE ET DES HABITATIONS (sauf Leimay et Talendo 30m des habitations). Bemerkung: Die Wasserlebewesen sind also besser vor Leimay und Talendo geschützt als die Menschen! Wieso?

Auszug aus der Agroscope Fungizidliste für Helikoptersprühflüge. Sicherheitsabstand von 60 m zu Gewässern un Wohnzonen (ausser Leimay und Talendo 30 m zu Wohnzonen. A3. LISTE DES FONGICIDES HOMOLOGUES AVEC UNE DISTANCE DE SECURITE DE 60m DES EAUX DE SURFACE ET DES HABITATIONS (sauf Leimay et Talendo 30m des habitations). Bemerkung: Die Wasserlebewesen sind also besser vor Leimay und Talendo geschützt als die Menschen! Wieso?

Ein Aufschrei geht durch den Blätterwald: Erhöhtes Krebsrisiko für Kinder nördlich von Zürich und im Seeland! Wer – wie Heidi – regelmässig das Pflanzenschutzmittelverzeichnis des Bundesamts für Landwirtschaft konsultiert, weiss, dass zahlreiche Pestizide im Verdacht stehen, Mensch und Tier massiv zu schädigen und trotzdem sind sie zugelassen!

  • H351 Kann vermutlich Krebs erzeugen.
  • H361fd Kann vermutlich die Fruchtbarkeit beeinträchtigen. Kann vermutlich das Kind im Mutterleib schädigen.
  • H410 Sehr giftig für Wasserorganismen mit langfristiger Wirkung.

Solche Pestizide dürfen sogar aus dem Helikopter versprüht werden, wie etwa das Fungizid Leimay von Stähler Suisse SA mit den oben aufgezählten Eigenschaften. Nicht nur darf es mit grossem Abdriftrisiko aus der Luft appliziert werden, sondern sogar mit reduzierter Distanz zu Wohnzonen von nur 30 statt 60 Meter. Selber schuld, wer so nahe am Rebberg wohnt, gerade zu Fuss oder mit Velo unterwegs ist, wenn gespritzt wird, oder die Kinder im nahen Spielplatz spielen lässt!

Allgemein gibt es keinen vorgeschriebenen Pufferstreifen zu Wohnzonen, Spielplätzen, Schul- und Sportarealen; es gibt nur für Helikoptersprühflüge Einschränkungen und allenfalls in Einzelfällen für einzelne Pestizide auf der Etikette der Kanister. Was läuft da alles falsch?

Heidi meint: Die Zulassungsstelle für Pestizide arbeitet einseitig für Industrie und Landwirtschaft. Die Politik nickt, die Landwirtschaft profitiert zwar, ist gleichzeitig aber auch betroffen.

Geographie von Krebserkrankungen bei Kindern in der Schweiz untersucht, Medienmitteilung Universität Bern vom 14.5.20

Bayesian spatial modelling of childhood cancer incidence in Switzerland using exact point data: a nationwide study during 1985–2015. International Journal of Health Geographics, 17.4.20

Hirntumore bei Kindern: Pestizide stark verdächtigt. Fausta Borsani, OhneGift vom 14.9.20

Hirntumor bei Kindern: Pestizide im Verdacht. Daniel Mennig, Ktipp vom 15.9.20

Erhöhtes Krebsrisiko für Kinder nördlich von Zürich und im Seeland. Swissinfo.ch vom 14.5.20

Helikoptersprühflüge: Zum Beispiel das Fungizid Leimay. Heidis Mist vom 12.1.18

Heidis 10 Artikel über Helikoptersprühflüge

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Auf der Milchkuhalp Ladils ob Vättis ist Güllezeit

15. September 2020
Mit dem Güllefass können die Steilhänge nicht befahren werden, also wird alle Gülle von Wegen aus dort verspritzt, wo man hinkommt. Copyright: Emil Eigenmann

Mit dem Güllefass können die Steilhänge nicht befahren werden, also wird alle Gülle von Wegen aus dort verspritzt, wo man hinkommt. Copyright: Emil Eigenmann

Geschätztes Heidi

Am Sonntag wanderte ich über die Alp Ladils ob Vättis. Die Alp war nicht mehr bestossen und zu unserer Überraschung war ein Teil der Alp frisch gegüllt worden. So weit ich mich informiert habe, ist das wohl legal. Irgendwohin muss man ja mit der Gülle, wenn auf der Alp welche anfällt.

Wie die Gülle ausgebracht wurde hat mich aber etwas entsetzt. Die Weiden wurden regelrecht geflutet. Wohin gehen die Nährstoffe, welche die Pflanzen bis in den Frühling nicht benötigen?

Freundlicher Gruss
Emil Meierhans

Es ist einfach, möglichst viel Gülle auf die ebenen Flächen zu spritzen. Copyright: Emil Meierhans

Es ist einfach, möglichst viel Gülle auf die ebenen Flächen zu spritzen. Copyright: Emil Meierhans

Lieber Herr Meierhans

Die 77 Hektaren der Alp Ladils werden mit 55 bis 60 Milchkühen bestossen. Es werden 4’000 bis 5’000 kg Alpkäse und 400 kg Alpbutter hergestellt.

Ich habe keine Ahnung wie diese Alp bewirtschaftet wird, ob die Bewirtschafter alpfremdes Futter und zugeführten Dünger einsetzt. Wie viel Nährstoffe die Pflanzen vor dem Winter noch aufnehmen können, ist schwierig abzuschätzen, jedenfalls werden die Weiden danach nur noch durch Wildtiere genutzt. Eigentlich braucht die Alpenflora keine Düngung. Aber eben: Die Gülle muss weg, auf die Gefahr hin, dass Unkräuter sich breitmachen oder Nährstoffe ausgewaschen werden.

Vorgaben Direktzahlungsverordnung

Es ist erlaubt, Futter, Kraftfutter und allenfalls Dünger zuzuführen, d.h. die Alpweiden werden in diesem Fall durch alpfremde Nährstoffe belastet. Eine intensive Bewirtschaftung schadet aber der Artenvielfalt.

 Art. 30 Düngung der Weideflächen

1 Die Düngung der Weideflächen muss auf eine ausgewogene und artenreiche Zusammensetzung der Pflanzenbestände und auf eine massvolle und abgestufte Nutzung ausgerichtet sein. Die Düngung hat mit alpeigenem Dünger zu erfolgen. Die zuständige kantonale Fachstelle kann die Zufuhr von alpfremden Düngern bewilligen.

2 Stickstoffhaltige Mineraldünger und alpfremde flüssige Dünger dürfen nicht ausgebracht werden.

 Art. 31 Zufuhr von Futter

1 Zur Überbrückung witterungsbedingter Ausnahmesituationen dürfen höchstens 50 kg Dürrfutter oder 140 kg Silage pro Normalstoss (NST) und Sömmerungsperiode zugeführt werden.

2 Für gemolkene Kühe, Milchziegen und Milchschafe ist zusätzlich die Zufuhr von 100 kg Dürrfutter und 100 kg Kraftfutter pro NST und Sömmerungsperiode zulässig.

Im Dunkel der Nacht verschwinden die Gülleflächen. Copyright: Emil Meierhans

Im Dunkel der Nacht verschwinden die Gülleflächen. Copyright: Emil Meierhans

3 Schweinen darf Kraftfutter nur als Ergänzung der alpeigenen Milchnebenprodukte verfüttert werden.

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Tag der Tropenwälder: Abholzen, abbrennen, abschlachten

14. September 2020
Tagtäglich werden grosse Urwaldflächen abgebrannt.

Tagtäglich werden grosse Urwaldflächen abgebrannt.

Danke, liebe Leserin, dass du mich auf den heutigen „Tag der Tropenwälder“ (14.9.20) aufmerksam gemacht hast, ein trauriges Thema ohne Ende.

tagesschau.de berichtet darüber, Lena Bodewein, ARD-Studio Singapur:

Der heutige Tag der Tropenwälder soll auf die gefährdete grüne Lunge der Erde aufmerksam machen. Deren Vernichtung wird durch die Corona-Pandemie verstärkt – so auch in Indonesien.

Die Waldbrandsaison in Indonesien ist im vollen Gange, auf dem indonesischen Teil Borneos herrscht seit Juli Alarmzustand – Trockenzeit und Brandrodung sind eine grosse Gefahr für die tropischen Wälder Indonesiens.

Das Land hat weltweit die drittgrösste Waldfläche und es ist typisch für die bewaldeten Länder der Welt: Die haben rund um den Globus einen grossen Anteil an armen Einwohnern. Und deshalb sind die Wälder zum Beispiel in Indonesien in diesem Jahr besonders gefährdet: Corona trifft die Menschen hart, die Einbussen in Wirtschaft und Tourismus lassen viele leiden.

Lesen Sie weiter: Tag der Tropenwälder: Abholzen, abbrennen, abschlachten.  tagesschau.de vom 14.9.20.

Hier die Zwischentitel des Beitrags von Lena Bodewein. Weitere Beiträge von tagesschau.de sind verlinkt, siehe unten.

Reiche Wälder, arme Bevölkerung

Palmölplantagen bedrohen Orang-Utans

Entwaldung steigt um 50 Prozent

Urwald in Brasilien: Zerstörung im Schatten der Corona-Krise. Von Matthias Ebert, ARD-Studio Rio de Janeiro, tagesschau.de vom 23.5.20

Brasilianischer Regenwald: Illegale Abholzung steigt um 34 Prozent. tagesschau.de vom 7.8.20

„Tag des Amazonas“: Kein Ende der Brandrodungen im Regenwald. tagesschau.de vom 5.9.20

Heidis 36 Artikel über das Palmöl-Problem

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