40 Marathons in 40 Tagen auf 6 Kontinenten für Wasser

27. April 2017
Tweet von Mina Guli vom 27.4.17: "Afternoon PT session with the Queen's Guards at Windsor Castle. What an unforgettable experience! #Run4Water" Copyright: Kelvin Trautman.

Tweet von Mina Guli vom 27.4.17: „Afternoon PT session with the Queen’s Guards at Windsor Castle. What an unforgettable experience! #Run4Water“ Copyright: Kelvin Trautman.

Die 46-jährige australische Geschäftsfrau und Athletin Mina Guli will eine einfache Botschaft verbreiten: Viele Länder verbrauchen Wasser schneller als es die Natur nachliefern kann. Sie möchte eine Welt, auf welcher genügend Wasser da ist für alle und für immer.

Mina Guli rennt für das globale Ziel 6 der Vereinten Nationen für nachhaltige Entwicklung: Sauberes Wasser und Sanitärversorgung für alle. Am Weltwassertag 2017 startete sie in Nordamerika am Colorado ihren #run4water. Weiter ging’s entlang der Flüsse Amazonas, Murray Darling, Yangtze und Nil. Seit dem 24.4.17 läuft Mina Guli an der Themse. 1’449 km hat sie bereits zurückgelegt, noch sind 239 km zu bewältigen.

Thirst ist eine Organisation, welche das Sparen von Wasser durch Schulung junger Leute fördert. Gegründet wurde sie von Mina Guli am Weltwassertag 2012 mit zwei Workshops für je Tausend Studenten. Sie ist CEO dieser Gruppe, welche mit ihrem Programm bereits mehr als 40’000 Kinder in chinesischen Schulen und Universitäten erreicht hat sowie 300’000 Jugendliche an Veranstaltungen. Thirst hat 120 Studenten-Klubs in 12 Provinzen Chinas.

Zahlreich sind die Auszeichnungen, die Mina Guli erhalten hat, u.a. 2010 am World Economic Forum in Davos: Young Global Leader. Auch als Läuferin hat sie viel erreicht, etwa den Marathon Des Sables absolviert; das war 2013, siehe Video. Oder 2016 lief sie in sieben Wochen durch Wüsten auf sieben Kontinenten.

Auf ihrem #run4water trägt Mina Guli eine grosse Fahne mit und forderte Leute auf zu unterschreiben, dies als Zeichen für ihr Engagements im Hinblick auf das Globale Ziel 6 der UN, das 2030 erreicht sein soll. Auch Sie, liebe Leserin, lieber Leser, können unterschreiben und sich engagieren. Hier geht’s zum Online-Formular. Die Fahne und das Online-Formular mit den Unterschriften werden nach dem Lauf in New York dem UN Hauptquartier übergeben.

Homepage Mina Guli

The woman running 40 marathons in 40 days, BBC Australia, 27.4.17

School kids in Sao Paulo

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Leserfotos: Mist im Regen

18. April 2017
Feld, der Witterung ausgesetzt. Copyright Luca B.

Nicht nur in Graubünden liegt Mist monatelang im Feld, der Witterung ausgesetzt. Copyright Luca B.

Wenn der Bauer zuviel Nährstoffe in den Betriebskreislauf einführt, dann stört ihn das Versickern von z.B. Nitrat Richtung Grundwasser nicht. Nachweisen kann man ihm diese Gesetzesübertretung kaum. In Bauernkreisen hört man nicht gerne, dass dies "illegal" ist. Copyright: Luca B.

Wenn der Bauer zuviel Nährstoffe in den Betriebskreislauf einführt, dann stört ihn das Versickern von z.B. Nitrat Richtung Grundwasser nicht. Nachweisen kann man ihm diese Gesetzesübertretung kaum. In Bauernkreisen hört man nicht gerne, dass dies „illegal“ ist. Copyright: Luca B.

Dieser Mist liegt schon lange auf der Wiese! Copyright: Luca B.

Dieser Mist liegt schon lange auf der Wiese! Copyright: Luca B.

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Hindernisse auf dem Weg des Osterhasen

15. April 2017
Schon wieder ein Misthaufen direkt auf meinem Wanderweg!

Schon wieder ein Misthaufen direkt auf meinem Wanderweg!

 

Welche Richtung soll ich einschlagen? Wo ist der Weg Mist-hindernisfrei?

Welche Richtung soll ich einschlagen? Wo ist der Weg Mist-hindernisfrei?

 

... auch hier auf dem Chatzenstrick neben dem Pilgerweg liegt Mist!

… auch hier auf dem Chatzenstrick neben dem Pilgerweg liegt Mist!

Auf diesem Bänklein in Malans ass ich jeweils meinen Z'morgen aus dem Korb. Jetzt liegt ein grosser Misthaufen davor. Daher flitzte ich vorbei. Auch sonst liegen im Bündnerland viele Haufen auf meinem Wanderweg. Ich gehe in Zukunft nicht mehr hin.

Auf diesem Bänklein in Malans ass ich jeweils meinen Z’morgen aus dem Korb. Jetzt liegt ein grosser Misthaufen davor. Daher flitzte ich vorbei. Auch sonst liegen im Bündnerland viele Haufen auf meinem Wanderweg. Ich gehe in Zukunft nicht mehr hin.

Die diesjährige Schoggitaler-Aktion von Pro Natura und Heimatschutz geht zugunsten von mehr Bewegungsfreiheit für Hirsch, Luchs, Igel und Co. Die Wanderwege vieler Wildtiere sind blockiert. Christine Dobler Gross schrieb: „Der Osterhase steht vor der Tür – …… und der Igel? Kann er auch kommen? Beim Ostereiersuchen mit geballter Faust in den Garten gehen! In ihrem Artikel im Hotspot Naturgarten beschreibt Christine warum: Lauf Igel, lauf!

Heidi wünscht Ihren Leserinnen und Lesern geruhsame Ostern.

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Wägitaler Aa: Wo bleibt das Restwasser? (2)

12. April 2017
Ohne Wasser kein Leben.

Ohne Wasser kein Leben.

Zufällig am 11. und 12.4.17 gesehen: Auf der ganzen Breite der Wägitaler Aa kein Wasser. Das Deltagebiet der Wägitaler Aa, das Aahorn, ist im nationalen Inventar der Auen eingetragen, Objektblatt SZ225. Was nützt diese „Auszeichnung“, wenn die Restwassermenge (Wikipedia) immer wieder NULL ist? Darunter leiden Flora und Fauna massiv. Weitere Informationen:

Wägitaler Aa: Wo bleibt das Restwasser? Heidis Mist 22.6.14.

„Den Sanierungsbericht betreffend Restwasser haben die Umweltverbände bisher noch nicht zu Gesicht bekommen. Von wirklicher Sanierung kann jedoch keine Rede sein, solange z.B. in der Wägitaler Aa Restwasser «Null» herrscht . . .“ Pro Natura Lokal Schwyz 1/14.

Wasser und Auen, WWF Schwyz.

Theorie (Informationen Restwasserkarte Bundesamt für Umwelt zur Wägetaler Aa) und Praxis!

Schwall/Sunk-Strecken, Karte

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Schweizer Kälbermärkte: Drama in drei Akten – Erster Akt: Tränker

10. April 2017
Das Vorführen von Kälbern auf Märkten hat seinen Antibiotikapreis: Transport, Ansteckungsgefahr und Stress sind krankheitsfördernd. Copyright: VgT Österreich.

Das Vorführen von Kälbern auf Märkten hat seinen Antibiotikapreis: Transport, Ansteckungsgefahr und Stress sind krankheitsfördernd. Copyright: VgT Österreich.

Wussten Sie, dass wir bis zum 1.7.14 Kälbermärkte mit unseren Steuern subventionierten? Da werden wenige Wochen alten „Tränker“ von weit her hingekarrt. Ihr Immunsystem ist noch ausgesprochen labil; sie sind anfällig für Krankheiten. Die Ansteckungsgefahr auf den Märkten ist gross. Gross auch der Stress. Eine darauf folgende prophylaktische  Behandlung mit Antibiotika ist vorprogrammiert.

Kälber erhalten 25% der bei Nutztieren eingesetzten Antibiotika. Es werden in der Kälbermast in der Regel 20 Tage lang oral Antibiotika verabreicht; etwa 30% der Tiere erhalten zusätzlich Antibiotika-Injektionen. Der Einsatz von Reserve-Antibiotika ist massiv, häufig sind sie die Antibiotika der ersten Wahl.

Die heute gängigen schlechten Startbedingungen der Mastkälber (überlange Transporte, Umladerei, Viehmärkte) führt dazu, dass selbst bei nachher optimaler Tierhaltung mit viel Platz, sauberer Einstreu und Auslauf der Antibiotika-Verbrauch hoch bleibt. Hingegen zeigen Studien, dass kurze direkte Transporte vom Geburts- zum Mastbetrieb und kleine, bäuerliche Kälbermästereien mit etwa 20 bis 40 Tieren zu gesünderen Beständen führen. In diesen ist der Antibiotika-Bedarf viel tiefer. Dies zeigen Studien der Universität Bern, Vetsuisse-Fakultät.

Handlungsbedarf beim Aktionsplan Antibiotika

Zum Glück wurden die Subventionen für die Kälbermärkte gestrichen, daher stellten einige Märkte den Betrieb ein, zum Teil auch wegen des mangelnden Angebots. Der Markt in Liechtensteig SG war schon früher aus anderen Gründen nicht mehr haltbar: Verkehr, Lärm, Gestank … Deshalb wurde in Wattwil – u.a. mit Geldern der Schweizer Berghilfe – eine Markthalle gebaut. Jeden Montag findet ein Kälbermarkt statt. Das Handelsvolumen der Tränker schwankt saisonal stark, z.B. am 5.12.16 (64 Stück) oder am 3.4.17 (34 Stück), siehe Kälbermarkt.

Tradition wird hochgehalten. Tradition vor Vernunft. Gemütlichkeit vor Einsicht. Geld vor Prophylaxe. Die Berghilfe ist stolz auf den Anlass: „Im Minutentakt fahren Viehtransporter vor. Hier wird eine Kuh ausgeladen, dort stürmen ein paar Kälber die Rampe hinunter…“

Kälbermärkte sind mehr als eine Kalberei. Sie tragen zum Antibiotika-Resistenz-Problem bei. Heidi meint: „Man müsste sie verbieten. Unnötig und fahrlässig werden Menschen- und Tierleben gefährdet.“

Vom Muhkonzert zur Schlagerparty, Schweizer Berghilfe, März 2017.

Antibiotikaresistenzen, Bundesamt für Gesundheit, 14.3.17

Informationsabend 2017 für Bauern und Bäuerinnen, Landwirtschaftsamt AI 2017, 2. Antibiotika-Strategie StAR.

Antibiotikaeinsatz in der Schweizer Kälbermast, Schweizer Archiv für Tierheilkunde SAT, Band 157, Heft 1, Januar 2015, 55–57, © GST | SVS

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Erste Schweizer Futtermischung mit Raps- statt Palmöl

10. April 2017

Der Geschäftsführer der Landwirtschaftlichen Genossenschaft Muhen AG, Thomas Bieli, hat seine Rezepte für Futtermischungen geändert: gehärtetes Rapsöl statt Palmöl. Das Rapsöl sei etwas teurer, aber der Unterschied sei so gering, dass er die Preise nicht anpassen müsse. Quelle: Schweizer Bauer. In Bio-Futtermischungen ist Palmöl kaum zu finden, da vermutlich zu teuer.

Heidi entnimmt der Homepage der LG Muhen folgende Texte:

„Die Landwirtschaftliche Genossenschaft Muhen ist eine Zweckgemeinschaft der Landwirte aus dem Suhrental und der Region Aarau. Ihre Kernkompetenzen liegen bei der Herstellung und dem Handel mit Futtermitteln aus heimischem Anbau …

… Die LG Muhen mit ihren rund 140 Mitgliedern will ihre Eigenständigkeit bewahren. Ein gesundes und kontrolliertes Wachstum soll den Fortbestand des Unternehmens sichern. Die Spezialität der eigenen Futtermühle ist die Herstellung von Mischfutter für Gross- und Nutztiere. Das Kleintierfutter aus heimischem Getreide für Nagetiere und Hühner ist als besonders hochwertig anerkannt und erfreut sich zunehmender Beliebtheit…

… Die Genossenschafter und Landwirte aus dem Suhrental und der Region Aarau beliefern die Futtermühle der LG Muhen mit heimischen Weizen, Gerste, Roggen, Hafer und Triticale. Die Rohkomponenten des Mischfutters verfügen damit über einen einzigartigen Herkunftsnachweis. Die kurzen Wege vom Produzenten zur Mühle reduzieren den Anteil grauer Energie und die damit verbundene Umweltbelastung auf ein Minimum. „

Zur Nachahmung empfohlen!

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Toleranz des Gesetzgebers bewirkt anhaltend hohe Pestizidbelastung in kleinen Bächen

4. April 2017
Pestizidmix: Marion Junghans vom Oekotoxzentrum fasst zusammen: «Der laufend ändernde Mix vieler Stoffe in problematischen Konzentrationen und die lang anhaltend hohen Risiken lassen den Organismen in vielen Fällen keine Erholungszeit.»

Pestizidmix: Marion Junghans vom Oekotoxzentrum fasst zusammen: «Der laufend ändernde Mix vieler Stoffe in problematischen Konzentrationen und die lang anhaltend hohen Risiken lassen den Organismen in vielen Fällen keine Erholungszeit.»

Seit vielen Jahren ist bekannt, dass ein Grossteil der Bäche im Schweizer Mittelland und im Wallis stark mit Pestiziden belastet ist. Der Gesetzgeber kapituliert vor seinen eigenen Gesetzen, denn die vorgegebenen Anforderungswerte werden kaum je eingehalten. Heute, 4.4.17, hat die Eawag dazu neue Resultate veröffentlicht. Die Situation ist offenbar noch dramatischer als bisher angenommen.

Dies schreibt der Verein Sauberes Wasser für alle in der Medieninformation von heute. Weiter heisst es: 128 verschiedene Wirkstoffe aus Acker-, Gemüse-, Obst- und Rebbau wurden in den Proben der Gewässer nachgewiesen, 61 Herbizide, 45 Fungizide und 22 Insektizide. In keinem der untersuchten Bäche wurde die Anforderung der Gewässerschutzverordnung (≤0,1 μg/L) eingehalten. Von einzelnen Substanzen wurden Konzentrationen bis 40 μg/L festgestellt. Kurzzeitige Spitzen dürften noch höher liegen, denn alle Proben wurden mindestens über einen halben Tag gemittelt. Solche Konzentrationen schädigen die Wasserorganismen akut.

Kapitulation vor dem Gesetz, getarnt als Aktionsplan

Mit einem Aktionsplan verspricht der Bundesrat, die Probleme des exzessiven Pestizideinsatzes in der Landwirtschaft anzugehen. Doch was die Bundesämter in ihrem Entwurf vorgeschlagen haben, wird nach ihren eigenen Angaben nicht einmal die Einhaltung der Umwelt­gesetzgebung sicherstellen. Weiterhin werden dadurch massive Überschreitungen der An­for­derungs­werte toleriert werden. Konkret bedeutet das: bis 2026 sollen diese Gesetzes­überschreitungen lediglich halbiert werden.

Der Bund weiss offenbar selber, dass sein Aktionsplan viel zu wenig griffige Massnahmen enthält, so dass damit nicht einmal das bestehende Umweltgesetz eingehalten werden kann. Mit dieser Kapitulation vor dem Gesetz zeigt sich die unglaubliche Respektlosigkeit gegenüber Natur, Menschen und Tieren.

Wir subventionieren unsere eigene Wasserverschmutzung

Die konventionelle Landwirtschaft, die an keine Abwasserreinigungsanlage angeschlossen werden kann, wird mit Milliarden von Subventionen unterstützt und gefährdet mit ihrem exzessiven Gebrauch von Pestiziden die Gewässer und somit auch die Trinkwasserqualität. Die Schweizer Bevölkerung subventioniert ihre eigene Wasserverschmutzung und gefährdet damit ihre Gesundheit! So darf es nicht weitergehen.

Die «Initiative-für-sauberes-Trinkwasser» löst nicht nur das Pestizid-Problem

Es braucht Druck aus der Öffentlichkeit, damit sich die Politik endlich bewegt. Die am 22.3.17 lancierte Trinkwasserinitiative kommt genau zum richtigen Zeitpunkt. Sie ist ein unumgänglicher Schritt zum Schutze unseres Trinkwassers und der Nahrungsmittel vor Pestiziden und Antibiotika. Was eigentlich eine Selbstverständlichkeit sein sollte, muss bis 21.9.18 mit 100‘000 Unterschriften eingefordert werden.

Weitere Verwässerung Gewässerschutz

Heidi meint: nicht nur werden die Gesetzte nicht eingehalten, sondern sie werden laufend verwässert. Neuestes Beispiel: Die Kantone dürfen ab 1.5.17 frei entscheiden, was sie unter „sehr kleinen Gewässern“ verstehen und ob sie für diese einen Gewässerraum ausscheiden wollen oder nicht. Zur Erinnerung: Der Innerschweizer Bauernbund zählt Gewässer bis 2 m Breite zu den „sehr kleinen“, siehe Bauern fordern: Kein Gewässerraum für 80% der Bäche, Heidis Mist vom 19.8.16.

«Petri-Heil» Mitinitiant der Volksinitiative „Für eine Schweiz ohne synthetische Pestizide“

„… Die vom «Petri-Heil» mitinitiierte Volksinitiative «Für eine Schweiz ohne synthetische Pestizide» ist nötiger denn je, denn durch aktives Lobbying wird vom «Aktionsplan zur Risikoreduktion und nachhaltigen Anwendung von synthetischen Pestiziden» nicht viel zu erwarten sein. Zu gross das milliardenschwere Geschäft mit den Vernichtungsmitteln, die Jahr für Jahr in unsere Umwelt gepumpt werden und die auch nicht aufhören zu wirken, wenn sie in unsere Gewässersysteme gelangt sind! … Toxischer Pestizidcocktail in unsern Gewässern! «Petri-Heil» vom 4.4.17.

Links

Dank hoher Toleranz des Gesetzgebers: Pestizidgetränkte Schweizer Bäche, Rückfragen/Kontakt zur Medieninformation Verein Sauberes Wasser vom 4.4.17: Verein Sauberes Wasser für alle, c/o Franziska Herren, Oeleweg 8, 4537 Wiedlisbach, T  032 636 14 16, N 079 829 09 19, Info@sauberes-wasser-für-alle.ch

www.initiative-für-sauberes-trinkwasser.ch

Anhaltend hohe Pestizidbelastung in kleinen Bächen, Medieninformation Eawag vom 4.4.17.

Hohe PSM-Belastung in Schweizer Bächen, Fachartikel Aqua & Gas[pdf, 3.9 MB]

Hohe Ökotoxikologische Risiken in Bächen, Fachartikel Aqua & Gas[pdf, 3.6 MB]

Kritik am Aktionsplan Risikoreduktion Pflanzenschutzmittel des Bundes, Heidis Mist, 2.10.16.

Fluopyram: sicher keine Gefahr für Mensch und Umwelt? Heidis Mist, 21.10.15.

Manifest Future 3.0

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Landgrabbing für Palmöl: 43-jähriger Familienvater erschossen

29. März 2017
Bill Kayong, 43, wurde am 21.6.16 in seinem Pickup an einem Lichtsignal in Miri, Sarawak erschossen. Copyright: Yale E360.

Bill Kayong, 43, wurde am 21.6.16 in seinem Pickup an einem Lichtsignal in Miri, Sarawak erschossen. Copyright: Yale E360.

Bill Kayong setzte sich für die Landrechte seines Volkes auf Sarawak/Malaysia ein. Am 21.6.16 wurde er an einem Lichtsignal erschossen. Der Mord machte international keine Schlagzeilen. Ende Monat findet der Prozess gegen die mutmasslichen Täter statt.

In den letzten Jahren gab es auf Sarawak eine Serie von Morden an Umweltaktivisten. Immer nach dem gleichen Schema: Erschiessen im Vorbeifahren durch bezahlte Kriminelle.

Murder in Malaysia: how protecting native forests cost an activist his life, The Guardian, 24.3.17

Palmöl: Umweltschäden und soziale Konflikte

Am 9.3.17 stimmte der Ausschusses für Umweltfragen, öffentliche Gesundheit und Lebensmittelsicherheit der EU über eine Entschliessung ab, die von der tschechischen Abgeordneten Kateřina Konečná vorbereitet worden ist. Sie wurde mit 56:1 Stimmen angenommen. Darin wird die EU-Kommission dazu aufgerufen, Umweltschutzmassnahmen zu stärken, um die Entwaldung im Zusammenhang mit Palmöl zu verhindern. Des Weiteren wird die Kommission aufgefordert, sich dafür einzusetzen, dass spätestens 2020 Palmöl nicht mehr als Bestandteil von Biodiesel verwendet wird. Produkte, die Palmöl aus sozial und ökologisch verantwortlichem Anbau enthalten, sollten zertifiziert werden.

„Ich denke, dass das Europäische Parlament hier sehr ehrgeizig sein sollte, und wir sollten der Kommission klar mitteilen, dass Biokraftstoffe palmölfrei sein sollten“, argumentiert Katerina Konečná.

Europas Appetit auf Palmöl soll gezügelt werden, EuroparlTV, 8.3.17.

Environmental Damage, Social Conflicts Overshadow Future of Indonesia’s Palm Oil Sector, JakartaGlobe, 21.3.17.

Report on palm oil and deforestation of rainforests, Committee on the Environment, Public Health and Food Safety, Rapporteur: Kateřina Konečná, 20.3.17.

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Weltwassertag: Start der „Trinkwasser-Initiative“

22. März 2017

Am Weltwassertag 2017 startet die Volksinitiative «Für sauberes Trinkwasser und gesunde Nahrung – Keine Subventionen für den Pestizid- und den prophylaktischen Antibiotika-Einsatz».

Folgende ReferentInnen sprachen an der Medienkonferenz vom 22.3.17, 10 Uhr, in Bern:

  • Franziska Herren, Mutter von 2 Kindern, Initiantin der Initiative für sauberes Trinkwasser und gesunde Nahrung, Referat lesen …
  • Madeleine Vakkuri-Gutknecht, Initiantin, ehemalige Lektorin Haaga-Helia der Fachhochschule Wirtschaftliche Fakultät, Helsinki (Rede auf Französisch), Referat lesen …

Medienmitteilung des Vereins Sauberes Wasser für alle vom 22.3.17:

Ist die Bevölkerung der Schweiz weiterhin bereit, Milliarden an Steuergeldern in eine Landwirtschaft zu investieren, die unser Trinkwasser verschmutzt und unsere Lebensgrundlagen aufs Spiel setzt? Wir glauben nicht und lancieren eine Volksinitiative.

Die Schweiz hat zwar gute Gesetze und hehre Ziele, was den Schutz von Mensch, Tier, Gewässer und Umwelt angeht. Doch bei der Landwirtschaft wird seit Jahrzehnten weggeschaut. Selbst der Bundesrat musste vor kurzem in einem viel beachteten Bericht zugeben: Kein einziges Umweltziel hat die Landwirtschaft in den letzten 20 Jahren erreicht. Umweltziele sind nichts anderes als die Einhaltung der Gesetze.

Mit anderen Worten: Im Bereich Umwelt und Gesundheit foutiert sich die Schweizer Agrarpolitik selbst um die Einhaltung der Gesetze. Trotzdem wird der Bevölkerung seit Jahrzehnten vorgegaukelt, die Schweizer Landwirtschaft brauche jedes Jahr Milliarden an Steuergeldern, damit sie nachhaltig gesunde Nahrungsmittel produzieren könne.

So kann es nicht weitergehen. Mit unserer Initiative fordern wir, dass nur noch diejenigen Landwirtschaftsbetriebe mit Steuergeldern unterstützt werden, welche die Umwelt, das Trinkwasser und die Gesundheit von Mensch und Tier respektieren und nicht gefährden. Eigentlich die logischste Sache der Welt.

Wir wollen dies mit drei einfachen Anforderungen erreichen, die leicht und ohne bürokratischen Aufwand umgesetzt und kontrolliert werden können:

Staatliche Unterstützung sind denjenigen Betrieben vorbehalten,

  • welche pestizidfrei produzieren,
  • welche nur so viele Tiere halten, wie sie aus ihrem eigenen Boden ernähren können
  • welche in ihrer Tierhaltung Antibiotika nicht prophylaktisch einsetzen. *

Zudem verlangt die Initiative, dass die landwirtschaftlichen Forschungs- und Beratungsgelder gezielt auf eine Nahrungsmittelproduktion ausgerichtet werden, die ohne Pestizide und prophylaktischen Antibiotikaeinsatz auskommt und effizient und nachhaltig aus den eigenen Ressourcen produziert. Heute wird der grösste Teil dieser Gelder dafür verwendet, die Schäden zu untersuchen oder zu reduzieren, die durch die zu intensive Lebensmittelproduktion entstanden sind.

Die Förderungsmassnahmen sind in die unzähligen vorbildlichen Landwirtschaftsbetriebe in der Schweiz zu investieren, die bereits heute erfolgreich nach diesen Grundsätzen Nahrungsmittel produzieren. Diese Betriebe sollen gefördert und die übrigen zur Umstellung auf eine ebenso nachhaltige Produktion motiviert werden.

Die Schweizer Landwirtschaft leidet heute an tiefen Preisen, weil sie vor allem Massenware produziert, die sich bezüglich Qualität und Umweltstandards nicht von den meisten Importen unterscheiden. Die Initiative verhilft der einheimischen Produktion zu einem Qualitätssprung und fördert einen Zukunftsmarkt, der von umweltbewussten Konsumentinnen und Konsumenten bestimmt wird. Die Nachfrage nach pestizid- und antibiotikafrei produzierten Lebensmitteln steigt bereits heute entsprechend rasant!

* Zum Verständnis: Pestizide und viel zu hohe, durch riesige Futtermittelimporte gemästete Tierbestände verursachen die grössten Umweltprobleme in der Schweizer Landwirtschaft. Antibiotikaresistente Bakterien wurden von der Eidgenössischen Fachkommission für biologische Sicherheit zur „grössten Bedrohung für die Gesundheit der Bevölkerung in der Schweiz“ erklärt. Sie entstehen massgeblich durch den prophylaktischen Einsatz von Antibiotika in der Tierproduktion.

Informationen und Kontakt:
Verein Sauberes Wasser für alle
c/o Franziska Herren Oeleweg 8
4537 Wiedlisbach
T 032 636 14 16 – N 079 829 09 19
info@sauberes-wasser-fuer-alle.ch

Alle Informationen zur Initiative finden Sie auf der Webseite www.initiative-für-sauberes-trinkwasser.ch.

Eidgenössische Volksinitiative «Für sauberes Trinkwasser und gesunde Nahrung – Keine Subventionen für den Pestizid- und den prophylaktischen Antibiotika-Einsatz»,  Schweizerische Bundeskanzlei, 7.3.17.

Keine Finanzspritze für die, die spritzen, Berner Landbote 21.3.17

Heidi wird über die Medienkonferenz berichten.

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Weltwassertag 2017: Bitte um Geduld bis 10 Uhr

22. März 2017

Heidi hat den Weltwassertag keineswegs vergessen. Dieses Jahr ist ein besonders schöner, denn heute wird die Trinkwasser-Volksinitiative von Franziska Herren und ihrer Gruppe lanciert. Um 10 Uhr findet in Bern die Medienkonferenz statt, Sperrfrist zum Veröffentlichen der Informationen ist heute um 10 Uhr. Also wird Heidi in 2 1/2 Stunden ihren Artikel aufschalten. Schon gestern baten Leute Heidi um Informationen: Bitte um Geduld!

Alle Informationen zur Initiative finden Sie ab 10 Uhr auf der Webseite www.initiative-für-sauberes-trinkwasser.ch.

22.3.17 HOME


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