Der Frühling ist da …

17. April 2018

17.4.18 HOME

Palmöl: Albtraum in Neuguinea

16. April 2018
Copyright: ALERT

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In Neuguinea ist der drittgrösste intakte Regenwald unseres Planeten. Die Insel entwickelt sich zum neuesten globalen Entwaldungsalbtraum.

Lange war Neuguinea vor Ausbeutung geschützt. Gründe dafür sind die Abgeschiedenheit, das steile Gelände und die Völker, welche sehr auf ihre Unabhängigkeit bedacht sind. Rasch verliert die Insel nun Wald für Holzschlag und den Anbau von Palmöl.

Eines der umstrittensten Projekte ist die POSCO Daewoo Plantage; diese Konzession ist im Besitze von Südkorea und umfasst 34’000 Hektaren. Die Entwicklung im Regierungsbezirk Merauke ist, der sauren Sulphat-Böden wegen, besonders beunruhigend; diese Böden sind schwierig zu bewirtschaften. Grossflächige Abschwemmung von Sedimenten und Düngern könnte einige der vielfältigsten Korallenriffe der Erde gefährden.

Die Schatten der Gloalisierung sind vielerorts. Heidis Artikel über Palmöl.

Ein ausführlicher Bericht über dieses neue Drama von der Alliance of Leading Environmental Researchers & Thinkers (ALERT) vom 11.4.18: Nightmare in New Guinea, Jeremy Hance.

Einst Inspirationsquelle für Philosophen

In Merauke forschte der Schweizer Ethnologe Hans Wirz, dessen Hauptwerk das Spätwerk La Mythologie primitive des französischen Philosophen Lucien Lévy-Bruhl beeinflusste, welches wiederum die Vorstellungen Elias Canettis über die Verwandlung in seinem philosophischen Hauptwerk Masse und Macht prägte. Es versucht, die Dynamik von Menschenmassen zu beschreiben und zu analysieren und der Frage auf den Grund zu gehen, warum und in welchen Situationen Menschenmassen einzelnen Befehlshabern gehorchen oder Anführern folgen.

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Malser Naturschutz-Appell

9. April 2018
Pflanzen kontrollieren und schützen. OLMA 2017.

Pflanzen kontrollieren und schützen. OLMA 2017.

Wir appellieren an die Vinschger (und überhaupt alle) Landwirte, trotz offizieller Zulassung Pestizide nicht einzusetzen. Steigen Sie bitte aus einer pestizidgetriebenen Landwirtschaft aus, die die Natur vernichtet und die Gesundheit aller Lebewesen angreift.

Moderne Techniken und biologische Pflanzenschutzmittel erlauben eine landwirtschaftliche (Bio)Produktion, die wirtschaftlich ertragreicher und gleichzeitig umweltschonend ist.

  • In Anbetracht der Tatsache, dass in der konventionellen und integrierten Landwirtschaft eine große Anzahl an chemisch-synthetischen Pestiziden und Insektiziden eingesetzt wird,
  • in Anbetracht der Tatsache, dass keines der Mittel als „ungefährlich“ einzustufen ist, ganz im Gegenteil, dass bei einigen Spritzmitteln der wissenschaftlich nachweisbare Verdacht besteht, dass diese krebserregend sind, viele sind gesundheitsschädlich, wirken hormonstörend und erbgutschädigend,
  • in Anbetracht der Tatsache, dass keine Ausbringung von Spritzmitteln ohne Abdrift – selbst bei Windstille – möglich ist, dass also die Spritzmittel auf alle Wiesen geweht werden, in alle Dörfer hineingeweht werden, dass neben privaten auch öffentliche Einrichtungen und Anlagen wie z.B. Schulen, Kindergärten, Spielplätze, Fahrradwege etc. betroffen sind,
  • in Anbetracht der Tatsache, dass saubere Atemluft eine überlebenswichtige Notwendigkeit und demzufolge Bestandteil des Menschenrechts auf Gesundheit ist, und dass ein großer Teil der Spritzmittel über die Atemwege und die Haut aufgenommen wird,
  • in Anbetracht der Tatsache, dass besonders Ungeborene und Kinder aufgrund ihrer körperlichen Sensibilität unter Vergiftungsgefahr leiden, schützen Sie in eigener Verantwortung sich selbst, Ihre Familie, Ihre Böden, den Vinschgau (Südtirol, die Welt) und retten Sie uns alle vor zukünftigen „stummen Frühlingen“.

Unterschriebene Bögen können – gescannt oder als PDF – an hans@perting.com gemailt oder direkt in der Apotheke Mals abgegeben werden. PDF Malser Naturschutzappell 2018.

Der eigene (Balkon-) Garten

Heidi meint: Wenn Sie einen Balkon oder einen Garten haben, auch wenn er noch so klein ist, pflanzen Sie doch selber Gemüse und Früchte oder einfach Kräuter, stellen Sie etwa einen Topf mit Rosmarin auf den Balkon. Es gibt viele Bücher, die Ihnen zeigen wie und z.B. Michèle und Ilona schreiben in ihrem Blog STADT LAND GENUSS regelmässig nicht nur über biologischen Anbau, sondern veröffentlichen immer wieder interessante Rezepte. Ihr neuester Beitrag: Biologisch gärtnern – eine empfehlenswerte Broschüre.

9.4.18 HOME

U.S. Government Global Water Strategy

5. April 2018
Renaturiertes Bächlein im St. Galler Rheintal.

Renaturiertes Bächlein im St. Galler Rheintal.

„Water may be the most important issue we face for the next generation“
Donald J. Trump, President of the United States.

 THE WATER CHALLENGE:

„… Finally, the United States benefits directly from engaging on international water issues. U.S. technologies, experience, and best practices are in high demand, which presents an opportunity for the U.S. private sector. The global water and wastewater market currently exceeds $700 billion annually and is growing. Demonstrating U.S. approaches and technologies globally can increase U.S. exports and jobs. Work on water globally gives us access to knowledge and expertise that can help us address water related challenges at home…“

Quelle: U.S. Government Global Water Strategy, 2017

Heidi: „Gibt es noch Fragen?“

5.4.18 HOME

Hindernisse auf dem Weg des Osterhasen (2)

1. April 2018
Hallo Heidi, ich bin gerade im Kanton Schwyz unterwegs. Eigentlich stinkt es mir, hier zu arbeiten, aber die Kinder können ja nichts dafür! Copyright: Osterhase.

Hallo Heidi, ich bin gerade im Kanton Schwyz unterwegs. Eigentlich stinkt es mir, hier zu arbeiten, aber die Kinder können ja nichts dafür! Copyright: Osterhase.

Der Osterhase kennt die Gesetze offensichtlich besser als die Bauern und Behörden in einigen Schweizer Kantonen, v.a. Graubünden, Schwyz, Glarus, aber auch St. Gallen, Zürich … Er hat Heidi ein Selfie mit einem illegal gelagerten Misthaufen geschickt. Es stört ihn, dass er so viele auf seinem Wanderweg antrifft. Im Bündnerland liegt jetzt häufig noch Schnee rundherum.

Der Osterhase: „Heidi, Du meinst doch nicht im Ernst, dass sie die Gesetze nicht kennen? Aber die Beamten schauen einfach weg! Dieser Misthaufen liegt schon seit dem Herbst hier. Ein Kontrolleure sagte mir, dass er Angst habe, die Misthaufen im Feld den Bauern anzukreiden. Angsthase!“

1.4.18 HOME

Wieso Greenpeace & Co. so wichtig sind …

29. März 2018
Frau eines Mannes, der in Senyerang erschossen wurde. Copyright: Greenpeace Indonesia.

Frau eines Mannes, der in Senyerang erschossen wurde. Copyright: Greenpeace Indonesia.

Ein Blick zurück ins Jahr 2011 auf Sumatra und Präsentation eines soeben erschienenen Buchs des ZEIT-Journalisten Thomas Fischermann über die Zerstörung der „Heimat Amazonas“.

„Die Weissen machen Fehler, sobald sie die Natur betreten.“
Madarejúwa Tenharim

Regenwaldzerstörung auf Sumatra

Obwohl es in Indonesien verboten ist, Urwald auf Torfboden (hier 3 m mächtig) zu roden, wir dies beobachtet. Copyright: Greenpeace Indonesia.

Obwohl es in Indonesien verboten ist, Urwald auf Torfboden (hier 3 m mächtig) zu roden, wir dies beobachtet. Copyright: Greenpeace Indonesia.

Heidi hat Fotos aus einem Video von Greenpeace Indonesia entnommen. Es handelt von der Zerstörung des Regenwalds auf Sumatra und dem Leiden der dortigen Bevölkerung. Der Sinar Mas Group wurde vorgeworfen, durch den Bau und Betrieb von Papiermühlen durch ihre Tochtergesellschaft Asia Pulp and Paper Company Ltd. (APP) den Regenwald in Indonesien zu zerstören.

PT Arara Abadi wird durch Sinar Mas Forestry betrieben; diese Firma ist exklusiver Rohstofflieferant der Asia Pulp and Paper Company (APP). Copyright: Greenpeace Indonesia.

PT Arara Abadi wird durch Sinar Mas Forestry betrieben; diese Firma ist exklusiver Rohstofflieferant der Asia Pulp and Paper Company (APP). Copyright: Greenpeace Indonesia.

Bevor PT Arara Abadi kam, war der Wald in guten Zustand und keine Tiger drangen in das Dorf ein. Copyright: Greenpeace Indonesia.

Bevor PT Arara Abadi kam, war der Wald in guten Zustand und keine Tiger drangen in das Dorf ein. Copyright: Greenpeace Indonesia.

Die Tiger greifen Leute an, weil ihr Lebensraum gestört ist. Copyright: Greenpeace Indonesia.

Die Tiger greifen Leute an, weil ihr Lebensraum gestört ist. Copyright: Greenpeace Indonesia.

Das ist der Grund, weshalb Tiger in dieser Gegend Menschen angreifen und fressen. Copyright: Greenpeace Indonesia.

Das ist der Grund, weshalb Tiger in dieser Gegend Menschen angreifen und fressen. Copyright: Greenpeace Indonesia.

Die Jagd auf den Sumatra-Tiger ist nach indonesischem Recht verboten, denn er ist vom Aussterben bedroht.

Ein vom Aussterben bedrohter Sumatra-Tiger starb in einer Falle im Konzessionsland der APP Sinar Mas. Copyright: Greenpeace Indonesia.

Ein vom Aussterben bedrohter Sumatra-Tiger starb in einer Falle im Konzessionsland der APP Sinar Mas. Copyright: Greenpeace Indonesia.

Die Aktionen von Greenpeace führten dazu, dass das Unternehmen ankündigte, die Regenwälder Indonesiens nicht mehr roden zu wollen.

"Wenn wir unser Land bearbeiten, dann werden wir dauernd von den grossen Gesellschaften eingeschüchtert." Copyright: Greenpeace Indonesia.

„Wenn wir unser Land bearbeiten, dann werden wir dauernd von den grossen Gesellschaften eingeschüchtert.“ Copyright: Greenpeace Indonesia.

Nachdem Greenpeace der Firma Smart Tbk (Unternehmen aus der Palmölbranche, Sinar Mas Group) die Verletzung internationaler Standards und indonesischen Rechts, die Beteiligung an Landkonflikten und die Rodung von Regenwäldern vorgeworfen hatte, kündigten die Unternehmen Unilever und Kraft Foods und im März 2010 der Lebensmittelkonzern Nestlé die Zusammenarbeit auf.

Holz, Holz, Holz ... Copyright: Greenpeace Indonesia.

Holz, Holz, Holz … Copyright: Greenpeace Indonesia.

Greenpeace informierte die Firmen Montblanc und Tchibo über grossflächige Regenwaldrodungen, danach wiesen diese ihre Lieferanten an, die Zusammenarbeit mit APP zu beenden. Auch die Unternehmen Adidas, Carrefour, Metro, Tesco und Mattel wandten sich von dem Unternehmen ab. (Quelle: Sinar Mas Group, Wikipedia).

Doch die Abholzung geht – nicht nur in Indonesien – weiter.

Der letzte Herr des Waldes

Ein Indianerkrieger aus dem Amazonas erzählt von der Zerstörung seiner Heimat und den Geistern des Urwalds.

Der junge Krieger Madarejúwa Tenharim ist einer der letzten Herren des Amazonaswaldes. Sein traditionsreiches Volk umfasste einmal mehr als 10000 Menschen, ist aber auf knapp 1000 geschrumpft. 2013 ist ihm der ZEIT-Journalist Thomas Fischermann zum ersten Mal auf einer Expedition begegnet. Seither ist Fischermann mehrfach pro Jahr in die Gegend gereist, wurde als erster Weisser zu heiligen Stätten des Volkes geführt, hat am Leben der Tenharim teilgenommen und hunderte Stunden Interviews geführt und aufgezeichnet … 

Osterhasen mit Palmöl?

Wenn Heidi von „nachhaltigem Palmöl und Holz“ hört, dann läuten bei ihr die Alarmglocken! Jetzt, vor Ostern, wird wieder besonders viel Palmöl gekauft in Form von Osterhasen und -eiern. Lesen Sie die Etikette vor dem Kauf!

Der letzte Herr des Waldes, C.H. Beck, ISBN-Nr.: 978-3-406-72153-3

Video von Greenpeace Indonesia mit englischen Untertiteln: Percaya APP Sinar Mas?

Heidis Artikel über Palmöl

29.3.18 HOME

Bio-Mineralwasser: Geschäft mit der Wasserverschmutzung

27. März 2018

Qualitätsgemeinschaft Bio Mineralwasser Siegel

Der Bundesverband Naturkost und Naturwaren (BNN) und die Qualitätsgemeinschaft Bio-Mineralwasser haben eine gegenseitige Förder-Mitgliedschaft vereinbart.

Roswitha Weber, Vorstandsvorsitzende des BNN: „Die Qualitätsgemeinschaft und das von ihr getragene Siegel übertragen konsequent die Bio-Idee auf das wichtigste Grundnahrungsmittel überhaupt. Natürliches, unbelastetes Wasser ist nicht nur für uns und die eigene Gesunderhaltung unverzichtbar, sondern natürlich auch für Mutter Erde. Bio-Mineralwasser steht für kontrollierte Wasserqualität, für die Bewahrung der letzten wirklich reinen Quellen und damit den Schutz unserer Umwelt an sich. Themen, die gerade in Zeiten von Glyphosat und Co. zunehmend Bedeutung erlangen und für die wir uns als BNN und Branche selbstverständlich einsetzen müssen.“

36 Prozent des Grundwassers mit Pestiziden belastet

Weitere Kooperationspartner der Qualitätsgemeinschaft Bio-Mineralwasser sind die Bioverbände Bioland, Demeter, Naturland und Biokreis. Hintergrund für das Engagement der Qualitätsgemeinschaft und ihrer Unterstützer ist die alarmierende Lage des Wassers in Deutschland: Pestizide und ihre Abbauprodukte, Nitrat sowie Rückstände von Industriechemikalien und Medikamenten belasten laut Umweltbundesamt bereits 36 Prozent des Grundwassers, aus denen das Leitungswasser gewonnen wird. Und auch in den tieferen Wasserschichten, aus denen das Mineralwasser stammt, deuten sich bereits erste Probleme mit diesen Stoffen an.

Dem setzt die Qualitätsgemeinschaft ihr Bio-Mineralwasser-Siegel entgegen. Es soll Verbrauchern beste Wasserqualität durch zeitgemässe, wissenschaftlich fundierte Grenzwertsetzung und konsequente Überwachung der Quellen garantieren. Gleichzeitig verpflichtet es die Bio-Mineralwasser-Brunnen, in ihrer Region Wasserschutz zu betreiben.

Alternative für die Schweiz

Heidi meint: „Unterstützen Sie alle Organisationen und Personen, welche sich für sauberes Wasser einsetzen, damit sich die Fische, Krebslein, Wasserpflanzen … in den Bächlein und Flüssen wohl fühlen und wir aus Gewässern, Quellen und dem Grundwasser sauberes Trinkwasser entnehmen können.“ Im Moment sind v.a. Umweltorganisationen, die Trinkwasserversorger, die Fischer und Privatpersonen für dieses Ziel im Einsatz.

Unterschreiben sie die Initiative Für eine Schweiz ohne synthetische Pestizide, Stand Unterschriftensammlung am 6.3.18 war 95’414. Hier finden Sie den Unterschriftenbogen.

Trinken Sie Hahnenwasser – der Umwelt zuliebe!

NZZ-Inserat. Bild: Schtifti Foundation

Gorilla, eine Initiative der Schtifti Foundation, Gesundheitsförderung von Jungen für Junge. 2018 ist ein besonderes Jahr für die Schtifti Foundation, denn sie feiert das 15-jährige Bestehen. Am Benefizanlass, der 2018 am 5. Juli stattfindet, wird das gebührend gefeiert. Wie gewohnt im Bernhard-Theater in Zürich.

Und: Schenken Sie eine Gorilla-Wasserflasche! Gorilla-Shop. Oder ein anderes Gorilla-Produkt.

Greenpeace hat heute auf die Unterschriftensammlung von WeCollect aufmerksam gemacht. Auch hier kann man die Volksinitiative Für eine Schweiz ohne synthetische Pestizide unterschreiben und spenden.

BNN arbeitet mit Qualitätsgemeinschaft Bio-Mineralwasser zusammen, Bio-markt.Info vom 26.3.18

Gemeinsam für das Wasser: BNN und Qualitätsgemeinschaft Bio-Mineralwasser arbeiten zusammen. Bundesverband Naturkost Naturwaren vom 13.3.18

www.gorilla.ch: Trink Wasser! Heidis Mist vom 8.10.14

27.3.18 HOME

Indonesien: Regenwald-Zerstörung geht unvermindert weiter trotz Moratorium

26. März 2018
Abholzung (Flächen in Pink) in Indonesien von 2001 bis 2016. Copyright: <a href="http://www.globalforestwatch.org/" target="_blank" rel="noopener">Global Forest Watch</a>. Karte vergrössern durch Klick auf Bild.

Abholzung (Flächen in Pink) in Indonesien von 2001 bis 2016. Copyright: Global Forest Watch. Karte vergrössern durch Klick auf Bild.

Trotz der Versprechungen der Regierung geht die Zerstörung der indonesischen Wälder weiter. Sieben Jahre nachdem indonesische Beamte ein Moratorium für die Abholzung von Urwäldern ausgerufen hatten, sind die Holz- und Palmöl-Interessenten in unvermindertem Tempo daran, tropischen Regenwald zu fällen. Die Auswirkungen auf Biodiversität und Treibhausgasemissionen sind gross.
  • Seit dem Moratorium sind mindestens 25’000 km² an Primärwald und Torfmoor zerstört worden. Das entspricht 60% der Fläche der Schweiz.
  • 2015 wurden 1’750 Millionen Tonnen CO2 in die Atmosphäre abgegeben. Indonesien gehört zu den Top 5 bezüglich Treibhausgasemissionen.
  • Eine kürzlich durchgeführte Studie ergab, dass in Borneo von 1999 bis 2015 die Orang-Utan-Population um fast 150’000 abnahm, hauptsächlich aufgrund des Verlustes von Lebensräumen.
  • Die Biodiversität ist stark gefährdet. Das ist umsomehr erschreckend, als Indonesien weltweit führend ist, was endemische Vögel und Säugetiere betrifft: 1,3% der Landfläche der Welt – 17% der Wildtiere. Die Population des stark gefährdeten Sumatra-Nashorns wird auf 100 Exemplare geschätzt.
  • Im indonesischen Papua, einer der wenigen Regionen des Landes, in denen noch keine massive Entwaldung stattgefunden hat, sind 1,2 Millionen Hektaren Zucker- und Ölpalmplantagen geplant.

Einer Meldung des Ministeriums für Forstwirtschaft zufolge war die Entwaldung in den letzten zwei Jahren rückgängig. Ein Blick in die Daten zeigt aber, dass auch Faserholz-Plantagen als „Wälder“ gezählt wurden. Schönfärberei ist überall! Oder soll man das eher „Lüge“ nennen?

Ein Kernproblem ist das Fehlen von Anreizen für Entwicklungsländer, ihre Wälder zu schützen, wollen sie doch auch am „Fortschritt“ teilhaben.

Quelle: Despite Government Pledges, Ravaging of Indonesia’s Forests Continues. YaleEnvironment360 vom 22.3.18


Ein hoher Politiker in Malaysia steht unter Verdacht, aus der Abholzung des Regenwaldes Millionen veruntreut zu haben. Eine Geschichte über Korruption, Macht, einen toten Staatsanwalt, Geldwäscherei – und die Rolle der UBS…

… Es dauert eine Weile, bis die Ohren und Augen realisieren, dass etwas nicht in Ordnung ist. In den Palmenhainen herrscht absolute Stille. Keine Insektengeräusche, kein Vogelgezwitscher, kein Lärm, wie er in tropischen Regenwäldern üblich ist. Ein einzelner, dicker, schwarzer Käfer liegt rücklings auf dem roten Boden und strampelt mit den Beinen.

Die Plantage ist ökologisch tot. Der Dschungel ist nicht mehr. Er existiert bald nur noch in der Welt der Politiker und Banker.

Die UBS im Dschungel, Mark Dittli, Republik vom 23.3.18


 Scientists considered climate change and indiscriminate use of fire to calculate that deforestation rates ranging from 20% to 25% could turn Amazon’s hydrological cycle unable to support its ecosystem.
Amazon deforestation is close to tipping point. EurekAlert vom 19.3.18


The Environmental Status of Borneo, WWF Report 2016, WWF-Indonesia, WWF-Malaysia, 2017, ISBN 978-602-19901-0-0

26.3.18 HOME

Die Umarmung

25. März 2018

Früher undenkbar: Eine Szene beim Weltwirtschaftsforum zeigt, wie dramatisch sich die Lage für Facebook verändert hat. Business Insider Deutschland vom 30.1.18

BAADD – jetzt gibt es Gegner für die Giganten, Welt vom 26.1.18

Could tech giants be controlled through anti-monopoly and merger regulations? Public Finance vom 12.3.18

How to tame the tech titans, The Economist vom 18.1.18

BAADD, Definition, Investopedia

25.3.18 HOME

Weltwassertag 2018: Wiederaufforstung, Feuchtgebiete und Grundwasser

22. März 2018
Der Wasserbotschafter Ernst Bromeis schreibt: "Die letzten Monate habe ich intensiv im Hintergrund für weitere Expeditionen gearbeitet. Es ist mein Bestreben, die Botschaft vom „Blauen Wunder“ hinaus in die Welt zu tragen. Auf diesem Weg durfte ich im Rahmen des World Economic Forum Davos u.a. auch den Nobelpreisträger und Klimaaktivisten Mr. Vice President Al Gore treffen. Copyright: Das Blaue Wunder.

Der Wasserbotschafter Ernst Bromeis schreibt:
„Die letzten Monate habe ich intensiv im Hintergrund für weitere Expeditionen gearbeitet. Es ist mein Bestreben, die Botschaft vom „Blauen Wunder“ hinaus in die Welt zu tragen. Auf diesem Weg durfte ich im Rahmen des World Economic Forum Davos u.a. auch den Nobelpreisträger und Klimaaktivisten Mr. Vice President Al Gore treffen. Copyright: Das Blaue Wunder.

Im UN-Weltwasserbericht 2018 steht: „3,6 Milliarden Menschen und damit fast die Hälfte der Weltbevölkerung leben in Gebieten, die mindestens einen Monat pro Jahr von Wassermangel bedroht sind. 2050 werden es vermutlich bis zu 5,7 Milliarden sein.

Der UN-Weltwasserbericht 2018 zeigt: „Naturbasierte Lösungen“ wie Wiederaufforstung, Nutzung von Feuchtgebieten und gezielte Grundwasseranreicherung können eine wichtige Rolle bei der Verbesserung von Wasserversorgung und -qualität spielen. Diese Ansätze wurden bisher weitestgehend ignoriert, so die Autoren. UNESCO-Generaldirektorin Audrey Azoulay stellte den Weltwasserbericht am 19.3.18 am 8. Weltwasserforum (WWF) in Brasilien vor.“

Wo Urwald für Plantagen gerodet wird, da braucht es auch Strassen.

Wo Urwald für Plantagen gerodet wird, da braucht es auch Strassen.

Das ist schwere Arbeit! Denn es wird abgeholzt wie verrückt, in Südamerika, Afrika, Asien und Australien, sogar UNESCO-Weltnaturerbe-Wald ist kein Tabu. Profiteure dieser Zerstörungen sind wir, die reichen Länder. Ein Ende ist nicht abzusehen, denn Welthandel und Wachstum sind die Leitlinien unserer Politik. Die Rechte der Einheimischen werden missachtet, ihr Trinkwasser oft verschmutzt und das knappe Wasser für die Produktion von Exportlebensmittel gebraucht. Wichtigste Ursachen der Abholzung sind:

  • Brandrodung für Ackerland und Rinderweiden
  • Anlage von Palmölplantagen, Soja, Bananen- oder Kaffeeplantagen
  • Ausbeuten von Bodenschätzen wie Eisenerz, Gold, Öl, Gas
  • Bau von grossen Staudämmen zur Energiegewinnung
  • Holzschlag für Tropenholz oder Papier

Feuchtgebiete werden trockengelegt für die Landwirtschaft und wertvolles Ackerland in rasantem Tempo überbaut oder mit Infrastrukturen belegt.

Blue Community Schweiz

Die Initiative Blue Communities wurde vom Council of Canadians lanciert, einer kanadischen Organisation für soziale und ökologische Gerechtigkeit. Städte, Gemeinden, Hochschulen und andere Institutionen, können eine Blue Community werden. Als Blue Community halten sie sich an vier konkrete Grundsätze:

  • Anerkennung des Wassers als Menschenrecht
  • Wasserdienstleistungen bleiben in der öffentlichen Hand
  • Leitungswasser anstelle von Flaschenwasser trinken
  • Eine Blue Community pflegt öffentliche Partnerschaften mit internationalen Partnern

Die Blue Community ist am Weltwasserforum in Brasilien zusammen mit anderen Schweizer Organisationen, wie Helvetas, am Stand, welcher von der Direktion für Entwicklung und Zusammenarbeit (DEZA) organisiert wird. Sie versteht sich als unabhängige Stimme am WWF, das allgemein als Forum der Konzerne gilt. Für diese Teilnahme hat die Blue Community sich folgende Ziele gesetzt:

  1. Anhand zweier konkreter Beispiele wird dargestellt, wie Wasser als Allgemeingut verstanden und verwaltet werden kann.
  2. Schweizer Player in der Entwicklungshilfe sollen motiviert werden, vermehrt auf öffentlich-öffentliche Partnerschaften zu setzen, um den Zugang zu Trinkwasser auszubauen und so das Wasser als öffentliches Gut anzuerkennen.
  3. Das Blue Community Netzwerk zeigt, dass auch Handlungen von lokalen Akteuren zur Erhaltung des Allgemeingutes Wasser beitragen und helfen, die Entwicklungsagenda 2030 der UNO (SDGs) umzusetzen.
  4. Wasser wird immer knapper und wird immer häufiger zur Ware. Es wird diskutiert, warum Wasser gegen Privatisierung geschützt werden muss und welche Rolle dabei zivilgesellschaftliche Organisationen haben können.
    Als Beispiel dienen die Privatisierungsintentionen der brasilianischen Regierung, die in Zusammenarbeit mit internationalen Firmen den Zugang zu Trinkwasser in Brasilien gefährden könnten.

Agrarexporte: Ausverkauf von Wasser

Der hohe Wasserverbrauch für Agrargüter, die Deutschland und die EU (das gilt auch für die Schweiz) importieren, führt zu Armut und Vertreibung in den Ländern des Südens. Darauf macht das evangelische Hilfswerk Brot für die Welt (Berlin) im Vorfeld des Weltwassertages am 22. März aufmerksam und fordert verbindliche Regeln gegen den Ausverkauf von Wasser und einen nachhaltigen Umgang mit den globalen Wasserressourcen.

Die Landwirtschaft ist für 70% der weltweiten Wasserentnahmen verantwortlich. Um die wachsende Weltmarktnachfrage nach Soja für die Fleischindustrie, Zuckerrohr für Biosprit, Baumwolle und Kaffee zu stillen, fliessen enorme Wassermengen auf der Südhalbkugel ganzjährig in künstliche Bewässerung. Der intensive Düngemittel- und Pestizideinsatz belastet zudem die Wasserqualität. Quelle: Weltagrarbericht – Agrarexporte: Verbindliche Regeln gegen den Ausverkauf von Wasser gefordert, 19.3.18

Unbezahlbar versus umsonst

Copyright: Das Blaue Wunder

Copyright: Das Blaue Wunder

Veranstaltung mit Ernst Bromeis in Davos:

„Hat die Wirtschaft das letzte Wort, wenn es um die nachhaltige Nutzung der Ressourcen geht? Muss die Welt vermessen und in Wert gesetzt werden, damit sie nicht an die Wand gefahren wird?

Anlässlich des UNO-Weltwassertages 2018 diskutieren Pfarrerin Cornelia Camichel Bromeis und Wasserbotschafter Ernst Bromeis-Camichel mit den Anwesenden über aktuelle ethische und ökonomische Fragen. In einer marktwirtschaftlich konditionierten Welt scheint alles einen Preis haben zu müssen, damit es geschätzt wird. Cornelia Camichel und Ernst Bromeis bringen mit religiösen und philosophischen Impulsen ihre Sichtweisen dar und versuchen eine Brücke zu den grossen Wasserthemen einer globalisierten Welt zu schlagen.

Ausgangspunkt für die gemeinsame Abendveranstaltung der evangelisch-reformierten Kirchgemeinde Davos Platz mit dem Blauen Wunder ist die Jahreslosung 2018 der evangelischen Kirchen: „Ich will dem Durstigen geben von der Quelle des lebendigen Wassers, umsonst.“ Dieser Vers aus der Offenbarung, dem letzten Buch der Bibel, wird auch den blauen Faden bilden für die Diskussion.

Der Eintritt zur Veranstaltung am Donnerstag, 22. März ist frei.
Veranstaltungsort ist die Kirche St. Johann in Davos Platz.
Beginn um 20 Uhr.
Die Kollekte geht an das Hilfswerk Kids of Africa.“

News Trinkwasserinitiative

Am Weltwassertag 2017 wurde die Trinkwasserinitiative lanciert. Bereits im Januar konnte sie mit mehr als nötig Unterschriften eingereicht werden. Bleiben Sie auf dem Laufenden, lesen Sie die News der Trinkwasserinitiative!

Links

Alternatives Weltwasserforum 2018, Vorbereitung in Deutschland, Brot für die Welt und Allianz der öffentlichen Wasserwirtschaft (AöW)

Wem gehört das Wasser? Domradio.de vom 20.3.18

Indonesia women face daily swim for clean water, The express Tribune 22.3.18

Brasilien: Weltwasserforum und Privatisierung in Kritik, Brasilien Portal vom 12.3.18

Weltwasserforum in Brasilien gestartet, ZDF vom 18.3.18

Weltwasserforum in Brasilien – Hier fehlt etwas. Die Konferenz berät über den Wassermangel. In Südafrika und Spanien hat die Dürre bedrohliche Ausmaße. taz vom 16.3.18

World Bank Group – Water

Heidis Artikel zu Palmöl

22.3.18 HOME


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