Verpackungen: Lassen wir uns verführen?

24. April 2015
15 verschiedene Reissorten bietet die traditionelle Kolonialwarenhandlung Schwarzenbach in Zürich auf kleinstem Raum an. Copyright Schwarzenbach.

15 verschiedene Reissorten bietet die traditionelle Kolonialwarenhandlung Schwarzenbach in Zürich auf kleinstem Raum an. Copyright Schwarzenbach.

Eine Papiertüte mit köstlichen Lebensmittel füllen lassen, das kann man seit 1864 bei H. Schwarzenbach im Zürcher Niederdorf an der Münstergasse 19. Ein einst “normales” Verkaufskonzept wurde im Rahmen des Massenverkaufs bei Grossverteilern aufgegeben; meist lässt man die KundInnen nur noch bei verderblichen Produkten, wie Gemüse und Früchten, im Offenverkauf “selber nehmen”, was Verkaufspersonal spart und den unterschiedlichen Mengenbedürfnissen der Kunden Rechnung trägt. Der Offenverkauf wird von umweltbewussten ZeitgenossInnen wieder aufgenommen, etwa von Patrick Honauer, Bachser Märt, Kalkbreite Zürich, Verpackung? Nein Danke! Schweizer Familie, März 2015.

Der Offenverkauf schafft eine Beziehung zum Lebensmittel. Heute zahlen wir viel Geld für immer mehr Verpackung und Marketing. Man verkauft uns “Marken”, wo wir doch eigentlich tadellose Lebensmittel nachfragen. Doch diese Verführung ist nicht harmlos, denn aus den Verpackungen gelangen oft Schadstoffe in die Lebensmittel, verunreinigen sie. Eigentlich hat man keine Ahnung, welche Zusatzstoffe langfristig gesundheitsschädigend sind. Nicht umsonst bemüht sich die Bio-Branche um möglichst schadstofffreie und umweltschonende Verpackungen, siehe Best Practice, Verpackungsbeispiele für Bio Suisse Produkte, eine Studie des Forschungsinstituts für biologischen Landbau (FiBL).

Wissenschaftler haben zum Studium des Problems der gesundheitsschädigenden Verpackungen das Food Packaging Forum (FPF) mit Sitz in Zürich gegründet. Dem Newsletter vom 23.4.15 hat Heidi einen Link zu einem Film von France 5 entnommen: Emballages: le grand déballage, vom 25.3.15. Das Verpackungsproblem wird aus den verschiedensten Perspektiven gezeigt.

Der Film zeigt auch Lösungen für den lebensmittel- und umweltverschmutzenden Verpackungswahn auf. Jane Muncke, wissenschaftliche Direktorin des FPF, fordert strengere Vorschriften sowie eine Einschränkung auf etwa fünf Plastikmaterialien, die gut untersucht sind und als unbedenklich befunden wurden. Auf die Vielfalt der Stoffe, denen wir über die Verpackungen ausgesetzt sind, macht der Toxikologe Thomas Backhaus, Universität Göteborg, aufmerksam. Wie sagt doch Heidi immer Die Mischung macht das Gift: Pestizide, Verpackungsgifte, Luftschadstoffe … Im Film hat auch Konrad Grob, Kantonales Labor Zürich, einen Auftritt: Migration von Schadstoffen aus Recycling-Karton. Ein aufschlussreicher Film, leider durch zahlreiche Werbeblöcke unterbrochen.

Frankreich scheint das Problem ernsthafter anzupacken als die Schweiz, z.B. Bisphenol A ist ab Juli 2015 verboten, siehe Lebensmittelverpackungen: Wir müssen handeln!, Heidis Mist vom 11.10.14. Die französische Bio-Branche kämpft aktiv gegen Überverpackung: Biocoop und Satoriz (eine 20-jährige Kette mit 28 Läden).

Zufall oder nicht? Titel einer Sendung von RTS, A bon entendeur vom 27.3.12 Poubelles: le grand déballage! Thema dieses Films ist in erster Linie das Abfall-Mengenproblem.

Was wollen wir essen? Marken oder tadellose Lebensmittel?

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Abfälle gefährden Grundwasser, Flüsse und Seen

18. April 2015

Altlastenkarte_d

“Nach mehrjährigen aufwendigen Abklärungen haben alle Kantone und drei Bundesstellen ihre Kataster der belasteten Standorte abgeschlossen. Wie eine landesweite Auswertung des BAFU zeigt, belegen die rund 38‘000 erfassten Areale eine Gesamtfläche von etwa 230 Quadratkilometern (Heidi: entspricht der Fläche des Kantons Zug). Bei den meisten belasteten Grundstücken handelt es sich um Betriebsstandorte und ehemalige Deponien im Mittelland, die nicht selten in der Nähe von Grundwasservorkommen oder Oberflächengewässern liegen …

In Klosters und Schiers GR wurde beim Unwetter 2005 die alte Abfalldeponie weggeschwemmt. Nach Jahren sah Heidi noch Spuren von Plastik, Blech, Glas usw.

In Klosters und Schiers GR wurde beim Unwetter 2005 die alte Abfalldeponie weggeschwemmt. Nach Jahren sah Heidi noch Spuren von Plastik, Blech, Glas usw.

… Hinsichtlich der Umweltrisiken stellen die belasteten Standorte vor allem eine Gefahr für die Gewässerqualität dar. So befinden sich gut 60% aller im KbS erfassten Flächen in einem Gewässerschutzbereich mit nutzbarem oder genutztem Grundwasser. Den hohen Druck auf die Wasserressourcen im Mittelland dokumentiert auch die Nähe der belasteten Standorte zu Oberflächengewässern, liegt doch ein Viertel weniger als 50 m von einem Fluss-, Bach- oder Seeufer entfernt. In den nächsten Jahren gilt es deshalb, die weitere Untersuchung dieser Standorte vorrangig zu behandeln und bei Bedarf Sanierungs- oder Überwachungsmassnahmen zu treffen, um das unliebsame Erbe aus der Vergangenheit zu entschärfen.” Altlasten: Aufräumen mit den Umweltsünden, BAFU, 21.5.14.”

Neue Publikation: Überwachung von belasteten Standorten, Vollzugshilfe zur Altlasten-Verordnung, BAFU 2.4.15.

Stand der Altlastenbearbeitung in der Schweiz, BAFU

Beispiel Altlastensanierung altes Gaswerk Chur, Botschaft des Stadtrates an den Gemeinderat, Stadt Chur, voraussichtliche Kosten: 3’551’000 Franken. “… Da aufgrund der toxischen und teilweise mobilen (viskosen) Teerschlacken eine konkrete Gefährdung des Grundwassers besteht, wird eine Sanierung im Winter 2014/2015 empfohlen…” Rund 8’300 Kubikmeter Erde sollen bis zu den Sommerferien ausgehoben und korrekt entsorgt werden, Schrebergärten Chur: Statt Kartoffeln ist flüssiger Teer im Boden, SRF 16.4.15.

Werden die Behörden überall so rasch handeln wie in Chur oder lieber abwarten und Champagner trinken mit Investoren? Noch nie waren wir so reich, doch Steuergelder fliessen bevorzugt in lukrative Branchen, für die Umwelt bleibt wenig übrig. Besonders die Gemeinden sind am “schnellen” Geld (Bautätigkeit) interessiert. Wer will schon für die Umweltsünden der Grosseltern zahlen? Doch gerade dies wäre dringend nötig.

Und es geht weiter so: Wachstum muss sein! Kate Amiguet hat einen informativen und eindrücklichen Film über unseren Umgang mit Abfällen gedreht: Trailer für eilige LeserInnen, 4 Minuten; Ganzer Film Déchets, 57 Minuten. Der Film ist nicht nur online verfügbar, sondern auch erhältlich bei Kate Amiguet : DVD ou Blu-Ray disponible sur commande : kate@mart.ch. Und wer mit dem Französischen Mühe hat? Die Bilder allein sprechen Bände.

Der Film gibt auf viele Fragen eine Antwort.

  • Wussten Sie, dass eine Gruppe von initiativen Leuten die Abfälle in den Naturschutzgebieten des Kantons Waadt sammelt, ohne Entgelt? Im ersten Jahr glaubten sie, das sei eine mehr oder weniger einmalige Angelegenheit, doch jedes Jahr werden neue Abfälle angeschwemmt, tonnenweise sammeln sie Müll.
  • War Ihnen bewusst, dass Kehrichtverbrenner (KVA) an möglichst viel Kehricht interessiert sind? Sie verkaufen Energie!
  • Wer zahlt am meisten? Firmen können “ihre” KVA wählen. Die Konkurrenz spielt, drückt den Preis. Die Privatkunden zahlen mehr, was zwar von den KVAs bestritten wird.
  • Wussten Sie, dass es für die Endlagerung pro 1000 kg Kehricht-Asche 250 kg Zement braucht? Die Asche wird mit Zement und Wasser gemischt … und abgelagert. Die Lager wachsen, beanspruchen Platz.
  • ….
Männer, Frauen und Kinder sammeln in den Naturschutzgebieten des Kantons Waadt Abfall. Weitere Leute zu finden ist schwierig, denn am Samstag ist Shopping-Tag, Copyright TVmart, veröffentlicht mit Bewilligung von Kate Amiguet.

Männer, Frauen und Kinder sammeln in den Naturschutzgebieten des Kantons Waadt Abfall. Weitere Leute zu finden ist schwierig, denn am Samstag ist Shopping-Tag, Copyright TVmart, veröffentlicht mit Bewilligung von Kate Amiguet.

Deponie für Rückstände aus der Kehrichtverbrennungsanlage, Copyright TVmart, veröffentlicht mit Bewilligung von Kate Amiguet.

Deponie für Rückstände aus der Kehrichtverbrennungsanlage, Copyright TVmart, veröffentlicht mit Bewilligung von Kate Amiguet.

Bild ohne Worte aus dem Film Déchets, Copyright TVmart, veröffentlicht mit Bewilligung von Kate Amiguet.

Bild ohne Worte aus dem Film Déchets, Copyright TVmart, veröffentlicht mit Bewilligung von Kate Amiguet.

Post Plastic Lux: Eine Ausstellung in Genf (5. bis 15.3.15) widmete sich den Plastikabfällen: künstlerisch, wissenschaftlich, pädagogisch. Auch wenn sie schon wieder geschlossen ist, auf Facebook geht’s weiter: Facebook Post Plastic Lux. Dahinter stecken mehrere Frauen aus der Westschweiz, aus Hamburg, Paris und Kanada sowie ein Mann aus Genf.

Post Plastic Lux. Copyright Dominique van Asperen, Zoologin und Plastikerin, Hamburg

Post Plastic Lux. Copyright Dominique van Asperen, Zoologin und Plastikerin, Hamburg

18.4.15 HOME

Frühlingserwachen mit Heupferd

16. April 2015
Zwei kleine Grüne Heupferde (Tettigonia viridissima) sassen am Boden. Doch schwupps war das eine weg. Das zweite liess sich noch fotografieren, aber dann: Ein grosser Sprung ... und verschwunden war auch das zweite. Zurück blieben die sesshaften Keimlinge.

Zwei kleine Grüne Heupferde (Tettigonia viridissima) sassen am Boden. Doch schwupps war das eine weg. Das zweite liess sich noch fotografieren, aber dann: Ein grosser Sprung … und verschwunden war auch das zweite. Zurück blieben die sesshalften Keimlinge.

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Auf den Spuren von Heidis Mist

11. April 2015
Mist auf nacktem Maisfeld. Wahrscheinlich fliesst zwischen Stall und Feld ein Bächlein; das würde bedeuten, dass der Pufferstreifen zu schmal ist. Copyright Marius

Mist auf nacktem Maisfeld. Wahrscheinlich fliesst zwischen Stall und Feld ein Bächlein; das würde bedeuten, dass der Pufferstreifen zu schmal ist. Copyright Marius

Auch wenn der Regierungsrat des Kantons Graubünden zur Rechtfertigung des Sonntagsverkaufs argumentiert, dass im Designer Outlet in Landquart vorwiegend Ausländer einkauften, ist Graubünden immer noch ein beliebtes Ferienziel für SchweizerInnen, z.B. Marius schickte Heidi und dem Almöhi nicht nur herzliche Grüsse aus dem Bündnerland, sondern legte auch ein Foto bei mit der Bildlegende: Auf den Spuren von Heidis Mist. Mist bei Castrisch am 5. April vom Zug aus aufgenommen.

Wie lange der Mist schon liegt und wie lange er noch liegen wird, das weiss natürlich Marius nicht. Doch weil der Haufen sichtlich saftet, geht Heidi davon aus, dass die Lagerung illegal ist. Mit grösster Wahrscheinlichkeit fliesst zwischen Stall und Maisfeld ein Bächlein, d.h. der Pufferstreifen von 6 m Breite gemäss Direktzahlungsverordnung ist massiv unterschritten. Gewässerverschmutzungen wirken sich in kleinen Bächen der hohen Konzentration wegen besonders schädlich auf die Wasserlebewesen aus. Also zwei Zuwiderhandlungen gegen die Gewässerschutzgesetzgebung auf einem Foto.

Danke Marius!

11.4.15 HOME

Keine Pestizide in der Grundwasserschutzzone S2

7. April 2015
Starkregen werden - so meinen die Fachleute - in Zukunft zunehmen. Umso wichtiger ist es, dass in der Grundwasserschutzzone S2 keine Pestizide ausgebracht werden.

Starkregen werden – so meinen die Fachleute – in Zukunft zunehmen. Umso wichtiger ist es, dass in der Grundwasserschutzzone S2 keine Pestizide ausgebracht werden.

Die Anhörung zur Änderung der Gewässerschutzverordnung ist Ende März 2015 abgelaufen. Der Schweizerische Verein des Gas- und Wasserfachs (SVGW) begrüsst verschiedene Verbesserungen. In seiner Fachzeitschrift Aqua & Gas, N°4, 2015, liest Heidi heute: “Für den SVGW ist das Ausbringen von Pestiziden in unmittelbarer Umgebung von Grundwasserfassungen nicht vertretbar. Mit Nachdruck weist der SVGW darauf hin, dass aus der Sicht des Gewässerschutzes die Verwendung von wassergefährdenden Stoffen, allen voran den Pestiziden, in der unmittelbaren Umgebung von Grundwasserfassungen wegen der damit verbundene Gefährdung des Trinkwassers nicht vertretbar ist.

Beim Ausbringen von Pflanzenschutzmitteln (PSM) innerhalb der Zone S2 ist die Gefahr gross, dass diese, besonders bei Starkniederschlängen, auf direktem Weg in die Trinkwasserfassung gelangen. Wie schon früher fordert der SVGW daher eine Erweiterung des Verbots für den Einsatz von PSM in der S2 und gezielte Einschränkungen in der S3.”

Heidi wünscht sich schon lange die Wiedereinführung des allgemeinen Verbots von Pestiziden in der S2. Der Bundesrat hatte ein solches Verbot 1999 erlassen, doch auf Druck der Bauern wieder aufgehoben,  siehe Bundesrat gewichtet Freiheit der Bauern höher als Trinkwasserqualität.

7.4.15 HOME

Gott WACHSTUM

3. April 2015

Überentwicklung, Überbevölkerung, Überschwingen (OVER)
過度開發,人口過多,過衝(OVER)
Överexploatering, Överbefolkning, Överskridande (OVER)

Ein schaurig schönes erschreckendes Buch mit Perspektiven.
Kaufen oder online Sehen/Lesen:
Overdevelopment, Overpopulation, Overshoot (OVER), Editor Tom Butler, Global Population Speak Out

“I don’t understand why when we destroy something created by man we call it vandalism, but when we destroy something created by nature we call it progress.” Ed Begley, Jr.

3.4.15 HOME

Macht Glyphosat Menschen und Tiere krank?

2. April 2015
"...Glyphosat = Totalherbizid, bringt alle Pflanzen vom Leben zum Tod – ausser den so beschworenen, gentechnisch veränderten. Deren Einführung allerdings hat dann resistente “Super-Unkräuter” und “Killer-Insekten” zur Folge...." Weiterlesen bei Osmerus:  Der orange Blitz – Agrar-Frühling aller Orten. https://osmerus.wordpress.com/2014/03/23/der-orange-blitz-agrar-fruhling-aller-orten/  23. März 2014, Copyright  osmerus

“…Glyphosat = Totalherbizid, bringt alle Pflanzen vom Leben zum Tod – ausser den so beschworenen, gentechnisch veränderten. Deren Einführung allerdings hat dann resistente “Super-Unkräuter” und “Killer-Insekten” zur Folge….” Weiterlesen bei Osmerus: Der orange Blitz – Agrar-Frühling aller Orten. https://osmerus.wordpress.com/2014/03/23/der-orange-blitz-agrar-fruhling-aller-orten/ 23. März 2014, Copyright osmerus

Die Weltgesundheitsorganisation hat Glyphosat aufgrund von zahlreichen Studien als wahrscheinlich krebserregend eingestuft, siehe Glyphosat soll Krebs erregen, Schweizer Bauer vom 25.3.15. Arte berichtete am 31.3.15 über mögliche Schäden von Glyphosat, siehe Tote Tiere – Kranke Menschen. Die Sendung wird am Freitag, 10.4.15, um 10.00 Uhr wiederholt.

In der Schweiz ist die Anwendung der meisten Pestiziden bis wenige Meter an die Trinkwasserfassungen erlaubt. Ausnahmen sind in der Liste des Bundesamts für Landwirtschaft (BLW) Anwendungsverbote für Pflanzenschutzmittel in der Grundwasserschutzzone S2 aufgeführt. Zwischen November 2012 und heute hat die Zahl der verbotenen Wirkstoffe von 11 auf 20 zugenommen. Das Führen dieser Liste erfordert Behördenarbeit im Spannungsfeld zwischen Menschenschutz sowie Bauern- und Industrie-Lobby. Auch diese aufwändige Arbeit bezahlen wir.

Wann wird das BLW Glyphosat auf die Liste setzten? Zum Schutze des Trinkwassers wäre es sinnvoll und zudem effizienter bzw. zwingend nötig, dass das BLW endlich ein allgemeines Verbot für Pestizide in der Grundwasserschutzzone S2 erlässt. Das hätte den Vorteil, dass das Einhalten des Verbots kontrolliert werden könnte, aber das wollen die Bauern nicht und demzufolge vermutlich auch das BLW nicht. Heidi wünscht sich schon lange ein solches Verbot. Schaltet das BLW wie beim Atrazin den Kriechgang ein und wartet bis “die Welt” ein allgemeines Verbot für Glyphosat erlässt?

Über die Problematik der Pestizid-Anwendung in der Grundwasserschutzzone S2 und über die verschiedenen Grundwasserschutzzonen schrieb Heidi am 19.11.12, siehe Grundwasserschutzzonen: Wer weiss Bescheid?

Nachtrag 2.4.15: Soeben hat Gerhard Laukötter – passend zum Thema – ein Gedicht mit dem Titel Die Saat geht auf veröffentlicht. Hier die letzten zwei Zeilen:

Wir ernten tief im Wasser Gift,
das hat vom Mais die Todesschrift.

2.4.16 HOME

Touristenfoto aus dem Toggenburg

30. März 2015

“Kein Bächlein zu klein, um nicht ordentlich zu schäumen…
Lg. Wolfgang”

Ein Leser schickte Heidi dieses Bild, Ursache des Schaums unbekannt.

30.3.15 HOME

Vom Schaumbad zum Wiesenschaum

23. März 2015
Abwasserschlauch: Kurz zuvor lag noch Schaum auf der grünen Wiese...

Abwasserschlauch: Kurz zuvor lag noch Schaum auf der grünen Wiese…

Weltwassertag 2015: Plötzlich ist an diesem Wiesenhang eine weisse Fläche sichtbar. Lange liegt sie nicht dort, die Bauernfrau wischt das Weiss mit einem Besen weg, denn es ist nur Schaum (die Kamera kam zu spät). Ursache: Abwasser aus dem Schlauch, der dort liegt. Kurz darauf ist der Schlauch verschwunden. Geschäftiges Treiben, denn am Montag kommt jemand von der Gemeinde vorbei, das haben die Polizisten gemeldet. Die Hofdüngeranlagen seien in Ordnung, von der Gemeinde kontrolliert worden. Am Morgen und früher, besonders am Tag zuvor, floss das Abwasser noch im Bächlein: Bergstelze auf dem Weg zum Schaumbad. Wohin floss es danach?

Das Versickernlassen von Abwasser ist verboten: Gewässerschutzgesetz, Art. 6 Grundsatz, 1 Es ist untersagt, Stoffe, die Wasser verunreinigen können, mittelbar oder unmittelbar in ein Gewässer einzubringen oder sie versickern zu lassen.

Gewässerverschmutzungen finden häufig am Wochenende oder an Feiertagen statt. Dann sind die Amtshäuser geschlossen. Polizisten dürfen nicht einfach in Gebäude eindringen und nach Ursachen suchen, dazu brauchen sie eine Ermächtigung. Jedenfalls haben sie das weissliche schäumende Gewässer gesehen. Das wird’s vermutlich dann sein. Alles schön vertuscht. Den Behörden mag’s recht sein. Die Direktzahlungen fliessen dann üppig weiter, was auch die Gemeindekassen freut.

Zu kleine Güllegruben bzw. zu viele Tiere sind die Ursachen vieler Gewässerverschmutzungen. Moralische Unterstützung für einen notorischen Gewässerverschmutzer aus einem Churer Amt: “Es kann kein Abwasser mehr in einen Bach fliessen … Er würde es NIE wagen … Die Gemeinde hat die angeordneten Massnahmen kontrolliert …”

Mehr zum Schaumbad: Diaschau Bündner Schaumbad für Vögel.

... es schäumt zu fest, der Schlauch wird entfernt.

… es schäumt zu fest, der Schlauch wird entfernt.

23.3.15 HOME

Bergstelze auf dem Weg zum Schaumbad

22. März 2015
Bergstelze betrachtet Bündner Schaumwasser. Klick auf Bild für Vergrösserung. Foto 22.3.15

Bergstelze betrachtet Bündner Schaumwasser. Klick auf Bild für Vergrösserung. Foto 22.3.15

Heidis Beitrag zum Weltwassertag 2015: In einem privaten Bündner Bächlein schäumt es weiter. Eine Bergstelze sucht Speis und Trank im Wasser. An diesen Ort verirrt sich kein Tourist … mehr dazu in der Diaschau Bündner Schaumbad für Vögel.

22.3.15 HOME


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