Posts Tagged ‘Lebensraum Wasser’

Wasserschutzbrot für sauberes Trinkwasser im bayrischen Unterfranken

12. Mai 2019

Dieses Wasserschutzbrot überzeugt nicht nur durch das Aussehen, sondern auch durch Qualität und „Wasserfreundlichkeit“. Copyright: Siegfried Gendries.

Heidis Sonntagslektüre auf dem Informationsportal für Wasserwissen von Siegfried Gendries: „Kann man mit seinem Frühstücksbrot das Wasser schützen, mit dem man seinen Kaffee kocht? Klingt komisch, ist aber im bayerischen Unterfranken bereits ein Erfolgsmodell. Wasserschutzbrot, mit diesem etwas sperrig erscheinenden Begriff wird ein regionales Brot bezeichnet, bei dem Landwirt, Mühle, Bäcker und die Wasserwirtschaft Hand in Hand arbeiten. Ziel dieser regionalen Zusammenarbeit ist weniger Düngung durch den Landwirt und mehr Transparenz für die Verbraucher …“

Unterfranken kämpft für geringere Düngung der Weizenfelder

Die Region Unterfranken bezieht ihr Trinkwasser aus Quellschüttungen und nicht aus Tiefengrundwasser. Alles was in den Boden gelangt ist rasch auch im Grundwasser zu finden. Landwirte sind es gewohnt, den Weizen vor der Ernte im Sommer noch einmal mit Stickstoff zu düngen. Diese landläufige Praxis soll den Eiweissgehalt auf 13 Prozent anheben und damit die Verarbeitung in der Bäckerei erleichtern. Aber genau da liegt das Problem: Nur die Hälfte des Stickstoffs geht ins Getreide, also was gut ist für das Backen, schadet dem Grundwasser.

In Unterfranken hat die Landesregierung gemeinsam mit Wasserversorgern und unterstützt durch das Forschungsinstitut für biologischen Landbau (FiBL) daraus ein Projekt gemacht, das Wasserschutzbrot. Diese Kampagne ist unlängst mit dem deutschen Nachhaltigkeitspreises des Bundesforschungsministerium (BMBF) ausgezeichnet worden. Am 8.5.19 wurde sie auf der „49. Führungskräftetagung Wasserwirtschaft“ des Bayerischen Gemeindetages vorgestellt.

Letzte Düngung in der Schweiz

Die Praxis der letzten Düngung wurde in der Schweiz vom Forum Ackerbau zusammen mit der Mühlebach AG in Würenlingen untersucht und mit der Bäckerei JOWA AG der Migros diskutiert. An vielen Verkaufsstellen werden heute während des ganzen Tages frisch gebackenes Brot und Backwaren angeboten. Dies stellt zusätzliche Anforderungen an die Qualität des Weizens bzw. des Mehls.

Die Resultate des vierjährigen Düngungsversuchs zeigen, dass die Wahl der Sorte der wichtigste Qualitätsfaktor ist. Der Effekt einer späten Düngung hängt sehr stark von der Witterung ab. IP Suisse sieht eine letzte Düngung kurz vor dem Ährenschieben vor, der Biolandbau wesentlich früher, nämlich zu Beginn des Schossens (siehe Entwicklungsstadien Getreide)

Wasserschutzbrot auch in der Schweiz?

In der Schweiz ist das Grundwasser in den Ackerbaugebieten mit Nitrat belastet, also wäre auch bei uns ein Wasserschutzbrot eine gute Sache. Und natürlich würde die Annahme der Trinkwasserinitiative (TWI) ebenfalls einen Beitrag zur Entschärfung der Nährstoffproblematik beitragen, d.h. den Import von Futter in landwirtschaftliche Betriebe senken und dadurch die Überdüngung, welche unser Trinkwasser gefährdet.

Indikator Nitrat, Bundesamt für Umwelt (BAFU)

Bewertung des Zustandes
schlecht schlecht
Bewertung der Entwicklung
unbefriedigend unbefriedigend

Wie wir mit unserem Frühstücksbrot unsere Gewässer schützen können, Siegfried Gendries, Informationsportal für Wasserwissen vom 8.5.19

Website Wasserschutzbrot mit vielen Informationen für Nachahmer

WASSERSCHUTZBROT: INNOVATIVER WASSERSCHUTZ ALS GEMEINSCHAFTSAUFGABE, Das Wasserschutzbrot gehört zu den Top 3, Deutschen Nachhaltigkeitspreises Forschung 2018 des Bundesforschungsministeriums.

3sat Fernsehbeitrag zum Wasserschutzbrot

Weizen: Düngung und Qualität (Abschlussbericht), Landwirtschaftliches Zentrum Liebegg AG

Winterweizen: Düngung und Qualität bei Brotweizen, Landwirtschaftliches Zentrum Liebegg AG

Stickstoffdüngungsempfehlungen für Brotweizen im Detail, IP-Suisse

Biogetreide, Merkblatt Nr. 1011, Ausgabe Schweiz 2018, FiBL

12.5.19 HOME

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Sauberes Wasser und Sanitäreinrichtungen für alle

22. März 2019
Copyright: Frank, Leserfoto.

Copyright: Frank, Leserfoto.

Zitat aus der Zusammenfassung des Weltwasserbericht der Vereinten Nationen 2019 „Niemanden zurücklassen“:

Bessere Wasserbewirtschaftung und die Bereitstellung von sicherem und erschwinglichem Trinkwasser und sanitären Einrichtungen für alle sind von entscheidender Bedeutung für die Beseitigung der Armut, für friedliche und wohlhabende Gesellschaften und dafür, dass auf dem Weg zu einer nachhaltigen Entwicklung “niemand zurückbleibt”. Diese Ziele sind erreichbar, sofern es dazu einen gemeinsamen Willen gibt.

Wasserbotschafter gesucht

«Ein Wasserbotschafter ist für diese Welt nicht genug», Eidgenössisches Departement für auswärtige Angelegenheiten, EDA-interaktiv hat Ernst Bromeis anlässlich des Weltwassertags 2019 einige Fragen gestellt.

Es gibt wohl Menschen, die ihn als «Spinner» bezeichnen würden, doch Ernst Bromeis hat eine Mission. Er will Bewusstsein dafür wecken, dass Wasser keine Selbstverständlichkeit ist, sondern ein kostbares Gut, das über Leben und Tod entscheidet. 780 Millionen Menschen haben keinen Zugang zu sauberem Wasser, rund ein Drittel der Weltbevölkerung verfügt über keine sanitären Anlagen.

Dieser Mission hat er sich mit Haut und Haaren verschrieben. So wirbt er für die «Blue Peace» Initiative, mit der die DEZA (Entwicklung und Zusammenarbeit) zur Vermeidung künftiger Konflikte um Wasser den Dialog zwischen allen Betroffenen fördert, sowohl zwischen Staaten als auch zwischen Dorfbewohnern. Ebenfalls als Wasserbotschafter unterwegs ist er für die von der DEZA initiierten Austauschplattform «solididarit´eau suisse», die es Schweizer Gemeinden ermöglicht, Wasserpartnerschaften mit Gemeinden in Entwicklungsländern einzugehen.

Das Blaue Wunder

Braucht die Schweiz den heutigen Weltwassertag? Stefan Hasler, VSA, Verband Schweizer Abwasser- und Gewässerschutzfachleute

Der Weltwassertag 2019 aus deutscher Perspektive, Siegfried Gendries, Der Wasser-Blog, Lebensraum Wasser, 22.3.19.

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Wie findet man das beste Wasser der Welt?

2. Mai 2018
Toiletten Europaallee Zürich

Toiletten Europaallee Zürich

Gerade hat Siegfried Gendries den interessanten Artikel Wie findet man das beste Wasser der Welt? veröffentlicht.

„Wer als Reisender auf Flaschenwasser verzichten und lieber Wasser aus der Leitung trinken will, der wird sich dafür interessieren, wie gut und geniessbar die Erfrischung aus dem Hahn ist. Um das zu erfahren, kann man aufwendig recherchieren oder diesen Beitrag lesen.

Deutsches Wasser nur Mittelmass

Das Business Magazin „Insider Monkey“ kürt für seine reisenden Leser regelmässig die besten Leitungswasser der Welt. Als digitale Quelle für diese Information nutzt die Redaktion Soziale Medien wie Reddit, Lonely Planet und Instagram. Aktueller Spitzenreiter ist das Leitungswasser aus Island. Wie kommen die Isländer zu dieser Ehre? Das Votum kommt von den Isländern selbst und von Reisenden, die das Wasser als das reinste und am besten schmeckende Wasser der Welt bezeichnen …“

Lesen Sie weiter: Wie findet man das beste Wasser der Welt? Siegfried Gendries, Lebensraum Wasser – Der Wasser-Blog

Heidi wollte wissen wie die Schweiz eingestuft wird. Sie hat in den Seiten von Insider Monkey geblättert … und siehe da:

3. Switzerland

„Since placing in the Alpine mountainous landscape, it is not a surprise that Switzerland has one of the purest and best tasting tap water in the world. And also, being one of the wealthiest countries in the world, all the standards and procedures concerning tap water quality are being followed. Tap water in Switzerland comes from lakes, springs, and groundwater.“

In der Beurteilung durch Expat Focus steht, dass das Hahnenwasser in der ganzen Schweiz sicher sei und strikten Qualitätsstandards unterliege.

Die Unterschiede sind jedoch riesig, z.B. zwischen Waldquelle und Grundwasser im Ackerbaugebiet. Der Schweizerische Verein des Gas- und Wasserfaches (SVGW) führt eine Datenbank mit den Untersuchungsergebnissen von Gemeinden. Der Eintrag ist gratis und freiwillig. Auf dieser Plattform „Trinkwasser“ finden Sie zudem (fast) alle Antworten auf Fragen zum Trinkwasser.

Kennen Sie die Qualität Ihres (Schweizer) Trinkwassers? SVGW „natürlich Trinkwasser“

2.5.18 HOME

Wasser als Schlüsselinstrument der Entwicklung und der Friedensförderung

17. September 2017

Autogrammkarte von Departementsvorsteher Didier Burkhalter

«Die Frage der Wasserversorgung kann in Zukunft grosse Spannungen hervorrufen. Umso mehr muss man heute Wasser als Schlüsselinstrument der Entwicklung und der Friedensförderung verstehen und nutzen», erklärte Bundesrat Didier Burkhalter vor dem „Globalen Panel zu Wasser und Frieden“ („Global High Level Panel on Water and Peace“).

Die 15 Mitgliedstaaten des vor zwei Jahren gegründeten Panels präsentierten am 14. September 2017 mit ihrer gemeinsam mit dem «Geneva Water Hub» erarbeiteten „Empfehlungen zur Prävention und Beilegung von Wasserkonflikten“. Die Schweiz wird die Empfehlungen auf der Generalversammlung der UNO am 18. September 2017 in New York vorstellen.

Lesen Sie weiter unter Wasser als Waffe gegen den Krieg, Siegfried Gendries, Lebensraum Wasser – Der Wasser-Blog vom 17.9.17.

Wasser als Instrument des Friedens: Die Schweiz lanciert ein globales Panel, Eidgenössisches Departement für auswärte Angelegenheiten EDA, 16.11.15

UN-Menschenrecht auf sauberes Wasser: Theorie? Heidis Mist 8.3.17

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Versatile Blogger Award für Heidis Mist

6. Juni 2017

https://www.stadt-land-gnuss.ch/uploads/7/0/1/0/70109431/versatile-award_1_orig.jpg

Genau vor zwei Monaten hat Heidis Mist den Versatile Blogger Award von Michèle und Ilona von STADT LAND GNUSS erhalten. Herzlichen Dank! Ich freue mich sehr.

Awards sind so eine Sache. Meistens muss man mega berühmt sein, um einen zu erhalten. Aber den Versatile Blogger Award kann jede/r verleihen. Eigentlich funktioniert es ähnlich wie das Brief-Schneeballsystem, das wir als Kinder spielten.

Wer einen Award erhält, hat auch Pflichten:

  • Danke jener Person, die dir den Award verliehen hat und verlinke ihren Blog.
  • Wähle 15 Blogs/Bloggers aus, die du kürzlich entdeckt hast oder denen du folgst und nominiere sie für den Versatile Blogger Award mit Link zu ihrer Seite.
  • Teile der Person, die dich ausgezeichnet hat sieben Punkte über dich mit.

Entdecken Sie den Blog von Michèle und Ilona und lesen Sie die sieben Punkte. Sie werden nicht nur viele Rezepte finden, sondern auch Informationen über ökologisches Einkaufen und Konsumieren: 7 Fakten über uns

7 Punkte über Heidi

  • Heidi liebt die Natur
  • Sie ist unabhängig
  • und hartnäckig
  • Ihre Lieblingsblume ist die Glockenblume, die einst die Feldwege säumte.
  • Heidi mag ehrliche Leute, auch wenn es manchmal schmerzt.
  • Heidi meint: Ewiges Wachstum, auch sogenannt grünes, zerstört unseren Planeten.
  • Das Paradies auf Erden ist kein Geschenk, man muss es schaffen.

Heidis Versatile Blogger Awards

Die Reihenfolge der von Heidi ausgezeichneten Blogs ist willkürlich, entspricht keiner Wertung. Heidi beschränkt sich auf zehn Blogs.

  • Osmerus‘ Blog
    Lebendige Bäche und Flüsse – Der gute Zustand ist das Ziel
  • Lebensraum Wasser
    Der Wasser-Blog
    Das Informationsportal für WasserWissen
  • AGRARINFO
    Wir möchten unsere Lebensqualität erhalten. Eine der grössten Herausforderungen dazu ist die Sicherung der gesunden Ernährung in der Wachstumswirtschaft. agrarinfo.ch ist ein politisch und konfessionell neutraler Verein, keiner bestimmten Perspektive (Meinung, Interessengruppe) verpflichtet und mit gemeinnützi­gem Charakter.
  • Hotspot Naturgarten
  • UMWELTNOTIZEN – von Markus Hofmann
    Die Natur schlägt im Menschen ihre Augen auf und bemerkt, dass sie da ist.
  • The Frog Blog
    Rainforest Alliance
    Unsere Vision: Wir haben eine Welt vor Augen, in der es Mensch und Umwelt gleichermaßen gut geht.
  • Paul Fehm
    Literarischer Blog Heidelberg
  • Moitzfeld Habitat
    Aktuelles aus den ökologischen Nischen dieser Welt. Für Artenschutz, Biodiversität, Umweltbildung, Ökologie, Naherholung und aktives Habitatmanagement. Porta patet, cor magis!
  • christophmeiersite
    Ein Sinnlosigkeitsblog
  • Über_Land
    … Deswegen steht auf über_Land die Landwirtschaft auf dem Land und in der Stadt im Mittelpunkt.

Liebe Blogger und Bloggerinnen, bitte nehmt den Versatile Blogger Award an, zeichnet eurerseits Blogs aus, die euch gefallen … Ich werfe euch jetzt den Schneeball zu! Lässt ihn rollen! Schnee ist Wasser. Wasser ist kostbar.

Meinen LeserInnen wünsche ich viel Spass beim Schmökern.

6.6.17 HOME

 

Bedrohen CETA und TTIP das Wasser? Studie der Stadtwerke Karlsruhe klärt auf

17. Juni 2016
Ist das Menschenrecht auf Wasser gefährdet? Ein Brunnen in Chur GR.

Ist das Menschenrecht auf Wasser gefährdet? Ein Brunnen in Chur GR.

Die Stadtwerke Karlsruhe haben die möglichen Auswirkungen auf die Wasserversorgung der geplanten EU-Freihandels- und Investitionsabkommen mit Kanada (CETA) und den USA (TTIP) sowie des plurilateralen Dienstleistungsabkommen TISA untersucht. Folgende Punkte sind relevant:

  • CETA-Investitionsschutz
  • lückenhafte Ausnahmen für Wasserversogung in TTIP und CETA
  • Unklarheit hinsichtlich Konzessionsvergabe
  • mangelnder Schutz für das EU-Vorsorgeprinzip

Ausführliche Informationen: Daseinsvorsorge und Freihandelsabkommen, Stadtwerke Karlsruhe, 7.6.16

Siegfried Gendries von Lebensraum Wasser hat die Studie zusammengefasst; er war viele Jahre Leiter Marketing und  Kommunikation beim Wasserversorger RWW Rheinisch-Westfälische Wasserwerksgesellschaft mbH, Mülheim/R., Deutschland:
Bedrohen CETA und TTIP unser Wasser? Studie der Stadtwerke Karlsruhe klärt auf. 16.6.16

Auch wir SchweizerInnen sollten uns Gedanken über die künftige Wasserversorgung machen, denn in Bern wird eifrig verhandelt … man sieht dort schon die Schweizer Firmen (gibt es noch solche?) wie Dagobert Duck im Geld schwimmen.

17.6.16 HOME

US-Gesetz verbietet Mikroplastik in Kosmetika – zur Freude der Industrie!

28. Dezember 2015

 

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„Dieses Gesetz wird vielen Umweltschützern auf den ersten Blick vorweihnachtliche Freude bereitet haben: Ab Juli 2017 ist in den USA die Verwendung von Mikrokunststoffen in der Kosmetikproduktion verboten. Anders als die Diskussion in Deutschland haben die US-Amerikaner eine Gesetzesinitiative binnen weniger Monate ohne jeglichen Widerstand durchgebracht. Aber die wahren Profiteure sind die Hersteller…“

Weiterlesen: US-Gesetz verbietet Mikroplastik in Kosmetika – zur Freude der Industrie! Lebensraum Wasser, 27.12.15

28.12.15 HOME

Wasser, WEF und 1:99 – 48:52

19. Januar 2015
Pressefreiheit weltweit 2014, Reporter ohne Grenzen. Mit welchen Ländern will die Schweiz Handel betreiben bzw. am WEF Gespräche führen? Denkanstoss an den Bundesrat, der fast völlständig in Davos sein wird. Nur Ueli Maurer "vielleicht" nicht.

Pressefreiheit weltweit 2014, Reporter ohne Grenzen. Mit welchen Ländern will die Schweiz Handel betreiben bzw. am WEF Gespräche führen? Denkanstoss an den Bundesrat, der fast völlständig in Davos sein wird. Nur Ueli Maurer „vielleicht“ nicht.

Es steht im Weltrisiko-Bericht des Weltwirtschaftsforum (World Economic Forum – WEF): Die Gefahr von Wasserkrisen ist heute jene Gefahr, welche die gravierendsten Auswirkungen hat. The Global Risks report 2015 ist eine Studie, an welcher über 900 Experten gearbeitet haben. Weitere Informationen auf Deutsch Wasserkrisen sind die Risiken mit den gravierendsten Auswirkungen…, Lebensraum Wasser, 19.1.15.

Wie werden Politik und Wirtschaft reagieren? Was wird in Davos am WEF 2015 offiziell und hinter geschlossenen Türen verhandelt? Eines ist sicher, das Geschäft mit dem Wasser geht weiter:

Der Einfluss der Reichen steigt:
1% der Weltbevölkerung besitzt 48% des Weltvermögens

„.. Bereits im Jahr 2016 wird nur 1 Prozent der Bevölkerung mehr Vermögen besitzen, als der Rest der Welt zusammengenommen…“, das meldet Oxfam zur Eröffnung des WEF.

„Die Akkumulation von Vermögen und Reichtum in den Händen von wenigen führt dazu, dass eine kleine Elite an Einfluss gewinnt und so Politik, Regeln und Gesetze zu ihren Gunsten und nicht nach den Bedürfnissen der Allgemeinheit gestaltet werden. In diesem Jahr ist Winnie Byanyima, Geschäftsführerin von Oxfam International, als Co-Vorsitzende in Davos, um genau das zu thematisieren.“

Where do the wealthiest 1% live?, BBC vom 25.1.15. Die Schweiz ist auf dem 10. Platz!

WEF-Grusswort der Schweizer Bundespräsidentin, Finanz und Wirtschaft vom 21.1.15

Website des WEF-Ausschusses der Bündner Regierung

Sicherheitsmassnahmen am WEF nach Terroranschlägen verstärkt, Südostschweiz vom 19.1.15

20.1.15 HOME
 

Zuviel Nitrat im Grundwasser: Deutschland und die Schweiz

15. Januar 2015
In der Schweiz enthält das Grundwasser an 15 bis 20% der Messstellen der Nationalen Grundwasserbeobachtung (NAQUA) zuviel Nitrat. Im Ackerbaugebiet sind es gar 50%.

In der Schweiz enthält das Grundwasser an 15 bis 20% der Messstellen der Nationalen Grundwasserbeobachtung (NAQUA) zuviel Nitrat. Im Ackerbaugebiet sind es gar 50%.

“Die zu hohen Stickstoffverbindungen sind eines der grossen ungelösten Umweltprobleme unserer Zeit”, leitet der deutsche Sachverständigenrat für Umweltfragen sein am 14. Januar vorgestelltes über 560 Seiten starkes Gutachten mit dem Titel “Stickstoff: Lösungsstrategien für ein drängendes Umweltproblem” ein. Zitat aus Nitrate: Wenn die Politik wartet, müssen Natur und Wasserkunden bezahlen, Bericht von Siegfried Gendries, Lebensraum Wasser, 14.1.15. Zeit Online titelte Landwirtschaft. Im Düngewahn. Bericht des Sachverständigenrats für Umweltfragen, Kurzfassung sowie detaillierter Bericht.

Und wie sieht es in der Schweiz aus? Wir profitieren davon, dass viel relativ sauberes Wasser aus den Bergen ins Grundwasser sickert und Verschmutzungen verdünnt. Gemäss Agrarbericht 2014 des Bundesamts für Landwirtschaft (BLW), Seite 90, ist der Verbrauch von Stickstoffdünger 2013 leicht gesunken, während der Import von Kraftfutter (ist auch Dünger!) einen Höchststand von einer Million Tonnen erreicht hat.

Das Bundesamt für Umwelt (BAFU) bewertet den Kernindikator Nitrat im Grundwasser wie folgt:
Bewertung des Zustandes     negativ   negativ
Bewertung Entwicklung     neutral   neutral

Heidi ist gespannt, ob diese optimistische Voraussage sich bewahrheitet. Wie werden die Zahlen des nächsten Agrarberichts aussehen? Hat die Agrarpolitik 2014-17 etwas bewirkt oder bleibt alles beim Alten (wie ein informierter Leser befürchtet)?

Es zeigt sich immer wieder, dass gut gemeinte Massnahmen unerwünschte Effekte zeitigen z.B. das Pilotprojekt des BLW zur Senkung von Ammoniak-Emissionen schafft falsche Anreize. Eveline Dudda hat am 5.1.15 im Infosperber darüber berichtet, siehe Statt Tierbeiträge gibt’s Beiträge pro Kuh. „Paradox: Für Bauern, die Ammoniak-Gase reduzieren, lohnt es sich, möglichst viele Kühe zu halten.“ Bezahlt haben wir Steuerzahlenden bisher 900’000 Franken, das Resultat ist zweifelhaft. Die Einflussfaktoren sind vielfältig der „Anreiz“ fördert zudem den Kraftfutterverbrauch, d.h. im Klartext den Futtermittelimport. Das dürfte zwar nicht das vom BLW angestrebte Ziel sein, jedoch der einfachste Weg für die Bauern, den Harnstoffgehalt in der Milch zu senken.

Eigentlich müsste aber die ganze Kette Dünger-Futterbau-Rationsgestaltung optimiert werden, meint Annelies Bracher von Agroscope Posieux. Die Art und Weise wie nach Milchharnstoff bezahlt wird, entspricht nicht ihren Vorstellungen, denn Bauern die es bis jetzt gut gemacht haben, fallen aus dem Raster. Kommentar von Peter Kunz vom HAFL zum Projekt: „Ich bin der Meinung, das Ganze ist nicht durchdacht.“

Möglichkeiten zur Reduktion von Ammoniakemissionen durch Fütterungsmassnahmen beim Rindvieh (Milchkuh):
Ausführlicher Bericht, Annelies Bracher, SHL (heute: Berner Fachhochschule, Hochschule für Agrar-, Forst- und Lebensmittelwissenschaften HAFL), 3052 Zollikofen und Agroscope
Präsentation an der ALP-Tagung 2011.

Segen und Fluch des Düngers, Heidis Mist vom 24.5.13

15.1.15 HOME

Ein Wassermuseum für das Wasserschloss Europas

28. Dezember 2014
Mit diesem Hecht und einer guten Nachricht wünscht Heidi ihren Leserinnen und Lesern alles Gute im 2015. Copyright Aquatis

Mit diesem Hecht und einer guten Nachricht wünscht Heidi ihren Leserinnen und Lesern alles Gute im 2015. Copyright Aquatis

Die Quellen der grossen Flüsse Rhein, Rhone, Reuss, Aare, Ticino und Inn liegen im Gotthardgebiet, weshalb die Schweiz auch Wasserschloss Europas heisst. Sechs Prozent der Süsswasservorräte Europas lagern in der Schweiz. Ihre Bäche, Flüsse und Seen sind ein attraktives Winterquartier für Wasservögel. Die Schweiz trägt also eine grosse Verantwortung, gilt es doch, den Schatz Wasser zu bewahren.

Heidi wünscht sich ein Schweizer Wassermuseum und hat schon begonnen, diese Idee unter die Leute zu bringen. Ein solches könnte Wissen verbreiten und den sorgsamen Umgang mit diesem wertvollen Gut fördern. Beim Suchen im Internet ist sie jetzt auf AQUATIS in Lausanne gestossen, ein grosses Projekt von nationaler Bedeutung für Wissenschaft und Umweltschutz, wie es in der Medieninformation heisst, siehe Entstehung eines grossen Kultur- und Wissenschaftsprojekts in der Westschweiz.

Das Projekt wurde in Zusammenarbeit mit dem Aquarium von La Rochelle und dem Wissenschaftsmuseum in Barcelona, La Caixa,  entwickelt und besteht aus einem Aquarium sowie einem interaktiven Museum, das gefährdete Süsswasserlebensräume realitätsnah darstellt. Im Zentrum steht das Wasser als lebenswichtige Ressource unserer Erde. Das Wassermuseum und das Aquarium werden voraussichtlich 2016 eröffnet, das angeschlossene Hotel mit Konferenzzentrum im Februar 2015.

AQUATIS will die Umwelt- und Nachhaltigkeitsbildung fördern. Das Wassermuseum und das Aquarium werden mit der Unterstützung folgender wissenschaftlicher Partner konzipiert:

Universität Lausanne, La Faculté des géosciences et de l’environnement

Ramsar: Die Ramsar-Konvention ist ein von der UNESCO angestossener völkerrechtlicher Vertrag. Er bietet den Rahmen für nationales Handeln und internationale Zusammenarbeit zur Erhaltung und verantwortungsvollen Nutzung von Feuchtgebieten, besondere als Lebensraum für Wasser- und Watvögel.

HELVETAS

WWF Schweiz

IUCN, International Union for Conservation of Nature

Heidi lädt Sie zum Erkunden des Projekts ein, wünscht AQUATIS gutes Gelingen und freut sich auf den ersten Besuch im Schweizer Wassermuseum.

Wassermuseen gibt es in Europa einige, ein paar Tipps finden Sie bei Lebensraum Wasser, Wassermuseen in Deutschland und Europa.

Nachtrag vom 30.12.14: AQUATIS ist seit gestern auf der Liste der Wassermuseen von Lebensraum Wasser, dort gibt es auch eine deutsche Übersetzung der Internet-Seiten von AQUATIS.

28.12.14 HOME


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