Posts Tagged ‘Pestizide’

Die Malser Initiative als europäisches Beispiel

6. Oktober 2018

 

Pressemitteilung PAN-EUROPE (Brüssel) vom 2.10.18:

Am 27.9.18 fand der erste Runde Tisch «Pestizid-freie Gemeinde» im europäischen Parlament in Brüssel statt. Der italienische Europa-Abgeordnete Nicola Caputo (PD) hat gemeinsam mit dem Vorsitzenden der PEST-Committee (Ausschuss des europäischen Parlament für EU-Genehmigungsverfahren für Pestizide) Eric Andrieu (S&D Fraktion des EU-Parlamentes) die Malser Initiative «Pestizidfreie Gemeinde» nach Brüssel eingeladen.

Anhand des Beispiels aus Südtirol diskutierten europäische Bürgermeister mit den Europa-Abgeordneten über notwendige Massnahmen, die auf EU-Ebene, Mitgliedsstaatsebene und lokaler Ebene notwendig sind, um Pestizidfreie Gemeinden zu ermöglichen. Somit konnte das Beispiel Mals einen konstruktiven Beitrag zu der Arbeit des PEST-Committees liefern.

Gleichzeitig fand auch der Kick-off für die PAN-Europe-Initiative «Europäisches Netzwerk für Pestizid-freie Gemeinden» mit einem Positionspapier statt. Die Stadt Bozen hat bereits im Februar 2018 ihre Unterstützung bekräftigt und die Umwelt-Rätin Lorenzini begeisterte die Teilnehmer mit ihrem Vortrag.

Dazu Koen Hertoge, Vorstandsmitglied PAN-Europe: »Die Gemeinden, Städte und Regionen in Europa brauchen eine stabile, klare und verlässliche Gesetzgebung, damit der Einsatz von Pestiziden wesentlich reduziert bzw. verboten werden kann. Nur so kann die Gesundheit der Bevölkerung weitgehend geschützt werden. Auch hier ist die Südtiroler Politik gefordert Massnahmen zu setzen».

Der Malser Weg

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Zunehmend Klagen gegen Regierungen und Firmen

6. September 2018

Der Bayer-Konzern rechnet mit weit mehr als 8’000 Klagen wegen Erkrankungen, die mutmasslich durch Glyphosat-haltige Mittel verursacht wurden.

Immer häufiger werden auch Regierungen eingeklagt, weil sie die Bevölkerung nicht ausreichend schützen. So liegt die Zahl der Klagen zum Klimawandel weltweit bei 1’100. Besonders aktiv seien Frauen, denn der Klimawandel treffe sie stärker als die Männer, sagt die Juristin Tessa Khan.

Regierungen sollen handeln!

Heidi meint: „Weniger teuer und arbeitsintensiv wäre es, wenn die Regierungen aus eigenem Antrieb bzw. gemäss Gesetzgebung handelten. Ihre Aufgabe ist es, Massnahmen zu treffen, um uns und die Umwelt zu schützen.“ Jemand hat schliesslich die Gesetze geschrieben, daher ist es das Recht jedes Bürgers, Schutz zu fordern. Wenn alles andere fehlschlägt, dann schicken Sie die Anwälte. Das gilt nicht nur für den mangelnden Klimaschutz, auch Schäden durch Pestizide, Luftverschmutzung usw. könnten eingeklagt werden.

Mothers of Invention. Alle zwei Wochen veröffentlichen Mary Robinson, frühere Präsidentin Irlands, und die Schauspielerin Maeve Higgins Informationen zum Klimawandel und präsentieren engagierte Frauen, die Probleme lösen, demnächst auch Vandana Shiva, Trägerin des alternativen Nobelpreises.

Climate justice, now! Women’s fightback over the environment inspires Alice Klein, NewScientist vom 18.8.18

Polluter pays? A raft of lawsuits around the world are seeking to force action on climate change. Fred Pearce meets the plaintiffs, NewScientist vom 18.8.18.

Send in the climate lawyers. Legal action is a legitimate tool to compel government action. NewScientist vom 18.8.18

Global Climate Litigation

KlimaSeniorinnen, Schweiz

Noch mehr Klagen wegen Glyphosat, taz vom 24.8.18.

Weniger Glyphosat verkauft, taz vom 6.9.18.

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Hamburger Hafen: Drehscheibe für gefälschte Pestizide

5. September 2018
Containerfrachter von Hamburg seewärts, Süsswasserwatt Fährmanssand. Ebbe, Tideniedrigwasser – alles Wasser im Schifffahrtskanal, keins für Gewässerökologie. Aus dem Artikel "Die Elbe im Sommer 2018 – leer." Osmerus' Blog. Copyright Ludwig Tent.

Containerfrachter von Hamburg seewärts, Süsswasserwatt Fährmanssand. Ebbe, Tideniedrigwasser – alles Wasser im Schifffahrtskanal, keins für Gewässerökologie. Aus dem Artikel „Die Elbe im Sommer 2018 – leer.“  Osmerus‘ Blog. Copyright Ludwig Tent.

Bereits 2006 wies Katharine Sanderso, News-Journalistin bei Nature, auf die Gefahr von gefälschten Pestiziden hin. Das Problem sei ähnlich wie jenes in der Pharma-Industrie. Einige Pestizide seien ausgeklügelte Kopien der Originalprodukte, andere hingegen billige Imitationen.

Das Problem ist vielfältig: Gewinnverlust für die Chemische Industrie, Ernteausfall bei den Bauern, Lebensmittelkontrolle prüft nur auf „zu erwartende“ Stoffe, Gesundheitsrisiko für KonsumentInnen, Fördern von kriminellen Organisationen.

Rocky Rows von der European Crop Protection Association (ECPA) sagte damals, dass 5 bis 7% der Pestizide gefälscht seien, in Polen 10% in Spanien 25% und dass die Produktion in Almeria fest in den Händen von kriminellen Organisationen sei.

Pestizid im globalen Online-Geschäft

Bildschirmfoto von der Alibaba-Homepage.

Bildschirmfoto von der Alibaba-Homepage.

Heidi wurde von einem Leser auf die chinesische Online-Plattform Alibaba aufmerksam gemacht. Sie verkauft unter vielem anderen auch Pestizide und bewirbt sie auf Deutsch, etwa Diazinon oder Deltamethrin. Diazinon ist in der Schweiz als Tierarzneimittel zugelassen. Deltamethrin (Pflanzenschutzmittelverzeichnis: z.B. Aligator) ist ein breit wirkendes Insektizid, zugelassen für den Anbau zahlreicher Früchte, Gemüse, Zier- und Grünpflanzen sowie für den Ackerbau; Auszug aus der Gefahrenkennzeichnung:

  • H226 Flüssigkeit und Dampf entzündbar.
  • H302 Gesundheitsschädlich bei Verschlucken.
  • H304 Kann bei Verschlucken und Eindringen in die Atemwege tödlich sein.
  • H315 Verursacht Hautreizungen.
  • H318 Verursacht schwere Augenschäden.
  • H336 Kann Schläfrigkeit und Benommenheit verursachen.
  • H410 Sehr giftig für Wasserorganismen mit langfristiger Wirkung.

Mag sein, dass die Produkte von Alibaba alle aus legaler Quelle stammen. Für Heidi stellte sich die grundsätzliche Frage, ob man einfach diese Produkte online bestellen und beziehen kann. Sie hat im Februar beim Bundesamt für Landwirtschaft (BLW) angefragt. Hier die Antwort:

Es stimmt, dass Diazinon als Wirkstoff in Pflanzenschutzmitteln nicht zugelassen ist. Ausserdem dürfen nur Inhaber einer Generaleinfuhrbewilligung, die vom BLW ausgestellt wird (Art. 77 Pflanzenschutzmittelverordnung, PSMV), Pflanzenschutzmittel importieren. Es ist möglich, ein nicht bewilligtes Pflanzenschutzmittel zu Forschungszwecken einzuführen, wenn davor beim BLW eine entsprechende Bewilligung eingeholt wurde. Ein Pflanzenschutzmittel auf Basis von Diazinon kann also nicht legal zu gewerblichen Zwecken in die Schweiz importiert worden sein.  

Die Zollstelle kontrolliert stichprobenartig und risikogerecht, ob Waren im grenzüberschreitenden Verkehr den rechtlichen Bestimmungen über Pflanzenschutzmittel entsprechen (z. B. Zulassung gemäss Pflanzenschutzmittelverzeichnis). Bei Verdacht auf eine Widerhandlung sind die Zollstellen berechtigt, die Waren an der Grenze zurückzuhalten und die übrigen Vollzugsbehörden beizuziehen. Diese nehmen die weiteren Abklärungen vor und treffen bzw. verfügen die erforderlichen Massnahmen.

Wie Sie erwähnt haben, können auch andere Produkte, wie beispielsweise medizinische Produkte oder Biozide, Diazinon enthalten. Online-Verkäufe müssen jedoch die Vorschriften bezüglich der Abgabe von Chemikalien einhalten …“ Hiefür ist das Bundesamt für Gesundheit (BAG) zuständig.

Fälschen hat Tradition

Gefälscht wurde schon „immer“. Etwa wurden früher Kleesamen-ähnlichen Steinchen zu Kleesamen gemischt; das gibt rasch Gewicht auf die Waage der Saatgutverkäufer!

Meldung BBC von heute: Fleisch

Heute meldete BBC, dass von 665 Fleischproben in Supermärkten und Restaurants ein Fünftel nicht Deklariertes enthielt. Die Proben stammten aus England, Wales und Nordirland. 77% der Unregelmässigkeiten betrafen Lammfleisch.

Unser täglich Gift. Pestizide – die unterschätze Gefahr. Johannes G. Zaller.

Hamburg – Drehscheibe für Pestizid-Mafia, André Zand-Vakili, Hamburger Abendblatt vom 16.12.14.

Gefälschte Pestizide verursachen EU-Wirtschaft 1,3 Mrd. Euro Schaden, Bayerisches Landwirtschaftliches Wochenblatt vom 9.2.17.

Fake pesticides pose threat. Flood of counterfeit chemicals is harming people and industry. Katharine Sanderso, nature vom 5.11.6

Meat testing: A fifth of samples reveal unspecified animals‘ DNA, BBC 5.9.18.

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Französischer Senator unterstützt den „Malser Weg“

24. August 2018

 

Copyright: Der Malser Weg

Copyright: Der Malser Weg

Am Montag, 20.8.18, unterschrieb der französische Senator Joel Labbé in Mals (Südtirol) eine Unterstützungserklärung für Mals und den „Malser Weg“, d.h. pestizidfreie Gemeinde Mals. Er ermutigte die Malser zusammenzuhalten und ihren Weg weiterzuverfolgen: „Es braucht Pioniere, die voraus gehen,“ betonte Labbé.

Mals gibt Hoffnung, Der Malser Weg vom 22.8.18:

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Glyphosat-Urteil: Ein Grund zu ungetrübter Freude?

14. August 2018
Aus dem Film "Wie Monsanto seine Risiken auf Bayer abwälzte". Copyright: Gaby Weber.

Aus dem Film „Wie Monsanto seine Risiken auf Bayer abwälzte“. Copyright: Gaby Weber.

Die Bayer-Aktie verlor schlagartig mehr als zehn Prozent an Wert. Grund: Ein Gericht in Kalifornien hat Monsanto zur Zahlung von fast 290 Millionen US-Dollar an einen Krebspatienten verurteilt. Ein Leser schrieb Heidi: „Recht geschehen … Gut, dass durch Umweltsünden Börsenkurse wanken.“ Doch – was gibt es noch dazu zu sagen? Die Journalistin und Filmemacherin Gaby Weber schreibt zu ihrem Film „Wie Monsanto seine Risiken auf Bayer abwälzte“:

„Es geht darum, wie Monsanto seine Risiken auf Bayer abgewälzt hat. Ihr habt sicher von dem am Samstag veröffentlichten Urteil aus San Francisco gehört, wo Monsanto – also jetzt Bayer – zu einem dreistelligen Millionenbetrag verurteilt wurde, weil es nicht ausreichend über die Gefährlichkeit seines Pestizids Glyphosat hingewiesen hat. Auf Bayer kommt damit eine Prozesslawine nicht nur in den USA zu, aber dort ist es am teuersten. Es geht in diesem Film nicht um die Umweltfragen – dazu habe ich ja einen 75-Minüter über Monsanto in Argentinien gemacht – sondern um die Haftungsrisiken, die nunmehr Bayer zu 100 Prozent übernommen hat. Dahinter steckt der grösste Vermögensverwalter der Welt, Blackrock. Den Fusionsvertrag hält Bayer geheim, ich habe ihn aber aus anderer Quelle besorgt und im Film verwertet. Ausserdem habe ich ihn auf meine homepage gestellt, wo ihr ihn komplett runterladen und studieren könnt.“

Bayer trägt also das Risiko zu 100 Prozent. Was geschieht, wenn nicht genügend Geld da ist für all die möglichen Forderungen, die zu erwarten sind? Too big to fail? Wird die Öffentlichkeit einmal mehr zahlen müssen? Oder gelingt es dem Konzern, das Recht auf seine Seite zu biegen?

Wie Monsanto seine Risiken auf Bayer abwälzte, Gaby Weber, youtube, 21 Minuten, 12.8.18.

Markt und Shareholder Value auf dem Kapitalmarkt? – Alles Täuschung. Das wird am Fall Bayer/Monsanto sichtbar. Gut erläutert in einem Film von Gaby Weber. Albrecht Müller, NachDenkSeiten, 14.8.18.

The Monsanto Papers: Poisoning the scientific well, McHenry, Leemon B., IOS Press, 4.6.18

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20. August 2018: Prominente besuchen das pestizidfreie Mals

6. August 2018

Am Montag, 20. August 2018, findet in Mals am Abend eine Veranstaltung mit Joel Labbé und Philip Ackerman-Leist statt. Am Morgen wird die Ausstellung Toppling Goliath oder Strauchelnder Goliath eröffnet.

Medienvertreter können mit Joel Labbé und Philip Ackerman-Leist einen persönlichen Gesprächstermin vereinbaren (Koen Hertoge koen.hertoge@gmail.com).

Der französische Senator Joel Labbé

Joel Labbé ist ein prominenter Unterstützer des „Malser Weges“. Er hat im französischen Nationalrat und Senat ein Gesetz zur Reduktion von Pestiziden erfolgreich durchgebracht (Loi Labbé). Pestizide sind seit dem 1.1.17 im öffentlichen Raum verboten, ab 2019 gilt ein Verbot auch für private Liegenschaften. Ausgenommen bleiben biologische Pflanzenschutzmittel.

USA Professor Philip Ackerman-Leist

Philip Ackerman-Leist ist Professor für Nachhaltige Landwirtschaft und Lebensmittelsysteme am Green Mountain College in Vermont und selber Bio-Landwirt. Er präsentiert zusammen mit seinem Assistenten Michael de Rachewiltz von der Brunnenburg in Dorf Tirol ihr Projekt Toppling Goliath: Buch und Ausstellung über Mals.

Die Ausstellung wird am 20. August 2018 um 9.30 Uhr eröffnet. Während des ganzen Tages befindet sich die Ausstellung im Kulturhaus Mals, wo sowohl Einheimische als auch Touristen vorbeikommen. Vom 21. August bis 3. September 2018 ist sie in der Bibliothek Mals zu sehen.

Tout sur la «Loi Labbé»

Toppling Goliath, How Mals became the first town in the world to outlaw pesticides. The Lexicon (Words to change your world), Douglas Gayeton, Philip Ackerman-Leist, Michael de Rachewiltz and Pier Giorgio Provenzano.

Heidis Kabinett der Absurditäten – Welthandel tötet Palmen an der Côte d’Azur, Heidis Mist vom 27.1.18.

Pestizidfrei – das Wunder von Mals. Osmerus‘ Blog 7.8.18

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Das Rätsel zum Sonntag: Der unbeschriftete Herbizid-Kanister

22. Juli 2018
Symbolbild

Symbolbild

Es war einmal eine Tourismus-Gemeinde im Berggebiet. Sie pflegte ihre Wanderwege mit einem „Mittel“. „Chemisch“ darf man ja nicht mehr, hiess es vor einem guten Jahr spontan auf Anfrage. Aber den Namen des Mittels konnte die verantwortliche Person nicht nennen. „Können Sie sich erkundigen?“, fragte Heidi.

Doch die Personen, welche die Arbeiten ausführen, wussten nicht, was sie spitzen. Also nannte die Verantwortliche Heidi die Bezugsquelle, eine Gärtnerei: „Vielleicht könnten Sie da mal nachfragen“, bemerkte sie. Das tat Heidi. Der Chef war persönlich am Telefon, musste nicht lange überlegen oder gar nachschauen: „Die Gemeinde bezieht NUR Glyphosat von uns.“ Voilà!

Nun stellt sich die Frage nach der Beschriftung der Kanister, denn diese ist in der Verordnung über das Inverkehrbringen von Pflanzenschutzmitteln (Pflanzenschutzmittelverordnung, PSMV) streng geregelt. Gemäss Art. 54 Verpackung und Aufmachung müssen auf jeder Verpackung eines Pflanzenschutzmittels die Angaben nach Anhang 11 deutlich lesbar und dauerhaft angebracht sein.

Angaben auf der Verpackung von Pflanzenschutzmitteln:

Auf der Verpackung eines Pflanzenschutzmittels müssen die folgenden Angaben deutlich lesbar und dauerhaft angebracht sein:

  1. Handelsname des Pflanzenschutzmittels;
  2. Name und Adresse der Inhaberin der Bewilligung oder der Verkaufserlaubnis, die Zulassungsnummer des Pflanzenschutzmittels sowie, falls nicht identisch, Name und Adresse der Personen, die für die Endverpackung und die Endkennzeichnung des Pflanzenschutzmittels verantwortlich sind;
  3. Name jedes Wirkstoffs, mit klarer Angabe der chemischen Form; der Wirkstoff muss mit dem in Anhang 1 genannten Namen oder, sofern er dort nicht aufgeführt ist, mit seiner bei der Internationalen Normenorganisation gebräuchlichen allgemeinen Bezeichnungen (ISO Common Name) angegeben werden; liegt diese Bezeichnung nicht …
  4. … bis Punkt 21.

Heidis Rätsel

Wie kommt eine Schweizer Gemeinde zu unbeschrifteten Herbizid-Kanistern?

  1. Ab- und Auflösen der Etiketten bei Wassereinbruch im Werkareal?
  2. Entfernen der Etiketten durch das Spritzpersonal?
  3. Spritzen der Wanderwege bei Regen?
  4. Ablösen der Etiketten durch Touristen als Souvenir?
  5. Hersteller vergisst Etikette aufzukleben?

Mehr als ein Jahr danach geht die Geschichte ganz plötzlich weiter … Fortsetzung folgt!

Im Kommentar zu diesem Beitrag „Es geht auch anders“ wurde ein „Zettel“ erwähnt. Hier ist er:

22.7.18 HOME

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SVGW will indirekten Gegenvorschlag zur Trinkwasser-Initiative über das Parlament erwirken

26. Juni 2018

Blog-Mitteilung von Martin Sager, Direktor des Schweizerischen Vereins des Gas- und Wasserfaches (SVGW):

Der Bundesrat hat am 15. Juni entschieden, die Trinkwasserinitiative ohne indirekten Gegenvorschlag abzulehnen. Aus Sicht der Trinkwasserversorger eine verpasste Chance. Martin Sager, Direktor des SVGW. Copyright: SVGW.

Der Bundesrat hat am 15. Juni entschieden, die Trinkwasserinitiative ohne indirekten Gegenvorschlag abzulehnen. Aus Sicht der Trinkwasserversorger eine verpasste Chance. Martin Sager, Direktor des SVGW. Copyright: SVGW.

„Der Bundesrat schiebt die Pestizidproblematik auf die lange Bank und missachtet das Anliegen der Bevölkerung und der Wasserversorgungsbranche, unser Trinkwasser vor Fremdstoffen aus der Landwirtschaft zu schützen. Die Probleme im Trinkwasser- und Gewässerschutz sind offenkundig und erfordern gezielte und pragmatische Massnahmen. Als SVGW erwarten wir keinen Komplettumbau der Landwirtschaft, aber verbindliche Massnahmen, welche die Trinkwasserressourcen auch für die nächsten Generationen schützen.

Aber was bedeutet der Entscheid des Bundesrates? Waren all unsere Bemühungen für die Katz? Interessenvertretung erfordert einen langen Atem und Hartnäckigkeit. Der Bundesrat verspricht in seiner Mitteilung, verschiedene Missstände im Rahmen der Agrarpolitik AP22 zu lösen und verweist auch auf den bestehenden Aktionsplan Pflanzenschutzmittel. Dass dieser Aktionsplan aber nur schwache Ziel- und Zeitvorgaben für den Trinkwasserschutz enthält und das Massnahmepaket AP22 erst nach der Trinkwasser-Initiative im Parlament diskutiert werden soll, zeigt deutlich die Unverbindlichkeit im Bekenntnis des Bundesrates.

Die Sicherung unserer Trinkwasserressourcen müssen wir weiterhin und mit aller Überzeugung selber an die Hand nehmen. Wir werden in den kommenden Monaten alles daransetzen, zusammen mit Partnern einen indirekten Gegenvorschlag über eidgenössische Parlamentarierinnen und Parlamentarier zu erwirken. Der Gegenvorschlag soll die in der Trinkwasser-Initiative adressierten Probleme des Trinkwasserschutzes pragmatisch lösen. Ich bin überzeugt, dass konstruktive und zukunftsgerichtete Lösungen kommunizierbar und letztlich über Parteigrenzen hinweg mehrheitsfähig sind.

Martin Sager“

Das glaubt Heidi auch! Wir müssen unsere Lebensgrundlagen schützen – für uns, für künftige Generationen und für Flora und Fauna.

Verpasste Chance! Martin Sager, SVGW vom 25.6.18

26.6.18 HOME

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Bundesrat ist gegen die Trinkwasser-Initiative und will keinen Gegenvorschlag

15. Juni 2018
Am 18.1.18 wurden die Unterschriftenbogen der Trinkwasser-Initiative der Bundeskanzlei übergeben. Copyright: Trinkwasser-Initiative

Am 18.1.18 wurden die Unterschriftenbogen der Trinkwasser-Initiative der Bundeskanzlei übergeben. Copyright: Trinkwasser-Initiative

Der Bundesrat spricht sich gegen die Volksinitiative «Für sauberes Trinkwasser und gesunde Nahrung – Keine Subventionen für den Pestizid- und den prophylaktischen Antibiotika-Einsatz» aus. Dies hat er an seiner Sitzung vom 15. Juni 2018 entschieden. Auf einen direkten und indirekten Gegenvorschlag verzichtet er. Der Bauernverband und die chemische Industrie applaudieren.

Die Kleinbauern-Vereinigung hingegen ist enttäuscht: „Die Kleinbauern-Vereinigung begrüsst die Diskussionen rund um die Trinkwasser-Initiative und ist überzeugt, dass die Schweizer Bäuerinnen und Bauern den Pestizideinsatz und den Verbrauch von importierten Futtermitteln deutlich reduzieren können. Dass der Bundesrat nun keinen griffigen Gegenvorschlag ausarbeiten will, ist eine verpasste Chance und zeugt von einer rückwärtsgewandten Agrarpolitik. Mit weiteren Alibiübungen wie dem bisherigen schwachen Aktionsplan Pflanzenschutzmittel sowie der geplanten Anhebung der Pestizidgrenzwerte in Gewässern sind keine echten Fortschritte in Sicht.“

Nun gilt es erst recht, die Trinkwasser-Initiative und die Volksinitiative für eine Schweiz ohne synthetische Pestizide zu unterstützen!

Bundesrat empfiehlt Ablehnung der «Trinkwasserinitiative» und beschliesst Massnahmen-Strategie, Medieninformation vom 15.6.18.

Kein Gegenvorschlag zur Trinkwasser-Initiative, Mitteilung Kleinbauern-Vereinigung

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Umweltschutz: Wo ist der Rechtsstaat?

14. Juni 2018
Justitia sieht Umweltdelikte selten. Darunter leiden unzählige Menschen und die Umwelt, besonders Flora und Fauna.

Justitia sieht Umweltdelikte selten. Darunter leiden unzählige Menschen und die Umwelt, besonders Flora und Fauna.

Die taz schrieb am 12.6.18 unter dem Titel Pestizidabdrift in der Landwirtschaft – Die Gefahr von nebenan: „Immer wieder werden Pestizide in Gewässer, Gärten oder auf Nachbarfelder geweht. 10 Fragen und Antworten zu dem unsichtbaren Gift.

Zwei Kommentare zeigen, dass nicht nur Heidi vergeblich Justitia anruft … es ist auch anderswo nicht besser. Wir müssen trotzdem immer wieder den Rechtsstaat einfordern, denn wozu gibt es Gesetze?

Kommentar von KHALED CHAABOUTÉ

„… Bei uns richte ich mich immer an die Untere Landschaftsbehörde, aber das sind hier auf dem Lande die selben CDU-Typen, die mit dem Bauern im Schützenverein und Kirchenchor sind, da passiert nicht viel bzw. ist in Sachen Eingreifen bei Umweltkriminalität noch nie etwas passiert, auch wenn über den NABU gemeldet wird.

Kommentar von Opa-Krempel

„… Im Übrigen stimme ich dem Kommentar von KHALED CHAABOUTÉ zu, was die Aussichtslosigkeit von Beschwerden angeht. Z.B. der hiesige Bürgermeister geht meinem Eindruck nach mit den Bauern der Umgebung geradezu ins Bett. Meine mehrfachen Beschwerden bei der Gemeinde führten zu NICHTS, außer daß ich nun dort als Querulant gelte.“

Kommentar von Heidi

Genauso ist es bei uns! Und keine Besserung in Sicht.

Über 1000 Orangutans durch illegale Abholzung in Indonesien bedrohnt

International Animal Rescue (IAR) rettet einen Orangutan in West Kalimantan. Copyright: Greenpeace.

International Animal Rescue (IAR) rettet einen Orangutan in West Kalimantan. Copyright: Greenpeace.

Gesetze, Verträge, Labels (z.B. RSPO) usw. sind oft nicht das Papier wert, auf dem sie gedruckt sind. Gemäss Untersuchungen von Greenpeace gibt es in Sungai Putri, einem 57’000 Hektaren grossen Torfmoor-Primärwald, sechs illegale Abholzungsstellen. Das Gebiet ist eines der letzten Refugien der Orangutans.

Over 1000 orangutans threatened by illegal operations in Indonesia, Greenpeace International, 5.6.18.

Kanton Bern: Palmöl bei Freihandel ausklammern. Der Grosse Rat des Kantons Bern hat eine Standesinitiative beschlossen, wonach Palmöl aus einem möglichen Freihandelsabkommen mit Malaysia ausgeklammert werden soll. LID 7.6.18.

13.6.18 HOME


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