Posts Tagged ‘Schweizer Bauernverband’

Agrarpolitik 2022

11. März 2019

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Die Bauern haben Angst … Wir schützen, was wir lieben

25. Januar 2019

Die Aktion des Schweizer Bauernverbands (SBV) „Wir schützen, was wir lieben“ hat NaNa zum Zeichnen inspiriert.

SBV:“ Der Schweizer Bauernverband will das Jahr 2019 nutzen, um Aufklärungsarbeit zu den mit der Trinkwasser-Initiative aufgeworfenen Themen zu leisten, vor allem zu Pflanzenschutz und Fütterung. Eine nationale Begleitgruppe hat dazu die Arbeit aufgenommen. Verschiedene Projekte sind lanciert und die Bauernfamilien aufgefordert mitzuwirken!“

Auch Heidi wird weiterhin aufklären.

„Wir schützen, was wir lieben“, Medienmitteilung des Schweizer Bauernverbands vom 21.1.19

Die Bauern haben Angst … 0-Parzellen, Heidis Mist vom 20.1.19

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Die Bauern haben Angst … 0-Parzellen

20. Januar 2019

Die Vorkampagne des Schweizer Bauernverbands (SBV) gegen die Trinkwasser-Initiative ist Anfang Januar angelaufen. Die Bauern befürchten, dass diese vom Volk angenommen wird. Zu gross sind die Probleme, zu klein der Wille zum Handeln.

Ausscheiden von 0-Parzellen

Der SBV möchte, dass Bauern z.B. 0-Parzellen einrichten. In diesen werden die Pflanzen weder geschützt noch gedüngt. Man will den Spaziergängern zeigen, dass dadurch die Ernte karg ausfällt oder gar ausbleibt. Angst vor Hunger soll ihnen eingeimpft werden. „Dein Essen in Gefahr“ ist das Motto. Anhand von Tafeln im Feld wollen die Bauern über ihr Problem mit der Trinkwasser-Initiative informiert. Die kantonalen Behörden helfen mit unseren Steuergeldern den Bauern kräftig beim Realisieren von Massnahmen gegen die Pestizid-Volksinitiativen, allen voran der Kanton Zürich. Man wolle unpolitisch gegen Emotionen und Unwissenheit antreten, heisst es beim SBV.

Die Präsentation solcher 0-Parzellen ist fehlleitend, eigentlich Falschinformation. Wie sieht der Pflanzenschutz aus, den die Bauern einhalten müssten, um Direktzahlungen zu beziehen? Art. 18 der Direktzahlungsverordnung (DZV) schreibt in Punkt 1 vor: „Beim Schutz der Kulturen vor Schädlingen, Krankheiten und Verunkrautung sind primär präventive Massnahmen, natürliche Regulationsmechanismen sowie biologische und mechanische Verfahren anzuwenden.“ Es scheint Heidi, dass ein Teil der Bauern und der SBV diesen Punkt ignorieren. Zur Erinnerung eine Grafik aus dem Aktionsplan Pflanzenschutzmittel des Bundes.

Aktionsplan Pflanzenschutz des Bundes, Seite 9.

Aktionsplan Pflanzenschutz des Bundes, Seite 9.

Der letzte Absatz von Kapitel 2.1 Der Integrierte Pflanzenschutz lautete in der Version des Aktionsplans Pflanzenschutz des Bundes vom 4.7.16 (bei Heidi auf Anfrage erhältlich: heidismist@bluewin.ch) wie folgt:

Ist eine direkte Bekämpfung erforderlich, sind für die Bekämpfung gewisser Schadorganismen biologische, biotechnische oder physikalische Methoden verfügbar. Erst als letzte Massnahme sollen chemische PSM zur Anwendung gelangen. Der Einsatz von chemischen PSM wird heute aber oftmals vorgezogen, da die Alternativen weniger wirtschaftlich, weniger effizient oder nicht vorhanden sind.“

In der aktuellen Version vom 6.9.17:

Ist eine direkte Bekämpfung erforderlich, sind für die Bekämpfung gewisser Schadorganismen biologische (Nützlinge), biotechnische (Lockstoffe) oder physikalische Methoden verfügbar. Erst als letzte Massnahme sollen chemische PSM zur Anwendung gelangen. Der Einsatz von chemischen PSM spielt aber immer noch eine wichtige Rolle, da Alternativen zum Teil weniger wirtschaftlich sind, weniger Wirkungssicherheit bieten oder für viele Indikationen nicht vorhanden sind.

Offensichtlich hat man beim Bundesamt für Landwirtschaft (BLW) gemerkt, dass viele Bauern aufgrund der Aussage „Der Einsatz von chemischen PSM wird heute oftmals vorgezogen …“ gar nicht direktzahlungsberechtigt wären oder massive Kürzungen erleiden müssten. In der neuen Version hat man den Missstand diplomatischer formuliert. Die Kontrolle des Einsatzes von Pestiziden ist vernachlässigbar, also wird es kaum je Bussen oder Direktzahlungskürzungen für Fehlverhalten geben.

Heidis Alternative zu den 0-Parzellen

Beispiel einer Warntafel

Beispiel einer Warntafel. Weitere Beispiele.

Heidi schlägt vor, dass die Bauern mit Informationstafeln auf die Gefahren des Einsatzes von Pestiziden hinweisen, etwa „kann vermutlich die Fruchtbarkeit beeinträchtigen, kann vermutlich das Kind im Mutterleib schädigen, kann vermutlich Krebs erzeugen, stark ätzend, Gefahr beim Einatmen, kann allergische Hautreaktionen verursachen, verursacht schwere Augenreizung, sehr giftig für Wasserorganismen mit langfristiger Wirkung usw. Diese Einschätzungen stammen nicht etwa von Heidi, sondern von der produzierenden Chemischen Industrie bzw. den Ämtern, welche die Mittel bewilligen, d.h. in der Schweiz dem Bundesamt für Landwirtschaft. Das Pflanzenschutzmittelverzeichnis ist eine höchst lesenswerte Publikation.

Mithilfe dieser Tafeln und Informationen könnten die Spaziergänger mit Hund und Kind oder Kinderwunsch diese Feldwege meiden und im Wald spazieren, was sowieso im Sommer wegen der Klimaerwärmung die bessere Wahl ist.

Auch könnten Bauern, welche per Helikopter Pestizide sprühen lassen, zu einem Event mit Gratis-Heli-Flug einladen, wenn gerade Spritzeinsatz ist. Beim Ausbringen von Pestiziden aus der Luft ist Abdrift auf andere Parzellen hoch, daher wurde auch ein Abstand zu Wohnzonen verankert; einen solchen gibt es sonst nicht, also 0-Pufferstreifen zu Kinderspielplatz & Co. … selbst Gewässer sind (theoretisch) besser geschützt.

Das Fungizid Leimay z.B. darf auch aus der Luft appliziert werden, obwohl es u.a. vermutlich die Fruchtbarkeit beeinträchtigen kann sowie das Kind im Mutterleib schädigen und Krebs erzeugen!

Heidis folgender Vorschlag wirkt sofort!

Viel wäre für Wasser, Flora, Fauna und unsere Gesundheit getan, wenn die bestehenden Gesetze und Verordnungen eingehalten würden. Diese selbstverständliche Massnahme verursacht keinen administrativen Aufwand und würde sofort wirken, nicht erst in zig Jahren oder Jahrzehnten.

Wenn der Bauernverband auf den sauberen Bodensee verweist, dann ist dies ebenfalls fehlleitend. Besser würde er die wegen Verschmutzung durch die Landwirtschaft geschlossenen Quellen erwähnen oder die Ökologischen Direktzahlungen für die Sanierung von Gewässern (Art. 62a Gewässerschutzgesetz, Massnahmen der Landwirtschaft) oder verschmutzte Bäche …

Übrigens: Die Links zu den Volksinitiativen finden Sie immer unter Heidis Link Aktuell Volksinitiativen.

Kritik am Aktionsplan Risikoreduktion Pflanzenschutzmittel des Bundes, Heidis Mist vom 2.10.16

Bundesrat veröffentlicht Aktionsplan Pflanzenschutzmittel – News von den Volksinitiativen, Heidis Mist vom 6.9.17

Vollzug, Agrarbericht 2018. Pestizid-Kontrollen waren in früheren Jahren in der Grössenordnung von 100 bis 200 für die ganze Schweiz. Sie sind nicht explizit aufgeführt.

Helikoptersprühflüge, alle bisher zehn Artikel von Heidi

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Grenzwerte für Pestizid-Cocktails gefordert

6. November 2018

Blutprobe: Die Werte im Cartoon sind fiktiv. Viele Faktoren beeinflussen die Wirkung von Getränken: Grösse, Körpergewicht, Alter, Geschlecht, Essen vor dem Alkoholkonsum, verstrichene Zeit bis zur Blutprobe, Berechnungsmethode (Formel), Promillerechner, INFAR.

Blutprobe: Die Werte im Cartoon sind fiktiv. Viele Faktoren beeinflussen die Wirkung von Getränken: Grösse, Körpergewicht, Alter, Geschlecht, Essen vor dem Alkoholkonsum, verstrichene Zeit bis zur Blutprobe, Berechnungsmethode (Formel), Promillerechner, INFAR.

Sum, sum, sum … ein Summenwert für Pestizid-Cocktails liegt in der Luft.

Organisationen, Kantone, Medien und auch Heidi fordern Höchstwerte nicht nur für Einzelstoffe, sondern auch für Mischungen. Heidi meint: „Die Mischung macht das Gift.“

So etwa schreibt saldo in der neuesten Nummer „Die Wirkungen von hormonaktiven Chemikalien können sich gegenseitig verstärken – das zeigt eine neue Studie. Grenzwerte gibt es aber nur für die einzelnen Stoffe … saldo fordert schon seit Jahren Summengrenzwerte für Pestizide und hormonaktive Stoffe.“ Bereits 2011 berichtete saldo über die gleichlautende Forderung der Umweltämter der Kantone Luzern und Aargau.

Die Vernehmlassungfrist für die neuen, vom Bundesamt für Umwelt (BAFU) vorgeschlagenen astronomisch hohen Anforderungswerte für Pestizide in Oberflächengewässern ist im März 2018 abgelaufen. Der Vorschlag ist bei vielen Adressaten schlecht angekommen, sogar bei Markus Ritter, dem Präsidenten des Schweizer Bauernverbands. Wie die Rundschau des Schweizer Fernsehens berichtete, ist das BAFU zurückgekrebst: Die revidierten Grenzwerte sollen 10 µg/l nicht überschreiten. Die neuen Zahlen hat das BAFU aber noch nicht veröffentlicht. Sie sind geheim – ausser man hat gute Beziehungen.

Abschiedsgeschenk von Doris Leuthard und Johann Schneider-Ammann an die Frösche

Froschkönig: „Wir wünschen uns, dass der alte allgemeine Anforderungswert für Pestizide von 0,1 µg/l beibehalten wird. Zudem soll das BAFU einen Summenwert von 0,5 µg/l (analog Trinkwasserqualität) einführen. Was, Frau Bundesrätin Leuthard, haben Pestizide in der Umwelt zu suchen, deren vorgeschlagener, „risikobasierende“ Anforderungswert unter 0,1 µg/l liegt? Sie schaden uns Wasserorganismen und auch euch Menschen. Bitte verlangen Sie von Ihrem Kollegen Johann Schneider-Ammann, dass er diese Gifte verbietet. Das ist eine bescheidene Forderung! Am liebsten hätten wir, dass er alle schädlichen Pestizide verbietet.“

Keine Grenzwerte für Chemiecocktails, Thomas Lattmann, saldo 6.11.18 (18/2018)

Verordnung des EDI über Trinkwasser sowie Wasser in öffentlich zugänglichen Bädern und Duschanlagen (TBDV)

Neue Pestizid-Anforderungswerte für Oberflächengewässer: Rechnen mit Heidi. Heidis Mist vom 1.3.18.

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7. Juni 2018: SVGW lädt ein zum Fachaustausch „Trinkwasserschutz und Agrarpolitik 2022“

29. Mai 2018
Unser Trinkwasser muss besser geschützt werden. Copyright: SVGW

Unser Trinkwasser muss besser geschützt werden. Copyright: SVGW

Früher hatten viele Häuser und Dörfer eine eigene Quelle. Die Bewirtschaftung der landwirtschaftlichen Flächen wurde intensiviert und die Bauern hielten immer mehr Tiere, weshalb Quellfassungen in tiefere Bodenschichten verlagert oder aufgegeben werden mussten. Heute beziehen wir das meiste Trinkwasser über riesige teure Infrastrukturen aus dem Grundwasser, einen Teil aus Oberflächengewässern. Doch auch hier wächst der Verschmutzungsdruck durch die Landwirtschaft und Gesellschaft, so dass Trinkwasserversorger bereits Grundwasserfassungen aufgeben oder mit Steuergeldern sanieren mussten. Zudem besteht die Gefahr der Übernutzung unserer Ressource Wasser.

Trinkwasser-Initiative: SVGW fordert Gegenvorschlag

Der Schweizerische Verein des Gas- und Wasserfaches (SVGW) hat Sympathien für die Ziele der Trinkwasser-Initiative. Er fordert einen pragmatischen und zielführenden indirekten Gegenvorschlag. Aus diesem Grund hat er Forderungen formuliert und einen Fachaustausch im Alten Spital Solothurn organisiert, der am Donnerstag, 7. Juni 2018 stattfindet.

Heidi meint: „Dies wird wohl ein interessanter Anlass werden, nehmen doch Referenten und Podiumsteilnehmer aus folgenden Institutionen teil: Bundesamt für Umwelt, Bundesamt für Landwirtschaft, Schweizer Bauernverband, Bio Suisse … ).“

Zusammenfassung der Forderungen des SVGW:

Die Trinkwasserressourcen müssen planerisch besser geschützt werden (RPG, GSchG, DZV)

  • Planungspflicht: Kantone und Gemeinden werden zu einer verbindlichen Planung in der Trinkwasserversorgung verpflichtet (regional/kantonal/lokal). Die bundesrechtlichen Vorgaben inkl. Schutzzonen sind innert 5 Jahren zu vollziehen.
  • Sicherung des Vollzugs und der Finanzierung: Werden geltende Anforderungswerte für das Grundwasser nicht eingehalten, müssen innert 5 Jahren rechtskräftige Zuströmbereiche ausgeschieden und geeignete Massnahmen festgelegt werden.
    Die Direktzahlungen an die Landwirte werden so angepasst, dass die Einhaltung der gewässerschutzrechtlichen Vorgaben dauerhaft gesichert ist. Zum heutigen Zeitpunkt betrifft dies insbesondere Nitrat sowie Pflanzenschutzmittel und deren Abbauprodukte.

Fremdstoffeinträge sind zu reduzieren, insbesondere sind die Vorgaben an den Einsatz von Pflanzenschutzmitteln zu verschärfen (GSchG, GSchV, PSMV)

  • Keine Pflanzenschutzmittel in Schutzzonen: Im Sinne der Vorsorge wird der Einsatz von Pflanzenschutzmitteln in den Schutzzonen verboten. Davon ausgenommen sind die für „Bio“ zugelassenen Pflanzenschutzmittel.
  • Keine Fremdstoff im Zuströmbereich: Werden kritische Fremdstoffe in Fassungen in einem Gehalt von mehr als 0,1 µg/l pro Einzelstoff bzw. mehr als 0,5 µg/l pro Stoffgemisch festgestellt, ist deren Einsatz im Zuströmbereich zu verbieten.
  • Saubere Gewässer: Der Einsatz von Pflanzenschutzmitteln wird im Einzugsgebiet verboten, wenn deren Konzentration in Oberflächengewässern über den SVGW-Forderungen liegt (0,1 µg/l für Einzelsubstanzen resp. 0,5 µg/l für Summe der Pflanzenschutzmittel und Abbauprodukte).

Indirekter Gegenvorschlag Trinkwasser-Initiative

Der SVGW betont die Notwendigkeit von Massnahmen für die Stärkung des Trinkwasserschutzes und steht als Partner zur Ausarbeitung und Unterstützung eines substantiellen indirekten Gegenvorschlages zur Verfügung.

Hier finden Sie das Programm des SVGW-Fachaustausches „Trinkwasserschutz und Agrarpolitik 2022“

„Trinkwasserinitiative“: SVGW fordert pragmatischen und zielführenden indirekten Gegenvorschlag, Positionspapier vom 20.3.18

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Warten auf den „Stummen Frühling“?

21. Mai 2018

Anlässlich der Stunde der Gartenvögel 2018 von BirdLife Schweiz haben Freiwillige aus 1160 Gärten 35’000 Vögel aus 127 Arten gemeldet. Auf den ersten Blick scheint das viel zu sein, aber es sind jedes Jahr weniger. „Der Siedlungsraum und insbesondere Gärten und Pärke bieten vielen Vögeln einen Lebensraum. Heute kommen im Siedlungsraum sogar meist mehr Vögel vor als im Landwirtschaftsland. Doch die Zahl der Vögel und die Artenvielfalt schwinden auch hier.“

Das Monitoring der Schweizerischen Vogelwarte zeigt, dass der Rückgang der Vögel besonders stark ist im Landwirtschaftsgebiet. Eigentlich ist es logisch: Viele Gifte -> weniger Unkraut und Insekten -> weniger Vögel. Weitere Faktoren spielen mit wie etwa – so meint Heidi – die häufige Mahd mit kurz danach folgendem Verpacken des Schnittguts in Siloballen; viele Insekten und Kleintierchen wie Heugümper werden zum Vieh- statt Vogelfutter.

Schweizer Bauernverband fordert Grundlagenforschung

Niemand weist den Bauern allein die Schuld zu, doch zahlreiche Studien zeigen bereits, dass sie mit Abstand die Hauptlast am Rückgang der Insekten und Vögel tragen. Trotzdem fordert der Leiter Pflanzenbau des Schweizer Bauernverbands, David Brugger, die Politik auf, Mittel für Grundlagenforschung bereitzustellen. Das Monitoring allein sei nicht ausreichend, die Ursache des Rückgangs der Vögel bestimmen zu können. Das sind die bekannten Ablenkmanöver: Zeit gewinnen statt handeln!

Zugvögel: DDT … Neonicotinoide … ?

Nicht nur die „einheimischen“ Pestizide sind in Vögeln zu finden, Zugvögel bringen aus ihren Winterquartieren Pestizide zurück, die bei uns längst verboten sind. DDT wurde durch die Neonicotinoide ersetzt, welche in der EU jetzt für den Einsatz im Freiland verboten wurden. Ein „zugelassenes“ Pestizid ist eben ein Pestizid von welchem man die schädlichen Wirkungen noch nicht kennt.

Gemäss Untersuchungen von CLM Research and Advice, BA Culemborg NL, wurden 14 verschiedene Pestizide in Schwalben gefunden. Die getesteten Proben enthalten ein oder mehrere Mittel gegen Insekten, Pilze und Unkräuter. Es wurden auch Mittel gefunden, die in Europa nicht mehr oder nie verwendet wurden. Das Insektizid DDT war das häufigste: Es wurde in 93% der Proben gefunden. Die Konzentrationen stellen wahrscheinlich keine akute Gefahr für die Vögel dar, heisst es, aber tote Schwalben wurden nicht untersucht, auch nicht die Eier.

Die chemische Industrie produziert/exportiert weiterhin Pestizide, welche bei uns längst verboten sind weil sie die Umwelt stark schädigen, etwa Paraquat. Besonders in Drittweltländern werden sie in grossen Mengen weiterhin angewendet, oft ohne die nötigen Sicherheitsmassnahmen; wer möchte schon z.B. bei grosser Hitze Schutzkleidung tragen? Und wir beziehen von solchen Ländern Nahrungsmittel!

Stunde der Gartenvögel: Zahlen lassen aufhorchen, Medienmitteilung BirdLife Schweiz vom 18.5.18.

Gefährdung von Vögeln: Die Schweiz ist Spitzenreiterin, NZZ vom 18.5.18.

Der stumme Frühling, Wikipedia

EU verbietet bienengefährdende Wirkstoffe, FAZ vom 27.4.18

Cocktail van pesticiden gevonden in boerenzwaluw, CLM vom 14.5.18.

Cocktail van pesticiden gevonden in boerenzwaluw, BioJournal vom 17.5.18

This Pesticide Is Prohibited in Britain. Why Is It Still Being Exported? Paraquat, one of many pesticides that can’t be used in Europe but is sold in the United States and elsewhere, has been linked to Parkinson’s disease in a growing body of research. New York Times 2016

DDT, Wikipedia

Neonicotinoide, Wikipedia

21.5.18 HOME

The Borneo Case am Malaysia Day in 30 Städten weltweit

15. September 2017
Bruno Manser kämpfte für die Rechte der Penan auf Sarawak. Die Malaysische Regierung erklärte ihn 1990 zum Staatsfeind Nr. 1. Copyright: AMP Film Stockholm.

Bruno Manser kämpfte für die Rechte der Penan auf Sarawak. Die Malaysische Regierung erklärte ihn 1990 zum Staatsfeind Nr. 1. Copyright: AMP Film Stockholm.

Am 16.9.1963 wurde Malaysia unabhängig vom Britischen Weltreich. Morgen ist daher der Malaysia Day. In diesem Zusammenhang wird in 30 Städten weltweit der Film The Borneo Case gezeigt.

The Borneo Case – Bruno Manser lebt weiter

Der Dokumentarfilm „The Borneo Case“ zeigt erstmals, wie Mansers ursprüngliche Ideen im 21. Jahrhundert weiterentwickelt und umgesetzt werden. Im Kampf gegen die Abholzung der Urwälder schliessen sich Lukas Straumann vom Bruno Manser Fonds aus Basel, Mutang Urud, Freund und ehemaliger Mitstreiter Mansers, und die Investigativ-Journalistin Clare Rewcastle aus London zusammen.

Bei Nachforschungen zum illegalen Holzschlag auf Borneo stossen sie auf ein globales Korruptionsnetz, das von der malaysischen Regierungselite bis zu Schweizer Banken reicht. Durch hartnäckigen Einsatz und die Anwendung ungewöhnlicher Methoden gelingt es der Gruppe, einen mächtigen Gegner zu Fall zu bringen. Ein schwedisches Filmteam hat die kleine Ermittlergruppe über fünf Jahre begleitet und die sich zuspitzende Lage dokumentiert.

Olympische Spiele: Die Zerstörung geht weiter

Am 11.9.17 schrieben 47 NGOs, darunter auch der Bruno Manser Fonds, dem Internationalen Olympischen Komitee. Sie protestieren dagegen, dass für die Olympischen Spiele 2020 in Tokyo illegal gefälltes und nicht nachhaltiges Tropenholz aus Sarawak verwendet wird. Das Komitee habe zuwenig getan, um dies zu verhindern. Fast 90% des Regemwalds ist bereits abgeholzt!

Heidi meint: „Die SportlerInnen werden trotzdem hingehen, auch die Schweizer, die Offiziellen, die JournalistInnen … So plündern wir die Welt! Und die Freihandelsabkommen … Handel, Wachstum, Transport!“ Wenigstens fordert der Schweizer Bauernverband, dass den Milchkühen in Zukunft kein Palmöl mehr verfüttert wird.

Unterschreiben Sie die Petition Olympia 2020 ohne Tropenholz! Bruno Manser Fonds BMF.

The Boreneo Case

The Borneo Case: Screenings in 30 cities worldwide tomorrow, REDD, Chris Lang, 15.9.17

The Borneo Case Trailer (English, Deutsch, français), veröffentlicht auf youtube von Bruno Manser Fonds BMF

Malaysia Day, Wikipedia

An Open Letter to the International Olympic Committee, 11.9.17

NGOs Demand Olympic Authorities End Rainforest Destruction, Bruno Manser Fonds BMF, 11.9.17

Palmöl. Freihandelsabkommen mit Malaysia und Indonesien, 15.3716 Interpellation Maya Graf vom 19.6.15

Kein Palmöl mehr für Schweizer Milchkühe, Georg Hummel, Rundschau SRF vom

Heidis Artikel zu Palmöl

15.9.17 HOME

Beikraut, Unkraut: Nicht nur Bauern spritzen Herbizide

12. Mai 2017
Komisch! Bauern behandeln doch normalerweise Felder mit Unkrautbekämpfungsmitteln, nicht Feldränder!

Komisch! Bauern behandeln doch normalerweise Felder mit Unkrautbekämpfungsmitteln, nicht Feldränder!

Herbizid rund um den Laternenpfahl - also nicht "aus Bauernhand"!

Herbizid rund um den Laternenpfahl – also nicht „aus Bauernhand“!

Zahlreiche Studien zeigen, dass die kleinen Gewässer in den Schweizer Acker-, Wein- und Obstbaugebieten arg mit Pflanzenschutzmitteln verschmutzt sind. Herkunft: mehrheitlich die Landwirtschaft.

Das Thema ist beim Bundesamt für Landwirtschaft (BLW) nicht beliebt. Reaktionen aus diesem Amt: Kleinreden, andere beschuldigen, forschen, hinhalten … also gleiche Argumente wie sie der Schweizer Bauernverband und die Chemische Industrie (Science Industries, SCIN) jeweils auf den Tisch legen, wenn es um Reduktion geht; im unverbindlichen Amtston nennt man dies „Risikoreduktion“. Entsprechend vage sind denn auch die vorgeschlagenen Massnahmen im Rahmen des Pestizid-Risikoreduktionsplans.

Kein Wunder, dass SCIN die neueste Information von Eva Reinhard, stellvertretende Direktorin des BLW bereits getweetet hat: Das BLW informiert … Direkter Link zum Bericht: Standortspezifischere Massnahmen gegen Pflanzenschutzmittel in kleinen Bächen unterwegs, Mai 2017

Diese Fotoreportage zeigt, dass auch Nicht-Landwirte Pestizide anwenden.

BürgerInnen und ParlamentarierInnen handeln

Eigentlich ist es traurig, dass „gewöhnliche“ BürgerInnen Gegensteuer gegen die Schweizer „Pestizid-Wirtschaft“ geben müssen. Unterschreiben Sie doch die zwei Volksinitiativen! Die stummen Bachflohkrebse werden sich freuen:

Das Thema ist im Parlament nicht neu. Neu sind drei Interpellationen aus drei Parteien zum Schutze der Gewässer, alle eingereicht am 4.5.17:

Hoffnung für Frosch & Co.?

Wo man hinsieht: Totspritzen entlang der Mauern.

Wo man hinsieht: Totspritzen entlang der Mauern.

Da schaut man lieber weg!

Da schaut man lieber weg!

Wo? Oh! Zeit ist auch hier Geld, also schnell weg mit dem Unerwünschten der Schöpfung. Und: Diese Herbizid-Spritzerei ist legal!

Wo? Oh! Zeit ist auch hier Geld, also schnell weg mit dem Unerwünschten der Schöpfung. Und: Diese Herbizid-Spritzerei ist legal!

Weg ... hoffentlich sauber ohne Herbizide, denn das Spritzen auf Wegen und Plätzen ist wegen der Gefahr der Auswaschung ins Grundwasser, unserer wichtigsten Trinkwasserquelle, verboten.

Weg … hoffentlich sauber ohne Herbizide, denn das Spritzen auf Wegen und Plätzen ist wegen der Gefahr der Auswaschung ins Grundwasser, unserer wichtigsten Trinkwasserquelle, verboten.

Chorherrenstift Beromünster

Pestizide: Mehr Forschung! Aber was? Wo? Wie?

28. August 2016
In dieser Waldwiese sind die Bienen sicher vor Pflanzenschutzmitteln.

In dieser Waldwiese sind die Bienen sicher vor Pflanzenschutzmitteln.

Der Ruf nach mehr Forschung über Pestizide und Pflanzenschutz war kaum je so laut wie heute. Realität ist, dass die Gelder, welche für die öffentliche Forschung zur Verfügung stehen, laufend gekürzt werden. Hingegen steigt das Interesse von Industrie und Handel an der Finanzierung von Forschungsprojekten und Professuren an Hochschulen und landwirtschaftlichen Forschungsanstalten, z.B. unterstützt die fenaco Genossenschaft mittels Donation an die ETH Zürich Foundation die ETH-Professur für Molekulare Pflanzenzüchtung, siehe fenaco zeigt sich erfreut über die erfolgreiche Besetzung der ETH-Professur für molekulare Pflanzenzüchtung, fenaco, 27.5.16.

Im Rahmen des Aktionsplans zur Risikoreduktion und nachhaltigen Anwendung von Pflanzenschutzmitteln, der bis zum 28.10.16 in der Vernehmlassung ist, fordern Industrie und Bauern, dass die Massnahmen wissenschaftlich begründet sein müssten. Grundsätzlich eine vernünftige Forderung. Doch verlangte etwa der Präsident des Schweizer Bauernverbands und Biobauer, Markus Ritter, schon Anfang 2014 in einem Interview des Schweizer Fernsehens hieb- und stichfeste Beweise betreffend Schädlichkeit von Pestiziden, bevor die Bauern deren Einsatz reduzieren müssten. Es gebe nur „Vermutungen“. Ritter möchte aber klar wissen, welches Mittel genau welche Schädigungen bei welchen Kleinlebewesen wie etwa den Bienen hervorrufe, Weniger spritzen bei gleicher Ernte – geht das? SRF vom 22.1.14. Nebenbei gesagt, wieso eigentlich nicht umgekehrt? Industrie bzw. Anwender sollen beweisen, dass ein Produkt kein Risiko darstellt, meint Heidi.

Pflanzenschutzmittel müssen töten!

Der Zweck von Pflanzenschutzmitteln ist: Töten! Der Pilz, Käfer, Fadenwurm, die Unkräuter … alles, was die Kulturpflanze schädigt, muss weg! Ein Mittel wirkt meist gegen mehrere Schädlinge. Ist es daher erstaunlich, dass viele Mittel auch Nicht-Zielorganismen treffen, besonders solche, die dem Schädling ähnlich sind?

Heidi empfiehlt immer wieder das Blättern im Pflanzenschutzmittelverzeichnis des Bundesamts für Landwirtschaft (BLW). Das ist ausgesprochen interessant. Darin stösst man laufend auf nicht unbedingt beruhigende Eigenschaften von Pflanzenschutzmitteln. Ziemlich häufig anzutreffen ist „H410 sehr giftig für Wasserorganismen mit langfristiger Wirkung“. Immer wieder ist zu lesen „H318 Verursacht schwere Augenschäden“, „H351 Kann vermutlich Krebs erzeugen“, „H361f Kann vermutlich die Fruchtbarkeit beeinträchtigen“, „H361d Kann vermutlich das Kind im Mutterleib schädigen“ usw.

Viele Produkte mit solchen Gefahrenkennzeichnungen sind auch für die Luftapplikation zugelassen, wo das Abdrift-Problem besonders gross ist und die Präzision beim Ausbringen besonders klein. Die Hinweise auf Gefahren stammen nicht etwa von radikalen Umweltschutzorganisationen, sondern sie wurden mehrheitlich den (geheimen) Zulassungsunterlagen der Hersteller entnommen bzw. von der EU übernommen. Viele unserer Gewässern sind „reich“ an PSM, Über 100 Pestizide in Fliessgewässern, Aqua & Gas Nr. 3, 2014. Wie’s mit dem Boden steht, darüber weiss man wenig.

Grenzen der Wissenschaft respektieren

Sind die fiktiven Pflanzenschutzmittel No Problem 1 … No Problem x wirklich harmlos? Für einen wissenschaftlichen Beweis der Schädlichkeit, wie ihn Markus Ritter fordert, sind unzählige Faktoren und Kombinationen zu untersuchen.

Wirkung von No Problem 1 auf einen Nicht-Zielorganismus, NZ1:

  • Wirkstoff, einzelne Formulierungen und Abbauprodukte
  • Kurz- und Langzeitwirkung
  • Wirkung auf NZ1 und seine Population
  • Auswirkungen auf betroffene Ökosysteme

Wirkung von No Problem 1 auf einen zweiten Nicht-Zielorganismus, NZ2:

  • -do-

Wirkung von No Problem 1 auf den x-ten Nicht-Zielorganismus, NZx:

  • -do-

Wirkung von No Problem 1 auf den Menschen:

  • Wirkstoff, einzelne Formulierungen und Abbauprodukte
  • Kurz- und Langzeitwirkung
  • Kosten Gesundheitswesen
  • Leid der Betroffenen und Ihrer Familien

Wirkung von mehreren Pflanzenschutzmitteln auf einen Nicht-Zielorganismus, NZ1; häufiges Problem im Wasser (Pestizid-Cocktail) und Boden:

  • Was geschieht, wenn No Problem 1 und ein weiteres PSM zusammenkommen? No Problem 2? Wirkstoffe? Formulierungen? Abbauprodukte? Kurzzeit? Langzeit? Population? Ökosystem? Gesundheitskosten? Leid?
  • Was geschieht, wenn No Problem 1 und zwei weitere PSM zusammenkommen? No Problem 2 und No Problem 3? Wirkstoffe? Formulierungen? Abbauprodukte? Kurzzeit? Langzeit? Population? Ökosystem? Gesundheitskosten? Leid?
  • ….
  • Was geschieht, wenn No Problem 1 und x weitere PSM zusammenkommen? No Problem 2, No Problem 3No Problem x? Wirkstoff? Formulierungen? Abbauprodkte? Kurzzeit? Langzeit? Population? Ökosystem? Gesundheitskosten? Leid?

Liebe LeserInnen, Heidi hat die Wirkstoffe und die Produkte im Pflanzenschutzmittelverzeichnis nicht gezählt. Doch glauben Sie ihr: Es sind viele! Sie hat auch nicht ausgerechnet wie viele aufwändige Untersuchungen notwendig wären, um den wissenschaftlichen Beweis der Schädlichkeit nur schon für ein einziges PSM systematisch zu ermitteln; dies selbst dann, wenn beim Entdecken einer schweren Schädigung eines Organismus keine weiteren Organismen mehr untersucht würden.

Und wer beherrscht die Kunst der Statistik für diese Forschung? Und wer schreibt ein vernünftiges Computer-Programm für die Auswertung? Wer kann die Resultate interpretieren? Erschwerend kommt hinzu, dass laufend neue PSM zugelassen und alte gestrichen werden.

Mit „Unschärfe“ vorsorgen

Die Welt der Pestizide ist so nicht exakt wissenschaftlich fassbar. Bewiesen wurde aber mannigfach, dass PSM auch Nicht-Zielorganismus schädigen können. Beim Menschen ist eine zuverlässige Aussage über Gesundheitsschäden schwierig, Experimente sind nicht möglich.

Wenn es um die Lösung von Umweltproblemen geht, dann müssen andere Massstäbe und Ansätze gelten: Unschärfe, Logik, Denken, Vorsorgen, Voraussicht … Man muss den Mut haben, vom Einzelergebnis, z.B. Forschung auf molekularer Ebene, auf weitere Auswirkungen zu schliessen. Es stellen sich Fragen wie: Könnte es sein, dass ein Produkt, das zum Töten eines bestimmten Organismus entwickelt wurde, auch Verwandte tötet? Ist es vernünftig, Stoffe, welche wie Hormone wirken, in die Umwelt zu bringen? Wollen wir all diese Gifte oder gibt es andere Lösungen, bessere Lösungen? …

Der Ruf nach wissenschaftlicher Begründung von Massnahmen lenkt von den Problemen ab. Es ist eine Marketingstrategie mit dem Ziel, Zeit zu gewinnen. Es ist eine List. Die Last tragen wir alle.

Mehr öffentliche Forschung – frei von Sponsoring – ist dringend nötig mit dem Ziel, so rasch als möglich den Giftschrank zu entrümpeln, um Wasser, Boden, Luft und Lebewesen zu schützen.

28.8.16 HOME

Aktiv unsere Zukunft gestalten – durch eine vielfältige Agrikultur

20. August 2016
Wie und wo sollen unsere Lebensmittel produziert werden?

Wie und wo sollen unsere Lebensmittel produziert werden?

Ein politisch und konfessionell neutraler gemeinnütziger Verein, der keiner Interessengruppe verpflichtet ist, lädt ein zu einem Vortrag, einer Podiumsdiskussion und informellen Gesprächen. Es ist agrarinfo. Der Verein stützt sich auf ein breites Netz von grossen und kleinen Organisationen, die sich für Menschen, Umwelt, Boden, Luft und Wald einsetzen. Die Vision von agrarinfo:

  • Gesunde Böden geben gesunde Lebensmittel und gesundes Wasser.
  • Lokale Verarbeitung und Versorgung erlauben die Kontrolle der Wertschöpfungskette.

Die Veranstaltung trägt den Titel Aktiv unsere Zukunft gestalten – durch eine vielfältige Agrikultur. Sie findet statt am Samstag, 27.8.16, auf dem Biohof im Fondli, Spreitenbacherstrasse 35 in 8953 Dietikon ZH.

Programm

Lokale Kreisläufe fördern die Wirtschaft, die soziale Vernetzung und das Gemeinwohl. Das zeigen Geschäftsmodelle wie die Regionalwert AG, der Bachsermärt, Vertragslandwirtschaftsprojekte, Gemeinschaftsgärten. Sie bieten bewussten Konsumenten interessante Alternativen.

Wie wollen und können wir unsere Zukunft mitgestalten?

10.30 Begrüssung durch Samuel Spahn uniterre und Christine Hürlimann agrarinfo
10.45 Vortrag von Christian Hiss, Initiant und CEO der Regionalwert AG, Deutschland.
Regionale und ökologische Entwicklung in der Region. Mit dem Kauf der Aktien übernehmen BürgerInnen Mitverantwortung für ihre Region, entlang der Wertschöpfungskette vom Feld bis auf den Tisch. Die Zielmarke ist die wirtschaftlich profitable Ernährungssouveränität der Bevölkerung in überschaubaren regionalen Wirtschaftsräumen.
11.50 Podiumsdiskussion zur Frage „Wie könnte eine zukunftsfähige Gestaltung einer regionalen Land- und Ernährungswirtschaft aussehen?“
Moderation: Adrian Krebs, Chefredaktor Bauern Zeitung
Teilnehmer:
Martin Brugger, Stv. Leiter Dept. Wirtschaft Bildung und Internationales beim Schweizer Bauernverband
Reto Cadotsch, Agronom und Landwirt, Pionier der Vertragslandwirtschaft
Patrick Honauer, u.a. Gründer BachserMärt und greenabout (no waste let’s taste)
13.00 Einfaches Mittagessen (regional-biologisch), Unkostenbeitrag 12 Franken
14.00 Hofführung

Eintritt: frei. Anmeldung erwünscht und Rückfragen willkommen an zukunft@agrarinfo.ch

Anreise: bitte wenn möglich die öffentlichen Verkehrsmittel benützen. Ab Bahnhof Dietikon mit Bus Nr. 303 Richtung Spreitenbach bis Haltestelle ASP. Von dort ein paar hundert Meter zurück und beim Wegweiser rechts einbiegen, siehe Infos Hof im Fondli.

Interessierte Privatpersonen und in diesem Bereich tätige Organisationen sind herzlich willkommen. agrarinfo freut sich auf einen regen Austausch und Inspiration.

Flyer der Veranstaltung

Verpackungen reduzieren

Die Schweiz gehört zu den Ländern, welche am meisten Abfälle verursachen. Viele Lebensmittel sind in den Läden von Patrick Honauer (BachserMärt) im Offenverkauf erhältlich. Dies reduziert die Umweltbelastung. Solche Läden gibt es auch in Berlin, Wien, Barcelona… Nun ist der Trend in den USA angekommen.

Meist ist es umgekehrt. So verursachen die Kaffeebecher von Starbucks, Caffe Nero und Costa in Grossbritannien grosse Abfallberge, denn das versprochene Recycling funktioniert nicht. Es sind alles leere Versprechungen. Handfeste Tatsache ist aber, dass täglich sieben Millionen Becher als Abfall anfallen.

A Whole New Kind Of Grocery Store Is Coming To The U.S., Zero-waste retailers imagine a world with much less garbage. The Huffington Post 7.5.16

Viewpoint: The waste mountain of coffee cups, BBC 27.7.16

Verpackungen: Lassen wir uns verführen? Heidis Mist 24.4.15

The Majestic Plastic Bag, Heidis Mist 14.2.15

20.8.16 HOME

 


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