Posts Tagged ‘Gesundheit’

Bundespressekonferenz: „Scientists for Future“ zu den Protesten für mehr Klimaschutz – 12.3.19

16. März 2019

Schüler und Studierende streiken, Wissenschaftler schreiben sich die Finger wund, aber die Politik versteht nix, will nix wissen. In der Bundespressekonferenz vom 12.3.19 reden vier WissenschaftlerInnen und zwei Streikende. Es gibt keine Ausrede mehr!

Heidis Empfehlung: „Schauen Sie sich die Pressekonferenz an.
46 interessante Minuten Klartext.“

Bundespressekonferenz: „Scientists for Future“ zu den Protesten für mehr Klimaschutz – 12. März 2019

Gemeinsame Stellungnahme deutscher, österreichischer und Schweizer Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler zu den Protesten für mehr Klimaschutz.

Zitat aus der Stellungnahme: „Zurzeit demonstrieren regelmässig viele junge Menschen für Klimaschutz und den Er­halt unserer natürlichen Lebensgrundlagen. Als Wissenschaftlerinnen und Wissen­schaftler erklären wir auf Grundlage gesicherter wissenschaftlicher Erkenntnisse: Diese Anliegen sind berechtigt und gut begründet. Die derzeitigen Massnahmen zum Klima-, Arten-, Wald-, Meeres- und Bodenschutz reichen bei weitem nicht aus.

Mehr als 23.000 Wissenschaftlerinnen haben bisher unterzeichnet. Hier geht’s zur Unterschrift.

Scientists for future

Anliegen der jungen Klimastreik-Demonstrierenden sind berechtigt und gut begründet, Medienmitteilung Naturwissenschaften Schweiz SCNAT vom 12.3.19

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Bodenverschmutzung – eine unsichtbare Realität

8. Mai 2018
Bericht der FAO über den Zustand des Bodens. Rodríguez-Eugenio, N., McLaughlin, M. and Pennock, D. 2018. Soil Pollution: a hidden reality. Rome, FAO. 142 pp.

Bericht der FAO über den Zustand des Bodens.
Rodríguez-Eugenio, N., McLaughlin, M. and Pennock, D. 2018.
Soil Pollution: a hidden reality. Rome, FAO. 142 pp.

Zusammenfassung auf Deutsch, Weltagrarbericht vom 8.5.18: „Bodenverschmutzung stellt eine ernsthafte Gefahr für die Agrarproduktion, die Lebensmittelsicherheit und die menschliche Gesundheit dar – und um viele Böden weltweit ist es äussert schlecht bestellt, warnt die Welternährungsorganisation FAO in einem am 2. Mai veröffentlichten Bericht. Die Industrialisierung, Kriege, der Bergbau und die Intensivierung der Landwirtschaft setzen Böden rund um den Globus ordentlich zu und aufgrund des stetigen Wachsens der Städte werden Böden immer häufiger als Müllkippe für grossen Mengen an städtischem Abfall missbraucht.

Bodenverschmutzung betrifft die Lebensmittel, die wir essen, das Wasser, das wir trinken, die Luft, die wir atmen, und die Gesundheit unserer Ökosysteme, sagt die stellvertretende FAO-Generaldirektorin Maria Helena Semedo in einer Pressemitteilung. Die Autoren des Berichts Soil Pollution: A Hidden Reality betonen, dass bisher nur wenig über das wahre Ausmass der Bodenverschmutzung bekannt ist. Ihre Auswertung der wissenschaftlichen Fachliteratur zum Thema ergab, dass sich bisherige Studien vor allem auf Industrieländer beschränken und daher eine gehörige Wissenslücke besteht. Doch das, was bereits über die Dimensionen des Problems ans Licht gekommen ist, biete allein schon ausreichend Anlass zur Sorge.“

Lesen Sie den vollständigen Beitrag von Weltagrarbericht: FAO: Bodenverschmutzung gefährdet unsere Ernährung und Gesundheit.

Soil Pollution: A HIDDEN REALITY, Rodríguez-Eugenio, N., McLaughlin, M. and Pennock, D. 2018. Soil Pollution: a hidden reality. Rome, FAO. 142 pp.

Report sounds alarm on soil pollution. How is soil contamination affecting our food and putting our health at risk? Information gaps cloud the answer. Medieninformation FAO vom 2.5.18

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Malser Naturschutz-Appell

9. April 2018
Pflanzen kontrollieren und schützen. OLMA 2017.

Pflanzen kontrollieren und schützen. OLMA 2017.

Wir appellieren an die Vinschger (und überhaupt alle) Landwirte, trotz offizieller Zulassung Pestizide nicht einzusetzen. Steigen Sie bitte aus einer pestizidgetriebenen Landwirtschaft aus, die die Natur vernichtet und die Gesundheit aller Lebewesen angreift.

Moderne Techniken und biologische Pflanzenschutzmittel erlauben eine landwirtschaftliche (Bio)Produktion, die wirtschaftlich ertragreicher und gleichzeitig umweltschonend ist.

  • In Anbetracht der Tatsache, dass in der konventionellen und integrierten Landwirtschaft eine große Anzahl an chemisch-synthetischen Pestiziden und Insektiziden eingesetzt wird,
  • in Anbetracht der Tatsache, dass keines der Mittel als „ungefährlich“ einzustufen ist, ganz im Gegenteil, dass bei einigen Spritzmitteln der wissenschaftlich nachweisbare Verdacht besteht, dass diese krebserregend sind, viele sind gesundheitsschädlich, wirken hormonstörend und erbgutschädigend,
  • in Anbetracht der Tatsache, dass keine Ausbringung von Spritzmitteln ohne Abdrift – selbst bei Windstille – möglich ist, dass also die Spritzmittel auf alle Wiesen geweht werden, in alle Dörfer hineingeweht werden, dass neben privaten auch öffentliche Einrichtungen und Anlagen wie z.B. Schulen, Kindergärten, Spielplätze, Fahrradwege etc. betroffen sind,
  • in Anbetracht der Tatsache, dass saubere Atemluft eine überlebenswichtige Notwendigkeit und demzufolge Bestandteil des Menschenrechts auf Gesundheit ist, und dass ein großer Teil der Spritzmittel über die Atemwege und die Haut aufgenommen wird,
  • in Anbetracht der Tatsache, dass besonders Ungeborene und Kinder aufgrund ihrer körperlichen Sensibilität unter Vergiftungsgefahr leiden, schützen Sie in eigener Verantwortung sich selbst, Ihre Familie, Ihre Böden, den Vinschgau (Südtirol, die Welt) und retten Sie uns alle vor zukünftigen „stummen Frühlingen“.

Unterschriebene Bögen können – gescannt oder als PDF – an hans@perting.com gemailt oder direkt in der Apotheke Mals abgegeben werden. PDF Malser Naturschutzappell 2018.

Der eigene (Balkon-) Garten

Heidi meint: Wenn Sie einen Balkon oder einen Garten haben, auch wenn er noch so klein ist, pflanzen Sie doch selber Gemüse und Früchte oder einfach Kräuter, stellen Sie etwa einen Topf mit Rosmarin auf den Balkon. Es gibt viele Bücher, die Ihnen zeigen wie und z.B. Michèle und Ilona schreiben in ihrem Blog STADT LAND GENUSS regelmässig nicht nur über biologischen Anbau, sondern veröffentlichen immer wieder interessante Rezepte. Ihr neuester Beitrag: Biologisch gärtnern – eine empfehlenswerte Broschüre.

9.4.18 HOME

Umweltverschmutzung folgt nicht der Kuznets-Kurve!

9. November 2017
Durch Umweltverschmutzung verursachte Todesfälle pro 100'000 Einwohner.

Durch Umweltverschmutzung verursachte Todesfälle pro 100’000 Einwohner.

Jahrzehntelang haben sowohl Regierungen wie auch die internationale Entwicklungsgemeinschaft die Umweltverschmutzung und ihre schädlichen Auswirkungen auf die Gesundheit, die Umwelt und den Planeten vernachlässigt. Eine neue Kommission von The Lancet will sich diesem dringenden Problem annehmen.

Die beträchtlichen Kosten der globalen Verschmutzung für das Gesundheitswesen und die Volkswirtschaft  könnten nicht länger ignoriert werden, schreiben Pamela Das und Richard Horton im The Lancet. Neun Millionen starben 2015 an den Folgen von Umweltverschmutzung, 92% davon in Ländern mit niedrigem und mittlerem Einkommensniveau.

Wieso wurde die Umweltverschmutzung ignoriert?

Verschiedene Faktoren haben zur Missachtung der Umweltverschmutzung beigetragen. Ein langlebiges Hindernis ist der Irrglaube, dass Verschmutzung und Krankheit der Umwelt-Kuznets-Kurve folgen. Die Lancet-Kommission verwirft diese Hypothese vehement und bezeichnet sie als fehlerhaft und veraltet.

Quelle: Die Volkswirtschaft der Schweiz, Beat Holz-Hart, Patrick Dümmler, Daniel Schmuki.

Quelle: Die Volkswirtschaft der Schweiz, Beat Holz-Hart, Patrick Dümmler, Daniel Schmuki.

Ein weiterer Grund ist, dass in vielen Ländern Umweltschutz und Gesundheitswesen in getrennten Ministerien angesiedelt sind und so umweltrelevante Krankheiten nicht gemeinsam angegangen oder allzuoft gar nicht thematisiert werden. Entsprechend gering ist auch der Stellenwert in der medizinischen Ausbildung. Die Trennung von Umweltschutz und Gesundheitwesen hätten auch die Entwicklung der Forschung über Krankheiten behindert, welche durch Umweltverschmutzung verursacht werden.

Die internationalen Entwicklungsprogramme sind der Verringerung von Armut, der Gesundheitsförderung und Bekämpfung von Infektionskrankheiten gewidmet. Sie wurden nicht dafür geschaffen, die heutigen Umweltprobleme anzugehen.

Ein dauerndes Hindernis in der Bekämpfung von Umweltverschmutzungen sind die mächtigen Kapitalinteressen. Sie beeinflussen die Politik der Regierungen überproportional und hindern dadurch die Forschung über den Zusammenhang zwischen Umweltverschmutzung und Krankheiten. Diese Kreise behaupten, dass vorgeschlagene Massnahmen nicht wirksam seien und verhindern so neue Standards, Gebühren und Gesetze. Die Interessenvertreter wirken national und international.

Die Lancet-Kommission zeigt dringenden Handlungsbedarf auf.

Pollution, health, and the planet: time for decisive action. Pamela Das, Richard Horton, The Lancet vom 19.10.17

The Lancet Commission on pollution and health, The Lancet vom 19.10.17

9.11.17 HOME

UN-Menschenrecht auf sauberes Wasser: Theorie?

8. März 2017
Strassenbau: Erde wird in den Fluss geschwemmt.

Strassenbau: Erde wird in den Fluss geschwemmt. Copyright Astrid.

Dieser Artikel ist die Auflösung des Rätsel-Artikels Was ist das? Heidis Mist vom 7.3.17.

Jetzt ist Regenzeit in Indonesien. Das Flusswasser ist braun. Trinkwasser aus dem Unterlauf von Flüssen holen nur noch Notleidende; sie gehen dabei ein beträchtliches Gesundheitsrisiko ein. Meistens können die Flussanlieger das Wasser nicht einmal mehr zum Duschen brauchen, denn sie riskieren Hautausschläge! Viele Dörfer haben daher im Wald eigene Wasserversorgungen gebaut.

Das ist Wasser aus einer Trinkwasserfassung. Copyright Astrid.

Das ist Wasser aus einer Trinkwasserfassung. Copyright Astrid.

Das Wasser in der Schale stammt aus einer alten Wasserfassung mit Filter. Viele Jahre hat sie sauberes Wasser geliefert. So viel Dreck im Wasser, wie jetzt vorhanden ist, kann der Filter aber nicht zurückhalten! Schuld daran ist Erosion: Bearbeiten der Böden, Terrassierung, Anbau von Ölpalmen auf den steilen Hängen, Bau von Strassen. Über Pflanzenschutzmittel im Wasser gibt es kaum Daten.

Neue Palmölplantage. Copyright Astrid.

Neue Palmölplantage. Copyright Astrid.

Unser Hunger nach Palmöl hinterlässt in Indonesien drastische Spuren. Die Umweltzerstörung hält an. Die Plantagen „dringen“ in die Wälder vor und „kriechen“ die Berge hoch. Palmöl ist das zweitwichtigste Exportgut Indonesiens. Die traditionelle Agroforstwirtschaft war umweltverträglich.

Für den WWF ist Palmöl das kleinere Übel, denn Raps und Soja brauchen für die gleiche Erntemenge mehr Ackerfläche. Diese Argumentation ist nichts wert, sie bedeutet: Den Teufel mit dem Beelzebuben austreiben! Zu hinterfragen gilt es das Wachstums- und Mengenproblem! Braucht es all die vielen Produkte mit Palmöl überhaupt? Oder sind sie einfach billig? Und bringen Profit? Ist dies alles, was zählt?

Gefiltertes Trinkwasser nur in grösseren Städten

Hahnenwasser in einer indonesischen Stadt Ende Januar 2017.

Hahnenwasser in einer indonesischen Stadt Ende Januar 2017.

Was macht Astrid? Sie lässt das Wasser eine Zeitlang in einem Eimer stehen, damit die Schwebeteilchen sich setzen, schöpft dann sorgfältig das optisch saubere Wasser ab. Was ist sonst noch alles im Wasser drin? Das will Astrid lieber nicht wissen, wahrscheinlich Herbizide. Die reicheren Leute kaufen Flaschenwasser. So wird neben den Lebensmitteln auch immer mehr Trinkwasser importiert. Palmöl gegen Alpenwasser – ein Deal?

Filter gibt es nur in den grösseren Städten, die eine “Wasserversorgung” haben. Aber auch diese sind mit so viel Schmutz überfordert. Ende Januar beklagten sich Einwohner einer indonesischen Stadt über das Dreckwasser, das aus dem Wasserhahn floss. Die städtische Wasserversorgung hatte sie nicht informiert. Das Hahnenwasser sieht ähnlich aus wie jenes von Astrid.

Hohe Niederschläge – schlechte Wasserbewirtschaftung

Trotz hoher Niederschlagsmengen (Erosion!) mangelt es an einer sicheren Wasserversorgung und an Infrastrukturen. Nur die Hälfte der Bevölkerung ist einigermassen gut mit Wasser versorgt. Während auf dem Lande der Zugang zu Wasser besser wird, ist die Trinkwasserversorgung in Stadtgebieten ein immer grösser werdendes Problem.

Zahlreiche IndonesierInnen müssen selbst für ihr Wasser sorgen. In der Stadt heisst dies für viele, das Wasser zu überhöhten Preisen kaufen zu müssen. Wer das nicht kann, trinkt verschmutztes Wasser aus schlechten Quellen oder aus dem Fluss, wo auch Abwasser entsorgt wird, z.B. auch Quecksilber aus Goldminen: 1’000 Tonnen pro Jahr, entsprechend hoch ist auch die Quecksilber-Belastung der Fische, die der Bevölkerung als Nahrung dienen. Das Trinkwasser eines Drittels der Haushalte ist von schlechter Qualität.

Nachtrag 17.3.17: Astrid schreibt: „Das Wasser ist jetzt optisch etwas sauberer, dafür stinkt es faulig. Logisch mit dem organischen Material, das auch ins Wasserfassungsgebiet hinunter gespült wurde! Bei der Tropenhitze die hier herrscht, ist der Abbau viel schneller und intensiver als in weniger heissen Gebieten wie bei euch!“

Warga Sanggau Ngeluh Air PDAM Keruh, deliknews 27.1.17.

World’s most toxic places revealed: Indonesian gold mines and old Russian chemical manufacturing regions are among the most dangerous areas on earth, MailOnline, 15.11.13.

Hungry Neighbours? Indonesia’s Food Strategy and Water Security Future, Future Directions International, 11.11.13

Freihandelsgespräche in Davos – Heidi berichtet über Palmöl, Heidis Mist 22.1.17.

Oil palm plantations threaten water quality, Stanford scientists say. : „Indonesia pays a price for a lucrative crop used in many household products. Palm plantations damage freshwater streams that supply drinking water to millions of people.“ By Stanford Woods Institute for the Environment.

Water impact ignored in palm oil production: study, Eco-Buisiness, 16.7.14.

Expanding Oil Palm Cultivation in Indonesia: Changing Local Water Cycles Raises Risks of Droughts and Floods, Deutsches Institut für Entwicklungspolitik, Briefing Paper 1/2017.

8.3.17 HOME

Was Michelle Obama für die USA, das ist Gorilla für die Schweiz

23. Juli 2016
Copyright Gorilla

Copyright Gorilla

Die Schweizer Behörden tun sich schwer mit Prävention, sei es Gesundheit, Tabak, Alkohol, Ernährung, Littering usw. oder sauberes Wasser. Man wolle die Leute nicht bevormunden – heisst es jeweils – sie seien eigenverantwortlich und die Medien würden ausreichend über allfällige Probleme informieren. Vorbeugen liegt ihnen irgendwie nicht. Hingegen Wachstum in allen Branchen schon, auch im Gesundheitswesen. Sind wir schliesslich die Geprellten?

Ein ideales Geschenk für Gross und Klein aus dem Gorilla Shop!

Ein ideales Geschenk für Gross und Klein aus dem Gorilla Shop!

Doch es gibt immer wieder Hoffnungsschimmer ausserhalb der mit unseren Steuern bezahlten Strukturen, z.B. die jungen Leute von Gorilla. Wie Michelle Obama engagieren sie sich gegen Übergewicht und für die Gesundheit der Kinder und Jugendlichen, für Bewegung und gesunde Ernährung mit den Zielen Lebensfreude und Wohlbefinden. Angefangen hatte alles mit einer kleinen Erbschaft … lesen Sie hier die Geschichte der Stiftung. Entstanden ist eine respektable Organisation, welche über 195’000 Kinder und Jugendliche jährlich erreicht, siehe Programm. Zehn junge Leute bilden das Schtifti-Team: „Wir sorgen für eine gesunde Zukunft.“

Motto von Gorilla

Gib deinem Leben mehr Uga-Uga!
Mit vielen Tipps rund um Freestylesport und Ernährung verleiht dir GORILLA mehr Power. Hier kriegst du Uga-Uga ins Leben!

Viele Informationen und Rezepte

Mit dem Raumschiff geht’s zu den drei Planeten Basis, Bewegung und Ernährung. Die Informationen und Empfehlungen sind auch interessant für Erwachsene. Besonders gefreut hat Heidi das Kapitel über Wasser. Zum Beispiel ist der Wasserkreislauf anschaulich in einem Film erklärt. Oder möchten Sie Ihr Wasser-Wissen testen? Heidi hat’s getan – und ist durchgefallen!

Ein Poster für jede Schulstube und jedes Sitzungszimmer! Im Gorilla Shop erhältlich.

Ein Poster für jede Schulstube und jedes Sitzungszimmer! Im Gorilla Shop erhältlich.

Gorilla-Schulprogramm

Die Schtifti Stiftung macht es den Lehrern einfach. Sie bietet fixfertige Unterrichtsmaterialien und Lektionsplanungen zu Ernährung, nachhaltigem Konsumverhalten und Bewegung für die Oberstufe an. Unter Einkauf und Budget lautet die Getränke-Empfehlung Hahnenwasser, da eine Flasche in der Schweiz überall nachgefüllt werden kann.

Zitat aus dem SVGW Newsletter Juli 2016 des Schweizerischen Vereins des Gas- und Wasserfaches: „… Damit tue man etwas für die Umwelt und könne 70 Franken pro Monat sparen. Die Schtifti Foundation wird ihr Schulprogramm noch weiter ausbauen und dabei weiter die Bedeutung von Trinkwasser als gesundem, nachhaltigen und günstigem Lebensmittel thematisieren.“ Der SVGW ist ein Fachpartner von Gorilla.

Gorilla gibt’s nach Deutschland ganz neu auch in Österreich, mit Sitz in Innsbruck.

www.gorilla.ch: Trink Wasser! Heidis Mist vom 8.10.14

FREESTYLER MACHENS VOR, «Die sind cool drauf!»,Workshops: Viel Bewebung und gesundes Essen – diese Botschaft ist Teenagern schwer zu vermitteln. Es sei denn, man lässt dies coole Typen tun. Thomas Compagno, Coopzeitung Nr. 8 vom 17.2.15.

23.7.16 HOME

 

 

Teilsegen der EU für „Malser Weg“

27. Mai 2016
Herausgeber ist Hans Perting. Copyright Hans Perting Buchwerkstatt

Herausgeber ist Hans Perting. Copyright Hans Perting Buchwerkstatt

Der EU-Kommissar für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit, Vytenis Andriukaitis, hat eine Anfrage von PAN-Italia und PAN-Europa offiziell beantwortet. Danach besteht die Möglichkeit, dass Staaten, Regionen oder Gemeinden zusätzliche Pestizid-Regelungen einführen können. Voraussetzung ist, dass die Regeln z.B. verhältnismässig und notwendig sind. Der Kommissar weist etwa auf den Schutz der Gesundheit der Bürger und den Schutz der Biodiversität hin.

Der Bürgermeister der pestizidfreien Gemeinde Mals, Ulrich Veith, ist für den Schutze der Gesundheit laut staatlicher Gesetzgebung zuständig. Er sieht sich in der bisherigen Vorgehensweise bestätigt. Veith bezieht sich auf die möglichen Gesundheitsrisiken, welche von gewissen Pflanzenschutzmitteln ausgehen können. Zudem mache der Wind rund um Mals samt Thermik das abdriftfreie Ausbringen von Pestiziden unmöglich. „Die Malser haben einen wichtigen Trend in Landwirtschaft und Gesundheit früh erkannt.“ PAN-Europe.

Heidi vermisst ähnliche Töne aus den Berner Amtstuben. In der Schweiz geht halt alles etwas länger, besonders wenn es sich um lukrative Geschäfte wie Pestizide handelt und starke Lobbyisten wie der Schweizer Bauernverband. Ob dies ändert, falls Syngenta an China verkauft wird? Es besteht im Moment wenig Hoffnung, aber der Druck von unten steigt.

27.5.16 HOME

Pestizide: Wissenschaftler warnen, Behörden verharmlosen!

16. Oktober 2015
Besonders in den Monaten Juni und Juli ist die Konzentration von Pflanzenschutzmitteln in viele kleinen Gewässer hoch.

Besonders in den Monaten Juni und Juli ist die Konzentration von Pflanzenschutzmitteln in viele kleinen Gewässer hoch.

Es läuft immer nach dem gleichen Schema: Wissenschaftler warnen vor schädlichen Substanzen, die Behörden verharmlosen im Stil: „Gift? Ich merk‘ nix!“ Ein bisschen Grenzwertüberschreitung, aber sonst ist die Welt in Ordnung. Systematisch schützen sie die Hersteller statt die Umwelt. Ist doch gut, sichert Arbeitsplätze, fördert das Wirtschaftswachstum! Cocktails? Aber bitte keine Pestizid-Cocktails!

Wird die zweite Stellungnahme der Endokrinen Gesellschaft vom 28.9.15 ernst genommen oder mit fadenscheinigen Argumenten beiseite geschoben? Jedenfalls sind die wissenschaftlichen Fakten für Gesundheitsschäden durch endokrine Disruptoren stark: Übergewicht und Diabetes, Beeinträchtigung der Fortpflanzung, Hormon-empfindliche Krebsarten bei Frauen, Prostatakrebs, Schilddrüse, Störungen der Hirnentwicklung und des neuroendokrinen Systems. Besonders gefährdet sind Fötus und Kleinkind.

Pflanzenschutzmittel mit endokrinen Disruptoren als Wirkstoff (hormonähnlichen Substanzen) sind Hauptverursacher für die durch Endokrine Disruptoren verursachten Gesundheitskosten in der EU von über 150 Milliarden Euro pro Jahr.

Die Endokrine Gesellschaft ist keine Stammtischrunde, sondern eine Organisation, welcher 18’000 WissenschaftlerInnen aus 100 Ländern angehören.

Executive Summary to EDC-2: The Endocrine Society’s Second Scientific Statement on Endocrine-Disrupting Chemicals, 28.9.15, Quelle Newsletter October 2015, Food Packaging Forum

Estimated Costs of Endocrine-Disrupting Chemical Exposure Exceed €150 Billion Annually in EU, 5.3.15

Hormonaktive Stoffe: 150 Milliarden Folgekosten, Kurt Marti, Infosperber vom 15.3.15, mit Informationen aus der Schweiz. Interessant ist die abwiegelnde Stellungnahme des Bundesamts für Gesundheit.

„21 Spritzmittel hat die «Rundschau» in einem Bach im Kanton Thurgau gemessen. Drei Giftstoffe liegen ein Mehrfaches über dem Grenzwert der Gewässerschutz-Verordnung.“ Was sagt die stellvertretende Direktorin des Bundesamts für Landwirtschaft, Eva Reinhard, dazu? «Von den gemessenen Konzentrationen geht sicher kein Risiko für Mensch und Umwelt aus.» Woher nimmt sie dieses sichere „Wissen“? Heidi meint: Dieses „Wissen“ gibt es nicht, das ist eine unhaltbare Behauptung. Pestizid-Cocktail im Bach, Rundschau vom 14.10.15, SRF.

Umweltgifte: Little Things Matter, Video von Bruce Lanphear, Professor, Faculty of Health Sciences, Simon Fraser University, Canada, Heidis Mist vom 15.3.15

Schon extrem kleine Giftmengen können die Entwicklung des Gehirns schädigen, dies mit dauerhaften Folgen.

16.10.15 HOME

Pestizide: Verlorene Zeit, verlorenes Geld

25. Mai 2015
Vor dem Hauptsitz von Monsanto (für die Region Europa, Afrika und den Mittleren Osten) in Morges VD demonstrierten am Samstag 1600 Personen.  Weitere Demonstrationen fanden in Basel und Bern statt. Copyright PANSWISS. http://panswiss.org/

Vor dem Hauptsitz von Monsanto (für die Region Europa, Afrika und den Mittleren Osten) in Morges VD demonstrierten am Samstag 1600 Personen. Weitere Demonstrationen fanden in Basel und Bern statt. Copyright PANSWISS. http://panswiss.org/

Die Geschichte wiederholt sich: Ein neues Gift gegen Unkraut oder Schädlinge, Hurra! Die Daten sind super, kaum Nebenwirkungen bei korrekter Anwendung, baut sich schnell ab, klammert sich im Boden an Tonmineralien, wird nicht ausgewaschen … Nach Jahren oder Jahrzehnten kommen Zweifel auf. Es wird geforscht: Ach, es schädigt die Krebslein im Bach! Nicht so schlimm, das sieht niemand, und es braucht „richtige“ Beweise … Ein einmal bewilligtes Pflanzenschutzmittel ist nicht so leicht wieder aus der Welt zu schaffen. Der Erfinder und Produzent droht mit Klage, die Bauern jammern …

30 Polizisten schützten das Monsanto-Areal. Copyright PANSWISS.

30 Polizisten schützten das Monsanto-Areal. Copyright PANSWISS.

Ämter und Regierungen warten ab oder ziehen gar falsche Schlüsse aus Studien, wie das Beispiel der Schädigung von Bienen durch Neonicotinoide in Grossbritannien zeigt. Die Forscherin Helen Thompson der Food and Environment Research Agency (Fera) sah (fälschlicherweise oder eher absichtlich?) keine klare Beziehung zwischen Pestizidrückständen und Gesundheit der Bienen; sie hat inzwischen von der Fera zu Syngenta gewechselt! UK drew wrong conclusion from its neonicotinoids study, scientist says, The Guardian, 26.3.15.

Mit Musik gegen Gift. Copyright PANSWISS.

Mit Musik gegen Gift. Copyright PANSWISS.

Der Wunsch der Bevölkerung nach Pestizide-freien Produkten und sauberem Wasser wächst, siehe z.B. Petition Gesundes sauberes Wasser für alle. Angesichts der aktuellen Lage und des drohenden Verbots von Glyphosat hat die chemische Industrie ihre Werbung ausgebaut und eine Informationsplattform aufgeschalten: Pflanzenschützer.ch geht online! 29.4.15. Sie wird von scienceindustries betrieben, dem Wirtschaftsverband Chemie Pharma Biotech. Der neueste Artikel: Glyphosat: keine Belege für schädliche Gesundheitsauswirkungen in der Praxis, 19.5.15.

Coop hat Glyphosat bereits aus dem Sortiment genommen, Migros wird in den nächsten Tagen dasselbe tun, siehe Glyphosat: Die Branche reagiert schneller als der Bund, SRF vom 19.5.15. Die Landi verkauft zwar weiterhin Produkte mit Glyphosat, wird sie aber langfristig ebenfalls aus dem Sortiment nehmen. Einmal mehr zeigt sich, dass Zeitzeichen von Nicht-Regierungsstellen gesetzt werden.

Gut bewachte Demonstrantinnen. Copyright PANSWISS.

Gut bewachte Demonstrantinnen. Copyright PANSWISS.

Wie würde unsere Landwirtschaft heute aussehen, wenn konsequent für eine gewässer-, boden- luft-, fauna- und menschenschonende Produktion geforscht worden wäre? Und zwar in der Industrie gleichermassen wie in den von uns Steuerzahlenden finanzierten Institutionen? Viel umweltfreundlicher, meint Heidi, und wir hätten Zeit und Geld gespart. Eigentlich ist die heute weit verbreitete Produktionsweise mit Pestiziden unverständlich, denn die schädlichen Auswirkungen waren schon vor vielen Jahrzehnten bekannt, die mögliche Resistenzbildung gar schon im 19. Jahrhundert (in den USA 1908, siehe San Jose scale > Management, Washington State University).

Organisationen und Private fordern eine Reduktion des Pestizid-Einsatzes, doch der Widerstand ist gross. Was tun? Hartnäckig eine Pestizid-Wende fordern! Nicht nur einen vagen Reduktionsplan.

No comment! Copyright PANSWISS

No comment! Copyright PANSWISS

25.5.15 HOME

Endokrine Disruptoren verursachen Kosten und Leid

6. März 2015
Endokrine Disruptoren verursachen hohe Gesundheitskosten und volkswirtschaftliche Verluste. Auch die Tierwelt leidet.

Endokrine Disruptoren verursachen hohe Gesundheitskosten und volkswirtschaftliche Verluste. Auch die Tierwelt leidet.

Die Auswirkungen von Stoffen, welche wie Hormone wirken (Endokrine Disruptoren/EAS), auf die menschliche Gesundheit sind beträchtlich. Basierend auf mehr als drei Jahrzehnten Forschung schätzen WissenschaftlerInnen die Kosten für Behandlung, Arbeitsausfall, Invalidität usw. allein in der EU auf über 150 Milliarden Euro pro Jahr, d.h. 1,2% des Bruttoinlandproduktes. Ein von der New York University (NYU) geleitetes Team stellte diese Daten gestern an der Jahreskonferenz der Endokrinologischen Gesellschaft, ENDO 2015 in San Diego (Kalifornien) vor; 18’000 WissenschaftlerInnen aus 100 Ländern gehören der Endocrine Society an.

Pestizide verursachen die grössten Gesundheitschäden.

EAS gelangen aus den verschiedensten Quellen in die Umwelt: Pestizide, Haushalt, Industrie… Analysen von Körperflüssigkeiten und -geweben zeigen, dass beinahe 100% der untersuchten Menschen mit nachweisbaren Mengen von EAS belastet sind. Welche Gesundheitsschäden entstehen? Störung der männlichen Fortpflanzungsfähigkeit, frühzeitiger Tod (inkl. Herz-Kreislauf-Erkrankungen), Übergewicht, Diabetes, neurologische Schäden (inkl. geringere Intelligenz).

Hoffnung: Geld überzeugt Politik

Wenn die Belastung durch die häufigsten und schädlichsten EAS limitiert würde, dann wäre dies ein bedeutender ökonomischer Gewinn. Die Forschenden hoffen, dass sie mit den Resultaten ihrer neuesten Forschung die Aufmerksamkeit der Politiker wecken können, da diese entscheiden wie toxische Chemikalien reguliert werden.

Das hofft auch Heidi. Sie gibt aber zu bedenken, dass Gesundheitsschäden das Wachstum der Gesundheits- und Altersindustrie fördern und somit das Bruttosozialprodukt erhöhen. Besonders, da die Privatisierung von Spitälern usw. in der Schweiz im Trend liegt.

Estimated Costs of Endocrine-Disrupting Chemical Exposure Exceed €150 Billion Annually in EU Medieninformation Endocrine Society vom 5.3.15

Hormone-disrupting chemicals ‘cost billions’, BBC 6.3.15

Privatisierungspläne von Spitälern reissen ideologische Gräben auf, Tages Anzeiger vom 24.11.14

6.3.15 HOME


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